Schlagwort: Wirkung

  • Kaffee senkt das Darmkrebsrisiko

    Kaffee senkt das Darmkrebsrisiko

    Die Deutschen sind leidenschaftliche Kaffeetrinker, die einen brauchen ihren Kaffee als Muntermacher am Morgen, die anderen möchten auf ihre Tasse Kaffee nach dem Essen nicht mehr verzichten. Was viele aber nicht wissen, wer viel Kaffee trinkt, der kann das Risiko senken, an Darmkrebs zu erkranken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kaffee mit oder ohne Koffein handelt.

    Zwei Tassen am Tag

    Eine neue Studie, die von amerikanischen und israelischen Wissenschaftlern erstellt wurde, fand heraus, dass schon zwei Tassen Kaffee am Tag ausreichen, das Darmkrebsrisiko um 26 % zu senken. Für die Studie wurden 5100 Darmkrebspatienten nach ihrem jährlichen Kaffeekonsum befragt, gleichzeitig wollten die Wissenschaftler von 4000 Studienteilnehmer ohne Krebsdiagnose wissen, wie viel Kaffee sie im Jahr trinken und ob es sich dabei um Kaffee mit oder ohne Koffein handelt. Das Ergebnis der Studie war eindeutig, denn je mehr Kaffee die Studienteilnehmer getrunken hatten, umso mehr sank das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Wer mehr als zwei Tassen pro Tag trinkt, der kann das Risiko sogar um 50 % senken.

    Was macht Kaffee so besonders?

    Kaffee hatte zu Unrecht sehr lange Zeit einen sehr schlechten Ruf. Heute weiß man, dass Kaffee unter anderem Antioxidantien enthält, die die freien Radikalen abwehren und so das Krebsrisiko deutlich senken. Aber Kaffee enthält auch Melanoidine und Diterpene, zwei Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Die University of Southern California stellte im Rahmen der Studie zudem fest, dass die Bohnenart, die Röstung und auch die Art und Weise, wie der Kaffee aufgebrüht wird, keinen Einfluss auf seine positive Wirkung haben.

    In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 62.000 Menschen an Darmkrebs und damit ist der Darmkrebs einer der am häufigsten vorkommenden Krebsarten. Rauchen und Übergewicht können Darmkrebs auslösen, wer sein Risiko minimieren will, der sollte also abnehmen, nicht mehr rauchen und Kaffee trinken.

    Bild: © Depositphotos.com / luminastock

  • Das Diagnoseverfahren Szintigrafie – moderne Nuklearmedizin

    Das Diagnoseverfahren Szintigrafie – moderne Nuklearmedizin

    Noch vor 50 Jahren hatte die Medizin nur wenige Diagnoseverfahren, die Ärzte mussten sich auf ihr Stethoskop, auf Röntgengerät, Blutuntersuchungen und ihren gesunden Menschenverstand verlassen. Heute verfügt die moderne Medizin über eine Reihe von Verfahren, die es einfacher machen, eine exakte Diagnose zu stellen. Eines dieser hochmodernen Verfahren ist die sogenannte Szintigrafie. Das Diagnoseverfahren Szintigrafie gehört zur nuklearen Medizin, bei der schwach radioaktive Strahlen zum Einsatz kommen, um das Körpergewebe zu untersuchen. Mithilfe der Szintigrafie können Stoffwechselaktivitäten und auch die Blutversorgung des Gewebes untersucht werden.

    Was genau ist eine Szintigrafie?

    Beim Diagnoseverfahren Szintigrafie werden den Patienten radioaktive Substanzen, wie zum Beispiel Jod injiziert. Die so abgegebene Strahlung wird dann gemessen, um eine Diagnose stellen zu können. Wenn ein Entzündungsherd im Körper ist, dann lässt sich dieser mit dem Diagnoseverfahren Szintigrafie genau lokalisieren, denn in einem entzündeten Bereich funktioniert der Stoffwechsel deutlich schneller. Eine verstärkte Aktivität des Stoffwechsels kann aber auch auf einen Tumor hindeuten, und wenn auf dem Szintigramm eine geringe Stoffwechselaktivität angezeigt wird, dann kann es sich um abgestorbenes Gewebe handeln. Der Herzmuskel kann mithilfe einer Szintigrafie ebenso untersucht werden wie auch die Schilddrüse oder einzelne Knochenpartien.

