Schlagwort: Zucker

  • Warum zu fettes Essen dem Gehirn schadet

    Warum zu fettes Essen dem Gehirn schadet

    Dass fettes Essen dick macht, ist hinlänglich bekannt, dass es aber auch das Gehirn negativ beeinflusst, das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Zunächst gilt diese These allerdings nur für Mäuse, denn die kleinen Nagetiere, die im Rahmen der Studie mit fettigem Essen gefüttert wurden, legten nicht nur kräftig an Gewicht zu, ihr Gehirn litt zudem an einer Unterversorgung mit Zucker.

    Das Gehirn hungert

    Die Studie des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung hat nachgewiesen, dass fettiges Essen schon nach drei Tagen zu einer deutlich geringeren Versorgung mit Zucker führt. Das Gehirn hungert und das, obwohl viel und fett gegessen wird. Wird der Zuckerspiegel im Gehirn wiederhergestellt, kann es für den restlichen Körper gefährlich werden, im schlimmsten Fall droht sogar eine Diabetes. Die Forschergruppe um Jens Brüning fand heraus, dass bei Mäusen schon nach drei Tagen fettreicher Diät, die Aufnahme von Glukose im Gehirn stetig abnahm.

    Was ist der Auslöser?

    Die Forscher sehen in den ungesättigten Fettsäuren einen möglichen Auslöser, der sich giftig auf die Blut-Hirn-Schranken auswirkt. In der Folge kommt es dann zu einer Rückbildung des Glukose-Transports, das dann an den wichtigen Stellen im Gehirn fehlt. Die Mäuse lernten plötzlich nichts mehr und auch ihr Erinnerungsvermögen wurde immer schlechter. Das Gehirn versucht allerdings, dem Mangel an Glukose entgegenzuwirken, indem das Immunsystem umgehend anfängt, VEGF zu produzieren, um den Glukosewert wieder zu steigern.

    Der Körper muss leiden

    Es dauerte vier Wochen, bis bei den Mäusen im Gehirn wieder ein normaler Glukosespiegel gemessen werden konnte, obwohl sie weiterhin fettreich ernährt wurden. Dieser Ausgleich des Bedarfs an Zucker im Hirn ging aber auf Kosten des Körpers. Das Gehirn hatte den Appetit auf Süßigkeiten stetig gesteigert und dabei verhindert, dass die Muskeln Zucker bekamen. In der Spätfolge können die Zellen der Muskeln resistent gegen das Hormon Insulin werden, und das steigert die Gefahr, an Diabetes zu erkranken.

    Bild: © Depositphotos.com / Berka777

  • Wie Pharmaunternehmen aus gesunden Menschen Kranke machen

    Wie Pharmaunternehmen aus gesunden Menschen Kranke machen

    In den letzten Jahren wurden die Grenzwerte für den Blutdruck immer weiter gesenkt und damit wurden immer mehr Menschen plötzlich zu Bluthochdruck Patienten. Natürlich gibt es für einen zu hohen Blutdruck das passende Medikament und so profitiert einmal mehr die Pharmaindustrie. Der Blutdruck ist aber nur ein Beispiel dafür, wie die Pharmaunternehmen die Menschen mit Zahlen manipulieren, auch beim Blutzucker funktioniert diese Strategie hervorragend.

    Die Grenzen verschieben sich

    Die Pharmaunternehmen leben sehr gut von den Medikamenten, die sie gegen Bluthochdruck entwickeln, aber dieses millionenschwere Geschäft beruht alleine auf der Basis von Statistiken, die zudem mehr als fragwürdig sind. Immer tiefer sind die Werte gesunken und so wurden immer mehr Menschen zu Risikopatienten, alles zum Vorteil der Pharmaunternehmen. Die Unternehmen verschieben die Grenze zwischen gesund und krank, ganz so wie es ihnen beliebt, dabei haben sie aber nicht das Wohlbefinden der Patienten im Auge, sondern nur den eigenen Profit.

    Tricks beim Blutzucker

    Ein anderes Beispiel dafür, wie die Pharmaindustrie arbeitet, ist Diabetes Typ 2. Noch vor nicht allzu langer Zeit lag der Grenzwert bei 140 mg/dl, jetzt wurde er auf 126 mg/dl gesenkt. Ärzte sprechen von einer Übertreibung und vermuten, dass hinter dieser Senkung des Grenzwertes das Interesse der Pharmahersteller steht, die Krankheit in den Vordergrund zu rücken, um noch mehr Fördergelder für neue Studien und viel Unterstützung von Seiten der Politik zu bekommen.

