Schlagwort: Schmer

  • Zahnschäden bei Diabetes

    Zahnschäden bei Diabetes

    Diabetiker neigen des Öfteren zu Zahnschäden und Entzündungen im Bereich des Zahnfleisches. Zahlreichen Diabetikern ist dieses Problem in Bezug auf Zahnpflege kaum bewusst. Jedoch wirkt sich die Zuckerkrankheit negativ auf das Zahnfleisch sowie die Zähne aus.

     

    Welchen Einfluss übt Diabetes auf Zahnfleisch und Zähne aus?

    Ist der Blutzuckerspiegel auf Dauer erhöht, treten Schädigungen im Herz-Kreislauf-System und den Blutgefäßen auf. Ein schlecht eingestellter Diabetes hat fernerhin eine mangelhafte Sauerstoffversorgung von Gewebe, Muskulatur und Organen zur Folge. Hieraus resultiert eine schlechte Wundheilung.

     

    Sehr oft nehmen bei Diabetikern auch feinste Nervenzellen Schaden, so dass sich das Schmerzempfinden verändert. Da bei einem erhöhten Blutzucker die Speichelproduktion herabgesetzt ist, leiden Diabetiker häufig an Mundtrockenheit. Dadurch erfährt die Bildung von Zahnkaries eine Begünstigung. Aus diesem Grund sollten von Diabetes mellitus Betroffene auf eine sorgfältige Zahnpflege großen Wert legen. Nur so haben unbemerkte Entzündungen im Mund kaum eine Chance. Selbst Diabetiker, die keine Beschwerden haben, sollten in regelmäßigen Abständen ihren Zahnarzt aufsuchen.

     

    Mögliche Schädigungen im Bereich des Mundes

    Schon aus leichteren Druckstellen am Zahnfleisch können bei Diabetikern schlecht heilende Wunden entstehen. Da bei Zuckerkranken die Widerstandskraft gegen Bakterien, die zu einer Zahnfleischentzündung führen, herabgesetzt ist, genügen schon kleine Abschürfungen zur Hervorrufung derselben. Bedingt durch die schlechte Durchblutung nehmen diese Bakterien schnell zu. Wird die Entzündung nicht behandelt, bilden sich schnell Zahnfleischtaschen. Diese können Eiter bilden oder bluten. Durch die voranschreitende Entzündung kann der Knochen mit angegriffen werden. Ein Zahnverlust ist die Folge.

     

    Darauf müssen Diabetiker bei der Zahnpflege achten

    Für die Zahnpflege empfiehlt es sich, auf weiche Zahnbürsten zurückzugreifen. Ferner sollte Zahnseide regelmäßig zur Anwendung kommen. Ein mehrmaliges gründliches Reinigen pro Tag ist essentiell. Zur Kariesvorbeugung eignet sich eine Zahnpasta mit Fluor. Schädliche Bakterien lassen sich ideal mit einer desinfizierenden Mundspüllösung bekämpfen. Zusätzlich kann auch Zahnpflegekaugummi nach der Mahlzeit zum Schutz des Zahnschmelzes und Neutralisierung von Säuren Verwendung finden. Damit Keime keine Chance zur Vermehrung haben, sollten Diabetiker ihre Zahnbürste alle vier Wochen austauschen. Ist ein Diabetiker im Besitz eines Zahnersatzes, sollte dieser genau passen und keine Druckstellen hinterlassen. Auf Implantate ist zu verzichten.

  • Wie lange hält der Tetanus-Impfschutz?

    Wie lange hält der Tetanus-Impfschutz?

    Damit Kinder sorgenlos im Sandkasten spielen können ist ein Tetanusschutz essentiell. Ohne diesen Schutz kann die kleinste Verletzung schon tödlich sein. Tetanus ist vielen auch unter der Bezeichnung Wundstarrkrampf bekannt. Der Erreger ist auf der ganzen Welt verbreitet. Dank zahlreicher Impfmöglichkeiten sind Erkrankungen in Deutschland selten. Zur Erreichung des Schutzes bei Kindern müssen immer drei Impfungen in gewissen Zeitabständen erfolgen.

