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  • Grauer Star – Medikamente statt Operation

    Grauer Star – Medikamente statt Operation

    Weltweit wird bei Menschen, die älter als 70 Jahre sind, ein grauer Star diagnostiziert, und bislang konnte ein grauer Star nur mit einer entsprechenden Operation behandelt werden. Jetzt haben Wissenschaftler eine Möglichkeit gefunden, wie eine Operation verhindert werden kann, denn es gibt ein neues Medikament, das die Augenkrankheit zwar nicht komplett heilen, sie aber aufhalten und sogar rückgängig machen kann. Die Inhaltsstoffe des neuen Medikaments sind nicht nur wirksam, wenn es um den grauen Star geht, sie können auch bei Demenz und Parkinson hilfreich sein.

    Grauer Star – vielversprechende Versuche

    Ein grauer Star führt zur vollständigen Erblindung, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird, und bisher konnten Augenärzte nur mit einer Operation an der Linse die Trübung behandeln und so eine Erblindung verhindern. Forscher aus den USA haben jetzt aber einen speziellen Wirkstoff gefunden, der die Trübung der Linse verhindern kann. Die ersten Versuche an Mäusen sind sehr vielversprechend, berichtete ein Sprecher der University of Michigan in Ann Arbor, und auch deutsche Forscher sind begeistert und bezeichneten das Ergebnis der Studie der amerikanischen Kollegen als sehr positiv.

    Was ist ein grauer Star?

    Die Linse im Auge eines Menschen enthält sehr hoch konzentrierte Proteine, die für die Brechkraft zuständig sind. Die Linse muss immer transparent bleiben und damit das geschieht, müssen diese Proteine, die sich schon nach wenigen Lebenswochen ablagern, bis ins hohe Alter immer in einem flüssigen gelösten Zustand bleiben. Um das zu gewährleisten, gibt es zwei sogenannte Schutzeiweiße, das cryAA und das cryAB. Wenn diese beiden Kristalle ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können, dann verklumpen die Proteine und in der Folge trübt sich die Linse ein. Die Trübung wird grauer Star genannt und ohne adäquate Behandlung macht diese Linsentrübung blind. Vor allem in den Entwicklungsländern dieser Welt können sich die meisten Menschen eine Operation finanziell nicht leisten, für sie wäre das neue Medikament wirklich ein Segen.

    Was passiert bei einer Operation?

    Wenn ein grauer Star operativ behandelt wird, dann setzt der Arzt eine neue, künstliche Linse in das betroffene Auge ein. Um diese aufwendige und auch teure Operation zu verhindern, wurde schon lange nach einer alternativen Möglichkeit gesucht, die dort ansetzt, wo die Schutzeiweiße versagen. Auch die Forscher aus den USA suchten nach einem biochemischen Verfahren, was die Schutzeiweiße zum einen stabilisieren und zum anderen an einem Fehlverhalten hindern kann. 32 Komponenten kamen infrage, von denen am Ende nur eines übrig blieb. Es war das Präparat mit der Nummer 29, das in Laborversuchen die Eiweißklumpen in der Linse lösen und zum Teil sogar auflösen konnte.

    Versuche mit Mäusen

    Die Wissenschaftler der Universität von Michigan testeten das Präparat 29 an Mäusen, die durch eine Genveränderung schon sehr früh einen grauen Star bekamen. Im Verlauf der Studie zeigte sich schnell, dass die Substanz den Zustand der behandelten Linse in nur zwei Wochen deutlich verbessern konnte. Als Gegenversuch wurden dann auch Mäuse behandelt, deren grauer Star altersbedingt war und auch hier zeigte sich, wie wirksam die neue Substanz ist. In der letzten Versuchsreihe wurden dann die Augenlinsen von älteren Menschen behandelt, denen die Linse bereits entfernt wurde und auch dieses Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die neue Substanz steigert die Menge aller löslichen Proteine um 18 %, und das sehen die Forscher als eine sehr vielversprechende Spur, wenn es um eine medikamentöse Möglichkeit bei der Heilung des grauen Stars geht.