    Wie objektiv sind die Studien?

    Es war eine Kommission, die die neusten Studien zum Thema Blutzucker ausgewertet und die neuen Grenzwerte festgelegt hat. Ob diese Studien aber wirklich objektiv sind, darf bezweifelt werden, denn der Leiter der Kommission ist auch Berater der Pharmaindustrie und in dieser Tätigkeit äußerst aktiv. Studien, die sich mit neuen Grenzwerten beschäftigen, sind nur sehr selten neutral, die überwiegende Mehrzahl wird von Wissenschaftlern und Autoren verfasst, die mit der Arzneimittelbranche zu tun haben.

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  • Zahl der Diabetiker steigt stark an

    Zahl der Diabetiker steigt stark an

    Die Zahlen sind alarmierend – in nur einem Jahrzehnt ist die Zahl der Menschen, die unter Diabetes leiden, um das Vierfache angestiegen. War die Zuckerkrankheit früher nur eine Krankheit der Bürger in den reichen Industrieländern, so werden jetzt auch hohe Zahlen aus den ärmeren Ländern der Welt gemeldet. Da die adäquate Behandlung vor allem in den Entwicklungsländern jedoch nicht gegeben ist, steigt hier auch die Zahl der Toten drastisch an.

    Die Zahlen der WHO

    In der kommenden Woche wird die Weltgesundheitsorganisation WHO ihren ersten internationalen Diabetes-Bericht vorlegen, die Ergebnisse liegen aber jetzt schon vor. Weltweit ist die Zahl der Diabetiker auf 422 Millionen angestiegen. Im Vergleich dazu lag die Zahl im Jahre 1980 bei nur 108 Millionen Menschen. Längst ist Diabetes nicht mehr nur die Krankheit der reichen Länder, die Zahl der Neuerkrankungen steigt überall auf der Welt dramatisch an.

    Immer mehr Fälle aus armen Ländern

    1,5 Millionen Menschen sind 2012 an den Folgen der Zuckerkrankheit gestorben und rund 80 % der Fälle kam aus Ländern mit einem mittleren bis sehr geringen Einkommen. In den armen Ländern wird die Krankheit oftmals viel zu spät erkannt und die Menschen können sich die Medikamente wie das lebensnotwendige Insulin, nicht leisten. Weitere 2,2 Millionen Menschen sind aufgrund des viel zu hohen Blutzuckerspiegels gestorben, viele aber auch an Herzkreislauferkrankungen, die der Diabetes vorangegangen sind.

    Es muss etwas geschehen

    Die WHO mahnt in ihrem neuen Bericht, dass umfassende Gegenmaßnahmen unternommen werden müssen, denn sonst wird Diabetes schon 2030 weltweit zu den sieben häufigsten Todesursachen gehören. In Deutschland leben aktuell sechs Millionen Menschen mit Diabetes und jeder Fünfte weiß nicht einmal, dass er krank ist. Besonders dramatisch ist die Zahl der jungen Menschen, die unter Diabetes Typ-2 leiden, denn alleine in Deutschland hat sich die Zahl der jugendlichen Zuckerkranken in den vergangenen Jahren verfünffacht.

    Bild: © Depositphotos.com / dml5050

  • Verbraucherschützer: Sportangaben auf Lebensmittelpackung

    Verbraucherschützer: Sportangaben auf Lebensmittelpackung

    Auf jeder Lebensmittelverpackung steht, wie viel Gramm Fett, Zucker oder Kohlehydrate die jeweiligen Lebensmittel haben, aber wie lange es dauert, die 550 Kalorien, die eine Tafel Schokolade hat, wieder loszuwerden, davon steht auf den Packungen leider nichts. Britische Verbraucherschützer wollen das jetzt ändern und fordern Sport-Piktogramme auf jeder Verpackung. Diese Piktogramme sollen dem Käufer vor Augen halten, wie lange man laufen oder schwimmen muss, um eine bestimmte Anzahl an Kalorien wieder abzutrainieren.

