Schlagwort: Schwimm

  • Bakterienalarm im Schwimmbad

    Bakterienalarm im Schwimmbad

    Was kann an heißen Tagen schöner sein, als ins Schwimmbad zu gehen und sich in die erfrischend kühlen Fluten zu stürzen? Immer wenn die Sonne vom Himmel knallt, dann lockt das Freibad mit Abkühlung, aber so ganz ungefährlich ist der Spaß in den meisten Freibädern leider nicht, denn im Wasser lauern unsichtbare Feinde, die das Vergnügen trüben können – Bakterien. Viele werden jetzt vielleicht sagen: Bakterien im Wasser sind überhaupt kein Thema, denn schließlich ist das Wasser im Schwimmbad gechlort, aber auch wenn das Wasser mit Chlor behandelt wurde, heißt das leider noch lange nicht, dass das Wasser auch wirklich frei von Keimen ist.

    Nur mit Schwimmbrille

    Augenärzte weisen jedes Jahr in den Sommermonaten immer wieder darauf hin, dass im Wasser Bakterien sind, die es besonders auf die Augen abgesehen haben. Auch wenn das Wasser regelmäßig ausgetauscht und mit Chlor versetzt wird, es gibt Keime, die sind resistent gegen Chlor. Diese Keime können zusammen mit winzigen Schmutzpartikeln die Hornhaut des Auges angreifen und über die Bindehaut in das Auge eindringen. Ist das einmal geschehen, dann kommt es nicht selten zu unangenehmen Entzündungen der Bindehaut und das kann sehr schmerzhaft sein. Alle, die gerne im Schwimmbad sind, sollten auf jeden Fall eine Schwimmbrille tragen, denn die eng anliegende Brille sorgt dafür, das sich keine schädlichen Eindringlinge im Auge verirren können.

    Die schmerzhaften Folgen

    Auch wenn das Wasser im Freibad gechlort ist, kann man darin trotzdem noch Schweiß, Urin und vor allem Schmutz finden. Wenn das alles zusammen auftritt, dann kommt es zu einer chemischen Verbindung. Diese Verbindung sorgt nach Ansicht der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft dafür, dass der Tränenfilm, der das Auge eigentlich schützen soll, angegriffen wird. Die Folge sind stark gerötete Augen, die brennen und ohne Unterlass tränen. In der Regel klingen diese Symptome schon nach wenigen Stunden wieder vollkommen ab, aber alle, die empfindliche Augen haben, müssen einen Augenarzt aufsuchen, der dann Tropfen verschreibt, die das Brennen und Tränen lindern.

    Wichtig für Kontaktlinsenträger

    Gegenüber Brillenträgern haben alle diejenigen die Kontaktlinsen tragen, im Schwimmbad einen großen Vorteil, denn sie können auch noch im Wasser klar sehen. Aber auch Kontaktlinsenträger müssen beim Besuch des Freibades aufpassen, denn im Wasser saugen sich die Linsen am Auge fest und das kann im schlimmsten Fall zu Abschürfungen auf der empfindlichen Hornhaut führen. Eine andere Gefahr sind Pilze und Keime wie Akanthamöben, die sich vom Träger unbemerkt in der Kontaktlinse einnisten und dort auch vermehren. Ist das der Fall, dann kann es unter Umständen sogar zu bleibenden Sehschäden und zur völligen Erblindung kommen. Um das zu vermeiden, sind auch die Träger von Kontaktlinsen immer gut beraten, beim Schwimmen im Freibad eine Schwimmbrille zu tragen, die möglichst eng anliegt.

    Die Wasserqualität entscheidet

    Jedes Freibad wird von sich behaupten, sauberes und keimfreies Wasser zu haben. Bei den meisten Bädern ist das auch der Fall, aber nicht überall wird auf Sauberkeit großen Wert gelegt. Wer wissen möchte, ob das Freibad vor Ort wirklich sauber ist, der kann das schnell und einfach im Internet erfahren, denn dort werden auch Freibäder auf ihre Qualität getestet.