    Grauer Star ist aber nicht nur eine altersbedingte Erkrankung der Augen, grauer Star kann auch erblich bedingt sein. Wenn das der Fall ist, dann kann der graue Star auch junge Menschen und sogar schon Kinder treffen. Die Forscher sind jedoch zuversichtlich, dass auch diese besondere Form mit dem neuen Medikament behandelt werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

    Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

    Die meisten Frauen fühlen, dass sie schwanger sind, noch bevor ein Test darüber Auskunft gibt. Vor allem Frauen, die bereits Kinder haben, spüren sehr wahrscheinlich schon kurz nach der Empfängnis, dass sie wieder schwanger sind. Frauen, die noch nie geboren haben, werden in der Regel aber erst bemerken, dass sie ein Kind erwarten, wenn die Eizelle befruchtet wurde und sich in der Gebärmutter eingenistet hat.

    Aber es gibt einige deutliche Anzeichen die keinen Zweifel daran lassen, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Diese Seite hilft allen Frauen dabei zu erkennen, ob sie schwanger sind oder nicht.

    Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, können es nicht abwarten, bis sie die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft verspüren. Es gibt jedoch viele verschiedene Anzeichen, die nicht alle unbedingt auf eine Schwangerschaft hindeuten. Ein ziemlich sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Vor allem Frauen, die sich auf ihren Zyklus verlassen können, dürfen davon ausgehen, dass sie ein Kind erwarten, wenn die monatliche Blutung nicht mehr wie gewohnt pünktlich einsetzt. Aber das Ausbleiben der Monatsblutung ist nicht bei jeder Frau ein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Frauen, die kurz vor Beginn der Wechseljahre stehen, bekommen ihre Periode nicht selten sehr unregelmäßig und sie denken häufig nicht darüber nach, ob sie vielleicht schwanger sein könnten, denn dafür fühlen sie sich nicht mehr jung genug. Wenn die Periode ausbleibt und wenn nicht verhütet wurde, dann ist es eine gute Idee, entweder einen Schwangerschaftstest zu machen oder zu einem Frauenarzt zu gehen.

    Ein anderes Anzeichen einer Schwangerschaft ist die berühmte morgendliche Übelkeit, die vielen Frauen besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft schwer zu schaffen macht. Bei einigen Frauen ist die Übelkeit aber nicht am Morgen spürbar, sondern den ganzen Tag, und wieder andere spüren überhaupt nichts. Wenn die Übelkeit über mehrere Tage anhält, dann wird es Zeit einen Schwangerschaftstest zu machen, denn dann ist daran selten ein verdorbener Magen schuld, es handelt sich vielmehr höchstwahrscheinlich um das Anzeichen einer Schwangerschaft.

    Aber nicht nur Übelkeit kann ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein, auch wenn die Lust auf eine Tasse Kaffee plötzlich schwindet und wenn allein schon der Gedanke an das Lieblingsessen für einen Würgereflex sorgt, dann kann auch das ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Einige Frauen verspüren auch einen metallischen Geschmack im Mund, wenn sie schwanger werden. Wenn das der Fall ist, dann sollte ein Test gemacht werden, der Auskunft darüber, gibt ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht.

    Eine Schwangerschaft kann sich auch mit Schmerzen bemerkbar machen, denn auch Krämpfe im Unterleib können Anzeichen einer Schwangerschaft sein. In den meisten Fällen beginnen diese Krämpfe ungefähr acht Tage, nachdem es zum Eisprung gekommen ist. Viele Frauen kennen diese Krämpfe, die normalerweise darauf hindeuten, dass die Periode kurz bevorsteht. Wenn jedoch die schmerzhaften Krämpfe im Unterleib auftreten, ohne dass es zur Monatsblutung kommt, dann kann das ein deutliches Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Wer jetzt auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte sich in der Apotheke einen Schwangerschaftstest kaufen oder zum Gynäkologen gehen.

