Schlagwort: Wirkung

  • Bereits 5% Gewichtsverlust helfen der Gesundheit

    Bereits 5% Gewichtsverlust helfen der Gesundheit

    Mit 1,4 Milliarden übergewichtigen Menschen ist die Fettleibigkeit ein weltweites 
Gesundheitsproblem. Allein in Deutschland sind 53% der Frauen und sogar 67% aller Männer übergewichtig. Adipöse Menschen haben ein stark erhöhtes Risiko an verschiedenen Erkrankungen zu leiden. Um das Gesundheitsrisiko zu senken wird in der Regel eine Gewichtsreduktion von 5 bis 10% empfohlen. Neue Erkenntnisse weisen nun daraufhin, dass bereits 5% weniger Gewicht einen bedeutenden Unterschied bedeuten kann.

    Die aktuelle Studie der Fachzeitschrift Cell Metabolism (2016), untersuchte 40 Testpersonen in einer randomisierten Studie auf die Auswirkung des Gewichthaltens und der Gewichtsreduktion um etwa 5%, 10% oder 15%. Dabei wurden mithilfe von Gesundheits-Checks folgende Werte regelmäßig ermittelt: Gewicht, Blutwerte, Beta- Zellen, Funktionalitäts-, Insulinsensibilitäts-, Blutdruck- und Herzschlagratenmessungen. Etwa die Hälfte der Probanden wurde einer Kontrollgruppe zugewiesen, die das Gewicht halten sollte. Die Experimentalgruppe sollte eine Gewichtsreduktion von mindestens 5% anstreben, wobei sich folgende Verteilung ergab – 5% (n=19), 10% (n=9) und 15% (n=9).

    Weniger Körperfett und bessere Blutwerte

    Nach Beendigung des Untersuchungszeitraums von etwa 10 Monaten konnte der Körperfettanteil der Teilnehmer um durchschnittlich 8% verringert werden. Des Weiteren zeigte sich, dass speziell das besonders schädliche viszerale Bauch- und Abdominalfett um 7% schrumpfte.

    Viszeralfett produziert bis zu 600 verschiedene Hormone, die das natürliche Gleichgewicht im
 Körper stören. Allen voran sei hier die durch Hormone entstehende Insulinresistenz zu nennen.

    Obwohl viele Risikofaktoren wie Körperfettgehalt, Blutzuckerwerte, Insulinresistenz, Triglycerin-
und Alaninwerte reduziert werden konnten, blieb der Gehalt der Blutfettwerte nach einem 5%-igen Gewichtsverlusts unverändert. Außerdem konnte durch die Gewichtsreduktion der systolische Blutdruck gesenkt werden. Der diastolische Wert reagierte jedoch nicht. Die Wirkung auf die Insulin-Sensibilität verstärkt sich mit einer weiteren Gewichtsreduktion von 10-15% noch einmal deutlich.

    Eine stetige Gewichtsreduktion ist angezeigt

    Als eine zentrale Erkenntnis sehen die Forscher auch die bereits eintretenden positiven Effekte auf die Stoffwechselrate bei einer 5%-igen Gewichtsreduktion. Ebenso konnte ein beginnender Muskelaufbau bei einer Reduktion von 10%
 festgestellt werden. Beide Faktoren erleichtern das weitere Abnehmen. Für Betroffene kann dies eine Motivation darstellen, da für Sie ein messbarer Punkt erreicht werden kann, an dem die Gewichtsreduktion vereinfacht gelingt.

    Wird der Schritt zur Gewichtsreduktion gewagt, ist dieser zunächst hart und erfordert viel Disziplin. Doch wird die Grenze von 5% erst einmal erreicht, können Patienten durch eine verbesserte Lebensqualität und aufgrund eines erhöhten Grundumsatzes und Stoffwechsels leichter weiter Abnehmen oder ihr Gewicht halten.

    So gefährlich ist Übergewicht

    Adipöse Menschen haben teilweise mit ernsthaften Beschwerden zu kämpfen. Als Folgeerkrankungen sind unter anderem Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck oder vorzeitiger degenerativer Gelenkverschleiß möglich. Es besteht ein höheres Risiko an Herzschwäche oder einen Schlaganfall zu leiden. Frauen klagen zudem häufig über Hormonstörungen.

    Der Grad der gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkung wird durch den BMI (Body Mass Index) eingeschätzt. So gilt z.B. dass bei einem BMI von 35 die Sterblichkeitsrate bereits doppelt so hoch ist wie bei Normalgewichtigen. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Körperfettanteil bei einer normalgewichtigen jungen Frau rund 20 kg und bei einem Mann circa 15 kg betragen sollte.

