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  • Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW ist welcher Monat? In der 19. SSW beginnt die zweite Hälfte des fünften Monats, und sowohl für die Mutter als auch für das Kind ist diese Woche ein kleiner Meilenstein. Aus dem Embryo wird in dieser Phase der Schwangerschaft ein Baby, und die Mutter muss mit einem neuen vermehrten Schub an Schwangerschaftshormonen leben. Die Eltern können in der 19. SSW die Entwicklung anhand von Fotos plastisch sehen, denn das Baby bekommt in der 19. SSW Gesichtszüge, die es individuell machen. Mit ein wenig Glück „winkt“ das Baby seinen Eltern auf dem Ultraschallbild zu und die Eltern können sehen, wie ihr Kind sich sehr aktiv bewegt, wie es spielt und an seinen Reflexen trainiert.

    Wie sieht das Baby in der 19. SSW aus?

    Der Arzt wird in der 19. SSW die Gewichtszunahme anhand einer Tabelle vergleichen und wenn alles in Ordnung ist, dann wiegt das Baby zwischen 200 und 240 Gramm. Gemessen wird das Baby ab der 19. SSW nicht mehr vom Scheitel bis zum Steißbein, sondern vielmehr vom Scheitel bis zur Ferse, und in der 19. SSW misst das Kind rund 24 cm. Der ganze Körper des Babys ist jetzt noch mit dem feinen sogenannten Lanugohaar und einer dicken Schicht Käseschmiere bedeckt. Die Hautschichten bilden sich ganz allmählich aus, aber noch ist die Haut durchscheinend und transparent.

    Zum ersten Mal in der Schwangerschaft spielen die Geschlechtsorgane eine Rolle. Wenn es ein Mädchen wird, dann sind in der 19. SSW schon rund sechs Millionen sehr primitive Eizellen vorhanden. Bis zur Geburt wird sich die Zahl dieser Zellen aber um rund eine Million verringern. Wenn es ein kleiner Junge wird, dann wird in der 19. SSW in den Hoden bereits das Hormon Testosteron produziert, und während in der 15. Schwangerschaftswoche schon der Penis ausgebildet ist, kommt in der 19. SSW auch der Hodensack dazu. Die Hoden selbst werden aber erst kurz vor dem errechneten Geburtstermin verlagert.

    In der 19. SSW machen die Organe, aber vor allen die Sinneswahrnehmungen einen großen Sprung nach vorn. Die Gehirnregionen, die für das Schmecken, das Riechen, das Sehen, Hören und für das Fühlen zuständig sind, arbeiten jetzt auf Hochtouren und an den Organen werden weitere Feinarbeiten vorgenommen. Die Milz und die Leber nehmen ihre Arbeit auf und es werden zum ersten Mal Gallenflüssigkeit und weiße Blutkörperchen produziert. Die Zahnleisten sind in der 19. SSW auf dem Ultraschallbild schon sehr gut zu sehen und das Immunsystem bildet sich langsam aber sicher aus. Zu voller Stärke werden die körpereigenen Abwehrkräfte aber erst nach der Geburt auflaufen.

    Wie das Baby in der 19. SSW trainiert

    Das Baby nutzt die Zeit jetzt immer häufiger für ein intensives Training. Also wenn die Mutter in der 19. SSW starke Kindsbewegungen spürt, dann ist das beste Zeichen dafür, dass mit dem Nachwuchs alles in bester Ordnung ist. Noch hat das Baby reichlich Platz zur Verfügung, um zu turnen, besonders aktiv ist es immer dann, wenn die Mutter gerne schlafen möchte. Da die Nervenbindungen immer komplexer werden, ist das Gehör schon sehr gut ausgebildet. Das Baby kann erstmals Geräusche außerhalb des Mutterleibs wahrnehmen und hört die gedämpften Stimmen der Eltern ebenso wie Musik, auch der Tastsinn macht große Fortschritte und das Baby berührt mit den Händen die Wände der Gebärmutter.

    Das Kind trainiert in der 19. SSW auch das Schlucken des Fruchtwassers und bereitet damit den Verdauungstrakt auf seine Aufgabe vor. Im Darm werden zum ersten Mal Stoffwechselprodukte abgelegt, die nach der Geburt als sogenanntes Kindspech in der Windel zu finden sind. Die Nieren, die Blase und das komplette Harnsystem sind bereits sehr kompakt und arbeiten.

    So fühlt sich die Mutter in der 19. SSW

    Vor allem bei schlanken Frauen zeichnet sich in 19. SSW deutlich ein Bäuchlein ab, und der obere Teil der Gebärmutter ist jetzt auf der Höhe des Nabels tastbar. Ab der 19. SSW wird die Gebärmutter in jeder Woche um rund einen Zentimeter wachsen, und mit diesem rasanten Wachstum verspürt die Mutter einen immer stärker werdenden Druck auf ihre inneren Organe. Der Stoffwechsel arbeitet in der 19. SSW auf Hochtouren, und das mit einer stetig steigenden Tendenz. Die Körpertemperatur ist ab der 19. SSW immer leicht erhöht und es beginnt die Zeit der Heißhungerattacken. In der 19. SSW ständig Hunger zu haben, ist nichts Ungewöhnliches, aber die werdende Mutter sollte nicht jeder Attacke nachgeben und auch in der 19. SSW auf die Gewichtszunahme achten, denn Schwangerschaftspfunde sind Pfunde, die später mühsam wieder abtrainiert werden müssen.

    Viele Frauen verspüren neben ständigem Hunger auch großen Durst und diesem Verlangen sollten sie auch nachgeben. Ideal ist eine Menge von zwei bis drei Litern am Tag. Die besten Durstlöscher sind stilles Mineralwasser, erfrischende Schorlen mit Fruchtsaft und auch Kräutertees, wie zum Beispiel Kamille oder Fenchel. Der hohe Flüssigkeitsbedarf ist gesund, denn er hält den Körper in Balance und versorgt Mutter und Kind mit vielen wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.

    Welche Beschwerden können in der 19. SSW auftreten?

    Die vermehrte Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen macht vielen Frauen in der 19. SSW immer mehr zu schaffen. Die Schnupfennase gehört in der 19. SSW zu den Beschwerden, die als unangenehm empfunden wird, die aber viele Frauen bis zum Ende der Schwangerschaft begleiten wird. Das Gefühl erkältet zu sein, ist aber keine Infektion mit Erkältungsviren, vielmehr werden die Nasenschleimhäute durch die Schwangerschaftshormone aufgelockert und ein größeres Blutvolumen lässt die Schleimhaut anschwellen.

    Um dieses Symptom zu bekämpfen, ist ein Nasenspray mit Meersalz eine gute Idee, denn das lässt die Nasenschleimhaut schnell wieder abschwellen. Normale Nasensprays, wie sie bei einer echten Erkältung zum Einsatz kommen, und auch Medikamente sind nicht zu empfehlen.

    Die 19. SSW macht Frauen schöner

    Die meisten Frauen fühlen die Schwangerschaftshormone besonders in der 19. SSW sehr intensiv. Sie haben zunehmend dichteres und wunderschön glänzendes Haar, die Haut ist straff und der Teint rosig. Viele Frauen fühlen sich in der Phase der Schwangerschaft sehr weiblich und sie erleben ihren Körper bewusster als früher. Die Hormone durchbluten die Haut besser und Frauen, die vielleicht mit Hautunreinheiten zu kämpfen hatten, können sich jetzt über eine schöne Haut freuen.

    Bild: © Depositphotos.com / nejron

  • Die 24. SSW – das Baby wird zum Feinschmecker

    Die 24. SSW – das Baby wird zum Feinschmecker

    Die 24. SSW ist welcher Monat? Mutter und Kind befinden sich jetzt im sechsten Schwangerschaftsmonat und nähern sich dem letzten Drittel der Schwangerschaft. Die Mutter spürt in der 24. SSW das Gewicht des Babys jetzt immer deutlicher und die Belastungen der Schwangerschaft machen sich immer mehr bemerkbar. In der 24. SSW wird der Arzt zum zweiten Mal das Blut der Mutter auf eine eventuelle Rhesus-Unverträglichkeit testen und der Mutter empfehlen, eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes zu machen. Das Baby in der SSW24 bekommt einen weiteren Wachstumsschub und seine Lungen bilden sich weiter aus. Ab der 24. SSW erreichen die Aktivitäten im Bauch der Mutter für vier Wochen ihren Höhepunkt, denn danach wird der Platz für die sportlichen Übungen zu eng.

    24. SSW – das Baby macht große Fortschritte

    In der 24. SSW wird die Gewichtszunahme des Babys für die Mutter immer deutlicher, und in der 24. SSW Gewichtszunahme Tabelle steht jetzt 700 Gramm. Das Baby misst zwischen 30 und 31 cm und es legt weiter an Muskelmasse und Fettgewebe zu. In dieser Phase wird das Bewegungstraining und auch das Training der Reflexe weiter ausgebaut, denn das ist für die Entwicklung des Gehirns sehr wichtig.

    Das Baby kann in der 24. SSW bereits auf Stimmen und Geräusche immer besser reagieren. Es prägt sich die Stimme der Mutter ein und Forscher haben nachgewiesen, dass der Klang des ersten Schreis nach der Geburt dem Klang der mütterlichen Stimme sehr ähnlich ist. Wenn die Mutter dem Baby etwas vorliest, ein Lied singt oder einfach nur mit dem Kind spricht, dann wird das Baby aufmerksam zuhören.

    In der 24. SSW wird das Baby zu einem kleinen Feinschmecker, denn es kann über das Fruchtwasser verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden. Die Geschmacksknospen auf der Zunge unterscheiden jetzt süß und salzig, sauer und bitter. Der Geschmackssinn in der 24. SSW hat eine prägende Bedeutung, denn wenn zum Beispiel Süßes besonders stark wahrgenommen wird, dann wird das Kind in seinem ersten Lebensjahr gerne etwas essen, das süß ist. Die Mutter hat besonders in der 24. SSW oft Heißhungerattacken und wenn sie dann viele Süßigkeiten wie Kuchen oder Eis isst, dann nimmt auch das Fruchtwasser diesen Geschmack an, das Baby übernimmt praktisch die Vorlieben der Mutter.

    Die Reifung der Lungen schreitet in der 24. SSW weiter fort, und in den Lungenflügeln sind bereits die Blutgefäße und die Luftkanäle vorhanden. Langsam aber sicher wird jetzt auch ein Protein gebildet, das verhindert, dass die Lungenflügel verkleben können. Die Haut des Babys ist in der 24. SSW noch sehr zart und durchsichtig, denn die Ausbildungen der einzelnen Hautschichten ist noch nicht vollkommen abgeschlossen. Die Fingernägel des Kindes reichen jetzt schon bis zu den Fingerkuppen und die Struktur der Augen ist komplett entwickelt.

    Wie gut sind die Überlebenschancen in der 24. SSW?

    Wie sehen die Überlebenschancen in der 24. SSW aus? Babys, die in der 24. SSW zur Welt kommen, sind aufgrund ihrer noch geringen Lungenreifung nur bedingt überlebensfähig. Die Chancen, dass das Baby überlebt, liegen bei 67 %, je nachdem, wie schwer das Baby ist. Ein Gewicht von 700 Gramm ist lediglich ein durchschnittlicher Wert, es gibt auch Frühchen in der 24. SSW, die nur 500 Gramm auf die Waage bringen. Zwar sind in der 24. SSW die wichtigen Organe bereits angelegt, aber sie haben leider noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht.

    Das größte Problem bei einer Frühgeburt in der 24. SSW stellen die Lungen dar. Aber auch das Gehirn, die Blase, der Darm und die blutbildenden Organe wie zum Beispiel die Milz sowie das kindliche Immunsystem haben ihre entscheidenden Entwicklungsschritte noch vor sich. Dazu kommt, dass der Wärmehaushalt des Kindes noch nicht eigenständig reguliert werden kann.

    Kinder, die in der 24. SSW zur Welt kommen, müssen im Inkubator intensiv medizinisch betreut werden, sie werden künstlich durch einen Nasenschlauch beatmet und sie müssen über eine Sonde auch künstlich ernährt werden. Das Risiko dauerhafter gesundheitlicher Schäden ist in der 24. SSW hoch. So kann es zu ernsten Seh- und Hörproblemen kommen und auch spätere Lernschwächen können nicht ganz ausgeschlossen werden. Aber viele Kinder, die vielleicht nach der Geburt in der 24. SSW noch größere gesundheitliche Schwierigkeiten hatten, wachsen später zu ganz gesunden Kindern heran.

    Wenn die Mutter in der 24. SSW echte Wehen bekommt, dann werden die Ärzte alles versuchen, um die Geburt zu stoppen und um dem Baby die Möglichkeit zu geben, sich im Mutterleib weiter entwickeln zu können.

    Wie geht es der Mutter in der 24. SSW?

    Übungswehen sind in der 24. SSW keine Seltenheit, die aber von den echten Wehen, die die Geburt einleiten, zu unterscheiden sind. Die vorzeitigen Wehen sind mit Krämpfen während der Menstruation zu vergleichen, es kann auch zu Schmerzen im unteren Bereich des Rückens kommen. Wenn sich in der 24. SSW ein harter Bauch bemerkbar macht, dann ist das ebenfalls ein Zeichen dafür, dass der Körper für die echten Wehen trainiert. Auch die sogenannten Mutterbänder machen sich in der 24. SSW bemerkbar, sie werden stärker beansprucht und das führt oftmals zu einem schmerzhaften Ziehen im Unterleib. Die Beschwerden klingen meist schnell wieder ab, wenn die Mutter sich hinlegt und sich eine kleine Pause gönnt.

    Sollten die Schmerzen stärker werden oder mehr als dreimal in einer Stunde auftreten, dann muss sofort ein Arzt verständigt werden. Das gilt auch dann, wenn Flüssigkeit in kleinen Tropfen abgeht oder wenn ein Schwall Flüssigkeit aus der Scheide austritt. Das sind Zeichen dafür, dass die Fruchtblase geplatzt ist. Wenn das der Fall ist, dann muss die werdende Mutter sofort in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

    Auffällig sind in der 24. SSW auch die ersten Dehnungsstreifen, die sich am Bauch und auf dem Busen zeigen. Zunächst sind diese Streifen rot-blau gefärbt und erst nach der Entbindung werden sie schmaler und nehmen eine hell-silbrige Farbe an. Zwar verschwinden die Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen nicht vollständig, aber durch eine gute Pflegecreme oder eine Körpermilch wird die Haut elastischer und die Streifen sind nicht so stark ausgeprägt. Auch die Füße öfter mal hochzulegen, ist in der 24. SSW eine gute Idee, denn dann werden der Kreislauf und die Gefäße geschont.

