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  • Ungesunde Milchprodukte – rund zwei Drittel eindeutig zu süß

    Ungesunde Milchprodukte – rund zwei Drittel eindeutig zu süß

    Obwohl Milchprodukte allgemeinhin als gesund gelten, sind mehr als die Hälfte viel zu süß. Ernährungsexperten nutzen den Weltmilchtag, um die Bevölkerung auf ungesunde Milchprodukte aufmerksam zu machen.

     

    Gesundes Naturprodukt – Milch

    Experten zufolge soll Milch Zähne sowie Knochen stärken. Allerdings ergaben Studien eine begünstigende Wirkung des Naturprodukts zur Entstehung von Erkrankungen wie beispielsweise Asthma. Trotzdem gilt Milch als gesund. Denn die Gesundheitswirkung ist stets davon abhängig, wie wir Milch genießen. Eine Vielzahl von Milchprodukte beinhaltet hohe Zucker- oder Süßstoffmengen. Dann halten wir ungesunde Milchprodukte in unseren Händen.

     

    Ungesunde Milchprodukte – schädlich für den Menschen

    Anlässlich des Weltmilchtages am 01. Juni weisen das vorsorgemedizinische Institut SIPCAN und die Österreichische Diabetes Gesellschaft auf gesunde Milch hin. Jedoch wird bei deren weiteren Verarbeitung zu viel Süßstoff oder Zucker zugesetzt. Mehr als 1100 Milchprodukte sind zu süß, um noch als gesund zu gelten. In Milch ist von Natur aus Zucker enthalten, der als Energielieferant dient. Aus diesem Grund sind weitere Zuckerzugaben unnötig und schädigen Ihre Gesundheit. Für Kinder und Jugendliche gilt ein Zuckergehalt in Milchprodukten von unter fünf Prozent als ausreichend. Damit bekommen sie mit Milch und ungesüßten Milchprodukten benötigte Energie zugeführt.

     

    Milch ist kein Durstlöscher

    Als Durstlöscher ist Milch ungeeignet. Hierfür eignet sich Wasser sehr gut. Milchprodukte ohne Zucker können Mahlzeiten teilweise ersetzen. Fettarme wie auch fermentierte Milchprodukte können dabei helfen, Adipositas bei Kindern zu verhindern. Ferner können sie dazu beitragen, dass sich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verringert. Die Beimengung von Süßstoffen als Zuckerersatz gilt als besorgniserregend. Empfehlenswert für Verbraucher ist das Beachten der Zutatenliste auf Milchprodukten. Denn Bezeichnungen wie zum Beispiel Cyclamat, Aspartam und Steviolglykosid deuten auf Süßstoffe hin.

    Milchprodukte sollten höchstens je 100 g oder 100 ml mit 12 g Zucker zu Buche schlagen. Noch besser ist natürlich, gänzlich auf Zucker in Jogurt, Milch und anderen Milchprodukten zu verzichten. Wenn es nach den Experten geht, sollen die Hersteller künftig nach und nach auf das Hinzufügen von Süßstoffe und Zucker verzichten. Denn nur so haben Verbraucher eine Chance sich langsam an weniger Süße zu gewöhnen.

     

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  • Trinkwasserfilter fördern die Gesundheit

    Trinkwasserfilter fördern die Gesundheit

    Ohne Wasser könnte ein Mensch nicht leben. Unser Körper besteht zum größten Teil daraus, wobei die Zahl mit höherem Alter leicht sinkt. Neugeborene haben zum Beispiel einen Wasseranteil von 80 Prozent, bei Kindern liegt der Wert bei 75 Prozent. Erwachsene kommen mit rund zwei Drittel aus. Die Wichtigkeit des Wassers hat mehrere Gründe, denn es transportiert unter anderem Schadstoffe ab. Außerdem versorgt die Flüssigkeit die Zellen mit Nährstoffen. Unser Wasservorrat schwankt täglich und wird durch die Atmung, durch Ausscheidungen und durch Schwitzen gesenkt. Das bedeutet somit, dass regelmäßig nachgefüllt werden muss. Eine genaue Richtlinie gibt es nicht, da es zum Beispiel auf das Gewicht der jeweiligen Person ankommt. Bei 60 Kilogramm wird eine Mindestaufnahme von 1,8 Litern am Tag empfohlen.

