Schlagwort: Schlaf

  • Sportsucht – Sport kann sich zu einer Sucht entwickeln

    Sportsucht – Sport kann sich zu einer Sucht entwickeln

    Eine sportliche Betätigung kann sich zu einer Sportsucht entwickeln, wenn über ein bestimmtes Maß hinaus Sport betrieben wird und zwar nicht mehr aus Freude, sondern Zwang an der Bewegung. Von einer Sportsucht betroffen sind Forschungen zufolge besonders Menschen, die an einer Essstörung leiden und aus diesem Grund zu sportlich aktiv sind. Wenn jemand an einer Sportsucht leidet, kann es im schlimmsten Fall soweit gehen, dass der Betroffene sogar Verletzungen ignoriert und weiter wie ein Drogenabhängiger agiert, der nach seiner nächsten Dosis verlangt. Gesunde Menschen bewegen sich mit Freude, sei es Radfahren, Zumba, Joggen oder Schwimmen.

    Sportsucht – Läufer stark betroffen

    In den meisten Fällen sind Läufer von einer Sportsucht betroffen, weil sie sich schlecht fühlen, sobald sie sich nicht mehr bewegen und dies resultiert in einem Kontrollverlust. Die Betroffenen denken den Tag über nur über ihren nächsten Lauf nach und geben den Gedanken oft nach. Die Sportsucht wird der Verhaltenssucht und nicht den stoffgebundenen Süchten, wie Rauchen oder Alkoholsucht zugeordnet.

    Dramatische Folgen

    Die Folgen für die Sportsüchtigen können dramatisch ausfallen. Sie schränken ihre sozialen Kontakte ein und können sogar ihren Job verlieren. Die Konsequenz dieses Verhaltens sind Reizbarkeit, Schlafstörungen und Depressionen auf Grund des Sport-Entzugs. Bei vielen Menschen, die an einer Sportsucht leiden, gehen mit der Zeit die Freunde verloren, Beziehungen und die Ehe kaputt. Der Fokus ihres Lebens ist auf den Sport ausgelegt und kann bei ausbleibender Behandlung durch einen Facharzt, wie einen Psychologen, zu einer schweren seelischen Krise führen. Vor allem bei Menschen, die ein geringes Selbstwertgefühl haben und bei denen alles perfekt sein muss, sind von dem Risiko der Sportsucht bedroht. Beim Sport kommt es zur Ausschüttung des Glückshormons Endorphin, wodurch sich der Körper in einem Rauschzustand befindet und auch einer der Auslöser für die Sucht nach der nächsten sportlichen Dosis sein soll, aber diese These gilt in der Forschung als umstritten.

    Zwei Formen der Sportabhängigkeit

    In der Wissenschaft wird zwischen einer primären und sekundären Sportsucht unterschieden. An der primären Sportabhängigkeit leiden in Deutschland kaum mehr als ein Prozent. Die sekundäre Sportsucht ist hingegen am stärksten verbreitet und basiert auf einer Grunderkrankung. Zu dieser Grunderkrankung zählen Essstörungen, Zwangsverhalten, Magersucht, Bolimie und eine gestörte Körperwahrnehmung. Der Sport hat bei Betroffenen die Aufgabe zwangsweise Kalorien zu verbrauchen verbunden mit einer Gewichtsreduzierung.

    Eine Therapie kann Sportsüchtigen helfen ihre Krankheit zu besiegen, indem ihnen vermittelt wird das Sport gesund ist und nicht nur das Ziel hat Kalorien zu verbrennen oder das Gewicht zu reduzieren. Der Sport kann das Selbstwertgefühl steigern und das eigene Körpergefühl verbessern.

    Von Fachleuten wird empfohlen eine Therapie zu beginnen, die aus einer Verhaltenstherapie und Psychoanalyse besteht. Das Ziel der Therapie ist es den Sportsüchtigen zu vermitteln, dass der Sport nicht der zentrale Schwerpunkt und Thema des eigenen Lebens sein muss. Das Leben bietet mehr als Sport und kann interessanter werden, wenn Betroffene wieder zu einem gesunden Maß an sportlicher Bewegung zurückfinden.

