Schlagwort: Tee

  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

    Bild: © Depositphotos.com / redcarpett

  • Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Immer dann, wenn Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause kommen und nicht aufhören können, sich am Kopf zu kratzen, dann steht meist sehr schnell fest: Das Kind hat Kopfläuse mit nach Hause gebracht. Wenn die Eltern erfahren, dass es in Schule oder der Kindertagesstätte Läuse gibt, dann wird es Zeit den Kopf des Kindes sehr genau zu untersuchen, denn es kann sein, dass sich die kleinen Blutsauger auch beim eigenen Kind eingenistet haben. Aber Kopfläuse bei Kindern sind kein Grund für Panik, denn man kann die lästigen Plagegeister schnell, sicher und effektiv wieder loswerden.

    Wo sitzen die Kopfläuse?

    Dass sich Kopfläuse auf der Kopfhaut eingenistet haben, das lässt sich am starken Juckreiz erkennen, denn immer wenn die Laus eine neue Mahlzeit braucht, dann beißt sie ihren Wirt und spritzt dabei eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut. Wenn ein Kind sich kratzt, dann entstehen auf dem Kopf kleine Wunden, die sich entzünden können. Wenn der Verdacht besteht, dann muss so schnell wie eben möglich, etwas unternommen werden. Um festzustellen, ob das Kind Läuse hat, müssen die Eltern die Kopfhaut akribisch untersuchen und dabei besonders auf die Stellen hinter den Ohren, an den Schläfen und am Nacken achten, denn dort finden die Läuseweibchen die idealen Bedingungen für die Ablage der Eier.

    Kopfläuse erkennen

    Sich nur die Haare anzusehen, bringt nicht allzu viel, denn bei einer bloßen Sichtkontrolle wird nur jede dritte oder vierte Laus entdeckt. Die Haare sollten angefeuchtet und anschließend mit eine Pflegespülung behandelt werden, damit sich die Haare leichter durchkämmen lassen. Das funktioniert am besten mit einem speziellen Läusekamm, den es in der Apotheke oder im Sanitätshaus gibt. Die Haare werden dann Strähne für Strähne gekämmt, und dabei sollte der Läusekamm fest von der Kopfhaut bis zu den Spitzen durch das Haar gezogen werden. Nach jeder Strähne muss der Kamm auf einem weißen Küchentuch abgestreift werden, um zu sehen, ob Läuse, Larven und Eier erfasst wurden.

    Die Läuse haben sechs Beine, sie sind maximal drei Millimeter groß und haben eine gräuliche Farbe. Nur wenn sie unmittelbar vorher Blut getrunken haben, dann schimmern sie leicht rötlich. Die Larven sind ein wenig kleiner als die ausgewachsenen Läuse und sie sind nicht mobil, das heißt, sie können den Kopf ihres Wirtes noch nicht verlassen. Es ist sehr wichtig, dass diese Larven schnell entfernt werden, denn sobald die Läuse erwachsen werden, dann legen sie Eier, und zwar mehrmals am Tag.

    Kopfläuse behandeln

    Um Kopfläuse wieder loszuwerden, ist mehr als nur eine Behandlung notwendig, denn die Läuse wie auch die Larven sind leider sehr hartnäckig. Das Läusemittel muss nach der ersten Behandlung nach acht bis zehn Tagen noch einmal aufgetragen werden, und alle vier Tage müssen die Haare gründlich ausgekämmt werden. Läusemittel sind in der Apotheke frei verkäuflich, aber der Kinderarzt kann das Mittel auch verschreiben und dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Erfolg der Behandlung hängt immer davon ab, dass die Gebrauchsanweisung genau eingehalten wird, denn wenn zum Beispiel die Einwirkzeit verkürzt wird, dann stellt sich der gewünschte Erfolg leider nicht ein.

    Wichtig ist es, dass nach dem Auftragen des Läusemittels ein Frotteehandtuch fest um den Kopf gewickelt wird, denn nur dann können die Läuse auch aufgesaugt werden. Wichtig ist es aber auch, dass tatsächlich der ganze Kopf behandelt wird, denn wenn Teile ausgespart werden, dann nützt die ganze Behandlung nichts. Die Haare dürfen zudem nicht allzu nass sein, denn sonst wird das Läusemittel zu sehr verdünnt. Die zweite Behandlung muss unbedingt erfolgen, denn wenn bei der ersten Behandlung die Läuse und ihre Larven getötet werden, können die Eier dennoch immer vorhanden sein, und aus diesen Eiern schlüpfen immer wieder neue Läuse.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia

  • Herpangina – die unbekannte Kinderkrankheit

    Herpangina – die unbekannte Kinderkrankheit

    Wenn Kinder Fieber bekommen, über Bauchschmerzen und Schluckbeschwerden klagen, dann vermuten Eltern meist richtig, dass es sich um eine Kinderkrankheit handeln kann. Wenn sich zu diesen Symptomen dann auch noch Übelkeit und Bläschen im Mund gesellen, dann liegt der Verdacht nahe, dass sich das Kind mit Herpangina angesteckt haben könnte. Herpangina, die mit medizinischen Namen auch die Zahorsky-Krankheit genannt wird, ist eine meist harmlos verlaufende Virusinfektion. Sie verdankt ihren Namen den zwei bis drei Millimeter großen Bläschen, die das Aussehen von Lippenherpes haben, sich aber im hinteren Rachenraum befinden, wo sie für Probleme beim Schlucken sorgen und eine Mandelentzündung auslösen.

    Wie werden die Viren übertragen?

    Coxsackie-A-Viren – so heißen die Überträger der Herpangina, die vor allem im Trinkwasser, aber auch in verunreinigten Lebensmitteln zu finden sind. Die Viren suchen sich zunächst einen Ort im Körper, der drei Eigenschaften mitbringen muss, damit sich die Viren auch wirklich wohlfühlen: Er muss möglichst dunkel, feucht und dazu auch noch angenehm warm sein. Die besten Voraussetzungen bieten daher der Mund-Rachenraum und auch der Darm, und genau in diesen beiden Bereichen entsteht bedingt durch die Viren, die Herpangina. In sehr seltenen Fällen wandern die Viren auch durch den Körper und gelangen auf den Blutbahnen zu den Organen, wo sie dann Symptome hervorrufen. Gefährlich wird es, wenn das Virus zu den Hirnhäuten oder zum Gehirn selbst gelangt, denn das kann Entzündungen auslösen.

    Herpangina Symptome?

    Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Herpangina vergehen in der Regel zwischen zwei und sechs Tage, und damit hat die Krankheit anders als viele andere Kinderkrankheiten, eine relativ kurze Inkubationszeit. Zu den ersten Symptomen gehören hohes Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden. Die kleinen Patienten haben das Gefühl, als wäre ihr hinterer Rachenraum mit Samt ausgeschlagen, was von der Entzündung herrührt. Die nächsten Symptome sind die charakteristischen Bläschen, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Bläschen, die schnell als störend empfunden werden, platzen nach wenigen Stunden auf und werden dann zu schmerzhaften Geschwüren. Jetzt kommen auch Übelkeit und starke Bauchschmerzen dazu und der Rachen schmerzt bei jedem Schlucken. Nach einer, aber spätestens nach zwei Wochen, klingt die Herpangina dann wieder ab.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn der Arzt anhand der Symptome seine Diagnose stellt, dann können nur die Beschwerden gelindert werden, eine Therapie gegen die Kinderkrankheit gibt es bis heute leider nicht. Um es den kleinen Patienten so einfach und erträglich wie möglich zu machen, helfen folgende Maßnahmen:

    • Keine sauren oder scharf gewürzten Speisen
    • Viel Flüssigkeit, am besten geeignet sind Milch, Trinkjoghurt, Suppe oder eine milde Brühe
    • Keine Fruchtsäfte, denn die Fruchtsäure verstärkt den Schmerz im Mund und im Rachen
    • Dreimal täglich mit Salbei- oder Malventee gurgeln
    • Bei starken Schmerzen kann der Arzt ein leichtes Narkotikum verschreiben, wie Paracetamol oder Ibuprofen

    Zum Gurgeln eigenen sich auch ätherische Öle, auch Honig ist ein gutes Mittel, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu hemmen. Wenn sich gelbliche Beläge auf der Zunge bilden, dann kann das ein Zeichen für eine zusätzliche Infektion mit Bakterien sein, in diesem Fall wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben.

    Sollte das Kind über starke Kopfschmerzen klagen, benommen wirken oder auch wenn der Nacken steif wird, dann muss sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden, denn es besteht der Verdacht, dass es sich um eine Ausbreitung der Infektion und eventuell auch um eine Hirnhautentzündung handeln könnte.

    Varianten der Herpangina

    Nicht selten kommt es bei kleinen Kindern im Zusammenhang mit der Herpangina zur sogenannten Hand-Mund-Fuß-Krankheit, die durch eine Untergruppe der Herpangina Viren ausgelöst wird. Bei diese Variante der Kinderkrankheit zeigen sich die Bläschen auch an Händen und Füßen, sowie am oder im Mund. Dazu kommt leichtes Fieber, aber das Wohlbefinden wird kaum beeinträchtigt.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

    [content-egg-block template=offers_list]

  • TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    Immer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zur modernen, technisch hochgerüsteten Apparatemedizin und immer öfter fällt dabei die Wahl auf die traditionelle chinesische Medizin, kurz auch TCM genannt. Auch wenn es den Begriff traditionelle chinesische Medizin erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, die Verfahren, Behandlungen und Therapien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Die Chinesen nennen die TCM auch die Fünf-Elemente-Lehre und sie begründet sich auf die Lehren des Konfuzius. Heute ist TCM auch im Westen sehr populär, zu den bekanntesten Behandlungsformen gehört die Akupunktur. Die traditionelle chinesische Medizin hat aber noch mehr zu bieten.

    Was beinhaltet die traditionelle chinesische Medizin?

    TCM ist ein eigenständiges und sehr komplexes medizinisches System mit Diagnose- und mit Therapieverfahren. Die klassische Schulmedizin und TCM müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Schwere chronische Erkrankungen und auch Krankheiten wie Krebs müssen mithilfe der modernen Schulmedizin behandelt werden, aber wenn es zum Beispiel darum geht, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, dann ist die traditionelle chinesische Medizin eine große Hilfe. Auch von vielen Ärzten wird TCM heute als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet, die bei vielen Leiden helfen kann. Zum Einsatz kommt TCM unter anderem bei:

    • Rheumatischen Beschwerden
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Schmerzen nach Amputationen
    • Ischias und Hexenschuss
    • Muskelverspannungen
    • Erkältungen, Bronchitis und Asthma
    • Magenschleimhautentzündung
    • Niedrigem Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden
    • Allergien wie Heuschnupfen
    • Schlafstörungen
    • Blasenentzündungen

    Selbst Unfruchtbarkeit, Schuppenflechte oder Neurodermitis können mit den Methoden der traditionellen chinesischen Medizin erfolgreich behandelt werden.

    Wie funktioniert TCM?

    Die traditionelle chinesische Medizin funktioniert im Grunde nach einem sehr einfachen Prinzip: Sie hilft dem Körper dabei, sich selbst zu heilen. Durch gezielte Reize werden die natürlichen Heilkräfte praktisch geweckt und dann gestärkt. Von der klassischen Schulmedizin unterschiedet sich TCM in einigen Punkten. So wird immer der Körper als Ganzes gesehen und die Therapien zielen darauf ab, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert zum Beispiel durch Yin und Yang, aber auch durch Qi, die Lebensenergie. Wenn eine der Kräfte ungleich stärker oder schwächer wird, dann kann durch TCM das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

    Die Diagnose wird in der traditionellen chinesischen Medizin mit der Hilfe von vier Methoden gestellt.

    1. Die Befragung
    2. Die Betrachtung
    3. Das Hören und Riechen
    4. Das Betasten

    Wie in der Schulmedizin, so beruht auch die traditionelle chinesische Medizin auf einer gründlichen Anamnese und wenn es sich nicht um schwerwiegende Erkrankungen handelt, dann kann auch die Behandlung mit TCM durchgeführt werden.

    Die Medizin der Gegensätze

    Balance und Ausgeglichenheit sind die Eckpfeiler der traditionellen chinesischen Medizin. Wer friert, der wird mit Wärme behandelt, wer schwitzt, mit Kälte. Ist der Körper schwach, dann wird er angeregt, ist er aber überaktiv, dann wird er beruhigt. Eine wichtige Rolle nimmt die Therapie mit traditionellen Arzneimittel ein. Die Grundlagen dieser Arzneimittel sind immer natürlichen Ursprungs und können sowohl tierisch als auch pflanzlich sein. Verschiedene Stoffe, die sich aber ergänzen, werden gemischt und dann zum Beispiel als Tee aufgebrüht und getrunken. Alle Tees, die Verwendung finden, werden zunächst in kaltes klares Wasser gegeben, dann zweimal aufgekocht und schließlich abgegossen.

    Auch die äußere Anwendung von Hilfsmitteln ist in der TCM ein wichtiger Bestandteil. Akupunktur ist eine der bekanntesten Therapieformen, die auch in der Schulmedizin ihren Platz gefunden hat. Jeder Mensch hat bestimmte Akupunkturpunkte und über diese Punkte können mit der Hilfe von Nadeln der Organismus, aber auch einzelne Organe beeinflusst werden. Verstärkt wird die Akupunktur durch das Abbrennen der sogenannten Moxa-Wolle, die an den Nadeln abgebrannt wird. Die erhitzten Nadeln werden unter anderem bei kalten Füßen oder Händen eingesetzt. Auch wenn es um eine Narkose geht, dann ist Akupunktur heute ein bewährtes Mittel und macht so manches Narkotikum überflüssig.

    Bild: © Depositphotos.com / jochenschneider

  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

    Bild: © Depositphotos.com / KirillM

  • Welche Hausmittel helfen beim Gerstenkorn?

    Welche Hausmittel helfen beim Gerstenkorn?

    Wenn ein Auge juckt, tränt oder brennt, dann kann die Ursache ein sogenanntes Gerstenkorn sein. Die erste Reaktion auf Probleme im Auge ist immer, dass man mit dem Finger reibt, wenn das jedoch bei einem beginnenden Gerstenkorn geschieht, dann wird alles nur noch schlimmer. Auch wenn Gerstenkorn eher harmlos klingt, die Infektion am Auge ist sehr schmerzhaft. Wie kann eine Gerstenkorn Infektion überhaupt entstehen und wie kann sie behandelt werden? Gibt es vielleicht Hausmittel, die dabei helfen können, das Gerstenkorn wieder loszuwerden?

    Was genau ist ein Gerstenkorn?

    Der medizinische Ausdruck für das Gerstenkorn lautet Hordeolum. Dabei handelt es sich um eine Entzündung am Auge, in deren Folge das Auge stark eitert. Ein Gerstenkorn kann an der Innenseite des Auges, aber auch an der Kante des Lids auftreten, und schuld an der Infektion sind Bakterien vom Stamm der Staphylokokken, die in den Talg- und Schweißdrüsen zu finden sind. Durch die Bakterien können die Drüsen nicht mehr wie gewohnt arbeiten und das Auge wird nicht mehr vor Umwelteinflüssen, Kälte, Hitze und vor zu grellem Licht geschützt.

    Dass eine Erkrankung des Auges vorliegt, das wird an einem entzündeten Augenlid und an einem Abszess sichtbar, dem besagten Gerstenkorn. Immer dann, wenn sich das Gerstenkorn öffnet und der Eiter abfließen kann, dann klingen die Symptome ab und das Auge heilt wieder. Eine besondere Behandlung durch den Augenarzt ist in den seltensten Fällen notwendig, aber es gibt bewährte Hausmittel, die effektiv helfen können.

    Welche Hausmittel helfen bei einem Gerstenkorn?

    Wenn ein Gerstenkorn besonders schmerzhaft und hartnäckig ist, dann ist es eine gute Entscheidung, zu einem Arzt zu gehen. Der Arzt wird eine antibiotische Salbe oder Tropfen verschreiben, die das Auge zum einen wieder abschwellen lassen und die zum anderen die Infektion bekämpfen. Wenn das Gerstenkorn aber wenig Probleme bereitet, dann sollte man es mit Hausmitteln behandeln. Zu den erprobten Hausmitteln gehören Bockshornkleesamen, aber auch Kamille und Fenchel. Ein Esslöffel des Bockshornkleesamens wird mit ein wenig aufgekochtem Wasser zu einem Brei verrührt, der anschließend abkühlen muss. Dann wird der Brei auf ein sauberes Leinentuch gegeben und das Tuch kommt für eine gute halbe Stunde auf das entzündete Auge.

    Wirksam ist auch Fenchel- oder Kamillentee. Den Teebeutel mit kochendem Wasser überbrühen, abkühlen lassen und dann auf das Gerstenkorn legen. In der Apotheke kann man Augentrost kaufen. Zwei gehäufte Teelöffel dieses Heilkrauts werden mit heißem Wasser übergossen und müssen dann rund acht Minuten ziehen. Anschließend wird ein Leinentuch darin getränkt und für eine halbe Stunde auf das Gerstenkorn gelegt. Auch Apfelessig kann bei einem Gerstenkorn hilfreich sein. Der Essig wird wieder auf ein sauberes Tuch aus Leinen getröpfelt und dann auf das Gerstenkorn gelegt. Hier sollte man aber immer aufpassen, dass nichts von dem Essig ins Auge gelangen kann. Rotlicht kann den Bakterienherd austrocknen und ist zudem schmerzlindernd. Wer eine Rotlichtlampe zu Hause hat, der sollte sich jeden Tag für eine Viertelstunde vor diese Lampe setzen.

    Was ist nicht zu empfehlen?

    Früher galten feucht-warme Umschläge als ein gutes Mittel gegen ein Gerstenkorn, heute ist aber bewiesen, dass es besonders die feuchte Wärme ist, die dafür sorgt, dass die Bakterien sich vermehren und nicht wie gewünscht wieder verschwinden. Wer ein Gerstenkorn hat, der sollte sich nach Möglichkeit keiner Zugluft aussetzen und auch Hitze und Kälte sollten vom Auge ferngehalten werden. Wer das Auge schützen möchte, der sollte eine Augenklappe tragen, auch wenn das ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.

    Damit erst gar kein Gerstenkorn entstehen kann, ist es eine gute Idee das Immunsystem zu stärken. Vor allem die Vitamine C und E sind wichtig für alle, die gesund bleiben wollen. Wird der Körper mit Vitaminen versorgt, dann haben Bakterien keine Chance.

    Bild: © Depositphotos.com / arztsamui