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  • Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Wenn sich auf der Mundschleimhaut kleine runde oder ovale Flecken und Pickelchen bilden, die bei jeder Mundbewegung schmerzen, dann steht die Diagnose relativ schnell fest, es handelt sich um Aphten. Aphten gehören zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten im Mundbereich, sie sind störend, sie schmerzen, aber sie sind harmlos. Was Aphten so unangenehm macht, das ist die Tatsache, dass sie immer wieder auftreten können. Warum es Aphten gibt, ist bis heute unklar und auch wenn sie nicht gesundheitsschädlich sind, so können sie das Wohlbefinden doch sehr beeinträchtigen.

    Wie sehen Aphten aus?

    In der Regel haben Aphten die Größe einer Linse und sind entweder leicht rötlich oder weiß-gelblich. Rund 20 % der Deutschen ist mindestens einmal in ihrem Leben an Aphten erkrankt, bei einigen treten die kleinen Geschwüre im Mundraum und am Gaumen allerdings immer wieder auf. Frauen leider deutlich öfter unter Aphten als Männer, und wenn es in der Familie schon Fälle gab, dann besteht das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken.

    Welche Ursachen haben Aphten?

    Es gibt viele Ursachen, die Aphten auslösen können, aber in den meisten Fällen bleibt die Ursache unklar. Bei Säuglingen kann es beim Saugen an der Flasche zu kleinen Verletzungen kommen, die sich dann in Aphten verwandeln. Wenn die Aphten immer wiederkehren, dann ist die Ursache meist unbekannt, aber viele Ärzte vermuten, dass es sich hierbei um eine Reaktion des Immunsystems handelt. Eisenmangel oder der Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Zink werden als Ursachen für Aphten diskutiert und auch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel könnte der Auslöser sein. Wer auf Tomaten, Nüsse oder auch auf Zitrusfrüchte und Alkohol allergisch reagiert, der läuft Gefahr, auch Aphten zu bekommen.

    Der monatliche Zyklus kann der Auslöser sein, aber auch Stress und schwere psychische Belastungen können dafür sorgen, dass sich Aphten im Mund bilden. Viele klagen auch nach einem Besuch beim Zahnarzt über Aphten, denn es kann während der Behandlung zu kleinen Verletzungen kommen, die dann zu Aphten werden. Ob Viren oder bestimmte Bakterien die Mundkrankheit auslösen, konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Menschen, die mit HIV infiziert sind, leiden häufig unter Aphten, aber hier liegen die Ursachen bei den Medikamenten, die eingenommen werden.

    Welche Therapien gibt es?

    In den meisten Fällen müssen Aphten nicht behandelt werden, denn so lästig und auch schmerzhaft sie auch sind, sie verschwinden in der Regel ganz von alleine wieder. Eine Therapie kommt immer nur dann infrage, wenn die Schmerzen stark sind, und auch bei Kindern ist eine Therapie zu empfehlen, denn sie leiden darunter besonders oft. Um die Schmerzen zu lindern, hilft meist ein lokales Betäubungsmittel, das mittels einer Lösung aufgetragen wird. Ratsam ist auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Zitrusfrüchte und Obstsäfte sowie auf scharfe Gewürze und alkoholische Getränke, damit die Schleimhaut nicht unnötig gereizt wird.

    Mundspülungen mit Kamille helfen dabei, die Schmerzen zu lindern und die Aphten schneller abheilen zu lassen. Der Zahnarzt kann ebenfalls dabei helfen, dass die lästigen Geschwüre im Mund wieder verschwinden, denn eine Bestrahlung mit einem speziellen Rotlicht sorgt dafür, dass die Aphten schnell wieder weg sind.

    Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

    Leider kann Aphten nur sehr begrenzt vorgebeugt werden, da die Ursachen noch nicht restlos geklärt sind. Wer schon einmal Aphten hatte, der sollte Stress abbauen, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden, besonders auf seine Mundhygiene achten und von Zeit zu Zeit eine medizinische Mundspülung verwenden. Empfehlenswert sind Mundspülungen mit den Wirkstoffen Betamethason, Chlorhexidin und auch Hexetidin. Um die Schmerzen zu lindern, ist eine Lösung die Lidocain enthält, die beste Wahl, denn das Lidocain betäubt den Schmerz für mehrere Stunden.