    Es besteht kein Grund zur Panik, wenn zu den Krämpfen leichte Schmierblutungen kommen, denn auch diese Blutungen können ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Wie die Unterleibskrämpfe, so beginnen auch die Blutungen ca. acht bis zehn Tage, nachdem es zum Eisprung und damit auch zur Einnistung des Eis in der Gebärmutter gekommen ist. Diese Schmierblutungen sind für viele Frauen ein Zeichen, dass die Periode beginnt, und vor allem dann, wenn kein Kind geplant ist, wird dieses Anzeichen einer Schwangerschaft gerne mal übersehen.

    Hering in Sahnesoße mit Marmelade, Apfelkuchen ohne Ende oder Lakritz gleich tütenweise – Frauen, die plötzlich einen unstillbaren Heißhunger auf verrückte Sache haben, die können das als Anzeichen einer Schwangerschaft werten. Heißhunger, der aus heiterem Himmel einsetzt, hat in der Regel etwas mit den Hormonen zu tun, die in der Schwangerschaft bekanntlich ein wenig verrückt spielen. Wenn sich der Heißhunger nicht legt und wenn dann vielleicht noch die Periode aussetzt, dann sind das sehr sichere Anzeichen einer Schwangerschaft, und der Test wird sehr wahrscheinlich ein positives Ergebnis haben.

    Sind die Brustwarzen dunkler als gewöhnlich? Das kann ebenfalls ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Allerdings kann auch eine hormonelle Störung die Ursache sein, wenn sich die Haut um die Brustwarze herum dunkler färbt. Frauen, die ganz sicher gehen wollen, sollten ihren Arzt aufsuchen oder einen Schwangerschaftstest machen. Wenn der Harndrang zunimmt, dann kann auch das ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein, denn wenn sich ein Kind in der Gebärmutter eingenistet hat, dann wird ein bestimmtes Hormon frei gesetzt. Dieses Hormon, das den klangvollen Namen Humanes Chorion Gonadotropin trägt, sorgt dafür, dass der Drang zunimmt, auf die Toilette zu gehen. Bei Frauen, die in die Wechseljahre kommen, senkt sich die Gebärmutter ab, und auch wenn das der Fall ist, dann führt das zu einem vermehrten Harndrang, es muss also nicht zwingend das Anzeichen einer Schwangerschaft sein, wenn Frauen Mitte 40 ständig die Toilette aufsuchen müssen.

    Müdigkeit ist normal, vor allem bei den Frauen, die den ganzen Tag arbeiten gehen oder die sich um die Familie kümmern müssen. Wenn die Müdigkeit aber in eine Erschöpfung übergeht, dann kann es sein, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Frauen, die schon am Vormittag das Gefühl haben, gerade einen Marathon gelaufen zu sein und die zuvor ungeschützten Sex hatten, die sollten die starke Müdigkeit als Anzeichen einer Schwangerschaft sehen und einen Test machen. Im Frühling kann die Müdigkeit aber auch nur eine simple Frühjahrsmüdigkeit sein, und wenn keine sonstigen Anzeichen einer Schwangerschaft verspürt werden, dann ist eine Schwangerschaft nur eine von vielen Optionen.

    Wenn die Brüste anschwellen und wenn sie gegen Berührungen empfindlich werden, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Viele Frauen kennen dieses Gefühl, wenn die Periode unmittelbar bevorsteht, und machen sich daher keine allzu großen Gedanken. Wenn aber die Monatsblutung nicht einsetzt und der Busen trotzdem empfindlich und angeschwollen bleibt, dann ist das als Anzeichen einer Schwangerschaft zu werden und ein Schwangerschaftstest kann Gewissheit bringen.

    Alle Frauen, die mehr über die untrüglichen Zeichen einer Schwangerschaft wissen möchten, die können sich auf dieser Seite ausführlich und detailliert darüber informieren.

