Schlagwort: Wissenschaftlern

  • Neueste Erkenntnisse zum Thema Entspannen

    Neueste Erkenntnisse zum Thema Entspannen

    Dass wir Ruhezeiten zum Abschalten benötigen, wissen sicherlich die Meisten. Oft reichen auch schon kleine Streicheleinheiten für Körper, Geist und Seele vollkommen aus, um die leere Batterie aufzuladen.

     

    Neue Untersuchungen bringen erstaunliche Ergebnisse zu Tage

    Groß angelegte Befragungen von 18.000 Menschen aus 134 Ländern zeigen auf, wie unterschiedlich Menschen entspannen. Aber eines bleibt immer gleich: egal wie und wo entspannt wird, es ist sehr wichtig für das Wohlbefinden. Ruhe ist heute etwas eher Seltenes, denn 68,4 % der Befragten wünschen sich viel mehr davon.

    Interessant ist, dass mehr als 60 % angeben, beim Lesen zu entspannen. 50 % davon erholen sich am allerbesten in der freien Natur. Und noch immer 40 % kommen beim Musik hören in die Entspannungsphase. Unser wichtigstes Bedürfnis besteht darin zu entspannen. Gerne ziehen wir uns dabei auch von den anderen zurück und möchten einfach mit uns alleine sein. Der Grund dafür ist schnell gefunden, denn sind wir vollkommen ungestört und können in uns hineinhören sowie die eigenen Bedürfnisse erkennen.

     

    Selbst Monologe führen

    Hier kam ein erstaunlich niedriges Ergebnis heraus. Denn nur 30 % der befragten Personen gaben an, Selbstgespräche zu führen. Diese Personen aber behaupteten, durch diese Selbstgespräche zur inneren Ruhe zu gelangen. Ferner wurde in der Studie getestet, dass das Gehirn von in Isolation lebenden Personen keinen kompletten Stillstand aufweist. Dies konnte auf bildgebenden Verfahren dargestellt werden.

    Kommt es fortwährend zu einer ausbleibenden Erholung, kann dies unser Wohlbefinden sehr stark beeinträchtigen. Und die Gesundheit wird über kurz oder lang darunter leiden. Eine ständige Anspannung ist Gift für den menschlichen Körper. Fünf bis sechs Stunden Entspannung sind laut Wissenschaftlern das richtige Maß. In dieser Zeit sollte man vollkommen zur Ruhe kommen und sich selbst am nächsten sein. Interessant ist, dass ein Mehr an Erholung sich wieder ins Gegenteil umwandeln kann.

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  • Mobbing, was ist das?

    Mobbing, was ist das?

    Mobbing hat einen enormen Einfluss auf den gesamten Alltag. Dieses Phänomen ist mit einer intensiven und andauernden Form von Psychoterror zu vergleichen. Im Laufe der letzten Jahre kam es in fast jedem Lebensbereich – in der Schule, selbst in Grundschulen, im Studium, in Projekten und schlussendlich im Beruf – immer wieder zu Mobbingopfern. Im Folgenden wollen wir aufklären, was hinter Mobbing überhaupt steckt und was Sie aktiv dagegen unternehmen, um schlimmere Konsequenzen zu vermeiden.

     

    Woran erkennen Sie Mobbing?

    Mit dem Mobbing sind unerbittliche Gängeleien und Schikanierungen zwischen Personen oder Personengruppen verbunden – mit dem Ziel, andere ins Abseits zu stellen bzw. aus einer beruflichen Situation heraus zu drängen. Zu den typischen Formen des Mobbings gehören:

    • das Verbreiten falscher Tatsachen und Behauptungen,
    • eine Überforderung über zu viele Arbeitsaufgaben,
    • Androhungen von Gewalt – physischer und psychischer Natur,
    • die soziale Isolation direkt am Arbeitsplatz.

     

    Das Mobbing übersteigt das Level harmloser Lästereien! Es breitet sich auf den gesamten Arbeitsalltag aus. Im umgangssprachlichen Bereich ist von regelmäßiger, fortgesetzter Belästigung die Rede. Die betroffene Person wird in ihrer Würde verletzt. Sie steht im Abseits und kann der eigentlichen Tätigkeit nicht in gewohnter Art und Weise nachgehen.