    Wenn die Aphten in einem relativ kurzen Zeitraum immer wieder kommen oder wenn sie besonders groß sind, dann sollte der Arzt eine Blutuntersuchung machen.

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  • ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – so lautet der vollständige und etwas komplizierte Name einer Krankheit, über die kontrovers diskutiert wird. „Mein Kind hat ADHS“, das sagen heute viele Eltern, wenn sich ihr Nachwuchs anders verhält als andere Kinder, und es klingt immer ein wenig entschuldigend. Rund drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS, und Jungen werden von dieser oftmals schwer zu verstehenden Krankheit deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Bei etwa 60 % der ADHS Fälle bleiben die Symptome bis zum Erwachsenenalter bestehen und nur mit einer gezielten Behandlung gelingt es auch, die Krankheit weitgehend in den Griff zu bekommen. Aber was genau ist eigentlich ADHS und was bedeutet es für die Betroffenen und ihre Angehörigen, wenn die Diagnose gestellt wird?

    Was genau ist ADHS?

    ADHS ist keine Krankheit der heutigen Zeit, die ersten Krankheitsfälle wurden schon 1845 diagnostiziert. Es war der Nervenarzt Heinrich Hoffmann, der in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ den Zappelphilipp beschrieb, ein Kind, das keine Minute ruhig am Tisch sitzen bleiben will. Aber erst 1987 wurde der Name ADHS medizinisch anerkannt. Aus neurologischer Sicht ist ADHS eine fehlerhafte Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenzellen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der wichtige Botenstoff Dopamin, der für den reibungslosen Transport von Informationen im Gehirn zuständig ist.

    Jungen sind achtmal häufiger betroffen, wird die Krankheit mit ins Erwachsenenalter genommen, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern. Wird ADHS bei Zwillingen festgestellt, dann sind in drei von vier Fällen beide Kinder betroffen.

    Die ADHS Symptome

    Kinder und auch Erwachsene, die an ADHS erkrankt sind, fallen vor allem durch ihre Hyperaktivität, ihre Unaufmerksamkeit und ihre sprunghafte Impulsivität auf. Kinder haben motorische Probleme, sie lernen nur schwer mit Messer und Gabel zu essen, sie lassen sich schnell ablenken, sie sind vergesslich und sie können sich entweder nur sehr schwer oder überhaupt nicht konzentrieren. Auch verlangsamte Reaktionen, plötzliche mitunter sehr heftige Wutausbrüche und eine emotionale Instabilität gehören zu den typischen Symptomen von ADHS. Nicht selten haben Kinder, die an der Nervenkrankheit leiden, Schwierigkeiten lesen und schreiben zu lernen und sie sind nicht selten auch starken Stimmungsschwankungen unterworfen.

    ADHS Symptome treten in der Regel sehr früh, meist schon ab dem sechsten Lebensjahr auf, und der Höhepunkt der Krankheit liegt zwischen dem siebten und elften Lebensjahr. In diesem Zeitraum kommt es zu Schlafstörungen, zu starker Unruhe und auch Probleme mit der Verdauung und der Nahrungsaufnahme können zum ADHS Krankheitsbild gehören. Kommen die Kinder in die Schule, dann wird die Krankheit schlimmer, denn sie sind permanent neuen Reizen ausgesetzt und können diese nicht kompensieren, wie normale gesunde Kinder das tun.

    Die ADHS Ursachen

    Bis heute sind die genauen Ursachen für ADHS unbekannt, aber es werden drei Auslöser für die Krankheit verantwortlich gemacht. Eine genetische Veranlagung kann ein Auslöser sein, aber auch wenn es Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gegeben hat, dann kann das ein Grund für eine spätere ADHS Erkrankung sein. Für viele Ärzte sind es aber psychosoziale Probleme im familiären Umfeld, die ADHS auslösen.

