Schlagwort: Ultraschalluntersuchung

  • Erbkrankheit Achondroplasie – häufige Form von Kleinwuchs

    Erbkrankheit Achondroplasie – häufige Form von Kleinwuchs

    Eine der häufigsten Formen von Kleinwuchs ist die Achondroplasie. Hierbei handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei welcher in der Hauptsache die Knochen der Oberarme und der Oberschenkel eine Verkürzung aufweisen.

    Auftreten der Erbkrankheit Achondroplasie

    Mit dem Auftreten der Erbkrankheit Achondroplasie muss nur noch relativ selten gerechnet werden. Wird Mitteilungen in der Literatur Glauben geschenkt, kann davon ausgegangen werden, dass von 100.000 Personen zwischenzeitlich drei bis zehn an der Erbkrankheit Achondroplasie erkranken. Eine derartige Veränderung im Genbereich kann

    • von einem bereits an der Erbkrankheit Achondroplasie leidenden Elternteil vererbt werden
    • spontan auftreten.

    Erste Anzeichen für das Vorhandensein der Erbkrankheit Achondroplasie sind bereits im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung vor der Geburt erkennbar. Eine genetische Untersuchung führt schließlich zur Sicherstellung der Diagnose. Neben den sichtbaren Veränderungen des Körpers muss es im Rahmen der Erbkrankheit Achondroplasie nicht zwangsläufig zu körperlichen Beschwerden kommen.

    Symptomatik der Erbkrankheit Achondroplasie

    Das sofort ins Auge fallende Symptom von Personen, die von der Erbkrankheit Achondroplasie betroffen sind, ist eine verminderte Körpergröße. Frauen erreichen im Durchschnitt eine Größe von 112 cm bis 138 cm, wohingegen Männer 118 cm bis 143 cm an Körpergröße erreichen. Hauptsächlich machen sich Verkürzungen im Bereich der Oberschenkel und Oberarme bemerkbar. Der Rumpf eines Menschen mit Achondroplasie hingegen weist meist keine auffälligen Veränderungen auf.

    Da im Rahmen der Erbkrankheit Achondroplasie ausschließlich einige Knochen ein eingeschränktes Wachstum aufweisen, machen sich Veränderung der Körperproportionen bemerkbar. Mit nachfolgenden Veränderungen muss gerechnet werden:

    • großer Kopf
    • Gesicht relativ schmal
    • hohe Stirn
    • kurzer Hals
    • Nasenbein sehr klein
    • Vorliegen so genannter Dreizack Hand: zwischen dem kleinen und dem Ringfinger ist ein größerer Abstand vorhanden
    • Finger relativ kurz
    • Oberarme sehr kurz
    • Komplettes Strecken im Bereich der Ellenbogen schwer möglich
    • Faltenbildung der Haut am Körper
    • Bildung eines Hohlkreuzes
    • Oberschenkel verkürzt
    • Auftreten von O-Beinen

    Basierend auf diesen optisch deutlich erkennbaren Veränderungen im Wachstum bei der Erbkrankheit Achondroplasie können sich weitere Symptome entwickeln. So sind bei betroffenen Personen nicht selten

    • ein watschelndes Gangbild
    • ein nach vorn gewölbter Bauch
    • Schmerzen im Bereich der Hüft- und Kniegelenke sowie des Rückens

    und des Öfteren Entzündungen im Bereich der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs festzustellen. Ist die Wirbelsäule durch die vorhandene Erbkrankheit Achondroplasie stark beeinträchtigt, kann es ferner zu Lähmungen kommen. Sehr oft werden auch verminderte Muskelspannungen und eine Hypotonie als Begleitsymptome der Erbkrankheit Achondroplasie festgestellt.

    Bei Säuglingen, die von der Erbkrankheit Achondroplasie betroffen sind, werden öfter Atempausen festgestellt. Kleinkinder zeigen eine Verzögerung im Bereich ihrer motorischen Entwicklung. Menschen mit der Erbkrankheit Achondroplasie büßen weder an Intelligenz noch an Lebenserwartung ein.

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    Welche Ursachen liegen der Erbkrankheit Achondroplasie zugrunde?

