Schlagwort: Schmerzen

  • Jedes vierte Kind hat Probleme mit der Psyche

    Jedes vierte Kind hat Probleme mit der Psyche

    Matheklausuren, viele Hausaufgaben, Reiten, Schwimmen, Musikunterricht, Sprachkurse und vieles mehr sorgt bei vielen Kindern für Leistungsdruck, Angst und körperliche Schmerzen. Immer mehr Kinder werden gemobbt oder sie müssen die Trennung ihrer Eltern verkraften und das bleibt nicht ohne Folgen. Alleine in Bayern hat mittlerweile jedes vierte Kind psychische Probleme, wie eine Studie beweist, die die bayrische Gesundheitsministerin jetzt vorgelegt hat.

    Alarmierende Zahlen

    Das sind Zahlen, die alarmieren, denn nach den Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns hat rund ein Viertel der Kinder entweder bereits psychische Störungen oder ist auffällig. Viele Kinder klagen über regelmäßige Alpträume, sie fürchten sich aber nicht nur vor dem alltäglichen Stress, sie haben auch Angst vor Kriegen und Attentaten. Haben sich Hänseleien in früheren Zeiten auf den Schulhof beschränkt, so birgt heute das Internet die Gefahr, gemobbt zu werden, und das macht vielen Kindern und Heranwachsenden schwer zu schaffen.

    Schon Kinder haben Depressionen

    Laut der neuen Studie aus Bayern sind bei den Kindern, die noch in den Kindergarten oder in die Vorschule gehen, vor allem Störungen in der Entwicklung zu beobachten. In der Gruppe der sieben bis 14-jährigen zeigen sich nicht nur Verhaltensstörungen, sondern auch massive Störungen im emotionalen Verhalten. Das Aufmerksamkeitssyndrom ADHS wird bei der Hälfte der untersuchten Kinder diagnostiziert, aber die Ärzte warnen in diesem Zusammenhang, dass die Grenze zwischen einer Überlastung und einem echten Krankheitsbild schwimmend ist. Auch depressive Störungen sind heute keine Seltenheit mehr, und was besonders erschreckend ist, es trifft immer mehr kleine Kinder.

    Prävention ist wichtig

    Nach der bayrischen Studie liegt es an den Eltern, wie sie ihre Kinder schützen können. Die Familien müssen die Kinder und Jugendlichen nicht nur schützen, sondern auch stärken und unterstützen. Es gilt, die Belastungen in der Schule zu mindern, auf Antriebsschwächen zu achten sowie Essstörungen und auch Lern- und Schlafprobleme immer ernst zu nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / altanaka

  • Welche Kurse werden von den Krankenkassen bezahlt?

    Welche Kurse werden von den Krankenkassen bezahlt?

    Auch wer nicht akut krank ist, kann die Angebote der Krankenkassen in Anspruch nehmen, zum Beispiel durch die zahlreichen Kurse, die die Kassen anbieten. Die meisten Kassen bieten unter anderem Ernährungskurse, Kurse zur Rückenschulung oder Kurse zur Rauchentwöhnung an, die die Mitglieder in Anspruch nehmen können. Allerdings werden die meisten Kurse nicht zum Nulltarif angeboten, wer daran teilnehmen will, der muss den Kurs entweder komplett selbst oder anteilmäßig zahlen. Aber wie sieht es aus, wenn der Arzt diesen Kurs befürwortet oder wenn ein Kurs vom Arzt verordnet wird? Übernehmen die Krankenkassen dann die Kosten?

    Ein bewährtes Mittel

    Kurse aller Art sind ein bewährtes Mittel der Krankenkassen, um ihre Mitglieder an einen gesünderen Lebensstil heranzuführen. Gebucht werden Kurse, bei denen der Sport im Mittelpunkt steht, sehr beliebt sind auch Kurse, um Stress besser bewältigen zu können oder um eine Sucht zu bekämpfen. 2010 hat der Gesetzgeber die Grenzen der Kursangebote streng begrenzt und das heißt, die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen dürfen nur noch zwei unterschiedliche Kurse im Jahr in Anspruch nehmen, weitere Kurse werden durch die Kassen finanziell nicht mehr gefördert. Vor 2010 hatten viele Kassen damit geworben, dass sie bis zu 16 Kurse im Jahr fördern. Aber auch nach der gesetzlichen Änderung gibt es bis heute noch gravierende Unterschiede bei den Gesundheitskursen der Krankenkassen.