    Welche Therapien gibt es?

    Nicht in jedem Fall muss ADHS auch behandelt werden, es richtet sich immer nach dem Schweregrad der Krankheit. Therapiert werden sollte aber immer dann, wenn es zu schweren psychischen oder sozialen Problemen kommt. Wann der Zeitpunkt für eine Therapie gekommen ist, das lässt sich schlecht bestimmen und ist immer von den individuellen Symptomen abhängig. Das Ziel einer Therapie ist es immer, die typischen Symptome in den Griff zu bekommen und den Betroffenen wieder sozial zu integrieren. Außerdem ist es wichtig, wieder ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und Kinder nach ihren Begabungen und Interessen zu fördern.

    Eine medikamentöse Therapie zum Beispiel mit Ritalin, sollte immer die letzte Konsequenz sein.

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  • Hämorrhoiden – ein oft verschwiegenes Leiden

    Hämorrhoiden – ein oft verschwiegenes Leiden

    Allein das Wort Hämorrhoiden sprechen viele nur hinter vorgehaltener Hand aus, und wer unter Hämorrhoiden leidet, der schweigt darüber. Dabei sind Hämorrhoiden nichts, für das man sich schämen müsste. Viele Menschen leiden darunter und auch wenn Hämorrhoiden gerne als Leiden der Frauen beschrieben werden, es gibt auch viele Männer, die sich damit auseinandersetzen müssen. Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie? Welche Symptome gibt es und wie kann man die lästigen Plagegeister wieder los werden? Es gibt viele Fragen zum Thema Hämorrhoiden, aber es gibt keinen Grund, peinlich berührt zu schweigen und diese Fragen nicht zu beantworten.

    Was sind Hämorrhoiden?

    Hämorrhoiden sind nichts anderes als Schwellkörper im Enddarm, die die Aufgabe haben, den After anzudichten. Immer dann, wenn sich diese Schwellkörper vergrößern, dann werden sie zu einem Problem, denn der Betroffene verspürt einen unangenehmen Juckreiz und später auch Schmerzen am After. Nicht selten bluten Hämorrhoiden auch und das sorgt bei vielen für Angst und Panik. Jeder Mensch hat Hämorrhoiden und schätzungsweise die Hälfte der über 50-jährigen hat Probleme mit diesen Gefäßpolstern, die vom Aussehen her an einen Schwamm erinnern. Hämorrhoiden können aber auch schon in jungen Jahren auftreten, was besonders bei Männern oftmals der Fall ist. Viele Frauen bekommen Hämorrhoiden aber erst, wenn sie das erste Mal ein Kind geboren haben, denn die Presswehen können dafür sorgen, dass sich die Hämorrhoiden vergrößern.

    Unterschieden werden Hämorrhoiden in innere echte und äußere unechte Hämorrhoiden. Die innere echte Variante entsteht immer dann, wenn sich Arterien im Darm weiten, die unechten äußeren Hämorrhoiden entstehen durch Venen und werden deshalb medizinisch korrekt auch als Perianalthrombosen bezeichnet, da sich im Bereich des Afters ein Blutgerinnsel bildet.

    Welche Ursachen haben Hämorrhoiden?

    Neben der Schwangerschaft und den Presswehen gibt es noch eine Reihe von anderen Ursachen, die für Hämorrhoiden verantwortlich sind. Auch eine Obstipation, also eine Verstopfung oder zu starkes Pressen beim Stuhlgang können dafür sorgen, dass sich die Hämorrhoiden erweitern und für Probleme sorgen. Eine andere Ursache ist, dass der Blutabfluss in den Schwellkörpern nicht mehr richtig funktioniert, sie schwellen in der Folge immer weiter an und schon sind es Hämorrhoiden, die für Juckreiz und Schmerzen sorgen. Menschen, die viel sitzen oder unter krankhafter Fettleibigkeit leiden, sind anfällig für Hämorrhoiden, aber auch alle, die ein schwaches Bindegewebe haben oder zu Krampfadern neigen, gehören zu den Risikopatienten.

