Schlagwort: Studie

  • Auf der Intensivstation lauert das Grauen

    Auf der Intensivstation lauert das Grauen

    Eine Intensivstation ist kein Ort zum Wohlfühlen, denn Tag und Nacht ist das Licht grell, es ist sehr laut und vor allem auch sehr hektisch. Patienten werden auf einer Intensivstation permanent überwacht und sollen sich eigentlich von einer schweren Krankheit oder einem Unfall erholen, aber ausgerechnet an diesem Ort ist das Gehirn in akuter Gefahr.

    Jeder Fünfte ist gefährdet

    Immer wieder war es auf den Intensivstationen in amerikanischen Krankenhäusern zu erschreckenden Vorfällen gekommen, denn die Patienten erlitten ein Delirium und verloren dabei den Verstand. Mittlerweile ist bekannt, dass es diese Vorfälle auch in deutschen Kliniken gibt. Aus einer aktuellen Studie der Universität in Nashville im Bundesstaat Tennessee geht hervor, dass jeder fünfte Patient, der auf einer Intensivstation liegt, diese Erfahrungen macht. Vor allem die Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, sind gefährdet, hier erleiden rund 80 % ein Delirium.

    Die Begleiterscheinungen

    Patienten, die auf der Intensivstation ein Delirium erleiden, können sich nicht mehr daran erinnern, wie und warum sie ins Krankenhaus gekommen sind. Sie sehen Dinge, die nicht existieren, viele werden lethargisch, andere werden aggressiv. Diese Begleiterscheinungen sind nicht harmlos und auch keine unschönen, aber ungefährlichen Nebenwirkungen, wie sie der Aufenthalt auf einer Intensivstation so mit sich bringt, sie sind sehr gefährlich und können das Leben von Grund auf verändern.

    Sind die Medikamente schuld?

    Viele Patienten, die auf einer Intensivstation liegen, werden mit Medikamenten ruhig gestellt, sie bekommen sogenannte Sedativa, was es dem Pflegepersonal einfacher macht, sie zu versorgen. Diese Patienten stören den Arbeitsablauf nicht, aber wenn es nach dem Leitfaden für Intensivstationen geht, dann müssen die Patienten, wenn es ihr gesundheitlicher Zustand erlaubt, aus dem Dämmerzustand geweckt werden. Nachdem bekannt wurde, was mit vielen Patienten durch die Medikamente und den Stress auf einer Intensivstation passiert, will man jetzt umdenken und die Arbeit auf den Intensivstationen völlig neu strukturieren.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1

  • Zu viel Paracetamol macht unsensibel

    Zu viel Paracetamol macht unsensibel

    Jeder hat schon mal so heftige Kopf- oder Zahnschmerzen gehabt, dass die Einnahme einer Tablette notwendig wurde. Viele entscheiden sich in diesen Fällen für ein bewährtes Schmerzmittel – Paracetamol, das schnelle Hilfe verspricht. Tatsächlich ist Paracetamol effektiv, wenn es um Schmerzen geht, eine neue Studie ist aber jetzt zu dem Schluss gekommen, dass Menschen, die zu viel dieses Wirkstoffes einnehmen, mit der Zeit unsensibel und weniger einfühlsam werden.

    Ohne Rezept

    Keine anderen Medikamente sind in Deutschland so beliebt wie Schmerzmittel, vor allem dann, wenn man sie in jeder Apotheke ohne ein Rezept vom Arzt kaufen kann. Mittel, die Paracetamol enthalten, betäuben aber nicht nur die Kopfschmerzen, sie haben auch die Fähigkeit, die Psyche zu beeinflussen. Das hat eine Studie des National Institute of Health in den USA ergeben. Die Forscher haben mit 80 Studenten diese Studie durchgeführt und 40 der College-Studenten bekam im Rahmen der Studie 1000 Milligramm Paracetamol, also eine Dosis, die in Deutschland noch rezeptfrei gekauft werden kann. Die andere Hälfte der Studenten bekam ein Getränk ohne den Wirkstoff. Von den Studienteilnehmer wusste im Vorfeld allerdings keiner, wer welches Getränk bekommt.

    Weniger Schmerzen

    Nach der Studie mussten die Probanden acht Kurzgeschichten lesen, in denen von Trennung und Schmerz die Rede war. Anschließend sollten die Studenten auf einer Skala angeben, wie groß sie den Schmerz beim Lesen empfunden haben. Dabei stellte sich heraus, dass die Studenten, die vorher das Paracetamol zu sich genommen hatten, weniger empfindsam reagiert haben als diejenigen, die den Wirkstoff nicht bekommen haben.

