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  • Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Wenn die Mutter Ultraschallbilder in der 22. SSW sieht, dann wird sie feststellen, dass ihr Baby fast schon wie ein neugeborenes Kind aussieht, allerdings fehlen noch die so wichtigen Fettreserven. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass das Baby die Gewichtszunahme in der 22. SSW weiter forcieren wird. Wenn die Mutter sich vielleicht fragt: Die 22. SSW ist welcher Monat? – Es ist die Mitte des sechsten Monats und das zweite Trimester der Schwangerschaft. Viele Frauen entwickeln in dieser Phase einen großen Appetit und ihr Gewicht wird in regelmäßigen Abständen immer weiter zunehmen.

    Die 22. SSW – das Baby trainiert

    Der Arzt wird im sechsten Monat die zweite große Ultraschalluntersuchung machen und feststellen, dass das Baby jetzt 28 cm groß ist. In der 22. SSW ist das Baby wie schwer? Es wiegt jetzt rund 475 Gramm und für das Baby gilt ab der 22. SSW: Gewicht geht vor Wachstum. In der 22. SSW hat das Baby bereits fertig geformte Lippen und auch die Augen und Augenlider sind schon fertig entwickelt. Das Baby hat Haare, Augenbrauen und Wimpern, die aber ebenso wie die Iris der Augen, noch keine Farbpigmente haben, sondern wie ein sehr feiner, weicher weißer Flaum aussehen.

    Das Baby beginnt in der 22. SSW damit, seinen Tastsinn zu trainieren, es kann seine Hände falten und spielt mit seinen Füßen oder mit der Nabelschnur. Außerdem entdeckt es jetzt sein Gesicht und seinen Körper und es fängt an, intensiv Gymnastik zu treiben. Auch die Proportionen stimmen jetzt überein, denn Arme und Beine passen, was die Größe angeht, zum Körper.

    Auch die einzelnen Hautschichten sind in der 22. SSW schon fertig ausgebildet, aber die Haut wirkt noch recht runzelig, da die Fettpolster fehlen. Der Anteil an Körperfett liegt zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bei rund einem Prozent. Mit dem Aufbau der so wichtigen Fettschicht geht es jetzt sehr schnell voran. Das Baby hat in der 22. SSW eine sogenannte braune Fettschicht, die dem Körperfett sehr ähnlich sieht und die auch in Energie umgewandelt werden kann. In ersten Ansätzen ist das Kind jetzt bereits in der Lage, seinen Wärmehaushalt selbst zu regulieren.

    Die Organe wachsen

    Die Organe des Babys wachsen in der 22. SSW kontinuierlich weiter und das gilt auch für die Bauchspeicheldrüse. Seine Arbeit hat das wichtige Organ schon vor einiger Zeit aufgenommen, jetzt folgen die Feinarbeiten. Der Herzschlag des Babys ist jetzt schon deutlich zu hören, und wenn der werdende Vater sein Ohr auf den Bauch der Mutter legt, dann kann er das Herz des Babys vernehmen. Unter den Zahnleisten sind in der 22. SSW kleine Knospen zu sehen, aus denen sich später die Milchzähne herausbilden werden.

    Zum ersten Mal kann das Kind seine Mutter mit einem Schluckauf überraschen, der sich durch ein rhythmisches Zucken auf der Bauchdecke bemerkbar macht. Der Schluckauf entsteht, weil das Baby damit begonnen hat, das Fruchtwasser ein- und wieder auszuatmen. Dieses vorsichtige Trinken ist wichtig, denn damit trainiert das Baby seine Fähigkeit, zu atmen. Auch nach der Geburt wird das Baby noch öfter einen Schluckauf haben, denn es dauert seine Zeit, bis die Entwicklung des Zwerchfells komplett abgeschlossen ist.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 22. SSW?

    In der 22. Schwangerschaftswoche wölbt sich der Bauch schon sichtbar und es wird Zeit, die enge Jeans gegen bequeme Schwangerschaftsmode zu tauschen. Da das Baby seinen Körper entdeckt, werden in der 22. SSW die Kindsbewegungen stärker und es wird ab jetzt mehr und mehr ein Füßchen oder ein Händchen an der Bauchdecke der Mutter zu sehen sein.