    Bild: © Depositphotos.com / HASLOO

  • Kombipräparate bei Erkältungen – sinnvoll oder wirkungslos?

    Kombipräparate bei Erkältungen – sinnvoll oder wirkungslos?

    Der Winter kommt und mit sind auch die Erkältungskrankheiten wieder da. Viele fühlen sich jetzt krank, denn die Nase läuft, der Hals schmerzt und der Husten stört die Nachtruhe. Eine Erkältung ist in dieser Jahreszeit keine Seltenheit und um die Beschwerden wieder loszuwerden, greifen immer mehr Menschen zu sogenannten Kombipräparaten. Aber reicht ein einziges Mittel wirklich aus, um die Erkältung in Schach zu halten und die Symptome zu lindern? Kombipräparate sind beliebt, aber sind sie auch sinnvoll, oder sollte man sich besser auf die guten alten Hausmittel verlassen?

    Kombipräparate – die universellen Helfer

    Wer eine starke Erkältung hat, der möchte nur eins – so schnell wie möglich wieder gesund werden. Das gilt besonders für alle, die sich nicht krankschreiben lassen möchten, die Zuhause jede Menge um die Ohren haben und es nicht leisten können, eine Pause einzulegen. In diesen Fällen kommen Kombipräparate wie gerufen, denn diese Mittel sind so etwas wie ein Universalhelfer, der alle Beschwerden auf einmal bekämpfen kann. Die Stiftung Warentest sieht das allerdings ein wenig anders und rät davon ab, eine Erkältung nach dem Gießkannenprinzip zu behandeln. Sie hat 300 der rezeptfreien Kombipräparate getestet und einer ausführlichen Prüfung unterzogen.

    Wie wirksam sind Kombipräparate?

    Grippostad C oder Aspirin Complex gehören zu den Kombipräparaten, die nicht nur mit einer hohen Wirksamkeit werben, durch Vitamin C wird auch noch ein gesundheitlicher Mehrwert suggeriert. Wick geht gleich mit zwei Kombipräparaten an den Start, denn Wick MediNait soll in der Nacht für ruhigen Schlaf sorgen und Wick DayMed macht angeblich fit und leistungsfähig für den Tag. Alle Kombipräparate, die auf dem Markt und frei verkäuflich sind, sollen die Kopf- und Gliederschmerzen lindern, das Fieber senken und den Schnupfen bekämpfen. Die Stiftung Warentest sieht das sehr kritisch und bemängelt, dass die Kombipräparate zum Teil schwere Nebenwirkungen haben, zudem ist die Wirkung vieler Inhaltsstoffe fraglich und in einigen Mitteln sind die Wirksubstanzen viel zu niedrig dosiert.

    Die Erkältung ganz gezielt bekämpfen

    Nicht nur die Stiftung Warentest rät dazu, die Erkältung ganz gezielt mit unterschiedlichen Medikamenten zu bekämpfen, auch viele Ärzte sind der Meinung, dass Kombipräparate keine gute Wahl sind. Nur wenn ein bestimmtes Mittel gegen ein bestimmtes Symptom eingesetzt wird, dann kann auch eine optimale Wirkung erzielt werden.

    • Bei Halsschmerzen erzielen die Wirkstoffe Ambroxol und Lidocain die größten Erfolge, allerdings sind sie für Kinder sowie Schwangere und Frauen, die stillen, nicht zu empfehlen. Kamillenblüten oder auch Kamillentee zum Gurgeln sind hier eine bessere Wahl.
    • Der Schnupfen lässt sich mit Xylometazolin bekämpfen, denn der Wirkstoff lässt die Schleimhäute in der Nase abschwellen. Der Wirkstoff sollte aber nicht länger als eine Woche verwendet werden. Auch eine konzentrierte Salzlösung und der Wirkstoff Dexpanthenol sind empfehlenswert, denn sie halten die Schleimhäute der Nase immer feucht und stärken die Abwehrkräfte.
    • Gegen Fieber und Schmerzen sind Paracetamol und Ibuprofen eine gute Wahl. Sie helfen dabei, Kopf- und Gliederschmerzen zu lindern und das Fieber optimal zu senken. Beide Wirkstoffe dürfen allerdings nur zeitlich begrenzt eingenommen werden.
    • Um einen trockenen Husten effektiv zu bekämpfen, ist der Wirkstoff Dextromethorphan eine gute Wahl, aber auch hier gilt: Ein Hustensaft mit diesen Wirkstoff darf nur kurze Zeit eingenommen werden. Ist der Husten verschleimt, dann sind die Wirkstoffe Ambroxol und Azetylzystein ideal, um die Verschleimung zu lösen. Wer seinen Husten mit natürlichen Mitteln bekämpfen will, der sollte einen Hustensaft einnehmen, der Eibisch, Spitzwegerich, Efeu, Thymian oder auch isländisches Moos enthält. Auch hier gilt wie bei den anderen Erkältungsbeschwerden, ein sogenanntes Monopräparat ist besser als ein Kombipräparat.

    Kombipräparate sind mit Sicherheit praktisch in der Handhabung, aber sie haben ihre Nachteile. Eine Erkältung sollte nach Möglichkeit mit natürlichen Mitteln gelindert werden, denn natürliche Mittel sind gut verträglich und sie haben keine Nebenwirkungen.

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  • Mit Yoga Körper und Seele in Einklang bringen

    Mit Yoga Körper und Seele in Einklang bringen

    Stress und Hektik sind im heutigen Alltag normal. Beruf und Familie müssen unter einen Hut gebracht werden, es bleibt kaum noch Zeit für Hobbys und Freizeitaktivitäten und viele wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen. Mit Yoga wird es möglich, Stress abzubauen, Distanz zum Alltag zu bekommen und neue Energien zu tanken. Wer sich für Yoga entscheidet, der wählt eine sehr alte indische Lehre, die Seele und Körper wieder in Einklang bringt und die effektiv dabei hilft, gelassener zu werden.

    Yoga – eine Philosophie

    Yoga ist eine philosophische Lehre, die es in Indien bereits vor mehreren Tausend Jahren gab. Bis heute hat Yoga dort einen hohen Stellenwert, in der westlichen Welt wird Yoga erst seit den 1970er Jahren praktiziert, und bis heute hat die Lehre alleine in Deutschland geschätzte 2,6 Millionen Anhänger. Was Yoga so besonders macht, das ist der immer wohltuende Effekt auf den Körper und die Psyche. Yoga hat auf der einen Seite eine beruhigende Wirkung, man ist entspannt und innerlich ausgeglichen, auf der anderen Seite hält Yoga hellwach und sorgt dafür, dass die „Batterien“ wieder aufgeladen werden.

    Die verschiedenen Yoga Formen

    Yoga ist ungemein vielseitig, im Westen ist aber besonders Hatha Yoga populär. Seit 40 Jahren findet Yoga immer mehr Anhänger, und welche Yoga Form für wen infrage kommt, das hängt auch immer mit dem persönlichen Temperament und den individuellen Wünschen und Vorstellungen zusammen. Es gibt über 100 verschiedene Körperhaltungen, die die Beweglichkeit verbessern, die die Vitalität steigern und die zu einer inneren Gelassenheit führen. Neben der traditionellen und klassischen Lehre gibt es noch folgende Formen des Yoga:

    • Ashtanga-Yoga

    Klassische Figuren und sehr körperbetont – das ist Ashtanga-Yoga, eine Form des Yoga, die viel Fitness und Körperbeherrschung verlangt. Nicht umsonst wird diese Variante auch Power-Yoga genannt, denn die Bewegungen sind schnell, fließend und damit ist diese Form nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

    • Kundalini-Yoga

    Das Gegenteil zum schnellen Ashtanga-Yoga ist Kundalini-Yoga, eine spirituelle Variante, in deren Mittelpunkt Atem- und Dehnungsübungen stehen. Unterstützt wird das Kundalini-Yoga durch Meditation und Musik.

    • Bikram-Yoga

    Bikram-Yoga ist nichts für Menschen, die Hitze schlecht vertragen können, denn bei dieser Variante muss die Temperatur im Raum zwischen 35° und 40° Grad heiß sein. Die Wärme soll dafür sorgen, dass die Muskeln und Sehnen geschmeidig bleiben, und der Körper soll während der 26 Übungen durch starkes Schwitzen entgiftet werden.

    • Hatha-Yoga

    Dieses Yoga ist die wohl bekannteste Form, die vor allem für Anfänger sehr gut geeignet ist. Hatha bedeutet übersetzt so viel wie Kraft, und entsprechend viel Kraftaufwand wird bei den einzelnen Übungen auch gefordert. Hatha wurde erst im Westen zu einer eigenständigen Form des Yoga und in dieser Variante wurden viele andere Formen wie zum Beispiel Iyengar-Yoga und Vini-Yoga vereinigt.

    Was sollten Yoga Anfänger beachten?

    Wer noch keine Yoga Übung gemacht hat, der sollte auf jeden Fall einen Kurs besuchen, denn Yoga im Do-it-yourself-Verfahren anhand eines Buches oder einer DVD zu erlernen, ist nicht ganz so ungefährlich. Ein Yoga-Experte kann die einzelnen Übungen erläutern und die mentale Einstellung vermitteln, etwas, was ein Buch nicht kann. Viele Yoga Schulen bietet auch Schnupperstunden an und wer sich für Yoga interessiert, kann in einer solchen Probestunde erfahren, ob Yoga für ihn überhaupt infrage kommt und welche Variante die persönlich richtige ist. Die Übungen müssen immer an die Bedürfnisse angepasst werden, denn nicht für jeden ist Power-Yoga geeignet, für andere ist das eher spirituelle Kundalini-Yoga das Richtige. Yoga ist aber nicht nur perfekt, wenn es um Vitalität und Ausgeglichenheit geht, die indische Lehre kann auch den Stresshormonspiegel senken sowie Depressionen und sogar ein Burn-out-Syndrom verhindern.

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  • Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Sie verzichten auf Fleisch, Wurst, Milch, Eier und Honig. Sie tragen keine Schuhe aus Leder und meiden alles, was irgendwie einen tierischen Ursprung hat – Veganer sind sehr konsequente Menschen. Am gestrigen Weltvegantag haben die vielen Veganer, die es mittlerweile gibt, auf sich und ihre Lebensweise aufmerksam gemacht. In Deutschland leben knapp eine Million Veganer und es werden immer mehr. Ihr Alltag wird immer einfacher, denn es gibt immer mehr Produkte, die ohne tierische Zutaten auskommen, einiges aus der veganen Welt ist allerdings etwas skurril.

    Der Supermarkt für Veganer

    Noch vor wenigen Jahren gab es Vegetarier, aber nur sehr wenige Veganer. Die wenigen Veganer, die es damals gab, mussten weite Wege gehen, um die passenden Lebensmittel zu finden. Heute sieht das anders aus, denn immer mehr Supermärkte nur für Veganer schießen praktisch wie die berühmten Pilze aus dem Boden. In Berlin, oder genauer gesagt am Prenzlauer Berg wurde der erste der veganen Supermärkte eröffnet, und mittlerweile gibt es auch Ableger in vielen anderen Städten, wie München, Essen oder Leipzig. Die Auswahl in diesen Supermärkten reicht von einem reichhaltigen Angebot an Gemüse und Obst über den veganen Brotaufstrich bis hin zum milchfreien Käse.

    Fitnessstudios und Stadtführungen für Veganer

    Wenn Veganer verreisen, dann möchten sie natürlich auch eine Stadtführung machen. In Köln werden jetzt diese Stadtrundgänge nur für Veganer angeboten. Hier wird das Augenmerk aber nicht auf die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gelenkt, es wird vielmehr auf Restaurants, auf neue Lebensmittelläden und auch vegane Bekleidungsgeschäfte aufmerksam gemacht, und auch vor dem Fitnessstudio macht der vegane Hype nicht halt. In der Hauptstadt gibt es heute Studios, deren Trainingsgeräte nicht mehr mit Leder bezogen sind, und wer an einen Energieriegel möchte, der bekommt Sojaprodukte. Die Proteinshakes sind natürlich auch vegan und bei Facebook haben die veganen Fitnessfreunde unter dem Namen „Berlin Strength“ sogar eine eigene Gruppe.

    Vegan beim Friseur und im Tattoostudio

    Es klingt ein wenig absurd, aber viele sehr konsequente Veganer haben tatsächlich Probleme damit, einen passenden Friseur zu finden. So darf zum Beispiel kein Bienenwachs zum Haarstyling benutzt werden und Shampoos, die an Tieren getestet wurden, kommen selbstverständlich auch nicht infrage. Einen Salon zu finden, der komplett auf die Wünsche der Veganer eingeht, ist jedoch schwer. Eine Ausnahme ist das Haarstudio Weinhönig in Berlin, denn dort ist wirklich alles zu 100 % vegan. Auch Veganer, die sich tätowieren lassen möchten, müssen oftmals sehr lange suchen, bis sie das passende Tattoostudio gefunden haben. So darf die rote Farbe nicht von Blattläusen stammen und auch die Vaseline für die Haut sollte frei von tierischen Inhaltsstoffen sein. Angeboten wird dieser vegane Service bislang aber nur in zwei Tattoostudios in Berlin.

    Vegan wohnen – Hotels für Veganer

    Die schlechte Nachricht ist, laut dem Hotelverband Deutschland gibt es nur sehr wenige Hotels, in denen Veganer sich rundherum wohlfühlen. Im westfälischen Hamm gab es das Veganalina, ein Hotel, das ganz auf die Wünsche und Vorstellungen der veganen Gäste eingegangen ist. Die Bettwäsche im veganen Hotel enthielt keine Daunen und die Seife wurde nicht an Tieren getestet. Trotzdem hat das Konzept nicht wie geplant funktioniert und heute gibt es nur noch ein veganes Café, das sich allerdings großer Beliebtheit erfreut. Ebenfalls Probleme haben die Biergärten für Veganer, denn statt Brathendl und Weißwürste werden dort vegane Brezel mit Humus serviert, was nicht bei allen gut ankommt.

    Wie skurril der vegane Trend zuweilen ist, das beweisen auch die Kondome für Veganer. Normalerweise enthalten Kondome das Milcheiweiß Casein, aber die Industrie hat reagiert und es werden jetzt auch Kondome angeboten, die diesen Inhaltsstoff nicht enthalten und die auch von Veganern die korrekt verhüten wollen, ohne Gewissensbisse verwendet werden können.

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  • Wie riskant ist eine Zangengeburt?

    Wie riskant ist eine Zangengeburt?

    Alle werdenden Mütter möchten ihr Kind nach Möglichkeit auf eine natürliche Art zur Welt bringen, aber das funktioniert leider nicht immer. Wenn eine Geburt zu lange dauert, wenn das Baby eine hintere Hinterhauptlage hat, wenn die Wehen zu schwach sind oder wenn die Mutter nach vielen Stunden Wehen einfach zu erschöpft ist, um noch ausreichend zu pressen, dann entscheiden sich viele Ärzte auch heute noch für die sogenannte Zangengeburt. Die Zange kommt zwar nur noch selten zum Einsatz, trotzdem fürchten viele Frauen sich vor dieser Form der Geburtshilfe.