    Weitere Ergebnisse

    In einem zweiten Versuch wurden 115 Studenten wieder in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine Paracetamol und die andere Gruppe Placebos bekamen. Dann hörten die Studienteilnehmer einen lauten Knall und wieder zeigte sich, dass die Studenten, die das Paracetamol bekommen hatten, dieses Geräusch als weniger schlimm empfunden haben.

    Bild: © Depositphotos.com / photographyMK

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Weg mit den Falten – eine neue Haut macht´s möglich

    Weg mit den Falten – eine neue Haut macht´s möglich

    Dass die Haut im Laufe der Jahre altert, ist ein ganz natürlicher Prozess, aber leider altert die Haut immer an den Stellen, die deutlich sichtbar sind. Falten sind mit zunehmendem Alter ein Problem und auch wenn es diverse Lotionen und Cremes gibt, aufhalten lässt sich die Faltenbildung nicht. Amerikanische Ärzte haben jetzt eine Art zweite Haut entwickelt, die Falten und Tränensäcke einfach verschwinden lässt.

    Die Haut wird wieder jung

    Der Alterungsprozess der Haut kann nur verzögert werden, stoppen lässt er sich nicht. Die zweite Haut aus den USA jedoch verleiht der natürlichen Haut nach nur wenigen Sekunden ein neues, frisches Aussehen und sorgt für Elastizität. Die Haut aus dem Labor besteht aus Silikon-Polymeren und wird im flüssigen Zustand aufgetragen, auf der Haut bildet sich ein Schutzfilm, der den Feuchtigkeitsverlust der Haut verhindert. Das Material ist luftdurchlässig, also atmungsaktiv, aber es hält immer nur einen Tag. Studien haben gezeigt, dass sich dieser Film natürlich an das Hautbild anpasst und ein jugendliches Aussehen verleiht.

    Interessant für die Wundbehandlung

    Die zweite Haut ist nicht nur für das Abdecken von Falten und anderen Hautproblemen ein gutes Mittel, sie kann auch in der Wundbehandlung zum Einsatz kommen. Der Film legt sich über die offene Wunde, die damit vor Verunreinigungen geschützt wird und in aller Ruhe heilen kann. Das Material ist zudem auf der Haut kaum spürbar und gut verträglich, was vor allem für Menschen von Interesse ist, die unter Allergien leiden.

    Gibt es auch Nachteile?

    Noch hält die zweite Haut gegen Falten nur einen Tag und muss dann wieder entfernt werden, aber die amerikanischen Forscher sind zuversichtlich, bald eine neue Mischung zu entwickeln, die länger auf der Haut bleiben kann. Die aktuelle Variante sollte auch nicht länger aus einen Tag auf der Haut verbleiben, denn am Ende des Tages zeichnen sich unschöne Ränder ab.

    Bild: © Depositphotos.com / evgenyataman

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Ölziehen – eine alte Heilmethode neu entdeckt

    Ölziehen – eine alte Heilmethode neu entdeckt

    Die Ursprünge des Ölziehens finden sich im antiken Indien und in Russland, wo diese Heilmethode mit besonderen Ölen und Ölmischungen zur Gesundheit des Mundraums, der Zähne und des Zahnfleisches eingesetzt wurde. Aber Ölziehen war und ist bis heute auch eine Heilmethode, wenn es darum geht, den Körper zu entgiften und ihn von chronischen Krankheiten zu heilen. In der heutigen Zeit ist das Ölziehen ein Teil der alternativen Medizin. Diese bezieht auch die ayurvedische Heilkunde mit ein, die sich eng an der ganzheitlichen Zahnheilkunde orientiert.

    Gesund für Zähne und Mund

    Zahnfleischentzündungen sind unangenehm, schmerzhaft und sie können dafür sorgen, dass die Zähne frühzeitig ausfallen. Regelmäßiges Ölziehen soll das verhindern. Aus Studien geht hervor, dass sich das Zahnfleisch verbessert und Zahnfleischentzündungen zurückgehen, wenn der Mund jeden Tag mit Öl gespült wird. Ölziehen kann die Zähne aber auch optisch verändern, denn das Öl hat die Fähigkeit, den Zahnbelag und die Bakterien, die auf der Oberfläche des Zahns zu finden sind, zu binden, was die Zähne weißer macht. Ein teures Bleaching ist also nicht mehr notwendig, denn durch Ölziehen können die Zähne aufgehellt werden.

    Ein natürliches Mundwasser

    In jedem Mund befinden sich Bakterien, die Karies auslösen können und diese Bakterien sind dann für die unschönen Löcher in den Zähnen verantwortlich. Regelmäßiges Ölziehen kann die Bakterien schon nach kurzer Zeit reduzieren, und damit wirkt das Öl ähnlich effektiv wie Chlorhexin, ein chemischer Bestandteil, der in den meisten Mundspülungen und Mundwassern zu finden ist. Mundwasser sorgen zwar kurzfristig für einen frischen Atem, aber sie haben Nebenwirkungen und können im schlimmsten Fall für Ekzeme im Mundraum sorgen. Ölziehen ist hingegen ein natürliches Mundwasser, das ganz ohne Nebenwirkungen auskommt.

    Mit Öl gegen Mundgeruch

    Wer gerne Knoblauch isst, der kennt das Problem Mundgeruch nur zu gut, aber auch die Bakterien, die sich um Mundraum tummeln, sind für Mundgeruch verantwortlich. In Forschungen wurde nachgewiesen, dass Ölziehen die Anzahl der Bakterien deutlich verringert und das ganz ohne Chemie. Das Öl macht den Atem wieder frisch und neutralisiert auf natürliche Art und Weise unschönen Mundgeruch. Hier bekommen Sie mehr Informationen über Ölziehen.

    Welche Öle sind geeignet?

    Wer glaubt, dass zum Ölziehen ganz spezielle Öle verwendet werden müssen, der irrt sich, denn Ölziehen funktioniert mit ganz normalen Ölen, die in jeder Küche zu finden sind. Sonnenblumenöl ist ebenso zu empfehlen wie auch Leinöl oder ein gutes Olivenöl. Wer den Geschmack mag, der kann auch Sesamöl oder das beliebte und gesunde Kokosöl verwenden. Es gibt allerdings Spezialöle fürs Ölziehen, die eine antibakterielle Wirkung haben, welches Öl aber persönlich infrage kommt, das ist Geschmackssache.

    Ölziehen – die Anwendung

    Ölziehen oder auch Ölkauen sollte rund 20 Minuten dauern, wenn es richtig gemacht wird, denn nur dann kann sich das Öl auch bis in den hintersten Winkel des Mundes verteilen. Wer besonders gründlich vorbeugen möchte, der sollte eine Ölkur machen, die zwischen 14 Tagen und drei Monaten dauern kann. Eine solche Kur bietet sich für alle an, bei denen wiederholt Probleme mit dem Zahnfleisch auftreten. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, raten Heilpraktiker zu einem Zeitraum von mindestens vier Woche für eine Ölkur. Bei akuten Fällen von Zahnfleischentzündungen ist es sinnvoll eine Ölkur zu machen, die drei Tage dauert, denn so lange braucht das Zahnfleisch, um auf die Behandlung zu reagieren. Wer Ölziehen möchte, der sollte das am besten gleich nach dem Aufstehen tun, denn dann sind im Mund besonders viele Bakterien unterwegs, die der Körper in der Nacht nicht loswerden konnte. Die Mikroorganismen zeigen sich meist besonders deutlich auf der Zunge, dieser Belag verschwindet nach dem Ölziehen aber sehr schnell wieder. Nebenwirkungen sind beim Ölziehen übrigens nicht bekannt, es ist eben eine sehr natürliche Heilmethode.

    Bild: © Depositphotos.com / innovatedcaptures

  • Warum zu fettes Essen dem Gehirn schadet

    Warum zu fettes Essen dem Gehirn schadet

    Dass fettes Essen dick macht, ist hinlänglich bekannt, dass es aber auch das Gehirn negativ beeinflusst, das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Zunächst gilt diese These allerdings nur für Mäuse, denn die kleinen Nagetiere, die im Rahmen der Studie mit fettigem Essen gefüttert wurden, legten nicht nur kräftig an Gewicht zu, ihr Gehirn litt zudem an einer Unterversorgung mit Zucker.

    Das Gehirn hungert

    Die Studie des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung hat nachgewiesen, dass fettiges Essen schon nach drei Tagen zu einer deutlich geringeren Versorgung mit Zucker führt. Das Gehirn hungert und das, obwohl viel und fett gegessen wird. Wird der Zuckerspiegel im Gehirn wiederhergestellt, kann es für den restlichen Körper gefährlich werden, im schlimmsten Fall droht sogar eine Diabetes. Die Forschergruppe um Jens Brüning fand heraus, dass bei Mäusen schon nach drei Tagen fettreicher Diät, die Aufnahme von Glukose im Gehirn stetig abnahm.

    Was ist der Auslöser?

    Die Forscher sehen in den ungesättigten Fettsäuren einen möglichen Auslöser, der sich giftig auf die Blut-Hirn-Schranken auswirkt. In der Folge kommt es dann zu einer Rückbildung des Glukose-Transports, das dann an den wichtigen Stellen im Gehirn fehlt. Die Mäuse lernten plötzlich nichts mehr und auch ihr Erinnerungsvermögen wurde immer schlechter. Das Gehirn versucht allerdings, dem Mangel an Glukose entgegenzuwirken, indem das Immunsystem umgehend anfängt, VEGF zu produzieren, um den Glukosewert wieder zu steigern.

    Der Körper muss leiden

    Es dauerte vier Wochen, bis bei den Mäusen im Gehirn wieder ein normaler Glukosespiegel gemessen werden konnte, obwohl sie weiterhin fettreich ernährt wurden. Dieser Ausgleich des Bedarfs an Zucker im Hirn ging aber auf Kosten des Körpers. Das Gehirn hatte den Appetit auf Süßigkeiten stetig gesteigert und dabei verhindert, dass die Muskeln Zucker bekamen. In der Spätfolge können die Zellen der Muskeln resistent gegen das Hormon Insulin werden, und das steigert die Gefahr, an Diabetes zu erkranken.

    Bild: © Depositphotos.com / Berka777

  • Gibt es bald einen Impfstoff gegen Aids?

    Gibt es bald einen Impfstoff gegen Aids?

    Seit Jahren suchen Forscher überall auf der Welt nach einem wirksamen Impfstoff gegen Aids. Forschern aus den USA ist jetzt zumindest ein Teilerfolg gelungen, denn sie haben einen Antikörper entwickelt, der die Patienten bis zu einem halben Jahr gegen den Erreger immun macht. Erste Tests mit Affen verliefen sehr vielversprechend.

    Bis zu 23 Wochen Schutz

    Die Forscher des Nationalinstituts für Allergie und Infektionskrankheiten in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland haben Affen über einen Zeitraum von Monaten einen speziellen Antikörpertyp gegeben und sie dann jede Woche einer Variante des Aids-Erregers ausgesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass die Tiere durch diese einmalige Gabe der Antikörper bis zu 23 Wochen lang immun gegen eine Ansteckung waren. Für die Wissenschaftler um Malcom Martin sind diese Ergebnisse sehr vielversprechend und eventuell ein neuer Weg, um einen Impfstoff gegen Aids zu finden.

    Eine passive Immunisierung

    Die Arbeit der amerikanischen Forscher wird eine passive Immunisierung genannt, eine Methode, die zwar effektiv ist, bei der es aber ein Problem gibt. Die Antikörper werden vom Körper wieder abgebaut und müssen daher immer wieder neu verabreicht werden. Das nächste Ziel der Forscher ist es jetzt, einen Antikörper zu entwickeln, der eine sehr hohe Beständigkeit hat. Wenn das gelingt, dann wäre das ein großer Durchbruch, denn die Übertragung in passiver Form ist deutlich effektiver als die Impfstoffe, die bislang entwickelt wurden.

    Eine neue Hoffnung?

    Schon einmal gab es zu diesem Thema eine groß angelegte Studie, und zwar in Thailand im Jahre 2009. Danach ging die Forschung nur sehr langsam voran. Jetzt sieht es so aus, als gäbe es einen neuen vielversprechenden Ansatz. Noch ist allerdings völlig unklar, ob das menschliche Immunsystem die passiven Antikörper nicht irgendwann als einen Fremdkörper einschätzt und versucht, ihn wieder abzustoßen. Noch können die Antikörper nur mittels einer Infusion verabreicht werden und bis es ein Medikament gibt, können noch Jahre vergehen.

    Bild: © Depositphotos.com / alevbagater