Schlagwort: Versicherung

  • Stammzellen spenden oder einlagern

    Stammzellen spenden oder einlagern

    Aus dem Blut der Nabelschnur lässt sich eine große Menge junger Stammzellen gewinnen. Dieser Vorgang ist einfach und ohne Risiken möglich. Diese wichtigen Zellen aus dem Nabelschnurblut – von Experten gerne auch als „Wunderzellen“ oder „Alleskönnerzellen“ bezeichnet – weisen den großen Vorteil auf, sich bislang noch nicht auf ein ganz bestimmtes Gewebe konzentriert zu haben. Es ist somit noch eine Differenzierung in verschiedenen Zelltypen des Organismus möglich.

     

    Stammzellen aus Nabelschnurblut einlagern oder spenden

     

    Stammzellen aus Nabelschnurblut verfügen über eine sehr hohe Teilungsfähigkeit. Diese beruht auf ihrer absoluten Jugendlichkeit. Darüber hinaus sind die jungen Zellen bislang kaum schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt gewesen. Während der Gewinnung derselben bestehen für Mutter und Kind keinerlei Risiken oder Schmerzen.

     

    Auf Grund der hohen Bedeutsamkeit von Stammzellen sollte die Nabelschnur samt Nabelschnurblut nicht mehr einfach nach der Geburt entsorgt werden. Bei nahezu 95 % aller Geburten ist dies bislang noch der Fall. Doch Stammzellen lassen sich einfrieren und damit für viele Jahre aufbewahren. Als Optionen stehen zur Verfügung: Stammzellen spenden oder einlagern für sein eigenes Kind.

     

    Stammzellen spenden – Hilfe für ein fremde Menschen

    Das Spenden dieser speziellen Zellen bedeutet für Patienten auf der ganzen Welt Hoffnung auf ein gesundes Leben. Für viele Leukämie-Patienten ist eine Stammzellentransplantation oft die letzte Therapiemöglichkeit. Mit Nabelschnurblut können nicht nur Kinder behandelt werden. Durch die Kombination mehrerer Nabelschnurblut-Präparate ist heute auch die Behandlung von Erwachsenen möglich, weil durch das Verfahren die benötigten Zellmengen erreicht werden. Für die Eltern ist die Nabelschnurblutspende kostenlos.

     

    Einlagerung von Stammzellen

    Bei der Geburt eines Kindes besteht die einmalige Gelegenheit, junge Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur zu gewinnen. Aber auch in der Nabelschnur selbst befinden sich die lebenswichtigen Zellen. Diese lassen sich genauso gut verwerten wie jene aus dem Nabelschnurblut.

    Durch ein privates Einlagern derselben haben zahlreiche Elternpaare sozusagen eine biologische Lebensversicherung für ihr Kind abgeschlossen. Werdende Eltern sollten sich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Aufbewahrungsoptionen genau informieren. Die Nabelschnurblut-Spende ist im Gegensatz zum privaten Einlagern zwar kostenlos, jedoch geben die Eltern alle Rechte am Nabelschnurblut-Präparat an die öffentliche Blutbank ab. Benötigt das eigene Kind das Nabelschnurblut, bekommt es womöglich das Präparat nicht, denn die öffentliche Blutbank entscheidet über die Verwendung. Möglicherweise ist das Nabelschnurblut auch nicht mehr vorrätig, weil es bereits zum Einsatz kam.

    Öffentliche Banken für Nabelschnurblut finanzieren sich zum Großteil durch Spenden. So können die von den Eltern gespendeten Zellen fremden Personen zur Verfügung gestellt. Bei einer privaten Einlagerung hingegen tragen die Eltern die kompletten Kosten selbst. Der große Vorteil hier: Die eigenen Zellen stehen im Bedarfsfall dem eigenen Kind umgehend zur Verfügung. Ist das Kind später erwachsen, darf es selber über die eingelagerten Zellen eine Entscheidung treffen.

     

    Erfahren Sie mehr anhand umfangreicher Informationen zum Thema, wie Sie Stammzellenspender werden können! Die Zukunft einer Eigenspende für eine spätere Behandlung liegt in der Regenerativen Medizin. Im Gegensatz zu fremden Stammzellen bestehen bei den eigenen Stammzellen keinerlei Unverträglichkeiten. Die Gefahr einer Abstoßungsreaktion liegt bei nahezu Null.

