Schlagwort: Schmerz

  • Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Die Syphilis, die bis heute noch immer als Kavalierskrankheit bezeichnet wird, hat viele Namen und ist bekannt, wie kaum eine andere Krankheit. Franzosenkrankheit, harter Schanker, Lues – das sind nur einige Namen für die Syphilis, gemeint ist aber immer eine Infektionskrankheit, die so gar nichts Galantes hat und die im schlimmsten Fall das zentrale Nervensystem komplett zerstören kann. Mozart soll unter Syphilis gelitten haben und auch der Dichter Hölderlin und der Komponist Franz Schubert. Der Preußenkönig Friedrich II. soll sich schon in seiner Jugend infiziert haben und auch einige französische Herrscher sollen Opfer der Syphilis geworden sein. Heute hat die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren, aber sie birgt nach wie vor Gefahren.

    Was genau ist Syphilis?

    Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuelle Kontakte übertragen wird und in vier Stadien verläuft. Ausgelöst wird die Krankheit durch Bakterien, die die Schleimhäute befallen. Im ersten Stadium sind deshalb zunächst nur die Schleimhäute betroffen, an denen sich Geschwüre bilden. Im zweiten Stadium schwellen die Lymphknoten an und die Betroffenen verspüren Schmerzen, in den letzten beiden Stadien greifen die Bakterien schließlich das zentrale Nervensystem an und zerstören es. Wenn die Syphilis nicht frühzeitig behandelt und chronisch wird, dann führt sie zum Tod. Was Syphilis so gefährlich macht, das ist die relativ lange Inkubationszeit, die bis zu drei Monate dauern kann. In diesem Zeitraum spüren die Betroffenen nicht und geben die Krankheit unbewusst weiter. In Deutschland erkranken vor allem Männer zwischen 30 und 40 Jahren an Syphilis, und in vier von fünf Fällen fand die Ansteckung durch homosexuelle Kontakte statt. Syphilis ist meldepflichtig, jede Erkrankung muss dem Robert-Koch Institut gemeldet werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Wenn das für die Syphilis zuständige Bakterium Treponema pallidum durch Geschlechtsverkehr oder durch küssen übertragen wird, dann zeigen sich nach der Inkubationszeit die ersten Geschwüre in der Mundhöhle, später sind diese Geschwüre auch an dem Lymphknoten zum Beispiel unter den Armen oder am Hals zu sehen. In der Folge treten Veränderungen am Knochenbau und später auch am Herzen auf. Dann befällt das Bakterium die inneren Organe und schließlich das Nervensystem. Unterschieden wird die Krankheit in eine primäre und eine sekundäre Syphilis, es gibt aber auch eine sogenannte latente Form. Ist der Verlauf der Krankheit latent, dann kommt es zu langen Intervallen, in denen die Betroffenen keine Beschwerden haben, bricht die Syphilis dann aber wieder aus, dann ist sie in der Regel schon sehr weit fortgeschritten.

    Ist Syphilis heilbar?

    Syphilis war in den 1990er kaum noch ein Thema. Die meisten Menschen hatten in dieser Zeit Angst vor einer HIV-Infektion und Kondome verhinderten nicht nur eine Ansteckung mit dem HIV-Virus, sondern schützten auch vor Syphilis. Heute hat die Zahl der Erkrankungen wieder stark zugenommen, denn die Hysterie um AIDS ist abgeflaut, die Menschen gehen wieder leichtsinnig mit der Sexualität um. War Syphilis in früheren Zeiten eine Krankheit, die zu einem langsamen und qualvollen Tod führte, so werden heute mit Antibiotika große Erfolge erzielt. Syphilis ist nicht heilbar, wie schwer der Verlauf der Krankheit aber ist, das hängt davon ab, wie schnell sie erkannt wird. Befindet sich die Syphilis in einem frühen Stadium, dann bestehen gute Chancen, dass die Betroffenen ohne Beschwerden ein langes Leben haben. Wird sie aber zu spät diagnostiziert, dann kann sie auch heute noch zum Tod führen.

