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  • Dreimonatskolik – Was sie auslöst und was dagegen hilft

    Dreimonatskolik – Was sie auslöst und was dagegen hilft

    Vielen Eltern sind Dreimonatskoliken ein schreckhafter Begriff. Wenn das Baby unkontrolliert und ohne erkennbaren Grund schreit und sich nicht beruhigen lässt, kann man sich relativ sicher sein, dass es unter den Beschwerden einer Dreimonatskolik leidet. Was der Auslöser für die starken Schmerzen sind und wie Sie Ihrem Baby helfen können, verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

    Was ist eine Dreimonatskolik?

    Mediziner sprechen von einer Dreimonatskolik, wenn der Säugling, der ansonsten kerngesund ist, ohne Grund anfängt zu schreien. Diese Attacken treten meist nach Mahlzeiten und in den Abendstunden ein. Während die Schreianfälle für das Kind total unbedenklich sind, verzweifeln viele Eltern beinahe, wenn ihr Kind an einer Kolik leidet.

    Neben dem Schreien ist auch Unruhe ein Symptom einer Dreimonatskolik. Die betroffenen Kinder haben oft einen aufgeblähten Bauch und leiden unter Schmerzen im Magen-Darm-Bereich.

    Meistens entstehen Dreimonatskoliken während der zweiten Lebenswoche. Bis zum Ende des dritten Lebensmonats lassen sie in der Regel wieder nach. In Einzelfällen kann eine Dreimonatskolik aber auch das komplette erste Lebensjahr andauern.

    Wie entsteht eine Dreimonatskolik?

    Ob es sich bei der Dreimonatskolik tatsächlich um eine Krankheit handelt, darüber sind sich Experten immer noch nicht sicher. Viel häufig werden die Koliken, die die Säuglinge vor allem in den ersten drei Monaten ihres Lebens heimsuchen, als Allgemeinzustand beschrieben. Ärzte sehen inzwischen verschiedene Faktoren als Ursachen für eine Dreimonatskolik an. Zu diesen gehören unter anderem:

    • Schlucken von zu viel Luft beim Trinken
    • Unausgereifte Darmflora
    • Störung der magen-Darm-Motorik
    • Psycho-soziale Schwierigkeiten zwischen Kind und Eltern

    Viele Kinderärzte gehen davon aus, dass nicht ein Faktor allein, sondern das Zusammenspiel vieler für die Dreimonatskoliken verantwortlich ist.

    Was können Eltern gegen Dreimonatskoliken tun?

    Wer seinem Baby helfen will, die schmerzhaften Krämpfe und Blähungen zu überstehen, kann dies auf verschiedenen Wegen tun.

    Einer davon ist, die Koliken gar nicht erst entstehen zu lassen. Da sich Mediziner jedoch wie bereits erwähnt noch immer nicht sicher sind, was genau die Schmerzen bei den Säuglingen auslöst, ist dies leider leichter gesagt als getan. Vor allem Kinder, die mit der Flasche ernährt werden, schlucken beim Trinken viel Luft. Um dies zu vermeiden, sollten Sie daher darauf achten, dass die Blasen, die bei der Zubereitung der Milch entstehen, verschwinden, ehe Sie Ihr Kind füttern. Auch eine entspannte Stimmung, die das Kind nicht animiert, hektisch zu trinken, hilft, um die Aufnahme der Luft zu minimieren.

    Wenn Sie Ihrem Kind nicht die Flasche geben, sondern es stillen, kann es von Vorteil sein, wenn Sie während dieser Zeit auf den Verzehr von blähenden Lebensmitteln verzichten. Hierzu gehören vor allem Kohlarten und Hülsenfrüchte.

    Darüber helfen oftmals auch leichte Massagen. Dazu streichen Sie sanft im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel Ihres Kindes herum. Unterstützt wird die Wirkung durch Wärme. Sorgen Sie also unbedingt dafür, dass Ihre Hände während der Massage angenehm warm sind. Allgemein ist Wärme (in Form eines Körnerkissens oder einer Wärmflasche) immer hilfreich, da sie den Prozess der Verdauung anregt und unterstützt.

