Schlagwort: Verletzung

  • Keine Angst wenn Blut fließt – Verletzungen selbst behandeln

    Keine Angst wenn Blut fließt – Verletzungen selbst behandeln

    Nur eine Sekunde Unachtsamkeit reicht und schon hat das scharfe Küchenmesser auf dem Finger seine Spuren hinterlassen. Die Wunde blutet vielleicht stark und das ist für die meisten Menschen das Signal, sofort einen Arzt aufzusuchen. Aber keine Angst, denn was auf den ersten Blick vielleicht schlimm aussieht, ist in Wirklichkeit keine ernste Verletzung und kann sehr gut auch zu Hause richtig behandelt werden.

    Erste Hilfe bei Schnittverletzungen

    Verletzungen selbst behandeln ist auch bei stark blutenden Schnittwunden kein Problem. Schnittverletzungen bluten zwar und sie sind auch schmerzhaft, aber in der Regel wird nur die obere Hautschicht verletzt und durch das Blut, das aus der Wunde sickert, werden auch alle gefährlichen Keime beseitigt. Die Wunde sollte unter kaltes fließendes Wasser gehalten und dann, je nach Tiefe des Schnitts, entweder mit einem Pflaster oder mit einem Verband abgedeckt werden. Kleine Wunden können auch an der Luft trocknen und so besser heilen.

    Handelt es sich allerdings um eine klaffende Wunde, dann können Muskeln oder Nerven verletzt sein und es sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der die Wunde dann eventuell sogar nähen muss.

    Schürfwunden richtig behandeln

    Wenn Kinder draußen spielen und toben, dann kann es immer mal wieder passieren, dass sie sich die Haut aufschürfen. Diese Schürfwunden sind nicht selten großflächig und schmerzen auch arg, da Nervenenden dabei freigelegt werden. Verletzungen selbst behandeln ist auch bei Schürfwunden ohne Probleme möglich, denn diese Wunden heilen in der Regel schnell ab und es bleiben auch keine Narben zurück.

    Da sich in einer Schürfwunde meist viel Dreck befindet, ist es dringend notwendig, dass die Wunde sehr gründlich ausgewaschen und desinfiziert wird. Kleine Schürfwunden sollten an der Luft heilen, nur wenn die Wunde größer ist, dann sollte entweder ein Wundschnellverband oder eine sterile Kompresse zum Einsatz kommen.

    Wie werden Platzwunden richtig versorgt?

    Verletzungen selbst behandeln funktioniert bei Platzwunden leider nicht, denn diese Wunden sollten immer von einem Arzt behandelt werden. Oftmals haben Platzwunden raue Ränder, die zudem noch weit auseinanderklaffen. Das kann ein Nährboden für viele Keime sein, und da vor allem die Platzwunden an Kopf sehr stark bluten, sollte als erste Maßnahme die Wunde gesäubert und mit einer Kompresse abgedeckt werden. Für den Weg zum Arzt sollte die Kompresse mit einer elastischen Binde fixiert werden. Der Arzt entscheidet dann, ob die Platzwunde genäht werden muss.

    Mit Stichwunden sofort zum Arzt

    Auch wenn es zu einer Stichwunde zum Beispiel durch einen Nagel, einer Scherbe oder einem Messer kommt, dann sollte keiner diese Verletzung selbst behandeln, sondern sofort einen Arzt aufsuchen. Das Tückische an Stichwunden ist, dass sie oberflächlich betrachtet, nicht immer gefährlich aussehen, aber eine solche Verletzung kann tiefer gehen und das macht es gefährlich. Es besteht die Gefahr, dass mit dem Fremdkörper auch Keime in die Wunde geraten sind, die für eine Infektion sorgen können. Wichtig ist, dass der Fremdkörper nicht aus der Wunde gezogen wird, denn das kann innere Blutungen auslösen, nur der Arzt sollte den Fremdkörper sachkundig entfernen.

