Schlagwort: Wunde

  • Hirn-Aneurysma

    Hirn-Aneurysma

    Was ist Hirn-Aneurysma

    Als ein Aneurysma wird eine Aussackung einer Schlagader bezeichnet, oftmals ist dabei das Gehirn betroffen. Je nach Größe des Aneurysmas kann es zu einem Platzen kommen, was von dem Patienten kaum wahrgenommen wird und dann kann jede Hilfe zu spät sein. Manche Aneurysmen sind bereits viele Jahre vorhanden und werden kaum bemerkt. Ein Hirn-Aneurysma geht häufig mit Kopfschmerzen einher, welche zwar als lästig und störend betrachtet werden, aber da es viele hundert Arten von Kopfschmerzen gibt, denkt sich der Patient oftmals nichts dabei. Wenn die Kopfschmerzen allerdings stetig zunehmen und sich häufen, dann ist eine Abklärung unabdingbar. Manche Hirn-Aneruysmen sind im Laufe der Jahre so groß geworden, dass sie sogar Gehirnwassergänge abdrücken, so dass sich ein enormer Druck im Kopf aufbaut, der die Beschwerden verursacht. Je nach Lage können weitere Beschwerden außer Kopfschmerzen hinzukommen.

    Operatiuon bei Hirn-Aneurysma

    Ein Hirn-Aneurysma ist selten operativ entfernbar, aber dennoch gibt es verschiedene, noch relativ neue, operative  Behandlungsmethoden, so dass der betroffene Patient gut damit leben kann, auch wenn es ein paar Einschränkungen für das weitere Leben gibt. Zu den Einschränkungen gehören beispielsweise Überkopfarbeiten, die nicht mehr ausgeführt werden sollten. Weitere Einschränkungen sind ebenfalls das Heben von schweren Gegenständen.

    Wenn das Aneurysma bereits Gehirnwassergänge verschließt, muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser entsteht durch die Lage eines Shunts, der direkt unter die Haut und durch das Gehirn zu den betreffenden Kammern mittels eines Schlauchs (Ventrikel-Katheder) gelegt wird. Der Shunt regelt dann die Stärke des Gehirnwasserdrucks, was bedeutet, er öffnet und schließt je nach Anstieg oder Abfall des Drucks. Daher berichten manche Patienten davon, dass sie Wetterumschwünge mit Luftdruckschwankungen vermehrt spüren. Früher wurde das zuviel vorhandene Gehirnwasser über die Nase ausgeleitet, mittlerweile ist man dort aber weiter, das Wasser wird in den Bauchraum geführt, wo es aufbereitet wird und über das Rückenmark wieder in den Kopf zurücktransportiert wird.

     Behandlung von Hirn-Aneurysma

    Bei der Behandlung des Aneurysmas gibt es zwei Verfahrensmethoden. Ist die Aussackung nicht sehr groß, kann mittels einer OP eine Klammer um das Aneurysma gelegt werden. Diese Klammer (meist aus Platin) verschließt es denn, so dass es nicht weiter wachsen kann. Ist dies aufgrund der Größe beispielsweise nicht möglich, dann gibt es eine andere, noch recht neue Methode. Hierbei wird durch die Leiste mittels einer Angiographie ein Schlauch zu dem Aneurysma hochgeführt, durch den dann die Aussackung mit kleinsten Platinspiralen gefüllt wird, um die Blutzirkulation zu unterbinden. Ist diese dann ausreichend gefüllt, wird der Schlauch wieder entfernt. Dieser Eingriff kann einige Stunden dauern und wird unter Vollnarkose durchgeführt, da der Patient absolut ruhig liegen muss. Danach ist es nötig, dass er vierundzwanzig Stunden liegen bleibt, die Wunde in der Leiste wird mittels eines Druckverbandes mit einem Sichtglas verschlossen und nach und nach wird der Druck vermindert. Danach kann der Patient wieder aufstehen und nach einigen Tagen entlassen werden.

    Eine alljährliche Kontrolluntersuchung des Shunts sowie des Aneurysmas mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) ist besonders wichtig, um beurteilen zu können, inwiefern sich das Aneurysma verkleinert hat und ob der Shunt noch einwandfrei funktioniert. Sollten keine Komplikationen aufgetreten sein, dann wird der jährliche Abstand entsprechend verlängert.

  • Was ist bei Verbrennungen zu tun?

    Was ist bei Verbrennungen zu tun?

    Eine heiße Tasse Kaffee oder Tee die umkippt, einmal mit der Hand an die heiße Herdplatte gefasst oder das Bein zu nahe am Auspuff des Motorrads – zu Verbrennungen oder Verbrühungen kann es sehr schnell kommen. Ein Klassiker bei Verbrennungen ist auch der Grillunfall oder das heiße Wasser, das überschwappt. Ganz gleich, was der Auslöser für eine Verbrennung ist, wichtig ist es, dass schnell Hilfe geleistet wird, bevor die Haut einen dauerhaften Schaden nimmt.

    Hausmittel bei Verbrennungen, die auf keinen Fall helfen

    Für jeden Unfall gibt es auch das passende Hausmittel, aber besonders wenn es um Verbrennungen geht, dann gibt es eine Unmenge von Hausmitteln, die vermeintlich hilfreich sind. Leider sind es die meisten nicht. Wenn es zu einer Verbrennung oder zu einer Verbrühung kommt, dann haben weder Seife, noch Mehl, Zahnpasta oder rohe Kartoffelscheiben, Kurkuma, Butter oder Öl etwas auf der Wunde zu suchen. Sie verschlimmern die ohnehin schon starken Schmerzen noch mehr und sie sorgen zudem dafür, dass die Haut verklebt und sich nicht mehr regenerieren kann. Zudem können Bakterien in die Wunde eindringen, die alles noch schlimmer machen, als es schon ist.

    Kaltes Wasser bei Verbrennungen

    Es gibt nur eine einzige Sofortmaßnahme, die bei Verbrennungen hilft und das ist kaltes fließendes Wasser. Die Brandwunde muss sofort mit Wasser behandelt werden, denn das kalte Wasser kühlt die Temperatur auch in den unteren Hautschichten ab, es spült schädliche Stoffe wie Bakterien und Keime aus und verhindert, dass das Gewebe nachhaltig zerstört wird. Die Haut sollte aber nur maximal 20 Minuten mit Wasser behandelt werden. Wenn es sich um Verbrennungen ersten Grades handelt, dann sollte im Anschluss eine kühlende Salbe aufgetragen werden. Zudem wird die Haut mit einem leichten Verband abgedeckt, der die Haut nicht verklebt.

    Hilfe bei schweren Verbrennungen

    Handelt es sich um eine Verbrennung zweiten Grades, dann färbt sich die betroffene Stelle nicht nur rötlich, sie wirft auch Blasen. Immer dann, wenn die Blasenbildung und die Rötung die Größe einer Handfläche haben, dann hilft nur noch die Fahrt zum nächsten Krankenhaus oder zu einem Arzt. Während der Fahrt muss die Verbrennung gekühlt werden und das passiert am besten mit einem Beutel voller Eiswürfel oder mit einem Kühlkissen aus der Tiefkühltruhe.

    Zusätzlich sollte die betroffene Hautstelle mit einem sterilen Tuch, am besten aus Mull abgedeckt werden, damit keine Keime und Bakterien in die Wunde gelangen können.

    Schnelle Hilfe bei einem Sonnenbrand

    Auch der Sonnenbrand gehört zu den Verbrennungen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn die Haut stark gerötet ist oder wenn sich schon kleine Bläschen bilden, dann ist der Besuch beim Arzt unvermeidlich. Wenn sich die Rötung aber nur am Rand einer kleinen Blase zeigt, dann ist auch hier kaltes aber nicht eisiges Wasser eine gute Maßnahme. Ist der Sonnenbrand auf dem Rücken, dann ist ein Handtuch, das in kaltes Wasser getaucht wurde, eine gute Idee, denn das Handtuch bedeckt den kompletten Rücken und sorgt so für Linderung der Schmerzen. Sollten sich zu den Verbrennungen aber Übelkeit und Benommenheit gesellen, dann hilft nur noch die Fahrt ins nächste Krankenhaus.

    Rund 80% aller Verbrennungen sind ersten Grades und können schnell und einfach zu Hause versorgt werden. Kritisch und damit lebensbedrohlich ist es aber immer dann, wenn 10 % der Hautoberfläche verbrannt sind, denn dann kann es zu einem Kreislaufschock und auch zum Versagen der Nieren kommen.