    Ein wahres Hausmittel gegen Dreimonatskoliken ist Kümmel- und Fencheltee. Dieser kann entweder zur Flaschenmahlzeit hinzugegeben oder einzeln verabreicht werden.

    Kümmel ist auch in verschiedenen Salben enthalten, die Sie in der Apotheke kaufen können. Eine davon ist die Windsalbe, die sich bereits seit Generationen als Mittel gegen Dreimonatskoliken bewährt. Die Salbe, die stark nach Kümmel riecht, wird sanft auf den Bauch aufgetragen und kann auch mit einer Massage kombiniert werden.

    Methoden und Mittel gegen Dreimonatskoliken

    • Fläschchen vor der Mahlzeit ruhen lassen, damit die Luftblasen verschwinden
    • Eine entspannte Grundstimmung während der Mahlzeit, um hektisches Trinken zu vermeiden
    • Verzicht auf blähende Lebensmittel während der Stillzeit
    • Massagen
    • Wärme
    • Kümmel- und Fencheltee
    • Windsalbe
    • Fliegergriff

    Oftmals hilft es auch einfach, wenn Sie sich als Betreuungsperson ablösen lassen. Säuglinge haben ein sehr sensibles Gespür für Stress und merken, wenn Ihre Nerven blank liegen. Ein neuer Aufpasser, der wesentlich entspannter ist, schafft es häufig viel besser, das Kind wieder zu beruhigen.

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  • Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Die Reizblase oder auch hyperaktive Blase kann per Ultraschall oder im Labor nachgewiesen werden. Typisch für die Reizblase ist es, pro Toilettengang nur geringe Harnmengen abzulassen. Auch ein gehäuftes Wasserlassen während der Nacht ist kennzeichnend für eine Reizblase. In der Regel leiden wesentlich mehr Frauen als Männer unter diesem Phänomen.

    Gründe für die Reizblase

    Die Gründe, weshalb es zur Reizblase kommen kann, sind sehr vielschichtig gelagert.

    Hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre

    Die hormonell bedingten Veränderungen im Laufe der Wechseljahre können zum Weichmachen des Bindegewebes beitragen, womit der Beckenboden stark geschwächt wird. Der Blasenschließmuskel verliert so seinen Halt. Senkt sich zusätzlich die Gebärmutter, übt diese Druck auf die Blase auf.

    Aber auch körperliche Veränderungen im Verlaufe einer Schwangerschaft und während der Geburt tragen zu einem Verlust der Straffheit der Blasenmuskulatur bei.

    Häufige Entzündungen der Blase und Stress

    Die Blasenschleimhaut von Personen, die gehäuft an einer Blasenentzündung leiden, reagiert in der Regel äußerst empfindlich. Darüber hinaus tragen stressbedingte nervliche Überreizungen zur Entwicklung einer Reizblase bei. Wird der menschliche Körper ständig überlastet, fällt stets die schwächste Stelle zuerst aus. Bei den meisten Menschen ist dies der Darm, bei vielen jedoch die Blase. Sofern keine baldige Entspannung erfolgt, kommt es zu einer Schließung des Teufelskreises. Jetzt genügt allein der bloße Gedanke an eine nicht vorhandene Toilette und die Katastrophe ist perfekt.

    Wirksame Maßnahmen bei Reizblase

    So umfangreich wie die Ursachen für die Entstehung der Reizblase sind, so vielschichtig kann auch Einfluss auf dieses Phänomen genommen werden. Zur Reduzierung stressbedingter Beschwerden und Entkrampfung der Reizblase können homöopathische Mittel beitragen. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminen des B-Komplexes sowie des Schüssler Salzes Magnesium phosphoricum tragen zur Stärkung der Nerven und allgemeinen Entspannung bei. Magnesium wie auch Vitamine wirken sich positiv auf die Beeinflussung von Übermittlungsproblemen zwischen Blase und Gehirn aus. Eine natürliche Unterstützung erfährt die Blase dabei durch eine Ernährung, welche eine hohe Menge an

    • Bananen
    • Naturreis
    • Nüssen
    • Soja
    • Vollkornprodukten
    • Weizen

    enthält. Zwischendurch dürfen gern Kerbe des steierischen Öl Kürbis geknabbert werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe von zwei Esslöffeln am Tag haben eine stärkende und zugleich beruhigende Wirkung, insbesondere auf die weibliche Reizblase.