    Bild: © Depositphotos.com / cookelma

  • Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Magenschmerzen, die sich vor allem auf den Oberbauch konzentrieren und andauernd sind, Übelkeit und Sodbrennen. Jedes dieser Symptome ist für den Betroffenen schlimm genug, doch wenn sich alle auf einmal zeigen, wird es richtig ungut. Und wer sich dann vom Arzt eine entsprechende Diagnose und Hilfe erwartet, wird oft enttäuscht. Denn so real und präsent die genannten Beschwerden auch sind, es gibt dafür keine organische Ursache. Also helfen nur die richtige Ernährung und Akutlösungen.

    Nicht nur physisch wahrnehmbare Krankheit

    Wer an chronischem Reizmagen, in der medizinischen Fachsprache auch funktionelle Dyspepsie genannt, leidet, der tut dies nicht nur körperlich, sondern meist auch psychisch. Denn gerade in dieser Form steht der Betroffene extrem unter Druck und muss Einschnitte in seinem alltäglichen Leben in Kauf nehmen. Fragen wie „Wo finde ich die nächste Toilette wenn ich in der Stadt bin“ oder „Was soll ich tun wenn mir im Meeting plötzlich übel wird“ belasten hochgradig und setzen unter Druck. Doch wer sich mit dem Krankheitsbild des Reizmagens näher beschäftigt, wird sich auch mit diesen Fragen und noch anderen unangenehmen auseinander setzen müssen. Es gilt als erwiesen, dass Frauen häufiger vom Reizmagen betroffen sind als Männer – und zwar genau doppelt so oft. Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse sind Reizmagen und das Reizmagensyndrom eine der häufigsten Verdauungsstörungen der Bevölkerung, die immerhin bis zu 20 Prozent betroffen ist. Viele leiden neben dem Reizmagen auch noch an einer Gastritis, einer Magenschleimhautentzündung.

    Genaue Ursache des Krankheitsbildes ist unbekannt

    Auch wenn Betroffene früher oder später von ihrem behandelnden Arzt die Diagnose Reizdarm erhalten, so ist dies meist ein langer und steiniger Weg. Das Tückische an der Krankheit ist nämlich, dass es keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursachen und Auslöser gibt. Der organische Befund der Patienten ist meist komplett unauffällig. Ärzte vermuten daher eher, dass gestörte Bewegungsabläufe, die im Verdauungstrakt stattfinden, die Symptome der Erkrankung auslösen. Wenn dann noch ein überempfindliches Nervensystem in der oberen Magen-Darm-Region dazu kommt, kann die Krankheit ausgelöst werden. Auch eine intensive Schmerzwahrnehmung sowie ein geschwächtes oder gestörtes Immunsystem tun ihr Übriges, um das Reizmagen-Syndrom auszulösen. Es können aber auch psychische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, denn Stress, Angst und Depressionen belasten erwiesenermaßen den Magen-Darm-Trakt.

    Heilung ist nicht möglich

    Neben der schlechten Nachricht, dass ein langer Weg bis zur richtigen Diagnose bevor steht, kommt noch die Tatsache, dass Reizmagen als nicht heilbar eingeschätzt wird. Nach derzeitigem Stand der Forschung ist dies bis dato nicht möglich, weshalb ein Therapieansatz darauf abzielt, zumindest die Beschwerden zu lindern. Im Akutfall können Medikamente wie Säurehemmer oder Krampflöser verabreicht werden. Da dies keine langfristige Lösung ist, wird Betroffenen empfohlen, ihren Lebensstil entsprechend anzupassen. Autogenes Training oder Yoga und progressive Muskelentspannung, aber auch Ausdauersportarten wie Rad fahren, Joggen und Schwimmen helfen, indem sie den Stresspegel entsprechend absenken.