    Dabei ist Fettgewebe keinesfalls negativ zu beurteilen. Neben der Thermoregulation werden auch Hormone im Fettgewebe gebildet. Zudem hat sich gezeigt, dass ein normales Fettmaß das Immunsystem stärkt, da zu wenig Fett Stress für den Körper bedeutet.

    Bild: © Depositphotos.com / ljsphotography

  • Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Nase und Mund sind beliebte Ziele für Krankheitserreger aller Art, die ihren Weg in den menschlichen Körper suchen. Bevor sie aber in den Körper gelangen können, müssen sie an den Mandeln vorbei, die hinten im Rachenraum an den seitlichen Gaumenbögen liegen. Die Mandel sind so etwas wie Torwächter, die die Aufgabe haben, die oberen Atemwege vor Viren und Bakterien zu schützen, aber wenn das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert oder geschwächt ist, dann kommt es zu einer Angina tonsillaris, zu einer schmerzhaften Mandelentzündung.

    Was löst eine Angina tonsillaris aus?

    Wenn das Immunsystem nicht mehr seiner Funktion nachkommen kann, dann setzen sich die Krankheitserreger einfach an den Rachenmandeln fest und vermehren sich dort explosionsartig. In der Folge schwillt das Gewebe der Mandeln stark an, es beginnt zu schmerzen und das löst schließlich massive Schluckbeschwerden aus. Aus diesem Prozess erklärt sich auch das lateinische Wort Angina, das so viel wie Beklemmung oder auch Enge bedeutet. Ist die Mandelentzündung hingegen akut, dann spricht der Arzt von einer sogenannten Tonsillitis acuta. Die meisten Mandelentzündungen werden von Bakterien ausgelöst, und wenn das der Fall ist, dann gibt es verschiedene Krankheitsbilder. Es gibt die Scharlach-Angina, die Diphtherie-Angina und auch die Seitenstrang-Angina. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber und bei der Herpangina sind die Auslöser jedoch keine Bakterien, sondern Viren.

    Welche Beschwerden verursacht eine Angina?

    Es sind vor allem die Schmerzen und die Schluckbeschwerden, die eine Angina tonsillaris so unangenehm machen. In der akuten Phase kann auch Fieber dazu kommen und die Betroffenen fühlen sich krank. Ist eine Mandelentzündung chronisch, dann sind die Beschwerden nicht so stark wie bei der akuten Variante, dafür gibt es hier die Gefahr, dass die ständige Entzündung der Mandeln Folgen haben kann. Zu diesen Folgen können eine Herzmuskelentzündung und ein Herzklappenfehler gehören, aber auch eine Nierenentzündung ist keine Seltenheit, wenn die Angina einen chronischen Verlauf nimmt. Besonders bei Kindern zwischen fünf und 15 Jahren ist das Risiko besonders groß, eine Angina tonsillaris zu bekommen.

    Wie wird eine Angina behandelt?

    Um festzustellen, welche Art der Angina vorliegt, untersucht der Arzt den Rachen- und Nasenraum sowie den Zungengrund mit der Hilfe eines Endoskops. Häufig tritt bei Kindern im Zuge einer Angina tonsillaris auch eine ebenso schmerzhafte Mittelohrentzündung auf. Um den Erreger bestimmen zu können, wird eine Blutuntersuchung gemacht. Steht fest, um welche Angina es sich handelt, dann wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Bei einer leichten Angina tonsillaris helfen in der Regel schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie spezielle Lutschtabletten. Gesellt sich Fieber zur Angina, dann ist Paracetamol eine gute Wahl, denn das lindert die Entzündung, senkt das Fieber und nimmt die Schmerzen. Sollten die Beschwerden nicht abklingen oder wenn sie sich noch verstärken, dann wird ein Breitbandantibiotikum zum Einsatz kommen, ein Mittel, das auch dann hilft, wenn die Angina tonsillaris durch Viren ausgelöst wurde.

    Welche Hausmittel gibt es?

    Nicht jeder möchte ein Mittel aus der Apotheke einnehmen, wenn der Hals schmerzt, und vertraut lieber auf bewährte Hausmittel. Zu diesen Hausmitteln gehört der Salbeitee, der bei einer Mandelentzündung aber nicht getrunken werden sollte, hier reicht es aus, damit zu gurgeln. Auch ein Tee aus Pfefferminze, aus Rosmarin, Kamille oder Ringelblume, der Schluck für Schluck kalt getrunken wird, kann helfen, die Schmerzen zu verringern. Bienenhonig ist ebenfalls ein bekanntes Hausmittel, wenn es um eine leichte Angina geht. Der Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kommt, weil er süß schmeckt, vor allem bei Kindern gut an. Bei Kindern ebenfalls ein Renner ist Eis, denn das kalte Eis lässt die angeschwollenen Rachenmandeln schnell wieder abschwellen. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihre Kinder Wassereis mit Fruchtgeschmack lutschen, denn Milchspeiseeis sorgt dafür, dass die oberen Atemwege verschleimen können.

    Bild: © Depositphotos.com / Jim_Filim

  • Tilidin gegen Schmerzen – hilfreich oder gefährlich?

    Tilidin gegen Schmerzen – hilfreich oder gefährlich?

    Schmerzmittel sind in der Medizin ein heikles Thema. Auf der einen Seite sind Schmerzmittel ein Segen, denn sie machen den Menschen, die zum Beispiel an Krebs erkrankt sind, das Leben einfacher, auf der anderen Seite sind Schmerzmittel ein Fluch, denn sie führen nicht selten in die Abhängigkeit. Fluch und Segen zugleich ist auch Tilidin, ein Wirkstoff, der in vielen Schmerzmitteln zu finden ist. Tilidin gegen Schmerzen ist hilfreich, aber gleichzeitig auch sehr gefährlich.

    Was ist Tilidin?

    Tilidin ist kein Medikament, sondern ein künstlich hergestellter Wirkstoff, der vor allem in der Drogenszene zu trauriger Berühmtheit kam. Nur Tilidin gegen Schmerzen einzunehmen, wäre wenig effektiv, erst wenn der Wirkstoff sich in der Leber in Nortilidin und Bisnortilidin verwandelt, dann tritt eine schmerzstillende Wirkung ein. Die beiden Stoffe wirken im zentralen Nervensystem und aktivieren dort ein schmerzstillendes System. Da Tilidin gegen Schmerzen zu den Opioiden gehört, entfaltet es eine euphorisierende und enthemmende Wirkung, was die Substanz für Drogenabhängige so interessant macht.

    Wann wird Tilidin gegen Schmerzen eingesetzt?

    Schmerzmittel mit Tilidin werden in der Regel nach schweren Operationen verabreicht, aber auch Menschen, die unter Rheuma oder unter starken Tumorschmerzen leiden, bekommen Tilidin gegen ihre Schmerzen. Der Wirkstoff Tilidin gegen Schmerzen ist die eine Seite, die andere Seite ist die Gefahr, abhängig zu werden, und das passiert unweigerlich, wenn Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Um die Gefahr der Sucht so niedrig wie eben möglich zu halten, wird Tilidin mit dem Wirkstoff Naloxon kombiniert. Das Naloxon wird dabei so dosiert, dass es das Tilidin blockiert, wenn es intravenös gegeben wird. Ist die Dosierung aber zu niedrig und wird oral eingenommen, dann hat das auf die Wirkung von Tilidin keinerlei Wirkung.

    Welche Nebenwirkungen hat Tilidin?

    Selbst wenn Tilidin gegen Schmerzen Erfolge erzielt, die Patienten, die den Wirkstoff einnehmen müssen, klagen über zahlreiche Nebenwirkungen. So wird das Urteils- und das Wahrnehmungsvermögen gestört, es kann zu schweren Depressionen und auch zu Schlafstörungen kommen. Appetitlosigkeit ist eine Nebenwirkung und auch Krampfanfälle sind keine Seltenheit. Was Tilidin aber besonders gefährlich macht, ist die Tatsache, dass der Wirkstoff die Psyche verändert und unempfindlich gegen Schmerzen macht. Wer Schmerzmittel mit Tilidin über einen längeren Zeitraum einnimmt, der wird angstfrei, leidet unter Selbstüberschätzung, wird größenwahnsinnig, kaltblütig und hoch aggressiv. Diese fatalen Nebenwirkungen machen Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, bei Straßenbanden, in Rockerkreisen und auch bei den Kämpfern des IS sehr beliebt.

    Welche Wechselwirkungen gibt es?