  • Sport im Winter – gesund oder unvernünftig?

    Sport im Winter – gesund oder unvernünftig?

    Wenn es draußen kälter wird, dann haben auch viele aktive Sportler nicht mehr so recht Lust ins Freie zu gehen. Zu kalt und zu nass lauten die Argumente, die angeblich gegen den Sport im Winter sprechen, aber Sportmediziner sind da anderer Ansicht. Sie sind sogar der Meinung, dass Outdoor Sport im Winter für den Körper sehr gesund ist und sie empfehlen allen, die das ganze Jahr über Sport treiben, auch in der kalten und nassen Jahreszeit nicht damit aufzuhören.

    Sport im Winter – Sportlich aktiv, auch wenn es kalt ist

    Aus medizinischer Sicht besteht kein Grund, im Winter aufs Joggen, Fußball spielen oder auch auf Radtouren zu verzichten. Im Gegenteil, Sport im Winter ist gesund, denn er beugt Infektionen wie Erkältungen vor und trainiert das Immunsystem. Auch wenn es um den Abbau von Stress geht, dann ist Sport im Winter zu empfehlen, denn viele bekommen beim Laufen einen klaren Kopf und können wunderbar ausspannen.

    Es gibt nur wenige Gründe, um im Winter auf sportliche Aktivitäten zu verzichten, ein Grund ist die Kälte. Wenn das Thermometer unter die Marke von 20° Grad fällt, dann sollten Sie besser zu Hause bleiben. Das gilt auch, wenn die Straßen und Weg mit Eis bedeckt sind, denn dann kann es schnell passieren, dass der an sich gesunde Sport im Winter mit einer schmerzhaften Fraktur endet.

    Sport im Winter – Tipps für das Training im Winter

    Wer sich für den Sport im Winter entscheidet, der sollte einige grundlegende Tipps beherzigen, damit die sportlichen Aktivitäten auch von Erfolg gekrönt sind. Besonders wichtig ist die Kleidung. Wenn Sie im Winter Sport treiben möchten, dann sollte die Kleidung immer den Witterungsbedingungen angepasst werden. Tragen Sie mehrere Schichten atmungsaktiver Sportkleidung, wobei die untere Schicht den Schweiß vom Körper fernhält, die mittlere Schicht wärmt und die äußere Schicht vor Schnee und Kälte schützt.

    Worauf achten bei Sport im Winter?

    Achten Sie beim Sport im Winter darauf, dass Körperpartien wie die Zehenspitzen, der Kopf und die Hände, die sehr empfindlich auf Kälte reagieren, besonders geschützt werden. Eine warme Mütze, Handschuhe und auch warme Socken sollten immer dabei sein, wenn es um den gesunden Sport im Winter geht. Wenn es kalt ist, dürfen Sie nicht versäumen ausreichend zu trinken, auch wenn Sie vielleicht im Winter weniger Durst haben als im heißen Sommer, der Körper braucht bei sportlichen Anstrengungen genauso viel Flüssigkeit.

    Wenn Sie joggen, dann laufen Sie in den dunklen Wintermonaten am besten auf Strecken, die Ihnen bekannt sind und nicht im unwegsamen Gelände. Das gilt besonders dann, wenn Sie erst am Nachmittag zu einer Runde starten, denn die Dunkelheit kommt schneller als erwartet und Sie können im unbekannten Gelände sehr schnell die Orientierung verlieren. Falls Sie keine Zeit haben bei Tageslicht zu laufen, dann ist eine Stirnlampe eine gute Idee und auch Reflektoren an der Kleidung helfen dabei, sicher zu joggen.

    Sport im Winter sollte aber immer nur dann ein Thema sein, wenn Sie gesund sind. Sollten Sie eine Erkältung haben oder auch nur leichte Halsschmerzen verspüren, dann ist es auf jeden Fall besser, zu Hause zu bleiben. Wenn Sie unter Asthma oder unter Bluthochdruck leiden, dann ist es sinnvoll vorher mit dem Arzt zu sprechen, und wenn dieser sein Einverständnis gibt, dann steht dem Sport im Winter nichts mehr im Wege.

  • Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – lästig, aber eine Immunreaktion des Körpers

    Als Schnupfen wird landläufig bezeichnet, wenn die Nase ständig läuft oder verstopft ist. In jedem Fall handelt es sich um eine Reizung der Nasenschleimhäute, die zu einer verstärkten Sekretbildung führt. Im Normalfall dient die Sekretbildung zur Selbstreinigung. Die feinen Nasenhaare dienen als Filter der Atemluft. Sie fangen kleinste Partikel ab, die so nicht mit in die Lunge gelangen können. Ein ständiger Fluss von Nasensekret gehört demnach zu den Schutzmechanismen des menschlichen Körpers.

    Die Ursachen für eine übermäßig tropfende Nase können sehr vielfältig sein. Der Mediziner definiert acht verschiedene Formen von Schnupfen, der auch mit dem griechischen Kunstwort Rhinitis bezeichnet wird. Dabei wird in drei Gruppen von Ursachen unterschieden. Sie umfassen zum Einen die allergischen Reaktionen, die Infektionen sowie diverse Formen von Reizungen. Im ICD-10-Standard wird der Schnupfen unter den Nummern J00, J30, J31.0 und A36.1 definiert.

    Die größte Palette der Ursachen für Schnupfen Symptome stellen die Infektionen dar. Immerhin haben die Wissenschaftler mehr als 200 unterschiedliche Viren ausfindig machen können, die als Haupt- oder Begleitsymptom einen Schnupfen auslösen. Bei den Allergien ist der klassische Heuschnupfen am weitesten verbreitet. Aber auch Farbstoffe und Duftstoffe gehören zu den typischen Allergenen, die zum Auftreten der Schnupfen Symptome führen.

    Einen Sonderfall beim Schnupfen stellt die Rhinitis vasomotorica dar. Sie gehört zu wenigen Arten von Schnupfen, bei denen organische Fehlfunktionen die Ursache sind. Sie liegen in einer Störung der Durchblutung der Nasenschleimhäute. Die Rhinitis hypertrophica wird durch Veränderungen des Gewebes verursacht, die zu einer Verdickung der Nasenflügel führen. Der Rhinitis pseudomembranica ist eine Begleiterscheinung der Diphtherie, die durch die konsequente Impfung aber kaum noch auftritt.

     

    Wichtiges zu Schnupfen:
    Eigentlich hat der Mensch immer ein wenig Schnupfen, weil die Sekretbildung ein wichtiges Element der Selbstreinigung der Nase ist. Sie ist der „Staubfänger“ der Atmung, der die Lunge schützen soll. Doch es gibt auch viele andere Ursachen für Schnupfen, bei denen Infektionen mit Viren und der Kontakt mit Allergenen die wichtigste Rolle spielen. Nur in den wenigsten Fällen sind organische Veränderungen dafür verantwortlich. Wir erklären Ihnen in allgemein verständlicher Form, wie man welche Art von Schnupfen auseinander halten kann, und stellen Ihnen einige Therapien und Hausmittel vor, mit denen man sich bei einem lästigen Schnupfen Erleichterung verschaffen kann. Und wir zeigen auf, wo man sich mit einem Schnupfen anstecken könnte, und welchen Schutz es dagegen gibt.

    Wenn die Nase läuft…

    … dann kann das viele Ursachen haben. Und genau diese müssen zuerst abgeklärt werden, bevor eine gezielte Behandlung mit einem Antibiotika oder Antihistaminika eingeleitet wird. Bis dahin kann man sich zuerst einmal mit einem Nasenspray mit Meerwasser oder kräuterhaltigen Nasenölen Erleichterung verschaffen. Auch eine Nasenspülung trägt dazu bei, die Symptomatik ein wenig einzudämmen.

    Wenn ganz plötzlich die Nase läuft, dann kann es sich wohl um eine Allergie als auch eine Infektion handeln. Im einfachsten Fall hat man sich schlicht erkältet, indem man mit ungeeigneter Kleidung bei schlechtem Wetter draußen war und sich unterkühlt hat. Die Inkubationszeiten bei Infektionen mit Viren können zwischen wenigen Stunden und einer Woche liegen.