     

    Kommerzielle Mischformen der Spende und Einlagerung

     

    Experten raten von der Nutzung kommerziell geprägter Mischformen der privaten Einlagerung in Kombination mit einer Spende ab. Hierbei wird das eingelagerte Nabelschnurblut nicht in allen weltweit wichtigen Spenderegistern geführt.
    Bei derartigen Kombi-Angeboten erfolgt die Eintragung der eingelagerten und zur Spende freigegebenen Zellen meist in eigenen Stammzellspende-Registern des jeweiligen Unternehmen und seiner Partner. Diese Register sind aber zunächst nicht die Hauptanlaufstellen von Ärzten. Dennoch können Patienten, Mediziner und Angehörige in ihnen weltweit rund um die Uhr recherchieren und so die Chance auf eine lebensrettende Spende erhöhen.

  • Zahnverfärbungen

    Zahnverfärbungen

    Einflüsse, die die Zähne verfärben

    Warum machen sich viele Menschen über ein Bleaching Gedanken? Bleibende Zähne sollen zwar möglichst bis ins hohe Alter hinein halten. Sie sind aber vielen Einflüssen ausgesetzt, die sie dunkel verfärben oder sogar schädigen können. So zählen schwarzer Tee, Kaffee, Tabak oder Rotwein zu den Übeltätern, die Flecken und Verfärbungen hinterlassen. Oft lassen sich nicht einmal mit regelmäßigem und häufigem Zähneputzen effektiv beseitigen.

     

    Nun wünschen sich aber viele Menschen strahlend weiße Zähne, so wie sie in der Zahnpasta-Werbung angepriesen werden. Deshalb wenden sie sich zur Beratung über ein Bleaching an ihre Zahnarztpraxis.

     

    Was genau ist Bleaching, wie funktioniert es?

    Beim Bleaching handelt es sich um eine Zahnaufhellung. Diese wird weder von den gesetzlichen noch den privaten Krankenkassen übernommen. Die Aufhellung zählt zu den kosmetisch-ästhetischen Behandlungen und ist nicht als medizinisch notwendige Indikation im Leistungskatalog aufgelistet. Allerdings gibt es Zusatzversicherungen, die eine Teil der Kosten übernehmen. Ansonsten kommen auf den betreffenden Patienten recht hohe Auslagen zu, denn das professionelle Bleaching kostet zwischen 300 und 600 Euro je Behandlung, wobei nur die sichtbaren Zahnflächen behandelt werden. Das sind also pro Zahn zwischen 80 und 130 Euro, die man einplanen muss. Der Zahnarzt arbeitet dazu aber einen Kostenvoranschlag aus und schreibt nach erfolgter Behandlung eine Privatrechnung.

     

    Herkömmliche Bleaching-Präparate basieren auf Wasserstoff- oder Carbamidperoxid, welches eine Vorstufe des Wasserstoffperoxids darstellt. In Form eines Gels werden diese Präparate auf betroffene Zahnreihen oder Zähe aufgetragen. Die Einwirkzeit beträgt zwischen 15 und 30 Minuten. Anschließend werden die Zahnoberflächen fluoridiert. Für eine professionelle Zahnaufhellung sind drei bis vier Sitzungen erforderlich. Nach der Behandlung sind die Zähne um ein bis zwei Farbstufen heller. Diese Behandlung hält dann ungefähr drei Jahre, danach kann sie wiederholt werden.

     

    Wer sich ein Bleaching nicht leisten kann oder will, der sollte zunächst auf eine professionelle Zahnreinigung zurückgreifen. Auch diese erzielt einen leichten Aufhellungseffekt an den Zähnen. Teilweise werden von einigen Zusatzkassen diese Zahnreinigungen beim Stomatologen (Zahnarzt) sogar einmal jährlich übernommen.

     

    Was sollte beachtet werden?