    Ein großes Angebot

    Die großen Krankenkassen wie die Barmer, die Techniker Krankenkasse oder auch die AOK bieten ein vielseitiges Kursangebot für ihre Mitglieder an. Viele dieser Kurse werden sogar kostenlos angeboten oder es gibt nur eine sehr geringe Zuzahlung. Anders sieht es bei den kleinen Krankenkassen aus, denn sie haben ein eher geringes Budget zur Verfügung und müssen von den Mitgliedern daher einen größeren Zuschuss verlangen. Wer sich für einen Kurs interessiert, der sollte sich zunächst über die Bedingungen informieren, die an die Teilnahme an diesem Kurs geknüpft sind und dann die Kostenfrage mit der Kasse abklären.

    Welche Kurse werden gefördert?

    Bei den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen erfreuen sich besonders die Sportkurse großer Beliebtheit. Wer jedoch meint, den Besuch im Fitnessstudio bei der Krankenkasse abrechnen zu können, der irrt sich. Allerdings heißt das nicht, dass die Kasse die Jahresgebühr für das Sportstudio nicht übernimmt, denn es gibt Möglichkeiten, um den Besuch im Fitnessstudio von der Kasse fördern zu lassen. Auf diese Weise können auch Punkte für das Bonusheft der Kasse gutgeschrieben werden. Für die Kassen macht es Sinn, ihren Mitgliedern solche Kurse anzubieten, denn wenn ein Mitglied heute von einem gesunden Lebensstil überzeugt werden kann, dann kostet der Versicherte in der Zukunft weniger Geld.

    Das Beispiel Rückenschule

    Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz, immer mehr Deutsche haben heute Probleme mit dem Rücken. Zu viel Arbeit am Schreibtisch und zu wenig Bewegung sorgen für Rückenschmerzen, die immer öfter chronisch werden und auch für Bandscheibenvorfälle sorgen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die gesetzlichen Krankenkassen ein breites Spektrum an Rückenkursen anbieten, die die Leistungsfähigkeit des Rückens steigern und die Muskulatur gezielt stärken, zudem unterstützen die meisten Krankenkassen sowohl den Rehasport als auch zahlreiche Präventionskurse. Wie vielfältig die Rückenschule sein kann, das zeigt das Vitalis Gesundheitszentrum, dort steht Fazientraining ebenso auf dem Programm wie auch Therapien bei einem Bandscheibenvorfall. In den Rückenkursen wird den Patienten mit einem gezielten Training gezeigt, wie sie selbst ihre Rückenschmerzen auch langfristig lindern und Muskeln aufbauen können. Natürlich bietet das Vitalis Gesundheitszentrum auch Yogakurse an, denn die gehören einfach dazu, wenn es um die Bewältigung von Stress geht. Darüber hinaus hat das Vitalis Gesundheitszentrum auch Herz-Kreislauf-Training sowie Freihanteltraining und Krafttraining im Angebot.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon

  • So wirkt Alkohol im Gehirn

    So wirkt Alkohol im Gehirn

    Auf jeder Zigarettenschachtel sind Warnhinweise und Schockbilder zu sehen, die darauf hinweisen, wie schädlich das Rauchen ist, auf Flaschen mit Gin, Wodka oder Wein fehlen diese Hinweise und Schockbilder leider. Alkohol ist überall zu bekommen, und daher eine beliebte Droge für die Freizeit, unterschätzen sollte man die Wirkung von Alkohol jedoch nicht, denn er löst im Gehirn Aktivitäten aus, mit denen nur die wenigsten rechnen.

    Eine Stimulation fürs Gehirn

    Wer Alkohol trinkt, der verändert sein Verhalten, denn Alkohol hat Einfluss auf den Neurotransmitter Glutamat. Das Gehirn wird stimuliert und man wird entspannter und auch geselliger, Menschen, die im normalen Leben eher schüchtern und gehemmt sind, werden mit der richtigen Dosis Alkohol zu wahren Stimmungskanonen. Man sollte sich dieser Wirkung jedoch bewusst sein, denn Alkohol hat leider auch den unschönen Nebeneffekt, dass die Hemmschwelle in jeder Beziehung sehr deutlich sinkt. Wenn die Menge stimmt, dann sorgt Alkohol dafür, dass man sehr schnell ins Traumland kommt, allerdings leidet die Qualität des Schlafes, und zwar mit jedem getrunkenen Glas.

    Wirkt Alkohol gegen Schmerzen?

    Die Frage, ob und wie sich Alkohol auf das Schmerzempfinden auswirkt, lässt sich weder mit Ja noch mit Nein beantworten. Alkohol hat tatsächlich die Fähigkeit, physische Schmerzen zu lindern, aber diesen Effekt spüren nicht alle Menschen. Da Schmerzen immer ein Alarmsignal des Körpers ist, sollte man sie nach Möglichkeit nicht mit Alkohol betäuben, sondern lieber zum Arzt gehen und nach den Ursachen forschen lassen.