    Ab der 22. SSW hat die Mutter einen erhöhten Bedarf an Magnesium, denn das Spurenelement ist für die Funktionen der Muskeln, des Nervensystems und auch des Immunsystems von großer Bedeutung. In der Regel wird Magnesium mit der normalen Nahrung aufgenommen, aber in der Schwangerschaft braucht das Baby einen großen Teil des Magnesiums. Deshalb sollte die Mutter ihren Speiseplan entsprechend umstellen. Nüsse und grünes Gemüse, viele Vollkornprodukte und vor allem Milch und alles, was aus Milch gemacht wird, ist jetzt wichtig und sollte daher auf dem Speiseplan stehen.

    Wenn es an Magnesium mangelt, dann führt das zu Muskelschmerzen und Magenkrämpfen. Im schlimmsten Fall kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen und damit auch eine Fehlgeburt in der 22. SSW auslösen. Der Arzt wird in der 22. SSW Blutuntersuchungen machen, um festzustellen, ob die Menge an Magnesium stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss die Mutter die Nahrung umstellen und eventuell auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

    Da die Schleimhäute in der 22. SSW stärker durchblutet werden, kann es zu Nasen- und Zahnfleischblutungen kommen und da die Gebärmutter gegen den Magen der Mutter drückt, macht Sodbrennen der Mutter immer mehr zu schaffen. Bewährte Hausmittel wie das Kauen von Mandeln, ein Glas Milch und auch ein Stück frische Ananas, können das Problem aber schnell beheben.

    Wie gefährlich ist eine Frühgeburt in der 22. SSW?

    Wenn die Mutter in der 22. SSW Wehen bekommt, dann werden Ärzte versuchen, die frühe Geburt zu verhindern. Wenn es nicht gelingt, mit wehenhemmenden Mitteln die Geburt zu stoppen, dann ist das Kind, das geboren wird, nicht lebensfähig. In diesem Fall wird das Baby im Sterben betreut, die Mutter wird das Kind in den Armen halten dürfen, um sich zu verabschieden. In vereinzelten Fällen entschließen sich die Ärzte in Absprache mit den Eltern, den Versuch zu machen, das Kind doch medizinisch zu betreuen. Fällt die Entscheidung für das Leben, dann leiden 20-30% der Kinder später an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

    Die meisten Frühgeburten in der 22. SSW werden durch eine Infektion ausgelöst, aber auch eine Fehlentwicklung des Babys kann dafür sorgen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Geburtswehen einsetzen. Diese Wehen versuchen die Mediziner dann mit der Hilfe von wehenhemmenden Mitteln zu unterdrücken, sogenannten Tokolytika. Zwar können diese Mittel die Ursachen der Wehen nicht behandeln, aber auf diese Weise gelingt es oftmals, wertvolle Zeit zu gewinnen. Durch diese gewonnene Zeit haben die Lungen die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, denn es kommt in dieser Situation auf jeden Tag an, den das Kind im Mutterleib verbleiben kann.

    Bild: © Depositphotos.com / fdgfoto

  • Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    In Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Diabetes Typ 1 und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Bis jetzt sind rund 30.000 Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen, aber welche Ursache die Krankheit hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird, dann besteht für das betroffene Kind immer die akute Gefahr einer Unterzuckerung, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

    Was genau ist Diabetes Typ 1?

    Diabetes ist heute zu einer Art Volkskrankheit geworden, an der bundesweit geschätzt sechs Millionen Menschen leiden. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt drastisch zu, denn das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass es zu den sechs Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, noch einmal ein bis zwei Millionen Fälle gibt, in denen Diabetes noch nicht erkannt wurde und damit auch nicht behandelt wird. Die häufigste Form ist die Diabetes Typ 2 und hier ist es in den meisten Fällen eine falsche und ungesunde Ernährung, die die Krankheit auslöst. Anders sieht es bei der Diabetes Typ 1 aus, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, das notwendige Insulin zu produzieren. Fehlt das Hormon Insulin, dann ist es dem Körper nicht mehr möglich, Zucker aufzunehmen und zu verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden, um zwei Prozent angestiegen, aber warum immer mehr Kinder krank werden, das ist noch immer unklar.

