Sport ist gesund, aber wenn der Körper durch zu viel Sport überanstrengt wird, dann meldet er sich, und zwar mit Schmerzen. Läufer klagen besonders häufig über Schmerzen im Knie und wenn diese Schmerzen auftreten, dann ist in sehr vielen Fällen die Patellasehne daran schuld. Die Problemzone Patellasehne macht vor allem Läufern zu schaffen, aber auch bei Radfahrern, Wanderern und Bergsteigern ist die Sehne ein Problem, aber es gibt Vorbeugungsmaßnahmen, die die Sehne schützen und ein schmerzfreies Laufen möglich machen.
Welche Aufgabe hat die Patellasehne?
Sie ist zwischen fünf und sechs Millimeter dick und eine Verlängerung des Oberschenkelmuskels. Von dort aus verläuft die Patellasehne zum unteren Ende der Kniescheibe bis zu einer kleinen Wölbung am Schienbein, der Tuberositas Tibiae heißt. Dort wo die Sehne endet, kann sie unterhalb der Kniescheibe sehr gut mit den Fingern ertastet werden, denn sie liegt direkt unter der Haut. Die Patellasehne hat die wichtige Aufgabe, die Übertragung von Bewegung und Kraft vom Oberschenkel in den Unterschenkel zu bringen. Die Problemzone Patellasehne macht sich vor allem bei schnellen Wechseln zwischen Stopps und Starts schmerzhaft bemerkbar. Aber auch Weitspringer haben mit der Problemzone Patellasehne zu kämpfen, denn hier schmerzt sie bei der Landung.
Die Symptome der Problemzone Patellasehne
Laufen, springen und andere ständige starke Belastungen führen zur entzündenden Patellasehne und damit auch zu Schmerzen. In der Regel entzündet sich das untere Ende der Sehne und die Schmerzen treten nur einseitig auf. In 20 % aller Fälle, die die Problemzone Patellasehne betreffen, schmerzen jedoch beide Seite der Kniescheibe. Wird die Entzündung nicht behandelt, dann führt das zunächst zu Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten, dann fällt das normale Gehen schwer und schließlich lässt sich das betroffene Knie nicht mehr ohne Hilfe strecken. Der Arzt wird durch die Ausübung von Druck auf das untere Ende der Kniescheibe schnell feststellen, dass die Patellasehne entzündet ist. Auch wenn das Strecken des Knies gegen die Hand schmerzt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass mit der Sehne etwas nicht in Ordnung ist.
Wie wird die Entzündung behandelt?
Wie die Problemzone Patellasehne behandelt wird, das richtet sich immer nach dem Schweregrad der Entzündung. Ist die Sehne nur gereizt, dann reicht es meist schon aus, das Lauftraining zu reduzieren. Wichtig ist es zudem eine Laufstrecke zu wählen, die wenig anspruchsvoll ist, die keine Anstiege hat und möglichst eben ist. Auf diese Weise kann die Belastung der Sehne in Grenzen gehalten werden. Ist die Entzündung schon weiter fortgeschritten, dann kann ein Physiotherapeut helfen, aber auch Kältebehandlungen und spezielle Übungen helfen dabei, den Verlauf der Entzündung positiv zu beeinflussen. Ein Trainingsplan, der viele Abwechslungen bietet, ist ebenfalls ein gutes Mittel, um die Sehne zu schonen. Medikamente sollten nur im Notfall eingenommen werden, denn wer Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum nimmt, der muss mit starken Nebenwirkungen zum Beispiel im Magen- und Darmbereich rechnen. Eine Operation an der Patellasehne ist nur in schweren Fällen notwendig. Ob eine OP nötig ist, kann eine MRT Aufnahme abklären.