    Die Zangengeburt als Alternative zum Kaiserschnitt?

    Bei vielen Entbindungen ist der natürliche Weg nicht mehr möglich und es wird von Anfang an ein Kaiserschnitt eingeplant. Aber es gibt auch während der Geburt Situationen, in denen die Ärzte eine Zangengeburt machen müssen, um Mutter und Kind zu schützen. Wenn das Kind zum Beispiel bereits im Geburtskanal steckt und wenn sich der Muttermund schon vollständig geöffnet hat, dann reicht die Zeit für einen Kaiserschnitt nicht mehr aus und es kommt zu einer Zangengeburt. Wenn die kindlichen Herztöne immer schwächer werden, dann muss sofort gehandelt werden und ein Kaiserschnitt oder auch eine Geburt mit der Saugglocke nicht mehr möglich ist, dann heißt die Alternative ebenfalls Zangengeburt. In diesem Fall wird das ungeborene Kind nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und das kann zu bleibenden Schäden führen.

    Wie läuft eine Zangengeburt ab?

    Der Gedanke an ein Instrument aus kaltem glänzenden Stahl macht wahrscheinlich jeder Frau Angst, aber selbst wenn die Zange furchteinflößend aussieht, sie hilft effektiv dabei, ein Kind gesund auf die Welt zu holen. Die Zangengeburt beginnt erst dann, wenn sich der Muttermund komplett geöffnet hat und das Baby schon im Geburtskanal ist. Bei einer Zangengeburt wird das Baby vom Arzt aus dem Geburtskanal gehoben und nicht gezogen, wie viele Frauen immer noch annehmen. Damit der Kopf des Kindes Halt findet, wird er von der Zange umschlossen. Meist reicht eine Presswehe aus, um die Zange anzusetzen und das Kind ans Licht der Welt zu heben.

    Wie riskant ist eine Zangengeburt?

    Zangengeburten sind heute selten geworden, aber wenn es notwendig ist, dann holen Ärzte Kinder immer noch auf diese schon im Mittelalter bekannte Weise. Die Zange hinterlässt auf der weichen empfindlichen Haut des Kindes Spuren, aber das Köpfchen bekommt nach spätestens zwei Tagen wieder eine normale Form. Weder der Kopf noch das Gehirn werden bei dieser Geburtsform in irgendeiner Weise beschädigt. Bei jeder Zangengeburt muss der Arzt einen sogenannten Dammschnitt machen, aber auch das ist kein Grund, Angst zu haben. Gegen die Schmerzen setzt der Arzt einen Pudendusblock, der die Sitzbeinhöcker, den Ausgang der Scheide, die Schamlippen und den Damm betäubt. Diese Betäubung hält für mindestens eine Stunde an und damit reicht die Zeit aus, um den Dammschnitt nach der Geburt zu vernähen.

    Wie oft wird heute noch eine Zangengeburt vorgenommen?

    Die erste Zangengeburt wurde nachweislich im 16. Jahrhundert vorgenommen. Es war der englische Arzt Peter Chamberlen, der als Erster ein Kind mittels einer Zange auf die Welt geholt hat und seine Methode war eine Art Familiengeheimnis. Chamberlen benutze die Zange nur bei ausgewählten Patientinnen, um diesen die Geburt zu erleichtern, und er soll auch einigen königlichen Kindern mit der Zangengeburt auf die Welt geholfen haben. Im Jahre 2009 waren nur 0,7 Geburten eine Zangengeburt und laut des Berufsverbandes der Deutschen Frauenärzte ging die Zahl in den letzten Jahren auf 0,5 zurück. Ein Grund für den Rückgang der Zangengeburt ist, dass wenn die Kinder kurz vor der Geburt nicht richtig liegen, gleich ein Kaiserschnitt gemacht wird.

    Auch wenn es früher viele schreckliche Geschichten über die Zangengeburt gab, sie kann noch heute dabei helfen, ein Kind gesund ins Leben zu holen.

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