    Vor allem im Zusammenhang mit Alkohol werden Schmerzmittel mit Tilidin sehr gefährlich. Es kommt zu einer verstärkten und verlängerten Wirkung, die sich auf das zentrale Nervensystem auswirkt. Die Betroffenen fangen an, flach und langsam zu atmen, was im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Atemlähmung führen kann. Auch mit anderen Opioiden sollte Tilidin nicht kombiniert werden, denn die Wechselwirkungen sind nicht einschätzbar.

    Wie wird Tilidin dosiert?

    Soll Tilidin gegen Schmerzen helfen, dann muss es richtig dosiert werden. Erhältlich ist Tilidin als Tabletten und in flüssiger Form. Erwachsene sollten nicht mehr als 20 bis 40 Tropfen maximal viermal am Tag einnehmen, Kinder dürfen nur viermal am Tag einen Tropfen pro Lebensjahr nehmen. Wird ein Schmerzmittel mit Tilidin über einen längeren Zeitraum gegeben, dann kann es trotz einer niedrigen Dosierung süchtig machen. Tilidin gehört zu den schwächeren Opioiden und hat nur rund ein Fünftel der Wirkung, die Morphium entfaltet. Das ist auch der Grund, warum Schmerzmittel, die den synthetischen Wirkstoff enthalten, lange Zeit nicht in der Liste der BtMG-pflichtigen Schmerzmittel zu finden war. Da es aber in den letzten Jahren vermehrt zu einem Missbrauch mit Tilidin-haltigen Mitteln gekommen ist, wurden 2013 strengere Maßstäbe eingeleitet. Heute sind Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, im BtMG unter der Anlage III gelistet.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Sind Gesundheits-Apps wirklich sinnvoll?

    Sind Gesundheits-Apps wirklich sinnvoll?

    Sie zählen die Schritte, die man Tag geht, sie messen den Puls und den Blutdruck, sie verfolgen die Entwicklung des Gewichts – die Rede ist von den mehr als 100.000 Gesundheits-Apps, die es inzwischen gibt. Viele Menschen verlassen sich auf diese modernen Apps, aber wie sinnvoll sind die Apps und können sie wirklich einen Besuch beim Arzt ersetzen?

    Der moderne Patient

    Der Patient im digitalen Zeitalter muss nicht mehr unbedingt zu einem Arzt gehen, wenn er wissen will, ob mit dem Blutdruck alles in Ordnung ist, er schaut stattdessen auf sein Smartphone mit der entsprechenden Gesundheits-App. Nach Ansicht von vielen Medizinern ist der Trend mit der Gesundheits-App eher positiv zu bewerten, allerdings sollte auch die Qualität der App stimmen. Internisten sind regelrecht begeistert von den Apps, denn auch im Klinikalltag spielt die digitale Medizin eine immer wichtigere Rolle, und mithilfe der App stehen Patient und Arzt auf einfache Art und Weise in Verbindung.

    Per Gesetz verankert

    Auch für den Weg in die digitale Medizin gibt es Gesetze, denn im Dezember des vergangenen Jahres haben der Bundestag und der Bundesrat das „Gesetz für sichere, digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“, kurz auch das E-Health-Gesetz verabschiedet. Anfang 2016 trat das Gesetz dann in Kraft, und zwar mit dem Ziel, alle Krankenhäuser, Apotheken und Arztpraxen besser als bisher miteinander zu vernetzen. Auf diese Weise werden die relevanten Daten aller Patienten schnell abrufbar gemacht.

    Medikation elektronisch planen

    Viele Versicherte haben heute schon eine elektronische Gesundheitskarte und auf dem Chip, der sich in der Karte befindet, sind unter anderem auch die Blutgruppe, eventuelle Vorerkrankungen und auch eine Medikamentenliste gespeichert. Für Patienten, die mehr als drei Medikamente am Tag einnehmen müssen, soll es in Zukunft auch einen elektronischen Medikationsplan geben, um gefährliche Nebenwirkungen zu verhindern, denn noch immer sterben in Deutschland mehrere Tausend Menschen an einer falschen Medikation.

    Bild: © Depositphotos.com / Syda_Productions

  • Neue Erfolge im Kampf gegen Ebola

    Neue Erfolge im Kampf gegen Ebola

    Seit im vergangenen Jahr Ebola den Westen Afrikas heimgesucht hat, sind Forscher auf der Suche nach einem Impfstoff. Ein internationales Forscherteam aus der italienischen Schweiz scheint jetzt ein Durchbruch gelungen zu sein, denn sie konnten Antikörper im Blut von zwei Menschen nachweisen, die die Krankheit überlebt haben. Damit kann es möglich werden, endlich einen Impfstoff zu entwickeln.