    Essverhalten ändern

    Natürlich hilft auch eine Änderung der Essgewohnheiten, dass sich die Symptome verbessern. Da es keine spezielle Diät zur Linderung der Beschwerden gibt, sollte der Patient einfach ein Ernährungsprotokoll führen. Dies kann dazu beitragen, kritische Lebensmittel, die die Symptome auslösen, zu finden. Experten raten, mehrere kleine Portionen am Tag zu essen und diese ausreichend zu kauen, denn die Verdauung beginnt bekanntermaßen bereits im Mund. Auch beim Trinken kann ein Betroffener des Reizmagens viel richtig machen. Etwa wenn er vorwiegend stilles Wasser trinkt oder aber zu Kräutertee greift, die explizit den Magen schonen. Alles, was Kohlensäure und Säure enthält, ist hingegen schlecht für den Magen. Auch Alkohol, Kaffee und Nikotin setzen dem empfindlichen Organ zu und können die Symptome des Reizmagens verstärken. Zu heiße Getränke oder Mahlzeiten ebenso wie zu scharf gewürztes setzen der Magenschleimhaut stark zu und verstärkt die Symptome des Reizmagens. Damit ist klar, dass eine ausgewogene, durchschnittlich temperierte Ernährung die Lebensqualität der Erkrankten weitgehend stabilisieren kann.

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  • Nagelpilz – eine Pilzerkrankung die nicht unterschätzt werden darf

    Nagelpilz – eine Pilzerkrankung die nicht unterschätzt werden darf

    Im Sommer sind viele barfuß oder in offenen Schuhen unterwegs. Da fallen Erkrankungen im Bereich der Nägel auf. Tatsache ist, dass der Nagelpilz, der in der Sprache der Mediziner auch Onychomykose genannt wird, unbedingt behandelt werden muss.

    Kommt vorwiegend an feuchten Stellen vor

    Grundsätzlich ist Nagelpilz eine Pilzinfektion der Nägel, die in den meisten Fällen durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten ausgelöst wird. Da sich diese vorwiegend an feuchten Stellen aufhalten, ist die Erkrankung häufiger an den Fuß- als an den Fingernägeln zu finden. Wird der kranke Nagel nicht richtig behandelt, besteht das Risiko, dass der Pilz ihn komplett zerstört und meist auch noch die benachbarten Nägel befällt. Das ist nicht nur optisch wenig überzeugend, sondern kann auch erhebliche Schmerzen auslösen und sogar das Gehen beeinträchtigen.

    Risikogruppe für Nagelpilz

    Die Fadenpilze, die meist Auslöser des Nagelpilzes sind, bevorzugen als Lebensraum feuchte und warme Regionen am Körper. Deshalb sind Zehenzwischenräume, Leistenbeugen oder aber Achseln und Hautfalten ideal für sie. Oft ist der Nagelpilz eine Folgeerkrankung von Personen, die bereits an Fußpilz leiden. Es ist aber auch eine direkte Infektion der Nägel möglich, etwa in öffentlichen Bädern, Saunen oder Fitness-Studios in den Duschen oder Umkleidekabinen. Grundsätzlich ist fest zu halten, dass ältere Menschen anfälliger sind für diese Form der Erkrankungen. Die Durchblutung ist meist bereits schlechter, da die Gefäße verkalkt sind, oder aber sie leiden an einem geschwächten Immunsystem, ausgelöst durch mehrere Krankheiten oder der Einnahme von vielen Medikamenten. Auch Diabetiker gehören zur Risikogruppe, da sie in fortgeschrittenem Stadium an Sensibilitätsstörungen leiden können, die Verletzungen am Fuß, die durchaus Eintrittsbereich für Erreger sein können, nicht mehr richtig wahrnehmen. Grundsätzlich gilt, dass alle Personen, die an Durchblutungsstörungen leiden, ein erhöhtes Risiko haben, an Fuß- oder Nagelpilz zu erkranken. Auch Sportler gehören zur gefährdeten Gruppe, da sie vermehrt Gemeinschaftsduschen oder Umkleidekabinen nutzen, in denen besonders häufig Pilze vorkommen. Aufgrund der vermehrten Schweißabsonderung beim Sport finden diese eine aufgeweichte Haut vor, in die sie leicht eindringen können.