Richtig vorbeugen
Damit es erst gar nicht zur Problemzone Patellasehne kommt, ist es wichtig, vorzubeugen. So sollten einseitige Belastungen der Sehne vermieden werden, und wenn es wiederholt zu Schmerzen am Knie kommt, dann ist es eine gute Idee, zu einer weniger belastenden Sportart, wie beispielsweise Schwimmen zu wechseln. Dehnübungen vor dem Laufen und Stretch-Übungen sind gute Präventivmaßnahmen, um die Patellasehne nicht übermäßig zu reizen. Die Übungen sollten sich jedoch nicht nur auf den Kniebereich beschränken, auch die Muskeln der Wade, der Hüfte und des Oberschenkels sollten vor dem Laufen gedehnt und erwärmt werden. Manchmal kann es auch schon helfen, den Laufstil zu ändern, damit die Sehne im Knie nicht zur Problemsehne wird.
Heinrich Heine war der Ansicht, dass „Schlaf eine köstliche Erfindung“ ist, ein deutsches Sprichwort hält den Schlaf aber für den größten Dieb, denn er raubt uns das halbe Leben. Beide, der Dichter und der deutsche Volksmund haben recht, denn Schlafen ist erholsam und gesund, aber gut die Hälfte des Lebens wird tatsächlich verschlafen. Gesunder Schlaf ist wichtig, um gesund leben zu können, denn im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist, die Batterien werden wieder aufgetankt, um für den nächsten Tag fit zu sein.
Mythen rund um den Schlaf
Schläft man bei Vollmond schlechter? Kann man mit Schlafentzug Depressionen heilen und ist es möglich, im Schlaf zu lernen? Es gibt viele Schlafmythen, aber entsprechen sie auch der Realität? Wenn der Mond rund und voll am Himmel steht, dann haben 40 % der Deutschen das Gefühl, schlechter zu schlafen, vor allem Frauen fällt es schwerer, in Vollmondphasen in den Schlaf zu finden und durchzuschlafen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Erdtrabant den Schlaf nicht stört, was vielen Probleme macht, ist die Helligkeit des vollen Mondes. Viele Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schlafstörungen, die sogenannte Wachtherapie soll dabei helfen, dass sich die Stimmung bessert und gesunder Schlaf wieder möglich ist. Tatsächlich ist diese unterstützende Therapie erfolgreich, denn bei den Patienten, die während der Therapie eine ganze Nacht lang wach bleiben, verändert sich die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn, was die Stimmung positiv beeinflusst.
Was macht das Gehirn in der Nacht?
Gesunder Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, auch das Gehirn erholt sich in der Nacht. So werden unter anderem auch Informationen abgespeichert, die das Gehirn am Tag bekommen hat. Das wirft die Frage auf, ob man in der Nacht lernen kann. Das Mathebuch unters Kopfkissen zu legen ist allerdings weniger hilfreich, aber das, was am Tag erlernt wird, das geht in der Nacht nicht verloren. Je tiefer der Schlaf ist, umso mehr Daten werden gespeichert, eine schlaflose Nacht vor einer Prüfung ist daher nicht zu empfehlen. Wenn gesunder Schlaf sehr tief ist, dann wandern Teile der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis und das am Tag gelernte bleibt über einen Zeitraum von mehreren Tagen fest im Gedächtnis verankert.
Powernapping – das gesunde Nickerchen
Gesunder Schlaf ist nicht nur in den Nachtstunden effektiv, auch beim sogenannten Powernapping können Energievorräte getankt werden. Albert Einstein und Karl der Große schätzten die kleine Schlafpause nach dem Essen, heute ist der Mittagsschlaf leider etwas aus der Mode gekommen. Viele Menschen überkommt um die Mittagszeit Müdigkeit, aber sie arbeiten trotzdem weiter. Dabei ist es gesünder dem Schlafbedürfnis nachzugeben, denn gesunder Schlaf, der nur zehn oder 15 Minuten dauert, ist besser als krampfhaftes Wachbleiben. Die Japaner haben die Kunst des Nickerchens kultiviert und auch in Südeuropa hat die Siesta einen hohen Stellenwert. Powernapping ist mit natürlichem Doping zu vergleichen, denn nach der kurzen Schlafpause steigen Wohlbefinden und auch Konzentration.