    Weitere hilfreiche Maßnahmen bei einer Reizblase

    Eine gereizte Blase lässt sich auch durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besänftigen. Viele von einer Reizblase betroffene Personen neigen dazu, weniger zu trinken und erliegen damit dem Irrglauben, dem Problem der Reizblase Abhilfe zu schaffen. Allerdings erreichen sie damit nur das Gegenteil. Die Blase muss durch die geringere Flüssigkeitszufuhr keine großen Mengen mehr fassen. Dadurch kommt es zur Schrumpfung der Muskelschicht der Blasenwand, woraus ein noch früherer Harndrang resultiert. Bedingt durch den Mangel an Flüssigkeit erfährt der Harn eine höhere Konzentration, die Blasenschleimhaut wird zusätzlich gereizt. Auch Personen, die bislang nicht mehr als 0,35 ml je Kilogramm Körpergewicht zu sich nahmen, sollten in Zukunft zur Stärkung ihrer Blasenmuskulatur ihre pro Tag Trinkmenge stetig steigern. Dass ausreichend getrunken wurde ist daran ersichtlich, wenn sich der Urin blass- bis goldgelb verfärbt.

    Getrunken werden sollten bestenfalls Wasser und Kräutertees. Letztere weisen eine heilende und entkrampfende Wirkung auf die Harnorgane auf. Besonders geeignet sind hier Kräuter wie
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    • Bärentraube
    • Hagebutte
    • Ackerschachtelhalm
    • Goldrute

    Wer sich für das Kraut Goldrute entscheidet, kann eine schnellere Wirksamkeit durch die Verwendung hochdosierter Brausetabletten erzielen. Damit wird der Harndrang vermindert und gleichzeitig die Blase trainiert.

    Gute Ergebnisse können auch durch die zusätzliche Wärmezufuhr erzielt werden. Hierfür wird wahlweise

    • ein feuchtwarmer Wickel
    • eine Wärmflasche
    • ein erhitztes Kirschkernkissen

    auf den Unterleib gelegt. Die Wärme hilft der überforderten Bauchmuskulatur dabei, sich leichter zu entspannen.

    Auf bestimmte Reizstoffe wie zum Beispiel Alkohol, Kaffee, Nikotin und schwarzem Tee sollte bei einer vorliegenden Neigung zur Reizblase unbedingt verzichtet werden. Diese tragen zur weiteren Irritation des ohnehin angeschlagenen Nervensystems bei und sind maßgeblich an der Gefährdung des verbesserten Informationsaustausches zwischen der Blase und dem Gehirn beteiligt.

    Bild: © Depositphotos.com / ruigsantos

  • Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Wie sie entstehen und was Sie dagegen tun können

    Eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine wundervolle Erfahrung, die mit vielen schönen Momenten und Erlebnissen verbunden ist. Trotzdem kann nicht davon gesprochen werden, dass die neun Monate ausschließlich positiv verlaufen. Einer dieser negativen Aspekte sind Dehnungsstreifen, die in der Fachsprache auch Striae gravidarum genannt werden. Rund 70 bis 90 % aller schwangeren Frauen sind von den unliebsamen Streifen an Bauch, Schenkeln und Hüften betroffen. Interessanterweise sind junge Mütter mehr von Schwangerschaftsstreifen betroffen als ältere. Das liegt unter anderem an dem unterschiedlichen Hormonspiegel. Außerdem haben junge Frauen einen instabileren Kollagenspiegel als ältere.