    Diabetes Typ 1 und die gefährlichen Folgen

    Die meisten Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, erkranken zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr. Für Kinder ist Diabetes Typ 1 besonders hart, denn sie dürfen nicht mehr alles essen, außerdem muss ihr Blutzuckerspiegel permanent überwacht werden. Viele Kinder bekommen nach der Diagnose Diabetes Typ 1 ein kleines Kästchen, das an der Bauchdecke befestigt wird. Von diesem Kästchen aus führt eine Nadel in die Bauchdecke und es wird kontinuierlich eine kleine Menge des sogenannten Basal-Insulins in den Körper abgegeben. Damit wird verhindert, dass es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt. Diabetes kann dramatische Folgen haben, denn Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen, Amputationen der Füße und auch Erblindungen können zu den Spätfolgen dieser Krankheit gehören.

    Wie kann Diabetes Typ 1 behandelt werden?

    Noch vor 100 Jahren führte Diabetes Typ 1 oftmals zum Tode, heute ist die Wissenschaft so weit, dass auch diese Form der Zuckerkrankheit gut zu handhaben ist. Es gibt ein modernes Insulin, das besonders schnell wirkt und eine Unterzuckerung effektiv vermeiden kann. Noch recht neu sind die tragbaren Minigeräte, die mit einem CGM-Sensor und einer feinen Nadel ausgestattet sind. Der Sensor misst automatisch alle drei Minuten den Zuckergehalt im Blut und schlägt immer dann Alarm, wenn der Zuckerspiegel sinken sollte. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran ein Gerät zu entwickeln, bei dem der Sensor und die Insulinpumpe miteinander verbunden sind, denn das würde es möglich machen, dass die Versorgung mit Insulin auch ohne das Zutun des Patienten immer zeitnah geschehen kann. Noch wird der Sensor, der am Bauch angebracht wird, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Experten vermuten aber, dass die Kassen die Kosten übernehmen werden, wenn die Zahl der Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, weiter ansteigt.

    Ein unterschätztes Problem

    2013 starben in Deutschland rund 25.000 Menschen an den Folgen von Diabetes. Während aber von Diabetes Typ 2 überwiegend ältere Menschen betroffen sind, erkranken an Diabetes Typ 1 viele junge Menschen. 32.000 Jugendliche unter 19 Jahren sind in Deutschland von Diabetes Typ 1 betroffen und jedes Jahr kommen rund 200 neue Fälle dazu. Aber das Problem wird häufig auch unterschätzt, denn viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber ob ihr Kind an Diabetes Typ 1 erkranken könnte.

    Bild: © Depositphotos.com / Anetta

  • Gallenkoliken – sehr schmerzhaft, aber harmlos

    Gallenkoliken – sehr schmerzhaft, aber harmlos

    Viele Menschen haben Gallensteine und wissen nichts davon, in den meisten Fällen bleiben die Steine nämlich unbemerkt in der Galle und verursachen keine Probleme. Anders sieht es aus, wenn nur ein Stein in den Gallengang wandert, dann erleiden die Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes Höllenqualen, die unter dem Namen Gallenkoliken bekannt sind. Heftige, krampfartige Schmerzen im oberen Bereich des Bauchs sind ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um Gallenkoliken handelt, aber diese starken Schmerzen spüren nur rund ein Viertel der Betroffenen.

    Wie entstehen Gallenkoliken?