    Bild: © Depositphotos.com / Maridav

  • Stiefkind Hausapotheke

    Umfrage: Arzneimittel und Verbandsmaterial sind oft weder gezielt zusammengestellt noch richtig gelagert

    Baierbrunn (ots) – Die Hausapotheke führt in vielen deutschen Haushalten ein Schattendasein. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“. Der Erhebung zufolge nennt zwar eine große Mehrheit (77,2 Prozent) der Bundesbürger eine solche ihr eigen, bei mehr als der Hälfte (52,3 Prozent) handelt es sich dabei aber lediglich um das Sammelsurium an Medikamenten, die sich im Laufe der Zeit „so angesammelt haben“. Nur jeder Vierte (24,9 Prozent) hat seine Hausapotheke gezielt zusammengestellt. Vier von zehn (38,5 Prozent) der Hausapothekenbesitzer wissen, dass sie deren Inhalt unbedingt einmal überprüfen sollten, finden aber laut eigener Aussage „nie die Zeit dafür“. Auch die Lagerung ist oft alles andere als optimal: Von den Befragten mit Hausapotheke hat sie jeder Zweite (51,2 Prozent) im Badezimmer untergebracht. Das ist für Arzneimittel ein denkbar ungünstiger Ort, weil es dort warm und feucht ist. Medikamente sollten dunkel, kühl und trocken aufbewahrt werden. Das Schlafzimmer, wo solche Bedingungen eher zu finden sind, hat nicht einmal jeder Fünfte (17,5 Prozent) als Platz für seine Medikamente und das Verbandsmaterial gewählt. 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.009 Frauen und Männern ab 14 Jahren, darunter 1.552 Personen mit Hausapotheke im Haushalt. 

    Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe „Apotheken Umschau“ zur Veröffentlichung frei. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3142039
  • Koffein am Abend schlecht für innere Uhr

    Koffein am Abend schlecht für innere Uhr

    Nach einer Studie des britischen Medical Research Laboratory of Molecular Biology und der University of Colorado kann sich ein abendlicher Kaffee negativ auf die innere Uhr des Menschen auswirken. Wie die Forscher herausfanden, wird der Takt der Uhr beeinflusst und würde nicht mehr korrekt laufen. Das Koffein im Kaffee trägt die Hauptverantwortung für diesen Effekt.

    Innere Uhr als Taktgeber

    Die innere Uhr wird auch zirkadianer Rhythmus genannt und befindet sich in jeder Zelle des Körpers. Sie wirkt sich auf die Gene zu verschiedenen Zeiten aus verbunden mit dem Ziel, dass wir Menschen uns dem täglichen Ablauf von Tag und Nacht anpassen können. Das Hormon Melatonin arbeitet mit einem bestimmten Auslöser und wird aktiv, sobald zum Beispiel es draußen dunkler oder das Licht gedimmt wird. Wenn dieser Ablauf gestört sein sollte, wie etwa durch Schichtarbeit oder Jetlag, kann dies zu ungewollten Schlafzuständen führen und als Konsequenz können sogar Krankheiten drohen. Als Krankheiten können Alzheimer, Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2 und psychische Krankheitsbilder ausgelöst werden.

    Koffein – Doppelter Espresso dreht Uhr zurück

    Beim Trinken eines doppelten Espresso drei Stunden vor dem Schlafengehen, wird die innere Uhr zurückgedreht und die Ausschüttung von Melatonin verzögert. In den USA schlafen den Zahlen des CDC zufolge 25 Prozent der US-Bevölkerung nicht ausreichend genug und zirka 10 Prozent seien von chronischer Schlaflosigkeit betroffen. Die Studienteilnehmer sind einem hellen bzw. gedimmten Licht ausgesetzt worden. Die zirkadiane Phase kann durch helles Licht und dazu zählt auch der Stoff Koffein verlängert werden. Drei Stunden vor ihrer Bettruhe mussten die Teilnehmer das Gegenstück eines doppelten Espresso oder ein Placebo einnehmen. Am nächsten Tag wurde ihr Speichel analysiert, um festzustellen welche Menge Melantonin der Körper produziert hat. Der Melatonin-Spiegel stieg bei den Teilnehmern rund 40 Minuten später an, die Koffein erhalten hatten. Bei Placebo-Teilnehmern stieg der Melatonin-Level normal an.

    Labortest zur Bestätigung

    In einem Labortest versetzten die Forscher zur Untermauerung der Ergebnisse menschliche Zellen mit Koffein. Als Folge wurde die gleiche zeitliche Veränderung in der inneren Uhr verzeichnet. Das Koffein zeigte eine direkte Auswirkung auf die Adenosin-Rezeptoren, die in jeder Körperzelle vorhanden sind. Eine Erhöhung des gewichtigen intrazellularen Botenstoffs zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP) wurde festgestellt.