    Die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen

    Dehnungsstreifen entstehen durch die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Wenn der Körper innerhalb kurzer Zeit zunimmt – wie es nun einmal in der Schwangerschaft der Fall ist – dehnt sich die Haut und bildet dabei die meist vertikal verlaufenden Streifen, die auch als Dehnungsstreifen bezeichnet werden. Schwangerschaftsstreifen heben sich deutlich von der restlichen Haut ab, da sie zum Teil intensiv rosa oder auch rot sein können. Das kommt daher, dass die Haut im Bereich der Schwangerschaftsstreifen dünner geworden ist und nun die Blutgefäße durchschimmern können. Das Problem: Wer einmal Schwangerschaftsstreifen hatte, bekommt diese nie wieder los. Auch wenn die Farbe die Schwangerschaftsstreifen mit der Zeit verblassen, werden sie immer als schmale weiße Streifen zu sehen sein.

    Hautpartien, die besonders von Dehnungsstreifen betroffen sind:

    • Bauch (Unterbauch)
    • Oberschenkel
    • Unterschenkel
    • Po
    • Hüften
    • Brüste
    • Oberarme

    Generell gilt: Je mehr Sie während der Schwangerschaft zunehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Auch bei Müttern, die mehr als nur ein Kind erwarten, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Ebenfalls problematisch ist ein schwaches Bindegewebe.

    Wie kann man Schwangerschaftsstreifen verhindern?

    Vorweg gleich die schlechte Nachricht: Wer für Schwangerschaftsstreifen prädestiniert ist, wird es schwer haben, die Streifen zu verhindern. Cremes und Öle, die häufig in der Werbung angepriesen werden, können daran auch nichts ändern, da sie nur auf der oberen Hautschicht wirken. Schwangerschaftsstreifen bilden sich jedoch in der Schicht darunter. Trotzdem gibt es einige Tipps, die Sie befolgen können, um das Risiko der Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden.

    Die effektivste Methode gegen Schwangerschaftsstreifen ist es, auf seine Ernährung zu achten. Wenn Sie während der Schwangerschaft nicht wie ein Hefekloß aufgehen, besteht auch die Chance, keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Sie neun Monate lang hungern soll. Das wäre nicht nur für Sie, sondern auch Ihr Baby lebensgefährlich. Viel sinnvoller ist es, auf seine Ernährung zu achten und ausreichend Obst und Gemüse zu essen. Auf diese Weise verhindern Sie die zusätzliche Ablagerung von Fett und können die Dehnung der Haut zumindest ein Stück weit beeinflussen.

    Darüber hinaus sollten Sie auch immer darauf achten, Ihrem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Wasser sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig und elastisch bleibt. Auch das kann dabei helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Wenn Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun wollen, sollten Sie daher täglich mindestens acht Gläser Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

    Neben der Ernährung können auch andere Anwendungen mitunter geringe Erfolge versprechen. Eine Erfolgs-Garantie kann jedoch nicht ausgesprochen werden. Viele werdende Mütter schwören dennoch auf unterschiedliche Methoden, um Ihre Haut elastisch zu halten und die Durchblutung zu fördern.

    Eine der gängigsten Anwendungen ist die sogenannte Zupf-Massage, bei der kleine Hautpartien zupfartig massiert werden. Diese Anwendung ist jedoch in der letzten Phase der Schwangerschaft – dann wenn die Schwangerschaftsstreifen am meisten entstehen – eher ungeeignet. Eine andere Methode ist das Bürsten der betroffenen Hautpartien. Hierzu können unter anderem ein Massagenhandschuh oder ein Luffaschwamm verwendet werden. Auch Peelings können kleine Erfolge mit sich bringen.

    Methoden, um Schwangerschaftsstreifen zu verhindern:

    • Ausgewogene Ernährung
    • Viel trinken
    • Zupf-Massage
    • Bürsten mit Massagehandschuh oder Luffaschwamm
    • Peelings

    Bild: © Depositphotos.com / photographyMK

  • Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Sodbrennen – das unangenehme und teilweise auch überaus schmerzhafte Brennen, das sich vom Magen aus seinen Weg die Speiseröhre hinaus bahnt – ist eine Beschwerde, unter der viele Menschen leiden. Wer gelegentlich Sodbrennen hat, sollte unbedingt versuchen, eine chronische Erkrankung zu vermeiden. Sodbrennen kann nämlich sehr schädlich für den Magen und die Speiseröhre sein. Verschiedene Hausmittel gegen Sodbrennen können dabei helfen, die Beschwerden einzugrenzen oder sogar gänzlich zu beseitigen

    Wie erkenne ich, dass ich Sodbrennen habe?