    Ein sicherer Schutz

    Die einzige Möglichkeit, einer Ansteckung mit Syphilis zu entgehen, heißt Safer Sex, denn Kondome können eine Ansteckung effektiv verhindern. Auch die Wahl der Sexualpraktiken sollte genau überlegt werden, da Syphilis auch durch oralen Sex übertragen werden kann. Es ist ein Mythos, dass nur Männer Syphilis bekommen können, Frauen sind ebenso gefährdet und schwangere Frauen können die Krankheit auch auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

    Bild: © Depositphotos.com / gustavofrazao

  • TK-Studie: Senioren bekommen häufig falsche Medikamente

    Hamburg (ots) – Fast jeder fünfte Senior ab 65 Jahren (18,9 Prozent) bekommt Medikamente verordnet, die im Alter ungeeignet sind oder gefährliche Neben- oder Wechselwirkungen verursachen können – obwohl es in vielen Fällen verträglichere Alternativen gibt. Im Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel, manche Wirkstoffe können nicht mehr so gut aufgenommen oder auch abgebaut werden. Mögliche Folgen: Sturzgefahr, Nierenschäden, Magenblutungen. 

    Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) erhielten in Deutschland allein 2012 etwa 1,8 Millionen Menschen ab 65 Jahren kritische Arzneien verordnet (18,9 Prozent). Vier Jahre zuvor, im Jahr 2008, lag der Anteil der Senioren, die ein oder mehrere Rezepte mit einem potenziell gefährlichen Wirkstoff bekamen, sogar noch geringfügig höher bei 21,7 Prozent. 

    „Trotz des leichten Abwärtstrends werden nach wie vor viel zu viele kritische Medikamente verordnet“, sagt Dr. Frank Verheyen, Leiter des WINEG. Und das, obwohl 2010 die sogenannte Priscus-Liste erschienen ist. Diese Liste hat für Deutschland auf wissenschaftlich fundierter Basis erstmals 83 für Senioren potenziell gefährliche Wirkstoffe und therapeutische Alternativen aufgelistet. „Das Verordnungsverhalten der Ärzte hat sich aufgrund der Priscus-Liste offenbar nicht grundlegend verändert“, resümiert Verheyen. So hatte bereits vor der Priscus-Veröffentlichung ein leichter Verordnungsrückgang eingesetzt, der sich auch danach kontinuierlich fortsetzte. Verheyen: „Ein Blick auf Dänemark zeigt, dass es auch anders geht: Dort erhalten nur knapp sechs Prozent der Senioren kritische Arzneimittel.“ 

    Auch Ärzte in Deutschland könnten vorsichtiger sein. Das zeigt der Vergleich der Verordnungen für Jung und Alt. Bei erwachsenen Patienten unter 65 Jahren, für die der Priscus-Effekt nicht so eine große Rolle spielt, liegt der Anteil an Priscus-Verordnungen insgesamt niedriger als in der gefährdeten Generation 65 plus. Lediglich in einzelnen Therapiegebieten vermeiden Ärzte bei Älteren riskante Mittel, so die TK-Studie. Zwei Beispiele: Bei Herzrhythmusstörungen erhalten Senioren, verglichen mit jüngeren Erwachsenen, deutlich weniger Priscus-Mittel. Das gilt auch für Priscus-Medikamente gegen Angststörungen. Dagegen erhalten Menschen über 65 bei Durchblutungsstörungen in den Beinen dreimal häufiger Priscus-Mittel als Jüngere. Auch bei Depressionen werden Senioren häufiger als Jüngeren Priscus-Arzneien verschrieben. 

    Um die Arzneimitteltherapie sicherer zu machen, unterstützt die TK Patienten und Ärzte mit speziellen Angeboten. Niedergelassene Ärzte erhalten bereits seit 2010 mit dem TK-Arzneimittelreport Informationen zur Priscus-Liste. Der Report enthält eine Übersicht, die dem Arzt zeigt, welche Medikamente er den TK-Versicherten im zurückliegenden Quartal verordnet hat. Wenn der Arzt einem Patienten über 65 Jahre ein Priscus-Medikament verschrieben hat, bekommt er einen entsprechenden Hinweis angezeigt. 

    Zudem informiert die TK ihre Versicherten auf Wunsch, welche Arzneimittel sie in den letzten zwei Jahren vom Arzt auf Kassenrezept verordnet bekommen und über eine Apotheke bezogen haben und ob darunter Priscus-Präparate waren. Fast 29 Prozent der Medikamentenübersichten, die TK-Versicherte über 65 Jahre individuell 2014 angefordert haben, enthielten einen Hinweis auf Priscus-Mittel. Auch 2015 bewegt sich der Anteil der Übersichten mit Hinweis auf Priscus-Mittel auf einem ähnlichen Niveau (28 Prozent). Das zeigt eine erste Auswertung der TK für den Zeitraum von Januar bis September. Patienten, die ein entsprechendes Medikament erhalten, sollten es auf keinen Fall eigenmächtig absetzen, sondern stattdessen die weitere Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. 