    Leitungswasser ist nicht unbedenklich

    Im Vergleich zu anderen Ländern glänzt Deutschland mit bester Trinkwasserqualität. Das klingt beruhigend, doch wirklich „perfekt“ ist auch dieses nicht. Viele Menschen informieren sich daher über Trinkwasserfilter, der die Flüssigkeit von vielen verschiedenen Stoffen befreit. Je nach Methode sind das Bakterien, Viren, Keime, Chlor, Kupfer oder auch Medikamentenreste. Selbst wichtige Spurenelemente wie Fluorid und Eisen werden bei Bedarf gefiltert. Zu viel davon schädigt nämlich den Körper. Die wichtigste Frage ist daher, welche Filtermethoden es eigentlich gibt.

    Hauseingangsfilter und Co.

    Den Anfang macht der Hauseingangsfilter. Er arbeitet wie ein Sieb und fischt sichtbare Verunreinigungen heraus. Die gründlichere Alternative ist der Aktivkohle-Blockfilter, da er beispielsweise auch Bakterien, Chlor und Parasiten filtert. Die Steigerung davon ist die Ultrafiltration, hier presst sich das Wasser gegen eine Membran. So wird nicht nur das Filterergebnis vom Blockfilter erreicht, sondern es haben auch zusätzlich Viren keine Chance. Am Ende der Kette ist der Umkehrosmosefilter zu finden, welcher eine noch feinporigere Membran enthält. Das bedeutet, dass nur mehr H₂O-Moleküle durchgelassen werden. Ein Nachteil dieser Methode sind die fehlenden Mineralien, die ebenfalls zurückbleiben und dem Wasser Geschmack entziehen. Dafür wird aber auch wirklich alles herausgefiltert.

    Eine zu geringe Wasseraufnahme führt übrigens zu tränenden Augen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen und zu trockener Haut. Jeder sollte also aktiv darauf achten, dass er am Tag genug davon zu sich nimmt.

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  • Anstieg des Testosteronspiegels verantwortlich für Ungeduld im Jugendalter

    Anstieg des Testosteronspiegels verantwortlich für Ungeduld im Jugendalter

    Geduld haben ist nicht für jeden leicht. Insbesondere Heranwachsende werden schnell ungeduldig, wenn ihnen manches nicht schnell genug geht. Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Berlin sowie von der Universität Kalifornien, Berkeley, sind dem nachgegangen und fanden die Lösung. Und zwar zeichnet der plötzlich zunehmende Anstieg des Testosteronspiegels verantwortlich für die Zunahme der Ungeduld im Jugendalter.

     

    Dabei haben die Wissenschaftler in ihren Untersuchungen erstmalig die Rolle von Hormonen während impulsiven Entscheidungen in der Fachzeitschrift „Psychoneuroendocrinology“ veröffentlicht. Nachweislich reagieren Jungen impulsiver als Mädchen. Aus diesem Grund zogen die Forscher für ihre Studie Jungen im Alter zwischen elf und 14 heran.

     

    Direkte Belohnungen gern gesehen

    Im Rahmen der Studie gaben 72 Jugendliche jeden Morgen zwei Speichelproben ab, um die Höhe des Testosteronspiegels zu bestimmen. Ferner nahmen sie an Entscheidungstests teil. Während dieser sollten sie mehrere Entscheidungen über einen spekulativen Geldbetrag treffen, der demnächst oder in ferner Zukunft sich im Angebot befindet. Die meisten Studienteilnehmer entschieden sich für direkte Belohnungen. Rund zwei Drittel der Probanden betrachteten einen kleineren Geldbetrag, an den sie schneller gelangen konnten, als erstrebenswert.

     

    Das Bestreben auf direkte Belohnungen bringen die Forscher mit dem ansteigenden Testosteronspiegel auf belohnungsbezogene Hirnregionen in Verbindung. Je älter die Jugendlichen werden, umso weniger wichtig ist eine nahe Belohnung.

     

    Positives Verhalten schneller belohnen

    Anhand der Studie lässt sich ein Zusammenhang mit ansteigendem Testosteronspiegel und wachsender Ungeduld im Jugendalter nachweisen. Deshalb hilft die Studie zu einem besseren Verständnis des sprunghaften Entscheidungsverhaltens bei Heranwachsenden. Wouter van den Bos – Max-Planck-Institut für Bildungsforschung – erläutert hierzu, dass Impulsivität einfach zum Erwachsenwerden dazu gehört. Dadurch eignen sie sich ständig neue Fähigkeiten an, die ein eigenständiges Individuum benötigt.

     

    Abschließend kann gesagt werden, dass es rein aus erzieherischer Sicht ratsam ist, ein gutes Verhalten Ihres Heranwachsenden möglichst zeitnah zu belohnen. Ein Verweisen auf eine Belohnung in naher Zukunft kann den umgekehrten Effekt der Ungeduld im Jugendalter wieder hervorrufen.

     

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  • Sexualitäts Umfrage: Junge Menschen nicht richtig aufgeklärt

    Sexualitäts Umfrage: Junge Menschen nicht richtig aufgeklärt

    Eine sexualitäts Umfrage hat interessantes ergeben. Junge Menschen glauben, bestens über das Thema Sex informiert zu sein. Das liegt aber nicht an umfangreichen Aufklärungen, sondern am heutzutage einfachen Zugang zu pornografischen Inhalten. Vor allem das Internet ist ein Paradies, wenn es um Videos und um Bilder geht. Eine von „Jugend gegen Aids“ (eine Initiative) gestartet Umfrage zeigt nun, dass es in Wahrheit nicht so ist. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der bekannten Dating-App „Lovoo“ vollzogen und bringt ein zum Teil erschreckendes Ergebnis zum Vorschein. Die insgesamt 2500 befragten Personen sind in Wirklichkeit unsicher, 22 Prozent davon fühlen sich zum Beispiel beim Umgang mit einem Kondom unsicher.

    Gummi muss nicht unbedingt sein

    Etwa gleich so viele Befragte gaben an, beim Sex mit neuen Partnern kein Kondom zu verwenden. Sie sind sich der Gefahr von möglichen Geschlechtskrankheiten nicht im Klaren, was in der Praxis ernste Folgen haben kann. „Lediglich“ zwei Drittel verwenden einen Schutz, um das Risiko drastisch zu reduzieren.

    96 Prozent aller jungen Erwachsenen sind laut eigener Aussage umfangreich über die schönste Nebensache der Welt informiert. Das gleicht sich mit der öffentlichen Meinung ab, die ebenfalls in diese Richtung tendiert. Sobald es aber tiefer in die Materie geht, schwenkt die Annahme schnell in die Gegenrichtung. Die Besichtigung von Fotos und Videos alleine macht niemand zum Experten, schon gar nicht, wenn wie bei Jugendlichen die Erfahrung fehlt.

    Sexualitäts Umfrage – Körperbilder

    Die Umfrage zeigte auch, dass knapp die Hälfte nicht mit ihrem Körper zufrieden ist. Stolze 80 Prozent wären sogar für eine körperliche Veränderung bereit. Ein sehr nachdenkliches Ergebnis, das unter anderem durch die „perfekten“ Körper in Pornos zustande kommt. Die jungen Erwachsenen können Film und Realität nicht trennen, vielleicht auch, weil es keinen Ansprechpartner gibt. Der Sexualkundeunterricht in der Schule reicht hier definitiv nicht aus, schließlich hat jeder andere Fragen dazu.

    Im Gesamtüberblick wird klar, dass Jugendliche nur oberflächlich informiert sind. Schuld sind vorrangig das Internet und falsche Eindrücke zum Thema Sexualität, laut sexualitäts Umfrage.   

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  • Epilepsie im Kindesalter

    Epilepsie im Kindesalter

    Epilepsie, die im Kindesalter oder auch im Jugendalter auftritt, kann immer eine eigenständige Erkrankung sein. Allerdings kann es sich bei einer Epilepsie im Kindesalter ebenso um eine entzündliche oder genetisch bedingte Erkrankung handeln. Einer Epilepsie wird in aller Regel eine Erkrankung des zentralen Nervensystems verstanden.

    Warum tritt eine Epilepsie im Kindesalter auf?

    In einigen Fällen tritt eine Epilepsie im Kinderalter auf Grund von seltenen neurologischen Erkrankungen auf. Diese gehen mit epileptischen Anfällen einher und bedürfen einer vielschichtigen diagnostischen Abklärung. Bei denselben gilt es zu berücksichtigen, dass es eine große Anzahl an unterschiedlichen Arten von epileptischen Anfällen im Kinderalter gibt. Diese sind im Allgemeinen fast nicht wahrnehmbar, weshalb diese während der Diagnostik nicht selten übersehen werden. Kommt es im Kindesalter zum Eintreten von Epilepsie oder ähnlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, welche von epileptischen Anfällen gekennzeichnet sind, können die Folgen daraus in Entwicklungsstörungen bestehen. Dazu gehören unter anderem Beeinträchtigungen

    • der Aufmerksamkeit
    • der Gedächtnisleistung
    • des Reaktionsvermögens.

    Aus diesem Grunde ist es immer erforderlich, umfassende Tests psychologischer wie auch neurologischer Natur durchführen zu lassen. Nur so können eventuelle Verzögerungen im Bereich der Entwicklung festgestellt und therapiert werden.

    Häufigkeit einer Epilepsie im Kindesalter

    Rund ein halbes Prozent aller Kinder ist von einer Epilepsie im Kindesalter betroffen. Zwei Drittel aller hiervon betroffenen Kinder haben trotzdem eine völlig normale geistige Entwicklung. Dennoch muss des Öfteren bei einer Epilepsie, die im Kindesalter auftritt mit einer Intelligenzminderung eines IQs von unter 70 gerechnet werden. Für die Diagnostik einer Epilepsie im Kindesalter sind

    • eine vollständige neurologische, pädiatrische Untersuchung sowie
    • die Einbeziehung der Familienanamnese

    erforderlich.

    Unterschiedliche Formen einer Epilepsie im Kindesalter

    Tritt eine Epilepsie im Kindesalter oder im Jugendalter erstmalig auf, gibt es verschiedene Formen:

    • Kindliche Absence Epilepsie – CAE
    • Landau-Kleffner-Syndrom
    • Panayiotopoulos-Syndrom
    • Rolando-Epilepsie

    Kindliche Absence Epilepsie

    Die am häufigsten auftretende Form einer Epilepsie im Kindesalter ist die kindliche Absence Epilepsie. Diese nimmt in einem Alter zwischen fünf und sieben Jahren ihren Anfang. Als Ursache dieser Form der Epilepsie im Kindesalter spielen die Gene eine Rolle. Welche Gene hieran beteiligt sind, konnte bislang jedoch noch nicht geklärt werden. Charakteristisch für die Anfälle sind mit einem Schlag auftretende Aussetzer des Bewusstseins beim Kind, wobei die geöffneten Augen starr sind. Die Dauer der Anfälle hält für etwa vier bis 20 Sekunden an. Anfälle können jeden Tag und sehr häufig – zwischen zehn- und 100mal je Tag – auftreten. Dank der typischen Veränderungen des EEG gestaltet sich die Diagnostik relativ einfach. Die kindliche Absence Epilepsie hat eine recht gute Prognose, verschwindet sie doch für gewöhnlich spätestens mit Eintreten des zwölften Lebensjahres.

    Landau-Kleffner-Syndrom

    Bei dem Landau-Kleffner-Syndrom handelt es sich um eine Epilepsie, die im Kindesalter von fünf bis sieben Jahren auftritt. Diese Epilepsieform ist eher selten und geht mit einer Sprachstörung einher. Kinder, die vom Landau-Kleffner-Syndrom betroffen sind, reagieren in der Regel nicht auf Ansprache. Die Symptomatik beginnt schleichend und nimmt stetig zu. Die auftretenden Anfälle dieser Form der Epilepsie im Kindesalter treten gehäuft in der Nacht auf. Viele betroffene Kinder entwickeln zusätzlich Störungen im Verhalten und im Bereich der geistigen Entwicklung. Mit einem Verschwinden der Sprachstörungen und epileptischen Anfälle kann ab einem Alter von 15 Jahren gerechnet werden. Rund die Hälfte aller Betroffenen führt im Erwachsenenalter ein normales Leben.

    Panayiotopoulos-Syndrom

    Das Panayiotopoulos-Syndrom ist eine sehr oft anzutreffende Form der Epilepsie im Kindesalter. Die fokalen Anfälle betreffen zum größten Teil das vegetative Nervensystem. Rund drei Viertel der Kinder leiden unter

    • Blässe
    • Erbrechen
    • Übelkeit.

    Im Verlaufe eines epileptischen Anfalls bleibt zunächst das Bewusstsein erhalten, kann jedoch im weiteren Verlauf verloren gehen. Es ist ein Zur-Seite-Drehen der Augen mit erweiterten Pupillen feststellbar. Die Anfälle weisen eine relativ lange Dauer bis zu einigen Stunden auf. Die Prognose bei dieser speziellen Form der Epilepsie im Kindesalter ist relativ günstig. Etwa die Hälfte aller Kinder, die vom Panayiotopoulos-Symptom betroffen sind, haben nur zwischen einem und fünf Anfälle. Innerhalb von zwei Jahren ist mit einer Stabilisierung der Erkrankung zu rechnen.

    Rolando-Epilepsie

    Eine weitere Form der Epilepsie, die im Kindesalter auftreten kann, die die Rolando-Epilepsie. Hierbei handelt es sich um eine gutartige Form der Epilepsie, die zwischen dem dritten und dem 13. Lebensjahr in Erscheinung tritt. Bei der Rolando-Epilepsie handelt es sich um die am häufigsten auftretende Form einer Epilepsie im Kindesalter. Die fokalen Anfälle treten vorwiegend nachts auf und weisen keine Bewusstseinsstörung auf. Viele Kinder verspüren Missempfindungen im Bereich einer Gesichts- oder Mundhälfte. Die auftretenden Anfälle dieser Epilepsie im Kindesalter gehen in aller Regel bis zum 20. Lebensjahr wieder zurück. Mit bleibenden neurologischen Störungen muss nicht gerechnet werden. Im Allgemeinen ist die Rolando-Epilepsie vererbt. Rund 50 Prozent aller an dieser Form der Epilepsie im Kindesalter erkrankten Personen haben Verwandte, die ebenfalls an Epilepsie leiden.

    Bild: © Depositphotos.com / drnn

  • Wird Akupunktur als Schmerzmittel überschätzt?

    Wird Akupunktur als Schmerzmittel überschätzt?

    Viele Frauen vertrauen bei Schwangerschaft und Geburt der alternativen Medizin mehr als der modernen Medizin. Vor allem die Akupunktur steht dabei im Fokus, denn mithilfe von Akupunkturnadeln soll nicht nur die Geburt beschleunigt werden, auch als Schmerzmittel für die Wehen ist Akupunktur ein beliebtes Mittel. Eine neue Studie stellt die Wirksamkeit dieser Methode allerdings in Zweifel, denn einen nachweisbaren Effekt gibt es nicht.

    Ist die Geburt entspannter?

    Die Schmerzen während der Geburt werden verringert und der Geburtsvorgang wird schneller – so argumentieren Heilpraktiker, wenn es um den Einsatz von Akupunktur während der Entbindung geht. Ob diese Behauptung stimmt, lässt sich nicht nachweisen, denn jede Frau empfindet Schmerzen anders und jede Geburt verläuft individuell. Gesundheitsexperten des Portals „IGeL-Monitor“, das zum medizinischen Dienst der Krankenversicherungen gehört, wollte es jetzt ganz genau wissen und hat Akupunktur als Geburtsbeschleuniger und Schmerzmittel einmal genauer unter die Lupe genommen.

    Ein ernüchterndes Ergebnis

    Die Studie kommt zu einem ernüchternden Ergebnis, denn Akupunktur während der Geburt schadet zwar nicht, sie hilft aber auch kaum. Die Effekte sind sehr gering und der Nutzen dieser alternativen Heilmethode ist zumindest in der Schwangerschaft und bei der Geburt unklar. In diese Studie sind andere relevante Studien mit eingeflossen, die es zu diesem Thema gibt. In diesen Studien und Übersichtsarbeiten wurde die Wirksamkeit der klassischen Akupunktur mit denen der sogenannten Schein-Akupunktur verglichen, bei der die Nadeln an Stellen angebracht wurden, die nicht der ursprünglichen Lehre entsprechen. Die positiven Effekte waren sehr gering.

    Jede dritte Schwangere

    In vielen Hebammenpraxen, aber auch von den meisten Heilpraktikern wird Akupunktur als sinnvolles Mittel in der Schwangerschaft und während der Geburt angeboten, und mittlerweile nehmen zwei Drittel aller schwangeren Frauen das Angebot gerne an. Das ergab eine Studie der Bertelsmann-Stiftung im vergangenen Jahr. Zunehmend setzen Schwangere neben der Akupunktur heute aber auch auf HypnoBirthing, eine Geburt unter Hypnose.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia