Schlagwort: ungesund

  • Als Veganer wären wir längst ausgestorben

    Als Veganer wären wir längst ausgestorben

    Heute gehört es schon fast zum Lebensstil, wenn man sagt: Ich bin ein Veganer. Fleisch war gestern, heute bestimmen Tofu und Co. mehr und mehr das Bild auf den Speisekarten. Jedoch kann sich nicht jeder mit dieser neuen Lebensphilosophie anfreunden, und die rein pflanzliche Kost ist auch aus Sicht von Ernährungsexperten nicht für jeden zu empfehlen. Der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski hat sich jetzt zur neuen, trendigen Ernährungsweise geäußert und das, was er sagt, wird vielleicht auch so manchen Veganer davon überzeugen, dass die Welt anders aussehen würde, wenn unsere Vorfahren auf Fleisch verzichtet hätten.

    Leben Veganer gesünder?

    Veganer leben ungesund und leiden unter Mangelerscheinungen – das sind nur zwei Weisheiten, die man im Zusammenhang mit einer veganen Lebensweise immer wieder hört. Das stimmt so nicht, sagt der Ernährungswissenschaftler, denn ein gesunder Erwachsener kann auf Fleisch, Milch, Fisch und Eier verzichten, ohne dass es zu Mangelerscheinungen kommt. Ein Veganer muss nur darauf achten, dass er andere Quellen findet, die ihm Zink, Eisen, Folsäure und die Vitamine B12, A und D liefern. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, weil diese wichtigen Bausteine, die der Körper dringend braucht, in pflanzlicher Kost kaum oder gar nicht zu finden sind. Noch schwieriger und vor allen Dingen noch gefährlicher wird es, wenn schwangere Frauen und chronisch Kranke zu Veganern werden.

    Dürfen Kinder vegan ernährt werden?

    Der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski warnt schwangere Frauen davor, sich vegan zu ernähren, denn sie setzen damit die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes aufs Spiel. Nicht nur die körperliche Entwicklung des Kindes ist gefährdet, wenn die Mutter sich vegan ernährt, auch die Entwicklung des Gehirns ist in Gefahr. Wenn die Eltern Veganer sind, dann sollten sie ihre Kinder ausgewogenen ernähren, denn Kinder brauchen vor allem Vitamine und Mineralstoffe, um wachsen zu können und um gesund zu bleiben. Milch und Milchprodukte sorgen für einen stabilen Knochenbau und für gesunde Zähne und sind daher für Kinder unverzichtbar.

    Die Veganer saßen auf Bäumen

    In der Studie hat Hans Konrad Biesalski nachgewiesen, dass wenn wir heute alle als Veganer leben würden, es die Evolution nicht gegeben hätte. Wir säßen auf Bäumen, ernährten uns von Blättern und hätten damit das Verhalten, wie es die Menschen bei Gorillas beobachten können. Biesalski geht sogar noch einen Schritt weiter, wenn er sagt, wir wären wie der sogenannte Nussknackermensch schon vor 1,4 Millionen Jahren ausgestorben. Die Spuren des Paranthropus boisei, der zusammen mit dem Homo erectus in den Wäldern lebte, verlieren sich irgendwo in der Geschichte. Anhand des Gebisses, das man von diesem frühen Veganer gefunden hat, konnten die Wissenschaftler erkennen, dass er sich ausschließlich von Pflanzen ernährt hat, und damit wurde seine Entwicklung ausgebremst.