    Die meisten von ihnen werden über die Tröpfcheninfektion übertragen. Dazu muss man wissen, dass beim Niesen ein erheblicher Druck erzeugt wird und die winzigen Sekrettröpfchen viele Meter weit fliegen können. Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmärkte und Kindereinrichtungen stellen in der „Schnupfenzeit“ also die größten Gefahren dar. Hier sollten die Japaner ein Vorbild sein, die sich in solchen Zeiten mit einem Mundschutz schützen, ohne sich dafür zu schämen.

    Eine Allergie führt ebenfalls dazu, dass einem plötzlich die Nase läuft. Hier sind allerdings häufig auch die Augen mit betroffen. Sie wirken verquollen, sind gerötet und tränen. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Deshalb sollte man beobachten, wann und wo akut die Nase läuft. Die verstärkte Sekretbildung kündigt sich bei einer Allergie häufig mit einer Niesattacke an. Diese tritt allerdings auch dann auf, wenn die Nasenschleimhäute durch trockenen Staub oder durch Dämpfe mit chemischen Stoffen gereizt werden.

    Schnupfen – Was tun?

    Wenn man einen kräftigen Schnupfen hat, dann sind zu einem hohen Prozentsatz Viren schuld. Deshalb besteht die erste Maßnahme darin, seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. In dieser Hinsicht ist die Begrüßung per Handschlag etwas, worauf man in der Schnupfenzeit verzichten sollte. Außerdem sollte regelmäßiges und gründliches Händewaschen zur Pflichtübung werden, wenn man einen Schnupfen hat.

    Beim Niesen sollte man sich von anderen Menschen abwenden, selbst wenn man sich das Taschentuch vor die Nase hält. Die winzigen Sekrettröpfchen werden mit einer enormen Energie aus der Nase geschossen. Tests haben bewiesen, dass sie mehr als zehn Meter weit fliegen können. Um eine Ansteckung zu vermeiden, wäre es auch sinnvoll, sich ausnahmsweise einmal nicht das Bett zu teilen, sondern möglichst in einem anderen Raum zu schlafen. Und dieser sollte regelmäßig und gründlich gelüftet werden, auch wenn feuchte Luft von den Kranken als angenehmer als trockene Luft empfunden wird. Das kann man zum Beispiel mit Luftbefeuchtern erreichen, wobei allerdings nur Wasser zum Einsatz kommen sollte, weil die ohnehin gestressten Nasenschleimhäute durch chemische Zusätze noch mehr gereizt werden.

    Wer einen Schnupfen hat, der sollte reichlich trinken. Oftmals ist für eine unangenehme Verdickung des Sekrets schlicht Flüssigkeitsmangel im Körper verantwortlich. Schwellen die Wangen neben den Nasenflügeln an oder die Region um die Nasenwurzel wird klopfempfindlich, ist ein Besuch beim Arzt angeraten, denn dann könnte sich der Schnupfen zu einer Sinusitis ausgeweitet haben. Damit bezeichnet der Mediziner es, wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind. Weil dann die Gefahr von Komplikationen besteht, wird mit Antibiotika und diversen physikalischen Anwendungen wie Ultraschall oder „Lichtkasten“ gearbeitet.

    Omas Hausmittel bei Schnupfen

    Unsere Ahnen haben den Schnupfen zuallererst mit einem Kräuterdampfbad bekämpft. Dafür muss man heute nicht mehr den ganzen Kopf unter ein großes Handtuch und über einen Topf mit kochendem Wasser stecken. In der Apotheke gibt es dafür Inhalatoren. Auch diverse ätherische Öle sind zu bekommen. Die Wärme sorgt dafür, dass sich das Sekret verflüssigt, während die Inhaltsstoffe der Kräuter beruhigend auf die Schleimhäute einwirken. Dazu trägt auch die aufgenommene Feuchtigkeit an sich bei. Wer die Wärme als Hausmittel bei Schnupfen nicht verträgt, kann alternativ auch zu Kaltverneblern greifen, die sich sogar schon bei kleinen Kindern anwenden lassen.

    Einen ähnlichen Effekt erzielt man auch bei einem Kräuterbad, das vorzugsweise unter dem Zusatz von Eukalyptusöl durchgeführt wird. Die wirkstoffhaltige warme Luft kann bis tief in die Atemwege eindringen. Je nach Konstitution kann man dabei mit ansteigenden Wassertemperaturen arbeiten. Sie führen zu einer Durchwärmung des gesamten Körpers. Allerdings sollte man das nicht tun, wenn man ohnehin schon Fieber hat.

    Ebenfalls als sehr wirksames Hausmittel bei Schnupfen zählt echter Bienenhonig. Er kann in verschiedenen Formen angewendet werden. Der Klassiker ist dabei heiße Milch mit Honig. Aber auch ein Tropfen Flüssighonig mit einem Wattestäbchen in der Nase verteilt, kann die Schleimhäute beruhigen.

    Sitz das Sekret recht fest, weil es sich verdickt hat, helfen feucht-heiße Umschläge auf der Nasenregion. Auch die Rotlichtlampe kann hier kleine Wunder bewirken. Fest sitzendes Sekret sollte man auch nicht mit aller Gewalt ausschnauben, weil dann die Gefahr besteht, dass es in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird. So eklig das auch klingt, die HNO-Ärzte empfehlen hier das „Hochziehen“ und Ausspucken als den wesentlich förderlicheren Weg, das Sekret aus der Nase los zu werden.

  • Mit Joghurt Diabetes vorbeugen

    Mit Joghurt Diabetes vorbeugen

    Rund 350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Diabetes und diese Zahl steigt jedes Jahr an. Zu viele Menschen ernähren sich falsch und gehen damit ein hohes Risiko ein, an Zucker zu erkranken und mit dieser chronischen Krankheit ihr Leben lang umgehen zu müssen.

    Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler eine erstaunliche Entdeckung gemacht, denn sie haben in Langzeitstudien nachgewiesen, dass der regelmäßige Genuss von Joghurt dabei helfen kann, das Risiko an Diabetes zu erkranken, deutlich zu verringern.

    Joghurt – ein neues Wundermittel?

    Joghurt ist ohne Zweifel sehr gesund, Joghurt kann dabei helfen schlank zu werden und auch schlank zu bleiben, aber wie kann Joghurt effektiv dabei helfen, das Diabetesrisiko zu verringern? Die Wissenschaftler der Universität Harvard haben unter Mitarbeit der Fachzeitschrift BMJ Medicine nachgewiesen, dass schon 28 Gramm Joghurt am Tag ausreichen, das Risiko an Diabetes zu erkranken, um 18 % zu senken. Wer also jeden Tag einen Becher Joghurt isst, der senkt auch die Gefahr an Diabetes zu erkranken.

    Mit einem Joghurtbecher pro Tag ist es aber natürlich nicht getan, denn auch der Rest der Ernährung muss stimmen. Wenig Fett, wenig Zucker, dafür aber viel frisches Obst und Gemüse, Fisch und Geflügel sorgen dafür, dass es erst gar nicht zu Übergewicht kommt, denn Übergewicht ist ein Grund, warum es überhaupt zu Diabetes kommt. Die Forscher haben auch andere Milchprodukte wie Käse und Kefir getestet, aber hier gibt es keinen Hinweis darauf, dass das Risiko Diabetes zu bekommen, durch diese Milchprodukte gesenkt wird.

    Was macht Joghurt so besonders?

    Was macht Joghurt zu einem vorbeugenden Mittel, wenn es um Diabetes Typ 2 geht? Es ist vermutlich die Zusammensetzung, denn das geht aus anderen Forschungen hervor, die schon vor einigen Jahren zu einem ähnlichen Ergebnis kamen. Joghurt enthält viel Kalzium und Magnesium, aber auch ganz spezielle Fettsäuren, die das Risiko an Diabetes zu erkranken, senken können. Dazu kommen probiotische Bakterien und Antioxidanzien, die einen positiven Einfluss haben, wenn es um Diabetes geht.

    Weitere Forschungen zu Diabetes und Jogurt

    Nicht nur Forscher aus den USA haben die Feststellung gemacht, dass ein Joghurtbecher am Tag das Diabetesrisiko senkt, auch eine britische Studie legt diese Vermutung nahe. Die Forscher in England haben in Norfolk eine Studie mit 3.500 Probanden durchgeführt. 750 der Versuchspersonen erkrankten in einem Zeitraum von elf Jahren an Diabetes Typ 2. Die Forscher nahmen anschließend alle Gründe, die zu einer Zuckererkrankung führen können, wie Lebensstil, Übergewicht und Essgewohnheiten aus der Studie raus und konzentrierten sich nur auf die Milchprodukte, die die Teilnehmer der Gruppe in diesem Zeitraum zu sich genommen hatten.