    Basierend auf dem erlangten Wissen durch die Studie könnte den Forschern zufolge eine Behandlungsmethode zur Minimierung des Jetlag entwickelt werden. Nach langen Flügen fühlen sich viele Menschen wegen der Zeitverschiebung schlecht, weil die innere Uhr sich erst auf den neuen Zeitrhythmus im Reiseland einstellen muss. Erst nach zwei bis drei Tagen oder länger hat sich der Körper akklimatisiert und der Reisende kann seinen Urlaub zum Beispiel in den USA genießen.

    Als Fazit der Studie sollte auf den Genuss von Koffein in den Abendstunden verzichtet werden, um einen schlechten Schlaf vorzubeugen. Der Verzicht auf einen abendlichen Kaffee, Cappuccino oder Espresso kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken und das Auftreten von Krankheiten verhindern.

    Bild: © Depositphotos.com / pmakin

  • Teenager leiden unter Schlafmangel

    Teenager leiden unter Schlafmangel

    Bei Jugendlichen verändert sich das Gehirn und führt zu einer Anpassung des Schlaf-Wach-Rhythmus. In der Folge leiden viele Teenager am Schlafmangel und dies sorgt für eine schlechtere Leistung in der Schule. Die Wissenschaftler schlagen bereits Alarm und fordern einen späteren Schulbeginn. Auf diese wissenschaftliche Forderungen haben schon die ersten weiterführenden Schulen reagiert. Der Schulbeginn ist dort statt um 7:00 Uhr um 8:30 Uhr, was zu einem positiven Feedback durch die Schüler und Eltern führte.

    Die innere Uhr ist hauptverantwortlich für den Schlafmangel, wodurch sich Jugendliche zum so genannten Spättypen unabhängig von der abendlichen Aktivität entwickeln und länger wach bleiben. In der Pubertät befindet sich das Gehirn in einer Umbauphase und in diesem Zusammenhang fällt es Teenagern schwer am frühen Morgen aufzustehen.

    Die Einschlafzeiten verschieben sich im Alter von 9 und 11 Jahren. Der Rhythmus wird durch das Hormon Melatonin gesteuert mit der Folge, dass sich dieser Zyklus immer später in die Nachtstunden verschiebt, wie eine Studie des Rush University Medical Center aus Chicago feststellte. Die Forscher beobachteten jahrelang das Schlafverhalten und den Tagesablauf von 9 bis 15 Jahren alten Jugendlichen. Nach dem Studienergebnis blieben die Jugendlichen länger auf je älter sie wurden, obwohl Melatonin von ihrem Gehirn ausgeschüttet wurde und zum Schlafengehen anregte. Auf Grund der zu kurzen Schlafzeit konnte das Melantonin nicht vollständig abgebaut werden und hatte eine Müdigkeit bei den Teenagern zur Folge.

    Ein Großteil der Schüler erscheint unausgeschlafen in der Klasse, aber daran Schuld seien eher die Lehrer mit ihren unflexiblen Stundenplänen als die Teenager selbst. Auf Empfehlung der Studienautoren sollte die Schule später beginnen, weil es nichts bringen würde Jugendliche früher zum Schlafengehen zu schicken. In Deutschland haben bislang nur sehr wenige Schulen den Schulbeginn nach hinten verschoben, weshalb nach wie vor die meisten Schüler unausgeschlafen dem Unterricht folgen. Das frühe Aufstehen gegen 6:30 Uhr führt bei vielen Familien zu Konflikten je älter die Kinder werden. Schlafforscher empfehlen Jugendlichen vor dem Schlafengehen ein Buch zu lesen anstatt Fernsehen zu schauen oder mit der Spielkonsole zu spielen.

    Das Gehirn würde nämlich Zeit benötigen runterzufahren und da sei ein Buch eine sinnvollere Hilfe als zum Beispiel ein spannender actionreicher Spielfilm. Ein Teenager benötigt mindestens acht bis neun Stunden Schlaf in der Nacht, um morgens ausgeschlafen und ausgeruht in der Schule erscheinen zu können. Der Umbau des Gehirns endet etwa mit 21 Jahren und bis dahin entscheidet es sich, ob der Teenager eher zu den Nachtschwärmern oder Frühaustehern zählt. Im Vorfeld der Bettruhe kann es außerdem von Vorteil sein auf Süßigkeiten und Snacks zu verzichten, da diese vor allem Zucker enthalten.