    Der Homo erectus überlebte

    Der Urahn des Homo sapiens hat zunächst auch als Veganer gelebt, aber auf seinem Speiseplan standen neben Wurzeln und wilden Beeren auch schon Fische und damit auch lebenswichtige Omega-3-Fettsäuren. Als sich das Klima veränderte und die Seen und Flüsse austrockneten, musste sich der Homo sapiens etwas einfallen lassen und nach anderen Nahrungsquellen Ausschau halten. Jetzt war die große Vielfalt angesagt und unsere Vorfahren begangen damit, Tiere zu jagen und ihr Fleisch zu essen. Der Nussknackermensch jedoch saß weiter auf seinem Baum und blieb Veganer, was schließlich sein Ende bedeutete. Wie erfolgreich hingegen der Homo sapiens war, das beweist die Tatsache, dass er die Kontinente besiedelte und auch seine Gehirnleistung wurde von der veränderten Speisekarte positiv beeinflusst. Der hohe Gehalt an Eiweiß im Fleisch sorgte für eine verbesserte Gehirnleistung, vor allem die Innereien wie zum Beispiel die Leber, machten unsere Ahnen zu besseren und schnelleren Denkern.

    Die Geschichte beweist, dass Veganer nicht unbedingt gesünder leben, es kommt ihnen vielleicht nur so vor.

    Bild: © Depositphotos.com / choreograph

  • Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    In Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Diabetes Typ 1 und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Bis jetzt sind rund 30.000 Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen, aber welche Ursache die Krankheit hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird, dann besteht für das betroffene Kind immer die akute Gefahr einer Unterzuckerung, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

    Was genau ist Diabetes Typ 1?

    Diabetes ist heute zu einer Art Volkskrankheit geworden, an der bundesweit geschätzt sechs Millionen Menschen leiden. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt drastisch zu, denn das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass es zu den sechs Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, noch einmal ein bis zwei Millionen Fälle gibt, in denen Diabetes noch nicht erkannt wurde und damit auch nicht behandelt wird. Die häufigste Form ist die Diabetes Typ 2 und hier ist es in den meisten Fällen eine falsche und ungesunde Ernährung, die die Krankheit auslöst. Anders sieht es bei der Diabetes Typ 1 aus, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, das notwendige Insulin zu produzieren. Fehlt das Hormon Insulin, dann ist es dem Körper nicht mehr möglich, Zucker aufzunehmen und zu verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden, um zwei Prozent angestiegen, aber warum immer mehr Kinder krank werden, das ist noch immer unklar.

    Diabetes Typ 1 und die gefährlichen Folgen

    Die meisten Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, erkranken zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr. Für Kinder ist Diabetes Typ 1 besonders hart, denn sie dürfen nicht mehr alles essen, außerdem muss ihr Blutzuckerspiegel permanent überwacht werden. Viele Kinder bekommen nach der Diagnose Diabetes Typ 1 ein kleines Kästchen, das an der Bauchdecke befestigt wird. Von diesem Kästchen aus führt eine Nadel in die Bauchdecke und es wird kontinuierlich eine kleine Menge des sogenannten Basal-Insulins in den Körper abgegeben. Damit wird verhindert, dass es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt. Diabetes kann dramatische Folgen haben, denn Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen, Amputationen der Füße und auch Erblindungen können zu den Spätfolgen dieser Krankheit gehören.

    Wie kann Diabetes Typ 1 behandelt werden?

    Noch vor 100 Jahren führte Diabetes Typ 1 oftmals zum Tode, heute ist die Wissenschaft so weit, dass auch diese Form der Zuckerkrankheit gut zu handhaben ist. Es gibt ein modernes Insulin, das besonders schnell wirkt und eine Unterzuckerung effektiv vermeiden kann. Noch recht neu sind die tragbaren Minigeräte, die mit einem CGM-Sensor und einer feinen Nadel ausgestattet sind. Der Sensor misst automatisch alle drei Minuten den Zuckergehalt im Blut und schlägt immer dann Alarm, wenn der Zuckerspiegel sinken sollte. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran ein Gerät zu entwickeln, bei dem der Sensor und die Insulinpumpe miteinander verbunden sind, denn das würde es möglich machen, dass die Versorgung mit Insulin auch ohne das Zutun des Patienten immer zeitnah geschehen kann. Noch wird der Sensor, der am Bauch angebracht wird, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Experten vermuten aber, dass die Kassen die Kosten übernehmen werden, wenn die Zahl der Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, weiter ansteigt.

    Ein unterschätztes Problem

    2013 starben in Deutschland rund 25.000 Menschen an den Folgen von Diabetes. Während aber von Diabetes Typ 2 überwiegend ältere Menschen betroffen sind, erkranken an Diabetes Typ 1 viele junge Menschen. 32.000 Jugendliche unter 19 Jahren sind in Deutschland von Diabetes Typ 1 betroffen und jedes Jahr kommen rund 200 neue Fälle dazu. Aber das Problem wird häufig auch unterschätzt, denn viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber ob ihr Kind an Diabetes Typ 1 erkranken könnte.

    Bild: © Depositphotos.com / Anetta

  • Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Wer kennt das nicht? Mehrfach in der Nacht aufwachen oder auch geweckt werden und sich dann am nächsten Morgen wie gerädert fühlen. Häufiges Aufwachen kann sehr nervig sein, die gute Laune verderben, und es ist zudem auch noch sehr ungesund, wie jetzt eine neue Studie aus den USA herausfand. Schlafunterbrechungen können sich auf die mentale Stimmung negativ auswirken und sie sind schädlicher als eine Nacht, die aus welchen Gründen auch immer, viel zu kurz geraten ist.

    Häufiges Aufwachen schadet der Seele

    Für die neue Studie wurden die Probanden bis zu achtmal in einer Nacht geweckt. Am Morgen waren die Studienteilnehmer nicht nur sehr müde, sie hatten auch schlechte Laune, die sich den ganzen nächsten Tag über nicht sonderlich gebessert hat. Das Gleiche galt aber auch für die Teilnehmer an der Studie, die zu spät ins Bett gegangen sind, denn sie bekamen zwar die gleiche zeitliche Menge an Schlaf, allerdings durften sie diese Zeit an einem Stück und ohne Unterbrechungen schlafen. Erst in der zweiten Nacht konnten die Wissenschaftler einen deutlichen Unterschied feststellen. Häufiges Aufwachen in der zweiten und auch in der dritten Nacht sorgte bei den Studienteilnehmern zunehmend für schlechte Laune und es kam sogar zu depressiven Verstimmungen. Auch die Energie ließ mehr und mehr nach, was sich laut der Fachzeitschrift „Sleep“, in der die Studie veröffentlicht wurde, vor allen Dingen bei den Gefühlen, den Sympathien und der Freundlichkeit der Studienteilnehmer untereinander bemerkbar machte.

    Häufiges Aufwachen verkürzt den Schlaf

    Häufiges Aufwachen hat bei den Probanden dafür gesorgt, dass es keine tiefen Schlafphasen mehr gab, weil die Zeit, in der der Schlaf besonders tief ist, immer wieder verkürzt wurde. Immer wenn der Schlaf durch häufiges Aufwachen gestört wird, dann wird auch der Schlafrhythmus gestört und die einzelnen Schlafphasen können nicht mehr durchlaufen werden. Besonders wichtig ist jedoch, dass der Tiefschlaf ungestört ist, denn dieser Schlaf ist sehr wichtig, damit sich Körper und Seele ausreichend erholen können. Die Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine sehen in der verringerten Zeit des tiefen Schlafs und der negativen Stimmung einen direkten Zusammenhang.

    Schuld an Depressionen

    Häufiges Aufwachen und ständige Schlafunterbrechungen können nach Ansicht der amerikanischen Wissenschaftler sogar eine Depression auslösen. Im Umkehrschluss gehören Schlafstörungen und häufiges Aufwachen bei vielen Menschen, die bereits unter Depressionen leiden, zum typischen Krankheitsbild. Verstärkt wird das Ganze in der dunklen Jahreszeit, wenn die Tage immer kürzer werden, denn dann fällt es vielen Menschen besonders schwer, in der morgendlichen Dunkelheit aufzustehen.

    Was kann helfen?

    Häufiges Aufwachen in der Nacht hat vielfach mentale Probleme als Ursache. Wer ungestörten Nachtschlaf zu schätzen weiß, der muss schon am Tag damit beginnen, Abstand von seinen Problemen zu bekommen. Keiner sollte mit einem Kopf voll Sorgen ins Bett gehen, sondern versuchen, vor dem zu Bett gehen mental abzuschalten. Musik kann dabei sehr hilfreich sein, aber auch ein Spaziergang in der kühlen Abendluft kann häufiges Aufwachen in der Nacht verhindern. Der falsche Weg ist es, den Schlafproblemen mit Alkohol zu begegnen, denn Alkohol sorgt weder für einen tiefen erholsamen Schlaf, noch schützt der davor, häufig wach zu werden. Das Gleiche gilt auch für Medikamente, die den Schlaf künstlich erzeugen. Hier besteht immer eine große Suchtgefahr, denn der Körper gewöhnt sich sehr schnell daran, dass er zum Schlafen gezwungen wird. Wenn überhaupt Schlafmittel eingenommen werden müssen, weil die Qualität des Schlafes immer weiter abnimmt, dann sollten diese Mittel immer nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes genommen werden. Mit dem Arzt muss die richtige Dosierung abgestimmt werden und das gilt ganz besonders dann, wenn die Dosis erhöht werden soll. Übrigens, ein Glas mit warmer Milch am Abend kann ebenfalls für einen besseren Schlaf sorgen.

    Bild: © Depositphotos.com / stefanolunardi

  • Clean Eating – warum sauberes Essen im Trend ist

    Clean Eating – warum sauberes Essen im Trend ist

    Gemüse putzen, Salat und Obst gründlich waschen und die Arbeitsfläche in der Küche hygienisch sauber halten, dass alles ist für die meisten Hausfrauen und Hausmänner selbstverständlich, mit dem neuen Trend Clean Eating hat das jedoch gar nichts zu tun. Clean Eating kommt, wie sollte es auch anders sein, aus den USA und bedeutet nichts anderes als reines Essen oder anders gesagt, natürliches Essen, was ohne künstliche Zutaten und Inhaltsstoffe auskommt.

    Alles natürlich beim Clean Eating

    Clean Eating bedeutet, es wird naturbelassen gegessen, alle Zutaten sind aus unverarbeiteten, natürlichen Rohstoffen, und es wird auf Dinge wie synthetischen Zucker, Geschmacksverstärker, künstliche Aromastoffe und ungesunde Transfette verzichtet. Als Faustregel für das Clean Eating gilt: Je kürzer die Liste der Zutaten ist, umso gesünder ist das Essen. Junkfood und Fast Food haben mit Clean Eating nichts zu tun, denn beim Clean Eating wird auf die Qualität der Lebensmittel großen Wert gelegt. Streng genommen ist Clean Eating nichts anderes als die gute alte Küche der Großmutter, wo Obst und Gemüse noch aus dem Garten kamen und das Fleisch noch aus der Hausschlachtung stammte.

    Keine wissenschaftlichen Belege

    Der Clean Eating Trend ist ein Hype, der aus den USA kommend, sich rasant schnell verbreitet hat. Mittlerweile gibt es unzählige Blogs und Plattformen, auf denen sich die Clean Eater aus aller Welt austauschen und Rezepte online stellen. Die Gemeinde der Clean Eater verspricht etwas vollmundig, dass die Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln nicht nur das Gewicht reduzieren kann, sondern auch das Hautbild verbessert und für mehr Energie sorgt. Sogar die Leistungsfähigkeit und das Konzentrationsvermögen sollen steigen und wer öfter Kopfschmerzen hat, kann sie mit Clean Eating erfolgreich bekämpfen. Wissenschaftlich bewiesen ist nichts davon und einen fundierten Background gibt es bis jetzt auch noch nicht. Im Grunde ist Clean Eating nichts anders als gesunde Mischkost, und diese Form der Ernährung ist gesund.

    Was macht Clean Eating so besonders?

    Wer sich näher mit dem Clean Eating befasst, der wird sehr schnell feststellen, dass alles, was bei dieser Ernährungsform erlaubt ist, auch zu einer gesunden, abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung gehört. Verboten sind hingegen folgende Dinge:

    • Keine Softdrinks oder gesüßte Getränke
    • Keine künstlich hergestellten Süßstoffe, wie zum Beispiel Aspartam
    • Keine ungesättigten und damit bösen Fette
    • Keine Fertiggerichte
    • Kein Junkfood und Fast Food
    • Kein Mehl und auch kein Zucker
    • Kein Alkohol

    Das klingt auf den ersten Blick sehr langweilig, kann aber mit viel Kreativität und den richtigen Zutaten zu einer leckeren Mahlzeit werden. Eine Mousse aus Buchweizenmehl und Spaghetti aus Zucchini können zum Beispiel auf der Speisekarte stehen und auch eine Pizza aus Pekannüssen soll recht lecker schmecken.

    Nur ein Lifestyle Trend?

    Wie bei vielen Trends, so stellt sich auch beim Clean Eating die Frage, ob es sich hier nur um einen Lifestyle Trend handelt. Der Eindruck entsteht schnell, wenn man sich die zahlreichen Blogs und die Fotos auf Instagram anschaut. Zu sehen sind dort nur attraktive junge Menschen, die vor appetitlich angerichteten Tellern sitzen und mit der Sonne um die Wette strahlen. Auf diese Weise suggeriert Clean Eating, dass jeder, der sich auf diese Weise ernährt, einem bekannten Schönheitsideal sehr nahe kommt. Es ist vielleicht auch bezeichnend, dass die Clean Eating Restaurants, die momentan wie die berühmten Pilze aus dem Boden schießen, nur in den wohlhabenden Stadtteilen zu finden sind.

    Ernährungsexperten sind der Meinung, dass Clean Eating eine sinnvolle Ernährung sein kann, wenn sie nicht übertrieben wird. Man sollte nicht so weit gehen und alles, was nach Ansicht der überzeugten und kompromisslosen Clean Eater schädlich ist, aus der täglichen Nahrung verbannen. Das kann unter Umständen gefährliche Folgen haben, denn wer beispielsweise komplett auf Zucker verzichtet, der wird über kurz oder lang Mangelerscheinungen bekommen.

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  • Sind schwere Knochen schuld am Übergewicht?

    Sind schwere Knochen schuld am Übergewicht?

    Die meisten Menschen, die zu viele Kilos auf die Waage bringen, sind sehr versiert, wenn es um Ausreden geht. Mal sind die Gene schuld, mal ist die Beleuchtung gerade etwas ungünstig und sehr gerne sind es schwere Knochen, die das Übergewicht verursachen. Nur die wenigsten geben freimütig zu, dass sie eben gerne kalorienreich essen und deshalb zu viel wiegen. Aber wie ist das eigentlich mit den Knochen, können die wirklich zu schwer sein oder ist das nur eine faule Ausrede?

    Schwere Knochen – Das Gewicht kann variieren

    Natürlich wiegt das menschliche Skelett einiges, bei einem erwachsenen Mann machen die Knochen sogar 15 % des Gesamtgewichts aus, bei Frauen sind es immerhin noch 12 %. Ein Mann, der 80 Kilogramm wiegt, hat also alleine schon zwölf Kilogramm, die nur auf die Knochen entfallen, bei einer Frau, die 60 Kilogramm wiegt, sind es immerhin 7,2 Kilogramm, die alleine das Skelett auf die Waage bringt. Allerdings beschränkt sich dieses Gewicht auf die Knochendichte und die kann variieren. Wie dicht die Knochen sind, das ist von Mensch zu Mensch verschieden und von mehreren Faktoren abhängig. Die Masse und Dichte der Knochen variiert in der Regel um etwa zehn Prozent, je nachdem, wie sportlich derjenige ist. Auch die genetische Veranlagung spielt dabei eine Rolle, denn wer Eltern oder Großeltern hat, die eine hohe Knochendichte haben, der muss sich darauf einstellen, ebenfalls schwere Knochen zu haben.

    Schwere Knochen – Die Knochen passen sich an

    Knochen bestehen zu 23 % aus Mineralien, zu 15 % aus Fett, zu 12 % aus Knorpel und zu 50 % aus Wasser. Es sind die Knochen, die den Körper stützen und daher passt sich die Knochendichte auch dem Körpergewicht an, damit dieser stützende Effekt erhalten bleibt. Diese Anpassung hat jedoch ihre Grenzen, denn bei Menschen, die stark übergewichtig sind, wird der Stützeffekt immer geringer, die Knochen können das Wasser und das Fett des Körpers immer schwerer tragen und werden in der Folge instabil und zunehmend brüchig. Schwere Knochen sind nicht am Übergewicht schuld, eher das Gegenteil trifft zu, denn wenn eine bestimmte Knochendichte erreicht wird, dann werden die Knochen nicht schwerer.

    Wie kann die Knochendichte vermehrt werden?

    Wer schwere Knochen hat, der verfügt über ausreichend Knochendichte und damit über ein gutes „Gerüst“ für seinen Körper. Um die Dichte der Knochen zu erhöhen, ist Kalzium sehr wichtig und das setzt voraus, dass mit der Nahrung viel Vitamin D gegessen wird. Wer viel Vitamin D zu sich nimmt, der lagert das so wichtige Kalzium in den Knochen und die Knochenmasse verdichtet sich. Regelmäßige Bewegung kann ebenso für schwere Knochen sorgen, denn wenn die Muskeln ausreichend bewegt werden, dann regt das auch das Wachstum der Knochen an. Wer sich für regelmäßige sportliche Aktivitäten entscheidet, wie zum Beispiel laufen oder Tennis spielen und das Training einige Monate durchhält, der kann dann auf einem Röntgenbild sehen, wie sehr die Knochendichte zugenommen hat.

    Die Knochen werden schwerer

    Alle, sich die gesund und vor allen Dingen kalziumreich ernähren und dazu viel Sport treiben, die können damit rechnen, dass die Knochen im Verhältnis zum eigentlichen Körpergewicht ein wenig schwerer werden. Alle, die aber mit Sport nicht viel am Hut haben, sich dazu ungesund und kalorienreich ernähren, die werden zunehmen, schwere Knochen haben damit jedoch nichts zu tun. Schwere Knochen sind also für alle, die zu viele Problemzonen haben, keine logische Ausrede mehr. Wer abnehmen will, der sollte sich auch nicht darauf verlassen, dass die Knochendichte abnimmt und damit der Zeiger der Waage immer weiter nach unten zeigt. Die Dichte der Knochenmasse nimmt zwar ab, aber was viel wichtiger ist, die Menge an Fett muss schmelzen, denn nur dann verschwinden auch die überflüssigen Kilos.

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  • Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Nach einer Studie der Universität Oxford können so genannte Food-Porn Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Whatsapp ein Hungergefühl auslösen und zu einer Gewichtszunahme führen. Das Betrachten solcher Bilder würde den Forschern zufolge dazu verleiten mehr zu essen als angebracht sei. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin »Brain and Cognition« veröffentlicht.

    Food-Porn vermindert Widerstand

    Das Betrachten von Food-Porn Bildern vermindert der Studie nach den Widerstand leckere Gerichte zu essen, wenn zum Beispiel auf einem Foto ein Schokoladenkuchen oder Steak zu sehen ist. Die Lebensmittelindustrie stand bislang im Mittelpunkt als Auslöser von Übergewicht und Fettleibigkeit. Das Forscherteam wollte daher ergründen welche anderen Faktoren für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein könnten. Im Rahmen ihrer Studie stellten sie fest wie sich der Konsum von Food-Porn oder Bildern mit köstlichem Essen auf das Hungergefühl auswirken könnte. Den Bilderkonsum beschreiben die Studienautoren als visuellen Hunger. In ihrer Schlussfolgerung berichten die Forscher, dass schöne Fotos von Lebensmitteln nachteilige Konsequenzen für den Betrachter haben könnte.

    Das Essen würde auf den Status der Herrlichkeit gehoben und dafür seien nach Ansicht der Wissenschaftler vor allem die beliebten Kochsendungen verantwortlich. Jedoch betonen die Studienautoren, dass die öffentliche Darstellung von Speisen nicht generell negativ sein muss. Zum Beispiel könnten schön gestaltete Bilder von Gemüse junge Menschen dazu motivieren sich gesünder zu ernähren.

    Präsentation von Food-Porn in sozialen Netzwerken

    Die Präsentation von Essen auf Facebook, Instagram, Twitter oder Whatsapp hat einen speziellen Hintergrund. Die Professorin Eva Brösius von der Universität Hannover fand heraus, dass die Food-Porn Bilder den Lebensstil ihrer Nutzer darstellen würden.

    Sie würden damit quasi ihren Status zeigen und sie vermitteln sich gute Lebensmittel leisten zu können, wie die Zeitung »Die Welt« berichtete. Eine kanadische Forscherin vertritt die Ansicht, dass Food-Porn Bilder eventuell Menschen dazu veranlassen könnte ihr Leben fast nur auf Essen auszurichten. Der Konsumverzicht auf Food-Porn verhindert das Gefühl unbedingt mehr zu essen, wodurch eine Gewichtszunahme verhindert wird.

    Gesundes Essen muss nicht teuer sein

    Der eigene Lebensstil spiegelt sich in Food-Porn Bildern wieder und dabei werden von den Usern vor allem kalorienreiche, fetthaltige oder zuckerhaltige Speisen stolz präsentiert. Die Speisen werden wunderschön dargestellt, können Neid auslösen und dazu verleiten mehr zu essen als gut für einen ist. Gesunde Lebensmittel werden nur selten gezeigt, weil sie bisweilen als zu teuer empfunden werden. Beim Lebensmitteleinkauf spart der Verzicht auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und fettreiche zuckerhaltige kalorienreiche Nahrungsmittel ordentlich Geld. Wer zum Beispiel statt ein Glas Nutella für 2,49 Euro zum gleichen Preis sechs Äpfel kauft, der investiert sein Geld sinnvoll in die eigene Gesundheit. Generell empfehlenswert ist die Erstellung eines Einkaufszettels auf dem vorwiegend gesunde Lebensmittel und nur sehr wenige Genussmittel stehen sollte.

    Auf keinen Fall sollte man mit einem Hungergefühl einkaufen gehen, weil dies zum Kauf unnötiger Lebensmittel wie etwa Schokolade, Kekse oder Fertigsuppen führen kann. Die Fertigsuppen besonders die so genannten »Minutensuppen« gelten wegen ihrer Geschmacksverstärker als sehr ungesund. Statt Fertigsuppen oder Fertiggerichte zu kaufen rechnet es sich für die Gesundheit besser, wenn Suppen und Gerichte selbst zubereitet werden.

    Jeweils zu Wochenbeginn wird ein Speiseplan erstellt, die Lebensmittel eingekauft und daraus dann jeweils am Vorabend des kommenden Tages das gewünschte Gericht zubereitet. Die Zubereitung am Abend des Vortages spart Zeit. Sollte dennoch Zeitmangel herrschen ist es sinnvoll zur Mittagszeit sich nicht für die Currywurst, sondern für einen Gemüseburger oder Salat zu entscheiden. Viele Restaurants, Pommesbuden und Dönerläden bieten auch gesunde Speisen ein, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / kingkonglive