    Wenn die Galle Probleme macht, dann liegen die Ursachen in den meisten Fällen in einer ungesunden, zu fettreichen Ernährung. In der Folge verändert sich die Konsistenz der Gallenflüssigkeit. Aber nicht immer ist die Ernährung schuld, auch eine genetische Veranlagung kann für Gallenbeschwerden und für schmerzhafte Gallenkoliken sorgen. Kleinere Gallensteine machen sich durch ein unangenehmes Völlegefühl bemerkbar, wenn die Steine aber größer werden, dann kommt Druckschmerz dazu und letztendlich dann eine Gallenkolik. Das ist immer dann der Fall, wenn ein Stein von der Gallenblase in den Gallengang rutscht und damit den natürlichen Abfluss der Gallenflüssigkeit verhindert, und das löst Gallenkoliken aus.

    Welche Symptome gibt es?

    Gallenkoliken kündigen sich nicht an, sie kommen plötzlich und ohne Vorwarnung. Nicht selten treten die Koliken nach einer üppigen und fettreichen Mahlzeit auf und die Schmerzen machen sich zunächst im rechten Oberbauch bemerkbar. Handelt es sich um eine heftige Kolik, dann kommen die Schmerzen in Wellen, sie sind krampfartig und sie können bis in die rechte Schulter oder in den rechten Teil des Rückens ausstrahlen, dazu gesellen sich Übelkeit, Erbrechen und auch ein wasserähnlicher Durchfall. Gallenkoliken können nur 15 Minuten, aber auch fünf Stunden andauern und vielfach sind die Schmerzen dermaßen stark, dass ein Notarzt gerufen werden muss. Die Entscheidung einen Arzt zu rufen, ist immer richtig, denn Tapferkeit bringt nichts, da es zu einer akuten Entzündung der Gallenblase oder der Bauchspeicheldrüse kommen kann.

    Auch Gallengries kann Koliken auslösen

    Nicht immer sind Gallensteine der Übeltäter, wenn es zu schmerzhaften Gallenkoliken kommt, oftmals ist es der Gallengries, der sogenannte Sludge. Diese kleinen Krümel sind besonders tückisch, denn sie rutschen viel einfacher und schneller durch den Gallengang als Steine, aber sie verhindern den Abfluss der Gallenflüssigkeit ebenso wie die Gallensteine.

    Wie gefährlich sind Gallenkoliken?

    Gallenkoliken sind in der Regel harmlos und auch nicht lebensbedrohlich, aber wenn der Gallengang auf Dauer blockiert wird, dann kann es sehr schnell sehr gefährlich werden. Entzündet sich die Bauchspeicheldrüse, dann kann es sogar lebensgefährlich werden, und auch wenn der Dünndarm verletzt wird und durchbricht, dann kann das zu einem gefährlichen Darmverschluss führen. Wenn die Gallenkoliken immer wieder auftreten, dann erhöht sich zudem das Risiko an Gallenkrebs zu erkranken.

    Wie werden Gallenkoliken behandelt?

    Bei akuten Schmerzen wird der Arzt zunächst ein Schmerzmittel verabreichen, das die Krämpfe löst. Da es bei den meisten Betroffenen nicht bei einer Gallenkolik bleibt, raten die Ärzte dazu, die Gallenblase operativ entfernen zu lassen. Auch ein Zertrümmern der Gallensteine ist eine mögliche Option, die aber Risiken birgt, weil die Gallensteine immer wieder kommen können. Es ist daher ratsam, die Ursache und nicht nur die Symptome zu behandeln, und das ist die Entfernung der Gallenblase. Die Galle zu entfernen ist heute kein Problem mehr, denn die Galle ist kein lebenswichtiges Organ und jeder kann auch ohne die Galle ein normales Leben führen.

    Auf die Ernährung achten

    Damit es erst gar nicht zu schmerzhaften Gallenkoliken kommt, ist es besonders wichtig, auf die Ernährung zu achten. Fett sollte nach Möglichkeit nicht mehr auf dem Speiseplan stehen und auch Lebensmittel, die stark blähen sowie Alkohol sollten gemieden werden. Eine ballaststoffreiche und cholesterinbewusste Ernährung ist ein guter Schutz vor Gallensteinen und Gallenkoliken.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

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  • Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Krebs ist eine schreckliche und vor allem auch eine tückische Krankheit, denn viele Krebsarten werden erst dann erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Der Leberkrebs gehört zu diesen sogenannten lautlosen Krebsarten, die Betroffenen merken erst viel zu spät, das etwas nicht stimmt. Wird die Diagnose Leberkrebs gestellt, dann ist es für viele bereits zu spät, um entsprechende Therapien einleiten zu können, nicht umsonst gehört der Leberkrebs zu den Krebsformen mit einer sehr hohen Todesrate. Mediziner unterscheiden zwei unterschiedliche Formen von Leberkrebs, von denen eine sehr selten, die andere aber leider immer häufiger vorkommt.