    Vorbeugen ist besser als Behandeln

    Eine wichtige Grundregel, um eine Erkrankung an Nagelpilz zu vermeiden, ist natürlich in öffentlichen Einrichtungen wie Saunen, Schwimmbädern oder Hotelbädern nicht barfuß zu laufen. Handtücher, Socken und Badematten, aber auch Bettwäsche sollte immer bei Temperaturen über 60 Grad gewaschen werden. Auch den Schuhen kommt eine wichtige Rolle zu, denn sie sollten perfekt passen und natürlich aus einem atmungsaktiven Material sein. Damit wird die Fußfeuchte rasch wieder abgeleitet.

    Richtiges Verhalten bei Erkrankung und Therapie

    Wer sich bereits mit einem Nagelpilz angesteckt hat, sollte ein eigenes Handtuch für die Fuße benutzen und dieses täglich wechseln. Bei der Nagelpflege müssen Nagelschere oder Feile nach jeder Anwendung – ebenso wie die Hände – nach jedem Kontakt mit dem kranken Nagel gereinigt werden. Abgesehen davon sollte aus Rücksicht auf andere Personen in der unmittelbaren Umgebung darauf verzichtet werden, barfuß zu laufen – dies gilt sowohl für Zuhause als auch für öffentliche Einrichtungen.

    Dazu passend muss der Nagelpilz natürlich entsprechend behandelt werden. Dazu gibt es bestimmte Mittel, die der Mediziner auch Antimykotika nennt. Diese sind auf Basis von bestimmten Wirkstoffen zusammen gesetzt, die die Pilze gezielt abtöten oder aber einfach ihr Wachstum entsprechend hemmen. Ist nur die oberflächliche Nagelschicht vom Pilz befallen, so kann der Betroffene mit Tinkturen und entsprechenden Nagellacken der Infektion zu Leibe rücken. Sind die Pilzsporen aber bereits in den Nagel bzw. den Nagelfalz vorgedrungen, kann es passieren, dass auch der nachwachsende Nagel immer wieder infiziert wird. Damit ist klar, dass auch eine innerliche Behandlung in Form von Tabletten oder Kapseln notwendig wird. Die genaue Auswahl des Medikaments trifft der behandelnde Arzt nach der genauen Diagnose, die er anhand der Ergebnisse der Pilzkultur trifft. Ist diese nicht genau eruierbar, so kommt meist ein Breitspektrum-Antimykotika zur Anwendung, die gegen mehrere verschiedene Pilzsorten optimal wirkt.

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  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Viele Menschen nehmen Kopfschmerztabletten, aber nur die wenigsten wissen, dass eine Einnahme von Kopfschmerztabletten über einen längeren Zeitraum wieder Kopfschmerzen auslöst, die nicht selten stärker sind als die Schmerzen, gegen die das Mittel eingenommen wurde. Vor allem Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und auch Paracetamol sind dafür verantwortlich, wenn es zu dumpfen und drückenden Schmerzen im Kopf kommt. Besonders oft sind diejenigen betroffen, die unter Migräne leiden und daher viel und oft zu Kopfschmerztabletten greifen. Vor allem wenn spezielle Migräne Mittel eingenommen werden, dann kann es zu sehr schmerzhaften Attacken kommen.