    Wann wird das Diagnoseverfahren Szintigrafie durchgeführt?

    Im Unterschied zu anderen Diagnoseverfahren wie der Computertomografie oder der Kernspintomografie, wird bei einer Szintigrafie auch Gewebe sichtbar, und da durch dieses Verfahren auch Tumore deutlich dargestellt werden, ist das Diagnoseverfahren Szintigrafie überwiegend in der Krebsmedizin zu finden. Es gibt aber noch weitere Bereiche, in denen dieses moderne Verfahren sehr hilfreich sein kann. Um die Schilddrüse zu untersuchen, hat sich die Szintigrafie bewährt und auch um einen verdächtigen Knoten zum Beispiel im Lymphsystem zu untersuchen, ist das Diagnoseverfahren Szintigrafie im Einsatz. Liegt der Verdacht auf eine Lungenentzündung vor, dann wird ein Szintigramm gemacht, um die Funktion der Nieren zu untersuchen. Mit der Szintigrafie wird der Herzmuskel nach einem Infarkt untersucht und um abzuklären, ob es sich um Osteonekrose oder um eine Osteoporose handelt, kann ein Szintigramm Auskunft geben.

    Was passiert bei einer Szintigrafie?

    Eine Szintigrafie wird von einem Nuklearmediziner durchgeführt, der vor der Untersuchung mit seinem Patienten auch über die Vorteile und die möglichen Risiken des Diagnoseverfahrens spricht. Für die Untersuchung sind keine besonderen Vorkehrungen notwendig und der Patient muss auch nicht nüchtern sein. Der radioaktive Stoff wird in die Vene gespritzt, dann folgt eine Pause, die je nach Dosis und Krankheitsbild wenige Minuten oder einige Stunden dauern kann. Die eigentlichen Aufnahmen dauern dann nur ein paar Minuten und sind vollkommen schmerzfrei. Im Unterschied zu einem CT oder einem MRT muss auch keiner „in die Röhre“, bei einer normalen Szintigrafie ist die sogenannte Gamma-Kamera immer frei beweglich.

    Gibt es Risiken?

    Beim Diagnoseverfahren Szintigrafie sind Nebenwirkungen kein Thema. Das Radiopharmakon, also das radioaktive Mittel, was in die Vene gespritzt wird, sorgt bei einigen Patienten für ein leichtes Hitzegefühl und auch ein Juckreiz oder eine Rötung auf der Haut sind keine Seltenheit. Einige Patienten verspüren zudem einen metallischen Geschmack im Mund oder eine leichte Übelkeit, die aber schnell wieder vorübergeht. Die meisten Menschen denken bei Radioaktivität an Atomkraftwerke oder noch schlimmer, an Atombomben, aber die Radioaktivität eines Szintigramms hat damit nichts zu tun. Die Strahlenbelastung durch eine Szintigrafie ist mit der Strahlendosis einer Röntgenaufnahme zu vergleichen, und der Körper scheidet das radioaktive Material sehr schnell wieder aus. Ob es zu einer langfristigen Belastung durch die Strahlung kommt, das hängt zum einen von der Menge und zum anderen von der untersuchten Region des Körpers ab. Um die Nieren zu entlasten, sollte man nach einer Szintigrafie möglichst viel trinken und häufig zur Toilette gehen, sowie für einige Stunden den Kontakt zu kleinen Kindern und schwangeren Frauen meiden.