    Vor jedem Bleaching empfiehlt die Bundesärztekammer eine professionelle Zahnreinigung und die Sanierung kariöser Zähne, was beides beim Zahnarzt erfolgt. Weiterhin sollten die Patienten, die ein Bleaching wollen, nicht an freiliegenden Zahnhälsen oder Zahnfleischbluten leiden. Sonst würden die Mittel, die bei der Aufhellung eingesetzt werden, die Beschwerden möglicherweise verstärken. Wenn der Patient bereits Zahnkronen, Brücken oder Implantate trägt, so kann es sein, dass diese nach dem Bleaching dunkler wirken. Deshalb sollte die Farbaufhellung am Zahnersatz angeglichen werden. Zuvor können alternativ auch alte Brücken oder Kronen erneuert werden, um später das Aufhellen nach ihnen ausrichten zu können. Dies ist allerdings ein zusätzlicher Kostenfaktor, der zu den Gebühren für das Bleaching noch hinzukommt.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Treppenlifte – für mehr Bewegungsfreiheit im Alter

    Treppenlifte – für mehr Bewegungsfreiheit im Alter

    Viele Senioren haben Angst ihr vertrautes Zuhause verlassen zu müssen, nur weil die körperliche Fitness nachlässt. Was passiert, wenn die Treppe in den ersten Stock des Hauses zu hoch und die Treppe in den Garten zu steil wird? Bedeutet das den Umzug in ein Seniorenheim und den Abschied aus dem Haus, das viele Jahre ein Zuhause war? Nicht unbedingt, denn es gibt mit einem Treppenlift die Möglichkeit, Hindernisse leicht zu überwinden. Aber nicht nur für Senioren ist ein Treppenlift eine gute Lösung, auch wer bedingt durch eine Krankheit oder einen Unfall im Rollstuhl sitzt, kann mit der Hilfe eines Treppenlifts weiter ein selbst bestimmtes Leben führen.

    Den passenden Treppenlift finden

    Treppenlift ist nicht gleich Treppenlift, es gibt viele verschiedene Modelle, entweder mit einem Sitz oder mit einer Plattform und Modelle, die an der Wand oder auf den Stufen montiert werden. Welcher Treppenlift infrage kommt, das richtet sich immer nach der Beschaffenheit der Treppe, aber es gibt heute für fast jede Treppe die passende Lösung. Wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht, dann bietet sich ein Treppenlift an, ein Lift, der ideal für Menschen ist, die noch aus eigener Kraft aufstehen und sich hinsetzen können. Der Stehlift ist für diejenigen geeignet, die vielleicht aufgrund einer Arthrose in den Hüften oder den Knien Probleme beim Sitzen haben. Der Plattformlift ist die perfekte Lösung für alle Rollstuhlfahrer, die zum Beispiel eigenständig das Haus verlassen wollen.

    Die Voraussetzungen für den Einbau

    Es gibt nur sehr wenige Treppenmodelle, bei denen die Montage eines Treppenlifts nicht infrage kommt. Wenn die Wahl für den praktischen Lift gefallen ist, dann sollte zunächst ein Experte die Treppe in Augenschein nehmen, um festzustellen, welcher Treppenlift der Richtige ist. Wird der Lift an der Wand montiert, dann muss sicher sein, dass die Wand das Gewicht auch wirklich tragen kann. Außerdem muss sichergestellt werden, dass der Treppenlift den Stufenaufgang nicht zu schmal macht. Ein weiteres sehr wichtiges Kriterium ist, dass der Nutzer des Lifts ohne Gefahren ein- und aussteigen kann. Ist der Lift in Parkposition, dann darf er nicht zu viel Platz wegnehmen, und wenn das Raumangebot nicht allzu groß ist, dann bietet sich ein Lift an, dessen Sitz eingeklappt werden kann.

    Was kostet ein Treppenlift?