    Die oben gestellte Frage hat jeder, der von Sodbrennen geplagt wird, mindestens schon einmal gehört. Viele, die nicht betroffen sind, können sich nicht vorstellen, wie sich Sodbrennen anfühlt und sind deswegen verunsichert. Die Antwort „Du merkst es schon, wenn es soweit ist.“ ist für die wenigstens befriedigend.

    Die typischen Symptome von Sodbrennen sind vielseitiger, als manche denken. Sie reichen von einem unangenehmen und teils schmerzhaften Stechen in der Brust über Übelkeit bis hin zu spontanem Erbrechen. All diese Symptome von Sodbrennen sind das Resultat vom Aufsteigen der Magensäure in die Speiseröhre. Normalerweise wird dies verhindert, indem der Übergang von der Speiseröhre in den Magen nach der Nahrungsaufnahme verschlossen wird.

    Die Ursache für Sodbrennen ist ein Ungleichgewicht in der Produktion von Magensäure. Wer davon ausgeht, dass Sodbrennen ausschließlich eine Folge der Überproduktion der Säure ist, der irrt. Paradoxerweise leiden auch Menschen mit einer Unterproduktion der Magensäure an Sodbrennen. Auch Stress und eine ungesunde Ernährung führen häufig dazu, dass es zum Sodbrennen kommt.

    Vorsicht vor chronischem Sodbrennen

    Während gelegentliches Sodbrennen zwar unangenehm, aber nicht gefährlich ist, verhält es sich mit einer chronischen Erkrankung ganz anders. In diesem Fall kann die aufsteigende Magensäure dazu führen, dass die Speiseröhre des Betroffenen dauerhaft beschädigt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sodbrennen immer behandelt und nie ignoriert wird. Ist das Sodbrennen erst einmal chronisch, wird es schwierig, die Beschwerden einzudämmen. In einem solchen Fall hilft meist nur noch eine medikamentöse Behandlung.

    Bewährte Hausmittel gegen Sodbrennen

    Während verschiedene Tabletten Pulver und Gele aus der Apotheke schnelle Hilfe versprechen, sind es oft einfache Hausmittel gegen Sodbrennen, die den besten Erfolg versprechen. Diese sind nicht nur günstig und meist schnell zur Hand, sondern schonen auch den Körper. Erfahren Sie hier, welche Hausmittel gegen Sodbrennen am besten wirken und was Sie immer im Haus haben sollten, falls Sie hin und wieder unter Sodbrennen leiden.

    #1 Weißbrot und andere stärkehaltige Lebensmittel

    Weißbrot (oder auch Toastbrot) ist ein Lebensmittel, das sehr viel Stärke enthält. Diese wiederum hilft dabei, überschüssige Magensäure buchstäblich aufzusaugen und somit zu verhindern, dass diese in die Speiseröhre steigt. Das gleiche Prinzip gilt für Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwieback oder Bananen. Das Tolle: All diese Nahrungsmittel gehören auf unseren täglichen Speiseplan und sind deswegen in der Regel immer schnell zur Hand, falls das Sodbrennen eintritt.

    #2 Natron

    Natron ist den meisten sicher als Back-Zutat bekannt. Das weiße Pulver ist jedoch auch ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen und wird als solches oft eingenommen, wenn das schmerzhafte Stechen in der Brust einsetzt. Das Geheimnis: Natron ist in der Lage, die Magensäure zu neutralisieren. Zur Behandlung von Sodbrennen müssen Sie lediglich einen Teelöffel Back-Natron zu sich nehmen und mit ausreichend Wasser herunterspülen. Das erfordert am Anfang ein wenig Überwindung, da das Natron eine ähnliche Konsistenz wie Mehl hat. Dass Sie danach häufig aufstoßen oder auch mal herzhaft rülpsen müssen, ist vollkommen normal, da das Natron im Magen Kohlendioxid bildet. Aus diesem Grund sollten Sie nicht allzu oft zum Back-Natron greifen.