    Jede Kalorie zählt

    Die Angaben auf Nahrungsmittelverpackungen lesen sich nicht selten wie ein Buch mit sieben Siegeln. Sind 550 Kalorien wenig oder doch zu viel? Wie lange dauert es eigentlich, bis diese 550 Kalorien wieder verschwunden sind? Darüber steht auf den Verpackungen leider nichts, aber es sind rund 30 Minuten, die man schwimmen muss, um die Tafel Schokolade abzutrainieren. Die britischen Verbraucherschützer sind der Meinung, dass Kunden, die die Verpackung studieren, so schneller begreifen, wie es um die Nährwert- und Kalorienangaben geht. 63 % der Briten würden diese Form der Kundeninformation unterstützen, aus Deutschland kommt dagegen nur Kritik.

    Keine Option

    Die Ernährungsexperten der Verbraucherzentralen in Deutschland stehen den Plänen aus Großbritannien eher skeptisch gegenüber. Hierzulande ist man der Ansicht, dass die Verbraucher wissen, wie viele Kalorien sie jeden Tag zu sich nehmen und wie viel sie essen dürfen, um ihr Gewicht zu halten oder zu verringern. Leider sind es aber nur die ernährungsbewussten Verbraucher, die sich gründlich informieren, der Rest der Verbraucher widmet den Angaben auf der Verpackung gerade mal sechs Sekunden.

    Bilder statt Zahlen

    Die Briten wollen sich bei ihrer neuen Idee nicht nur auf bloße Zahlenangaben beschränken, sie setzen auf die Macht der Bilder. So soll zum Beispiel auf der Tafel Schokolade neben der Kalorienzahl ein Bildchen mit einem Fahrrad und einer Zeitangabe zu finden sein, denn dieses Bildchen macht schnell klar, wie lang die Radtour sein muss.

    Bild: © Depositphotos.com / BrianAJackson

  • Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Immer mehr Menschen weltweit bringen immer mehr Pfunde auf die Waage. Eine neue Studie, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, nennt erschreckende Zahlen, wonach mehr als 640 Millionen Menschen zu dick oder sogar fettleibig sind, das sind fast 13 % der Weltbevölkerung. Wenn sich an diesen Zahlen nicht bald etwas ändert, dann wird es in neun Jahren 1,1 Milliarden dicke Menschen geben.

    Weniger Unterernährte

    Noch vor rund 40 Jahren lebten auf der Erde zweimal mehr untergewichtige als fettleibige Menschen, heute sieht das anders aus, denn heute gibt es mehr Menschen mit Über- als mit Untergewicht. Das ist das Ergebnis der neuen Studie, die in der britischen Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Für die Studie, die 18 Jahre dauerte, wurden die persönlichen Daten von 19 Millionen Menschen aus 186 Ländern ausgewertet. 375 Millionen Frauen und 266 Millionen Männer rund um den Globus leiden unter starkem bis extremem Übergewicht, im Vergleich dazu waren es von 40 Jahren noch 105 Millionen Menschen.

    Welche Gründe gibt es?

    Warum werden immer mehr Menschen immer dicker? Die Gründe für den fast schon explosionsartigen Anstieg liegen zum einen in den veränderten Essgewohnheiten und zum anderen an der genetischen Veranlagung. Nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt ein Mensch dann als zu dick, wenn sein Body-Mass-Index über 25 steigt, fettleibig und damit adipös sind alle, deren BMI mehr als 35 aufweist. Berechnet wird der international gültige Body-Mass-Index, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Größe in Metern im Quadrat geteilt wird. In den letzten 40 Jahren hat sich auch der BMI verändert, denn bei Frauen stieg er von 22,1 auf 24,4 und bei den Männern von 21,7 auf 24,2.

    Die zucker- und fetthaltigen Lebensmittel stellen in diesem Zusammenhang das größte Risiko dar, und mit jedem Kilogramm steigt die Gefahr von Herz- und Kreislaufkrankheiten an.

    Bild: © Depositphotos.com / tish1

  • Metabolisches Syndrom – eine Kombination aus vielen Risiken

    Metabolisches Syndrom – eine Kombination aus vielen Risiken

    Zu viel Fett am Bauch, zu hoher Blutdruck, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte, kurz alles, was man unter der Rubrik Wohlstandskrankheit zusammenfassen könnte, hat einen Namen – metabolisches Syndrom. Übergewicht und zu wenig Bewegung machen immer mehr Menschen krank und das bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen, denn das metabolische Syndrom ist nur der Wegweiser, der Weg selbst führt zu Krankheiten wie Diabetes oder Beschwerden, die das Herz und den Kreislauf belasten.