    Der Zucker hält den Körper weiter in Schwung und in Konsequenz bleibt man länger wach. Effektiver sind Tees wie Kamillentee oder Fencheltee, die dabei helfen besser und früher einzuschlafen. Die Umstellung der Ernährung auf gesunde Lebensmittel und Verzicht auf Fastfood trägt ebenso zu einem gesunden Schlaf bei wie sportliche Aktivitäten. Wer vor dem Schlafengehen sportlich aktiv ist oder einen Spaziergang unternimmt schläft bisherigen Kenntnissen zufolge besser.

    Bild: © Depositphotos.com / sabphoto

  • Wechseljahre – mehr als eine hormonelle Umstellung

    Wechseljahre – mehr als eine hormonelle Umstellung

    Hitzewallungen und Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Schweißausbrüche – das alles erwartet die meisten Frauen, wenn sie in die Wechseljahre kommen. Das Klimakterium, wie die Wechseljahre medizinisch korrekt heißen, ist die Zeit, in der Hormone bei Frauen völlig aus dem Gleichgewicht kommen. In dieser Zeit verändert sich die Konzentration der weiblichen Geschlechtshormone und vor allem das Östrogen und die Hormone, die Follikel, also die Eizellen stimulieren, sie spielen in den Wechseljahren ein wenig verrückt.

    Wechseljahre – Keine Erkrankung

    Selbst wenn die meisten Frauen in den Wechseljahren leiden, das Klimakterium ist keine Krankheit, aber es gibt jede Menge Symptome. Viele Frauen schlafen schlecht, die Haare werden dünner, die Haut wird welk und auch Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche machen das tägliche Leben nicht eben angenehm. Die Lust auf Sex lässt nach, die Scheidenhaut wird trocken und auch Depressionen sind während der Wechseljahre keine Seltenheit. Viele Frauen haben kaum oder gar keine Beschwerden während der Wechseljahre, bei anderen ist die hormonelle Umstellung so gravierend, dass sie ärztliche Hilfe brauchen.

    Wechseljahre – Die Zeit der Veränderungen

    Vielen Frauen machen aber nicht nur die Wechseljahre zu schaffen, in diese schwierige Zeit fallen noch mehr Veränderungen, die bewältigt werden müssen. Die Kinder sind erwachsen und gehen aus dem Haus, auch in der beruflichen Karriere ist der Zenit bei vielen Frauen bereits überschritten und die Rente kommt langsam, aber sicher in Sichtweite. Diese stetigen Veränderungen im beruflichen und privaten Leben beeinflussen das Wohlergehen selten zum Positiven. Die Wechseljahre sind auch ein Zeichen für schwindende Attraktivität, denn während der Mann auch im hohen Alter noch Kinder zeugen kann, ist bei Frauen, die in die Wechseljahre kommen, der Kinderwunsch nicht mehr möglich. Viele fühlen sich deshalb alt und hadern mit ihrem Schicksal.

    Welche medizinische Hilfe gibt es?

    Frauen müssen sich heute nicht mehr mit den Begleiterscheinungen der Wechseljahre abfinden, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die bei der Umstellungen der Hormone helfen können. So individuell wie die Beschwerden in den Wechseljahren, so individuell sind auch die Behandlungsmethoden. Die bekannteste Methode, die Anzeichen der Wechseljahre abzuschwächen, ist die Hormonersatztherapie, kurz HET genannt. Mit dieser Therapie bekommt der Körper die Hormone, die er selbst nicht mehr produzieren kann. Jede Hormonersatztherapie wird auf jede Frau nach Maß abgestimmt, aber das Prinzip dieser Therapie ist immer das Gleiche: So wenig Hormone wie möglich, so viel Hormone wie nötig. Auch eine HET mit einer sehr niedrigen Hormondosis kann ein großer Erfolg sein.

    Immer wieder anders

    Hormonpräparate gibt es in Tablettenform, als Gel, als Pflaster und auch als Nasenspray, als Zäpfchen, als Creme und in Form einer Injektion. Beliebt sind vor allem Hormonpflaster, die in vielen verschiedenen Dosierungen angeboten werden. Dieses Pflaster hat aber einen entscheidenden Nachteil, denn es muss zweimal in der Woche gewechselt werden, denn nur so kann ein gleichmäßiger Hormonspiegel auch gewährleistet werden. Zudem darf das Pflaster nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, denn sonst zersetzt sich der Wirkstoff. Welches Hormonpräparat infrage kommt, das hängt vor allem von den Beschwerden ab, denn nicht jede Frau leidet unter Schlafstörungen oder unter Hitzewallungen. Der Arzt kann nach einer Blutuntersuchung entscheiden, was das richtige Pflaster ist, und es ist auch möglich mehrere Möglichkeiten auszuprobieren, bis die passende Therapie gefunden wird.