    Leberkrebs – Kaum Hinweise

    Die meisten Menschen gehen zum Arzt, wenn sie Schmerzen verspüren, die sie nicht zuordnen können. Da Leberkrebs kaum Schmerzen verursacht, sondern lediglich für unbestimmte Symptome sorgt, gehen viele Menschen erst dann zu einem Arzt, wenn der Krebs bereits ein spätes Stadium erreicht hat. Oftmals sind es leichte Schmerzen im oberen Bauchbereich, die auch auf eine einfache Magenverstimmung hindeuten könnten. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Müdigkeit und ein nicht zu erklärender Leistungsabfall. Erst wenn es zu einer starken Gewichtsabnahme kommt, dann schrillen bei den meisten Betroffenen die Alarmglocken und sie gehen zu einem Arzt. Fällt dann nach einer Blutuntersuchung oder nach einem Screening die Diagnose Leberkrebs, dann hängt die Frage, wie hoch die Chancen auf Heilung sind, immer davon ab, um welche Form von Leberkrebs es sich handelt.

    Zwei Formen von Leberkrebs

    Leberkrebs kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten, zum einen die eher seltene Form, bei der die Leberzellen befallen werden und die häufiger vorkommende Form, bei der sich Metastasen an der Leber bilden. In der seltenen Form ist der Ursprung des Krebses die Leber selbst, in der sich Krebszellen bilden, die schließlich zu Tumoren an der Leber führen. Laut Robert-Koch Institut erkranken in Deutschland an dieser Form jedes Jahr rund 8.400 Menschen. Deutlich häufiger sind Lebermetastasen, die durch gestreute Krebszellen verursacht werden. Das heißt, ein anderes Organ im Bauchraum, beispielsweise die Bauchspeicheldrüse oder der Magen, sind von Krebs befallen und die mutierten Zellen greifen auch die Leber an. Bei drei bis vier von zehn Leberkrebsfällen ist die Ursache bei einem anderen Organ zu finden, der Leberkrebs wird mehr oder weniger nur zufällig entdeckt.

    Welche Risikogruppen gibt es?

    Die Leber ist normalerweise ein gesundes und auch recht stabiles Organ, das selten von einer schweren Krankheit betroffen ist, es gibt jedoch Risikogruppen, bei denen Leberkrebs häufig auftritt. Wer ein Alkoholproblem hat oder wer unter Hepatitis B oder C leidet, der sollte seine Leber in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen, am besten alle sechs Monate. Einen flächendeckenden Check, wie es ihn zum Beispiel für Darm- oder Brustkrebs gibt, halten Mediziner allerdings nicht für notwendig. Vielfach geht dem Leberkrebs eine Leberzirrhose voraus, und wenn es in dieser Richtung bereits Verdachtsmomente gab, dann muss die Leber alle drei Monate anhand von Bluttests und Ultraschall untersucht werden. Aufpassen müssen zudem auch alle, die Diabetes oder eine andere Erkrankung des Stoffwechsels haben, denn sie sind gefährdet und sollten sich untersuchen lassen.