Schlafstörungen – wenn gesunder Schlaf nicht möglich ist
Die Gedanken drehen sich im Kreis, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und der Schlaf will einfach nicht kommen. Geschätzt leiden 20 von 100 Deutschen unter Schlafstörungen und wenn gesunder Schlaf auf Dauer gestört wird, dann leiden Körper und Geist. Schlaf dient nicht nur der Erholung vom Tag, er ist auch wichtig für das Immunsystem und das Gedächtnis. Nicht immer sind Schlafstörungen problematisch, wenn der Schlaf aber anhaltend und regelmäßig gestört ist, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Schlafmittel sind nur eine Möglichkeit, um die Störungen in den Griff zu bekommen, Tabletten sind auf lange Sicht aber keine Lösung. Autogenes Training, verschiedene Entspannungstechniken und auch progressive Muskelentspannung können effektiv dabei helfen, wieder gesund und tief zu schlafen.
Wenn die monatliche Regel ausbleibt, dann denken die meisten Frauen an eine Schwangerschaft, aber es gibt noch andere Ursachen für eine Amenorrhoe, wie das Ausbleiben der Periode medizinisch korrekt genannt wird. Frauen, die in die Wechseljahre kommen, machen Bekanntschaft mit der Amenorrhoe, aber auch Frauen, die eine hormonelle Störung haben oder unter Stress stehen. Die Ursachen für eine Amenorrhoe sind vielseitig, dahinter kann sich eine Erkrankung, aber auch nur eine harmlose Störung verbergen.
Welche Ursachen für eine Amenorrhoe gibt es?
Während der Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit ist eine Amenorrhoe vollkommen natürlich, das Gleiche gilt für die Wechseljahre, wenn die Reifung der Eizellen erschöpft ist. Im Klimakterium nimmt die Zyklusfähigkeit langsam aber sicher ab, bis die Periode schließlich ganz ausbleibt. Es gibt aber nicht nur natürliche Ursachen für eine Amenorrhoe, es kann auch eine Krankheit oder eine Störung dahinterstecken. Mediziner unterscheiden zwischen der primären Amenorrhoe, die alle Frauen bis 16 Jahre betrifft, die noch keine Regelblutung haben und der sekundären Amenorrhoe, die nur Frauen betrifft, die zwar eine regelmäßige Regelblutung haben, die aber mehr als drei Monate ausbleibt.
Die primäre Amenorrhoe
Die meisten Mädchen bekommen ihre Periode zum ersten Mal zwischen dem 11. und dem 13. Lebensjahr, wenn die Regel aber nach dem 16. Geburtstag ausbleibt, dann handelt es sich um eine primäre Amenorrhoe, die in vielen Fällen angeboren ist. Eine Störung der Chromosomen, die die Eierstöcke blockiert, ist eine der möglichen Ursachen für eine Amenorrhoe, aber auch die unterschiedlichen Formen der Intersexualität lösen das Ausbleiben der Regel aus. In einigen Fällen sorgt auch ein vollständig verschlossenes Jungfernhäutchen dafür, dass das Menstruationsblut nicht abfließen kann und es zu einer primären Amenorrhoe kommt.
Die sekundäre Amenorrhoe
Es sind die Hormone, die den monatlichen Zyklus der Frau steuern. Dirigiert wird dieses Zusammenspiel von zwei Regionen im Gehirn, dem Hypothalamus, der im Zwischenhirn zu Hause ist und der Hypophyse, der Hirnanhangdrüse. Die Hormone, die diese beiden Hirnregionen produzieren, bewirken die Reifung der Eizellen in den Eierstöcken und es bildet sich das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Wenn es in diesem komplizierten Prozess der Hormonbildung zu Störungen kommt, dann liegt eine sekundäre Amenorrhoe vor. Zu den Ursachen einer Amenorrhoe in sekundärer Form kann Stress gehören, denn seelische Störungen aller Art beeinflussen die Produktion der Hormone. Leistungssport kann ebenfalls eine der Ursachen für eine Amenorrhoe sein, ebenso wie Magersucht oder eine schwere seelische Erkrankung wie eine Depression. Bestimmte Medikamente sind die Ursache einer Amenorrhoe und auch eine Erkrankung der Nebennieren kann das Ausbleiben der Regel auslösen.