     

    Die unterschiedlichen Gesichter des Mobbings

    Ausgehend von Forschern und Wissenschaftlern werden gleich mehrere Gesichtspunkte beim Mobbing voneinander unterschieden:

    • Opfer: Das Ziel, eine Person aus einer Position herauszutreten, schafft Opfer, die sich mit ungleichen Machtverhältnissen konfrontiert sehen und in eine Verteidigungsposition geraten.
    • Ungleiche Machtverhältnisse: Entscheidend ist der Einfluss der beiden Parteien, die gegeneinander stehen. Ist eine Person zum Beispiel einer anderen überlegen, kann diese sichere Machtverhältnisse unverhältnismäßig ausspielen. Darüber hinaus ist es möglich, numerisch eine Übermacht zu erzeugen, sodass gleich bis zu vier Personen gegen ein anderes Opfer vorgehen.
    • Handlungen: Die Aktionen und Strategien können nonverbaler und verbaler sowie physischer Natur sein. Hier werden feindselige und aggressive Haltungen und kritische Handlungen unterschieden. Alle diese Handlungssequenzen zielen auf eines ab: ein bestimmtes Opfer zu schädigen und zu verletzen.
    • Verhaltensmuster: Was unterscheidet Mobbing von einfachen Lästereien? Es handelt sich um stetige Verhaltensmuster, die sich aus mehreren Handlungen zusammensetzen, um eine systematische Kränkung herbeizurufen. So ist bei Mobbing ein gewisser Vorsatz vorhanden, eine andere Person entscheidend zu schädigen.

     

    Was ist unter Bullying oder Bossing zu verstehen?

    Direkt am Arbeitsplatz lassen sich Mobbing Verhaltensweisen in ihrer Verlaufsform zwischen den Arbeitern und Mitarbeitern oder zwischen Untergebenen und Vorgesetzten unterscheiden. Spielt der Chef oder Vorgesetzte seine Machtverhältnisse unverhältnismäßig aus und schikaniert seine Untergebenen, ist im Englischen zum Teil vom Bossing und Bullying die Rede. Der Psychoterror wird in diesem Fall von höher situierten Personen tatsächlich in 40 % aller Mobbingfälle ausgeübt. Damit möchte der Vorgesetzte zumeist seine eigene Position festigen, sein Ego aufbauen und das auf Kosten anderer.

     

    Welche Ursachen hat Mobbing?

    Forscher gehen in diesem Zusammenhang zumeist von situativen Faktoren aus oder von bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen, die das Opfer aufweist.

    • Die zwischenmenschlichen Interaktionen und
    • die Art und Weise des Zusammenlebens,
    • das Arbeitsumfeld und
    • die Organisation

    können einen weitreichenden Einfluss auf dieses Phänomen haben. Die Opfer sind zumeist konfliktscheu, unterwürfig und ängstlich. Für den potenziellen Täter perfekt, um ihre symptomatische Rolle auszunutzen. Das Gefühl, unterlegen zu sein, ist die Basis für weitreichendes Mobbing, das haben typische Verhaltensweisen in gängigen Untersuchungen ergeben.

     

    Eine weitere Ursache kann mangelhaftes Selbstvertrauen aufseiten des Täters sein. So hat er oder sie über das Mobbing eine Chance, die eigene Reflexion und negative Emotionen auszugleichen. Heute wird Mobbing als Tatwaffe und soziale Sanktion verstanden, um den betrieblichen Wettstreit zu eröffnen und sich hohe Positionen zu sichern.

    Die zunehmende prekäre Lage auf dem Arbeitsmarkt und die abnehmende Sicherheit im Hinblick auf den Arbeitsplatz haben dazu geführt, dass Mobbing gerade im Arbeitsumfeld, im Studium und Ausbildung enorm zugenommen hat. Zudem können schlechte Produktionsbedingungen und Arbeitsorganisationen die Zuständigkeiten verschwimmen lasen und einen enormen Konfliktherd heraufbeschwören.

     

    Welche Folgen kann Mobbing für Betroffene haben?