    Bild: © Depositphotos.com / gwolters

  • Manuka Honig – das Heilmittel der Maori

    Manuka Honig – das Heilmittel der Maori

    Schon in der Antike wurde Honig zum Süßen von Speisen oder auch bei der Herstellung von Wein und Bier benutzt. Honig war aber auch immer ein Heilmittel, dessen vielseitige Anwendungsmöglichkeiten noch heute bekannt sind. Die meisten kennen den normalen Honig, den die Bienen auf dem Rapsfeld, auf der Sommerwiese oder auch in Akazienbäumen sammeln, aber von Manuka Honig haben nur die wenigsten etwas gehört. Dabei handelt es sich bei diesem Honig um eine ganz besondere Sorte, die durch ihre einzigartige Heilkraft überzeugen kann.

    Ein Honig mit Geschichte

    Es gibt Heilmittel, die haben eine sehr lange Geschichte, aber sie wurden erst vor wenigen Jahren wieder neu entdeckt. Zu diesen Heilmitteln gehört auch der Manuka Honig, dessen vielfältige Anwendungsgebiete bei den Maori schon sehr lange bekannt sind. Aber erst vor gut 30 Jahren wurden Wissenschaftler auf den besonderen Honig aufmerksam, den die Bienen in der Südseemyrte finden. Den Ureinwohnern Neuseelands war die Wirkung des Manuka Honigs schon sehr lange bekannt, sie nutzen den Honig unter anderem auch, um die Verletzung ihrer Krieger zu versorgen. Produziert wird der Honig in Neuseeland jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert, als Missionare aus Europa ins Land kamen und Honigbienen mitbrachten, die man bis dahin in Neuseeland noch nicht kannte. Heute belegen mehrere klinische Studien die antibakterielle Wirkung des Honigs, der ein natürliches Antibiotikum ist.

    Welche Anwendungsgebiete gibt es?

    Die Technische Universität Dresden hat im Manuka Honig unter anderem Methylglyoxal nachgewiesen, und dieser Inhaltsstoff hat eine entzündungshemmende und vor allen Dingen eine antibakterielle Wirkung. So kann der Honig der Maori gegen Helicobacter pylori helfen, den Erreger, der eine Magenschleimhautentzündung und sogar Magengeschwüre auslöst, aber auch Erreger, die gegen Antibiotika resistent sind, haben gegen den speziellen Honig keine Chance. Manuka Honig hilft bei der Desinfektion von Wunden und bekämpft Infektionen sowohl auf der Haut als auch bei inneren Organen. Wunden und Insektenstiche heilen schneller, wenn sie mit dem antibakteriellen Honig bestrichen werden, rissige, trockene Haut wird wieder glatt und auch bei der Behandlung von Schuppenflechte hat sich der Honig bewährt.

    Wirksam auch bei der inneren Anwendung

    Manuka Honig ist nicht nur bei äußerlichen Erkrankungen und Wunden eine sehr gute Wahl, der besondere Honig kann auch bei Erkrankungen der inneren Organe helfen.

    Unter anderem wirkt der Honig bei:

    • Blasenentzündungen
    • Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen
    • Magenschleimhautentzündungen
    • Darmerkrankungen wie Reizdarm und Durchfall
    • Zahnfleischentzündungen

    Kommt der Honig bei Wunden oder Verbrennungen zum Einsatz, dann werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen desinfiziert der Honig die Wunde und zum anderem entzieht er möglichen Krankheitserregern wie Keimen oder Bakterien den Nährboden, die Wunde kann in aller Ruhe ausheilen. Größere Wunden werden zunächst gereinigt und dann mit einer Schicht Honig bestrichen, die nicht breiter als ein Messerrücken sein muss. Anschließend wird die Wunde mit einem sauberen Mulltuch oder einem Leinentuch abgedeckt und dann verbunden. Der Verband sollte jeden Tag erneuert werden, damit die Wunde optimal ausheilen kann.