Wann muss ein Arzt aufgesucht werden?
Wenn die Regelblutung ausbleibt, dann es immer ratsam einen Arzt aufzusuchen, um mögliche Ursachen für eine Amenorrhoe untersuchen zu lassen. Wann sollten Frauen zum Arzt gehen?
Wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht
Wenn bis zum 16. Lebensjahr keine Regel eingesetzt hat
Wenn ein neues Medikament eingenommen wurde und dann die Regel ausbleibt
Wenn die Periode dreimal hintereinander ausgeblieben ist
Wenn die Einnahme der Pille ausgesetzt wurde
Wenn nach einer Operation die Regelblutung ausbleibt
Wenn es nach dem Ausbleiben der Regel zu Unterleibsschmerzen, zu Schmerzen in den Brüsten oder zu einem milchigen Ausfluss aus den Brüsten kommt
Was können Frauen bei einer Amenorrhoe selbst tun?
Wenn die Ursachen für eine Amenorrhoe nicht körperlich, sondern seelisch bedingt sind, dann können Frauen sich auch ohne eine ärztliche Therapie helfen. Um Stress abzubauen, können zum Beispiel autogenes Training, gezielte Muskelentspannungen und Meditation sehr hilfreich sein. Sport ist ebenfalls eine gute Idee, um Stress abzubauen. Allerdings sollte beim Sport nicht übertrieben werden, denn exzessives Training kann eine Amenorrhoe auslösen. Frauen, die stark abgenommen haben, sollten ihre Diät unterbrechen, dann setzt die Periode meist von selbst wieder ein.
Einmal so dribbeln wie Messi und so flanken wie Ronaldo – welcher Freizeitkicker möchte auf dem Platz nicht so gut aussehen wie die ganz großen Stars. Fußballer wie Messi oder Ronaldo haben mit Sicherheit viel Talent, aber sie tragen auch die richtigen Fußballschuhe, die es ihnen einfacher machen, 90 Minuten die volle Leistung zu bringen. Wenn es um die passenden Fußballschuhe geht, dann stehen mehrere Aspekte im Vordergrund, wie zum Beispiel der Tragekomfort und die Stabilität. Auch das Ballgefühl, das Schussverhalten und die Lebensdauer sollten Kriterien sein, nach denen Fußballschuhe ausgesucht und gekauft werden.
Fußballschuhe – Immer wieder neue Modelle
Es ist nicht ganz so einfach, die passenden Fußballschuhe zu finden, denn die Auswahl ist mehr als nur groß. Beinahe jeden Monat bringt einer der bekannten Hersteller mindestens ein neues Modell auf den Markt und es ist schwer, sich in dieser riesigen Auswahl zurechtzufinden. Welcher Schuh ist für welchen Fuß der Richtige? Welches Stollenmuster sollen die Schuhe haben? Wird auf echtem Rasen, auf Kunstrasen, in der Halle oder auf einem Ascheplatz gespielt? Jeder der Fußball spielt, sollte sich vor dem Kauf einige Fragen stellen und erst dann eine Entscheidung fällen, welche Fußballschuhe von welchem Hersteller infrage kommen. Fußball ist ein schneller Ausdauersport, und wer mit zu engen, zu weiten oder viel zu kleinen Schuhen auf den Platz kommt, der wird das noch vor der ersten Halbzeit bereuen.