    Mobbing-Opfer erleben im gesamten Alltag und in ihrem persönlichen Leben eine starke Einschränkung psychischer Natur. Hinzu kommen negative Gefühle und eine intensive Verunsicherung, soweit diese Attacken sich im Arbeitsumfeld bewegen. Folgende symptomatische Konsequenzen gehen aus regelmäßigem Mobbing am Arbeitsplatz hervor:

    • Nervosität und Misstrauen,
    • Selbstzweifel und zunehmende Angst,
    • Konzentrationsprobleme,
    • soziale Isolation,
    • Hoffnungslosigkeit.

     

    Was tun bei Mobbing?

    Im Prinzip geben die Folgen über den Verluste eigene Lebensqualität weit hinaus, sodass in extremen Fällen Mobbing-Opfer mit Suizidgedanken spielen und diese bis zur letzten Konsequenz verfolgen. Beobachten Sie selbst am Arbeitsplatz mobbingähnliche Verhaltensweisen, sollten Sie sich mit einem Vertrauensmitarbeiter kurzschließen. Sind Sie selbst betroffen, sprechen Sie mit einem Psychologen oder mit einer Vertrauensperson aus Ihrem privaten Umfeld.

     

    Setzen Sie Tätern von Anfang an Grenzen. Sie allein entscheiden über Ihre Stoppsignale? Stellen Sie selbst fest, in welcher seelischen Verfassung sie sich befinden. Klare Signale und das Aufzeigen von Grenzen bilden erfolgversprechende Methoden, um einen Mobber zu stoppen.

    Sie geben anderen Personen und potenziellen Tätern nicht mehr das Gefühl, sich als wehrloses Opfer zu fühlen, mit denen man leichtes Spiel hat. Führen Sie Veränderungen der aktuellen Situation herbei, um eine negative Eskalation verhindern zu können. Sprechen Sie über Gefühle und Gedanken. Sie sind nicht allein und müssen sich mit einer Opferrolle auf Dauer zufriedengeben.

     

     

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  • Sauerkraut als Superfood?

    Sauerkraut als Superfood?

    Wer besonders auf seine Gesundheit achten möchte, sollte selbstverständlich auch seine Ernährung entsprechend umstellen. Oft spielen hier ganz bestimmte Lebensmittel eine wichtige Rolle. Einige Nahrungsmittel werden hierbei jedoch gern als „Superfood“ bezeichnet. Bei dieser Gruppe handelt es sich schon lange nicht mehr ausschließlich um Chiasamen und Co. .

    Auch klassische Nahrungsmittel haben es mittlerweile geschafft, sich in der Welt der Ernährungsweisheiten einen Namen zu machen. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer spürbaren Veränderung Ihres Wohlbefindens durchaus gegeben ist, wenn Sie regelmäßig Superfood zu sich nehmen. Sauerkraut lässt sich hier als gutes Beispiel für einen klassischen Allrounder anführen. Nicht zuletzt, da es Ihrer Verdauung extrem zugutekommt.

     

    Ihre Verdauung und Sauerkraut

    Das Sauerkraut gehört zu der Kategorie der sogenannten Kreuzblütler. Diesen Blütlern werden unter anderem beispielsweise auch Brokkoli oder Blumenkohl zugeordnet. Selbst Senf und dessen Blätter gelten übrigens als Kreuzblütler.

    Alle Kreuzblütler haben etwas gemeinsam: durch die Einnahme dieser Nahrungsmittel führen Sie Ihrem Körper vitalisierende Stoffe zu. Jedoch spielen bei ihnen auch die so genannten „Glucosinolate“ eine besondere Rolle. Diese machen in Ihrem Körper eine Wandlung durch. Daher werden sie von vielen Wissenschaftlern nicht nur als entzündungshemmende, sondern auch als krebsfeindliche Stoffe bezeichnet. Genau das ist auch beim Sauerkraut der Fall. Wichtig sind in diesem Zusammenhang jedoch gleich zwei Regeln.

    Erstens: die positiven Assoziationen beziehen sich vor allem auf rohes, also noch nicht zubereitetes, Sauerkraut.

    Zweitens: es wäre falsch, trotz der hochwertigen Inhaltsstoffe im Sauerkraut bzw. im Superfood im Allgemeinen, einen „Wunderheiler“ oder gar ein Mittel gegen den Krebs zu sehen. Fakt ist jedoch: wer hochwertige Nahrungsmittel in seinen Ernährungsplan aufnimmt, profitiert auf lange Sicht.