    Tetanus alle zehn Jahre auffrischen

    Nach der dritten Impfung muss immer nach zehn Jahren eine Auffrischung erfolgen. Im Laufe der Jahre nehmen die wichtigen Antikörper ab, wodurch kein Schutz mehr besteht. Grundsätzlich ist es von Mensch zu Mensch verschieden, wie lange die Antikörper vorhanden sind. Experten raten jedoch dazu, jeweils nach zehn Jahren eine Auffrischungsimpfung zu machen. Ein Verzicht auf die Auffrischungsimpfung kann lebensgefährlich werden. Dann genügen bereits Bagatellverletzungen, den Erreger in den Körper eindringen zu lassen. Die tödlichen Giftstoffe entwickeln sich relativ schnell.

    Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus

    Tetanus Erreger befinden sich im Boden. Aus diesem Grund sollten Kinder so früh wie möglich gegen Tetanus geimpft werden. Bei Kindern und Babys empfiehlt ständige Impfkommission, folgendermaßen zu impfen:

     

    • Ab dem zweiten Monat erfolgt die erste Impfung
    • Nach dem dritten Monat erfolgt die zweite Impfung
    • Und die Dritte Impfung erfolgt nach dem vierten Monat
    • Die letzte der Impfungen erfolgt dann zwischen dem 11. und 14. Monat.

    Die nächste Impfung wird im Alter von sechs Jahren gemacht, dann mit 17 Jahren. Anschließend macht sich eine Auffrischung der Tetanus Impfung in einem Rhythmus von zehn Jahren erforderlich. Säuglinge werden in der Regel grundimmunisiert, und das mit einer Impfung, die gegen sechs Erkrankungen immun macht. Zu der Sechsfachimpfung gehören

    • Tetanus
    • Diphtherie
    • Pertussis
    • Plio
    • Hib und
    • Hepatitis B.

     

    Nebenwirkung der Impfung

    Grundsätzlich sind die Impfungen von heute sehr gut verträglich. Dennoch kann es immer wieder zu Reaktionen kommen. Sehr oft kommt es zu Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle. Dies hat einen ganz simplen Grund. Denn es kommt zu der Anregung der körpereigenen Abwehr.

     

    Ferner kann es vorkommen, dass Lymphknoten anschwellen. Dies ist jedoch vollkommen unbedenklich. Immer wieder sind allgemeine Krankheitsgefühle mit Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen möglich. Auch Fieber kann nach der Impfung auftreten, ebenso wie Magen-Darm-Beschwerden.

     

    Symptome wie bei einer Erkältung sind keine Seltenheit. Aber bereits nach drei Tagen sollten alle Reaktionen auf die Impfung wieder abgeklungen sein. Es kann allerdings gegebenenfalls auch eine allergische Reaktion auf den Impfstoff vorkommen, was aber sehr selten ist.

     

    Tetanus – die große Gefahr

    Der Erreger wird immer über eine Wunde in den Körper und somit eben in den Kreislauf gelangen. Dabei kann es sich auch wirklich nur um ganz kleine Verletzungen handeln.

     

    Zu den ersten Symptomen kommt es nach etwa drei Tagen, die bis hin zu drei Wochen andauern können. Anfängliche Symptome äußern sich in Krämpfen in der Gesichtsmuskulatur, der Patient hat die Gesichtsmuskeln einfach nicht mehr im Griff. Der Mund scheint immer zu grinsen.

     

    Anschließend kann dies auf alle anderen Muskelgruppen übergehen. Besonders die Muskulatur des Kehlkopfes und der Brustmuskulatur sind betroffen. Genau das kann zu einem qualvollen Erstickungstod führen.

     

    Auch heute noch sind es fast 20 % der Erkrankten, die an Herzversagen oder Ersticken sterben. In Ländern mit schlechtem hygienischen Standard und ohne Impfungen sterben viele Frauen und Säuglinge an Wundstarrkrampf. Es sind nicht die Bakterien, welche die Todesgefahr darstellen, sondern die Gifte, die als Abfallprodukt von den Bakterien ausgeschieden werden.