    Die individuelle Übersicht über verordnete Arzneimittel lässt sich über die Homepage der TK unter www.tk.de (Webcode 095542) anfordern. 

    Zum Hintergrund: 

    Zur Studie: 

    Das Wissenschaftliche Institut für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen der TK – kurz WINEG – hat Verordnungszahlen der Kasse aus den Jahren 2008 bis 2012 in Hinblick auf die Verschreibung von sogenannten Priscus-Medikamenten analysiert. Die Studie „Ärztliches Verordnungsverhalten von potenziell inadäquaten Medikamenten für ältere Menschen“ steht unter www.wineg.de (Webcode 104756) zum Download bereit. 

    Zur Priscus-Liste: 

    Die sogenannte Priscus-Liste enthält eine Aufstellung von 83 Arzneimittelwirkstoffen, die für Senioren ab 65 Jahren nur eingeschränkt zu empfehlen sind und deswegen nur nach einer genauen Nutzen-Risiko-Bewertung vom Arzt verordnet werden sollten. Darunter fallen zum Beispiel Medikamente gegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzmittel. Um die Arzneimitteltherapie von älteren Patienten sicherer zu machen, haben Wissenschaftler im Auftrag des Bundesforschungsministeriums 2010 diese Liste erstmalig für Deutschland erstellt. Neben der Aufstellung der Wirkstoffe erläutert die Priscus-Liste die Risiken dieser Medikamente sowie mögliche Therapiealternativen. Die aktuelle Priscus-Liste ist online abrufbar unter www.priscus.net. 

     

    Pressekontakt: Für Rückfragen: Gabriele Baron, Tel. 040 – 6909-1709 E-Mail gabriele.baron@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3146972
  • Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Der Zucker gilt als einer der Hauptverursacher von Krankheiten unserer modernen Welt. Vor allem für Diabetes Typ-2, Herzkrankheiten, Krebs, AHDS, Karies, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettleibigkeit zeichnet sich der süße Stoff verantwortlich. Besonders Krebszellen nutzen Zucker als Energiequelle, weshalb mit einem Verzicht auf die süßen Kristalle das Risiko an Krebs zu erkranken minimiert werden kann.

    In Deutschland erzielt die Süßwarenindustrie einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Euro und verkauft jedes Jahr rund 3,6 Millionen Tonnen Süßigkeiten, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebt sind.

    Nach dem Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beläuft sich der Zuckerkonsum bei Kindern mit Stand 2008 auf durchschnittlich 25 Kilogramm pro Jahr und sind 8 Kilogramm mehr als 1985. Der Zuckerkonsum von uns Deutschen beläuft sich nach den Daten der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker auf 35 Kilogramm jährlich und entspricht einer Zuckeraufnahme von 100 Gramm am Tag. Die Empfehlungen liegen bei maximal 50 Gramm täglich. Ein überhöhter Zuckerkonsum ist mitverantwortlich für Fettleibigkeit und Insulinversagen. Selbst Depressionen können durch Zucker ausgelöst werden, wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft schwanken sollte.

    Auf Zucker verzichten und ungesunde Ernährung abstellen

    Der Verzicht auf Zucker ist der erste Schritt hin zu einer gesunden Ernährung, die jedoch nicht so leicht fällt. Denn die leckeren Kristalle können eine starke Abhängigkeit auslösen und es kann bis zu drei Monate dauern bis der Körper sich darauf eingestellt hat nicht mehr regelmäßig mit Zucker versorgt zu werden. Eine Zuckersucht zu besiegen, bedeutet vor allem dann eine Herausforderung, wenn die Ernährung bislang aus zuckerhaltigen hochverarbeiteten Lebensmitteln bestand.

    Die Streichung des Zuckers vom Speiseplan hat unmittelbare Konsequenzen auf die persönliche Ernährung. Das süße Mittel befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln, weshalb eine Verbannung für so manchen schmerzhaft sein kann, wenn er zum Beispiel auf seine Lieblingskekse oder Nutella verzichten muss. In Ketchup, Joghurt, Brot, Gebäck, Schokolade, Kaffeepulver, Pudding und vielen weiteren Lebensmittel ist Zucker enthalten. Das Lesen der Zutatenliste auf der Verpackung gibt Auskunft über den Zuckergehalt des Lebensmittels.

