Schlagwort: Ultraschalluntersuchung

  • Vorhofflimmern – ein Vorbote für Schlaganfälle

    Vorhofflimmern – ein Vorbote für Schlaganfälle

    Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Herzrhythmusstörungen und die meisten wissen es noch nicht einmal. Besonders häufig ist das sogenannte Vorhofflimmern, ein Warnzeichen, was niemand auf die leichte Schulter nehmen sollte, denn Vorhofflimmern kann ein Vorbote für einen drohenden Schlaganfall sein. Aber wie entsteht dieses besondere Flimmern und was macht es so gefährlich? Warum sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und gibt es eine Therapie, die das Flimmern beendet?

    Wie gefährlich ist ein Vorhofflimmern?

    Ein gesundes Herz schlägt rund 70 Mal in einer Minute, wenn es aber zu einem Vorhofflimmern kommt, dann erhöht sich die Zahl auf 150 Herzschläge in der Minute. Das stellt eine sehr große Belastung für den Herzmuskel und die reduzierte Pumpleistung des Herzens dar, für die Betroffenen bedeutet es ein stetiges Absinken der Leistungsfähigkeit. Anders als das deutlich gefährlichere Kammerflimmern führt das Vorhofflimmern nicht sofort zum Tod, aber in den Herzvorhöfen kann sich leicht ein Gerinnsel bilden, das schließlich in die Blutbahn gelangt und zum Gehirn wandern kann. Wird dann ein Gefäß verstopft, dann kommt es zu einem Schlaganfall. Über ein Drittel der Schlaganfälle geht heute auf ein Vorhofflimmern zurück.

    Die typischen Anzeichen des Vorhofflimmerns

    Das Herz rast und stolpert, es kommt zu Atemnot, zu starken Angstgefühlen, der Puls wird unregelmäßig und den Betroffenen wird schwindelig – das alles sind die typischen Anzeichen für diese besondere Form einer Herzrhythmusstörung. Die Betroffenen fühlen sich ohne erkennbaren äußeren Grund plötzlich krank, sie haben das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren und nicht selten auch Todesangst. Oft wird das gefährliche Flimmern mit einem Herzinfarkt verwechselt, und auch wenn es vielleicht seltsam klingt, aber wer mit der Verdachtsdiagnose Infarkt in ein Krankenhaus eingeliefert wird, der hat großes Glück. Bei einem EKG wird das Flimmern meist sehr schnell erkannt, und der Betroffene bekommt sofort die notwendige Therapie, die ihn in den meisten Fällen vor einem Schlaganfall bewahrt.

    Welche Ursachen gibt es?

    Wie alle Herzerkrankungen, so gibt es auch für das Vorhofflimmern verschiedene Ursachen. Die häufigste Ursache ist Bluthochdruck, dann folgt das Alter. Auch eine angeborene Herzmuskelschwäche, eine koronale Erkrankung des Herzens, ein Herzklappenfehler und auch eine Herzmuskelentzündung, wie sie sehr häufig nach einer nicht auskurierten Erkältung oder Grippe auftritt, kann ein Auslöser für diese Form der Herzrhythmusstörung sein. Menschen, die unter Diabetes leiden, starkes Übergewicht haben oder regelmäßig viel Alkohol trinken, müssen damit rechnen, dass ihr Herz ihnen auf diese Weise Probleme macht.

    Welche Behandlungen und Therapien sind möglich?

    Wenn die Rhythmusstörung rechtzeitig erkannt wird, dann kann sie erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Wird sie aber zu spät erkannt, dann ist es schwer, einen normalen Sinusrhythmus, also einen normalen Herzrhythmus wieder herzustellen. In akuten Fällen ist eine elektrische Kardioversion, der sogenannte Elektroschock ein bewährtes Mittel, um das Herz wieder normal schlagen zu lassen. Ähnlich wie bei einem lebensgefährlichen Herzstillstand, so wird der Patient auch beim Vorhofflimmern unter Narkose kurz geschockt, und anschließend beginnt das Herz wieder im richtigen Rhythmus zu schlagen. Bevor geschockt wird, überzeugt sich der Arzt mittels einer Ultraschalluntersuchung aber davon, dass sich in den Herzvorhöfen kein Gerinnsel gebildet hat. Um ganz sicher zu gehen, wird eine Echokardiografie gemacht, bei der eine Ultraschallsonde mit einem sehr dünnen biegsamen Schlauch durch die Speiseröhre bis ans Herz geschoben wird. Zusätzlich bekommen die Betroffenen blutverdünnende Medikamente, die die Bildung eines Gerinnsels verhindern oder hemmen sollen. Nicht immer gelingt es, den Herzrhythmus wieder in einen normalen Bereich zu bekommen. In diesen Fällen werden die Ärzte versuchen, die Pulsfrequenz im Ruhezustand unter 110 oder noch besser unter 70 Schläge in der Minute zu bekommen. Um das zu erreichen, werden dem Patienten spezielle Medikamente verabreicht, wie zum Beispiel Betablocker oder auch Digitalis.

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  • Was passiert bei einer Fruchtwasseruntersuchung?

    Was passiert bei einer Fruchtwasseruntersuchung?

    Jede Frau möchte, dass ihr Kind gesund zur Welt kommt. Um sicher zu stellen, dass es dem Kind auch wirklich gut geht, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen der werdenden Mutter regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und drei Untersuchungen per Ultraschall. Normalerweise reichen diese umfangreichen Untersuchungen auch aus, aber wenn eine werdende Mutter älter als 35 Jahre oder jünger als 18 Jahre ist, dann empfehlen die Ärzte eine weitergehende Untersuchung, die sogenannte Amniozentese, eine Fruchtwasseruntersuchung.

    Das Verfahren

    Um genetisch bedingte Krankheiten oder Chromosomenabweichungen untersuchen zu können, ist die Fruchtwasseruntersuchung ein bewährtes Mittel. Bei einer Fruchtwasserpunktion wird vom Arzt eine sehr dünne hohle Nadel durch die Wand der Gebärmutter in die Fruchtblase eingeführt. Dort wird eine kleine Menge, ca. 15 bis 20 ml Fruchtwasser entnommen, das dann auf eventuelle Abnormitäten untersucht wird. Der komplette Eingriff wird immer per Ultraschall überwacht und ambulant durchgeführt. Da die Untersuchung keine Schmerzen verursacht, ist auch keine lokale Betäubung notwendig. Anschließend werden die Zellen, die sich im Fruchtwasser befinden, in einem Labor vermehrt und dann auf die Struktur und die Anzahl der Chromosomen untersucht. Zusätzlich kann auch eine Konzentration des speziellen Eiweißes Alpha-Fetoprotein untersucht werden. Diese Untersuchung dient auch der DNA-Analyse, wenn zum Beispiel die Vaterschaft festgestellt werden soll.

    Wann ist eine Fruchtwasseruntersuchung sinnvoll?

    Eine Fruchtwasserpunktion wird immer dann empfohlen, wenn sich im ersten Trimester der Schwangerschaft oder bei der Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten ergeben haben. Nur durch eine Fruchtwasseruntersuchung kann geklärt werden, ob es eine Abweichung in den Chromosomen gibt und ob das Kind an einem offenen Rücken leidet, der sogenannten Spina bifida. Wenn es in der Familie genetisch bedingte Krankheiten wie Erkrankungen der Muskeln oder des Stoffwechsels gibt, dann lässt sich durch eine DNA-Analyse klären, ob das Kind auch von dieser Krankheit betroffen ist. Sinnvoll ist eine Fruchtwasseruntersuchung auch dann, wenn die Mutter bereits ein behindertes Kind oder ein Kind mit einem neuralen Defekt zur Welt gebracht hat oder eine Fehlgeburt aufgrund eines Gendefektes hatte.

    Welche Gefahren birgt eine Fruchtwasseruntersuchung?

    Auch wenn eine Untersuchung des Fruchtwassers eine bewährte Methode ist, es gibt trotzdem einige Aspekte, über die sich die werdende Mutter im Klaren sein sollte. So kann es unter anderem zu leichten Blutungen kommen und das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, liegt nach der Untersuchung zwischen 0,5 und einem Prozent. Nach der Fruchtwasseruntersuchung sollte sich die Schwangere noch einige Tage schonen, denn auf diese Weise kann das Risiko gemindert werden. Als eine große Belastung empfinden viele Frauen hingegen die oftmals lange Wartezeit, bis die Befunde eintreffen. Zudem kommt die Gewissheit, dass es keine Möglichkeit der Therapie für das Kind gibt, wenn die Befunde positiv sein sollten. Auch unklare Befunde sind möglich, was es für die Eltern nicht eben einfach macht, denn sie müssen bis zur Geburt ihres Kindes warten oder eine weitere Fruchtwasserpunktion machen lassen, die dann hoffentlich Klarheit bringt.

    Wann sollte die Untersuchung stattfinden?

    Um aussagefähige Befunde zu bekommen, empfehlen Ärzte eine Untersuchung des Fruchtwassers zwischen der 14. und der 20. Schwangerschaftswoche durchführen zu lassen. In der Regel treffen dann nach zwei Wochen die Ergebnisse ein. In ganz besonderen Fällen kann auf Anraten des Arztes auch ein Schnelltest, der sogenannte FISH-Test gemacht werden, hier liegen die Ergebnisse schon nach zwei Tagen vor. Bei einem Schnelltest wird unter anderem die Zahl der Chromosomen 13, 18 und 21 ermittelt, es ist aber auch möglich, das Geschlecht des Kindes zu bestimmen. Einen Haken gibt es allerdings, denn der FISH-Test ist nicht zu 100 % sicher. Um Sicherheit zu bekommen, müssten die Zellen in Langzeit-Kulturen angelegt und immer wieder überprüft werden. Der Schnelltest wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt, die Kosten für eine Fruchtwasseruntersuchung werden hingegen in voller Höhe von den Kassen übernommen.

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  • Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Nach dem Brustkrebs ist der Eierstockkrebs die am meisten gefürchtete Krebsart bei Frauen. Anders als beim Brustkrebs, der auch in einem frühen Stadium erkannt wird, ist der Krebs der Eierstöcke tückisch, denn es gibt lange Zeit keine sichtbaren und spürbaren Symptome. In 90 % aller Eierstockkrebsdiagnosen handelt es sich um ein sogenanntes Ovarialkarzinom, das über einen langen Zeitraum keine Symptome auslöst. Der Tumor wird deshalb oftmals zu spät erkannt, was den Eierstockkrebs zu einer der gefährlichsten Krebsarten macht. Wie erfolgreich eine Behandlung ist, hängt immer davon ab, wie zeitig der Krebs entdeckt wird.

    Eierstockkrebs – die Symptome

    Immer dann, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich die ersten Symptome. Die betroffenen Frauen bluten außerhalb der monatlichen Regel oder es treten Blutungen auch noch nach den Wechseljahren auf. Starke Blähungen und eine Gewichtsabnahme, für die es keine logische Erklärung gibt, kann ebenfalls ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Frauen, die sich ohne einen ersichtlichen Grund über einen längeren Zeitraum erschöpft, schlecht und krank fühlen, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Vor allem für Frauen, die bereits in der Menopause sind und im Rahmen der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie machen, sollten sich regelmäßig auf diesen speziellen Krebs untersuchen lassen, das Gleiche gilt für Frauen mit starkem Übergewicht. Auch wenn es eine genetische Veranlagung und bereits Fälle von Eierstockkrebs in der Familie gibt, dann ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Pflicht.

    Die Diagnose

    Vielfach wird ein Tumor an den Eierstöcken durch Zufall entdeckt, und wenn der Verdacht besteht, dann wird der Arzt eine gründliche, weitergehende Untersuchung machen. So reicht zum Beispiel eine vaginale Ultraschalluntersuchung nicht immer aus, um einen bösartigen Tumor zu erkennen, eine Kernspintomografie ist hier die bessere Wahl. Ein CT, also eine Computertomografie, hat sich bei der Diagnosefindung ebenfalls bewährt, denn sowohl mit dem CT als auch mit einem MRT kann erkannt werden, ob der Krebs bereits in die Beckenregion gestreut hat. Eine Untersuchung des Blutes gibt darüber Auskunft, ob sich im Blut sogenannte Tumormarker befinden. Gibt es einen Nachweis über das Protein CA 125, kann das ein sicheres Anzeichen für ein Ovarialkarzinom sein.

    Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

    Die Therapie bei Eierstockkrebs richtet sich immer danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In den meisten Fällen ist aber eine Operation notwendig, bei der der Tumor und auch die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt werden. Ist der Krebs weit fortgeschritten, dann entfernt der Chirurg auch die Lymphknoten im gesamten Becken- und Bauchbereich. Handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, dann wird der Arzt auch befallenes Gewebe aus dem Bauchraum und eventuell auch Darmabschnitte entfernen. An die Operation schließt sich eine Chemotherapie und wenn notwendig auch eine Strahlentherapie an.

    Wie gut sind die Prognosen?

    Krebs an den Eierstöcken wird in vier verschiedene Stadien unterteilt:

    • Stadium I: An beiden Eierstöcken haben sich Tumore gebildet.
    • Stadium II: Der Krebs hat sich im Beckenraum ausgebreitet.
    • Stadium III: Die Krebszellen sind bereits außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle und in den Lymphknoten zu finden.
    • Stadium IV: Die Krebszellen haben sich in anderen Regionen auch außerhalb der Bauchhöhle angesiedelt, es gibt sogenannte Fernmetastasen.

    Wird der Krebs in den ersten beiden Stadien erkannt und rechtzeitig behandelt, dann sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Hat der Krebs aber bereits das dritte und vierte Stadium erreicht, dann sind die Prognosen leider nicht mehr so günstig. Wenn der Krebs der Eierstöcke so weit fortgeschritten ist, dass keine Chancen auf Heilung bestehen, dann ist eine palliative Therapie die beste Wahl, denn sie steigert die Lebensqualität. Diese Therapie kommt immer dann zur Anwendung, wenn der Tumor massiv in die Bauchregion gestreut hat und weder eine Operation oder eine Chemotherapie helfen können.

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  • Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Geburten und Schwangerschaften sind heute so sicher wie nie, trotzdem steigt die Zahl der Risikoschwangerschaften. Das passt irgendwie nicht zusammen, aber die Diagnosezahlen bestätigten diese These. So werden heute rund 75 % aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft und die Zahlen steigen stetig weiter an. Rund Dreiviertel aller Schwangeren muss während der 40 Wochen intensiv medizinisch betreut werden und steht unter permanenter Beobachtung. Wenn es aber um Komplikationen während der Schwangerschaft geht, dann hat Deutschland einen historischen Tiefstand und das wirft die Frage auf, ob die reale Abnahme von Gefahren zu einer unverhältnismäßig hohen Wahrnehmung von rein theoretischen Risiken führt?

    Die Mütter werden älter

    Noch vor 30 Jahren wurden Frauen, die mit 30 Jahren ihr erstes Kind bekamen, als späte Erstgebärende bezeichnet, mittlerweile sind das alle Frauen, die 35 Jahre oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Je älter die Frau, umso wahrscheinlicher ist auch eine Risikoschwangerschaft und da immer mehr Frauen sich zunächst auf eine berufliche Karriere konzentrieren und erst spät ein Baby bekommen, steigt das Risiko, dass es während der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt. Ein großes Problem, das eine Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft macht, ist Diabetes mellitus, denn diese besondere Form der Schwangerschaft birgt immer die Gefahr von Fehl- oder Frühgeburten.

    Wie wird eine Risikoschwangerschaft definiert?

    Ein Expertengremium hat jetzt die typischen Krankheiten und Gefahren, die zu einer Risikoschwangerschaft führen, zu einem Katalog zusammengefasst. So werden im Mutterpass die Risiken in die Kategorien A und B unterteilt. Unter die Kategorie A fallen Krankheiten wie Diabetes, und auch ein starkes Übergewicht der Mutter kann zu einer Risikoschwangerschaft führen. In der Kategorie B sind alle die Krankheiten und Probleme zusammengefasst, die während der Schwangerschaft entstehen. Dazu gehören unter anderem Blutungen, Plazentastörungen oder auch starke Wassereinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen. Mehrlingsschwangerschaften sind immer riskant, aber auch wenn es schon eine Fehl- oder Frühgeburt gab, dann wird das als Risikoschwangerschaft eingestuft.

    Welche Gründe für eine Risikoschwangerschaft gibt es?

    Eine Risikoschwangerschaft kann viele verschiedene Gründe haben. Eines der größten Probleme ist die Frühgeburt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der weibliche Körper im Zuge der Evolution so angelegt wurde, eine Schwangerschaft immer dann zu beenden, wenn Gefahr droht. Zu einer Frühgeburt kann aber auch Bluthochdruck oder eine Infektion führen. Präeklampsie ist ein weiterer Grund für eine Frühgeburt, besonders bei älteren Frauen steigt das Risiko stark an, dass die Schwangerschaft weit vor dem errechneten Termin zu Ende geht. Fehlbildungen des Kindes können ein weiterer Grund für eine Fehl- oder Frühgeburt sein. Ärzte und Krankenkassen sind natürlich darum bemüht, dass das Kind gesund, munter und termingerecht auf die Welt kommt, denn je unreifer ein Kind geboren wird, umso schwerer sind die Folgeschäden, die auftreten können. Zwar können heute Frühchen, die 1000 Gramm wiegen, dank der modernen Intensivmedizin überleben, aber durch die Einstufung einer riskanten Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind pünktlich und mit Normalgewicht geboren wird.

    Gründliche Untersuchungen

    Wird eine Schwangerschaft als riskant eingestuft, dann heißt das für den Arzt, dass seine Untersuchungen mehr als gründlich sein müssen. Alle relevanten Befunde werden genaustens kontrolliert und protokolliert, Probleme werden früh behandelt und wenn der Arzt der Meinung ist, dass mehr als drei Ultraschalluntersuchungen notwendig ist, dann werden diese auch von den Krankenkassen bezahlt. Das Budget, das die Krankenkassen für die Schwangerschaftsuntersuchungen vorsieht, muss sich bei einer Risikoschwangerschaft aber nicht automatisch erhöhen, nur wenn besondere Untersuchungen wie beispielsweise eine Untersuchung des Fruchtwassers gemacht werden müssen, dann muss das von der Kasse bewilligt werden. Die Kassen achten allerdings darauf, dass für die Ärzte kein allzu großer wirtschaftlicher Anreiz entsteht, zudem bedarf es fundierter medizinischer Befunde, bevor eine solche Untersuchung auch bewilligt wird.

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  • Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Eine echte Herzensangelegenheit

    Arteriosklerose beziehungsweise die Verkalkung der Arterien birgt nicht nur ein hohes Risiko für Herzkrankheiten, sondern bleibt in den meisten Fällen auch lange unerkannt. Genau das ist das Tückische. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Arterienverkalkung durch schwerwiegende Folgeerkrankungen erkannt wird. Man spricht hier auch von „der stillen Gefahr“, denn wer zu spät handelt, läuft Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Betroffene sind lange vollkommen beschwerdefrei. Vorsichtsmassnahmen zu treffen sollte eine echte Herzensangelegenheit sein.

    Auslöser für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten

    Das Herz des Menschen ist ein regelrechtes Hochleistungsorgan. Pro Jahr befördert es im Schnitt 2,6 Millionen Liter Blut durch den Körper und kümmert sich darum, dass alle Zellen und Organe ausreichend versorgt werden.

    Im Laufe der Jahre verlieren die Blutgefässe jedoch an Elastizität. Vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr sind besonders anfällig. Kommen Übergewicht, eine schlechte Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil mit Zigarettenrauch und hohem Alkoholkonsum hinzu, verschlechtert sich der Zustand der Arterien massgeblich schneller. Ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und natürlich auch eine genetische Veranlagung können ebenfalls enorm zur Verkalkung selbiger beitragen. Es kommt zu einer Verengung der Blutgefässe und chronisch entzündlichen Prozessen, der sogenannten Arteriosklerose. Dabei können die Zellen nicht mehr optimal versorgt werden – weder mit Sauerstoff noch mit den benötigten Nährstoffen. Die Folgen sind Taubheitsgefühle und Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK), Bluthochdruck und im schlimmsten Fall – durch die Ablagerung von Kalk an den Wänden der Blutgefässe – Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch junge Menschen sind davor nicht gefeit.

    Symptome bei einer Arteriosklerose können sein:

    • Einschlafen / Kribbeln in Händen, Beinen und Füssen
    • Engegefühl / Beklemmung in der Brust (Angina pectoris)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzschmerzen
    • Schwindel
    • Temporäres Verlieren des Bewusstseins

    Methoden, um eine Arteriosklerose rechtzeitig zu erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung an der Halsschlagader
    • Pulswellendiagnostik
    • regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterin (LDL-Cholesterin-Werte)

    Arteriosklerose vorbeugen als echte Herzensangelegenheit

    Präventionsmassnahmen zum Vorbeugen einer Arteriosklerose gibt es viele. Sie sind weitaus leichter umzusetzen und in den Alltag zu integrieren als dauerhafte Rehabilitationsmassnahmen nach einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer auf Rauchen und einen häufigen Alkoholkonsum verzichtet, der hat schon viel getan. Eine gesunde, Omega-3-Fettsäuren-reiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft gelten ohnehin als Eckpfeiler für einen gesunden Körper im Gleichgewicht. Wassertreten ist besonders hilfreich, um Venen und Arterien gesund zu halten.

    Auch das Vermeiden von Stress ist ein wichtiger Faktor um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Pflanzliche Präparate – zum Beispiel aus der Tibetischen Medizin – können ebenfalls eine wirksame Unterstützung bei Durchblutungsstörungen bieten. Entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antioxidative Eigenschaften der Ingredienzien aus der Tibetischen Medizin wirken sanft im Körper und sind meist gut verträglich.

    Noch ein Tipp: In Cranberrys befindet sich sogenanntes Vitamin P. Dieses soll eine Art Schutzfilm auf die Gefässwände legen können, um diese vor Verkalkung zu schützen.

    Fazit: Ob pflanzliche Arzneimittel, eine gesunde Ernährung oder regelmässige Checks beim Arzt: Das Vorbeugen von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose sollte in jedem Fall eine echte Herzensangelegenheit für all diejenigen sein, die noch lange fit und gesund bleiben möchten.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d

  • Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Wie in den vorangegangen Wochen, so steht auch in der 7. SSW die Entwicklung des Kindes im Vordergrund, denn in dieser Phase der Schwangerschaft wird aus dem sogenannten Zell-Cluster langsam aber sicher ein Embryo, der menschliche Züge bekommt. Es geschieht einiges in der 7. SSW, denn das Baby ist schon recht weit in seiner Entwicklung, und wenn der Arzt ein Ultraschallbild in der 7. SSW macht, dann kann er einen winzig kleinen Menschen sehen, der sich zum Beispiel erstmals eigenständig bewegen kann. Die SSW 7. Woche ist für die Mutter allerdings eine anstrengende Woche, denn durch die verstärkte Wirkung des Schwangerschaftshormons Progesteron hat sie mit allerlei Beschwerden zu kämpfen.

    Wie entwickelt sich der Embryo in der 7. SSW?

    Wenn der Arzt die Größe des Embryos in der 7. SSW bestimmt, dann misst er zum ersten Mal die Scheitel-Steiß-Länge. In der 7. SSW beträgt diese Länge rund fünf Millimeter und ab der 7. SSW wird das Baby jeden Tag um einen weiteren Millimeter wachsen. Die ersten Muskelstränge werden in dieser Schwangerschaftswoche ausgebildet und wenn in der 7. SSW ein Video gemacht wird, dann sind die ersten Bewegungen sichtbar, die aber noch eher an ein Zucken erinnern.

    Das Herz des Embryos pumpt in der 7. SSW mit ungefähr 150 Schlägen pro Minute Sauerstoff und vor allem Blut durch den winzigen Körper. Interessant ist in diesem Stadium der Schwangerschaft aber auch, dass die Anlagen für das Gehirn, die Augen, die Nasenlöcher und die Extremitäten schon sehr deutlich und klar zu erkennen sind. Die Wirbelsäule des Embryos stabilisiert schon den Körper und die Ausbildung des Nervensystems schreitet kontinuierlich voran. Die Auswüchse zwischen der Öffnung des Mundes und des Herzsackes erinnern noch an die Kiemen eines Fisches, erst zu einem späteren Zeitpunkt werden sich an dieser Stelle das Gesicht, der Unterkiefer und der Hals des Kindes bilden.

    Die Augen des Embryos liegen in der 7. SSW noch an den Schläfen und das verleiht dem Baby in dieser Phase das Aussehen eines Fisches. Die kleinen Füße erinnern an Paddel und sind von den Beinen noch nicht zu unterscheiden.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 7. SSW?

    In der 7. SSW ist noch keine Bauchwölbung zu sehen, aber die Mutter hat mit einigen Beschwerden zu tun. Die meisten Frauen werden schnell müde und möchten am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Schuld an dieser großen Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das sich beruhigend auf den Organismus auswirkt, aber eben auch schläfrig macht. Schwangere sollte daher öfter mal eine kleine Pause einlegen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

    Es ist ein wenig paradox, denn auch wenn sich die werdenden Mütter müde fühlen, können dennoch Probleme auftreten, wenn es ums Durchschlafen geht. Das liegt unter anderem an den Mutterbändern, die Bänder, an denen die Gebärmutter hängt, denn diese dehnen sich, was wiederum ein unangenehmes Ziehen zur Folge hat. Da die Gebärmutter stetig wächst, drückt sie immer mehr auf die Blase und der Harndrang treibt die Schwangeren auch in der Nacht auf die Toilette.

    Ob Heißhungerattacken in der 7. SSW eine Last sind, das sieht jede schwangere Frau anders, aber in dieser Phase der Schwangerschaft wünschen sich einige Frauen, dass der Kühlschrank neben dem Bett stehen würde. Der plötzliche Heißhunger tritt auch gerne in der Nacht auf und sorgt damit ebenfalls für eine gestörte Nachtruhe. Einige Frauen haben in der 7. SSW mit Blutdruckproblemen zu kämpfen, der entweder zu hoch oder aber zu niedrig ist. Ist der Blutdruck zu niedrig, dann führt das zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, ist er aber zu hoch, dann löst das bei vielen Frauen ungewohnte Hitzewellen aus. Die Ursache für diese Kreislaufprobleme liegt beim Blutvolumen, was in der Schwangerschaft um bis zu 50 % zunimmt. Dazu kommt, dass das Blut immer dünner wird, damit es problemlos zur Gebärmutter gelangen kann. Das Herz muss in der Folge mehr leisten und Schwierigkeiten mit dem Kreislauf sind somit vorprogrammiert.

    Sind Zwillinge schon in der 7. SSW sichtbar?

    Frauen, die den Verdacht haben, dass sie in anderen Umständen sind, sollten so schnell wie möglich einen Gynäkologen aufsuchen. Der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen um festzustellen, ob in der 7. SSW nur eine Fruchthöhle oder aber schon ein winziger Embryo zu sehen ist. Eine leere Fruchthöhle ist keine Seltenheit, aber wenn eine Frucht vorhanden ist, dann kann der Arzt das in der Regel schon ab der 5. Schwangerschaftswoche erkennen.

    Wenn der Bauch in der 7. SSW schon deutlich zu sehen ist und die werdende Mutter sehr deutlich an Gewicht zulegt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich vielleicht um mehr als ein Kind handelt. Der Arzt kann in der 7. SSW Zwillinge auf dem Ultraschall erkennen und auch zwei Herztöne können in dieser Schwangerschaftswoche nicht überhört werden. Wenn sich die Zwillinge eine Fruchtblase teilen, nennt der Arzt das monoamnial, hat jedes Kind eine eigene Fruchtblase, dann spricht der Arzt von diamnial. Er achtet zudem darauf, ob sich die Babys eine Plazenta teilen oder ob jeder der Embryos einen Mutterkuchen für sich alleine hat.

    Die meisten Eltern wollen so früh wie möglich wissen, ob es eineiige oder zweieiige Zwillinge werden. Der Ultraschall gibt darüber schon in der 7. SSW Auskunft. Werden die Babys von ein und derselben Plazenta ernährt, dann sind sie eindeutig eineiig, sieht der Arzt aber zwei Fruchtblasen, dann werden die Prognosen wage, denn dann kann es sich sowohl um eineiige als auch um zweieiige Zwillinge handeln.

    Die erste Untersuchung in der 7. SSW

    Zeigt der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis, dann wird der Arzt die erste Vorsorgeuntersuchung vornehmen. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen und es wird ein Urintest gemacht, zudem testet der Frauenarzt auf eine eventuelle Rhesusunverträglichkeit. Außerdem wird Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen informieren.

    Alle Testergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen, den die Mutter in den folgenden Monaten immer bei sich tragen muss. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche bezahlen die Krankenkassen alle vier Wochen eine Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW muss die Mutter dann alle zwei Wochen zum Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / ginosphotos1