    #3 Aufrecht schlafen

    Sodbrennen tritt häufig in der Nacht ein. Das liegt daran, dass die Magensäure besser fließen kann, wenn sich der Körper in einer waagerechten Position befindet. Wenn auch Sie nachts von Sodbrennen geplagt werden, hilft es oft schon, den Oberkörper etwas zu erhöhen. Dann läuft die aufsteigende Säure zurück in den Magen.

    Zu guter Letzt sollen noch ein paar Lebensmittel und Faktoren genannt werden, die Sodbrennen zusätzlich begünstigen. Wenn Sie diese umgehen, haben Sie gute Chancen, die Beschwerden des Sodbrennens weitestgehend einzugrenzen oder gar dauerhaft zu beseitigen.

    Lebensmittel und andere Faktoren, die Sodbrennen begünstigen:

    • Frittierte Lebensmittel
    • Fleisch
    • Milch(produkte)
    • Säurehaltige Früchte
    • Fertigprodukte
    • Scharfe Gewürze
    • Kaffee
    • Alkohol
    • Nikotin
    • Stress
    • Ungesunde Lebensweise
    • Übergewicht

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  • Hilfe bei Nierensteinen

    Hilfe bei Nierensteinen

    Die Nieren sind wichtige Entgiftungsorgane in unserem Körper. Sie sorgen dafür, dass mit dem Urin auch alle nicht benötigten Stoffe ausgeschieden werden. Anhand des diastolischen Blutdruckwertes (der zweite Wert) kann ermittelt werden, ob die Nieren einwandfrei funktionieren. Er sollte unter 100 liegen. Schmerzen im unteren Rücken können zwar auf Nierenprobleme hindeuten, allerdings gibt es auch tückische Erkrankungen, die keine Beschwerden verursachen. Kleine Nierensteine gehören dazu; häufig gehen sie unbemerkt mit dem Urin ab.

    Doch wer mit größeren Nierensteinen zu kämpfen hat, klagt meist über Nierenkoliken. Diese treten dann auf, wenn sich ein Nierenstein in Richtung Harnröhre bewegt, um das harnableitende System zu verlassen. Das sind sehr starke krampfartige Schmerzen, die in den unteren Rücken bis hin zum Bauchbereich ausstrahlen können.

    Nierensteine sind nicht nur unangenehm, sondern können für den betreffenden auch schwerwiegende Konsequenzen haben. Umso wichtiger ist die richtige Hilfe bei Nierensteinen. Ansonsten kann der Harnleiter verstopft werden, eine Stauung ist die Folge. Es kommt häufig zu Schmerzen beim Wasserlassen oder aber der Betroffene verspürt Harndrang, ohne jedoch viel Wasser lassen zu können.

    Woher kommen Nierensteine

    Die Ursache für Nierensteine kann in verschiedenen Faktoren liegen. Die Entstehung liegt letztlich in einer Überschreitung des sogenannten Löslichkeitsprodukts. Diskutiert werden genetische Veranlagungen oder falsche Ernährung. Hierdurch entstehen Konglomerate, die in der Regel die Harnwege passieren können. Überschreiten diese Konglomerate jedoch eine gewisse Größe, so spricht man von einem Harnstein, der somit festsitzt. Dies kann von starken Schmerzen begleitet sein, aber genauso auch unbemerkt bleiben. Zeichen für einen Nierenstein ist immer eine Hämaturie, also Spuren von Blut im Urin.