    Alkohol als Beruhigungsmittel?

    Einen Schnaps zur Beruhigung, wenn die Nerven flattern – das kann hilfreich sein, es sollte aber bei einem Schnaps bleiben. Alkohol kann jedoch nicht nur die Nerven beruhigen, er produziert zudem die Ausschüttung von Dopamin, was auch als Glückshormon bekannt ist, und das kann gefährlich werden. Wer durch Alkohol glücklicher wird, der möchte dieses Gefühl immer wieder haben und das ist ein erster Schritt in die Sucht.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • 6 frische Tipps für heiße Sommertage

    6 frische Tipps für heiße Sommertage

    Wenn zum wiederholten Mal das Thermometer über die 25 °C Marke hinaus klettert, ist es wieder an der Zeit, den Körper abzukühlen. Gerade an besonders sonnenintensiven Tagen sollten Sie immer wieder für Erfrischung sorgen. Andernfalls droht im schlimmsten Fall eine Überhitzung, ein Hitzeschlag oder ein Schwächeanfall. Gerade Menschen mit einem niedrigen Blutdruck haben in dieser Zeit zu kämpfen und sollten einen Blick auf diese 6 Tipps für heiße Sommertage werfen.

    Tipp No.1 für heiße Sommertage: ausreichend trinken

    Mag es auch profan klingen, ist vor allen Dingen der Flüssigkeitsmangel schuld, wenn Körper und Geist streiken. Zumeist stellen sich Müdigkeit und Kopfschmerzen als eine direkte Reaktion ein. Sie haben Ihren Körper über den Tag hinweg nicht mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Gerade für heiße Sommertage sollten Sie 2 l oder besser 3 l Wasser oder Mineralwasser einplanen.

    Interessant: Immer wenn Sie Durst haben, ist bereits viel zu wenig Flüssigkeit vorhanden. Soweit sollten Sie es gerade an heißen Tagen nicht kommen lassen.

    Tipp No.2 für heiße Sommertage: die schnelle Erfrischung

    Ist es im Büro und auf Arbeit stickig und warm, sorgen Sie einfach für eine schnelle Erfrischung zwischendurch. Sie müssen nichts weiter machen, als sich im Bad ein paar frische Spritzer Wasser ins Gesicht zu werfen oder ein Feuchtigkeitstuch an den Armbeugen entlang zu führen. Versorgen Sie auch Handgelenke, Kniekehlen und Schläfen mit kaltem Wasser, das wirkt wahre Wunder.

    Tipp No.3 für heiße Sommertage: Koffein-Konsum nach unten fahren

    Im Glauben, mit Koffein in Kaffee und Cola dem Körper die nötige Energie zu geben, machen Sie genau das Falsche. Der zusätzliche Koffeinschub setzt dem Körper mächtig zu, was gerade für heiße Sommertage eine gehörige Belastung darstellt. Leider gilt das auch für Eiscafé. Wir empfehlen selbst gemachten Eistee oder eine erfrischende Schorle.

    Tipp No.4 für heiße Sommertage: Verzicht auf Alkohol

    Nicht ohne Grund warnt ein Sprichwort, dass Alkohol gerade an heißen Tagen besonders schnell in den Kopf steigt. Aus diesem Grund sollten Sie tagsüber alkoholhaltige Getränke vollkommen vermeiden. Dies kann zu einem schnellen Absacken des gesamten Kreislaufs führen. Selbst am Abend sollten Sie eher zu einer leichten Weinschorle oder zu einem Radler greifen, denn so wird der Organismus am wenigsten belastet.

    Tipp No.5 für heiße Sommertage: leichte Kost

    Heiße Sommertage laden nicht gerade dazu ein, beim Mittagessen oder beim Abendessen kräftig zuzugreifen. Vermeiden Sie vor allen Dingen fettiges Essen und greifen Sie zu Obst und Gemüse oder zu leicht bekömmlichen Lebensmitteln, die der Organismus problemlos verdauen kann. Sie sparen auf diese Weise Energie und jede Menge Kalorien. Darüber hinaus wird der Kreislauf nicht unnötig belastet.

    Tipp No.6 für heiße Sommertage: raus aus der Mittagssonne

    Insbesondere in der Mittagszeit von ca. 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr strahlt die Sonne am intensivsten. Möchten Sie unbedingt ein erholsames Sonnenbad einlegen, empfehlen wir den frühen Morgen oder den späten Nachmittag. Gerade zu dieser Zeit sinkt die UV-Belastung auf ca. 50 %. Vielleicht ist das ein Grund, warum man in den südlichen Gefilden bis 15:00 Uhr Siesta hält. Leiden Sie in der Mittagszeit unter dicken Beinen und Füßen? Dann sollten Sie Ihre Beine hochlegen, um schmerzhafte Venenprobleme zu vermeiden.