     

    Rohes Sauerkraut – die Vorteile

    Vor allem die probiotischen Kulturen wirken sich anfangs äußerst stark auf Ihre Verdauung aus. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die positiven Effekte nicht erst im Darm starten, sondern – im Zuge der Nahrungsaufnahme- auch schon vorher. Schädliche Bakterien werden hier bereits im Magen ausgesondert. Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre können demzufolge schon im Ansatz behandelt werden. Sie profitieren folglich von einer gesunden Darmflora und einem gesteigerten Wohlbefinden.

    Ihre Darmschleimhaut regeneriert sich – beispielsweise auch nach der Einnahme von Antibiotika- schneller und auch Ihr Immunsystem erlangt neue Stärke.

  • Impfung gegen Schnupfen

    Impfung gegen Schnupfen

    Insbesondere im Winter plagt eine triefende, verstopfte Nase viele Menschen. Als besonders lästig wird die laufende Nase empfunden. Doch diese kann unter Umständen auch eine das Leben bedrohende Lungenentzündung als Folge haben. Wissenschaftlern ist es nun gelungen, einen speziellen Impfstoff gegen die Schnupfenviren zu entwickeln.

     

    Rhinoviren verantwortlich für Schnupfen

    Für eine laufende Nase zeichnen im Allgemeinen die Rhinoviren verantwortlich. Diese Erreger sind jedoch des Öfteren auch ein Grund, dass betroffene Personen wegen dem Auftreten einer Lungenentzündung das Krankenhaus aufsuchen müssen. Bedingt durch den Erkältungsinfekt werden die empfindlichen Schleimhäute in Mitleidenschaft gezogen.

    Dadurch können die Keime, die charakteristisch für eine Lungenentzündung sind, problemlos eindringen. Je Saison kursieren bis zu drei Haupttypen von Influenza-Erregern. Dies bedeutet, dass von Dauer rund 170 verschiedene Rhinovirus-Typen existieren.

     

    Impfschutz gegen 50 Virentypen

    Nachdem es sehr lange Zeit als nahezu unmöglich galt, einen wirksamen Impfstoff gegen Rhinoviren zu produzieren, ist dies nun gelungen. Zu verdanken haben wir dies dem technischen Fortschritt. Forscher der Emory School of Medicine aus Atlanta haben jetzt den Durchbruch geschafft. Sie konnten einen Impfstoff entwickeln, der gleichzeitig 50 unterschiedliche Schnupfen Viren bekämpft.

     

    Erste Tests an Rhesus-Affen brachten bereits nach einer ersten Impfung die Bildung von Antikörpern gegen nahezu 90 Prozent aller Schnupfenviren an den Tag. Bei der zweiten Impfung konnten immerhin noch 82 Prozent bekämpft werden. Nach Auffrischung der Impfung war ein Schutz zu 98 Prozent gegen 49 der insgesamt 50 Virentypen vorhanden.

     

    Keine Wirkung gegen Typ-C-Viren

    Bislang lässt allerdings ausschließlich eine Wirkung gegen Typ-A-Viren erreichen. In Verbindung mit Typ-C-Viren zeichnen diese als häufigste Auslöser für einen gefährlichen Verlauf der Erkrankung verantwortlich. Keine Berücksichtigung im Impfstoff fanden bisher Typ-C-Viren, da diese erst vor rund zehn Jahren entdeckt worden sind.

     

    Ob wir in naher Zukunft dem Schnupfen bald von Dauer dem Kampf ansagen können, können die Forscher noch nicht genau sagen. Dazu sind weitere klinische Studien am Menschen sowie Weiterentwicklungen des Impfstoffs erforderlich.

     

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  • Ist die digitale Welt eine Gefährdung für die Gesundheit?

    Ist die digitale Welt eine Gefährdung für die Gesundheit?

    In einer Umfrage der Barmer kristallisierte sich heraus, dass Arbeitnehmer die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt als eine Belastung ansehen. Nicht nur die Gesundheit sei von den Folgen betroffen, auch das Familienleben würde in Mitleidenschaft gezogen werden. Rund ein Viertel der Befragten gaben an, sich aufgrund ihrer Arbeit ausgebrannt zu fühlen. Nun fordert Klaus Ernst, welcher in der Linken tätig ist, eine Antistressverordnung.