    Wer beginnt gezielt auf Zucker zu verzichten, sollte mit vier Wochen anfangen, um den Körper an die neue Lebensweise zu gewöhnen. Ein Niederländer mit Namen Sacha Harland zeigte in einem Experiment welche Folgen der einmonatige Zuckerverzicht auf sein Leben hatte. Wie er berichtete, fühlte er sich durch den Verzicht auf Zucker besser und Ärzte stellten eine deutliche Verbesserung seiner vitalen Werte fest. Sein Körpergewicht konnte er reduzieren, der Fettanteil fiel geringer aus und der Blutdruck war deutlich niedriger als vor der Ernährungsumstellung.

    Im Rahmen einer zuckerfreien Ernährungsumstellung sollte komplett auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Vor dem Zuckerverzicht ist es empfehlenswert einen Ernährungsberater zu konsultieren, der eine Liste von zuckerfreien Lebensmitteln erstellen und einen gesunden Ernährungsplan aufstellen kann. Erste spürbare positive Effekte des Zuckerverzichts sind wie der Niederländer beweist schon nach vier Wochen zu sehen. Der Körper und das Gehirn benötigen Zucker als Treibstoff, jedoch kann die erforderliche Energie auch aus Lebensmitteln bezogen werden, die kein Zucker beinhalten.

    Bild: © Depositphotos.com / digitex

  • Barfußschuhe statt dämpfende Hightech-Schuhe

    Barfußschuhe statt dämpfende Hightech-Schuhe

    Die Schuhhersteller haben hochmoderne Schuhe entwickelt, die über effektive Dämpfungseigenschaften verfügen und unsere Füße vor einer allzu starken Belastung schonen sollen. Klassische moderne Schuhe und dabei vor allem Sportschuhe oder Sneaker sind mit einer dicken Sohle, sowie dämpfenden Materialien ausgestattet, so dass der Träger bzw. Trägerin sich wohlfühlt. Beim Spazieren, Gehen oder Laufen mit diesen hochtechnischen Schuhen verlernen wir aber den richtigen Umgang mit unseren Füßen. Die Folge sind Versteifungen und damit verbunden bisweilen Schmerzen für den Schuhträger. Eine Lösung für dieses Problem sind Barfußschuhe, die den natürlichen Gang unterstützen, die Körperhaltung verbessern und zu einer Stärkung der Fußmuskulatur führt.

    Barfußschuhe sind gesund

    Das Barfußgehen fordert den Fuß sich an den vorherrschenden Untergrund auf natürliche Weise anzupassen. Die Fußmuskeln werden trainiert, während sie in geschlossenen und engen Schuhen eingeengt sind, also nur auf passive Art gefordert werden. Die Blutzirkulation in den Füßen erfährt durch das Barfußgehen eine Verbesserung und es wird eine gesunde Gehtechnik gelernt. Der Gleichgewichtssinn wird ebenso gestärkt, wie die Sensormotorik der Füße. Der Mensch ist von Natur aus ein Barfüßer und hat seit der Entwicklung von gedämpften Schuhen verlernt gesund zu gehen.

    Die Barfußschuhe sind mit einer dünnen flexiblen Sohle ausgestattet. Auf ein Fußbett wird verzichtet und der Vorderbereich groß gestaltet. Der umfassende Vorderbereich im Barfußschuh bietet den Zehen eine großzügige Bewegungsfreiheit. Die Bewegung der Zehen erfahren sowohl beim Gehen als auch Laufen eine starke Unterstützung, wodurch sich das Bewegungsbild insgesamt verbessert. Der Barfußschuhträger spürt durch die dünne Sohle den Untergrund sehr genau, aber dennoch besteht keine Gefahr sich zum Beispiel an spitzen Steinen oder Glasscherben zu verletzen.

    Die Sohle ist durchstichfest aufgebaut und bietet einen guten Schutz vor scharfen Untergründen, Schmutz und Nässe. Im Vergleich zu normalen Schuhen sind Barfußschuhe mit durchschnittlich weniger als 350 Gramm erheblich leichter und können durch ihren flexiblen Aufbau verbogen werden ohne ihre Form zu verlieren.

    Studien beweisen positive Effekte

    In Studien wurden die positiven Effekte von Barfußschuhen und dem Barfußgehen bewiesen. Das Barfußlaufen führt zu einer kleineren Schrittlänge, die Balancefähigkeit verbessert sich und die Schrittfrequenz erhöht sich. Die bereits genannten positiven Folgen für die Fußgesundheit und das Gefühl für das Gehen sind auch in den Studien berücksichtigt worden. Die Wissenschaft sieht das Barfußlaufen kritisch, vor allem sei das Gehen über längere Passagen und auf harten Untergründen für Jedermann auf Dauer ungesund. Als negative Folgen warnen sie vor Schäden an den Sprunggelenken und Füßen.