    Therapie von Nierensteinen

    Kleinen Nierensteinen ist eine gute Chance beigemessen, von selbst den Abgang über den Harnleiter zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, so ist eine Therapie der Nierensteine notwendig. Bei großen Nierensteinen ist so beispielsweise die Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) notwendig. Es handelt sich hierbei um den Versuch, die Nierensteine durch ein Endoskop, das über die Haut eingeführt wird, durch Stoßwellen zu zertrümmern. Weitere Therapien setzen ebenfalls bei der Zertrümmerung der Steine beispielsweise durch Laser ein. Außerhalb des Körpers wird auch häufig ein Verfahren angewandt, dass sich extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie (ESWL) nennt. Diese Maßnahmen erfolgen normalerweise ambulant, ein stationärer Aufenthalt ist nicht vorgesehen. Ein operativer Eingriff, der auf die Herausnahme der Nierensteine als Ganzes setzt, wird in der Regel nicht angewendet.

    Prophylaxe bei Nierensteinen

    Wer einmal an einem Nierenstein gelitten hat, der hat oftmals eine große Wahrscheinlichkeit wieder an Nierensteinen zu erkranken. Zur Verhütung dieser weiteren Steinbildung ist es besonders wichtig, die Ursache für die Steinbildung zu finden. Dies geschieht über eine detaillierte Betrachtung des Gesundheitszustandes, der Blutwerte, der Urinwerte und weiterer exogener Faktoren. Ebenfalls sollte der entfernte Stein untersucht werden. Ist die Ursache aufgespürt, sollte man neben der Abhilfe gegenüber dieser Ursache auch die Grundregel beachten, dass eine Erhöhung des Flüssigkeitsumlaufs sich letztlich positiv auswirken wird. Da Nierensteine letztlich Konglomerate sind, so liegt natürlich der Versuch nahe, diese Konglomerate zu verhindern. Die täglichen Lebensgewohnheiten sollten somit um einen hohen Flüssigkeitsumsatz ergänzt werden. Hier empfiehlt sich vor allem Mineralwasser und Tees.

    Als weiterer Anhaltspunkt dient aktuellen Studien zufolge auch ein ausreichendes Maß an Kalzium (1200 mg/Tag). Hierdurch kann die Bildung von Nierensteinen ebenfalls verhindert werden. Je nach Ursache der Steine ist, kann es sich im Versuch weitere Nierensteine zu verhindern um die Notwendigkeit handeln, die gesamte Lebensweise im Hinblick auf die Gesundheit einzustellen.

    Zu meidende Lebensmittel

    Neben den Ernährungstipps, die zu beachten sind, gibt es natürlich auch eine Reihe an Lebensmitteln, die von Personen zu einer Bildung von Nierensteinen neigen zu meiden sein sollten. Zu diesen Lebensmitteln gehören Salz, zu viel Eiweiß, Schokolade, Cola, Kaffee, Nüsse, Erdbeeren und Spinat. Nach einer stringenten Phase der Umstellung und einer Verhinderung der Steinbildung kann der Betroffene nach einer gewissen Zeitspanne teilweise aber wieder über einzelne Komponenten dieser Liste nachdenken.

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  • Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Die Niere ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Körper.  Es agiert als Filtrieranlage des Blutes und sorgt dafür, dass überschüssige Stoffe über den Urin ausgeschieden werden. Außerdem sind die Nieren die Produktions- und Aktivierungsstätten verschiedener Hormone, die ebenfalls einen großen Einfluss auf unseren Körper haben. Sind die Nieren gesund und funktionstüchtig, bemerken wir sie nicht. Dies ändert sich jedoch schnell, wenn die Organe im oberen Bauchraum krank werden. Eines der ersten Symptome sind dann dumpfe Schmerzen, die meist krampfartig auftreten.

    Viele Menschen sind sich häufig nicht bewusst, dass es ihre Nieren sind, die wehtun. Da sich diese in Höhe der unteren Rippen und in der Nähe der Wirbelsäule befinden und die Schmerzen meist nach unten ausgestrahlt werden, gehen viele davon aus, dass es sich um Rückenschmerzen handelt. Im Gegensatz zu diesen sind Nierenschmerzen jedoch bewegungsunabhängig und treten oft schub- oder krampfartig auf.