    Eine nützliche Köstlichkeit

    Der Honig stärkt auch das Immunsystem und schmeckt wunderbar in einer heißen Tasse Tee und das nicht nur in der Erkältungszeit. Alle Naschkatzen, die einen sogenannten „süßen Zahn“ haben, können Manuka Honig auf einer frischen Scheibe Brot oder auf einem knusprigen Brötchen essen. Wenn sich die ersten Anzeichen einer Erkältung zeigen, dann wird einfach ein Teelöffel Honig in die warme Milch gerührt. Bei Halsentzündungen oder Halsschmerzen darf ruhig ein Löffel des Honigs einfach so genascht werden und wer möchte, der kann mit dem besonderen Honig aus Neuseeland auch köstliche Kuchen und Weihnachtsplätzchen backen. Erhältlich ist der echte Manuka Honig in vielen Apotheken und in gut sortierten Reformhäusern sowie in Bioläden.

    Bild: © Depositphotos.com / anchan_uk

  • Die Pille absetzen – was sollten Frauen beachten?

    Die Pille absetzen – was sollten Frauen beachten?

    Es gibt viele Frauen, die die Pille absetzen und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Eine geplante Schwangerschaft kann einer dieser Gründe sein, auch eine Unverträglichkeit oder zu viele Nebenwirkungen sind Faktoren, warum Frauen die Pille absetzen. In einigen Situationen ist es zudem aus gesundheitlicher Sicht notwendig, die Pille abzusetzen. Vor allem Frauen, die die Pille über einen langen Zeitraum eingenommen haben, sollten sich vor dem Absetzen über mögliche Reaktionen des Körpers informieren, denn nicht immer ist es so einfach, die Pille einfach abzusetzen.

    Die Vorteile der Pille

    Millionen Frauen zwischen 14 und 49 Jahren nehmen weltweit die Antibabypille. Selbst wenn die Pille in den letzten Wochen und Monaten negativ in die Schlagzeilen gekommen ist, bietet sie auch einige Vorteile. Wenn sie richtig eingenommen wird, dann ist die Pille ein sicheres Verhütungsmittel, außerdem ist die monatliche Blutung deutlich schwächer und kürzer. Frauen, die mit Hautunreinheiten zu kämpfen haben, können das mit der Pille beheben, trotzdem sollte die Pille nicht als eine Art Lifestyle-Produkt betrachtet werden, das für eine schönere Haut, festere Fingernägel und dichtes, glänzendes Haar sorgt.

    Welche Gesundheitsrisiken gibt es?

    Nicht jede Frau kann die Pille einnehmen, und wenn sich bestimmte Krankheitsbilder zeigen, dann müssen Frauen sogar die Pille absetzen. Das ist bei einer tiefen Beinthrombose der Fall, aber auch bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse und nach einem Herzinfarkt. Wenn Frauen zu Gallenblasenkoliken neigen, dann sollten sie die Pille absetzen, das Gleiche gilt auch bei epileptischen Anfällen. Auch muss die Pille sofort abgesetzt werden, wenn plötzliche Sehstörungen auftreten, sich starke Kopfschmerzen einstellen oder der Blutdruck ansteigt.

    Die möglichen Nebenwirkungen

    Die Rezeptur der Pille wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verbessert, trotzdem lassen sich Nebenwirkungen nicht ganz ausschließen. Eine deutliche Gewichtszunahme kann eine Nebenwirkung der Pille sein, ebenso wie Übelkeit und Erbrechen. Kopfschmerzen und sexuelle Unlust machen vielen Frauen zu schaffen, wenn sie die Pille nehmen, auch häufige Pilzinfektionen und Stimmungsschwankungen gehören zu den Nebenwirkungen und veranlassen Frauen, die Pille abzusetzen.

    Die Pille absetzen – ändert sich der Zyklus?

