Schlagwort: Symptome

  • Durchbruch bei Parkinson in spätestens 20 Jahren

    Durchbruch bei Parkinson in spätestens 20 Jahren

    Weltweit betrachtet leiden sieben Millionen Menschen an der Krankheit Parkinson. Aus diesem Grund forscht man intensiv an diesem Thema, um Betroffenen bestmöglich helfen zu können. Doch so einfach ist es bislang nicht, vor allem wenn die Erkrankung bereits ausgebrochen ist. Besser gesagt ist das Voranschreiten in so einem Fall nicht zu stoppen, und das trotz aller Bemühungen. In naher Zukunft wird sich das Ganze wahrscheinlich nicht ändern, doch zumindest in rund zehn oder 20 Jahren geht man von einem Durchbruch aus. Zu diesem Urteil kommt Werner Poewe, der Experte auf diesem Gebiet ist. Er arbeitet an der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie. Der Direktor sagt auch, dass für dieses Ziel die Früherkennung eine wichtige Rolle spielt.

    Die „REM-Schlafstörung“ als vorzeitiger Hinweis

    Obwohl es bei einem Ausbruch noch keine effektiven Therapiemöglichkeiten gibt, konnten bis jetzt einige Fakten zum Thema Parkinson bewiesen werden. Eine davon ist die Tatsache, dass die Krankheit im Gehirn schon wesentlich früher startet. Laut Werner Poewe liegt der Zeitpunkt bei mindestens zehn Jahren. Des Weiteren scheint ein entscheidender Hinweis die „REM-Schlafstörung“ zu sein. Wer also daran leidet, der erkrankt später sehr wahrscheinlich an Parkinson. In Zahlen ausgedrückt sind es 60 bis 80 Prozent, die innerhalb der nächsten fünf bis 15 Jahren mit der Erkrankung in Konflikt kommen. Um noch kurz die REM-Schlafstörung zu erklären: Man spricht davon, wenn ein Mensch seine Träume körperlich auslebt und der Mechanismus, der dies eigentlich unterdrücken sollte, nicht funktioniert. Der Betroffene schlägt dann in der Nacht um sich (je nach Traum stärker oder schwächer), was vor allem für den Partner gefährlich werden kann.

    Aufbau auf bestehende Erkenntnisse

    Der erwartete Durchbruch baut laut dem Mediziner auf den bisherigen Ergebnissen auf. Man kann bereits heute ein Risiko definieren, das unter anderem auf genetischen Merkmalen beruht. Aus dieser Möglichkeit heraus soll es in spätestens 20 Jahren einen deutlichen Schritt nach vorne geben, so wäre eine Verschiebung des Krankheitseintritts denkbar (fünf Jahre sollen es sein). Langfristig steckt man sich ein noch höheres Ziel und liegt darin, dass die Krankheit erst gar nicht ausbricht. Das Gehirn ist übrigens schon mit den ersten Anzeichen nicht mehr ganz gesund, doch zumindest sollen keine Symptome auftreten.

     

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  • Waldbaden – Energie und Kraft tanken

    Waldbaden – Energie und Kraft tanken

    Beim Waldbaden können Körper und Geist Energie und Kraft tanken. Aber der Aufenthalt im Wald ist ebenso gut für unseren Blutdruck und kann bei Depressionen hilfreich sein.

     

    Therapiemöglichkeit Waldbaden

    In Japan versteht die Bevölkerung unter Waldbaden den Aufenthalt im Wald. Atmen Sie die klare nach Tannennadeln duftende Luft ein. Spüren Sie den moosweich federnden Waldboden unterhalb Ihrer Füße. Schauen Sie dabei zum Himmel und lassen Sie sich einfach treiben. Denn ein Spaziergang im Wald kann eine äußerst erfrischende Wirkung haben. Genießen Sie die Natur mit all Ihren Sinnen. Ärzte aus Japan reden hier vom Waldbaden.

    In ihrer Heimat prägte sich die Bezeichnung Shinrin-Yoku ein. Shinrin-Yoku zählt von Beginn der 1980er Jahre zur Gesundheitsvorsorge. Insbesondere unter Stress stehende Menschen aus Großstädten bekommen den Waldaufenthalt verordnet. Dazu existieren in den USA wie auch in Japan 50 Waldtherapiezentren.