    Wer sich für einen Treppenlift interessiert, der möchte natürlich auch wissen, wie viel ein solcher Lift kostet. Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, denn jeder Lift ist anders. Da Treppenlifte dazu beitragen, dass ältere Menschen und Menschen mit einer Behinderung barrierefrei und damit autonom leben können, werden Treppenlifte als kostengünstige Alternative zu einer Pflegeeinrichtung gesehen und entsprechend gefördert. Das heißt, wer einen Treppenlift in seinem Haus montieren möchte, der sollte sich im Vorfeld über eventuelle Fördergelder informieren, die die einzelnen Bundesländer vergeben. Auch die KfW-Bank, die Kreditbank für Wiederaufbau, fördert den Kauf und Einbau von Treppenliften, pro Wohneinheit übernimmt die Förderbank bis zu einem Betrag von 6250 Euro zehn Prozent des Kaufpreises.

    Zuschuss von der Pflegekasse

    Für Menschen, die eine Pflegestufe haben, kann die Pflegeversicherung zumindest einen Teil der Kosten für einen Treppenlift übernehmen. Nach einem Beschluss vom 1. Januar 2015 übernimmt die Pflegekasse einen Betrag von bis zu 4000 Euro, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Wenn ein Treppenlift für einen pflegebedürftigen Angehörigen geplant ist, dann ist es immer eine gute Entscheidung, mit der zuständigen Pflegekasse zu sprechen und sich beraten zu lassen, in welcher Höhe die Kasse die Kosten für den Kauf und die Montage übernimmt. In der Regel kommt es dann zu einer Einzelfallüberprüfung und wenn die Pflegekasse den Treppenlift bezuschusst, dann können die Angehörigen sehr viel Geld sparen.

    Bild: © Depositphotos.com / Voyagerix

  • #VIACTIV – der besondere Gesundheitsschutz

    #VIACTIV – der besondere Gesundheitsschutz

    Wer gesetzlich krankenversichert ist, der „genießt“ lediglich eine Grundversorgung, alle anderen Leistungen, wie zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung, sind im Leistungspaket der gesetzlichen Krankenversicherungen nicht enthalten und müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Auch alternative Heilmethoden sind in der Grundversorgung für Kassenpatienten nicht vorgesehen und wer sich von einem Heilpraktiker behandeln lassen möchte, der muss selbst zahlen. Wer sich hingegen richtig versichert, der kann viele Leistungen in Anspruch nehmen, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden. Die VIACTIV ist eine Krankenkasse, die eine gute Gesundheitsfürsorge bietet und das zu ebenso guten Preisen.

    Gesundheitsvorsorge auf höchstem Niveau

    Die VIACTIV ist vielleicht Deutschlands sportlichste Krankenkasse. Die 780.000 Mitglieder der VIACTIV profitieren unter anderem von Angeboten für sportmedizinische Präventionen, sie können Fitness-Kurse buchen und bekommen von der Krankenkasse einen attraktiven Zuschuss. Auch Osteopathie-Behandlungen gehören zum Therapieangebot der VIACTIV, und wer wissen will, wie es um die persönliche Fitness bestellt ist, der kann ganz einfach einen Sportcheck machen lassen, der von der VIACTIV bezuschusst wird. Die etwas andere Krankenkasse ist an 70 Standorten in Deutschland zu finden und wer mehr wissen will, der kann sich auf der Homepage unter www.viactiv.de ausführlich informieren.

    Gesunde Zähne durch eine professionelle Zahnreinigung

    Es ist eine Tatsache, dass Zähneputzen alleine mit der Zahnbürste nicht ausreicht, um die Zähne auf Dauer gesund zu erhalten. Die Zahnbürste kann schädliche Belege nur oberflächlich entfernen, das was in den Zahnzwischenräumen ist, wird von einer manuellen Zahnbürste erst gar nicht erfasst. Aber genau diese Speisereste sind es, die für die Zähne und das Zahnfleisch gefährlich werden können, denn sie sorgen für Karies und auch für Erkrankungen des Zahnfleisches. Zahnärzte empfehlen deshalb, die Zähne regelmäßig professionell reinigen zu lassen, aber viele wollen oder können die hohen Kosten für eine solche gründliche Reinigung der Zähne nicht bezahlen. Im Leistungskatalog der VIACTIV hat die professionelle Zahnreinigung einen festen Platz und wird mit bis zu 60,- Euro im Jahr bezuschusst.

    Was passiert bei einer Zahnreinigung?