    Bild: © Depositphotos.com / Kostia777

  • 31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    Die 31. SSW, welcher Monat ist das eigentlich? In der 31. SSW beginnt die zweite Hälfte des achten Schwangerschaftsmonats und in der Gebärmutter wird es für das Baby langsam eng. Die Bewegungen des Kindes sind jetzt nicht mehr so markant, wie das in den vergangenen Wochen der Fall war und viele werdende Mütter machen sich deshalb Sorgen, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Diese Sorge ist allerdings unbegründet, denn tatsächlich ist das Baby in der 31. SSW besonders munter, aber der Bewegungsradius wird kleiner und daher fühlen sich die Bewegungen auch schwächer an. In der 31. SSW wächst außerdem der Druck auf das Zwerchfell der Mutter und das macht viele Frauen kurzatmig und sie fühlen sich schneller erschöpft und müde.

    Das Baby in der 31. SSW

    In der 31. SSW liegt das Gewicht des Babys im Durchschnitt bei 1.600 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Ferse rund 42 cm. Bis es zur Welt kommt, wird es aber das Doppelte an Gewicht zunehmen, aber die Gewichtszunahme in der 31. SSW spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle. Ist das 31. SSW Gewicht eher gering, dann wird das Kind bei der Geburt auch kein Schwergewicht werden. Wiegt es hingegen mehr als der Durchschnitt, dann muss die Mutter mit einem eher schwergewichtigen Baby rechnen.

    Auch wenn es um die Organe geht, dann macht das Kind in der 31. SSW einen großen Schritt, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Lungen bereits in der Lage, sich vollkommen aufzublähen. Der Grund ist das Surfactant, ein Oberflächenprotein, das die Lungen daran hindert zu verkleben oder zusammenzufallen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist in der 31. SSW ebenfalls schon ausgeprägt, allerdings sind Babys in dieser Phase der Schwangerschaft echte Langschläfer, denn sie schlafen zwischen 15 und 20 Stunden am Tag. Während der langen Schlafphasen bewegt sich das Kind kaum und das beunruhigt vor allem die Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind.

    In der 31. SSW wird das Baby zum Boxer und Fußballspieler, denn da der Platz in der Gebärmutter knapp wird, beschränken sich die Bewegungen auf gezielte Tritte und das Baby schlägt auch mit der Faust gegen die Bauchdecke der Mutter. Das Training wird durch Greif- und Atemübungen intensiviert und vor allem nach den Mahlzeiten der Mutter bewegt sich das Baby sehr stark. Der Grund für dieses verstärkte Training ist, dass das Baby einen Energieschub bekommt, wenn der Blutzuckerspiegel der Mutter ansteigt.

    Wie geht es der Mutter in der 31. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in der 31. SSW noch sehr fit, aber jetzt kommt es vermehrt zu Kurzatmigkeit, zu Rückenschmerzen und auch die Beine werden schneller müde. Am Gefühl der müden Beine sind Wassereinlagerungen schuld, die in der 31. SSW für geschwollene Gelenke an den Fußknöcheln und an den Handgelenken sorgen. Öfter mal die Füße hochzulegen und eine Ruhepause einzulegen, ist in dieser Phase der Schwangerschaft immer eine sehr gute Idee.

    Empfehlenswert ist auch sanfter Sport zum Beispiel durch Yoga, auch Schwimmen empfinden viele Frauen in der 31. SSW als sehr angenehm. Durch regelmäßiges Schwimmen oder Yoga lösen sich Verspannungen und auch die Schmerzen im Rücken und in den Gelenken lassen nach. Zudem ist Sport eine gute Idee, um den Körper für die Geburt fit und elastisch zu machen. Für eine weitere Erleichterung in der 31. SSW sorgen außerdem flache Schuhe.

    In der 31. SSW beginnen die Brüste damit, die Vormilch zu produzieren, das sogenannte Kolostrum, und Frauen, die schon ein Kind zur Welt gebracht haben, müssen nicht selten schon Stilleinlagen im BH tragen. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Schwangerschaft ist die werdende Mutter so anfällig für Infektionen wie in der 31. SSW, und wenn sich zum Beispiel die ersten Zeichen einer Erkältung bemerkbar machen, dann ist ein Besuch beim Arzt eine Notwendigkeit. Während der 31. SSW bekommt das Baby einen enormen Schub an Aufbau- und Nährstoffen aus dem Blut der Mutter. Das macht es Krankheitserregern noch einfacher, in die Blutbahn einzudringen, und sie können die natürliche Schranke leichter durchbrechen, die von der Plazenta aufgebaut wird.

    Während der 31. SSW entwickeln Mutter und Kind eine enge Bildung zueinander und in diese Phase wird es Zeit, Geburtsvorbereitungskurse zu besuchen, die diese Bindung noch intensiveren.