    Tests für Zuhause bringen nichts

    Ärzte warnen davor, einen Selbst-Test über die Gesundheit der Leber zu machen, der in der Apotheke gekauft werden kann. Diese Tests sind zwar als medizinische Produkte zugelassen und sie müssen auch strenge Qualitätskontrollen durchlaufen, aber diese Tests sind nicht sicher. Das eigene Zuhause erfüllt keine Laborkriterien und wer selbst testet, kann viele Fehler machen. Dazu kommt, dass Laien die Werte nicht richtig einschätzen und bewerten können, das kann nur ein erfahrener Arzt. Wenn das Testergebnis positiv ausfällt, dann ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

    Wer zu einer Risikogruppe gehört, der sollte sich regelmäßig untersuchen lassen und viel Kaffee trinken, denn Studien zeigen, dass Kaffee das Risiko an Leberkrebs zu erkranken, deutlich senken kann.

    Bild: © Depositphotos.com / tanatat

  • Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs ist eine sehr seltene Krankheit, deshalb ist sie auch wenig erforscht und es stehen kaum Screenings für die Früherkennung zur Verfügung. Es gibt zwar die technischen Möglichkeiten für die Früherkennung, aber leider eben nicht flächendeckend. Jetzt gibt es allerdings eine weitere Methode, um Gallengangkrebs frühzeitig erkennen zu können, und zwar einen einfachen und schnellen Urintest.

    Kaum Symptome bei Gallengangkrebs

    Hellmuth Karasek, der bekannte Journalist und Literaturkritiker, verstarb in der letzten Woche an Gallengangkrebs und auch bei ihm, wie bei den meisten anderen Patienten, wurde die Krankheit zu spät erkannt. Das heimtückische am Gallengangkrebs ist, dass er sich nicht bemerkbar macht, denn es gibt so gut wie keine Symptome. Die Tumore, die im Gallengang entstehen, beschränken sich nicht nur auf die Galle, sie streuen in den Organen, die in der Nachbarschaft liegen. Die Leber ist ebenso oft betroffen wie auch der Zwölffingerdarm und die Bauchspeicheldrüse. Wird die Leber geschädigt, dann kommt es in der Regel zu einer Gelbsucht, die aber auch keine Schmerzen verursacht, nur die Augen und die Haut färben sich kaum merklich leicht gelblich. Wird die Gelbsucht erkannt, dann ist es vielfach aber schon zu spät und bei einem operativen Eingriff können bestenfalls nur Teile der Leber entfernt werden.

    Nur noch Palliativmaßnahmen

    Wenn der Arzt die Diagnose Gallengangkrebs stellt, dann offenbart sich meist die große Hilflosigkeit der modernen Medizin. Alles, was die Ärzte ihren Patienten noch anbieten können, sind Palliativmaßnahmen, die dem Patienten den verbleibenden Rest des Lebens so angenehm wie eben möglich machen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem auch die Gabe von Morphium, denn wenn der Gallengangkrebs im letzten Stadium ist, dann bereiten starke Tumorschmerzen den Patienten große Probleme.

    Eine einfache Maßnahme

    Weltweit erkranken von 100.000 Menschen nur ein bis zwei Menschen im Jahr an Gallengangkrebs, und daher sind flächendeckende Screenings, wie es sie zum Beispiel bei Brust- und Darmkrebs bereits gibt, nicht möglich. Allerdings gibt es eine andere Möglichkeit, und zwar durch einen Urintest. Diese Methode macht eine Früherkennung möglich, um Gallengangkrebs sicher zu erkennen. Der Test konzentriert sich auf verräterische Proteine im Urin und auch im Gallensaft und wenn diese Proteine ansteigen, dann besteht die Gefahr, dass es sich um Gallengangkrebs handeln könnte. Die Kosten für diese Früherkennungsmethode werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    Eine Veranlagung

    Wie viele Krebsarten, so muss auch für den Gallengangkrebs eine Veranlagung vorliegen. Das heißt, Menschen, die in der Familie bereits Fälle dieser seltenen Krebsart haben, sind gut beraten, sich ab dem 50. Lebensjahr auf Gallengangkrebs untersuchen zu lassen. Es gibt Ärzte und Pharmaunternehmen, die sich jetzt an den gemeinsamen Bundesausschuss gewandt haben, um zu erreichen, dass die Kosten für den neuen Test, der die Früherkennung von Gallengangkrebs möglich macht, von den Krankenkassen übernommen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Brustkrebs Früherkennung – ein Tropfen Blut reicht aus

