Schlagwort: Übergewicht

  • Fitnessarmbänder – teure Spielerei oder wirklich sinnvoll?

    Fitnessarmbänder – teure Spielerei oder wirklich sinnvoll?

    Fitness ist im Trend und wenn man der Werbung glauben darf, dann sind nur denjenigen gesund und leistungsfähig, die auch körperlich fit sind. Um die Fitness perfekt in den Alltag einbauen zu können, gibt es Fitnessarmbänder, die dabei helfen sollen, den optimalen Trainingsplan zu finden, diesen Plan auch einzuhalten und sich ganz nebenbei auch noch darüber informieren zu lassen, ob Herz und Kreislauf im gesunden Bereich sind. Es gibt Fitnessarmbänder, die den Puls messen, die Schritte zählen und über den Kalorienverbrauch informieren, natürlich haben sie auch eine Stoppuhrfunktion.

    Fitnessarmbänder – Vielseitig einsetzbar

    Die modernen Fitnessarmbänder, die jetzt auch wieder auf der IFA, der internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurden, sind kleine Alleskönner, die sich Fitness-Begeisterte einfach nur ums Handgelenk binden. Durch Apps werden diese Fitnessarmbänder mit dem Smartphone, dem Tablet oder auch mit dem heimischen Computer verbunden, auf dem später zum Beispiel Statistiken über das Fitnessprogramm erstellt werden. Wer möchte, der kann auch seinen Schlafrhythmus von einem Fitnessarmband überwachen lassen oder das Armband auf Weckfunktion stellen, um am Morgen leichter aus dem Bett zu kommen. Die Auswahl der Apps ist groß und so wird es sogar möglich, Lebensmittel im Supermarkt einzuscannen, um zu sehen, welche Nährwerte sie haben.

    Für Sportler interessant

    Sportler, die ihr Trainingsprogramm ernst nehmen, können von einem Fitnessarmband profitieren. Sie können die zahlreichen Apps nutzen, um ihre Werte zu messen, sie später am Computer auszuwerten und später die einzelnen Trainingseinheiten miteinander zu vergleichen. Auch wer Übergewicht hat und mit Sport ein paar überflüssige Kilos verlieren möchte, der kann Fitnessarmbänder für die tägliche Motivation nutzen. Beim täglichen Joggen werden zum Beispiel die Schritte gemessen und die Zeit, die für eine bestimmte Strecke gebraucht wird. Am Tablet oder PC kann man dann genau sehen, ob sich die Fitness verbessert hat oder ob das Trainingsprogramm eventuell umgestellt werden muss.

    Gut für die Gesundheit?

    Mediziner sind sich einig, dass Fitnessarmbänder das Leben nicht unbedingt gesünder machen, sie warnen vielmehr davor, sich von diesen Armbändern beherrschen zu lassen. So ist es nach der Ansicht von Ärzten nicht erforderlich, einen perfekten Schlagrhythmus zu finden, denn jeder Mensch hat einen eigenen Rhythmus, der sich im Laufe des Lebens immer wieder verändert. Im Grunde sind Fitnessarmbänder, auch wenn sie technisch noch so ausgereift sind, nichts weiter als eine Spielerei. Damit diese Armbänder einen wirklichen Nutzen für die Gesundheit darstellen, müssten sie noch ausgereifter sein und noch mehr Funktionen bieten. Als Wecker, als Schrittzähler und auch als schicke Armbanduhr sind Fitnessarmbänder eine gute Sache, aber keiner lebt gesünder, nur weil er ein solches Armband trägt. Alle, die nach einer günstigen Variante suchen, um fitter oder schlanker zu werden, die sollten mit einem Arzt ein Trainingsprogramm erarbeiten und einfach ihre Ernährung auf gesunde Lebensmittel umstellen.

    Bild: © Depositphotos.com / Vadymvdrobot

  • Welche Diäten machen krank?

    Welche Diäten machen krank?

    Rank und schlank, aber leider krank? Eine solche Diät sollte keiner machen, denn schließlich sollte eine Diät dabei helfen, sich gesund zu ernähren, wenn eine Diät dann auch noch dafür sorgt, dass die Pfunde purzeln, umso besser. Mediziner haben jetzt eine Art „Hitliste“ aufgestellt, welche Diäten nicht gesund und schlank, sondern nur krank machen und mitnichten dabei helfen, eine schöne Figur zu bekommen.

    Zu viele sind zu dick

    Mittlerweile kämpft jeder sechste Deutsche mit Übergewicht und die Meisten, die zu viel auf die Waage bringen, wollen so schnell wie möglich abnehmen. Dafür nehmen sie auch unsinnige Diäten in Kauf und riskieren dabei im schlimmsten Fall ihre Gesundheit. Dazu kommt, dass rund 90 % derjenigen, die abnehmen wollen, mit der falschen Diät wieder zunehmen, und das viel schneller, als sie abgenommen haben. Nur jeder zehnte Deutsche bleibt mit der passenden Diät auf Dauer schlank und ernährt sich auch weiterhin gesund. Welche Diäten sind besonders ungesund und nicht geeignet, um eine Bikinifigur zu bekommen?

    Apfelessig – viel zu sauer

    Simpel und doch nicht zu empfehlen ist eine Diät mit Apfelessig. Die strenge Diät, die besagt, dass man ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Fingerbreit Apfelessig alle zwei Stunden trinken darf, belastet den Kreislauf und das Herz, sie sorgt für Magenschmerzen, Sodbrennen und kann im schlimmsten Fall sogar zu einer Magenschleimhautentzündung führen.

    Die Atkins-Diät – riskant für die Leber

    Der Körper braucht Kohlehydrate, aber er braucht keine Atkins-Diät, bei der auf die wichtigen Kohlehydrate verzichtet wird. Eier, Käse und Fett in Form von Fleisch ist bei dieser Diät in großen Mengen erlaubt, aber wer gerne Brot, Kartoffeln und Reis oder Nudeln isst, hat bei dieser Diät Pech. Der Überschuss an Fett kann schnell Probleme machen, so zum Beispiel Gicht auslösen und für eine Fettleber sorgen.

    Mangelernährung bei der Blutgruppendiät

    Die Blutgruppen sollten über Gesundheit und Krankheit entscheiden, und auch bei der Ernährung spielt die Blutgruppe eine wichtige Rolle. Das sagt zumindest Peter J. D’Adamo, ein Naturheiler aus den USA. Leider vergisst er dabei zu erwähnen, dass diese Diät zu schweren Mangelerscheinungen führen kann. Während die eine Blutgruppe nur Fleisch zu sich nehmen darf, sind bei der anderen Gruppe nur Milchprodukte erlaubt und das sorgt dafür, dass es zu einer Mangelernährung kommt.

    Heilfasten oder das Märchen der Entschlackung

    Nur Getränke, die keine Kalorien haben, also nur Wasser und das über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen – so sieht eine Nulldiät aus, die das Etikett Entschlackung trägt. Mit dieser Diät, die der Arzt Otto Buchinger erfunden hat, sollen nicht nur die Kilos fallen, auch der Darm soll dabei gereinigt und von Schlacken befreit werden. Herz und Nieren werden bei dieser besonderen Diät sehr belastet, und ohne ärztliche Aufsicht ist diese Diät nicht zu empfehlen.

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  • Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Die Deutschen werden immer dicker, aktuell hat über die Hälfte der Bürger Übergewicht. Schuld an diesem Dilemma sind auch die sogenannten Light-Produkte, denn sie versprechen etwas, das sie nicht halten können. Weniger Zucker, weniger Fett und damit auch weniger Kalorien sollen Light-Produkte enthalten, aber in den meisten Fällen handelt es sich um Mogelpackungen. Es sind vor allen die Ersatzstoffe, die den Zucker und das Fett ersetzen sollen, die massiv dafür sorgen, dass die Zeiger auf der Waage steigen, anstatt zu sinken.

    Wie light sind Light-Produkte?

    Vor allem die vermeintlichen Dickmacher wie zum Beispiel Butter, Mayonnaise oder auch Getränke, stehen bei den Light-Produkten im Fokus. Die Hersteller gaukeln den Verbrauchern vor, dass sie auf nichts verzichten müssen, denn es gibt schließlich alles auch in Light. Voller Geschmack, aber weniger Kalorien, das verspricht die Lebensmittelindustrie und lügt dabei, dass sich die Balken biegen. Am Beispiel der Leichtmargarine lassen sich diese Light-Versprechen schnell als Lüge entlarven, denn wer meint, mit einer leichten Margarine abzunehmen, der wird enttäuscht werden. Die Hersteller ersetzen bei der vermeintlich schlanken Margarine das Fett einfach durch Wasser, da aber Wasser nicht bissfest ist, muss es mit Bindemittel vermischt werden. Das wäre nicht weiter schlimm, nur dass die Bindemittel aus dem Chemielabor stammen, und auf der Basis von reinen Kohlehydraten hergestellt werden, die bekanntlich dick machen.

    Die Zuckerlüge der Light-Produkte

    Neben Fett spielt der Zucker bei den meisten Light-Produkten eine wichtige Rolle. Wer abnehmen will, der darf nicht zu süß essen. Die Lebensmittelindustrie reagiert auch hier nach Wunsch und bringt Light-Produkte auf den Markt, in denen jede Menge Zusatzstoffe zu finden sind. So findet sich Stevia anstatt Zucker im Erfrischungsgetränk, denn Stevia hat keine Kalorien, ist aber schädlich für die Gesundheit, wenn es überdosiert wird. Mediziner raten dazu, nicht mehr als vier Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen, alles, was darüber hinaus geht, ist bedenklich. Für die Gesundheit schädlich sind aber auch Zuckeralkohole wie Xylit, Lactit oder Maltit. Diese sind ebenfalls in großen Mengen vor allem in Getränken, Eis oder Süßspeisen zu finden, die als Light-Produkte angeboten werden. Zuckeralkohole können zu massiven Magen- und Darmproblemen führen und die Hersteller müssten eigentlich Warnhinweise auf diesen Light-Produkten anbringen.

    Das Problem mit den Gutachten

    Es gibt zahlreiche Gutachten zu vielen Light-Produkten, die meist den Tenor haben, dass diese Produkte dabei helfen, abzunehmen und dass sie in keinem Fall schädlich für die Gesundheit sind. Viele Verbraucher orientieren sich an diesen Gutachten und kaufen mit ruhigem Gewissen Light-Produkte und sind überzeugt, sich auf diese Weise gesund zu ernähren. Oftmals ist jedoch das Gegenteil der Fall, denn was die meisten Verbraucher nicht wissen, ist, dass nur wenige Gutachten wirklich neutral sind, die Mehrzahl wird von den jeweiligen Herstellern in Auftrag gegeben. Ein Gutachter, der von einem Lebensmittelhersteller beauftragt und auch bezahlt wird, kann also kaum objektiv sein und wird immer so bewerten, wie der Auftraggeber es gerne haben möchte.

    Alle, die erfolgreich abnehmen wollen, sollten mit einem Ernährungsberater sprechen und einen gezielten und individuellen Ernährungsplan aufstellen lassen. Abnehmen mit Light-Produkten funktioniert leider nicht.

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  • Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Der Tod von Philip Mißfelder schockierte nicht nur das politische Berlin, viele Menschen waren vom Tod des jungen Politikers betroffen. Philip Mißfelder starb an einer Lungenembolie, einer Krankheit, die jedes Jahr 40.000 Menschenleben fordert. Eine Lungenembolie ist deshalb so gefährlich, weil sie sich nicht immer ankündigt, die Ursache ist aber in den meisten Fällen ein Blutgerinnsel, das sich meist im Bein bildet und dann über die Blutbahn in die Lunge wandert.

    Was genau ist eine Lungenembolie?

    Wenn von einer Embolie die Rede ist, dann handelt es sich immer um ein Blutgerinnsel, das an verschiedenen Stellen im Körper auftreten kann. Meist entstehen diese Gerinnsel aber in den Beinen oder im Becken, also in den Venen, die das Blut zum Herzen transportieren. Diese Blutgerinnsel, die auch Thrombosen genannt werden, entstehen meist durch Fremdkörper wie Fett, Fruchtwasser und Luft oder auch durch Gewebeteilchen und Zellen. Kommt es zu einer Lungenembolie, dann wird die Lungenarterie verstopft, und durch diese Blockade gelangt kein mit Sauerstoff angereichertes Blut mehr in die Lungen, und das bedeutet den Tod. Ist nur ein kleineres Gefäß betroffen, dann treten gar keine oder nur sehr geringe Beschwerden auf, wird das Blutgefäß aber komplett verschlossen, dann ist es lebensbedrohlich.

    Die Diagnose Lungenembolie

    Eine Lungenembolie macht sich durch Beschwerden beim Atmen bemerkbar und auch Herzrasen kann ein erstes Anzeichen sein. Nicht selten husten die Betroffenen Blut oder werden bewusstlos, auch schon leichte Schmerzen in der Brust können ein Zeichen für eine beginnende Embolie in der Lunge sein. Grundsätzlich gilt aber: Je größer die Blockade in den Venen ist, umso drastischer und gefährlicher sind auch die Symptome. Dramatisch wird eine Lungenembolie aber immer dann, wenn der Patient das Bewusstsein verliert und wenn es zu einem Kreislaufkollaps kommt, denn dann muss alles sehr schnell gehen.

    Die Ursachen einer Lungenembolie

    Für eine Lungenembolie gibt es verschiedene Ursachen. Eine Geburt kann eine sogenannte Fruchtwasserembolie auslösen, und Fettembolien entstehen häufig im Zusammenhang mit Knochenbrüchen oder auch nach Operationen, in denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde. Ein Mangel an Bewegung kann eine Lungenembolie auslösen, auch wer eine lange Flugreise macht und stundenlang mit angewinkelten Beinen sitzt, der riskiert eine Embolie in der Lungenarterie. Übergewicht kann ebenfalls eine Thrombose mit einer anschließenden Lungenembolie auslösen, und bei vielen Menschen gibt es eine familiäre Veranlagung.

    Wie werden Lungenembolien behandelt?

    Besteht der Verdacht auf eine Lungenembolie, dann muss unverzüglich der Notarzt verständigt werden und der Patient sollte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die erste Maßnahme ist es, den Patienten mit Sauerstoff zu versorgen und ihn leicht erhöht zu lagern. Ist der Patient bewusstlos, dann muss der Kreislauf animiert werden und nicht selten wird ein Beatmungsschlauch eingeführt. Ist der Betroffene wach und orientiert, dann wird ein Mittel gespritzt, das den Kreislauf stabilisiert und den Patienten beruhigt. Dann beginnt die Behandlung mit Medikamenten, die das Gerinnsel auflösen und eine weitere Thrombose verhindern sollen. In der Regel wird Heparin gespritzt, ein Mittel, das sich besonders in Fällen von Lungenembolie bewährt hat. Nach der akuten Behandlung erfolgt dann die eigentliche Therapie, bei der der Betroffene sieben bis zehn Tage lang gerinnungshemmende Medikamente bekommt. Je nach Schwere der Embolie muss diese Therapie über Wochen oder sogar Monate fortgeführt werden. Besteht bei einem Patienten die Gefahr, dass sich wieder eine Thrombose bilden kann, dann kann die Therapie sogar mehrere Jahre dauern. Handelt es sich um eine schwere Form der Lungenembolie, dann muss das Blutgerinnsel mit anderen Mitteln aufgelöst werden. Eine sehr wirksame Therapie bei einer schweren Lungenembolie ist eine Katheter-Behandlung, bei der ein Katheter meist durch die Hüfte oder das Bein bis zur betroffenen Stelle geführt wird, und dann den Thrombus mechanisch zerkleinert, ohne dabei wichtige Blutgefäße zu beschädigen.

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  • Übergewicht bei Kindern – warum Einzelkinder dicker sind

    Übergewicht bei Kindern – warum Einzelkinder dicker sind

    Dass die Kinder von heute deutlich dicker sind als früher, das ist eine bekannte Tatsache. Besonders dick sind aber Kinder, die entweder als Einzelkinder oder als Erstgeborene aufwachsen. Eine neue Studie hat jetzt herausgefunden, warum das Übergewicht bei Kindern vor allem diese beiden Gruppen trifft. Nach der aktuellen Studie zum Thema Übergewicht bei Kindern, ist das ältere Kind immer dicker als das jüngste Kind, und auch Einzelkinder werden besonders gut ernährt und bringen daher häufig zu viel auf die Waage.

    Jedes fünfte Kind

    Mittlerweile ist jedes fünfte Kind in Deutschland zu dick, in der Gruppe der Sieben- bis Zehnjährigen sind es sogar 15 %. Das zeigt die neue Studie, die sich mit dem Übergewicht bei Kindern befasst. Deutschland liegt damit im internationalen Trend, denn besonders in den führenden Industrienationen werden die Kinder immer dicker. In der Regel wird sowohl die falsche Ernährung als auch zu wenig Bewegung dafür verantwortlich gemacht, wenn Kinder zu dick sind, die neue Studie der Universität von Auckland/Neuseeland betrachtet das Übergewicht bei Kindern von einer anderen, völlig neuen Seite. Für die Studie wurden die Gewichts- und Gesundheitsprotokolle von 30.000 Frauen in einem Zeitraum von 20 Jahren ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass die Frauen, die als Einzelkinder aufgewachsen sind oder die als Erstgeborene auf die Welt kamen, ein um bis zu 30 % höheres Risiko hatten, übergewichtig zu werden. Aus früheren Studien war bereits hervorgegangen, dass das auch auf Männer zutrifft.

    Die möglichen Ursachen von Übergewicht bei Kindern

    Nicht selten verläuft die erste Schwangerschaft nicht so problemlos wie die folgenden Schwangerschaften, und das erste Kind leidet häufig unter einem leichten Ernährungsmangel. In der Folge verändert sich der Stoffwechsel des Kindes, und der noch kleine Organismus legt mehr Fettzellen an, die das Kind auch später nicht mehr so schnell wieder los wird. Für die These spricht auch die Tatsache, dass das erstgeborene Kind und auch das Einzelkind sehr viel mehr Zuwendung der Eltern bekommen und gut gefüttert werden. So lässt sich das Übergewicht bei Kindern erklären.

    Die Familien werden kleiner

    Die Familien werden auch in Deutschland immer kleiner. Heute hat jede dritte Mutter nur noch ein Kind und Familien, die zwei oder mehr Kinder haben, werden immer weniger. Forscher sehen zwischen der Ein-Kind-Familie und der Tatsache, dass die Kinder immer dicker werden, einen deutlichen Zusammenhang, und Ernährungswissenschaftler weltweit haben keinen Zweifel daran, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Je kleiner die Familien sind, umso größer ist das Risiko, dass die Kinder zu viel auf die Waage bringen.

    Auch die Eltern werden dicker

    Eine weitere verblüffende These der aktuellen Studie ist, dass nicht nur die Erstgeborenen und die Einzelkinder immer dicker werden, auch die Eltern legen zu. Da die Eltern ihrem Kind nur das Beste bieten möchten, steigt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Ernährung. Die Nahrung wird gehaltvoller, fetter und macht daher auch schneller dick. Dazu kommt, das besonders in den ersten Lebensmonaten des Kindes die Eltern nicht mehr die nötige Zeit finden, um sportlich aktiv zu sein, und auch das führt dann letztendlich zu Übergewicht.

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  • 5 gesunde Alternativen zum Zucker

    5 gesunde Alternativen zum Zucker

    Es ist ein angeborenes Verhaltensmuster: Was süß ist, schmeckt uns. Grund hierfür: Süße Nahrungsmittel sind in der Regel nicht giftig und können bedenkenlos verzehrt werden. Es ist also evolutionär bedingt, dass wir süße Speisen bevorzugen, da sie uns suggerieren, ungefährlich und gesund zu sein. Auf viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte, trifft dies auch zu. Süß bedeutet jedoch nicht in jedem Fall gesund. Ein Beispiel hierfür ist Einfachzucker, den wir vorrangig als weißen Haushaltszucker zu uns nehmen. Er ist Bestandteil unzähliger Lebensmittel und verursacht unter anderem Diabetes, Übergewicht und Karies. Glücklicherweise gibt es verschiedene Alternativen zum ungesunden Zucker. Fünf davon sollen hier vorgestellt werden.

    #1: Honig – Das Produkt der Bienen

    Denkt man an Alternativen zum Zucker, fällt den meisten Menschen als erstes Honig ein. Das Naturprodukt schmeckt herrlich süß und ist in der Tat auch sehr gesund. Es wirkt antibakteriell und wird deswegen gern als Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Doch auch gesunde Menschen profitieren vom Honig-Konsum. Antioxidantien und Nährstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen und Magnesium liefern dem Körper alles, was er braucht.

    Honig wird besonders gern zum Süßen von Tee, Kuchen und Desserts verwendet. Doch Vorsicht: Die gesunde Alternative zum Zucker enthält ebenfalls viele Kalorien und steigert leider auch den Blutzuckerspiegel. Daher sollte Honig immer in Maßen verzehrt werden.

    #2: Ahornsirup – Die Leckerei aus Nordamerika

    Weniger kalorienhaltig, dafür genauso süß wie Honig ist Ahornsirup. Aus diesem Grund gilt auch er als eine Alternative zum Zucker. Das wohl traditionellste Einsatzgebiet des dickflüssigen Sirups, der aus Nordamerika stammt: Die Verfeinerung von Pfannkuchen. Doch auch andere Speisen vom Herd und aus dem Backofen lassen sich mit der Zucker-Alternative Ahornsirup verfeinern. Einen weiteren Pluspunkt erhält Ahornsirup, weil er sehr mineralstoffreich ist und damit sogar Honig übertrifft.

    Dennoch gilt auch hier: Ahornsirup ist nicht frei von Zucker und sollte daher nie in übermäßigen Mengen gegessen werden.

    #3: Xylit – Der Birkenzucker

    Xylit ist vielen Menschen noch kein Begriff. Daher soll diese Alternative zum Zucker hier etwas genauer beschrieben werden. Es handelt sich bei dem Stoff um ein natürliches Süßungsmittel, das aus Birkenholz und Maiskolben gewonnen wird. Da die Herstellung des „Birkenzuckers“ sehr aufwendig ist, ist dieses Süßungsmittel etwa zehnmal teurer als herkömmlicher Haushaltszucker. Außerdem ist Xylit nur in Apotheken und Online-Shops erhältlich.

    Dem gegenüber stehen jedoch auch einige Vorteile. So verursacht die Zuckeralternative beispielsweise kein Karies und besitzt rund 40 % weniger Kalorien als raffinierter Haushaltszucker.

    #4: Stevia – Unschädlich für die Zähne

    Auch Stevia ist noch recht neu auf dem Speiseplan vieler Deutscher. Das Süßungsmittel, das eigentlich eine Pflanze aus Paraguay ist, ist bereits in vielen fertigen Produkten enthalten und ersetzt dort den Einfach-Zucker. Außerdem kann Stevia auch rein gekauft und zum Backen und Kochen verwendet werden.

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    Die Pflanze wird aus verschiedenen Gründen als Alternative zum Zucker gefeiert: Sie ist günstiger als Xylit, süßer als einfacher Zucker und obendrauf auch noch frei von Kalorien. Darüber hinaus ist Stevia unschädlich für die Zähne und hat auch keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Einzig der Geschmack, der ein wenig bitter ist, stört manche Konsumenten. Trotzdem ist Stevia eine echte Zuckeralternative.

    #5: Agavensirup – Vorsicht bei Diabetes

    Die Agave ist eine Pflanze, die den meisten aufgrund ihrer stacheligen Blätterenden bekannt ist. Die Pflanze stammt aus Mexiko. Dort haben die Einwohner den Sirup beziehungsweise Saft der Pflanze als Süßungs- und auch Heilmittel genutzt. Agavensirup lässt sich gut einsetzen, um damit Joghurt, Müslis, Marmeladen und Getränke zu süßen.

    Da dieses Süßungsmittel sehr viel Fruchtzucker enthält, sollten Diabetiker eher sparsam damit umgehen. Ein regelmäßiger Konsum führt zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

    Letztendlich gilt für alle gesunden Alternativen zum Zucker: Immer in Maßen und nicht in Massen konsumieren – denn Zucker bleibt nun mal Zucker. Auch wenn Stevia, Honig und Co. gesünder als reiner Haushaltszucker sind, bringen Sie keinesfalls nur Vorzüge mit sich.

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