    Was passiert bei einer Geburt in der 31. SSW?

    Wenn eine Frau in der 31. SSW Senkwehen bekommt, dann wächst auch die Sorge vor einer Frühgeburt in der 31. SSW. Wie weit ist die 31. SSW Entwicklung des Kindes? Kann das Baby in dieser Schwangerschaftsphase überhaupt außerhalb des Mutterleibes überleben? Kommt es zu einer Entbindung in der 31. SSW, dann hat das Baby sehr gute Chancen, gesund und munter zur Welt zu kommen. Aber wie bei allen Geburten vor der 36. Schwangerschaftswoche kann die Atmung des Kindes Probleme machen. Es kann sein, dass noch nicht ausreichend Surfactant produziert wurde, ein Protein, das den Lungen hilft, sich zu entfalten. Wenn das der Fall sein sollte, dann kann es zu einem Atemnotsyndrom beim Baby kommen.

    Das Baby wird dann unmittelbar nach der Geburt an die künstliche Beatmung angeschlossen. Dazu werden schmale Schläuche in die Nase des Kindes eingeführt, die die Atmungsorgane mit Sauerstoff versorgen. Während die Babys, die in der 31. SSW mit Atemproblemen geboren wurden, früher intubiert wurden, um dem kleinen Organismus mittels eines Luftröhrenschnitts Sauerstoff zuzuführen, setzen die Ärzte heute auf die sanfte Beatmung. Eine Intubation gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Die Sauerstoffzufuhr dauert in der Regel nicht länger als einige Stunden oder maximal zwei Tage, dann sind die meisten Babys in der Lage, selbstständig zu atmen. Wichtig ist es, einen ständigen positiven Druck in den Lungen zu erzeugen. Wenn das geschehen ist, dann werden die Schläuche aus der Nase des Babys wieder entfernt.

    Die meisten Babys, die in der 31. SSW auf die Welt kommen, nehmen schnell an Gewicht zu und können von ihren Müttern auch ganz normal gestillt werden. Sie bleiben allerdings in einem Brutkasten auf der Säuglingsstation, denn nur dort haben die Kinderärzte die besten Überwachungsmöglichkeiten, und wenn es zu einem unverhofften Zwischenfall oder zu einem Problem kommen sollte, dann ist schnell Hilfe zur Stelle.

    Bild: © Depositphotos.com / majdansky

  • Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Sie verzichten auf Fleisch, Wurst, Milch, Eier und Honig. Sie tragen keine Schuhe aus Leder und meiden alles, was irgendwie einen tierischen Ursprung hat – Veganer sind sehr konsequente Menschen. Am gestrigen Weltvegantag haben die vielen Veganer, die es mittlerweile gibt, auf sich und ihre Lebensweise aufmerksam gemacht. In Deutschland leben knapp eine Million Veganer und es werden immer mehr. Ihr Alltag wird immer einfacher, denn es gibt immer mehr Produkte, die ohne tierische Zutaten auskommen, einiges aus der veganen Welt ist allerdings etwas skurril.

    Der Supermarkt für Veganer

    Noch vor wenigen Jahren gab es Vegetarier, aber nur sehr wenige Veganer. Die wenigen Veganer, die es damals gab, mussten weite Wege gehen, um die passenden Lebensmittel zu finden. Heute sieht das anders aus, denn immer mehr Supermärkte nur für Veganer schießen praktisch wie die berühmten Pilze aus dem Boden. In Berlin, oder genauer gesagt am Prenzlauer Berg wurde der erste der veganen Supermärkte eröffnet, und mittlerweile gibt es auch Ableger in vielen anderen Städten, wie München, Essen oder Leipzig. Die Auswahl in diesen Supermärkten reicht von einem reichhaltigen Angebot an Gemüse und Obst über den veganen Brotaufstrich bis hin zum milchfreien Käse.

    Fitnessstudios und Stadtführungen für Veganer

    Wenn Veganer verreisen, dann möchten sie natürlich auch eine Stadtführung machen. In Köln werden jetzt diese Stadtrundgänge nur für Veganer angeboten. Hier wird das Augenmerk aber nicht auf die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gelenkt, es wird vielmehr auf Restaurants, auf neue Lebensmittelläden und auch vegane Bekleidungsgeschäfte aufmerksam gemacht, und auch vor dem Fitnessstudio macht der vegane Hype nicht halt. In der Hauptstadt gibt es heute Studios, deren Trainingsgeräte nicht mehr mit Leder bezogen sind, und wer an einen Energieriegel möchte, der bekommt Sojaprodukte. Die Proteinshakes sind natürlich auch vegan und bei Facebook haben die veganen Fitnessfreunde unter dem Namen „Berlin Strength“ sogar eine eigene Gruppe.