    Wie werden Hämorrhoiden behandelt?

    Wenn der Arzt die Diagnose Hämorrhoiden gestellt hat, dann gibt es unterschiedliche Methoden, um sie zu behandeln. Eine Basistherapie besteht darin, dass der Betroffene seine Essgewohnheiten ändert, denn manchmal kann es schon ausreichen, wenn mehr Ballaststoffe gegessen werden, zum Beispiel in Form von Vollkornprodukten. Auch mehr Bewegung und viel trinken kann hilfreich sein, um die Symptome der Hämorrhoiden zu lindern. Aber Hämorrhoiden lassen sich heute auch sehr gut mit Salben und Zäpfchen behandeln, die zum einen entzündungshemmend sind und zum anderen auch von den Schmerzen befreien.

    Alle, die ihre Hämorrhoiden selbst behandeln wollen, können das mit Zinksalbe oder mit einer speziellen Wundsalbe, die es frei in der Apotheke zu kaufen gibt. In schweren Fällen verordnen Ärzte auch Cortison, aber diese Behandlung soll nicht länger als drei bis maximal vier Wochen durchgeführt werden. Wenn alle gängigen Mittel nicht helfen, dann ist die Operation die letzte Option für die Betroffenen. Während einer operativen oder auch semioperativen Behandlung werden die Hämorrhoiden entfernt und für diesen operativen Eingriff gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Die am häufigsten angewandte Methode ist die sogenannte Gummibandligatur. Hier werden die Hämorrhoiden abgebunden und so vom Blutfluss abgetrennt. In der Folge stirbt das Gewebe, und die Hämorrhoide fällt nach zwei bis fünf Tagen ab. Die Methode wird gerne und häufig angewendet, denn sie ist schmerzfrei und es gibt kaum Komplikationen.

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  • Hörsturz – taub aus heiterem Himmel

    Hörsturz – taub aus heiterem Himmel

    Ein Hörsturz tritt praktisch wie aus heiterem Himmel und oftmals ohne jede Vorwarnung auf. Die Betroffenen haben das Gefühl, als hätten sie einen Stöpsel oder Watte im Ohr und können nur noch schlecht oder gar nichts mehr hören. In vielen Fällen gesellt sich zur plötzlichen Taubheit auch ein Schwindelgefühl und es kommt zu einem dumpfen Schmerz im Ohr. Es ist immer noch nicht restlos geklärt, was einen Hörsturz auslösen kann, nicht selten haben die Betroffenen aber zuvor unter einem Tinnitus, also unter Ohrensausen gelitten. Bei den meisten tritt der Hörsturz jedoch unvermittelt auf.

    Welche Ursachen gibt es für einen Hörsturz?

    Auch wenn nicht klar ist, warum der Hörsturz so plötzlich auftreten kann, die möglichen Ursachen sind aber bereits gefunden. So wird vermutet, dass eine akute Durchblutungsstörung im Innenohr für einen Hörsturz verantwortlich ist. Im Innenohr, oder genauer gesagt in der sogenannten Hörschnecke sind die Haarzellen zu finden und diese Zellen haben die besondere Aufgabe, alle ankommenden Schallwellen, die in das Ohr dringen, in elektrochemische Signale umzuwandeln. Diese Signale werden dann über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet, so sie dann verarbeitet werden. Anschließend werden sie dann als Sprache, Musik oder auch Lärm wahrgenommen.

    Wenn aber die Haarzellen nicht mehr mit ausreichend Blut und mit Sauerstoff versorgt werden, dann wird das Hörvermögen eingeschränkt und das kann eventuell einen Hörsturz auslösen. Aber es gibt noch andere mögliche Ursachen, die für einen Hörsturz verantwortlich sein könnten. Chronische Entzündungen können ebenso schuld sein wie auch eine Autoimmunerkrankung. Eine Erkrankung der Halswirbelsäule kann vielleicht einen Hörsturz auslösen und auch ein Tumor im Bereich des Kopfes kommt infrage.