    Wer gesunde Zähne möchte, der muss sich wohl oder übel in den bequemen Stuhl einer Zahnarztpraxis setzen, aber das Ergebnis einer Zahnreinigung kann sich sehen lassen und ist immer die Mühe wert. Die speziell für diese Reinigung ausgebildete sogenannte Prophylaxe-Assistentin untersucht zuerst die Mundhöhle des Patienten und kontrolliert, ob es vielleicht Fehlstellungen, übermäßig viele Belege oder auch Blutungen gibt. Anschließend werden die Belege sanft entfernt sowie die Ränder von Zahnfüllungen und Kronen abgetragen. Danach kommt eine fluoridhaltige Politur zum Einsatz, die die Oberflächen der Zähne glättet, um so der Neubildung von schädlichen Ablagerungen entgegenzuwirken. Ein ebenfalls fluoridhaltiges Öl oder ein spezieller Lack sorgen für einen effektiven Schutzfilm, und mit ein paar wertvollen Tipps für die Pflege der Zähne zu Hause, ist die professionelle Zahnreinigung dann auch schon zu Ende.

    Den Zahnarzt fragen

    Eine gründliche Zahnreinigung gehört nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen, was eigentlich unlogisch ist, denn wenn die Versicherten gesunde Zähne haben, dann spart das eine Menge Geld. Es ist eine Tatsache, dass diejenigen, die sich ihre Zähne regelmäßig professionell reinigen lassen, weniger Karies bekommen und nicht so häufig mit Zahnfleischentzündungen zu kämpfen haben. Karies und Paradentose sind die häufigsten Ursachen für Zahnprobleme, für die dann die Kassen und letztendlich auch die Versicherten aufkommen müssen. Die Mitglieder der VIACTIV bekommen den Besuch beim Zahnarzt für eine Zahnreinigung bezuschusst, aber es lohnt sich trotzdem, die Kosten der Zahnärzte für eine Reinigung miteinander zu vergleichen. Jeder Zahnarzt hat andere Konditionen und nur wer vergleicht, kann bares Geld sparen. Da zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr empfohlen werden, bezuschusst die VIACTIV die professionelle Zahnreinigung zweimal jährlich mit jeweils 30 Euro (= 60 Euro).

    Bild: © Depositphotos.com / graphicphoto

  • iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    Arbeit kann – unter Umständen – krank machen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine neue Erkenntnis, die nun für große Überraschung sorgt. Doch auch wenn dieser Fakt bekannt ist, ist es wichtig, sich immer wieder mit den verschiedenen Auslösern der Erkrankungen auseinanderzusetzen. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) geht da mit gutem Beispiel voraus. Die Organisation, die aus gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen besteht, hat vor kurzem einen neuen Report veröffentlicht. In diesem geht es konkret um das Thema „psychische Belastung am Arbeitsplatz“.

    Psychische Belastung ist nicht gleich psychische Erkrankung

    Hiltraut Paridon, die Hauptautorin vom iga.Report 32 stellt gleich zu Beginn des Schriftstückes klar, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz differenziert betrachtet werden müssen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich ein Fehler in die Denkweise vieler Menschen eingeschlichen. Die psychischen Belastungen werden mit psychischen Erkrankungen gleichgesetzt oder als deren Vorstufe verstanden. Natürlich kann das eine das andere bedingen, doch ist es schlichtweg falsch, psychische Erkrankungen als einzige Folge einer psychischen Belastung zu sehen.

    Laut Paridon handelt es sich bei psychischen Belastungen in der Arbeitswelt um „die Anforderungen, die sich aus einer Arbeitssituation ergeben“. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich Experten inzwischen darauf geeinigt haben, die psychische Belastung in vier Kategorien einzuteilen:

    1. die Arbeitsaufgabe bzw. den Arbeitsinhalt
    2. die Arbeitsorganisation bzw. den Arbeitsablauf
    3. die Arbeitsumgebung und die Arbeitsmittel
    4. die sozialen Beziehungen

    Demgegenüber steht die Definition von psychischen Erkrankungen, die von Hiltraut Paridon folgendermaßen erklärt werden: „Psychische Erkrankungen sind krankhafte Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen.“

    Umfassende Literaturrecherche zum Thema

    Beim iga.Report 32 handelt es sich nicht um eine eigenständige Studie, in der neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Peridon und ihrer Kollegin Mühlberg war mehr daran gelegen, einen umfassenden Überblick über die bisher bestehende Literatur und Forschung zu verschaffen. Um das zu realisieren, wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, bei der im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2014 761 Arbeiten zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gefunden werden konnten. Um eine qualitative Analyse durchzuführen, wurde die Zahl der Studien mehrfach dezimiert, bis schlussendlich 164 übrig blieben.