     

    Auswirkungen der Digitalisierung

    Laut der Studie stehen 18 % aller Konflikte zwischen dem Berufs- und Familienleben in Zusammenhang mit der Digitalisierung. Vor allem Führungskräfte und jüngere Arbeitnehmer würden an dem Druck der digitalen Welt leiden. Dennoch äußerten sich mehr als die Hälfte der Befragten positiv zu dem Wandel in der Arbeitswelt. Um auch die belastenden Arbeitnehmer zufrieden zu stellen und ihnen den Druck zu nehmen, gäbe es Wissenschaftlern zur Folge Möglichkeiten. Diese wirken dem negativen Einfluss der Digitalisierung auf die Lebensqualität entgegen.

     

    Maßnahmen zur Entlastung

    Stephan Böhm, welcher die Studie leitete, äußerte: „Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Sport, Verzicht auf Diensthandy und Dienstcomputer in der Freizeit. Eine gute Beziehung zur Führungskraft gehen einher mit verringerten Arbeits- und Familienkonflikten sowie weniger emotionaler Erschöpfung“.

    Somit müsse also ein Ausgleich zu den Arbeiten in der digitalen Welt geschaffen werden. Auch müsse die Arbeitswelt flexibler gestaltet werden. Aus diesem Grund forderte Andrea Nahles, Arbeitsministerin, neue Flexibilitätskompromisse. Dabei werden die Bedürfnisse der Arbeitnehmer in der digitalen Arbeitswelt sowie im Familienleben berücksichtigt.

     

    Anstieg der Krankentage

    Klaus Ernst, welcher den Sitz des Linksfaktionsvize inne hat, kritisiert, dass die Krankentage der Arbeitnehmer in den letzten Jahren zugenommen haben. Dies aufgrund der Zuname an psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Allerdings würde sich die Bundesregierung weigern, eine Antistressverordnung einzuführen. Ernst fügt weiter hinzu, dass dies an unterlassener Hilfeleistung grenzen würde.

     

    Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de

  • Der neue Ernährungswahn

    Der neue Ernährungswahn

    Wer früher einen guten Braten im Topf hatte, der galt als reich, denn Fleisch zu essen, war ein Zeichen für Wohlstand. Heute ist es schick, kein Fleisch mehr zu essen, wobei vor allem Menschen mit Geld mehr und mehr auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichten. Sie sind nach Meinung von Ernährungswissenschaftlern und Soziologen versessen auf gesundes Essen und leben in einer Art Ernährungswahn.

    Die Hysterie um veganes Essen

    Im vergangenen Jahr kamen 119 neue Kochbücher auf den Markt, in denen nur Rezepte für Veganer zu finden sind. Knapp acht Millionen Menschen ernähren sich heute vegetarisch, knapp eine Million sogar ohne Fleisch, Eier, Milch oder Käse, denn sie sind Veganer. Um eine vermeintlich gesunde Ernährung ist eine regelrechte Hysterie ausgebrochen, vor allem in der reichen Oberschicht, alles muss nach Möglichkeit Veggie und vor allen Dingen Bio sein. Auch wer keine Probleme mit der Verdauung hat, schwört auf Lebensmittel ohne Gluten und ohne Laktose, es wird mit Low Carb und High Carb experimentiert, man setzt auf die Steinzeit-Diät und statt angesagten neuen Kaffeespezialitäten, gibt es Mixgetränke aus Obst und Gemüse.

    Gesundes Essen für eine heile Welt

    „Sage mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist“ – Essen wird immer mehr zu einer Identitätsbildung. Die Welt wird zunehmend schwieriger und unruhiger, die Ernährung dient daher vielfach dazu, ein Stück heile Welt aufzubauen. Essen ist aber auch eine Art Statussymbol und soll zeigen: Seht her, ich gehöre dazu und ich kann es mir leisten, so zu leben. Viele Soziologen sind der Ansicht, dass eine fleischlose Ernährung eine Selbstinszenierung und gleichzeitig auch eine Abgrenzung ist. Auf der anderen Seite spiegelt Essen jedoch auch einen Wunsch nach Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse wider. Neu ist dieses Verhalten allerdings nicht, denn Ernährung wurde schon immer mit einem kulturellen und sozialen Status verbunden, denn „gutes“ Essen steht für Wohlstand.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete

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