    Vegan beim Friseur und im Tattoostudio

    Es klingt ein wenig absurd, aber viele sehr konsequente Veganer haben tatsächlich Probleme damit, einen passenden Friseur zu finden. So darf zum Beispiel kein Bienenwachs zum Haarstyling benutzt werden und Shampoos, die an Tieren getestet wurden, kommen selbstverständlich auch nicht infrage. Einen Salon zu finden, der komplett auf die Wünsche der Veganer eingeht, ist jedoch schwer. Eine Ausnahme ist das Haarstudio Weinhönig in Berlin, denn dort ist wirklich alles zu 100 % vegan. Auch Veganer, die sich tätowieren lassen möchten, müssen oftmals sehr lange suchen, bis sie das passende Tattoostudio gefunden haben. So darf die rote Farbe nicht von Blattläusen stammen und auch die Vaseline für die Haut sollte frei von tierischen Inhaltsstoffen sein. Angeboten wird dieser vegane Service bislang aber nur in zwei Tattoostudios in Berlin.

    Vegan wohnen – Hotels für Veganer

    Die schlechte Nachricht ist, laut dem Hotelverband Deutschland gibt es nur sehr wenige Hotels, in denen Veganer sich rundherum wohlfühlen. Im westfälischen Hamm gab es das Veganalina, ein Hotel, das ganz auf die Wünsche und Vorstellungen der veganen Gäste eingegangen ist. Die Bettwäsche im veganen Hotel enthielt keine Daunen und die Seife wurde nicht an Tieren getestet. Trotzdem hat das Konzept nicht wie geplant funktioniert und heute gibt es nur noch ein veganes Café, das sich allerdings großer Beliebtheit erfreut. Ebenfalls Probleme haben die Biergärten für Veganer, denn statt Brathendl und Weißwürste werden dort vegane Brezel mit Humus serviert, was nicht bei allen gut ankommt.

    Wie skurril der vegane Trend zuweilen ist, das beweisen auch die Kondome für Veganer. Normalerweise enthalten Kondome das Milcheiweiß Casein, aber die Industrie hat reagiert und es werden jetzt auch Kondome angeboten, die diesen Inhaltsstoff nicht enthalten und die auch von Veganern die korrekt verhüten wollen, ohne Gewissensbisse verwendet werden können.

    Bild: © Depositphotos.com / haveseen

  • 36. SSW – Die 36. Schwangerschaftswoche

    36. SSW – Die 36. Schwangerschaftswoche

    In der 36. SSW wiegt ein Baby etwa 2.750 Gramm und ist zirka 47 Zentimeter lang (Durchschnittswerte). Viele Schwangere, vor allem Erstgebärende, verspüren jetzt schon die ersten Senkwehen. Vermutlich liegt das Baby bereits in der 36. SSW in der richtigen Position und der Bauch der werdenden Mutter beginnt sich langsam abzusenken. Wenn dies aber in der 36. SSW noch nicht der Fall ist, besteht kein Grund zur Sorge. Bei einigen Müttern senken sich die Babys erst unmittelbar vor der Geburt tiefer in das Becken ab (das „Einstellen“) oder drehen sich erst kurz vorher in die richtige Ausgangsposition. Arzt und Hebamme drehen das Baby bei Bedarf. Es ist jedoch auch möglich, ein Kind in Steißlage normal zu gebären.

    Das Alter des Babys

    Zwischen dem Alter eines Babys und der Schwangerschaftswoche gibt es eine Differenz. Eine Schwangerschaft umfasst insgesamt zehn Monate oder 40 Wochen. Zirka zwei Wochen vor der Befruchtung beginnt die Berechnung (erster Tag der letzten Regelblutung). Da sich der Termin des Eisprungs nicht bei jeder Frau rückwirkend genau bestimmen lässt, hat sich diese Art der Berechnung bewährt. Das Kind ist in der 36. SSW deshalb ungefähr 34 Wochen alt.

    Deutliche Bewegungen des Babys

    Das Baby hat in der 36. SSW in der Gebärmutter nicht mehr so viel Platz. Auch das Fruchtwasser wird weniger. Die Folge: Die Mutter nimmt die Bewegungen des Kindes oft anders wahr als vorher. Einzelne Körperteile wie Ellbogen oder Fersen lassen sich in der 36. SSW unter der Bauchhaut manchmal schon ausmachen. Vielen werdenden Eltern bereitet es Freude, nach dem Baby zu fühlen. Sie gönnen sich und dem Kind die gemeinsamen Streicheleinheiten.

    Das „Einstellen“

    In der 36. SSW kann sich ein Baby jederzeit „einstellen“. Die meisten Kinder liegen jetzt mit dem Kopf bereits nach unten. Im günstigsten Fall senkt es sich in der 36. SSW langsam in das Becken der Mutter hinunter, das Köpfchen tritt in das kleine Becken ein. Für eine „normale“ Geburt ist dies sehr wichtig. Unter einer problemlosen Geburt versteht man, wenn sich das Baby mit dem Kopf nach unten (Hinterhauptslage) sowie mit Blick zur Wirbelsäule der Mutter zur Welt kommt. Aus dieser Position heraus kann es sich gut durch das Becken drehen.