    Metabolisches Syndrom – die Ursachen

    Nahrung gibt es im Überfluss, es gibt Technik, die das Arbeiten immer einfacher macht und natürlich auch Autos, mit denen man sein Ziel deutlich schneller erreicht, als zu Fuß. Diese Faktoren können ein metabolisches Syndrom auslösen und wer einmal in diesem Teufelskreis gefangen ist, der findet nur sehr schwer wieder heraus. Das metabolische Syndrom nimmt meist mit zu viel Bauchfett seinen Anfang, Mediziner sprechen dann von stammbetonter Adipositas und dieses Fett am Bauch führt dann zu vielen krankhaften Veränderungen, zum Beispiel beim Zucker- und auch beim Fettstoffwechsel. Die Hauptrolle spielt ein ganz besonderes Hormon, das Insulin, denn wenn das Insulin nicht mehr im Gewebe wirken kann, dann wird eine Resistenz aufgebaut und es kommt zum sogenannten Wohlstandssyndrom, auch metabolisches Syndrom genannt.

    Wie gefährlich ist das metabolische Syndrom?

    Menschen, bei denen ein metabolisches Syndrom diagnostiziert wird, haben erhöhte Blutfettwerte, einen viel zu hohen Blutzuckerspiegel und auch der Blutdruck bewegt sich in gefährlichen Höhen. Alle diese schlechten Werte sorgen für ein Verkalken der Arterien, aber auch Durchblutungsstörungen können die Folgen des metabolischen Syndroms sein. Wenn es schlimm kommt, dann gibt es bleibende Schäden für das Herz, ebenso wie für das Gehirn oder für die Nieren. Inwiefern sich die einzelnen Faktoren auf das Gesamtrisiko auswirken, das ist bis heute noch nicht restlos geklärt, es steht aber fest, dass besonders die Gefahr für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt deutlich ansteigt. Wer ein metabolisches Syndrom hat, der büßt auf jeden Fall an Lebensqualität ein und spielt unter Umständen sogar mit seinem Leben.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Um ein metabolisches Syndrom in den Griff zu bekommen, muss das Leben von Grund auf geändert werden, dazu gehört sowohl eine Nahrungsumstellung wie auch ein Sportprogramm. Je nachdem, wie schwer das metabolische Syndrom ausgeprägt ist, kann auch eine Behandlung mit Medikamenten notwendig werden, um beispielsweise den Blutdruck und den Zuckerspiegel zu senken. Die Ursachen für ein metabolisches Syndrom sind bei vielen Menschen schon in der Kindheit zu finden, umso wichtiger ist es daher, schon Kinder ausgewogen zu ernähren und sie für Sport und Bewegung zu begeistern.

    Vorbeugen ist besser als heilen

    Da das metabolische Syndrom in der Hauptsache in einer ungesunden Lebensweise zu finden ist, muss das Leben komplett umgekrempelt werden. Das ist aber leider leichter gesagt als getan, denn um das Syndrom zu bekämpfen, müssten Industrie und Politik an einem Strang ziehen. So sollte zum Beispiel das Essen in gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen, aber auch in Kantinen ausgewogen und damit gesund sein. Da viele Gemeindekassen leer sind, kann der Plan, ein gesundes und abwechslungsreiches Essen anzubieten, leider nicht immer in die Tat umgesetzt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass in weiten Teilen der Bevölkerung die Notwendigkeit des Umdenkens noch nicht angekommen ist. Viele wissen zwar, dass sie zu dick sind, was sie aber nicht wissen, ist, wie gefährlich das Übergewicht sein. Noch heute sind viele Menschen der Ansicht, dass dicke Kinder gesunde und vor allem niedliche Kinder sind, dass aus diesen Kindern später aber kranke Erwachsene werden können, wird hingegen erfolgreich verdrängt.

    Wenn der Grundstein für ein gesundes Leben nicht schon in der Kindheit gelegt wird, dann wird das metabolische Syndrom weiter auf dem Vormarsch sein.

    Bild: © Depositphotos.com / kchungtw