    Frauen, die die Pille absetzen, müssen mit Veränderungen ihres Zyklus rechnen. Wird die Pille abgesetzt, dann stellt der Körper wieder auf den natürlichen Hormonzyklus um, der Zustand der künstlichen Schwangerschaft wird aufgegeben. Die Pille absetzen heißt, es kommt wieder in regelmäßigen Abständen zu einem Eisprung und damit auch zur Periode. Rund die Hälfte der Frauen, die die Pille absetzt, hat keinerlei Beschwerden, bei ihnen pendelt sich der Zyklus schnell wieder ein. Bei anderen Frauen verläuft das Absetzen der Antibabypille aber nicht so reibungslos, sie bekommen Zwischenblutungen und haben einen verkürzten oder verlängerten Zyklus. Vielfach wird die Periode von starken Schmerzen begleitet, das ist vor allem bei Frauen zu beobachten, die schon in jungen Jahren die Pille eingenommen haben, als der Zyklus sich noch nicht eingependelt hatte.

    Mögliche Risiken für die Gesundheit

    Wird die Pille abgesetzt, dann reagiert auch die Haut, es können sich Pickel bilden, zudem ist eine starke Akne nicht auszuschließen und es kann zu Haarausfall und zu fettigen Haaren kommen. Diese „Nebenwirkungen“ verschwinden wieder, aber ein Gang zum Arzt kann sich trotzdem lohnen, denn es stehen Medikamente und Therapien gegen diese Beschwerden zur Verfügung. Die Pille absetzen kann auch Folgen für die Psyche haben, und zu diesem Thema gibt es interessante Studien. Evolutionsbedingt suchen sich Frauen nach ihrer genetischen Verfassung einen Mann aus. Frauen, die keine Pille nehmen, legen mehr Wert auf das äußere Erscheinungsbild eines Mannes. Frauen, die die Pille nehmen, achten weniger auf das Aussehen, vermutlich weil ihnen ihr Körper suggeriert, sie seien schwanger und müssen daher nicht an Nachwuchs denken. Wird die Pille hingegen abgesetzt, kann es sein, dass der Partner dann nicht mehr so attraktiv ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Annotee

  • Ginseng – eine Wohltat für Körper und Geist

    Ginseng – eine Wohltat für Körper und Geist

    Ginseng gehört zu den ältesten und wohl auch bekanntesten Heilpflanzen weltweit. Die Pflanze wächst bevorzugt in den gebirgigen und stark bewaldeten Regionen Sibiriens, Chinas und Südkoreas, kultiviert wird die Pflanze mittlerweile aber auch in Europa. Die Geschichte des Ginseng reicht sehr weit zurück, denn schon 40 vor Christus wird die außergewöhnliche Heilkraft des Ginseng in alten Schriften erwähnt. In der traditionellen chinesischen Medizin hat Ginseng schon lange einen festen Platz und als niederländische Seeleute die Pflanze im 17. Jahrhundert nach Europa brachten, dauerte es nicht lange, bis die Heilpflanze auch hier bekannt wurde.

    Was macht Ginseng so besonders?

    Nicht alle Bestandteile der Ginsengpflanze werden als Heilmittel genutzt, meist ist es die Wurzel, die Verwendung findet. Im 20. Jahrhundert gab es die ersten Studien zur Ginsengwurzel, die nachweislich die gesunde Wirkung beschrieben haben und bis heute genießt die Pflanze einen ausgezeichneten Ruf. Es sind vor allem die sogenannten Ginsenoside und die ätherischen Öle, die die Ginsengwurzel so gesund machen, aber auch Peptidoglycane und Phytosterole, die in der Pflanze enthalten sind, haben eine heilende Wirkung. Je älter und kleiner die Wurzeln sind, umso höher die Konzentration der Wirkstoffe, zu denen Aminosäuren ebenso zählen wie auch Vitamine, Spurenelemente, ätherische Öle, Fettsäuren und verschiedene Spurenelemente wie Selen, Magnesium, Kalzium und Kalium.

    Wie wirkt Ginseng?