    In der 36. SSW die ersten Senkwehen

    Die Gebärmutter hat in der 36. SSW ihre vollständige Größe erreicht. Der obere Rand befindet sich nunmehr auf Höhe des untersten Rippenbogens. Einige Schwangere verspüren in der 36. SSW die ersten Senkwehen, durch die das Baby tiefer in das Becken gedrückt wird. Die Senkwehen gehen häufig mit einem allgemeinen Unwohlsein und einem Ziehen im Rücken einher. Dies ist jedoch von Frau zu Frau verschieden. Die eine bemerkt die Wehen kaum oder gar nicht, die andere empfindet sie als sehr unangenehm und schmerzhaft.

    Hat der Kopf des Kindes in der 36. SSW die richtige Position erreicht, gelangt seine Nabelschnur nicht mehr davor. Die Versorgung mit Sauerstoff ist gesichert. Durch die neue Lage des Babys fällt der werdenden Mutter das Atmen (das Zwerchfell wird entlastet) und Essen in der 36. SSW wieder leichter. Langes Sitzen und Laufen werden dafür häufig schwieriger.

    Babys in Steißlage und Sternengucker

    Kommt ein Baby in der Steißlage, also mit dem Hintern zuerst zur Welt, wird nicht selten ein Kaiserschnitt notwendig. Wie bereits erwähnt, ist es aber auch möglich, dass Babys in Steißlage auf normalem Wege in der 36. SSW geboren werden. Blickt das Kind auf den Bauch der Mutter („Sternengucker“), liegt es mit dem Gesicht nach vorn. Auch hier kann die Geburt problematischer vonstatten gehen, selbst wenn der Kopf nach unten liegt. Aus dieser Lage gelangt das Baby schlechter ins Becken, die Drehung verläuft nicht so perfekt wie aus der Hinterhauptslage. Doch sowohl bei den „Sternenguckern“ als auch bei Kindern in Steißlage versuchen Ärzte und Hebammen oft, diese durch gezielte Griffe in bessere Positionen zu bringen und so die Geburt zu erleichtern.

    36. SSW – Die Angst vor der Geburt

    Alle Schwangeren kennen die Angst vor der Geburt. Diese ist vollkommen normal. Wer gerade das erste Kind bekommt, hat wahrscheinlich Furcht vor der Hilflosigkeit und einem möglichen Kontrollverlust, die mit der Geburt einhergehen. Aber auch vor dem Geburtsschmerz haben viele werdende Mütter in der 36. SSW Angst. Andere fürchten sich vor der Situation ohne Kind im Bauch.

    Doch es gibt diverse Möglichkeiten, mit den Ängsten umzugehen:

    • sich Ängste eingestehen und mit Arzt oder Hebamme darüber sprechen
    • sich über die Vorgänge und den Ablauf der Geburt genau aufklären lassen
    • sich über den eventuellen Einsatz von Schmerzmitteln während der Geburt informieren
    • an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen, um Zutrauen zum eigenen Körper zu finden
    • bewusst entspannen, zum Beispiel bei Autogenem Training oder Yoga

    Neben den genannten Punkten ist es für angehende Mütter in der 36. SSW empfehlenswert, sich gedanklich auf das Leben mit dem Baby vorzubereiten: „Wie wird es sich anfühlen, wenn sich das Kind nicht mehr in meinem Bauch befindet und ich es in den Armen halten kann?“ Wer sich rechtzeitig, am besten schon in der 36. SSW, mit der neuen Situation beschäftigt, wird später mit ungewohnten Gedanken und Gefühlen leichter umgehen können.

    Vorbereitungen auf die Geburt treffen

    Um sich noch intensiver mit der bevorstehenden Geburt auseinanderzusetzen, ist es empfehlenswert, sich bereits in der 36. SSW mit den Vorbereitungen für das Wochenbett zu beschäftigen. Das Baby kann sich mit der Geburt noch Zeit lassen, aber auch schon einige Wochen früher auf die Welt kommen. Ist es erst einmal da, wird die frischgebackene Mutter weder Zeit noch Lust haben, im Supermarkt an der Kasse anzustehen oder komplizierte Mahlzeiten zuzubereiten. Es ist daher sinnvoll, sich zunächst mit einem Vorrat an Lebensmitteln einzudecken und Mahlzeiten gegebenenfalls einzufrieren. Dies wird die erste Zeit mit dem Kind für die Mutter beziehungsweise für die Eltern erleichtern.

    Zu einer guten Vorbereitung in der 36. SSW gehört daneben auch das Packen der Kliniktasche. Denn vor der Entbindung kann es unter Umständen sehr hektisch zugehen. Leben weitere Kinder im Haushalt, muss frühzeitig eine Betreuung organisiert werden, die die Kleinen während der Abwesenheit der Mutter oder beider Elternteile beaufsichtigt. Gleiches gilt für Haustiere, die täglich versorgt werden müssen. Vertrauenspersonen können die Eltern, Geschwister, Freunde und Nachbarn sein.