    Die Vorteile und Nachteile müssen gegeneinander abgewogen werden, wer plant sich Barfußschuhe zu kaufen. Im Vorfeld sollte in einem fachkundigen Schuhgeschäft eine intensive Beratung zum passenden Schuhwerk erfolgen. Bekannte Barfußschuhe sind die Modelle des Herstellers Vivobarefoot, der Nike Free und der Vibram Fivefingers. Die Kosten sind im Vergleich zu Sportschuhen ein wenig höher. Zum Beispiel kostet der Vivobarefoot Motus rund 140 Euro, aber dafür erhält der Käufer hochflexible Barfußschuhe, die im Alltag und Sport gleichermaßen eingesetzt werden können. Das Barfußlaufen muss erlernt werden und dauert Jahre aber die Füße werden es einem danken.

    Bild: © Depositphotos.com / JaySi

  • Teebaumöl heilt und hält gesund

    Teebaumöl heilt und hält gesund

    Das Teebaumöl ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt, als ein Botaniker den berühmten Seefahrer James Cook auf seinen Reisen ins ferne Australien begleitet. Die dort lebenden Ureinwohner Aborigines fertigten aus dem Sud des Teebaumes ein Mittel mit dem sie Verletzungen und Hautprobleme effektiv behandelten. Die antibakterielle, antiseptische und gesundheitliche Wirkung des Teebaumöls wurde erst in den 1920er-Jahren erkannt.

    Teebaum als Ölquelle

    Die Quelle für das gesunde Öl ist der Teebaum, der zu den Myrtengewächsen zählt und besonders in Australien stark verbreitet ist. Das Teebaumöl wird per Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige erzeugt. Die Destillation ist nach ein bis drei Stunden abgeschlossen. Das duftende Öl hat eine klare oder minimal gelbliche Färbung. Der Geruch ist frisch und würzig. Die Heilwirkung stammt vor allem von den Inhaltsstoffen Cineol und Terpin. Auf Grund der recht kostenintensiven Ölgewinnung ist Teebaumöl sehr teuer. Ein Fläschchen mit 20 ml Inhalt kostet etwa 4 bis 10 Euro. Generell sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Teebaumöl aus einem ökologischen Anbau stammt und eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die Qualität hat einen entscheidenden Einfluß auf die Wirksamkeit des ätherischen Öls.

    Teebaumöl vielseitig einsetzbar

    Das Teebaumöl kann auf vielseitige Weise eingesetzt werden. Das wertvolle Öl hat eine entzündungshemmende Wirkung und wirkt wundheilend. Zur Bekämpfung von Warzen, Pickeln, Akne und weiteren Hautkrankheiten eignet sich das ätherische Öl optimal. Auf Hautpilze hat das Teebaumöl eine tödliche Wirksamkeit und gegen eine Entzündung des Zahnfleisches ist es sehr effizient. Eine Erkältung kann gelindert werden, indem ein paar Tropfen in Wasser oder Tee gegeben werden.

    Der größte Vorteil ist seine gewebeschonende Anwendung, jedoch kann es in seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion kommen. Auf Grund einer möglichen Allergie sollte das Teebaumöl vorher auf der Haut aufgetragen und getestet werden. Zeigt die Haut keine Rötung besteht keine Allergie und das gesunde Öl ist ohne Sorgen einsetzbar. In die Augen und auf Schleimhäute sollte Teebaumöl nicht geraten, weil dies schmerzhaft sein und Schäden verursachen kann.

    Bei seelischen Problemen helfen die hohen Anteile bestimmter Alkohole des Teebaumöls. Es werden Ängste abgebaut und an Selbstbewusstsein gewonnen. Depressive Stimmungen verfliegen mit dem wirksamen ätherischen Öl und sorgen wieder für ein gutes psychisches Wohlbefinden. Seine Wirksamkeit entfaltet das Teebaumöl auch bei Antriebslosigkeit, fehlender Motivation und Mattheit. Wer sportlich aktiv ist, dem sei ein Fußbad mit ein paar Tropfen Teebaumöl empfohlen, wodurch erschöpfte Füße wieder munter werden.