Keine zu schnelle Entscheidungen treffen
Wenn es um die Wahl der richtigen Fußballschuhe geht, dann sollte man viel Zeit mitbringen, denn der Schuh muss einfach perfekt sitzen, um den Fuß auch wirklich optimal stützen zu können. Es ist ein Fehler, die erstbesten Schuhe direkt im erstbesten Geschäft zu kaufen, besser ist es, die Hersteller und die Modelle, die eventuell infrage kommen, miteinander zu vergleichen. Jeder Hersteller hat eine eigene Form, Verarbeitung und auch ein besonders Material und nur durch einen direkten Vergleich lässt sich der passende Schuh für den Fuß finden. Selbst Profis probieren neue Schuhe erst einmal aus und die ersten Ballkontakte zeigen, ob dieses Modell auch das richtige ist. In den meisten Sportgeschäften besteht die Möglichkeit, mit den Schuhen zur Probe zu kicken. Eine solche Gelegenheit sollte man nutzen, um ein Gefühl für die neuen Fußballschuhe zu bekommen.
Qualität hat ihren Preis
Günstig ist nicht immer gut und wer lange Freude an seinen Fußballschuhen haben möchte, der sollte zunächst auf die Qualität und erst dann auf den Preis achten. Material und vor allem auch die Verarbeitung müssen einwandfrei sein, denn nur so garantiert der Schuh auch Langlebigkeit. Die ideale Passform ist ebenso wichtig, und wirklich gute Fußballschuhe sind robust und halten einiges aus. Trotzdem ist ein hoher Preis nicht in jedem Fall ein Garant für eine erstklassige Qualität. Wer nichts dem Zufall überlassen will, der sollte sich im Internet die ausführlichen Tests ansehen, die dort zu finden sind.
Die perfekte Größe finden
Wer noch nie Fußballschuhe gekauft hat, der sollte nicht den Fehler machen und die gleiche Größe wählen wie bei normalen Straßenschuhen oder bei Sneakers. Fußballschuhe sollten nach Möglichkeit eng am Fuß sitzen, wenn jedoch beim Probelaufen im Sportgeschäft die Füße mit Druckschmerzen reagieren, dann ist es besser, eine größere Größe zu wählen. Sitzt die nächste Größe nicht perfekt, dann ist es sinnvoll, nach Halbgrößen zu fragen, die viele Hersteller anbieten. Wichtig ist es, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird, denn das kann sowohl das Ballgefühl als auch die Sicherheit beim Laufen und die Stützkraft beeinträchtigen. Wenn der Schuh ein wenig zu eng sitzt, dann ist das nicht weiter tragisch, denn das Material weitet sich in der Regel meist schon während der ersten Trainingseinheiten.
Zu wenig Bewegung und zu viel günstiges, ungesundes Essen sorgen dafür, dass Europas Bürger in den vergangenen Jahren stetig in die Breite gegangen sind. Selbst die WHO schlug im vergangenen Jahr Alarm und vermeldete für einige Länder, dass 2030 voraussichtlich kaum noch jemand normalgewichtig sein wird. Demnach werden fast die Hälfte aller Frauen und knapp zwei Drittel der Männer Übergewicht haben, besonders schlimm steht es dabei um Irland. Eine positive Entwicklung ist hingegen in den Niederlanden zu sehen. In Deutschland steigt die Anzahl der Übergewichtigen laut WHO ebenfalls, hierzulande sollen 2030 etwa 47 Prozent der Frauen (2010 waren es 44 Prozent) und 65 Prozent der Männer (2010 waren es 62 Prozent) übergewichtig sein. Weitere Details können beispielsweise bei der Wirtschaftswoche nachgelesen werden.
Schnell und einfach – klappt das Abnehmen auf diesem Weg wirklich?
Es überrascht bei diesen Zahlen kaum, dass viele Menschen sich um eine Gewichtsabnahme bemühen, nur selten wird dafür jedoch der gesunde und langfristige Weg gewählt. Viel verlockender sind hingegen die sogenannten Blitzdiäten, die mit schnellen Abnahmen locken und gleichzeitig eine Diät ohne Genusseinbußen versprechen. Wo eigentlich gesunde Ernährung und viel Bewegung auf dem Programm stehen sollten, wird das Essen stattdessen radikal gestrichen oder zu eher fragwürdigen Hilfsmitteln gegriffen. Vorbild sind hierbei oftmals die Hollywood-Stars, die nicht selten zwischen Über- und Untergewicht hin- und herpendeln, je nachdem, ob gerade ein Auftritt auf dem roten Teppich ansteht oder eben nicht. Auch der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente oder sonstiger „Wunderpillen“, die sich auf dem Markt zahlreich tummeln, werden vielfach genutzt, um das Fett auf den Hüften schmelzen zu lassen.
Die sogenannten Blitz- oder auch Crashdiäten sorgen in der Regel zwar tatsächlich für Erfolge, diese sind jedoch oft nur von kurzer Dauer und bringen zudem einige nicht zu unterschätzende Gefahren mit sich. Ernährungsberaterin Sonja Mannhard warnt, dass die Magerkuren den Körper unter Stress setzen und das System von Hunger und Sättigung durcheinander bringen. Dementsprechend sei es sehr viel besser, vor und während des Abnehmens seinen Körper und dessen Signale kennenzulernen.
Absurde und gefährliche Diäten im Trend
Neben etlichen mehr oder weniger etablierten Diäten wie der Paleo- oder auch Steinzeit-Diät, der Low-Carb-Diät oder der Atkins-Diät, schaffen es Jahr für Jahr etliche neue Varianten auf den Markt. Viele von ihnen sind Modediäten und als solche nicht medizinisch untersucht. Sie versprechen meist eine ganz neue, bequeme oder besonders schnelle Art des Abnehmens, sind oftmals aber nicht ganz ungefährlich und schaden mehr als dass sie helfen. Der folgende Auszug zeigt, wie unterschiedlich es dabei zugehen kann – gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass im Grunde nahezu jede Crashdiät ihre Schattenseite hat.
Asthmaspray-Diät
Angeblich soll Asthmaspray die Fettverbrennung anregen, indem es die Körpertemperatur erhöht. Tatsächlich gelten die enthaltenen Beta-2-Sympathomimetika als Anabolika und werden dementsprechend auch zum Doping genutzt, in hoher Dosierung wirken sie fettabbauend und muskelaufbauend. In den für Asthmatikern üblichen Dosen lässt sich dies in der Regel allerdings nicht erreichen, sodass sie zum Abnehmen nicht geeignet sind. Stattdessen haben sie insbesondere in hoher Dosierung massive Nebenwirkungen wie Muskelzittern und -krämpfe, Kopfschmerzen oder einen unregelmäßigen und schnelleren Herzschlag. Menschen, die ohnehin schon ein vorgeschädigtes Herz haben, begeben sich so mitunter sogar in Lebensgefahr.
Abführmittel-Diät
Die Abführmittel-Diät funktioniert ganz einfach: Ein Mittel wie beispielsweise Glaubersalz wird eingenommen, nach dem automatisch ein abführender Effekt stattfindet. Danach fühlen sich die „Abnehmenden“ leichter und der Bauch ist flacher. Bei dieser Diät verlässt die Nahrung den Körper schneller, als dass dieser Energie herausziehen kann. Beliebt ist diese Form der Diät gerade bei jungen Mädchen, die sich über diese und weitere fragwürdige Tipps in Abnehm-Foren online austauschen. Wer seine Verdauung jedoch vorzeitig beschleunigt, kann auf diesem Weg nicht dauerhaft abnehmen. Allein schon deshalb, weil die betreffende Person nicht lernt, wie eine ausgewogene und richtige Ernährung funktioniert. Nach einem Absetzen des Abführmittels wird es daher schnell wieder zu dem bekannten Jojo-Effekt kommen. Wer darüber hinaus dauerhaft zu Abführmitteln greift, provoziert Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, vor allem die großen Kaliumverluste sind hierbei zu nennen. Ebenso könnte der Körper früher oder später unter Nährstoffmangel leiden. Zwar wird die Waage zunächst tatsächlich weniger Körpergewicht anzeigen, dies wird aber vor allem am Wasserverlust liegen und spätestens am Ende der Kur folgt eine erneute Gewichtszunahme.