    Wichtige Telefonnummern und Adressen sollten schon in der 36. SSW gut sichtbar an den Kühlschrank oder eine Pinnwand geheftet werden, damit die Betreuer jederzeit darauf zurückgreifen können. Wichtige Papiere, die in der Klinik gebraucht werden, sind die Krankenversicherungskarte, die Geburtsurkunde, der Mutterpass, eine Heiratsurkunde (falls vorhanden) sowie die Vaterschaftsanerkennung (falls die Mutter und der Vater des Kindes nicht verheiratet sind).

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie Herzenge oder Brustenge, und genau das ist es, was die Menschen empfinden, die unter einer Angina pectoris leiden. Sie haben das Gefühl, dass ihre Brust in einem Schraubstock steckt, der sich immer enger um ihr Herz schließt, sie können nicht mehr richtig  durchatmen und meinen, dass sie ersticken müssen. Angina pectoris ist eine sogenannte koronale Herzerkrankung, die immer dann auftritt, wenn die Herzkranzgefäße, die koronalen Arterien, nicht mehr genug Sauerstoff bekommen.

    Angina pectoris – eine häufige Erkrankung

    In den westlichen Industrienationen gehört die Angina pectoris zu den häufigsten Todesursachen. Geschätzt 30 % der Männer und 15 % der Frauen leiden mindestens einmal im Leben unter einer Angina pectoris, und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu dieser besonderen Form der Herzerkrankung kommt. Frauen sind vor allem während der Wechseljahre gefährdet, und verschiedene Studien zu diesem Thema sind zu der Erkenntnis gekommen, dass in diesem Zusammenhang das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle spielt. Angina pectoris hat jedoch noch andere Ursachen wie zum Beispiel das Rauchen, auch Übergewicht und übermäßiger Alkoholgenuss können eine Herzkranzverengung auslösen.

    Wie macht sich Angina pectoris bemerkbar?

    Angina pectoris hat viele unterschiedliche Symptome, aber die meisten Betroffenen klagen über die typische Enge in der Brust. Auch ein dumpfes Gefühl und eine Art Brennen hinter dem Brustbein gehören zu den Symptomen einer Angina pectoris. Die Schmerzen können in den linken oder den rechten Arm bis in die Fingerspitzen ausstrahlen, und auch die Schultern, die Zähne, der Hals und der Magen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Schmerz wird meist nur sehr kurz wahrgenommen und hält in den meisten Fällen nur zwischen fünf und zehn Minuten an. Dann verschwinden die Schmerzen so plötzlich wieder, wie sie gekommen sind und die Betroffenen fühlen sich wieder gut. Schweißausbrüche und eine blasse Gesichtsfarbe gehören ebenfalls zu einer akuten Angina pectoris und viele Erkrankte haben während einer Schmerzattacke Todesangst oder Panik.

    Wie wird Angina pectoris behandelt?

    Kommt es zu einem akuten Anfall von Angina pectoris, dann werden die Betroffenen meist mit Nitro wie zum Beispiel Glyceroltrinitat behandelt, entweder als Spray oder auch als Kapsel, die der Patient zerbeißen muss. Nitrate haben den großen Vorteil, dass sie schon von der Mundschleimhaut aufgenommen werden und sofort ihre Wirkung entfalten. Nitro sollte aber nicht wie eine normale Tablette mit etwas Wasser eingenommen werden, denn es wird von der Leber zu schnell wieder abgebaut, bevor es die Blutbahn und damit auch das Herz erreichen kann. Wenn es wiederholt zu einen Anfall kommt, dann muss auf jeden Fall der Notarzt verständigt werden, und auch wenn die Beschwerden sehr massiv sind und nicht verschwinden, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt, dann sollte umgehend der Notruf getätigt werden.

    Wie können Betroffene vorbeugen?

    Wer schon einmal eine Angina pectoris hatte, der kann effektiv vorbeugen, damit es nicht zu weiteren Attacken kommt. Hier kann der Verzicht auf Nikotin ebenso helfen wie auch eine Regulierung des Blutdrucks. Da auch die Patienten gefährdet sind, die unter Diabetes mellitus leiden, muss der Blutzuckerspiegel konsequent überwacht und optimiert werden. Abnehmen ist ein bewährtes Mittel, um Angina pectoris zu vermeiden, und wer sich viel bewegt, der minimiert das Risiko einer koronalen Herzerkrankung. Optimal sind 15 bis 60 Minuten leichtes Ausdauertraining an fünf Tagen in der Woche. Eine Umstellung der Ernährung ist bei Angina pectoris Pflicht, denn die Krankheit tritt nicht selten nach einem üppigen, fettreichen und schwerem Essen auf. Die Ernährung sollte reich an Ballaststoffen, möglichst fettarm und sehr vitaminreich sein. Auch vorbeugende Medikamente wie Aspirin können effektiv dabei helfen, die Angina pectoris auf Dauer in den Griff zu bekommen.

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