    Richtiges Verhalten bei Bisswunden

    Biss- und Kratzwunden werden meist von Tieren verursacht, und auch diese Verletzungen selbst behandeln, kann sehr gefährlich werden. In diesem Fall besteht eine hohe Infektionsgefahr, die zu einer Sepsis, also zu einer Blutvergiftung, einem Gasbrand oder zu einem Wundstarrkrampf führen kann. Wenn ein Hund zubeißt oder die Katze einen tiefen Kratzer hinterlässt, der stark blutet, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Höchste Eile ist geboten, wenn der Biss oder der Kratzer von einem Wildtier wie einem Fuchs oder von einer Fledermaus stammen, denn dann besteht Tollwutgefahr.

    Bildquelle: Depositphotos.com // macor,

     

  • Sportverletzungen beim Radfahren

    Sportverletzungen beim Radfahren

    Radfahren ist sehr verbreitet in Deutschland, einige Fahrräder stehen zwar in der Garage, aber ein Großteil nutzt sie.

    Der Vorteil: Die Gewichtsbelastung auf die Beine entfällt, da man auf dem Sattel sitzt. Gelenke, Bänder und Sehnen werden weniger beansprucht als beim Joggen. Das ist gut für übergewichtige, untrainierte und ältere Menschen. Die sportliche Belastung kann man individuell anpassen, entweder ob man durch hügelige Landschaften fährt oder mit welcher Geschwindigkeit man unterwegs ist. Es ist ein optimaler Schutz vor Altersbeschwerden. Radfahren kann aber auch Kräfte raubend sein oder zum Extremsport gehören wie bei „Down-Hill-Fahrten“ (extreme Abfahrten im Gelände).

    Welche Unfälle möglich sind

    Es können jederzeit Unfälle passieren, wenn man das Gleichgewicht verliert oder man auf ein Hindernis prallt. Auf nasser oder eisiger Straße kann man leicht ausrutschen oder man wird in einen Verkehrsunfall verwickelt. Wenn das Fahrrad nicht regelmäßig gewartet und überprüft wird, kommt es ebenfalls zu Unfällen durch Materialverschleiß. Das können geplatzte Schläuche oder fehlende Bremswirkung, Lenker- oder Gabelbruch sein.

    Die häufigsten Verletzungen sind harmlose Abschürfungen, Riss- und Quetschwunden. Aber beim Rutschen über Asphalt können tiefere Wunden entstehen. Bei diesen sollte man zum Arzt.

    Bei einem Aufprall wird oft das Schlüsselbein verletzt. Die Oberschenkelknochenfraktur entsteht, wenn man mit der Hüfte auf eine Autotür oder auf die Fahrbahn prallt. Wenn man sich beim Sturz mit den Händen abfangen muss, kommt es zu Knochenbrüchen an den Handgelenken, Unterarm oder Ellenbogen. Die Kopfverletzungen sind am schlimmsten. Ein Schädel-Hirn-Trauma kann bleibende geistige Schäden hervorrufen.

    Schutz vor Sportverletzungen ist wichtig

    Deshalb sollte man sich gut gegen Verletzungen schützen. Ein Helm sollte das „GS-Zeichen“ enthalten. Nach Stürzen tauscht man ihn am besten aus, aber auch nach sechs Jahren, wegen Materialermüdung. Für den Schutz der Hände vor Abschürfungen trägt man Fahrradhandschuhe.

    Vorausschauendes Fahren und erhöhte Achtsamkeit sorgen dafür, dass weniger Unfälle geschehen. Das Fahrrad sollte regelmäßig durchgecheckt werden, ob die Bremsklötze nicht abgenutzt sind, die Handbremse ausreichend Spiel besitzt, die Reifen gut aufgepumpt sind, das Reifenprofil noch ausreicht und das Rahmen, Sattelstütze, Gabel, Vorbau, Lenker und Felge riss- und rostfrei sind.

    Sportverletzungen: Sehnen-, Bänderriss, Überdehnung oder Verstauchung?

    Eine Übertragung der Muskelkraft erfolgt durch die Sehnen zum Skelett. Dabei sind Sehnen unelastisch. Sie können reißen, wenn sie plötzlich stark belastet werden. Dies kann durch einen Schlag, einen Tritt oder einen Aufprall auf die Sehne passieren.

    Relativ häufig kann die Achillessehne beim Joggen, Skifahren, Tennis oder beim Springen reißen. Die Fingersehnen sind bei Ballsportarten betroffen. Vorbeugend wirken Aufwärmen, Dehnungsübungen und elastische Bandagen.

    Wie äußert sich ein Sehnenriss und was hilft dagegen?

    Symptomatisch spürt der Betroffene einen plötzlichen, starken Schmerz, meist verbunden mit einem knallartigen Geräusch. Muskelbewegungen sind aktiv nicht möglich. Man kann eine Wulst vom zusammengezogenen Muskel sehen. Bei Teilrissen lässt sich der Muskel aber bewegen.

    Bei Verdacht einer Sehnenruptur muss man sofort zum Arzt. Die Schwellung und die Schmerzen lindert man, indem man die Stelle kühlt, hochlagert und so wenig wie möglich bewegt.

    Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch und macht einen Funktionstest. Beim Röntgen werden Knochenbeteiligungen ausgeschlossen und bei der Ultraschalluntersuchung wird die Diagnose bestätigt.

    Wenn die Sehnen-Enden an der Rissstelle besonders nah beieinander liegen, kann konservativ behandelt werden, ansonsten wird der Riss operativ versorgt. Die Sehne wird für Wochen ruhiggestellt. Danach erfolgt Krankengymnastik und vorsichtiges Auftrainieren über Monate.

    Weitere Verletzungen: Überdehnung, Verstauchung, Bänderriss

    Bei einer Verstauchung verschieben sich kurzfristig die Gelenkflächen. Die Gelenkkapsel, Muskeln und Bänder werden stark überdehnt. Es können auch Blutgefäße geschädigt werden und es kommt zum Hämatom. Bänderrisse sind auch möglich. Man kann sich Fuß-, Kniegelenk, Daumen- und Fingergelenke verstauchen bei Ballsportarten wie Fußball, Handball, Basketball und Volleyball.

    Der Betroffene hat Schmerzen und die Bewegung kann eingeschränkt sein. Die Stelle schwillt an und es kann ein Hämatom entstehen. Wenn man häufiger umknickt, können die Bänder ausleihern, das Gelenk wird instabil und kann sich vorzeitig abnutzen.

    Als erstes sollte das Gelenk gekühlt, hochgelagert und ein Kompressionsverband angelegt werden. Man vermeidet eine unnötige Belastung. Schwere Verstauchungen müssen vom Arzt untersucht werden, um einen Bänderriss oder eine Fraktur auszuschließen. Der Arzt untersucht das Gelenk, macht eine Röntgenaufnahme oder eine Ultraschalluntersuchung. Bei Bänder- oder Kapselverletzungen muss eventuell operiert werden. Das Gelenk wird für mehrere Wochen ruhig gestellt.

    Bildquelle: Depositphotos.com / varuna

     

  • Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Herzkrankheiten gehören zu den modernen Zivilisationskrankheiten. Fettleibigkeit, Rauchen und ein Mangel an Bewegung verursachen Herzkrankheiten unterschiedlicher Art. Dabei versterben viele Patienten aufgrund von Herzkrankheiten. Nun hat die Deutsche Herzstiftung einen Bericht herausgegeben, indem angegeben wird, dass die Zahl der Personen die an einer Herzkrankheit versterben zurückgegangen ist.

    Bessere Behandlungsmethoden sind ausschlaggebend

    In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Todesfälle im Bereich der Herzgefäßerkrankungen um 28 % gesenkt. Zusätzlich ist ein starker Rückgang bei akuten Herzinfarkten zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es 65,2 Todesfälle auf 100.000 Einwohner, im Jahr 1992 lag diese Zahl bei 108,9. Insgesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Im Jahr 2013 erlagen etwa 354.500 Personen den Folgen. Das macht ein Drittel aller Todesfälle in der Bundesrepublik aus. Dabei sterben die meisten von ihnen durch Herzschwäche und koronare Herzkrankheiten. 128.171 Personen starben 2012 an einer koronaren Herzgefäßerkrankung und 46.410 an einer Herzschwäche.

    Dabei ist der Hauptgrund für den Rückgang der Todesfälle eine Verbesserung der Behandlungsmethoden. Sowohl neue Erkenntnisse im Bereich der medikamentösen Behandlung als auch bessere Operationsmethoden, sowie Nachbehandlungen erhöhen den Behandlungserfolg. Hinzu kommt, dass sich das Notarzt- und Rettungssystem in den vergangenen 20 Jahren stark zum Positiven verändert hat. Mehr Einsatzfahrzeuge, eine bessere Erreichbarkeit und die höhere Anzahl an medizinischen Einrichtungen machen einen echten Unterschied.

    Bundesländer weisen Unterschiede auf

    Die deutsche Herzstiftung gibt in ihrem Herzbericht auch an, dass die einzelnen Bundesländer ganz verschiedene Sterberaten aufweisen. Im Osten gibt es demnach wesentlich mehr Todesfälle auf 100.000 Einwohner als im Rest des Landes. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen führen die Statistik mit je 105, bzw. 103 und 94 Todesfällen an. Am anderen Ende des Spektrums finden sich Schleswig-Holstein mit 46, Hessen mit 54 und Berlin mit 56 Todesfällen. Diese Kluft besteht bereits seit langen. In den vergangenen Jahren ist sie allerdings ein wenig kleiner geworden. Der Herzinfarkt ist das Krankheitsbild, an dem mehr Männer versterben. Alle anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten werden zum Großteil nicht von Frauen überlebt. So sind zum Beispiel im Jahr 2012 etwa doppelt so viele Frauen an Vorhofflimmern verstorben wie Männer. Ein Grund dafür ist, dass das Herz-Kreislauf-System von Männern und Frauen verschieden aufgebaut ist. Die Herzgefäße von Frauen sind generell feiner als die von Männern. Dies bedeutet, dass Operationen schwieriger sind und dass Medikamente mit mehr Vorsicht dosiert werden müssen.

    Ein ungesunder Lebensstil ist nicht immer der Auslöser für die Herzkrankheiten. Es gibt eine Vielzahl von Herzfehlern, die angeboren sind. Dabei ist etwa jedes 100. Kind betroffen. Damit ist ein angeborener Herzfehler die am häufigsten auftretende Fehlbildung in Neugeborenen. Auch hier ist die Sterberate in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen. Von 21.600 Kindern, die im Jahr 2012 in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt kamen, kam es zu lediglich 423 Todesfällen. Der Bericht verzeichnet über die letzten 20 Jahre einen Rückgang von 65 Prozent.

    Welche Herzkrankheiten gibt es?

    Die Zahl der Herzkrankheiten ist groß. Die bekanntesten sind wohl koronare Herzkrankheiten, Arrhythmien, Perikarditis, Kardiomyopathie und angeborenen Herzfehler.

    Koronare Herzkrankheiten

    Es handelt sich um eine Verstopfung der Arterien. Der Blutfluss ist stark beeinträchtigt und dies kann zur Entstehung eines Herzinfarktes führen. Die Verstopfung wird durch falsche Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung hervorgerufen. Neben einer Umstellung der Lebensgewohnheiten gibt es diverse Medikamente die helfen. Aber auch chirurgische Eingriffe wie ein Beipass oder eine Gefäßerweiterung sind möglich.

    Arrhythmie

    Eine Arrhythmie wird häufig durch eine Verstopfung der Arterien verursacht. Dies führt zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Aber auch ein beeinträchtigter Herzmuskel, Herzverletzungen durch einen Infarkt oder ungleichmäßiges Erregungsleitersystem können der Auslöser sein. In diesem Fall kommen die bekannten Blutverdünner und Beta-Blocker zum Einsatz. Ist die medikamentöse Behandlung nicht ausreichen, kommt ein Herzschrittmacher infrage.

    Perikarditis

    Der Herzmuskel ist von einem Sack umschlossen, der von einem Krankheitserreger befallen werden kann. Ist dies der Fall, gibt es diverse Arzneimittel, die sehr gute Ergebnisse zeigen. Darüber hinaus ist auch eine Operation eine mögliche Behandlung.

    Kardiomyopathie

    Diese Krankheit ist fortschreitend und wenn sie unbehandelt bleibt, kann es zu diversen Symptomen kommen. Neben Herzschlagaussetzern und Arrhythmie kommt es häufig zu einer Verdickung des Herzmuskels sowie zu einer Verhärtung und Vergrößerung. Je nachdem welche Symptome der Patient zeigt, gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden.

    Herzfehler

    Herzfehler sind angeboren und entwickeln sich nicht im Laufe der Zeit. Personen mit dieser Krankheit werden fortwährend mit Medikamenten behandelt und müssen ihren Lebensstil dieser besonderen Situation anpassen.

  • Die richtigen Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

    Die richtigen Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

    Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

    Wer schon einmal Ohrenschmerzen hatte, der weiß, dass diese Schmerzen zur Qual werden können. Die Gründe für Ohrenschmerzen sind vielfältig, denn ein entzündetes Mittelohr kann ebenso verantwortlich sein, wie auch eine Verletzung des Trommelfells. Wer auf die Idee kommt, mit einem spitzen Gegenstand wie etwa einer gebogenen Büroklammer seine Ohren vom Ohrenschmalz zu befreien, der sollte sich nicht wundern, dass es zu Ohrenschmerzen kommt.

    So vielfältig wie die Gründe, so vielfältig sind auch die Hausmittel gegen Ohrenschmerzen. Wer ohne großen Aufwand schmerzfrei sein möchte, der kann das mit relativ einfachen Mitteln erreichen. Sollten die Schmerzen aber sehr stark sein oder über einen längeren Zeitraum andauern, dann ist ein Besuch bei einem Hals-, Nasen- und Ohrenarzt unumgänglich.

    Schmerzfrei durch die Königskerze

    Schon im Mittelalter war die Königskerze ein bewährtes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen, und bis heute hat sich an der Rezeptur für dieses Hausmittel nicht geändert. 30 Gramm der getrockneten und klein gehackten Blüten der Königskerze werden zusammen mit 100 Gramm Olivenöl (am besten kalt gepresst) in eine Flasche gegeben. Diese Flasche wird dann an einen sonnigen Platz, vielleicht die Fensterbank gestellt. Anschließend wird die Mischung durch ein Sieb gegossen und muss dunkel und kühl aufbewahrt werden. Kommt es zu Ohrenschmerzen, dann werden täglich drei Tropfen in den Gehörgang gegeben.

    Die Königskerze enthält sogenannte Flavone, aber auch ätherische Öle und Saponine, und das macht sie zu einem sehr guten Hausmittel gegen Ohrenschmerzen. Allerdings kann es zu allergischen Reaktionen kommen und es ist immer ratsam, die Mischung aus Königskerze und Olivenöl vorher auf der Haut zu testen.

    Kamille – eine Wohltat für die Ohren

    Auch die Kamille ist ein sehr wirksames Hausmittel gegen Ohrenschmerzen. Wie bei der Königskerze, so werden auch die Blüten der Kamille mit Öl gemischt, damit sie zu einem Hausmittel gegen Ohrenschmerzen werden können. Zwei Esslöffel Kamille werden mit fünf Esslöffeln Sonnenblumenöl übergossen und die Mischung muss dann für 24 Stunden ziehen. Dann werden die Blüten ausgepresst, in ein verschließbares Gefäß gegeben und müssen anschließend an einem dunklen und möglichst kühlen Ort ruhen.

    Bei Ohrenschmerzen wird dann ein Wattebausch mit der Mischung getränkt und vorsichtig ins Ohr geschoben. Das Ganze muss mehrmals am Tag wiederholt werden, und in der Regel lassen die Schmerzen dann schnell nach. Vor allem bei akut auftretenden Beschwerden hat sich dieses Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bewährt.

    Einfach, aber effektiv: Kaugummi

    Alle, die schon mal geflogen sind, wissen, wie gut sich das Kauen von Kaugummi auf die Ohren auswirkt. Damit es nicht zu schmerzhaften Entzündungen im Mittelohr kommt, ist Kaugummi ein einfaches, aber sehr effektives Mittel gegen Ohrenschmerzen. Der Kaugummi wird kräftig durchgekaut und während des Kauens öffnet sich die Eustachische Röhre, die das Mittelohr mit der Mundhöhle verbindet. Auf diese Weise wird das Ohr entlüftet und es bleibt immer trocken. Bakterien, die sich sehr gerne in feuchten Regionen des Körpers aufhalten, haben keine Chance mehr, sich anzusiedeln und für Schmerzen zu sorgen.

    Vor allem in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, die Ohren warm und trocken zu halten. Nach dem Duschen oder Haare waschen sollten die Ohren gründlich getrocknet werden, das kann mit einem Handtuch, aber auch mit dem Föhn geschehen. Wenn es dann nach draußen geht, sollte man eine Mütze aufsetzen, denn wenn die Ohren innen noch feucht sind, dann können Wind und kalte Luft sehr schnell zu sehr starken Ohrenschmerzen führen, und es muss unter Umständen eines der Hausmittel zum Einsatz kommen.

  • Blutvergiftung – Wie gefährlich?

    Blutvergiftung – Wie gefährlich?

    Sie gehört zu den gefährlichsten Krankheiten, die nicht selten auch von Ärzten unterschätzt wird – die Blutvergiftung. Dabei ist die Blutvergiftung nach Herz- und Kreislaufversagen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und jedes Jahr werden rund 154.000 Menschen mit der Diagnose Blutvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

    Was verursacht eine Blutvergiftung?

    Eine Sepsis, wie die Blutvergiftung mit medizinischem Namen heißt, kann jeden treffen und es ist nicht nur die verschmutzte Wunde, die für eine Vergiftung des Blutes sorgt. Ein Insektenstich kann ebenso eine Sepsis auslösen wie auch eine Brandwunde, die nicht richtig versorgt wurde. Immer dann, wenn das Immunsystem es nicht mit seinen eigenen Mitteln schafft, die Bakterien zu bekämpfen, dann gelangen diese ins Blut und breiten sich in nur wenigen Stunden in allen wichtigen Organen wie dem Herz, der Lunge, den Nieren oder der Leber aus.

    Mit diesem Zustand ist der Körper letztendlich vollkommen überfordert und irreparabel geschädigt. Wenn keine schnelle Hilfe geleistet wird, dann droht ein Zusammenbruch des Kreislaufs und der Organe. Kommt es zu diesem lebensbedrohlichen Zustand, dann drohen ein septischer Schock, Atemstillstand und der Tod.

    Wie wird eine Blutvergiftung erkannt?

    Immer wenn es um Blutvergiftungen geht, dann kommt auch der berühmte rote Streifen ins Spiel. Dieser Strich, der von der Wunde in Richtung Herz verläuft, soll angeblich ein untrügliches Zeichen dafür sein, dass es sich um eine gefährliche Blutvergiftung handelt. Aber eine Sepsis ist tückisch und der rote Strich ist lediglich eine Entzündung der Lymphbahnen, aber er liefert keinen sicheren Beweis dafür, dass mit dem Blut etwas nicht stimmt.

    Wer eine Wunde hat, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Kratzer handelt, sich dann unwohl fühlt und Fieber und Schüttelfrost bekommt, der muss davon ausgehen, dass es sich um eine Blutvergiftung handelt. Auch wenn diese Symptome zusammen mit einer Untertemperatur von unter 36° Grad auftreten, dann ist eine Sepsis sehr wahrscheinlich. Wenn diese Beschwerden auftreten, dann wird es höchste Zeit einen Arzt oder noch besser gleich die Notaufnahme eines Krankenhauses auszusuchen. In der Klinik wird dann ein sogenannter Procalcitonin Test gemacht. Innerhalb einer Stunde kann ein Notfalllabor eine Sepsis nachweisen und der Betroffene wird dann in der Regel mit hoch dosiertem Antibiotikum erfolgreich behandelt.

    Gibt es einen sicheren Schutz vor Blutvergiftungen?

    Eine sichere präventive Maßnahme, wie zum Beispiel eine Impfung gegen die Sepsis, gibt es leider nicht. Der Grund sind die vielen verschiedenen Bakterien, die eine Blutvergiftung auslösen können. Da aber zum Krankheitsbild vielfach auch eine Lungenentzündung gehört, ist es vor allem für ältere Menschen über 60 Jahre eine gute Idee, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Diese Erreger sind besonders häufig der Auslöser für eine bakterielle Lungenentzündung im Rahmen einer Sepsis.

    Auch alle diejenigen, die Probleme mit dem Herzen haben oder an Diabetes erkrankt sind, sollten sich vorsorglich impfen lassen. Es gibt aber sehr effektive Maßnahmen, die Blutvergiftungen verhindern können. So sollte jede Wunde, auch wenn sie vielleicht noch so klein ist, immer sehr sorgfältig behandelt werden. Zunächst muss die Wunde vorsichtig gesäubert und anschließend desinfiziert werden. Auf diese Weise werden mögliche Bakterien aus der Wunde entfernt. Sollte eine Verletzung dann trotzdem unangenehm pochen, sollte man nicht lange zögern, sondern einen Arzt aufsuchen, um eine gefährliche Sepsis zu vermeiden.

  • Der Umgang mit Taschengeld in der Pubertät

    Der Umgang mit Taschengeld in der Pubertät

    Einige Eltern fragen sich, wie viel Taschengeld sie ihren Jugendlichen bereit stellen sollen. Ist es schon Zeit für ein eigenes Konto? Was ist angemessen? Wie dürfen die Teenies ihr Geld ausgeben? Dürfen sie es selbst bestimmen, was sie kaufen? Grundsätzlich gibt es gewisse Richtlinien, wie viel Taschengeld Jugendlichen zusteht. Bei einem Vierzehnjährigen etwa sind 30 Euro im Monat angemessen. Für reiche Eltern mag das wenig Geld sein, für Hartz-IV-Empfänger hingegen stellt es eine echte Herausforderung dar. Ob man gleich ein Konto einrichtet und seinen Sprösslingen beibringt, wie mit Karte und Überweisungen umzugehen ist oder ob man das Taschengeld bar übergibt, muss jeder selbst entscheiden.

    Was dürfen Jugendliche vom Taschengeld in der Pubertät kaufen?

    Häufig wird den Kindern erlaubt, dass sie sich kaufen können, was sie möchten. Das kann allerdings beim Jugendlichen auch eine Packung Zigaretten, Bier oder Wein sein. Schlimmstenfalls investieren es die Teenies in Drogen. Hier hilft aufklären und miteinander reden. Probleme lassen sich bei einem Familienstammtisch am besten besprechen. Natürlich können Eltern auch Festlegungen treffen, wofür das Geld ausgegeben werden darf.

    Aber allzu viel hineinreden sollten Mutter und Vater nicht. Auch wenn sie die neueste Zeitschrift für überflüssig erklären, Make up nicht gut finden oder auch die Sammelleidenschaft des Sohnes nicht teilen – Jugendliche sollten schon selbst entscheiden, was sie von ihrem Geld kaufen. Nur sollten es keine Dinge sein, die den jungen Menschen Schaden zufügen. Wissen Eltern, dass vom Geld Alkohol und ähnliche Dinge angeschafft werden, dann gilt es als Aufsichts- und Sorgfaltspflichtverletzung, wenn sie die Jugendlichen nicht davon abhalten.

    Wenn Jugendliche einem Hobby nachgehen, wird auch dieses Geld verschlingen. Es kann sein, dass bestimmte Ausrüstungsgegenstände benötigt werden. Reiten beispielsweise erfordert spezielle Kleidung, Reitunterricht und gegebenenfalls Fahrten zu Veranstaltungen sowie Turnieren.er Nicht immer können Eltern dafür allein aufkommen.

    Kann Jugendlichen zugemutet werden, sich an den Kosten für die Haushaltsführung zu beteiligen? Einige Eltern bejahen diese Frage, vor allem angesichts steigender Wasser- und  Stromrechnungen, weil der Nachwuchs Stunden unter der Dusche verbringt oder aber am PC, Laptop, Tablett oder wahlweise Handy sitzt. Auch Playstation, Fernseher und Co. beeinflussen Strompreise ungünstig. Mit den Jugendlichen kann ein Kostenplan erstellt werden, der eine (geringe) Beteiligung vorsieht. Auch die Belohnung für bestimmte Hilfsleistungen, wie Einkaufen oder Hausordnung machen kann finanziell erfolgen und mit den Mehrkosten verrechnet werden. So lernen Kinder erstens mit Geld umzugehen und zweitens, wie es einzuteilen ist und drittens, welche Kosten im Leben bestritten werden müssen.

    Ferienarbeit und andere Jobs, um Taschengeld in der Pubertät zu verdienen

    Wer sich für Ferienarbeit oder Hilfstätigkeiten entscheidet, sollte das Jugendschutzgesetz bedenken. Unter 18 Jahren wird sowieso  die Zustimmung der Erziehungsberechtigten benötigt. Die Tätigkeit darf keine Überstunden beinhalten und darf nur für eine bestimmte Zeit ausgeübt werden. Genaue Regelungen dazu stehen im Jugendschutzgesetz und müssen beachtet werden. Ansonsten können Eltern das Arbeitsverhältnis kündigen.

    Jugendliche kümmern sich selbst um ihren Ferienjob, wie Post austragen, in der Produktion helfen usw. Natürlich können die Teenies auch unter chaltrigen Kleidung oder Technik veräußern. Aber der Handel mit Zigaretten und Alkohol unterliegt dem Jugendschutzgesetz. Der Verkauf ist daher nur Personen über 16 bzw. 18 Jahre erlaubt. 16 Jahre gelten für Bier und Wein, 18 für Zigaretten, Likör, Schnaps usw.

    Wissen Eltern, dass ihr Nachwuchs auf eine Party geht, wo Alkohol, Zigaretten oder gar Joints und ähnliche Dinge konsumiert sind und verbieten es nicht, missachten sie ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht und machen sich strafbar. Doch kaum ein Elternteil kann kontrollieren, was der Sprössling so treibt, wenn er das Haus verlässt. Deshalb ist es auch hier wichtig, ein gutes Verhältnis zu seinem Nachwuchs zu haben. Vertrauen ist die eine Seite. Wer zusätzlich immer ein offenes Ohr für die Probleme der Jugend hat, wird auch über Dinge informiert. Jugendliche, die sich ihren Eltern anvertrauen können, wissen sich sicher und geborgen. Dazu ist es aber auch wichtig, dass vonseiten der Eltern nicht nur Vorwürfe oder Zurechtweisungen kommen. Jeder macht Fehler, daraus können aber wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.

    Wichtig ist bei einer Ferienarbeit neben geregelten Arbeits- und Pausenzeiten aber auch, dass Teenies nicht schwer heben dürfen. Sonst würden ihre Gesundheit und ihre Entwicklung Schaden nehmen. Eltern sind hier in der Pflicht, Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber zu treffen und für den Schutz ihrer Kinder zu sorgen. Werden die Jugendlichen ausgenutzt, obliegt es den Eltern, mit dem  Arbeitgeber die Probleme zu lösen und notfalls das Arbeitsverhältnis zu beenden, wenn keine Änderung eintritt.