    Wie wird ein Hörsturz behandelt?

    Auch wenn es für die Betroffenen sehr unangenehm ist, aus medizinischer Sicht ist ein Hörsturz kein Notfall, denn bei ungefähr der Hälfte der Fälle verschwinden die Symptome nach 24 Stunden wieder und der Betroffene kann wieder normal hören. Als Faustregel gilt: Je geringer der Verlust des Gehörs ausfällt, um so besser ist die Prognose, dass der Hörsturz wieder von selbst verschwindet.

    Trotzdem sollte nach einem Hörsturz ein Arzt aufgesucht werden, denn hinter dem plötzlichen Verlust des Hörvermögens kann sich unter Umständen eine ernste Erkrankung verbergen, die schnell behandelt werden muss. Welche Therapie bei einem Hörsturz die beste ist, das ist ebenfalls noch nicht geklärt. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Therapieformen, die in den vergangenen Jahren erprobt worden sind, aber welche der Therapien erfolgreich ist, das hängt immer von der Schwere des Hörsturzes ab.

    Welche Therapien versprechen Erfolge?

    Handelt es sich um eine leichte Form des Hörsturzes, dann raten die Ärzte den Patienten, einfach ein paar Tage abzuwarten. Wenn sich die Symptome nach drei Tagen immer noch nicht gebessert haben, dann werden in der Regel Medikamente verordnet, die bei einer möglichen Entzündung und einem Abschwellen des Innenohrs helfen sollen. Die Medikamente können wahlweise in Form von Tabletten eingenommen werden, aber es ist auch möglich, den Wirkstoff direkt ins Ohr zu spritzen.

    Kann man einem Hörsturz vorbeugen?

    Eine gesunde Lebensweise ist die beste Vorbeugung, um keinen Hörsturz zu erleiden, nach Möglichkeit sollten auch Stress und belastende Situationen vermieden werden. Wer Probleme damit hat, Stress abzubauen, der sollte Yoga oder autogenes Training machen. Auch übermäßiger Lärm ist eine Gefahr, denn wenn die empfindlichen Haarzellen im Innenohr ständig überreizt werden, dann kann das einen Hörsturz begünstigen oder sogar auslösen.

    Menschen deren Blut verdickt ist und sehr schnell gerinnt, laufen ebenso Gefahr einen Hörsturz zu bekommen, und auch die Fettwerte im Blut können dafür verantwortlich sein, wenn es zu einem Hörsturz kommt, denn hohe Blutfettwerte können die Fließeigenschaften des Bluts verändern. Wer einen Hörsturz vermeiden will, der sollte sich zudem ballaststoffreich und fettarm ernähren.

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  • TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    Immer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zur modernen, technisch hochgerüsteten Apparatemedizin und immer öfter fällt dabei die Wahl auf die traditionelle chinesische Medizin, kurz auch TCM genannt. Auch wenn es den Begriff traditionelle chinesische Medizin erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, die Verfahren, Behandlungen und Therapien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Die Chinesen nennen die TCM auch die Fünf-Elemente-Lehre und sie begründet sich auf die Lehren des Konfuzius. Heute ist TCM auch im Westen sehr populär, zu den bekanntesten Behandlungsformen gehört die Akupunktur. Die traditionelle chinesische Medizin hat aber noch mehr zu bieten.

    Was beinhaltet die traditionelle chinesische Medizin?

    TCM ist ein eigenständiges und sehr komplexes medizinisches System mit Diagnose- und mit Therapieverfahren. Die klassische Schulmedizin und TCM müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Schwere chronische Erkrankungen und auch Krankheiten wie Krebs müssen mithilfe der modernen Schulmedizin behandelt werden, aber wenn es zum Beispiel darum geht, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, dann ist die traditionelle chinesische Medizin eine große Hilfe. Auch von vielen Ärzten wird TCM heute als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet, die bei vielen Leiden helfen kann. Zum Einsatz kommt TCM unter anderem bei:

    • Rheumatischen Beschwerden
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Schmerzen nach Amputationen
    • Ischias und Hexenschuss
    • Muskelverspannungen
    • Erkältungen, Bronchitis und Asthma
    • Magenschleimhautentzündung
    • Niedrigem Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden
    • Allergien wie Heuschnupfen
    • Schlafstörungen
    • Blasenentzündungen

    Selbst Unfruchtbarkeit, Schuppenflechte oder Neurodermitis können mit den Methoden der traditionellen chinesischen Medizin erfolgreich behandelt werden.