    Hilfe aus der Natur

    Nicht jede Frau möchte in der Zeit der Wechseljahre der Pharmaindustrie vertrauen, sondern lieber Hilfe aus der Natur in Anspruch nehmen. Auch die sogenannte grüne Apotheke hat einige Mittel gegen die Beschwerden der Wechseljahre, wie zum Beispiel den Mönchspfeffer. Die Traubensilberkerze ist ebenfalls ein bewährtes Mittel, um gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und schlaflose Nächte vorzugehen. Beide Mittel enthalten Phytohormone, die den körpereigenen Hormonen sehr ähnlich sind und die deshalb regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen können.

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  • Gefälschte Arzneimittel – die Gefahr steigt

    Gefälschte Arzneimittel – die Gefahr steigt

    Das Internet macht das Leben in vielen Bereichen einfacher, aber leider auch gefährlicher. Das trifft besonders auf gefälschte Arzneimittel zu, denn die Zahl der Mittel, die verunreinigt sind, deren Inhalt manipuliert wurde oder die überhaupt keine Wirkstoffe enthalten, wird immer größer. Für Kriminelle wird das Geschäft mit gefälschten Medikamenten immer lukrativer, für diejenigen, die diese Mittel nehmen, kann es lebensgefährlich werden, denn in den USA gab es bereits die ersten Toten durch gefälschte Arzneimittel.

    Eine internationale Aufgabe

    Für die Apotheken wird der Handel mit gefälschten Arzneimitteln zu einem immer größeren Problem. Waren es am Anfang nur dubiose Mittel gegen Haarausfall oder auch Potenz- und Schlankheitsmittel, so kommen jetzt immer mehr teure Medikamente gegen Diabetes, Herzerkrankungen, Hepatitis und auch gegen Krebs auf den Markt, die gefälscht und gefährlich sind. Am kommenden Dienstag beschäftigt sich der internationale Apotheker Kongress, an dem 3000 Apotheker aus 100 Ländern teilnehmen, mit diesem Problem. Da die Gefahr aus dem Internet kommt, streben die Apotheker eine internationale Lösung an.

    Immer besser

    Das größte Problem bei gefälschten Arzneimittel ist, dass die Fälschungen immer besser werden und sich von den Originalprodukten kaum noch unterscheiden lassen. Die meisten gefälschten Mittel enthalten zu wenig oder gar keine Inhaltsstoffe mehr, zudem beinhalten einige Medikamente gesundheitsschädliche Substanzen. Unterschieden werden gefälschte Arzneimittel zwischen den legalen Verteilerketten im pharmazeutischen Großhandel auf der einen Seite und den illegalen Anbietern aus unterschiedlichen Quellen im Internet auf der anderen Seite. So kann es passieren, dass ein gefälschtes Medikament aus dem Großhandel in eine Klinik gelangt, und das ist aus Sicht der Krankenhäuser eine echte Katastrophe. In den USA ist es bereits vorgekommen, dass Krebspatienten gestorben sind, weil sie ein unwirksames Präparat eingenommen haben. In Amerika sind bis jetzt zehn Menschen ums Leben gekommen, unter anderem durch gefälschtes Heparin, ein Mittel, das nach Operationen gegen Thrombosen und Embolien eingesetzt wird.

    Gefälschte Arzneimittel – Nicht im Netz einkaufen

    In Deutschland hat es bis jetzt noch kein Todesopfer durch gefälschte Arzneimittel gegeben, aber die Gefahr wächst. Um die Gefahr zu minimieren, raten Apotheker ihren Kunden, mit dem Rezept, das sie von ihrem Arzt bekommen haben, in eine Apotheke vor Ort zu gehen und das Mittel nicht im Internet zu bestellen. Allerdings wurde jetzt beobachtet, dass gefälschte Arzneimittel immer öfter auch in den legalen Verteilerketten zu finden sind. Damit steigt die Gefahr, dass gefälschte Medikamente auch in deutschen Apotheken landen. Geschehen ist das bereits mit dem Magenmittel Omeprazol, das als Fälschung ohne Wirkstoffe den Weg in die deutschen Apotheken geschafft hat. Der Zoll stößt vermehrt auf gefälschte Arzneimittel, erst vor einigen Tagen wurden 3,5 Millionen Tabletten und Pillen aus Indien sichergestellt, die auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen waren. Unter den sicher gestellten Tabletten befanden sich unter anderem auch gefälschte Viagra und lebensgefährliche Schlaftabletten.

    Bild: © Depositphotos.com / kubais