    Die Ursachen von Nierenschmerzen

    Die Ursachen für Schmerzen in den Nieren sind vielfältig und beschränken sich längst nicht nur auf eine herkömmliche Entzündung. Zu den häufigsten Gründen für Nierenschmerzen gehören:

    • Nierenbeckenentzündung: Diese tritt meist als Folge einer Blasenentzündung auf, wenn die Bakterien aus der Blase in die Nieren wandern. Neben starken Schmerzen sind Fieber, Schüttelfrost, Blut im Urin und häufiger Harndrang die Symptome. Besonders Frauen sind aufgrund der verkürzten Harnwege von Nierenbecken- und Blasenentzündungen betroffen.
    • Nierensteine: Die Schmerzen durch Nierensteine entstehen, weil diese den Weg zur Blase blockieren. Nierensteine sind das Produkt kristalliner Ablagerungen, zu denen unter anderem Salz gehört. Männer sind häufiger von dieser Krankheit betroffen als Frauen.
    • Nierentumore: Natürlich kann auch ein Tumor zu starken Schmerzen in den Nieren führen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie einen Tumor meist erst bemerken, wenn dieser im fortgeschrittenen Stadium ist. Am Anfang strahlt er keine Schmerzen aus.
    • Zysten-Nieren: Diese Erkrankung der Nieren, die ebenfalls mit Schmerzen einhergeht, ist meist erblich bedingt und kann im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.
    • Glomerulonephritis: Autoimmunkrankheiten, aber auch verschiedene Medikamente können dazu führen, dass sich die Nierenkörperchen, auch Glomeruli genannt, entzünden. Auch in diesem Fall treten teils starke Nierenschmerzen auf.
    • Chronisches Nierenversagen: Diese Form des Nierenversagens wird vor allem durch Diabetes oder Bluthochdruck ausgelöst. Doch auch langanhaltende Nierenbeckenentzündungen und Medikamente können zu einem chronischen Nierenversagen führen. Neben Schmerzen können auch schäumender oder blutiger Urin und Wassereinlagerungen in den Beinen Symptome für ein chronisches Nierenversagen sein. Oftmals bleibt die Erkrankung jedoch auch gänzlich unbemerkt.
    • Akutes Nierenversagen: Die Gründe für ein akutes Nierenversagen sind Nierensteine, hoher Blutverlust, Medikamente oder auch Gefäßverschlüsse. Innerhalb kürzester Zeit stellen die Nieren ihre Arbeit ein, was drastische Folgen für den Körper haben kann. Er reagiert dann nicht nur mit Nierenschmerzen, sondern auch mit anderen Symptomen, die leider nicht immer eindeutig sind. Der sichere Hinweis, dass ein akutes Nierenversagen vorliegt, ist die Einstellung der Urinproduktion. In diesem Fall besteht Lebensgefahr
    • Menstruationsbeschwerden: Einige Frauen, die über starke Menstruationsbeschwerden leiden, klagen häufig auch über Schmerzen in den Nieren. Diese sind jedoch harmlos und vergehen mit dem Abklingen der Periode.

    Bei Nierenschmerzen ist der Gang zum Arzt ist unverzichtbar

    Abgesehen von Nierenbeschwerden, die als Menstruationsbeschwerden auftreten und meist eindeutig kategorisiert werden können, sollten Sie das Wehtun der Organe immer zum Anlass nehmen, einen Arzt aufzusuchen. Sowohl Entzündungen und Nierensteine als auch chronisches und besonders akutes Nierenversagen sind ernstzunehmende Krankheiten, die zum Teil schwere Folgen mit sich bringen können.

    Um Beschwerden und Erkrankungen der Nieren, die meist mit starken Schmerzen einhergehen, zu vermeiden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

    • Halten Sie die Nieren immer warm
    • Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee
    • Verzichten Sie auf zu viel Salz in Ihren Speisen

    Wenn Sie die Signale Ihres Körpers ernstnehmen und sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung begeben, können Beschwerden der Nieren meist problemlos behandelt werden. Wichtig ist, dass die Schmerzen, die von den Organen ausgehen, als solche erkennen und nicht für herkömmliche Rückenschmerzen halten.

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