    Durch die vielfältigen Inhaltsstoffe kann die Ginsengwurzel auch eine vielfältige Wirkung entfalten. So sorgt die Wurzel unter anderem dafür, dass die für das Gehirn so wichtigen Botenstoffe Serotonin und Dopamin verstärkt produziert werden, was die Gedächtnisleistung, aber auch die Funktion von Nieren und Herz stärkt. Das Immunsystem wird stimuliert und da Ginseng auch die Energie des Gehirns steigert, stellt sich ein allgemeines Wohlbefinden ein. Der Körper ist in der Lage, körperliche aber auch seelische Anstrengungen und Belastungen leichter und schneller zu verkraften. Studien aus der traditionellen chinesischen Medizin belegen, dass der Körper durch die Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel gestärkt wird, Müdigkeit und Abgeschlagenheit lassen schnell nach und auch die Konzentration wird gesteigert. Zu den positiven Effekten gehört auch die Fähigkeit in psychischer Hinsicht, denn die Wurzel kommt bei nervlich bedingten Erkrankungen wie beispielsweise bei Angstzuständen ebenfalls zum Einsatz.

    Wie wird die Ginsengwurzel angewendet?

    Ginseng ist nicht nur ein Heilmittel, er kann auch ein ganz normaler Bestandteil der Nahrung sein. So werden heute Suppen und Getränke mit dem Extrakt der asiatischen Wurzel angeboten, in ihrer Heimat wird mit der Wurzel sogar gekocht. Die Wurzeln werden gedünstet, frittiert oder auch gebraten und sind so ein Teil der Speisekarte. Besonders beliebt ist Tee, der aus der Ginsengpflanze gekocht wird, der als sehr aromatisch und lecker gilt. Ähnlich wie beim Ingwertee, so wird auch der Ginsengtee entweder als Pulver oder als Granulat angeboten und muss dann nur noch mit heißen Wasser aufgegossen werden. Möglich ist es aber auch, aus der Wurzel selbst einen Tee zu kochen. Dafür wird die Wurzel in dünne Scheiben geschnitten, dann mit heißem Wasser übergossen und anschließend kann mit Honig gesund gesüßt werden. Als Heilpflanze wird die Ginsengwurzel in Form von Kapseln und als Pulver zum Anrühren mit Wasser in Apotheken, Reformhäusern und Bioläden angeboten.

    Ginseng in der Kosmetik

    Die Heilpflanze hat sich zudem als Zutat für verschiedene Kosmetika einen guten Namen gemacht und wird zum Beispiel für Shampoos, Hautcremes und Körperöle verwendet. Zusammen mit ätherischen Ölen, Jojobaöl und anderen Zutaten kann man Ginseng auch selbst zu einer Creme oder einer Körperlotion verarbeiten und hat dann ein gutes und vor allem ein natürliches Hautpflegemittel.

    Die Ginsengwurzel ist ein Allrounder, der für Körper und Geist gleichermaßen zum Einsatz kommen kann und der aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe seit langer Zeit sehr geschätzt wird.

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  • Flohsamen – vielseitig für die Gesundheit im Einsatz

    Flohsamen – vielseitig für die Gesundheit im Einsatz

    Der Name Flohsamen führt ein wenig in die Irre, denn mit den kleinen Krabbeltieren hat die populäre Heilpflanze nichts zu tun. Allerdings verdankt die Pflanze ihren Namen dem Aussehen der Insekten, denn der Flohsamen oder besser gesagt, die Flohsamenschalen sind länglich geformt und haben mit ihrer rötlich-braunen Farbe durchaus Ähnlichkeit mit einem Floh. Flohsamen hat sich als Heilpflanze für den Magen- und Darmbereich einen guten Namen gemacht und gilt durch seine Ballaststoffe als wirksames Mittel gegen Verstopfung.

    Welche Inhaltsstoffe sind im Flohsamen zu finden?