     

    Wer nicht geimpft ist und an Tetanus erkrankt, muss mit einem langen Leidensweg rechnen. Die Wunden werden oft in aufwendigen OPs gesäubert und der Wirkstoff einer Auffrischimpfung gespritzt. Daher kann eine Tetanusimpfung Leben retten. Aber spätestens nach 10 Jahren muss die Impfung immer wieder aufgefrischt werden.

  • Polyneuropathie durch Alkohol

    Polyneuropathie durch Alkohol

    Die Polyneuropathie – Missempfindungen und unsägliche Schmerzen am ganzen Körper – ist nur eine von vielen möglichen Folgen, die auch durch Alkohol auftreten können. Zwar gibt es Polyneuropathien auch in Verbindung mit anderen Leiden, jedoch ist die Polyneuropathie durch Alkohol eine häufige Spätfolge langjährigen Missbrauchs. Wir wollen hier jedoch auch noch auf weitere Schädigungen eingehen.

     

    Gründe für Alkoholmissbrauch

    Leider ist es in unserer modernen Gesellschaft so, dass Leistungsdruck und mangelnde Bereitschaft, aber auch die fehlende Belastbarkeit unserer Jugend häufig zum frühen Kontakt mit Alkohol führen. Jedes Kind und jeder Jugendliche, der in großen Mengen Alkohol zu sich nimmt, weisen nicht nur langfristig schlimme gesundheitliche Schäden auf. Sie werden auch, so besagen es einige Studien, eher zu exzessiven Alkoholikern, wenn sie erwachsen sind. Denn frühzeitige Erfahrungen mit Alkohol fügen dem Gehirn noch mehr Schaden zu, als bisher vermutet.

     

    Fast die Hälfte aller jungen Menschen, die bereits vor dem 14. Lebensjahr den ersten Alkohol tranken, wurden in ihrem späteren Leben alkoholabhängig, so hingegen Personen, die das erste Mal mit 21 Jahren Alkohol tranken, nur 9 Prozent zu Alkoholikern wurden. Nicht nur das Risiko, abhängig zu werden erhöht sich mit dem frühzeitigen Start in die Abhängigkeit. Die Abhängigkei setzt umso früher ein, je jünger der Mensch bei seiner ersten Erfahrung mit Alkohol ist.

     

    Falsche Vorbilder

    Viele Kinder und Jugendliche, die Alkoholiker sind, stammen aus Familien, wo ein oder beide Elternteile ebenfalls entsprechend belastet sind. Dadurch, dass der jugendliche Organismus sich noch entwickelt, sind die Folgen schwerwiegender. Die Chance, die Abhängigkeit zu besiegen, ist umso geringer, je früher jemand alkoholabhängig wird.

     

    Körperliche und nervliche Schäden

    Dass Alkohol Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse sowie Schleimhäute angreift, ist allgemein bekannt. Je nach Fortschritt der Abhängigkeit kommt es zu Bluterbrechen oder Kaffeesatzerbrechen, chronischer Magenschleimhautentzündung sowie Bauchspeicheldrüsenentzündung – Lebensgefahr! Herz und Kreislauf und die Lunge werden geschädigt. Krampfadern in der Speiseröhre können aufbrechen – lebensgefährlich!

     

    Weiterhin schädigt Alkohol aber auch unsere Nerven, und zwar direkt das Nervenmarkt als Zellgift. Zusätzlicher Vitamin-B-Mangel schädigt die Nervenscheide. Dies führt zu Polyneuropathien, Schmerzen in Oberarmen, Beinen, Wadenkrämpfen, Gangunsicherheit, Lähmungserscheinungen, Hautmissempfindungen oder Ausfall der Empfindungen auf der Haut.

     

    Die Sexual-Hormone spielen verrückt: Männer bekmmen eine Brust und/oder eine typisch weibliche Schambehaarung, bei der Frau gehen die Haare aus und die Stimme wird männlich und rau. Es bildet sich eine Lederhaut. Es kommt zu Problemen mit Knochen und Gelenken, Krampfanfällen, Halluzinationen, Eifersuchtswahn und weiteren nachfolgenden Krankheiten (Wernicke-Krankheit, Korsakow-Syndrom)

     

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  • Histaminintoleranz Lebensmittelliste