    Wie funktioniert TCM?

    Die traditionelle chinesische Medizin funktioniert im Grunde nach einem sehr einfachen Prinzip: Sie hilft dem Körper dabei, sich selbst zu heilen. Durch gezielte Reize werden die natürlichen Heilkräfte praktisch geweckt und dann gestärkt. Von der klassischen Schulmedizin unterschiedet sich TCM in einigen Punkten. So wird immer der Körper als Ganzes gesehen und die Therapien zielen darauf ab, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert zum Beispiel durch Yin und Yang, aber auch durch Qi, die Lebensenergie. Wenn eine der Kräfte ungleich stärker oder schwächer wird, dann kann durch TCM das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

    Die Diagnose wird in der traditionellen chinesischen Medizin mit der Hilfe von vier Methoden gestellt.

    1. Die Befragung
    2. Die Betrachtung
    3. Das Hören und Riechen
    4. Das Betasten

    Wie in der Schulmedizin, so beruht auch die traditionelle chinesische Medizin auf einer gründlichen Anamnese und wenn es sich nicht um schwerwiegende Erkrankungen handelt, dann kann auch die Behandlung mit TCM durchgeführt werden.

    Die Medizin der Gegensätze

    Balance und Ausgeglichenheit sind die Eckpfeiler der traditionellen chinesischen Medizin. Wer friert, der wird mit Wärme behandelt, wer schwitzt, mit Kälte. Ist der Körper schwach, dann wird er angeregt, ist er aber überaktiv, dann wird er beruhigt. Eine wichtige Rolle nimmt die Therapie mit traditionellen Arzneimittel ein. Die Grundlagen dieser Arzneimittel sind immer natürlichen Ursprungs und können sowohl tierisch als auch pflanzlich sein. Verschiedene Stoffe, die sich aber ergänzen, werden gemischt und dann zum Beispiel als Tee aufgebrüht und getrunken. Alle Tees, die Verwendung finden, werden zunächst in kaltes klares Wasser gegeben, dann zweimal aufgekocht und schließlich abgegossen.

    Auch die äußere Anwendung von Hilfsmitteln ist in der TCM ein wichtiger Bestandteil. Akupunktur ist eine der bekanntesten Therapieformen, die auch in der Schulmedizin ihren Platz gefunden hat. Jeder Mensch hat bestimmte Akupunkturpunkte und über diese Punkte können mit der Hilfe von Nadeln der Organismus, aber auch einzelne Organe beeinflusst werden. Verstärkt wird die Akupunktur durch das Abbrennen der sogenannten Moxa-Wolle, die an den Nadeln abgebrannt wird. Die erhitzten Nadeln werden unter anderem bei kalten Füßen oder Händen eingesetzt. Auch wenn es um eine Narkose geht, dann ist Akupunktur heute ein bewährtes Mittel und macht so manches Narkotikum überflüssig.

    Bild: © Depositphotos.com / jochenschneider

  • Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Allein die Vorstellung, dass sich im Darm Würmer aufhalten könnten, verursacht bei den meisten Menschen ein Ekelgefühl. Aber so schrecklich das auch klingen mag, Gesundheitsexperten vermuten, dass jeder Mensch im Verlauf seiner Kindheit schon einmal Würmer im Darm hatte. Wurmbefall im Darm ist unangenehm und kann gefährlich werden, je nachdem, welcher Wurm sich im Darm befindet. In der Regel werden Menschen von drei verschiedenen Wurmarten aufgesucht, dem Spulwurm, dem Madenwurm und dem bekannten Bandwurm. Alle diese Helminthen, wie die Würmer mit medizinischem Namen heißen, leben als Parasiten, also als Schmarotzer, die im Verlauf ihres Lebens immer mal wieder den Wirt oder den Zwischenwirt wechseln.