Rohkost-Diät
Generell ist der Genuss von Rohkost nicht unbedingt negativ, immerhin ist rohes Gemüse gesund und sättigt meist besser als die gekochte Variante, da Gemüse viel Wasser enthält und es durch das Kochen viel Volumen einbüßt. Zudem muss rohes Gemüse länger gekaut werden, was ebenfalls für einen Sättigungseffekt sorgt.
Dennoch gibt es auch Nachteile dieser Ernährungsform: Denn nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung leiden Rohköstler häufiger unter Nährstoffmangel, insbesondere Protein, Vitamin B12, D, B2, Kalzium und Zink sind davon betroffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass auf Milchprodukte und Getreide verzichtet wird und auch kaum fettlösliche Vitamine zu sich genommen werden. Langfristig ist diese Ernährungsweise demnach nicht geeignet – an sich ist der Verzehr von Rohkost aber keineswegs schlimm und kann durchaus in den Alltag eingebaut werden, um hier und da eine Mahlzeit zu ersetzen oder täglich eine gewisse Menge gesundes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.
Bockwurst-Wodka-Diät
Diese absurd klingende Diätvariante war laut Zeitzeugen bereits in der DDR beliebt. Getrunken wird hierbei sowohl morgens als auch abends ein kleines Glas Wodka, mittags ein großes. Dazu wird mittags außerdem eine Bockwurst gegessen. Angeblich werden auf diese Weise weniger Kalorien zu sich genommen als verbraucht werden, dementsprechend entsteht ein Gewichtsverlust. Eine solch unausgewogene Ernährung macht jedoch nicht dauerhaft schlank und schadet zudem noch der Gesundheit, denn der regelmäßige Alkoholkonsum kann abhängig und sogar krank machen – schlimmstenfalls kann das Trinken zu Leberzirrhose und einer Fettleber führen, aber auch Organe wie Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel werden geschädigt. Nicht zuletzt könnte durch die einseitige Ernährung außerdem eine Mangelversorgung mit Nährstoffen entstehen.
Diäten der Hollywood-Stars
Gerade die Diven Hollywoods setzen so manches Mal auf gefährliche Diättrends, die zwar sehr effektiv, aber nur selten gesund sind. Laut Woman verlor Beyoncé beispielsweise innerhalb von wenigen Tagen vor dem Dreh des Films „Dreamgirls“ ganze neun Kilo. Dafür setzte sie auf das Master Cleanse System, bei dem 10 bis 45 Tage lang nur ein Getränk aus heißem Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayennepfeffer getrunken wird. Die Methode ist durchaus gefährlich und provoziert regelrecht einen Jojo-Effekt, denn zwar ist die Flüssigkeitszufuhr hoch, doch der Körper hungert im Grunde. Gefährlich ist hierbei vor allem die Tatsache, dass die Stars als Vorbild herangezogen werden und insbesondere ihre jungen Fans beeinflussen.
Crashdiät vs. gesunde Ernährung
Letztendlich ist festzuhalten, dass Crashdiäten zwar einen kurzfristigen Erfolg mit sich bringen, dauerhaft jedoch nur selten sinnvoll sind. Eine Veränderung der Gewohnheiten findet nicht statt, wenngleich eine Diät aber durchaus als kurzfristige Hilfestellung und Unterstützung in der Anfangsphase einer Ernährungsumstellung dienen kann. Hierbei sind es vor allem die schnellen Erfolge, die für Motivation und Durchhaltevermögen sorgen, langfristig betrachtet sollte im Anschluss jedoch eine echte Umstellung des Essverhaltens folgen. Eine solche nachhaltige Diät lebt laut des Fitnessexperten Peak.ag vor allem von drei Säulen – Motivation, Sport und Ernährung. Sie sind voneinander abhängig und bestimmen den Trainings- und Abnehmerfolg enorm. Wer Schwierigkeiten hat, einen ersten Einstieg in eine gesunde Diät zu finden, der kann sich außerdem an folgende Tipps halten:
Diättagebuch
Viele Ernährungsexperten raten zu einem sogenannten Diättagebuch, in dem einfach alles aufgeschrieben wird, was konsumiert wird. So lässt sich die aktuelle Situation abschätzen und verbessern. Idealerweise werden die Aufzeichnungen von einem Experten analysiert, sodass die Basis für eine Ernährungsberatung geschaffen wird. Wichtig ist es im Anschluss, realistische Ziele zu setzen und sich auch über kleine Teilerfolge zu freuen. So steigt letztendlich auch die Motivation.
Diät in den Alltag integrieren
Wer sich an einer Diät versucht, der sollte unbedingt darauf achten, dass sie sich in den Alltag einbinden lässt. Sind die Rezepte einfach umsetzbar? Lassen sich die Zutaten einfach besorgen? Welche Kosten bringt die Diät mit sich? Kann auf bestimmte Lebensmittel wirklich verzichtet werden? Auch hier sollte aber von Anfang an klar sein, dass kein Diätprogramm bei Gewichtsproblemen als dauerhafte Lösung zu betrachten ist. Sie können lediglich dabei helfen, die Ernährungsumstellung einzuleiten.
Stoffwechsel ankurbeln
Nur selten reicht gesundes Essen für eine Abnahme aus, meist mangelt es auch an Bewegung. Hierbei ist aber nicht nur der gewählte Sport wichtig (der in erster Linie vor allem Spaß machen sollte), sondern auch eine gute Mischung aus Ausdauer und Krafttraining. Denn zwar sorgt Ausdauersport für einen besseren Stoffwechsel, ein trainierter Körper verbrennt jedoch mehr und tut dies vor allem auch im Ruhezustand.
Sport ist für die Gesundheit immer förderlich, aber für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, kann Sport noch viel mehr sein. Wer sich trotz einer Krebserkrankung regelmäßig bewegt, der kann das Wachstum der Tumorzellen bremsen. Eine neue, von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegebene Studie will jetzt erstmals beweisen, wie positiv sich Sport auf die gefürchtete Krankheit auswirken kann.
Den Schock überwinden
Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock und viele Betroffene fühlen sich dann wie erstarrt. Sie haben große Angst, sind mutlos und fühlen sich am Boden zerstört. Mediziner sind davon überzeugt, dass es sich positiv auswirken kann, wenn die Patienten schon unmittelbar nachdem sie die Diagnose Krebs bekommen haben, mit einem Sportprogramm beginnen. Es müssen keine sportlichen Höchstleistungen erbracht werden, jeder Patient sollte nach einer speziell für ihn passenden Sportart suchen und mit dem Training beginnen. Dass Sport eine heilende Wirkung hat, ist bekannt, für Krebspatienten hat Sport aber auch einen psychologischen Effekt, denn durch die sportlichen Aktivitäten bekommen Patienten das Gefühl, selbst etwas gegen ihre Krankheit unternehmen zu können.
Sport auf Rezept
In einigen deutschen Krankenhäusern wie zum Beispiel im Klinikum rechts der Isar in München, gibt es für drei Krebsarten bereits Sport auf Rezept. Patienten, die unter Prostata, Lungen- und Darmkrebs leiden, suchen gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzten das passende Sportprogramm für sich aus und trainieren nicht erst in der Reha, sondern schon während der Behandlung im Rehazentrum der Klinik. Die Techniker Krankenkassen will dieses Programm jetzt auch bundesweit anbieten, damit Krebspatienten überall im Land davon profitieren können.
Die Krebszellen werden mobilisiert
Durch ein intensives Bewegungsprogramm wird Adrenalin freigesetzt und das mobilisiert die Immunzellen, die den Krebs bekämpfen. Durch den Sport wird der Blutstrom an die Stellen im Körper gelenkt, wo ein Tumor wächst und durch die sehr aktiven Immunzellen wird der Tumor daran gehindert, weiter zu wachsen.