    Histaminintoleranz Lebensmittelliste

    Histamin entwickelt sich mit der Lagerung bzw. Reifung von Lebensmitteln. Menschen, welche an einer Intoleranz leiden, sollten daher vor allem auf frische Lebensmittel achten. Wichtig ist, dass diese weitestgehend unverarbeitet sind. Gerade Fertiggerichte oder Konserven weisen einen hohen Histamingehalt auf. Aber auch Wein gehört zu einem Genussmittel, welches bei einer Intoleranz zur Unverträglichkeit führen kann. Durch die Fermentation ist in dem alkoholischen Getränk besonders viel Histamin zu finden. Ebenso verhält es sich mit Räucherwaren. Lebensmittel zu finden, welche mit einer etwaigen Intoleranz verträglich sind, ist aufgrund der Verarbeitung nicht einfach. Betroffene sehen sich daher oftmals vor eine Herausforderung gestellt.

     

    Symptome einer Histaminintoleranz

    Grundsätzlich ist zu sagen, dass eine Unverträglichkeit auf Histamin bei jedem Menschen eine andere Reaktion auslösen kann. Übliche Symptome sind:

    • Magen-Darm-Probleme: Haben Menschen eine Intoleranz gegen Histamine, kann es neben Bauchschmerzen und Durchfall auch zu Übelkeit kommen. Ebenso äußern sich Beschwerden in Krämpfen im Bauchbereich und Blähungen.
    • Kopfschmerzen: Schmerzen im Kopf aufgrund einer Histaminunverträglichkeit müssen nicht direkt nach dem Verzehr betreffender Lebensmittel auftreten. Es ist ebenso möglich, dass eine zeitlich versetzte Reaktion folgt.
    • Hautausschläge: Äußern sich die Beschwerden in Form eines Ausschlages, kann es zu Juckreiz, Schwellungen sowie Rötungen kommen.
    • Atembeschwerden: Liegt eine Intoleranz vor, kann sich das auch auf die Atemwege auswirken. Die Folge dessen sind Hustenreiz, Probleme mit der Nase oder sogar asthmaähnliche Anfälle.
    • Herz-Kreislauf-Probleme: Die Unverträglichkeit kann sich sogar auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Betroffene weisen Symptome wie Herzklopfen oder Schwindelgefühl auf.

     

     

    Nicht selten werden die Symptome mit einer Allergie verwechselt. Die Beschwerden können dabei in unterschiedlichen Schweregraden auftreten. Leiden die einen an leichten Schnupfphasen, können andere richtige Migräneanfälle erleiden. Häufig treten die Symptome aber auch erst nach einer Stunde auf. In diesem Fall kommt es meist zu Bauchschmerzen und anschließend Durchfall.

     

    Lebensmittel mit wenig Histamin, aber Begünstigung des Überschusses

    Neben Nahrungsmitteln, die einen hohen Gehalt an Histamin aufweisen, existieren auch Produkte mit einem geringen Gehalt. Jedoch können diese ebenso zu Reaktionen führen. Sie begünstigen die Ausschüttung des Stoffes im Darm. Die sogenannten Histaminliberatoren können sogar das histaminabbauende DAO-Enzym blockieren. Menschen, die an einer Intoleranz leiden, sollten aus diesem Grund auf Lebensmittel wie Schokolade, Kakao, aber auch auf bestimmte Obstsorten verzichten. Vor allem Erdbeeren und Zitrusfrüchte bergen ein hohes Reaktionsrisiko. Ebenso unvorteilhaft ist der Konsum von Tomaten und Nüssen.

     

    Lebensmittel mit einem geringen Gehalt an Histamin

    Nachdem nun ein Einblick in die Lebensmittel gegeben wurde, die bei einer Unverträglichkeit von Histamin vermieden werden sollten, bleibt die Frage: Was darf ich als betroffene eigentlich noch essen? Lebensmittel bleiben nur selten unverarbeitet und weisen mit zunehmender Lagerung einen steigenden Gehalt des Stoffes auf. Aus diesem Grund sind vor allem frische und unverarbeitete Nahrungsmittel, die einen geringen Anteil an Histamin haben, zu empfehlen.