    Brustkrebs Früherkennung – ein Tropfen Blut reicht aus

    Wie groß die Chancen auf Heilung bei einer Krebsdiagnose sind, das hängt immer davon ab, in welchem Stadium der Krebs erkannt wird. Je früher die Tumorzellen erkannt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs besiegt werden kann. Bei einigen Krebsarten wie zum Beispiel beim Brustkrebs, ist die Diagnose aber schwierig, denn wenn ein Knoten ertastet wird, dann kann es schon zu spät sein. Jetzt macht eine neue Form der Brustkrebs Früherkennung vielen Frauen Hoffnung, denn schon wenig Tropfen Blut oder Urin reichen aus, um den Krebs sicher diagnostizieren zu können.

    Der genetische Fingerabdruck

    Es gibt mehr als 300 verschiedene Arten von Krebs, manche befallen das Gewebe, andere das Blut und wieder andere bestimmte Organe. Aber so verschiedenen die Krebsarten auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie zeichnen sich durch charakteristische Veränderungen im genetischen Material aus. Vereinfacht gesagt, jeder Krebs hat einen bestimmten genetischen Fingerabdruck. Dieser Fingerabdruck im Erbmaterial kann vieles verraten, unter anderem, um welchen Krebs es sich handelt, wie weit er fortgeschritten ist und in welcher Geschwindigkeit er wächst. Bisher war eine Operation notwendig, um Gewebe zu entnehmen, das dann analysiert wurde, mit der neuen Technik sind operative Eingriffe für die Brustkrebs Früherkennung nicht mehr nötig.

    Eine hohe Treffsicherheit bei der Brustkrebs Früherkennung

    Eine erste klinische Studie zum neuen Testverfahren wurde in der Universitätsklinik in Freiburg durchgeführt. 48 Frauen haben an dieser Studie teilgenommen, die Hälfte der Probandinnen war an Brustkrebs in unterschiedlichen Stadien erkrankt, die andere Hälfte war gesund. Die Wissenschaftler und Ärzte der Uni Freiburg führten bei allen Frauen die neuen Tests zur Brustkrebs Früherkennung durch und bei 91 % der Frauen zeigten die Urin- und Blutproben an, ob eine Krebserkrankung vorlag oder nicht. Das ist gemessen an den üblichen Testmethoden eine sehr hohe Trefferquote, die vor allem die klassische Mammografie in den Schatten stellt, an der Kritiker immer wieder bemängeln, dass ihre Fehlerquote zu hoch ist.

    Brustkrebs Früherkennung – Wie funktioniert der neue Test?

    Die neue Brustkrebs Früherkennung nutzt die sogenannten mikroRNA-Moleküle, die im Urin zu finden sind. Hierbei handelt es sich um Steuermoleküle, die jede Aktivität der Gene registrieren und regulieren. In Studien wurde nachgewiesen, dass die in den Krebszellen vorkommenden mikroRNA-Moleküle nicht mehr richtig funktionieren und dabei ein Muster bilden. Die Aktivitäten der Gene zeichnet dieses Muster auf, das dann in der Blut- oder in der Urinprobe sichtbar wird. Die Wissenschaftler in Freiburg konnten nachweisen, dass sich vor allem beim Brustkrebs der Urin charakteristisch verändert. Um den Krebs durch diese revolutionäre Brustkrebs Früherkennung zweifelsfrei diagnostizieren zu können, werden nur wenige Milliliter Urin benötigt.

    Jede achte Frau

    In Deutschland wird jede achte Frau in ihrem Leben einmal mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert und mehr als 17.000 Frauen sterben in jedem Jahr an dieser Krankheit. Die Diagnose ist aber nicht nur beim Brustkrebs schwierig, auch Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig zu spät erkannt, und auch hier kann ein Urintest früh Gewissheit bringen. Den 16.000 Menschen, die in Deutschland jedes Jahr an diesem tückischen Krebs erkranken, kann in Zukunft durch einen einfachen Urintest schneller und deutlich effektiver geholfen werden.

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