    Charakteristisch für die Erbkrankheit ist eine krankhafte Veränderung einer Stelle im Wachstumsgen namens FGFR-3. Dadurch bedingt werden fehlerhafte Wachstumssignale an die Knorpelzellen weitergeleitet.

    Menschen mit einer Achondroplasie weisen eine frühzeitige Verknöcherung von Knorpelzellen im Bereich einiger Knochen auf. Dadurch hat auch die Wirbelsäule keine ausreichende Möglichkeit gleichmäßig zu wachsen. Hieraus resultieren eine stark nach vorn gebeugte Brustwirbelsäule sowie eine verstärkt nach hinten gebeugte Lendenwirbelsäule. Bedingt durch die Verengung des Wirbelkanals kann es zur Beeinträchtigung verschiedener Nervenstränge kommen.

    Sehr oft liegt bei vorhandener Erbkrankheit Achondroplasie auch eine Verengung des Durchtritts vom Hirn zum Rückenmark vor. Daher ist die Zirkulation des Nervenwassers zwischen Wirbelsäule und Kopf gestört. Das sich im Kopf stauende Nervenwasser ruft den für die Erbkrankheit Achondroplasie typischen Wasserkopf hervor.

    Durch das starke Wachstum des Kopfes ist der Gehörgang meist verkleinert, die Gaumenmandeln jedoch sind groß. Auf Grund dieses Phänomens kommt es zu einer schlechten Belüftung der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs. So sind diese stärker für Infektionen anfällig.

    Was tun bei Verdacht auf die Erbkrankheit Achondroplasie?

    Wer den Verdacht hat, an der Erbkrankheit Achondroplasie erkrankt zu sein, sollte sich an einen Facharzt für Humangenetik wenden. Dieser ist in der Lage, die richtige Diagnose zu stellen. Ferner kann der Facharzt für Humangenetik erforderliche Vorsorgeuntersuchungen einleiten und bei auftretenden Beschwerden die Patienten an weitere Fachärzte überweisen.

    Bild: © Depositphotos.com / kikkerdirk

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  • Frühschwangerschaft – zwölf Wochen Freude, Furcht und Glück

    Frühschwangerschaft – zwölf Wochen Freude, Furcht und Glück

    Die Frühschwangerschaft ist der gefährlichste Teil der Schwangerschaft, in den ersten Wochen ist das Risiko besonders groß, eine Fehlgeburt zu erleiden und in der frühen Schwangerschaft sind die Beschwerden sehr stark – diese Aussagen bestimmen noch heute das Bild, wenn es um die ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft geht. Diese Aussagen stammen aber noch aus Großmutters Zeiten, denn die Frauen von heute genießen diese ersten Wochen und sie verschwenden wenig Gedanken an das, was eventuell passieren könnte. Aber wie gefährlich ist die Zeit der Frühschwangerschaft wirklich und wie stark sind die Beschwerden während dieser so aufregenden und spannenden Zeit?

    Die ersten Anzeichen einer Frühschwangerschaft

    Jede Schwangerschaft wird in drei Abschnitte unterteilt, das sogenannte Trimenon, und das erste dieser Drittel wird als Frühschwangerschaft bezeichnet. In diesen zwölf Wochen muss der Körper der Frau Höchstleistungen vollbringen und das erste Anzeichen ist in den meisten Fällen das Ausbleiben der Regel. Wenn die Periode ausbleibt, dann wird es Zeit, in der Apotheke einen Schwangerschaftstest zu kaufen oder zum Frauenarzt zu gehen, der dann einen entsprechenden Test macht. Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, merken meist sehr früh, dass sich der Körper verändert. In der Frühschwangerschaft spannen plötzlich die Brüste, die Haut sieht anders aus und viele Frauen sind in dieser Phase besonders häufig sehr müde.

    Das Baby meldet sich

    Bei den meisten Frauen wird die Schwangerschaft zwischen der sechsten und der siebten Schwangerschaftswoche festgestellt. Durch Blut- und Urintests wird die Schwangerschaft dann quasi amtlich und der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen, um genau sagen zu können, wann der Geburtstermin sein wird. In der Frühschwangerschaft erlebt nicht nur die werdende Mutter viele Veränderungen, auch das Kind entwickelt sich in einem fast schon rasanten Tempo. Die Organe wachsen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft und da das Herz recht früh mit seiner Entwicklung beginnt, sind bei einem Ultraschall zum ersten Mal auch die Herztöne des Babys deutlich zu hören.

    Die Symptome im ersten Drittel

    Im Körper einer werdenden Mutter tobt im ersten Drittel der Schwangerschaft ein wahres Chaos. Wie aus heiterem Himmel treten plötzlich Symptome auf, die bislang vollkommen unbekannt waren. Viele Frauen sind einfach nur müde, andere sind unglaublich erschöpft. Das Kind entzieht der Mutter all ihre Energie und in diesem Zustand ist es immer eine gute Idee, sich auszuruhen und zu entspannen. Übelkeit gehört ebenso zu den Beschwerden in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft, und diese Übelkeit beschränkt sich nicht nur auf den Morgen, auch mittags und sogar nachts kann es passieren, dass die Schwangere sich erbrechen muss. Melissen- und Kamillentee kann eine gute Waffe im Kampf gegen die Übelkeit sein, die meistens im zweiten Drittel ganz verschwindet.

    Gerüche und Genüsse

    Heißhunger auf Speisen, die man sonst nicht anrühren würde und Speisen, die überhaupt nicht zueinander passen – in der Frühschwangerschaft ist es vollkommen normal, wenn der saure Hering mit dem Schokoladeneis kombiniert wird. Frauen, die ständig Appetit auf Rote Bete haben, sollten einen Bluttest machen lassen, denn dieser Heißhunger kann ein Anzeichen für Eisenmangel sein. Ansonsten sollten schwangere Frauen einfach das essen, was ihnen besonders gut schmeckt. Wenn der Duft des Lieblingsparfüms plötzlich Übelkeit auslöst, dann ist das in der Frühschwangerschaft ganz normal und kein Grund zur Sorge. Auch eine Abneigung gegen Fleisch gehört zu den Dingen, die in der frühen Schwangerschaft vorkommen können, denn die Sinne, in diesem Fall der Geruchssinn, sind in den ersten Wochen einer Schwangerschaft besonders geschärft. Sollte es im ersten Drittel der Schwangerschaft jedoch zu Blutungen kommen, dann muss sofort der Arzt aufgesucht werden. Zwar bedeutet nicht jede Blutung auch eine Fehlgeburt, aber in dieser sensiblen Zeit der Schwangerschaft sollte nichts dem Zufall überlassen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Nicht immer sorgt ein Röntgenbild oder eine Blutuntersuchung für Klarheit und auch eine Ultraschalluntersuchung bringt nicht in jedem Fall eine zuverlässige Diagnose. Vor allem wenn es um Erkrankungen des Magens und des Darms geht, dann ist es für den Arzt nicht immer so einfach, die richtige Diagnose zu stellen. Mit einer Magenspieglung jedoch wird es dem Arzt möglich, sich den Magen, die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm anzusehen. Was passiert bei einer Gastroskopie? Ist die Untersuchung für den Patienten schmerzhaft und ist für eine Spiegelung ein Aufenthalt im Krankenhaus zwingend notwendig?

    Bei welchen Erkrankungen wird eine Magenspiegelung gemacht?

    Eine Gastroskopie ist hilfreich, wenn um die Ursachen für Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu finden. Bei folgenden Erkrankungen kommt eine Spiegelung des Magens infrage:

    • Schmerzen im Oberbauch
    • Ständiges Sodbrennen
    • Blut im Stuhl
    • Beschwerden beim Schlucken
    • Bluterbrechen
    • Ungeklärte Gewichtsabnahme
    • Fortwährende Blähungen

    Auch wenn der Verdacht einer Magenschleimhautentzündung besteht, dann wird der Arzt den Magen mit dem Gastroskop untersuchen, ebenso wenn der Verdacht auf Divertikel oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre besteht. Mit einer Gastroskopie kann der Arzt aber nicht nur die richtige Diagnose stellen, er kann die Beschwerden auch gleich behandeln. So können unter anderem Gewebe entnommen und Blutungen im oberen Teil des Verdauungstraktes gestillt werden. Bei Blutungen wird ein bluthemmendes Mittel gespritzt oder ein Clip platziert.

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Viele Menschen haben Angst, „einen Schlauch zu schlucken“, aber diese Angst ist unberechtigt, denn eine Magenspiegelung dauern in der Regel nicht länger als wenige Minuten. Der Arzt schiebt dabei das Gastroskop, das einen Durchmesser von nur wenigen Zentimetern hat und knapp einen Meter lang ist, durch den Rachenraum in die Speiseröhre und dann weiter in den Magen und den Zwölffingerdarm. Der Rachen wird vorher mit einem Spray betäubt, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen. Wenn das Gastroskop am tiefsten Punkt angekommen ist, dann wird Luft in den Darmbereich geleitet, damit eventuelle Veränderungen besser zu erkennen sind. Gewebeproben entnimmt der Arzt mithilfe einer Zange und da das Gastroskop mit einem Monitor verbunden ist, kann der Arzt genau sehen, ob es Wucherungen, Geschwüre oder Blutungen gibt. Nach der Untersuchung wird das Gastroskop vorsichtig wieder herausgezogen.

    Welche Vorbereitungen sind notwendig?

    Eine Magenspiegelung kann in einem Krankenhaus gemacht werden, aber auch ambulant bei einem Facharzt für innere Medizin. Die Vorbereitungen für diese speziellen Untersuchungen sind aber immer gleich. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, müssen der Magen und auch der Verdauungstrakt vollständig entleert sein. Für den Patienten heißt das: Sechs Stunden vor der Magenspiegelung darf weder etwas gegessen noch getrunken werden. Wer allzu großen Durst hat, der darf ein wenig Wasser ohne Kohlensäure zu sich nehmen. Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen, die sollten diese Mittel zwei Wochen vor der Magenspiegelung absetzen, um das Risiko einer inneren Blutung so gering wie möglich zu halten. Durch das Narkosespray vor der Gastroskopie kann ein taubes Gefühl im Rachen entstehen, das nach der Untersuchung noch einige Stunden anhalten kann. Bis das taube Gefühl abgeklungen ist, sollte ebenfalls nichts getrunken oder gegessen werden.

    Mit oder ohne Narkose?

    Eine Magenspiegelung verursacht zwar keine Schmerzen, aber wenn das Gastroskop in den Rachen eingeführt wird, dann entsteht ein unangenehmer Würgereflex. Wer sich das ersparen will, der kann sich eine sogenannte Schlafspritze geben lassen und so die Untersuchung in einer Art Dämmerschlaf erleben. Auch der Einsatz von Beruhigungsmitteln wie zum Beispiel Valium, ist bei einer Gastroskopie möglich und macht es dem Patienten leichter. Wer sich für eine leichte Narkose entscheidet, der muss anschließend noch ruhen und darf kein Auto mehr fahren. In diesem Fall ist es eine gute Idee, eine Begleitperson mitzubringen, die den Patienten nach Hause fahren kann.

    Bild: © Depositphotos.com / kot36

  • Zwillings-Schwangerschaft – Glück im Doppelpack

    Zwillings-Schwangerschaft – Glück im Doppelpack

    Rein statistisch gesehen verlaufen die meisten Zwillings-Schwangerschaften ohne Probleme und Komplikationen, trotzdem gilt eine Zwillings-Schwangerschaft aus medizinischer Sicht als eine Risikoschwangerschaft. Die Untersuchungen und Kontrollen sind für die werdende Mutter engmaschiger. Wie riskant eine Mehrlingsschwangerschaft ist, hängt davon ab, ob sich die Babys eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen müssen oder nicht. Ob das der Fall ist, kann der Arzt bei einer Ultraschalluntersuchung zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche feststellen, manchmal steht es aber auch schon in der fünften Woche fest.

    Wann wird eine Zwillings-Schwangerschaft riskant?

    Wenn jeder der Zwillinge eine eigene Fruchthöhle und Plazenta hat, dann gilt eine Zwillingsschwangerschaft als weniger problematisch. Müssen sich die Kinder die Fruchthöhle und auch die Plazenta teilen, dann können eher Probleme auftauchen, riskant wird es aber, wenn sich die Föten die Plazenta, aber nicht die Fruchthöhle teilen müssen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten fetofetalen Transfusionssyndrom, kurz FFTS. Das Problem ist der einseitige Blutaustausch zwischen den Babys, bei dem das eine Kind das Blut abgibt und das andere Kind das Blut empfängt. In der Folge steigt die Menge an Fruchtwasser bei dem Kind, das das Blut empfängt, stark an, und wenn dieser Zustand nicht behandelt wird, dann sterben im schlimmsten Fall beide Föten ab. Wird das Syndrom rechtzeitig erkannt und behandelt, indem die Gefäßverbindungen zwischen den Kindern mittels eines Lasers getrennt werden, dann haben beide Kinder eine sehr gute Chance, gesund zur Welt zu kommen.

    Die Gefahr der Frühgeburt

    Eines der häufigsten Risiken bei einer Zwillings-Schwangerschaft ist das Risiko einer Frühgeburt. Ab der 24. Woche nimmt die Gefahr einer Frühgeburt stetig zu, denn zwischen der 26. und der 28. Schwangerschaftswoche wiegen die Zwillinge zusammen schon so viel wie ein Kind bei seiner Geburt, also ca. sechs Pfund. Ab der 28. Woche wird der Druck auf die Gebärmutter immer stärker und das kann vorzeitige Wehen auslösen. Im Schnitt kommen die Kinder aus einer Zwillings-Schwangerschaft in der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und da die Kinder ein kleineres Geburtsgewicht haben, verläuft die Geburt für die Mutter vielfach einfacher. Das Kind, das zuerst das Licht der Welt erblickt, muss während der Geburt die größte Arbeit leisten, es weitet den Muttermund und der Zwilling rutscht dann meist einfach hinterher. Die Geburt ist auch kein Problem, wenn das zweite Kind eine Steißlage hat. Will das erste Kind aber mit dem Po zuerst auf die Welt kommen, dann wird in der Regel ein Kaiserschnitt gemacht.

    Wie fühlt sich die Mutter?

    Die meisten Frauen sind freudig überrascht, wenn der Arzt eine Zwillings-Schwangerschaft feststellt. In die Freude mischt sich aber auch Sorge, denn die werdenden Mütter fragen sich zum Beispiel, ob bei einer Zwillings-Schwangerschaft ausreichend Platz in ihrem Bauch ist und ob beide Kinder mit allem versorgt werden, was sie brauchen, um gesund auf die Welt zu kommen. Bedingt durch die Zwillings-Schwangerschaft sind die typischen Beschwerden wie Übelkeit und Sodbrennen bei vielen Frauen stärker und um das zu vermeiden, sollten Zwillingsmütter über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten essen. Da der Bauch einer Zwillingsmutter gespannter ist, kann es zu Juckreiz kommen, aber auch Rückenschmerzen, Schlafprobleme und Kurzatmigkeit sind vor allem gegen Ende der Schwangerschaft keine Seltenheit. Zu einem Problem können auch Krampfadern und Wassereinlagerungen im Gewebe werden. Durch die vergrößerte Gebärmutter und die steigende Blutmenge bringen Frauen, die Zwillinge erwarten, auch mehr auf die Waage. Normal sind rund 13 Kilogramm, die während der Schwangerschaft zugenommen werden, Frauen, die mit Zwillingen schwanger sind, müssen mit einer Gewichtszunahme zwischen 17 und 20 Kilogramm rechnen. Die Gebärmutter wird bei einer Mehrlingsschwangerschaft deutlich mehr belastet und für die Mütter von Zwillingen bedeutet das, dass es etwas länger dauern kann, bis sich die Gebärmutter wieder zurückbildet.

    Bild: © Depositphotos.com / katrinaelena

  • Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    In Deutschland steigt die Geburtenrate, das heißt, immer mehr Paare entscheiden sich für Nachwuchs und wünschen sich ein Kind. Aber vom Kinderwunsch zum Wunschkind ist es oft ein schwieriger Weg, denn nicht immer klappt alles nach Plan. Die moderne Medizin kann es möglich machen, dass aus einem Paar eine Familie wird, denn die Methoden sind heute sehr effizient. Manchmal ist Geduld gefragt, denn nicht immer geht der Traum vom Wunschkind auch sofort in Erfüllung.

    So klappt es mit dem Wunschkind

    Frauen, die schwanger werden möchten, sollten während ihrer fruchtbaren Tage möglichst alle zwei Tage Sex haben, unter Zwang setzen sollte sich aber keiner. Um schwanger zu werden, ist es wichtig gesund zu sein, daher sollten die angehenden Mütter sich drei Monate vor der geplanten Empfängnis gründlich untersuchen lassen und auch sicherstellen, dass es eine Immunität gegen Röteln gibt. Gesund essen und Genussgifte wie Alkohol und Nikotin stark einschränken, das gehört ebenfalls zur Schwangerschaftsvorbereitung, ebenso wie der Besuch beim Zahnarzt. Frauen mit Amalgamplomben haben mitunter seltener einen Eisprung. Es sollte daher mit dem Zahnarzt abgeklärt werden, ob diese Plomben eventuell gegen Zahnfüllungen aus Kunststoff oder Keramik ausgetauscht werden können. Noch mehr Tipps rund ums Schwangerwerden findet man hier: http://www.folio-familie.de/kinderwunsch.html

    Eine neun Monate lange spannende Reise

    Wenn die Periode aussetzt, die Brüste spannen und Übelkeit am Morgen keine Seltenheit mehr ist, dann ist sehr wahrscheinlich ein Wunschkind auf dem Weg. Ein Schwangerschaftstest bringt in diesem Fall Gewissheit, und wenn das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen wurde, dann steht eindeutig fest: Die Familie wird um ein Mitglied reicher. Vor allem das erste Trimester der Schwangerschaft empfinden viele Frauen als belastend. Der Körper stellt sich auf die Schwangerschaft ein und das geht leider nicht ganz ohne Beschwerden ab. Erst ab dem vierten Monat fühlen sich die meisten Frauen richtig wohl und können die Schwangerschaft genießen. Bis zur 32. Woche haben Schwangere alle vier Wochen einen Termin bei ihrem Arzt, ab der 33. Woche dann alle 14 Tage. Insgesamt sind es also zehn bis zwölf Untersuchungen, bei denen sich der Arzt davon überzeugt, dass es der Mutter und dem Wunschkind gut geht. Drei Ultraschalluntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, werdende Eltern, die ihren Nachwuchs öfter sehen möchten, müssen diese Untersuchungen aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Der Weg ins Leben

    Das Wunschkind kann entweder in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder auch zu Hause das Licht der Welt erblicken. Wenn der Bauch sich deutlich gesenkt hat und die Mutter die ersten Wehen spürt, dann will das Kind auf die Welt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind zur Welt bringen, müssen mit durchschnittlich zehn Stunden Wehen rechnen, beim zweiten Kind geht alles ein wenig schneller. Um die Wucht der Presswehen abzufangen, ist eine Periduralanästhesie, kurz auch PTA genannt, eine gute Sache, denn der natürliche Drang zu pressen bleibt, aber die Mutter verspürt keinerlei Schmerzen mehr. Auch gezielte Atemübungen, die im Rahmen der Schwangerschaftsgymnastik oder einem Geburtsvorbereitungskurs erlernt werden können, sind perfekt, um die Geburt entspannt zu gestalten.

    Stillen oder Flasche?

    Ist das Wunschkind auf der Welt, dann wird es der Mutter sofort an die Brust gelegt. Dort wird es die wertvolle und nahrhafte Vormilch (Kolostrum) trinken. Die eigentliche reife Muttermilch schießt erst nach ca. drei Tagen ein. Ob das Wunschkind gestillt werden soll, das bleibt jeder Mutter selbst überlassen. Muttermilch ist das Gesündeste, was es gibt, sie stärkt nicht nur das kindliche Immunsystem, durch das Stillen wird auch eine innige Beziehung zwischen Mutter und Kind aufgebaut und die Eltern müssen nicht mehrmals in der Nacht in die Küche laufen, um das Fläschchen zuzubereiten. Nicht immer klappt es mit dem Stillen wie gewünscht und wenn das der Fall ist, dann sollte sich die Mutter keine Sorgen machen, denn auch Flaschenkinder werden gesund groß.

    Bild: © Depositphotos.com / pitrs10

  • Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Viele kennen Hepatitis unter dem Namen Gelbsucht oder auch Gilb, aber gemeint ist eine Erkrankung der Leber, genauer gesagt, eine chronische Entzündung der Leber. Den Namen Gelbsucht bekam die Krankheit durch ihre auffälligen äußeren Symptome wie eine gelbliche Haut und eine Gelbfärbung des weißen Teils der Augäpfel. Hepatitis ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und eben so vielen möglichen Ursachen. Da es kaum Symptome gibt, bleibt die Krankheit oft lange unerkannt, was unter Umständen sehr gefährlich werden kann.

    Welche Ursachen gibt es für Hepatitis?

    Die Palette der Ursachen für eine Hepatitis ist breit gefächert. Eine Virusinfektion kann ein Auslöser sein, aber auch Alkoholmissbrauch kann die Leber schädigen und eine Gelbsucht auslösen. Eine Fettleber ist ebenfalls eine der möglichen Verursacher, möglich sind zudem Autoimmunerkrankungen oder eine Störung im Immunsystem. Die häufigste Ursache ist aber eine virale Infektion, die sowohl Hepatitis A wie auch B, C, D und E auslöst. Wissenschaftler vermuten auch, dass die zunehmende Anzahl von Umweltgiften für eine Leberentzündung sorgen können, eher selten sind Pilze, Parasiten oder Bakterien die Ursache.

    Gibt es typische Symptome?

    Was die Diagnose Hepatitis so schwierig macht, ist das Fehlen von Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich müde, sie haben wenig Appetit und verspüren einen leichten Schmerz im Bereich des Oberbauches, der sich aber nicht genau lokalisieren lässt. Nicht immer kommt es zu den für Gelbsucht typischen Symptomen wie einer Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel oder einem dunkel gefärbten Urin. Da bei Hepatitis die Funktion der Leber gestört ist, kommt es zu einem Stau der Gallenflüssigkeit, die für einen unangenehmen Juckreiz, aber auch für Verdauungsstörungen sorgen kann. Durchfall, Erbrechen und Übelkeit sind daher ebenfalls Symptome, die auf eine Hepatitis hinweisen.

    Die Diagnose Hepatitis

    Besteht der Verdacht auf Hepatitis, dann wird der Arzt zunächst einmal Blut abnehmen und den Wert der Leberenzyme bestimmen, die immer erhöht sind, wenn die Leber entzündet ist. Zudem wird der Wert des gelben Gallenfarbstoffs, des Bilirubins bestimmt. Wenn auch dieser Wert erhöht ist, dann spricht das ebenfalls für einen Leberschaden. Um die spezifische Form erkennen zu können, werden Antikörpertests gemacht. Komplettiert wird die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung, denn durch eine gezielte Sonografie kann der Arzt mehr über die Struktur, die Größe und die Kontur der Leber erfahren. Leider lässt sich die eigentliche Ursache der Leberentzündung anhand einer Ultraschalluntersuchung nicht erkennen. Um den Schweregrad der Entzündung bestimmen zu können, muss deshalb im Rahmen einer Leberpunktion Gewebe entnommen werden.

    Wie sieht die Therapie aus?

    Welche Therapie infrage kommt, das richtet sich immer nach der Schwere der Entzündung. Bei den chronischen Formen wie B und C, ist eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich, die nicht nur eine Besserung einleiten, sondern auch eine komplette Ausheilung möglich machen. Neue Präparate, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind, ermöglichen eine kurze Therapie und auch weniger Nebenwirkungen. Besonders bei Patienten, die bereits eine Leberzirrhose haben, zeigen sich schnelle und auch nachhaltige Erfolge. Eine Behandlung mit Interferon, die noch vor wenigen Jahren zur Standarttherapie gehörte, ist dann nicht mehr notwendig. Handelt es sich um eine Alkoholhepatitis, dann ist eine sofortige Abstinenz ein Muss, die eigentliche Behandlung richtet sich aber auch hier nach dem Schweregrad der Leberschädigung. Bei einer Autoimmunhepatitis kommt es immer dann zu einem chronischen Verlauf, wenn die Erkrankung zu spät festgestellt wurde, helfen können in diesem Fall spezielle Immunsuppressiva, wie zum Beispiel Cortison. Zwar verbessern sich dann die Symptome und die Laborwerte sind wieder in einem normalen Bereich, allerdings müssen die Betroffenen über einen sehr langen Zeitraum, wenn nicht sogar lebenslänglich behandelt werden, was zu starken Nebenwirkungen führen kann. Handelt es sich um eine Fettleber, dann hilft nur Abnehmen, um das Körperfett auf Dauer deutlich zu reduzieren.

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