    Sie stellten fest, dass weder Milch noch Magermilch oder Käse einen Einfluss auf die Erkrankung hatten. Anders sah es beim Fruchtjoghurt aus, denn dieser schien einen positiven Einfluss zu haben. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die vier Becher Fruchtjoghurt à 125 Gramm pro Woche gegessen hatten, nicht an Diabetes vom Typ 2 erkrankt waren.

  • Burnout – die Zahl der Erkrankten geht zurück

    Burnout – die Zahl der Erkrankten geht zurück

    Kaum eine andere Erkrankung stand in den vergangenen Jahren so häufig auf den Krankschreibungen der Ärzte wie der Burnout, doch seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl derjenigen, die an dieser psychischen Erkrankung leiden, zum ersten Mal zurückgegangen. Das geht aus einer Studie der DAK hervor, die sich mit dem Burnout und seinen Folgen beschäftigt hat.

    Burnout – Eine Art Volkskrankheit

    In den vergangenen vier Jahren sind immer mehr Menschen am sogenannten Burnout Syndrom erkrankt und mussten in Behandlung. Rund 1.000 Kranke und 100 Tage Krankschreibung belief sich die Bilanz alleine bei der DAK im Jahre 2010. Drei Jahre später kamen auf 1.000 Erkrankten aber nur noch 67 Fehltage, ein Zeichen für eine Trendwende, wenn es um den Burnout geht. Allerdings beziehen sich diese Fehltage nur auf diejenigen, bei denen nur ein Burnout, aber keine Depression diagnostiziert wurde. Für die Begleiterscheinung Depression steigt die Zahl sogar an, denn seit 13 Jahren hat sich die Zahl der an Depression erkrankten Menschen um 178 % erhöht. Auf der Seite der DAK findet man einen Burnout Test.

    Wo liegen die Gründe für Burnout?

    Warum ist die Zahl der an einem Burnout erkrankten Arbeitnehmer so stark zurückgegangen? Die DAK vermutet, dass es an den besseren Möglichkeiten für eine sichere Diagnose liegt. Waren psychische Erkrankungen in früheren Jahren eher schwer zu diagnostizieren, so haben die Ärzte heute mehr Erkenntnisse im Umgang mit dem Burnout und seinen Begleiterscheinungen. Das Bewusstsein und auch die Sensibilität haben sich verändert und das macht es einfacher einen Burnout frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

    Auch Depressionen werden heute schneller und sicherer erkannt und können entsprechend besser und effizienter behandelt werden. Einen weiteren Grund sieht die Krankenkasse darin, dass mehr Ärzte eine zusätzliche Ausbildung machen, um psychische Krankheiten behandelt zu können. Wurden früher nur Medikamente verschrieben, wie zum Beispiel angstlösende Präparate und Antidepressiva, so steht heute das ausführliche Gespräch mit dem Patienten im Mittelpunkt.

    Burnout vorbeugen

    Wie kommt es zum Burnout und wie kann es verhindert werden? Viele erkennen die Zeichen nicht früh genug und schieben die Schlaflosigkeit, die Appetitlosigkeit und auch die innere Unruhe auf zu viel Arbeit. Erst wenn sich Depressionen dazu gesellen, dann gehen die meisten zum Arzt. Der Arzt schreibt dann in der Regel seine Patienten krank und beginnt eine Therapie, die sich aus Gesprächen und Medikamenten zusammensetzt. Gehen Patienten allerdings nicht frühzeitig zu einem Arzt, dann ist ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik keine Seltenheit mehr.

    Weniger arbeiten, die Arbeit besser einteilen und auch mal die Notbremse ziehen und nein sagen – das alles sind vorbeugende Maßnahmen, damit es erst gar nicht zu diesem Gefühl des Ausgebranntseins kommen kann. Es ist wichtig eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, denn wer sich permanent zu viel zumutet, der muss sich nicht wundern, wenn Körper und vor allem die Seele eines Tages nicht mehr können und es zu einem Burnout kommt.