    Zu diesen gehören:

    • Frisch gefangener Fisch
    • Bismarckheringe
    • Tiefkühlfisch
    • Rindfleisch
    • Butterkäse
    • Schafskäse
    • Apfelessig
    • Bier

     

    Neben den genannten Lebensmitteln gibt es auch eine Reihe von Produkten, die nur einen mäßigen Anteil des Stoffes beinhalten:

    • Sardinen
    • Sardellen
    • Thunfisch
    • Avocado
    • Aubergine
    • Spinat
    • Cheddar
    • Rotwein
    • Weißwein

     

    Menschen, die an einer Unverträglichkeit von Histamin leiden, können also durchaus auch auf Genussmittel zurückgreifen. Die Frage ist, wie stark die Intoleranz ausgeprägt ist. In jedem Fall sollten Sie bei den oben genannten Symptomen Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Dieser kann nicht nur die Beschwerden einstufen, auch kann er Ihnen empfehlen, wie Sie Ihre Ernährung passend umstellen können.

     

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  • Bandscheibenvorfall

    Bandscheibenvorfall

    Von einem Bandscheibenvorfall wird gesprochen, wenn der Gallertkern der Bandscheibe, die als Puffer zwischen den Wirbeln liegt, sich verschiebt und die umgebenen Faserknorpel durchbricht. Der Bandscheibenvorfall ist eine sehr häufige Ursache schmerzhafter Rückenleiden. Heute können Bandscheibenvorfälle gut behandelt werden.

     

    Ursachen, Symptome – Bandscheibenvorfall

    Eigentlich kann die menschliche Wirbelsäule vielen Belastungen standhalten. Zwischen den einzelnen Wirbeln sorgen die Bandscheiben, bestehend aus einem weichem Gallertkern und einer äußeren Faserummantelung aus Bindegewebe, für Beweglichkeit in allen Richtungen. Auch beim Heben und Tragen hält die Wirbelsäule normalerweise großen Belastungen stand. Durch sehr einseitige Überbelastungen, Fehlhaltungen und ständige Überforderung der Wirbelsäule kann es jedoch dazu kommen, dass der Gallertkern der Bandscheibe sich verschiebt.

    Wenn dann noch der Faserring, der ihn stabilisiert reißt, ist ein Bandscheibenvorfall zu diagnostizieren. Dabei kann Gallertmasse aus der Bandscheibe austreten. Die Wirbel sind dann in diesem Bereich nicht mehr ausreichend abgefedert und es kommt zu heftigen Schmerzzuständen. Meist entstehen Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule. Mit ihnen können auch Taubheitsgefühle in den unteren Extremitäten auftreten. Die Schmerzen treten anfangs schubweise, dann dauernd auf, gleich welche Körperhaltung der Mensch einnimmt.

    Behandlung vom Bandscheibenvorfall

    Die übergroße Anzahl von Bandscheibenvorfällen kann ohne Operation sehr erfolgreich behandelt werden. Meist ist eine gute Schmerzbehandlung notwendig, um die Beweglichkeit wieder zu ermöglichen. Physiotherapien, die die Rückenmuskulatur stärken, Wärmebehandlungen und mehr sind bei fast 90 % der Bandscheibenvorfall-Patienten erfolgreich. Wenn jedoch zu stark und andauernde Schmerze nicht zu bekämpfen sind, vielleicht noch Lähmungen auftreten, wird meist zu einer Operation geraten.

     

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  • Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Warum ist es wichtig, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kopfverletzungen zu kennen? Diese Kenntnisse können bei Bedarf lebensrettend sein. Generell gilt für Kopfverletzungen, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus überwacht werden sollten, um eine genaue Diagnose zu erstellen und entsprechende Behandlungen einzuleiten.

     

    Wie kann es zu Kopfverletzungen kommen?

    Ob Betroffene einen Unfall erleiden, Stürzen oder geschlagen werden, es handelt sich immer um eine Gewalteinwirkung von außen auf den sensiblen Bereich des Kopfes. Die Verletzungen sind unterschiedlicher Art. So können Babys vom Wickeltisch, aus dem Stühlchen oder ihrem Bettchen fallen. Als Erwachsene sind eher Stoßverletzungen häufig, das heißt man stößt seinen Kopf z. B. am Türrahmen, an einem Baugerüst oder einem Verkehrsschild. Auf den Kopf fallende Heckklappen von Autos sind eine häufige Verletzungsursache. Fährt jemand mit einem Pkw gegen ein Hindernis, so kann er sich ebenfalls am Kopf verletzen.