    Diese 164 Arbeiten wurden schließlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die die Vielseitigkeit der psychischen Belastung am Arbeitsplatz unterstrichen, und eingehender analysiert. Dabei erlangten die beiden Diplom-Psychologinnen Peridon und Mühlberg zahlreiche Erkenntnisse.

    Tipp: Hier können Sie den iga.Report 32 kostenfrei herunterladen und alle Ergebnisse nachlesen.

    Die verschiedenen Facetten der psychischen Belastung am Arbeitsplatz

    Körperliche Erkrankungen und Beschwerden z.B. Bluthochdruck, Schlaganfälle, Diabetes, Frühgeburten und geschwächtes Immunsystem
    Psychische Erkrankungen und Beschwerden z.B. Burnout, Depression, Suizid und Angststörungen
    Motivation und Affekt z.B. Arbeits(un)zufriedenheit, Kündigungsintentionen, Wohlbefinden und Motivation
    Gesundheitsverhalten z.B. Essverhalten, Sport, Raucherverhalten und Schlafqualität
    Berufliche Performanz z.B. Leistung am Arbeitsplatz, Kreativität und Gruppenleistung
    Familie und Freizeit z.B. Konflikte in der Familie, Möglichkeit abzuschalten und Erziehung
    Arbeitsausfall z.B. Abwesenheitszeiten, Frühberentung und Kündigung
    Sicherheit am Arbeitsplatz z.B. Sicherheitsverhalten
    Soziales Verhalten am Arbeitsplatz z.B. Konflikte, Aggressionspotential und Gruppenzusammenhalt

    Die Übersicht zeigt sehr gut, wie vielseitig der Einfluss der psychischen Belastung in der Arbeitswelt auf die einzelne Person ist. Sie macht außerdem klar, wie wichtig es ist, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um mögliche Folgen zu vermeiden. Eine präventive Vorgehensweise ist hierbei das A und O und sollte insbesondere auch von Arbeitgebern ernstgenommen werden.

    Diese Faktoren machen das Arbeiten ungesund

    Im iga.Report 32 wird immer wieder auf Fehlbelastung im Beruf hingewiesen, welche für verschiedene gesundheitliche Schäden verantwortlich ist. Abschließend soll nun noch geklärt werden, welche psychischen Belastungen die Gesundheit besonders stark beeinflussen.

    • hohe Arbeitsintensität
    • geringer Handlungsspielraum
    • Kombination von hoher Arbeitsintensität und geringem Handlungsspielraum („job stain“)
    • Kombination von hohem job strain und geringer sozialer Unterstützung
    • geringe soziale Unterstützung
    • Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung
    • Überstunden
    • Schichtarbeit
    • Rollenstress
    • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz
    • Arbeitsplatzunsicherheit

    Es gibt viele Variablen, die die Gesundheit eines Menschen beeinträchtigen können. Wenn Sie nicht wollen, dass Sie durch Ihre Arbeit krank werden, sollten Sie die oben stehenden Punkte vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / kieferpix

  • Mit der richtigen Pflegeversicherung fürs Alter vorsorgen

    Mit der richtigen Pflegeversicherung fürs Alter vorsorgen

    Die Gesellschaft befindet sich in einem demografischen Wandel, denn die Lebenserwartung steigt und das bedeutet, dass immer mehr Menschen für ihr Leben im Alter vorsorgen müssen. Die gesetzliche Pflegeversicherung wird nicht bei allen ausreichen, um einen sorglosen Lebensabend zu verbringen, umso wichtiger ist es, privat vorzusorgen, und zwar mit einer privaten Pflegeversicherung. Wer im Alter zu einem Pflegefall wird und nicht mehr zu Hause versorgt werden kann, braucht einen Platz in einem Pflegeheim. Die Kosten für einen solchen Platz liegen bei weit über 3000 Euro und davon zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung nur 1550 Euro, die restliche Summe muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Um später nicht den Kindern zur Last zu fallen oder zu einem Sozialfall zu werden, ist die richtige Pflegeversicherung ein Muss.

    Die passende Pflegeversicherung finden

    Private Pflegeversicherungen gibt es viele und daher sollte jeder, der privat fürs Alter vorsorgen möchte, einen direkten Vergleich der Anbieter machen. Dieser Vergleich zeigt deutlich, welche Versicherung welche Leistungen bietet und was die Versicherung kostet. Im Internet gibt es Pflegeversicherungsrechner, mit denen jeder schnell und einfach ausrechnen kann, welche Kosten auf ihn zukommen. Bei einem Vergleich sollte aber nicht nur der Preis eine Rolle spielen, auch die Leistung sollte stimmen und es sollte unbedingt auf die Konditionen geachtet werden. Welche Versicherung hat eine umfangreiche gesundheitliche Prüfung und bei welchem Anbieter wird besonders auf bestimmte Vorerkrankungen geachtet? Wer einen Vergleich machen möchte, der sollte sich gründlich informieren.

    Eine sinnvolle Ergänzung

    Salopp gesagt ist eine private Pflegeversicherung so etwas wie eine Teilkaskoversicherung fürs Auto. Sie wird ergänzend zur gesetzlichen Pflegeversicherung abgeschlossen und bietet ein breites Spektrum an Angeboten für alle, die sich mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht zufriedengeben möchten. Im Unterschied zu einer Krankenversicherung ist bei der Pflegeversicherung eine vollständige Abdeckung der Kosten nicht möglich, sie ist lediglich eine ergänzende Versicherung. Einen Unterschied gibt es auch bei den Leistungen, denn während die gesetzliche Pflegeversicherung nur Sachleistungen im Angebot hat, spielt in der privaten Pflegeversicherung auch die Erstattung der Kosten eine wesentliche Rolle.

    Welche Pflegeversicherung kommt infrage?

    Die Politik hat es gut gemeint, als sie 1995 die gesetzliche Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherungen verankert hat. Die Idee hinter der gesetzlichen Pflegeversicherung war, dass jeder Bundesbürger gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit vom Staat abgesichert wird, keiner sollte im Alter ohne Pflege sein und zu einem Sozialfall werden. Woran die Politik damals aber nicht gedacht hat, war, dass die Menschen immer älter werden und die Kosten für die Pflege in die Höhe schnellen. Es wurde sehr schnell klar, dass der Bürger sich auch selbst um seine Pflege im Alter kümmern muss. Welche Pflegeversicherung für wen infrage kommt, kann leider nicht pauschal beantwortet werden, denn jeder stellt andere Anforderungen an sein Leben im Alter. Oft entscheidet die jeweilige Pflegestufe darüber, wie teuer die Pflegeversicherung wird, von zentraler Bedeutung ist auch die Frage, ob der Versicherte im Heim oder zu Hause gepflegt wird.

    Die Leistungen der Pflegeversicherungen

    Um im Alter gut abgesichert zu sein, müssen viele Punkte beachtet werden. Zu den Leistungen gehört unter anderem auch die Pflegetagegeldversicherung, die sich nach dem Grad der Pflegestufe richtet. Im Vergleich zu einer Pflegekostenversicherung ist das Tagegeld eine gute und vor allem eine günstige Alternative, die aber leider auch einen Nachteil hat: Bedingt durch die Inflation können über einen langen Zeitraum nicht mehr ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Kommt es dann zu einer erneuten Gesundheitsprüfung, dann kann das in einem fortgeschrittenen Alter schnell zu einem Problem werden.

    Wer sich ausführlich über die vielen Möglichkeiten, die Leistungen und auch über die Testsieger der privaten Pflegeversicherung informieren möchte, der kann das hier: http://www.pflegeversicherung-experten.de/.

    Bild: © Depositphotos.com / ocskaymark