    Vielversprechende Versuche

    Das Wissenschaftlerteam um Davide Corti von der Università della Svizzera Italiana in Bellinzona hat zwei Menschen, die sich 1995 in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert haben, Blut abgenommen und aus dieser Blutprobe konnten sie vier unterschiedliche Antikörper isolieren. Zwei der Antikörper waren besonders vielversprechend und wurden anschließend an Rhesusaffen getestet. Die Affen überlebten, und zwar ohne die für Ebola typischen Symptome, auch als sie nach fünf Tagen den Erreger bekamen. Für die Forscher ist das ein sicheres Zeichen, dass es möglich ist eine Therapie zu entwickeln, die auf Antikörpern beruht. Damit ließe sich ein erneuter Ausbruch der Krankheit eindämmen.

    Antikörper können Ebola bekämpfen

    Drei Affen überlebten den Versuch, sie bekamen keine Symptome und in ihrem Blut waren keine Ebola-Viren mehr nachweisbar. Das beweist, dass es die Antikörper alleine schaffen können, die hoch ansteckende Krankheit effektiv zu bekämpfen. Besonders der Antikörper mAB114 erwies sich als besonders wirksam, und genau hier sieht die Wissenschaft die größten Chancen für eine therapeutische Anwendung.

    Eine zweite Studie

    Die Erfolge in der Schweiz sind nur ein Beweis dafür, dass es einen Weg geben kann, Ebola zu besiegen, und es gibt eine weitere Studie aus den USA, die zu dem gleichen Ergebnis gekommen ist. Hier konnten die Forscher der Universität von Bethesda im Bundesstaat Maryland die Wirkung der Antikörper genauer studieren und sie fanden heraus, dass es ein Protein auf der Oberfläche des Virus gibt, was verhindert, dass der Krankheitserreger in die Zellen eindringen kann.

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  • Wie gefährlich sind Red-Rice-Kapseln?

    Wie gefährlich sind Red-Rice-Kapseln?

    Rotschimmelreis, besser bekannt unter dem Namen Red-Rice, hat sich als Nahrungsergänzungsmittel einen Namen gemacht. Viele sehen im Rotschimmelreis, der über das Internet in Form von Kapseln angeboten wird, ein gutes Mittel, um zum Beispiel den Cholesterinspiegel zu senken und den Fettstoffwechsel zu stabilisieren. Ärzte warnen aber vor der Einnahme der Kapseln, denn sie können sehr gefährliche Nebenwirkungen haben.

    Wie entsteht Rotschimmel?

    Rotschimmel ist ein Produkt, das durch Fermentierung von normalem Reis und einem bestimmten Schimmelpilz entsteht. Durch die Fermentierung bekommt der Reis eine rote Farbe und entwickelt einen Wirkstoff, der aus pharmakologischer toxisch, also giftig ist. In Asien genießt der rote Reis einen sehr guten Ruf und wird vor allem zur Behandlung von Krankheiten des Magen-Darm-Trakts und bei Herz-Kreislauf Beschwerden genutzt. Ebenfalls werden viele Lebensmittel in Asien mit dem Farbstoff aus dem roten Reis gefärbt.

    Der gefährliche Wirkstoff

    Der wohl wichtigste Inhaltsstoff von Red-Rice-Kapseln ist Monacolin K und dieser Wirkstoff ist, was die chemische Zusammensetzung angeht, mit dem Wirkstoff Lovastatin identisch. Lovastatin ist alles andere als harmlos, sondern ein Arzneistoff, der von den jeweiligen Behörden zugelassen werden muss. Medikamente, die den Wirkstoff enthalten, sind zudem verschreibungspflichtig, ohne das passende Rezept von einem Arzt ist Lovastatin in Deutschland also nicht erhältlich.

    Schon bei niedrigen Dosierungen riskant

    Wie gefährlich Red-Rice für die Gesundheit ist, das zeigt sich schon in der Dosierung. Schon ab einer Menge von fünf Milligramm am Tag entfaltet der Wirkstoff Monacolin K seine Wirkung, die Red-Rice-Kapseln, die im Internet als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, haben die 66-fache Wirkung und das ist auf Dauer für die Gesundheit mehr als riskant. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt jetzt ausdrücklich vor den Kapseln, die die Muskeln wie auch die Leber schädigen können. Besonders kritisch wird es jedoch immer dann, wenn die Reis-Kapsel zusammen mit einem Medikament gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel eingenommen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / AndriiGorulko