     

    Im Krankenhaus wird dann ausführlich geröntgt, ein MRT oder CT angefertigt, d. h. eine bildgebende Diagnostik durchgeführt. Während ein Bruch des Schädelknochens im Röntgen entdeckt wird, können Wasser- oder Blutansammlungen im Inneren des Schädels besser mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie) nachgewiesen werden.

     

    Die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri)

    Sie ist vergleichsweise leicht und recht häufig: die Gehirnerschütterung. Unter anderem ist sie durch eine Bewusstlosigkeit gekennzeichnet, die kurz auftreten oder mehrere Minuten andauern kann. Sie wird vom Helfer manchmal gar nicht bemerkt. Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind weitere Symptome. Gelegentlich treten Erinnerungslücken auf. Selbst nach einer Stunde kann der Patient noch müde, verlangsamt oder benommen wirken. Bewusstlose Menschen kommen in die stabile Seitenlage, weil so die Gefahr geringer ist, an seiner Zunge, Erbrochenem oder Schleim zu ersticken. Menschen, die bei Bewusstsein sind, fragen die Helfer nach dem Namen, der Anschrift oder dem Wochentag.

     

    Der Knochenbruch (Fraktur)

    Ist der Schädelknochen gebrochen, hat der Betroffene kaum Anzeichen. Grundsätzlich sollte bei einem heftigen Sturz oder Schlag sicherheitshalber ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis aufgesucht werden. Im Röntgen werden feine Haarrisse gefunden. Obwohl diese Verletzung relativ selten auftritt, sollte eine Diagnostik erfolgen, damit Folgen, wie Migräne oder häufige Kopfschmerzen verhindert werden.

     

    Beim Schädelbasisbruch tritt Blut oder Nervenwasser (wässrig) aus den Körperöffnungen am Kopf aus, also an Ohr, Nase und/oder Mund. Typische Blutergüsse an beiden Augen stellen sich später ein, das sognannte Brillenhämatom. Betroffene sind oft bewusstlos und können krampfen. Bei einer Verletzung von Innenohr-Organen sind Schwindel, Erbrechen und Übelkeit möglich. Ein Arzt- bzw. Notfallambulanzbesuch ist unumgänglich. Im Krankenhaus oder in der Röntgenpraxis können notwendige bildgebende Untersuchungen erfolgen. Offene Wunden werden mittels Binde und Kompresse versorgt, um die Blutung zu stoppen, bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster aus. Manche Wunde muss auch genäht oder geklammert werden, was der Arzt entscheidet.

     

    Gehirnprellung (Contusio cerebri) und –quetschung (Compressio cerebri)

    Bei einer Prellung bzw. Quetschung des Gehirns ist es möglich, dass die knapp unter der Schädeldecke gelegenen Blutgefäße platzen. Dadurch entstehen Blutergüsse, die das Gehirn unter Druck setzen können. Es kommt sofort oder kurz nach dem Unfallereignis zu einer Bewusstlosigkeit.

     

    Manche Patienten beklagen auch zuerst einen zunehmenden Kopfschmerz, wobei es später zu Schluckauf, Erbrechen, Übelkeit und Lähmungen kommen kann. Zeigt der Betroffene psychische Veränderungen, wie Unruhe, Desinteresse, Abwesenheit, Verlangsamung oder eine Beeinträchtigung der Merkfähigkeit und des Erinnerungsvermögens, kann dies ebenfalls auf eine Prellung oder Quetschung des Gehirns hindeuten.

     

    Hier gilt: Sofort ab ins nächste Krankenhaus! Die nächstgelegene Klinik sorgt mittels Medikamenten für eine Entlastung des Gehirns und eine Minderung des Hirndrucks. Sonst kommt es zu Bewusstseinseintrübungen und später zum Koma. Eine dringende intensivmedizinische Behandlung muss schnellstmöglich erfolgen. Es herrscht sonst akute Lebensgefahr!