    Bewährtes Hausmittel

    Als Hausmittel hat sich das Öl des Teebaums mittlerweile fest in vielen Haushalten etabliert. Ein Fläschchen Teebaumöl sollte in keinem Haushalt fehlen. Auf Grund seiner vielfältigen Einsatzbereiche kann das Öl so manches teures Medikament, wie zum Beispiel gegen Erkältung, Pickel oder Warzen ersetzen. Je nach Verbrauch kann ein Fläschchen zwei bis drei Monate oder länger halten. Die Gesundheit wird es einem danken, wenn man bei Beschwerden und Zipperlein auf das natürliche Teebaumöl statt Medikamenten mit Nebenwirkungen vertraut.

    Bild: © Depositphotos.com / vladvitek

  • Frische Luft hilft bei Heiserkeit

    Frische Luft hilft bei Heiserkeit

    Die kühle Jahreszeit beginnt und löst bei vielen Menschen eine Heiserkeit aus. Die Folgen sind eine kratzige Stimme und Halsschmerzen. Wer erkältet ist, spricht oft mit einer leisen heiseren Stimme und der Grund dafür sind die gereizten Stimmbänder. Der Kehlkopf schwillt an, weil der Körper gegen die Virusinfektion kämpft und führt zur Heiserkeit.

    Heiserkeit vorbeugen

    Gegen Heiserkeit helfen vorbeugende Maßnahmen. Die Viren, welche eine Grippe oder Husten auslösen können, schwirren in der Luft umher. Wer regelmäßig an die frische Luft geht, der beugt vor und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Auf Fahrten in Bussen oder Bahnen sollte, soweit es geht, verzichtet werden. In geschlossenen Räumen ist die Gefahr am höchsten an einer Virusinfektion zu erkranken. Wer gerne raucht, sollte aufhören, da das Rauchen den Körper und besonders die Lungen negativ belastet.

    In der Mittagspause einen Spaziergang an frischer Luft zu unternehmen, befreit den Geist und sorgt für eine Stärkung des Immunsystems. Eine gesunde Ernährung, bestehend aus dem regelmäßigen Genuss von Obst, hat positive Auswirkungen auf die Abwehrkräfte und kann im besten Fall weniger schnell erkranken als die Mitmenschen.

    Verhalten bei Erkältung

    Eine Erkältung kann jemanden trotz aller vorbeugenden Maßnahmen dennoch erwischen und dann ist es wichtig sich richtig zu verhalten. Die körperlichen Signale sollten unbedingt beachtet und starke Anstrengungen vermieden werden. Die Stimmbänder müssen bei Heiserkeit geschont werden. In diesem Fall ist weniger sprechen angesagt, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen. Die Einnahme von Medikamenten birgt die Gefahr in sich, dass die Wirkstoffe die Signale des Körpers ausblenden und zu einem falschen Verhalten führen kann.

    Sehr wirksam ist Wasserdampf, der eingeatmet wird und den Kehlkopf mit Wärme sowie Luftfeuchtigkeit unterstützt. Die Wärme und Luftfeuchtigkeit helfen dabei, dass der angeschwellte Kehlkopf schneller kleiner wird und die Heiserkeit langsam aber sicher verschwindet. Bei Bedarf kann das Wasser mit Salbei oder Salz angereichert werden. Hilfreich bei der Heilung ist viel Flüssigkeit und das Gurgeln mit Wasser. Gegen die Heiserkeit konnte die Forschung trotz modernster Technik bis heute kein Allheilmittel entwickeln.

    Wer die Tipps befolgt, der wird seine Heiserkeit schnell besiegt haben und kann dann wieder im vollen Umfang am Leben teilhaben. Sportliche Aktivitäten können nach der Heilung schrittweise wiederaufgenommen werden, statt sofort 100 Prozent zu geben.

    Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und sollte unbedingt behütet werden. Eine Heiserkeit kann neben einer Erkältung auch durch falschen Stimmgebrauch, Entzündung, Krebs, Lähmung des Kehlkopfes, Bakterien und seelischen Faktoren ausgelöst werden.

    Bei einer seelischen Ursache empfiehlt sich der Besuch eines Heilpraktikers oder Psychologen, um den genauen Grund für die Heiserkeit herausfinden zu können. Als psychische Ursachen kommen Stress, Angst, Depressionen und Nervosität in Frage.

    Die Konsultation eines Arztes ist bei einer länger andauernden heiseren Stimme generell zu empfehlen. Bis es ein Heilmittel gegen Heiserkeit geben wird, dürfte es noch ein paar Jahre dauern.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete