Schlagwort: Zucker

  • Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Die Deutschen werden immer dicker, aktuell hat über die Hälfte der Bürger Übergewicht. Schuld an diesem Dilemma sind auch die sogenannten Light-Produkte, denn sie versprechen etwas, das sie nicht halten können. Weniger Zucker, weniger Fett und damit auch weniger Kalorien sollen Light-Produkte enthalten, aber in den meisten Fällen handelt es sich um Mogelpackungen. Es sind vor allen die Ersatzstoffe, die den Zucker und das Fett ersetzen sollen, die massiv dafür sorgen, dass die Zeiger auf der Waage steigen, anstatt zu sinken.

    Wie light sind Light-Produkte?

    Vor allem die vermeintlichen Dickmacher wie zum Beispiel Butter, Mayonnaise oder auch Getränke, stehen bei den Light-Produkten im Fokus. Die Hersteller gaukeln den Verbrauchern vor, dass sie auf nichts verzichten müssen, denn es gibt schließlich alles auch in Light. Voller Geschmack, aber weniger Kalorien, das verspricht die Lebensmittelindustrie und lügt dabei, dass sich die Balken biegen. Am Beispiel der Leichtmargarine lassen sich diese Light-Versprechen schnell als Lüge entlarven, denn wer meint, mit einer leichten Margarine abzunehmen, der wird enttäuscht werden. Die Hersteller ersetzen bei der vermeintlich schlanken Margarine das Fett einfach durch Wasser, da aber Wasser nicht bissfest ist, muss es mit Bindemittel vermischt werden. Das wäre nicht weiter schlimm, nur dass die Bindemittel aus dem Chemielabor stammen, und auf der Basis von reinen Kohlehydraten hergestellt werden, die bekanntlich dick machen.

    Die Zuckerlüge der Light-Produkte

    Neben Fett spielt der Zucker bei den meisten Light-Produkten eine wichtige Rolle. Wer abnehmen will, der darf nicht zu süß essen. Die Lebensmittelindustrie reagiert auch hier nach Wunsch und bringt Light-Produkte auf den Markt, in denen jede Menge Zusatzstoffe zu finden sind. So findet sich Stevia anstatt Zucker im Erfrischungsgetränk, denn Stevia hat keine Kalorien, ist aber schädlich für die Gesundheit, wenn es überdosiert wird. Mediziner raten dazu, nicht mehr als vier Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen, alles, was darüber hinaus geht, ist bedenklich. Für die Gesundheit schädlich sind aber auch Zuckeralkohole wie Xylit, Lactit oder Maltit. Diese sind ebenfalls in großen Mengen vor allem in Getränken, Eis oder Süßspeisen zu finden, die als Light-Produkte angeboten werden. Zuckeralkohole können zu massiven Magen- und Darmproblemen führen und die Hersteller müssten eigentlich Warnhinweise auf diesen Light-Produkten anbringen.

    Das Problem mit den Gutachten

    Es gibt zahlreiche Gutachten zu vielen Light-Produkten, die meist den Tenor haben, dass diese Produkte dabei helfen, abzunehmen und dass sie in keinem Fall schädlich für die Gesundheit sind. Viele Verbraucher orientieren sich an diesen Gutachten und kaufen mit ruhigem Gewissen Light-Produkte und sind überzeugt, sich auf diese Weise gesund zu ernähren. Oftmals ist jedoch das Gegenteil der Fall, denn was die meisten Verbraucher nicht wissen, ist, dass nur wenige Gutachten wirklich neutral sind, die Mehrzahl wird von den jeweiligen Herstellern in Auftrag gegeben. Ein Gutachter, der von einem Lebensmittelhersteller beauftragt und auch bezahlt wird, kann also kaum objektiv sein und wird immer so bewerten, wie der Auftraggeber es gerne haben möchte.

    Alle, die erfolgreich abnehmen wollen, sollten mit einem Ernährungsberater sprechen und einen gezielten und individuellen Ernährungsplan aufstellen lassen. Abnehmen mit Light-Produkten funktioniert leider nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / Taden1

  • 5 gesunde Alternativen zum Zucker

    5 gesunde Alternativen zum Zucker

    Es ist ein angeborenes Verhaltensmuster: Was süß ist, schmeckt uns. Grund hierfür: Süße Nahrungsmittel sind in der Regel nicht giftig und können bedenkenlos verzehrt werden. Es ist also evolutionär bedingt, dass wir süße Speisen bevorzugen, da sie uns suggerieren, ungefährlich und gesund zu sein. Auf viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte, trifft dies auch zu. Süß bedeutet jedoch nicht in jedem Fall gesund. Ein Beispiel hierfür ist Einfachzucker, den wir vorrangig als weißen Haushaltszucker zu uns nehmen. Er ist Bestandteil unzähliger Lebensmittel und verursacht unter anderem Diabetes, Übergewicht und Karies. Glücklicherweise gibt es verschiedene Alternativen zum ungesunden Zucker. Fünf davon sollen hier vorgestellt werden.

    #1: Honig – Das Produkt der Bienen

    Denkt man an Alternativen zum Zucker, fällt den meisten Menschen als erstes Honig ein. Das Naturprodukt schmeckt herrlich süß und ist in der Tat auch sehr gesund. Es wirkt antibakteriell und wird deswegen gern als Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Doch auch gesunde Menschen profitieren vom Honig-Konsum. Antioxidantien und Nährstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen und Magnesium liefern dem Körper alles, was er braucht.

    Honig wird besonders gern zum Süßen von Tee, Kuchen und Desserts verwendet. Doch Vorsicht: Die gesunde Alternative zum Zucker enthält ebenfalls viele Kalorien und steigert leider auch den Blutzuckerspiegel. Daher sollte Honig immer in Maßen verzehrt werden.

    #2: Ahornsirup – Die Leckerei aus Nordamerika

    Weniger kalorienhaltig, dafür genauso süß wie Honig ist Ahornsirup. Aus diesem Grund gilt auch er als eine Alternative zum Zucker. Das wohl traditionellste Einsatzgebiet des dickflüssigen Sirups, der aus Nordamerika stammt: Die Verfeinerung von Pfannkuchen. Doch auch andere Speisen vom Herd und aus dem Backofen lassen sich mit der Zucker-Alternative Ahornsirup verfeinern. Einen weiteren Pluspunkt erhält Ahornsirup, weil er sehr mineralstoffreich ist und damit sogar Honig übertrifft.

    Dennoch gilt auch hier: Ahornsirup ist nicht frei von Zucker und sollte daher nie in übermäßigen Mengen gegessen werden.

    #3: Xylit – Der Birkenzucker

    Xylit ist vielen Menschen noch kein Begriff. Daher soll diese Alternative zum Zucker hier etwas genauer beschrieben werden. Es handelt sich bei dem Stoff um ein natürliches Süßungsmittel, das aus Birkenholz und Maiskolben gewonnen wird. Da die Herstellung des „Birkenzuckers“ sehr aufwendig ist, ist dieses Süßungsmittel etwa zehnmal teurer als herkömmlicher Haushaltszucker. Außerdem ist Xylit nur in Apotheken und Online-Shops erhältlich.

    Dem gegenüber stehen jedoch auch einige Vorteile. So verursacht die Zuckeralternative beispielsweise kein Karies und besitzt rund 40 % weniger Kalorien als raffinierter Haushaltszucker.

    #4: Stevia – Unschädlich für die Zähne

    Auch Stevia ist noch recht neu auf dem Speiseplan vieler Deutscher. Das Süßungsmittel, das eigentlich eine Pflanze aus Paraguay ist, ist bereits in vielen fertigen Produkten enthalten und ersetzt dort den Einfach-Zucker. Außerdem kann Stevia auch rein gekauft und zum Backen und Kochen verwendet werden.

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    Die Pflanze wird aus verschiedenen Gründen als Alternative zum Zucker gefeiert: Sie ist günstiger als Xylit, süßer als einfacher Zucker und obendrauf auch noch frei von Kalorien. Darüber hinaus ist Stevia unschädlich für die Zähne und hat auch keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Einzig der Geschmack, der ein wenig bitter ist, stört manche Konsumenten. Trotzdem ist Stevia eine echte Zuckeralternative.

    #5: Agavensirup – Vorsicht bei Diabetes

    Die Agave ist eine Pflanze, die den meisten aufgrund ihrer stacheligen Blätterenden bekannt ist. Die Pflanze stammt aus Mexiko. Dort haben die Einwohner den Sirup beziehungsweise Saft der Pflanze als Süßungs- und auch Heilmittel genutzt. Agavensirup lässt sich gut einsetzen, um damit Joghurt, Müslis, Marmeladen und Getränke zu süßen.

    Da dieses Süßungsmittel sehr viel Fruchtzucker enthält, sollten Diabetiker eher sparsam damit umgehen. Ein regelmäßiger Konsum führt zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

    Letztendlich gilt für alle gesunden Alternativen zum Zucker: Immer in Maßen und nicht in Massen konsumieren – denn Zucker bleibt nun mal Zucker. Auch wenn Stevia, Honig und Co. gesünder als reiner Haushaltszucker sind, bringen Sie keinesfalls nur Vorzüge mit sich.

    Bild: © Depositphotos.com / jianghongyan

  • Kinder lernen im Alltag / Warum Äpfel zählen mehr bringen kann als eine raffinierte Mathe-Lern-DVD

    Baierbrunn (ots) – Kinder lernen im Spiel, nicht zielgerichtet und absichtsvoll. „Lernen findet in Alltagssituationen statt“, sagt der Münchner Pädagoge Professor Rolf Oerter im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Eltern, die ihren Kleinen gern die faszinierende Welt von Zahlen und Mengen näher bringen möchten, brauchen dafür keine raffinierten Hilfsmittel. Den Alltag der Kleinen beobachten und ihre Neugier nutzen, ist oft der bessere Weg. Probiert der Vierjährige vielleicht gerade aus, wie weit er schon zählen kann? Dann könnte er ja mal den Tisch für vier Personen decken oder beim nächsten Einkauf sechs Äpfel in den Korb legen. Interessiert er sich dafür, wie schwer etwas ist und wie groß bestimmte Mengen sind, könnte er beim Kuchenbacken Mehl und Zucker abwiegen. Kinder helfen gerne. Es dauert dann vielleicht länger, bis man die Dinge erledigt – hat aber gleichzeitig eine kleine Mathe-Einheit eingeschoben.

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 8/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3101290
  • Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Menschen, die unter Allergien leiden, haben es nicht leicht. Es kann dauern, bis das passende Medikament gefunden wird, das tatsächlich hilft und gegen einige Allergien ist gar kein Kraut gewachsen. Diese Tatsache machen sich viele Heilpraktiker und selbst ernannte Wunderheiler zunutze und bieten eine Eigenblutbehandlung als Retter in der Not an. Gegen eine Eigenblutbehandlung ist im Grunde nichts einzuwenden, aber nicht jeder Arzt oder Heilpraktiker führt eine Eigenblutbehandlung auch so korrekt durch, wie sie eigentlich gedacht ist. Der Fall einer Ärztin, die ihre Patienten mit ihrem eigenen Blut behandelt hat, stand jetzt vor Gericht, denn sie hat die Therapie sehr eigenwillig angewandt und ihren Patienten mehr geschadet, als geholfen.

    Was ist eine Eigenblutbehandlung?

    Bei einer Eigenblutbehandlung wird aus einer Vene Blut entnommen, das Blut wird mit Sauerstoff angereichert und dann wieder in den Körper zurückgeführt. Auf diese Weise werden Reize ausgelöst, um das Immunsystem zu aktivieren. Das Ziel einer Eigenblutbehandlung ist immer, die Abwehrkraft des Körpers zu steigen und den Organismus zu stabilisieren. Für Menschen, die häufig unter Erkältungen, grippalen Infekten oder unter Allergien leiden, ist die Eigenblutbehandlung eine klassische Therapie, auch wenn viele Schulmediziner den Nutzen dieser Behandlung nach wie vor anzweifeln.

    Eine Alternative zum Kortison?

    Schwere Allergien werden in der Schulmedizin gerne mit Kortison behandelt, denn das Medikament ist wirksam, aber nicht ungefährlich. Vor allem bei der Behandlung von Kindern ist Kortison umstritten, denn Kortison kann das Wachstum hemmen, Osteoporose oder das sogenannte Cushing-Syndrom auslösen. Das hat zur Folge, dass ein Vollmondgesicht, Stiernacken und ein alarmierend erhöhter Blutzuckerspiegel auftreten können. Das alles sind Gründe, Kortison abzulehnen und eine Eigenblutbehandlung vornehmen zu lassen. Auch eine Familie aus Westfalen wollte keine Chemiekeule und ging deshalb zu einer Ärztin, die, so wurde berichtet, wahre Wunder mit Eigenblutbehandlungen bewirken konnte.

    Ein Wunder mit Nebenwirkungen

    Die Familie war von Allergien geplagt. Die Kinder litten unter Neurodermitis und Asthma, die Mutter unter starkem Heuschnupfen. Bekannte hatten den Eltern eine Ärztin empfohlen, die bei der Behandlung von Allergien aller Art Wunder vollbringen konnte, und tatsächlich, nach nur wenigen Eigenblutbehandlungen ließen die Beschwerden bei den Kindern nach. Die Familie hatte sich bewusst gegen eine klassische Behandlung mit Kortison entschieden, denn die Mutter war bereits mit dem Hormon behandelt worden, und leidet jetzt unter einer sehr schmerzhaften Hüftkopfnekrose, die auf eine Kortisonbehandlung zurückzuführen ist. Nun also die Eigenblutbehandlung, in die die Familie ihre ganze Hoffnung setzte.

    Was die Familie und andere Patienten, die von der Ärztin mit einer vermeintlichen Eigenblutbehandlung „geheilt“ wurden, nicht wussten: Nach der Blutabnahme mischte die Medizinerin heimlich Kortison unter das Blut der Patienten und spritzte ihnen diese Mischung dann wieder in die Vene. So ging das acht Jahre lang, bis eine Ärztin mit ihrem von Allergien geplagten Sohn zu ihrer Kollegin ging, um eine Eigenbluttherapie durchführen zu lassen. Auch die Allergie des fünfjährigen Jungen ließ schnell nach, zu schnell nach Ansicht der Mutter. Sie wurde misstrauisch und ließ den Urin ihres Sohnes untersuchen. Die Analyse brachte die Wahrheit ans Licht und die Wunderheilerin vor Gericht. Jetzt wurde die Ärztin vom Paderborner Landgericht wegen Körperverletzung in 1773 Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einem dreijährigen Berufsverbot verurteilt. Dem Staatsanwalt war das Urteil zu milde, er ging in Berufung und nun hat der Bundesgerichtshof das letzte Wort.

    Eigenblut – eine wirksame Therapie?

    Mediziner der Universitätsklinik in Marburg haben die Behandlung mit Eigenblut unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das „Wirkungsprinzip nicht nachvollziehbar ist“. Sie setzen weiter auf Kortison, wenn auch bei Kindern nur als Salbe und nicht als Injektion. Wer mit Eigenblut behandelt wurde und seine Beschwerden los ist, der wird wahrscheinlich anders darüber denken.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Jeder hat schon einmal die eine oder andere Situation erlebt, in der der Mund vermeintlich austrocknet und ein pelziges Gefühl am Gaumen bleibt. Der Mediziner spricht in diesem Fall von der sogenannten Mundtrockenheit, auch Xerostomie, genannt. Die Ursachen sind vielfältig, meist aber rasch wieder zu beheben.

    Hauptursache Flüssigkeitsmangel

    Meistens entsteht die Mundtrockenheit, wenn jemand zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit ist auch klar, dass bei Zufuhr von Wasser oder anderen Getränken das Gefühl schnell wieder vergeht und die Trockenheit behoben ist. Wer bei sportlicher Betätigung über das pelzige Gefühl im Mund klagt, der sollte sich selbst genau beobachten. Eventuell atmet er während der Belastung durch den Mund und nicht durch die Nase, womit eine Erklärung gefunden ist. Natürlich kann auch hier Flüssigkeitsmangel als Ursache vorliegen, womit auch in diesem Fall mit Trinken das Problem gelöst ist und die Speicheldrüsen wieder genügend Speichel produzieren.

    Altersbedingte unterschiedliche Ursachen als Auslöser

    Auch bei einer starken Erkältung kann es zu einer Xerostomie kommen. Ursache ist auch hier meist das Verhalten, dass man nicht durch die Nase, sondern den Mund atmet. Viele ältere Menschen klagen ebenfalls über die Trockenheit im Mundbereich, wobei hier nur selten eine Ursache wie ein schlecht sitzender Zahnersatz oder aber mangelnde Mundhygiene vorliegen. Denn es ist einfach die Natur der Sache, dass im Alter weniger Speichel hergestellt wird und es damit zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung kommt. Meist hilft auch hier, wenn die Trinkmenge entsprechend erhöht und damit das Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen wird.

    Der Gang zum Arzt ist nicht zwingend notwendig

    Die Mundtrockenheit an sich ist kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erst wenn sie gemeinsam mit Sprachschwierigkeiten, Kauproblemen oder Schluckbeschwerden auftritt, ist eine medizinische Diagnose notwendig. Auch das Auftreten mit weiteren Symptomen wie häufigem Harndrang oder starkem Durst und Gliederschmerzen, sind Gründe, sich medizinischen Rat zu holen. Ansonsten kann man der Mundtrockenheit auf unterschiedliche Weise selbst entgegen wirken. Wichtig ist in jedem Fall, die Speichelbildung zu fördern, was am besten durch Lutschen eines sauren Drops oder aber Kauen von Kaugummi geschieht.

    Ausreichend Trinken sorgt für notwendige Befeuchtung

    Wichtig ist natürlich, dass der Mundraum gut befeuchtet ist. Das kann man am besten durch Trinken von Mineralwasser, Wasser oder zuckerfreiem Tee bewerkstelligen. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sind in sparsamer Menge zu konsumieren, da sie aufgrund der Säure die Trockenheit im Mundbereich eher fördern. Wer raucht, sollte den Tabakkonsum besser einstellen, da dadurch die Mundhöhle noch trockener wird. Wer zu Hausmitteln greifen möchte, der sollte Speisen mit scharfen Gewürzen wie Cayennepfeffer essen. Dieses Gewürz hat die Eigenschaft, die Speichelbildung anzuregen. Während der Nacht kann es auch unterstützend wirken, wenn der Betroffene ein feuchtes Tuch auf die Heizung legt. Auch das wirkt einem stärkeren Austrocknen des Mundes entgegen. Wer aufgrund der Einnahme von Medikamenten die Mundtrockenheit entwickelt, kann mit seinem Arzt entsprechende Rücksprache halten und sollte auf ein anderes Präparat mit dem gleichen Wirkstoff umsteigen. Xerostomie infolge einer Grippeerkrankung oder eines grippalen Infektes sollte während des Krankheitsverlaufs einfach mit viel Trinken behandelt werden. Normalerweise verschwindet mit dem Schnupfen, Husten und der Heiserkeit auch das trockene Gefühl im Mund wieder.

    Selbstgemachte Mundspülung hilft

    Ein probates Mittel, um gegen die Mundtrockenheit vorzugehen, ist das regelmäßige Gurgeln mit einer Mundspülung. Die kann ohne weiteres selbst hergestellt werden. Man nimmt dazu einfach eine Tasse mit lauwarmen Wasser und gibt einen halben Teelöffel Bikarbonat und einen halben Teelöffel Salz dazu. Morgens und abends sollte man damit vor dem Zähneputzen gurgeln. Die Spülung neutralisiert nämlich die Säuren im Mundraum und bekämpft gleichzeitig schädliche Keime. Klar ist auch, dass eine konsequente Mundhygiene eine wichtige Rolle spielt. Denn da es dabei an Speichel weitgehend mangelt, sind die Zähne höherer Gefahr durch Bakterienbefall ausgesetzt. Neben dem zweimal täglichen Zähneputzen sollte auch Zahnseide zur Reinigung der Zwischenräume zur Anwendung kommen.

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  • Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Kaum eine andere Hautkrankheit kommt weltweit so häufig vor, wie die Nesselsucht. Experten schätzen, dass jeder Vierte mindestens einmal in seinem Leben an Urtikaria erkranken wird. Immer dann, wenn sich auf der Haut leicht rötliche Quaddeln bilden, die unangenehm jucken, dann handelt es sich in den meisten Fällen um Nesselsucht. Die akute spontane Nesselsucht tritt besonders häufig auf und sie wird durch einen Vireninfekt ausgelöst. Seltener ist die chronische Form der Nesselsucht, der in den meisten Fällen ein bakterieller Infekt voraus geht. Auch bestimmte Zusätze in Lebensmitteln wie Aroma- und Farbstoffe können eine Nesselsucht auslösen, mit den richtigen Hausmitteln lässt sich die Hautkrankheit jedoch einfach behandeln.

    Backpulver und Essig gegen den Juckreiz

    Nesselsucht ist relativ harmlos und kann mit Cremes und Lotionen, die entweder frei in der Apotheke verkauft oder aber vom Arzt verschrieben werden, erfolgreich behandelt werden. Wer nicht zur „chemischen Keule“ greifen will, der sollte die Nesselsucht mit Backpulver bekämpfen. Nesselsucht schmerzt nicht, aber die oft handtellergroßen Quaddeln können unerträglich jucken. Backpulver enthält natürliches Natron und das hilft nicht nur dabei den Juckreiz zu lindern, durch das Backpulver können die Hautausschläge auch ganz verschwinden. Das Backpulver wird mit ein wenig Wasser zu einer dicken Paste verrührt, dann auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und muss dort einwirken.

    Ein weiteres sehr effektives Mittel gegen den Juckreiz bei Nesselsucht ist Essig. Der Essig wird mit Wasser in einem Verhältnis von 1 : 2 gemischt, dann wird ein sauberes Tuch, am besten aus reinem Leinen, in die Mischung getaucht und das Tuch dann auf die Haut gelegt. Der Essig kühlt nicht nur sehr angenehm, er ist auch entzündungshemmend.

    Kräuter, die helfen können

    Es gibt zwei Sorten Kräuter, die sich ebenfalls als gutes Hausmittel gegen Nesselsucht bewährt haben. Eines dieser Kräuter ist die als Zaubernuss bekannte Pflanze Hamamelis, die entzündungshemmende Wirkstoffe hat und auch den quälenden Juckreiz lindern kann. Die Ringelblume ist das zweite Mittel aus der Natur, das im Kampf gegen die Nesselsucht große Erfolge erzielen kann. Die Ringelblume wird als Creme auf die Haut aufgetragen und damit sie wirksam ist, sollte die Creme einen hohen Anteil an Ringelblumen haben. Viele Apotheker stellen Ringelblumensalbe auch selbst her, und daher sind diese Salben besonders zu empfehlen.

    Mit Kälte und Ingwer gegen Nesselsucht

    Auch Kälte hat sich einen guten Namen gemacht, wenn es darum geht, die Nesselsucht zu besiegen. Die betroffenen Hautstellen werden entweder mit einer kalten Kompresse oder mit einem Kühlpack aus dem Gefrierfach behandelt, das mit einem Geschirrhandtuch umwickelt wurde. Schon nach 20 Minuten stellt sich eine Linderung ein und das Jucken lässt nach. Ein kurzes kaltes Bad oder eine regelmäßig kalte Dusche ist ebenfalls erfolgversprechend, um den Juckreiz zu besiegen, und auch ein altes Hausmittel aus China kann die Nesselsucht erträglicher machen. Dazu werden 200 ml Essig, 60 g brauner Zucker und 30 g geriebener Ingwer fünf Minuten gekocht. Anschließend werden 150 ml Wasser dazugegeben, das Ganze muss abkühlen und wird dann mit einem sauberen Tuch auf die Hautstellen aufgetupft, die ganz besonders jucken. Helfen können auch Brennnesselkapseln in einer Dosierung von 400 mg täglich.

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