     

    Zahlreiche Studien beweisen: Waldbaden lässt uns Energie und Kraft tanken

    Wie eine Vielzahl von Studien des an der Nippon Medical School Tokio forschenden Umweltimmunologen Qing Li zeigt, lassen sich durch Waldaufenthalte Depressionen und Ängste mindern. Ferner können sich der Cortisolspiegel wie auch Blutdruck senken. Beispielsweise kann nach 15 Minuten Aufenthalt im Wald der Blutdruck um zwei Prozent und der Puls um vier Prozent sinken. Außerdem lässt sich ein Absinken des Cortisolspiegels um sagenhafte 16 Prozent nachweisen.

    Zudem gibt es Spekulationen in Bezug auf das Einatmen von Phytonziden. Dabei handelt es sich um antibiotisch wirksame Abwehrstoffe. Vermutlich können sie natürliche Killerzellen beim Menschen anregen. Folglich stärkt dies das Immunsystem. Sofern sich kein Wald in unmittelbarer Nähe befindet, kann auch ein Stadtpark mit zahlreichen Bäumen gleiche Wirkungen hervorrufen. Binnen zwei Stunden können Symptome von Depressionen und Ängsten abnehmen. Aber auch mit einer Erhöhung der Vitalität ist zu rechnen.

     

    Tipps für das Waldbaden

    Falls ein ganzer Tag für einen Waldbesuch möglich ist, empfiehlt sich ein Aufenthalt von vier Stunden. Ergänzend positiv wirkt sich eine Wanderung von rund fünf Kilometern aus. Sofern Sie sich zwei Stunden im Wald aufhalten, sollten Sie zusätzlich zweieinhalb Kilometer laufen. Wenn Müdigkeit auftritt, ist ein Ausruhen überall möglich. Vergessen Sie nicht, genügend Wasser und Tee mitzunehmen.

  • Mit Sport aufhören – das sind die Folgen!

    Mit Sport aufhören – das sind die Folgen!

    Jeder Mensch weiß um die positiven Auswirkungen von Sport. Wer welchen betreibt, der lebt in der Regel gesünder und hat auch mehr Ausdauer. Verzichtet man darauf beziehungsweise generell auf körperliche Aktivitäten, dann schlägt es auf den Körper und auf die Psyche nieder. Doch was passiert eigentlich, wenn jemand mit dem Sport aufhört? Diese Frage ist weitestgehend unerforscht, was die Forscher der University of Adelaide zur Durchführung einer speziellen Studie bewegte. In der Untersuchung wollte man natürlich so viel wie möglich herausfinden, beispielsweise wie schnell eventuelle Folgen eintreten. Das Ergebnis ist erstaunlich und zeigt, wie wichtig Sport ist.

    Die Studie

    An der Untersuchung nahmen insgesamt 152 erwachsene Menschen teil, 50 von ihnen waren weiblich. Jeder der Probanden hat vor der Studie drei Monate trainiert, wobei jede Einheit 30 Minuten dauerte und die Häufigkeit bei drei Mal in der Woche lag (dies war die Mindestvorgabe). Danach folgte ein abrupter Stopp, niemand durfte mehr einer körperlichen Aktivität nachgehen. Überraschenderweise kam es bei manchen schon nach drei Tagen zu Folgen auf die psychische Gesundheit, denn die depressiven Symptome waren signifikant erhöht. Diese Aussage stammt von Prof. Bernhard Baune, der sowohl Studienautor als auch Leiter der Psychiatrie ist (an der bereits genannten University of Adelaide). Andere Studien nahmen zwar auch eine schnelle Reaktion wahr, bei ihnen kam es allerdings erst nach rund zwei Wochen zu den depressiven Symptomen. Diese Unterschiede zeigen, dass es auf diesem Gebiet noch sehr viel zu erforschen gibt.

    Weibliche Teilnehmerinnen waren eher betroffen

    Die negativen Auswirkungen bekamen die Damen der Studie eher zu spüren beziehungsweise sie litten stärker darunter. Gründe dafür kann man bislang nicht nennen, auch zum genauen Verlauf gibt es noch keine zuverlässigen Aussagen. Man weiß also nicht, warum es bei Abbruch des Trainings zu den depressiven Symptomen kommt.

    Dafür beweist die Untersuchung etwas anderes: Sport oder körperliche Aktivitäten sind ein Muss für die physische und mentale Gesundheit. Studien besagen außerdem, dass es dadurch zu einer Linderung kommen kann, sofern jemand unter Depressionen leidet. Wie auch immer weitere Forschungen ausgehen, Sport ist und bleibt ein wichtiger Faktor im Leben.

     

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  • Asthma und COPD – Schutz vor kalter Luft für Ihre Atemwege

    Asthma und COPD – Schutz vor kalter Luft für Ihre Atemwege

    Lungenpatienten mit Asthma und COPD leiden gerade im Winter unter trockener, kalter Luft. Eisiger Wind und Minusgrade führen zu ernsten Problemen. Sie leiden erheblich unter Atembeschwerden. Dabei nehmen diese Symptome stetig zu.

     

    Was in den Atemwegen bei Patienten mit Asthma und COPD geschieht

    Herrschen Temperaturen im Minusbereich, kann trockene, kalte Luft ungehindert in Ihre Atemwege strömen. Dadurch reagieren Ihre Bronchien auf den Einfluss der kalten Luft. Und zwar ziehen sie sich zusammen. Während dieser Vorgang für gesunde Personen weniger gefährlich ist, kann er für Patienten mit Asthma und COPD ein erhöhtes Risiko bergen.

    Denn bei einer vorliegenden chronischen Atemwegserkrankung sind die Bronchien ohnehin verengt. Jene ziehen sich in diesem Fall noch stärker zusammen. Demzufolge wird die Zufuhr von Sauerstoff erheblich behindert. Bedingt durch die trockene Luft nimmt der Hustenreiz weiter zu. Folglich müssen Sie als COPD-Betroffener mit einem enormen Risiko für erhöhte Atemnot sowie Exazerbationen rechnen.

     

    So können Sie sich vor der Zufuhr kalter Luft schützen

    Sofern Sie COPD-Patient im fortgeschrittenen Stadium sind, ist es ratsam, auf sportliche Aktivitäten sowie länger dauernde Wanderungen bei sehr starker Kälte zu verzichten. Allerdings dürfen auch Sie zu einem Spaziergang im Freien aufbrechen. Schützen Sie sich zudem genügend, brauchen Sie sich vor der Kälte nicht fürchten.

    Ausreichenden Schutz gegen die kalte Winterluft bietet das Trinken einer Tasse heißen Tees vor Verlassen des Hauses. Vergessen Sie nicht während Ihres Spaziergangs im Winter nicht, Ihren Schal um Nase und Mund zu wickeln. Dann können Sie durch diesen atmen. Denn der Schal erwärmt die Luft und erhöht deren Feuchtigkeit.

    Für Spaziergänge eignet sich am besten der Wald. Denn hier herrscht besonders saubere Luft. Ein weiterer Vorteil von Waldspaziergängen ist die von Pflanzen und Bäumen teilweise absorbierende Feuchtigkeit. Bevor Sie das Haus verlassen, tragen Sie Ihr Notfallmedikament stets bei sich! Treten unerwartet zunehmende Beschwerden während Ihres Aufenthalts im Freien auf, können Sie schneller reagieren.

    Tipp

    Jedoch sollten Sie auf keinen Fall im Winter gänzlich auf Bewegung verzichten! Wenn die kalte Luft im Freien Ihre Atemwege zu stark reizt, absolvieren Sie Ihr Sportprogramm drinnen.

  • Husten – dann muss man zum Doktor

    Husten – dann muss man zum Doktor

    In den kühlen Monaten erwarten uns nicht nur Schnee und niedrige Temperaturen, viele Menschen erleiden auch einen Atemwegsinfekt. Das liegt daran, weil dieser durch Feuchtigkeit und Kälte begünstigt wird. Fakt ist auch, dass die meisten Arztbesuche von einer akuten Bronchitis ausgehen. Vor einer solchen Infektion ist natürlich niemand sicher, man kann lediglich sein Immunsystem stärken. Sollte es einem trotzdem irgendwann erwischen, dann gibt es zumindest ein paar Hilfsmittel. Man soll zum Beispiel nicht nur den Mund, sondern durch die Nase atmen. Die Flimmerhärchen stellen eine Art Schutz da, sie machen es den unerwünschten Eindringlingen zusätzlich schwer. In der Regel ist ein solcher Atemwegsinfekt keine Gefahr, mit den richtigen Tipps vom Arzt verschwindet dieser wieder. Doch dies ist nicht immer so, in Ausnahmefällen kann es zu einer sogenannten Superinfektion kommen.

    Bei diesen Symptomen ab zum Doktor

    Haben es die Viren in den Körper geschafft, dann nehmen sie sich zuerst den Nasen-Rachen-Raum vor. Bemerkt man anschließend ein Brennen im Hals beziehungsweise in der Luftröhre, dann ist es ein Anzeichen dafür, dass die Entzündung schon die nächste Station erreicht hat. Anschließend geht es noch an die Bronchien, wobei in diesem Fall Husten eine typische Folge des Infekts ist. Genau hier entscheidet sich aber auch, ob eine Gefahr besteht oder nicht. Wird der Husten von einem klarem Auswurf begleitet, so handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen viralen Atemwegsinfekt. Dieser ist meist ungefährlich und erfordert unter anderem Bettruhe. Wird der Auswurf aber von einer gelblichen Farbe begleitet, dann ist wohl eine bakterielle Superinfektion die Ursache.

    In so einem Fall ist ein Arztbesuch Pflicht. Man sollte auch keine Selbstexperimente durchführen, denn bakterielle Erkrankungen haben oft einen schwierigeren Verlauf.

    Lungenentzündung

    Die Bronchien sind leider nicht die letzte Station, unter Umständen kann die Entzündung noch weiter nach unten rutschen und eine Lungenentzündung auslösen (Pneumonie). Während man eine bakterielle Lungenentzündung mit Antibiotika behandelt (ein Arztbesuch ist auch hier Pflicht), steht bei einer viralen Pneumonie die Linderung der Symptome im Vordergrund. Die eigentliche Bekämpfung der Viren übernimmt in diesem Fall das körpereigene Immunsystem.

    Bei Unsicherheit nichts riskieren

    Wer eine akute Bronchitis hat und nicht weiß, ob der Auswurf des Hustens klar oder verfärbt ist, der sollte sich immer medizinischen Rat einholen. Verschreibt der Doktor keine Antibiotika, dann sind es zumindest Medikamente, die zu einer schnelleren Besserung beitragen. Man darf aber keine Angst davor haben, dass man „unnötig“ zum Arzt geht.

  • ICD-11 – Sucht nach Videospielen eine Krankheit?

    ICD-11 – Sucht nach Videospielen eine Krankheit?

    Die Sucht nach Videospielen soll laut WHO als Krankheit eingestuft werden. In der aktuellen Auflage der ICD-11 ist eine neue Kategorie geplant. Und zwar mit der Bezeichnung Gaming Disorder.

     

    Neue ICD-11 nimmt Sucht nach Videospielen als Krankheit auf

    Einige Videospiele können durchaus zur Förderung kognitiver Fähigkeiten beitragen. Wenn aber bestimmte Symptome einer Sucht vorliegen, kann in naher Zukunft nach ICD-11 eine Krankheit diagnostiziert werden. Und zwar eine so genannte Gaming Disorder.

    Bislang gilt die ICD-10 als bedeutsamstes System zur Klassifizierung von Krankheiten. Dieses ist auf der gesamten Welt anerkannt. Dabei geht es nicht einfach nur um ein Auflisten von gesundheitlichen Schwierigkeiten oder Krankheiten. Sondern um die Katalogisierung verschiedener medizinischer Diagnosen. Im Mai 2018 erscheint eine Neuauflage derselben, die ICD-11.

     

    Aktuell gültig – ICD-10

    Im Jahre 2016 gab die WHO die aktuell gültige ICD-10 heraus. Bereits im Vorfeld haben Sie die Möglichkeit, einen Blick in die ab Mai 2018 gültige ICD-11 zu werfen. Und zwar finden Sie neben der derzeit noch gültigen Klassifizierung auf der offiziellen Website der WHO eine Beta-Version vor. Darunter befindet sich auch eine Kategorie 06. Diese Kategorie enthält neben neurologischen Entwicklungsstörungen auch auf das Verhalten wie auf die Psyche bezogene Störungen. Demzufolge können Sie in der Beta-Version auch die neue Diagnose Gaming Disorder finden.

     

    Definition der Sucht nach Videospielen

    In den ICD-11 erfolgt eine weitere Unterteilung der Kategorien. Somit existieren beispielsweise Unterkategorien wie Störungen, die auf Suchtverhalten zurückzuführen sind. Diese wiederum untergliedern sich in Süchten nach Video- oder Computerspielen und Glücksspielen.

    Demzufolge handelt es sich bei dieser speziellen Spielsucht um ein stets wiederkehrendes und länger andauerndes Spielverhalten. Dabei erfolgt ein Spielen entweder offline oder online. Laut der Weltgesundheitsorganisation kann Gaming Disorder chronisch oder in Schüben auftreten. Bis zur Stellung einer endgültigen Diagnose kann ein Jahr vergehen. Sofern sämtliche Symptome in einer speziellen Schwere zum Tragen kommen, kann die Diagnostik auch binnen kürzerer Zeit möglich sein.

     

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