    Fazit

    Heiße Sommertage stellen für den gesamten Organismus eine Bewährungsprobe dar. Sie können mit diesen genialen Tipps für schnelle Erleichterung sorgen, Körper und Geist über die sonnigen Tage helfen und einen folgenreichen Sonnenstich oder eine Überlastung vermeiden. Lassen Sie es etwas ruhiger angehen, greifen Sie zu leichten Lebensmitteln und vermeiden Alkohol und Koffein. So können heiße Sommertage Sie nicht aus der Bahn werfen.

    Bild: © Depositphotos.com / cherriesjd

  • Überträgt die asiatische Tigermücke schwere Krankheiten?

    Überträgt die asiatische Tigermücke schwere Krankheiten?

    Die asiatische Tigermücke dürfte in Deutschland kein Problem darstellen, denn Asien ist schließlich weit weg. Die letzten Tage und Wochen zeigen aber ein anderes Bild, denn bedingt durch die schwüle Luft und die heftigen Regenfälle steigt die Gefahr, dass sich exotische Mückenarten wie eben die asiatische Tigermücke, sich sehr bald auch in Deutschland wohlfühlen werden.

    Die Gefahr wächst

    Fast zwei Wochen schon halten Unwetter mit schweren Gewittern und sintflutartigen Regenfällen große Teile Deutschlands in Atem. Der viele Regen und die anhaltend schwüle Luft sorgen nach Ansicht von Experten für eine wahre Mückenplage, denn unter den aktuellen Wetterbedingungen brauchen die Mücken nur zwei Wochen, um zu schlüpfen. Die Gefahr, die von Mücken wie der immer häufiger auftretenden asiatischen Tigermücke ausgeht, ist nicht zu unterschätzen, denn sie können gefährliche Krankheiten übertragen. Zu diesen Krankheiten gehören das Westnil-, das Dengue- und auch das gefürchtete Chikungunya-Fieber.

    Grippeähnliche Symptome

    Woran erkennen die Betroffenen, ob sie sich mit einer von Mücken übertragenen Krankheit angesteckt haben? Plötzlich auftretendes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemein schlechtes Gefühl sind ein Zeichen dafür, dass es sich nicht um eine klassische Grippe, sondern um eine Infektion durch einen Mückenstich handelt. Zwar gibt es selten Todesfälle, aber es kann zu rheumaähnlichen Schmerzen kommen, die unter Umständen Monate anhalten. Vor allem Schwangere, chronisch kranke Menschen und Säuglinge sind gefährdet, denn für diese Gruppen kann eine Infektion riskant werden.

    Keine Therapie

    Bereits 2007 wurden asiatische Tigermücken in Italien registriert, 2013 verzeichneten die Gesundheitsbehörden in Südostasien eine rasante Verbreitung dieser Mückenart, die bis 2015 für 1,3 Millionen Fälle von Chikungunya-Fieber sorgte. Jetzt wird befürchtet, dass die Mücken auch in Baden-Württemberg und Bayern zu finden sein werden, denn dort ist die Gefahr einer Mückenplage besonders groß. Einen Impfstoff oder eine Therapie gegen die Krankheiten, die durch einen Mückenstich übertragen werden, gibt es bislang noch nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / natursports

  • Hilfe bei Kieferknacken – CMD

    Hilfe bei Kieferknacken – CMD

    Das für viele Betroffene lästige Kieferknacken oder auch Zähneknirschen können erste Anzeichen auf CMD sein. Das Vorliegen einer CMD – Cranio Mandibuläre Dysfunktion – kommt immer dann in Frage, wenn Patienten gehäuft unter Kieferknacken, Problemen beim Kauen oder Kopfschmerzen leiden. Unter der Bezeichnung CMD werden in der Zahnmedizin unterschiedliche Fehlstellungen im Bereich des Kiefers und sämtlicher hieran beteiligter Knochen und Muskeln erfasst.

    Symptome für Kieferknacken und CMD

    Charakteristisch für Schmerzen im Kiefer, dem nicht zu überhörenden Kieferknacken am Morgen, Knirschen mit den Zähnen oder Problemen beim Öffnen des Mundes ist die so genannte CMD. Hierunter fassen Zahnärzte Funktionsstörungen im Kieferbereich zusammen. Die häufigsten Symptome für Kieferknacken und somit CMD sind Dysfunktionen sowie Schmerzen. Während sich die Dysfunktionen hauptsächlich auf die Bewegungsfähigkeit des Kiefers und dessen Gelenke bezieht, treffen die Schmerzen vielfach die Zähne.

    Aus dieser Symptomatik heraus entwickeln sich Beschwerden verschieden starker Ausprägung. Während eine Patientengruppe zum überwiegenden Teil unter stetigen Zahn- und Kieferschmerzen leidet, belastet andere betroffene Personen das ständig auftretende Kieferknacken und Zähneknirschen. Eine weitere Gruppe wird sich durch starke Schmerzen gestört fühlen, die während des Kauens auftreten.

    Nicht selten äußert sich eine CMD mit lästigem Kieferknacken auch in starken Gesichtsschmerzen, die bis in

    • den Nacken
    • die Schultern
    • den Kopf
    • den Rückenbereich

    ausstrahlen können. Darüber hinaus können sich weitere Symptome, wie beispielsweise

    • Einschränkungen beim Sehen
    • Probleme beim Schlucken
    • Ohrenschmerzen
    • Schwindelgefühle
    • Tinnitus

    sowie Bruststechen, auf Grund von Rückenverspannungen, hinzu gesellen.

    Bei Kieferknacken Arzt aufsuchen

    Rund 28 % der Gesamtbevölkerung ist von Anzeichen einer CMD betroffen. Dies ergab die durchgeführte SHIP-Studie, welche an der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Aus dieser Studie ging ferner hervor, dass nicht zwingend jede von CMD betroffene Person unter Schmerzen leiden muss. Vielmehr würde das auftretende Kieferknacken eher als lästig empfunden, als das überhaupt stärkere Beschwerden auftreten. Einzig 3 % aller von CMD Betroffenen würden eine ärztliche Behandlung benötigen.

    Treten im Zusammenhang mit Kieferknacken Schmerzen auf oder kann der Unterkiefer nicht mehr ohne Einschränkungen bewegt werden, empfiehlt es sich, einen Zahnarzt aufzusuchen. Schließt dieser klassische Erkrankungen, wie zum Beispiel Zahnfleisch- oder Wurzelentzündungen oder auch Karies aus, werden unterschiedliche Tests durchgeführt. Diese helfen bei der Diagnosefindung, ob der Verdacht auf CMD besteht und bestätigt werden kann.

    Hilfe bei Kieferknacken und CMD

    In den meisten Fällen haben sich Aufbiss Schienen zur Behandlung von Kieferknacken sehr gut bewährt. Von CMD betroffene Personen können sich ergänzend durch eigene Maßnahmen Linderung verschaffen. Bedingt durch die CMD treten bei einer Vielzahl der Patienten Verspannungen im Bereich des Kausystems und Zähneknirschen auf. Behandelt werden können diese zusätzlichen Symptome durch eine bewusste Wahrnehmung und Durchführung bestimmter Übungen zum Abbau derselben.

    Tipp 1: Kleine Erinnerungszettel können helfen

    Im Allgemeinen berühren sich die Zähne im Ruhezustand nicht. Im stressigen Alltag bemerken jedoch die Wenigstens, dass sie ihre Zähne fest zusammenbeißen. Aus diesem Grunde können kleine Erinnerungszettel, beispielsweise am Bildschirm angebracht, dabei helfen, sich der Kieferstellung tagsüber des Öfteren bewusst zu werden. Liegen in einem solchen Moment die Zähne fest aufeinander, empfiehlt es sich, einmal kurz Luft zu holen. Durch das anschließende lockere Schließen der Lippen erfolgt in der Regel von selbst eine entspannte Haltung des Kiefers, so dass einem lästigen Kieferknacken erfolgreich entgegen gewirkt wird.

    Tipp 2: Verspannungen lösen dank Physiotherapie

    Einer CMD kann ferner durch kurze Massagen im Wangen- oder Schläfenbereich vorgebeugt werden. Verspannungen werden hierdurch gelöst, ein Kieferknacken wird verhindert.

    Sofern es jedoch Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes gibt, sollten Verfahren der Physiotherapie, wie beispielsweise

    • Dehnübungen
    • Krankengymnastik
    • Wärmetherapie

    zum Einsatz kommen. Liegen Entzündungen im Bereich des Kiefergelenks vor, haben sich entzündungshemmende Medikamente und Spülungen der Gelenke bewährt. In wenigen Fällen machen sich auch kieferorthopädische Behandlungen oder ein Überkronen der Zähne erforderlich.

    Bild: © Depositphotos.com / kantver

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