    In der Heilpflanze, die vor allem in Mitteleuropa als Flohwegerich wächst, sind Ballaststoffe und Proteine zu finden, die den Körper mit lebensnotwendigem Eiweiß versorgen. Auch Flavonoide sind in den Samen zu finden, die antioxidativ wirken und für die Vorbeugung von Krankheiten eine große Rolle spielen. Primär sind es aber die Ballaststoffe, die die heilsame Wirkung ausmachen, denn in Wasser aufgelöst quellen die Samen auf, sie bilden durch das Fett, das in ihnen enthalten ist, eine weiche, geschmeidige Konsistenz und können so alle Bereiche des Darms erreichen.

    Die gesundheitliche Wirkung

    Flohsamen kommt vor allem bei Beschwerden des Darms zum Einsatz, und entfaltet seine Wirkung bei Verstopfung ebenso wie beim Reizdarmsyndrom und bei Durchfall. Darmfissuren, Divertikel und besonders Hämorrhoiden können den täglichen Stuhlgang problematisch und auch sehr schmerzhaft machen, Flohsamenschalen, die im Wasser aufgequollen sind, machen den Stuhl weicher und starkes Pressen ist nicht mehr nötig. Das macht den Samen zudem zu einer guten Alternative, wenn es um Abführmittel geht, denn die Samen machen ein chemisches Mittel überflüssig. Flohsamen kann aber auch den Cholesterinspiegel senken und ist ein hilfreiches Mittel für eine Diät. Da der Samen im Wasser sein Volumen deutlich vergrößert, entsteht im Magen schneller das Gefühl, satt zu sein, und auf diese Weise wird der Flohsamen zum Appetitzügler.

    Die Anwendungsgebiete von Flohsamenschalen

    Flohsamen sind ein anerkanntes Heilmittel bei Diabetes und entzündlichen Darmerkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn, aber auch schwangere Frauen können ihrem Darm, der in der Schwangerschaft gerne mal ein wenig träge ist, mit Flohsamenschalen natürlich auf die Sprünge helfen. Da Flohsamen ein natürliches Heilmittel sind, gibt es so gut wie keine Nebenwirkungen und auch die Anwendung ist einfach, da die Samen auch in praktischen Kapseln angeboten werden. Bei Beschwerden mit dem Darm empfiehlt es sich, die Samen in Form von Pulver einzunehmen, denn zusammen mit Wasser können sie dann ihre heilsame Wirkung entfalten.

    Flohsamen richtig einnehmen

    Alle, die zum ersten Mal die Samen einnehmen, sollten sich darauf einstellen, dass die abführende Wirkung innerhalb von zwölf Stunden auftritt, aber es können auch bis zu drei Tage vergehen, bevor der Darm auf Trab kommt. Für die Dosierung gilt, ein bis zwei Teelöffel des Samens reichen als Tagesdosis in der Regel aus, sie werden mit 100 Millilitern Wasser verrührt und müssen dann quellen. Der Samen quillt anschließend im Körper noch weiter auf, deshalb sollte die Mischung auch im Liegen getrunken werden, damit die Atemwege nicht beeinträchtigt werden können. Optimal ist es, das Gemisch aus Flohsamen und Wasser morgens und abends zu trinken, ein regelmäßiger Stuhlgang stellt sich aber erst nach einer Woche ein.

    Wo kann man Flohsamen kaufen?

    Flohsamenschalen können in Apotheken, Reformhäusern und in der Drogerie gekauft werden. Bei nur leichten Beschwerden kann der Samen hilfreich sein, sollte es aber einen Verdacht auf Darmverschluss geben, dann dürfen die Samen nicht mehr eingenommen werden. Zudem ist es wichtig, dass keine allergischen Beschwerden zu befürchten sind. Die Samen können leichte Blähungen verursachen und auch ein Völlegefühl ist möglich, das jedoch in der Regel nur vorübergehend ist. Wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden, dann sollte vor der Einnahme von Flohsamen der Arzt gefragt werden.

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