    Wie kommen die Würmer in den Darm?

    Verunreinigte Speisen oder auch der direkte Kontakt mit Tieren verursachen einen Wurmbefall im Darm. Sind die Würmer dann im Darm angekommen, dann vermehren sie sich und legen Eier, aus denen dann später Larven werden. Es gibt aber auch Wurmarten, die von Mücken oder Fliegen übertragen werden und durch den Hautkontakt in den Darm gelangen. Diese Würmer sind allerdings nicht in Europa zu finden, sie können aber ein unschönes Mitbringsel aus dem Urlaub in den Tropen sein.

    Welche Symptome sind für einen Wurmbefall typisch?

    Ist der Wurm im Darm, dann stellen sich auch schnell die ersten Symptome ein. Die Betroffenen verspüren besonders am Abend und in der Nacht einen starken Juckreiz am After, denn die Würmer legen ihre Eier am liebsten in den Falten des Afters ab. In diesem Stadium sind die weißen, ca. einen Zentimeter langen Würmer dann auch im Kot sichtbar. Neben dem Juckreiz, der nach relativ kurzer Zeit wieder abklingt, gibt es kaum Beschwerden und viele, die Würmer haben, nehmen die Symptome nicht sonderlich ernst.

    Wenn der After aber stark juckt, dann kann es durch das Kratzen zu Rissen kommen und wenn diese Risse sich entzünden, dann wird es für die Betroffenen unangenehm. Helfen kann in diesen Fällen oft ein Sitzbad mit Kamillenblüten, die die Entzündung abklingen lassen. Kommt es zu einem starken Befall durch Würmer, dann verlieren die Betroffenen häufig an Gewicht, es kommt zu Durchfall, zu Bauchschmerzen und auch rektale Blutungen sind keine Seltenheit.

    Befall durch Band- und Spulwürmer

    Im Gegensatz zu den Madenwürmern, die lediglich einen starken Juckreiz auslösen, kann ein Befall mit Spul- und Bandwürmern schon einen größeren Schaden anrichten. Spulwürmer sind rosa und können, wenn sie ausgewachsen sind, bis zu 45 Zentimeter lang werden. Die Larven des Schmarotzers können schwere allergische Reaktionen auslösen und da die Würmer sehr groß werden, gelangen sie auch ohne Probleme in die Gänge der Bauchspeicheldrüse und in die Galle, wo sie Koliken auslösen können. Bei einem starken Befall kann es sogar zu einem Darmverschluss oder zu einer Darmlähmung kommen. Wenn es den Würmern gelingt, in die Blutbahn zu kommen, dann dringen sie nicht selten bis zur Lunge vor und das führt zu Atembeschwerden, Fieber, Husten und in Einzelfällen auch zu asthmatischen Anfällen.

    Bandwürmer gehören zur Familie der Plattwürmer und sie können je nach Art, zwischen drei Millimetern und 20 m lang werden. Ist ein Bandwurm im Darm, dann kommt es zu heftigen Bauchschmerzen, zu einem starken Gewichtsverlust und häufig auch zu migräneartigen Kopfschmerzen.

    Wie wird Wurmbefall behandelt?

    Anders als in früheren Zeiten können Würmer im Darm heute gezielt und auch sehr effektiv behandelt werden. Die Patienten müssen eine Wurmkur machen, das heißt, sie müssen je nach Stärke des Wurmbefalls eine entsprechend lange Kur mit verschiedenen Medikamenten machen. Zu 90 % sind die Würmer dann verschwunden. Damit sich aber erst gar keine Würmer im Darm ansiedeln können, sollte man auf den Verzehr von rohem Fleisch wie zum Beispiel Tatar verzichten, denn im rohen Hackfleisch können sich Eier oder Larven der Würmer befinden.

    Bild: © Depositphotos.com / olgaru79