    Eine Pause einlegen

    Die dauerhafte Einnahme von Migräne- oder Kopfschmerztabletten kann schnell zu einer Art Teufelskreis führen. Das Mittel wird genommen, wenn die Kopfschmerzen auftreten, aber nach relativ kurzer Zeit ist der Schmerz omnipräsent und es müssen mehr Tabletten eingenommen werden, immer in der Hoffnung, dass der Schmerz verschwindet. Das ist bei längerer Einnahme nicht mehr der Fall, denn die vermeintlichen Helfer entpuppen sich als diejenigen, die den Schmerz erst auslösen. Immer dann, wenn sich dauerhafte Schmerzen im Kopf einstellen, dann muss eine Pause eingelegt werden, die mindestens zwei Wochen dauern sollte. In etwa 80 % der Fälle geht es den Betroffenen dann deutlich besser und die Kopfschmerzen sind verschwunden.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte ein Facharzt aufgesucht werden, der der Ursache der Kopfschmerzen auf den Grund geht und dann eine entsprechende Therapie einleitet.

    Kopfschmerztabletten richtig einnehmen

    Wer bei gelegentlichen Kopfschmerzen mal eine Tablette nimmt, der muss nicht befürchten, dass die Schmerzen durch die Einnahme schlimmer werden. Ohne Anweisung des Arztes sollten Kopfschmerztabletten und auch spezielle Mittel gegen Migräne jedoch nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Auch wer länger als drei Tage hintereinander zur Kopfschmerztablette greift, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schmerz nicht verschwindet, sondern im Gegenteil noch stärker wird.

    Einfache Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Wer häufig Kopfschmerzen hat, der kann mit einfachen Mitteln dagegen ankämpfen. So kann es zum Beispiel helfen, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, spazieren zu gehen oder ein- bis zweimal pro Woche zu schwimmen. Auch wenn die Migräne es zulässt, dann kann sportliche Betätigung hilfreich sein. Alle, die unter starken Migräneattacken leiden, sind gut beraten nicht nur sportlich aktiv zu werden, sondern auch ein Training zur Entspannung der Muskeln zu machen. Mit progressiver Muskelentspannung kann der Dauerkopfschmerz wirkungsvoll bekämpft werden.

    Migräne muss nicht zwangsläufig mit Medikamenten behandelt werden. Besonders dann, wenn sich nach der Einnahme der Medikamente keine dauerhafte Besserung gibt, sollten sich die Betroffenen für eine Alternative entscheiden. Akupunktur kann eine dieser Alternativen sein, denn Akupunktur wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Der Nachteil bei einer Akupunkturbehandlung ist aber, dass sie in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur wenn die Migräneattacken so schlimm sind, dass sie das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen, weil die Betroffenen zum Beispiel nicht mehr arbeiten gehen können, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine alternative Behandlung. Auch Patienten, die keine starken Medikamente vertragen können, bekommen eine alternative Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

    Kopfschmerzen und auch Migräne haben sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile ist die Migräne die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung in Deutschland, an der bis zu 14 % der Frauen und 8 % der Männer leiden. Wer häufig Kopfschmerzen hat und wenn die Schmerzen trotz der Einnahme von Kopfschmerztabletten nicht verschwinden, dann ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen, um die Ursache der Schmerzen zu klären. Die Tabletten einfach weiter einzunehmen und zu hoffen, dass die Schmerzen dann verschwinden, kann ein Fehler sein.

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  • Krampfadern effektiv vorbeugen

    Krampfadern effektiv vorbeugen

    Miniröcke und luftige Sommerkleider, die viel Bein zeigen, gehören in der warmen Jahreszeit einfach dazu und machen die Beine der Damen zu einem echten Blickfang. Aber auch die Herren zeigen Bein in Shorts und so manches Männerbein kann sich durchaus sehen lassen. Der Sommer ist aber leider auch die Zeit der Krampfadern, und diese hervorstehenden Adern sehen nicht nur unschön aus, sie können auch sehr gefährlich werden. Dabei ist es einfach, Krampfadern effektiv vorzubeugen. Wer nicht nur im Sommer schöne Beine haben will, der muss einige Dinge beachten, damit Varizen, wie Krampfadern medizinisch korrekt heißen, erst gar nicht entstehen können.

    Wie entstehen Krampfadern?

    Die Hälfte aller Menschen, die in Mitteleuropa leben und die zwischen 25 und 74 Jahre alt sind, leiden unter Krampfadern. Bei vielen liegt eine erbliche Veranlagung vor, bei anderen ist es das zu schwache Bindegewebe der Haut, was die Adern in den Beinen unförmig anschwellen lässt. Auch die Hormone spielen bei der Bildung von Krampfadern eine wichtige Rolle, vor allem bei vielen Frauen zeigen sich nach einer Schwangerschaft die unschönen Adern. Die Antibabypille kann eine Ursache für Krampfadern sein, aber auch zu wenig Bewegung oder Rauchen führt dazu, dass sich Krampfadern bilden können. Verschiedene Berufsgruppen sind für Krampfadern quasi prädestiniert, denn bei Kellnern, Frisören und auch Verkäuferinnen besteht die Gefahr von Krampfadern.

    Warum sind Krampfadern gefährlich?

    Vor allem in den warmen Sommermonaten sind Krampfadern nicht ungefährlich, denn das heiße Wetter fördert eine Ausdehnung der Venen. Damit wächst auch die Gefahr, dass sich aus einer Krampfader eine Thrombose bilden kann, und auch schmerzhaften Venenentzündungen sind nicht selten das Produkt einer Krampfader. Wenn sich Krampfadern bilden, dann sollte ein Facharzt, ein sogenannter Phlebologe aufgesucht werden, der sich die Größe und Stärke der Krampfadern einmal ansieht. Der Facharzt entscheidet dann über die Möglichkeiten und die Kosten einer Behandlung.

    Handelt es sich um starke Krampfadern, dann wird der Arzt sehr wahrscheinlich zu einer Verödung raten, die heute auch ambulant durchgeführt werden kann, manchmal reichen aber auch nur ein Paar Kompressionsstrümpfe. Diese Strümpfe werden einmal im Jahr auch von den Kassen bezahlt. Wenn operiert werden muss, dann zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht in jedem Fall. Nur wenn die unmittelbare Gefahr einer Thrombose besteht, dann übernehmen die Kassen die Kosten, soll aus rein ästhetischen Gründen operiert werden, dann muss der Patient selbst für die Kosten aufkommen.

    Wie kann man Krampfadern vorbeugen?

    Krampfadern vorzubeugen, ist nicht allzu schwer. Viel Sport kann dabei helfen die Muskeln und das Bindegewebe zu stärken. Radfahren, spazieren gehen und auch Schwimmen lassen das Blut besser zirkulieren und verhindern so, dass sich Krampfadern bilden können. Alle, die eine Neigung zu Krampfadern haben, sollten auf Schuhe mit hohen Absätzen verzichten. Flache bequeme Schuhe sind vor allen Dingen für alle eine gute Wahl, die viel und lange auf den Beinen sind. Spezielle Gymnastik für die Venen ist ebenfalls ein bewährtes Mittel, um Krampfadern den Kampf anzusagen, denn das Lockern und Entspannen der Beine hat eine große präventive Wirkung.

    Nach einem langen anstrengenden Arbeitstag die Beine hochzulegen kann dabei helfen, dass keine Krampfadern entstehen. Werden die Beine hoch gelegt, dann kann das Blut leichter durch die Venen in Richtung Herz fließen. Wer seine Beine regelmäßig kalt abduscht, der verhindert so, dass Krampfadern entstehen können. Der Duschstrahl sollte in diesem Fall aber immer vom Herzen weg führen.

    Ganz wichtig ist es viel zu trinken, denn Wasser oder ungesüßte Tees sind nicht nur ideale Durstlöscher, sie halten auch das Blut flüssig, eine Voraussetzung, damit es nicht zu Krampfadern kommen kann. In der Naturheilkunde haben sich Cremes und Umschläge aus rotem Weinlaub ebenso bewährt wie auch Extrakte aus der Rosskastanie, um sich vor Krampfadern zu schützen.

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