Autor: Chris Reichmann

  • Cannabis auf Rezept ist kein Freifahrtsschein

    Cannabis auf Rezept ist kein Freifahrtsschein

    Schmerzfrei zu leben ist für viele Menschen nur ein Traum. Wenn es bereits am Morgen drückt und wehtut, dann schränkt es die Lebensqualität deutlich ein. Damit sind zum Beispiel chronische Schmerzen gemeint. Wirklich hilfreich ist dann nur Cannabis, da es das Leben wieder lebenswert macht und die Leiden nimmt. Stimmt der Arzt diesen Aussagen zu, dann bekommt der Patient die Droge auf Rezept. Eine faire Sache, denn mit Schmerzen zu leben hat niemand verdient. Dieser Weg besteht zudem noch gar nicht so lange, erst im März ist ein entsprechendes Gesetz in Kraft getreten. Viele werden aufatmen, da sie nun legal Cannabis konsumieren dürfen. Auf der anderen Seite macht sich jetzt auch so mancher die Hoffnung, dass er ab sofort über die Krankenkasse Drogen nehmen kann. Und genau dieser Fall darf nicht eintreten, es soll wirklich nur den Patienten dienen, für die es keine andere Lösung beziehungsweise Therapie gibt.

    Spezialambulanz wird überrollt

    Rund 1.000 Menschen durften bis jetzt legal Cannabis konsumieren. Dies wurde ihnen aufgrund einer Sondergenehmigung vom Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ermöglicht. Wie sich dieser Trend zukünftig entwickelt ist ungewiss, das Gesetz besteht nämlich noch nicht so lange. Klar ist jedoch, dass auch Personen ohne chronische Schmerzen versuchen an einen solchen Zettel zu kommen. In einer Berliner Fachpraxis (Klinikkonzern Vivantes) gibt es nämlich schon Beweise in Form eines Ansturms. Die Nachfragen sind seit dem Gesetz deutlich gestiegen, das Produkt an sich ist aber nicht neu. Einige täuschen chronische Schmerzen vor, um an eine Cannabis-Verordnung zu kommen. Die in der Fachpraxis angestellte Medizinerin Corinna Schilling meint, dass das neue Gesetz von manchen Endverbrauchern falsch aufgenommen wurde. Cannabis hat kein großes Anwendungsgebiet und soll wirklich nur dann zum Einsatz kommen, wenn es keinen anderen Lösungsweg mehr gibt.

    Anlaufschwierigkeiten

    Für Ärzte und Kassen ist es Neuland. Das merkt man auch, denn trotz vorhandener Sondergenehmigung haben manche eine Ablehnung von ihrer Kasse erhalten. Es widerspricht sich also, was vom Gesetzgeber so sicherlich nicht geplant war. Es fehlt die Erfahrung, die hoffentlich so schnell wie möglich einkehrt. Ansonsten können auch betroffene Patienten nicht sicher sein, dass ihnen Cannabis legal verschrieben wird.

  • Zecken – Ab wann ein Arztbesuch Pflicht ist!

    Zecken – Ab wann ein Arztbesuch Pflicht ist!

    Ein Picknick auf einer grünen Wiese und schon ist es passiert. Eine Zecke krabbelt am Körper und sucht sich eine Stelle für ihren Durst nach Blut. In der Regel spürt man weder das Krabbeln noch den Biss. Es spielt sich alles im Hintergrund ab, sodass das Opfer nichts bemerkt. Außerdem suchen die Viecher oft getarnte Stellen aus (die Kniekehlen zum Beispiel), was die ganze Thematik noch schwieriger macht. Grundsätzlich ist ein Biss einer Zecke nicht gefährlich, dies ist erst der Fall, wenn das Tier auch schon vorher auf Beutezug war. Dann besteht nämlich die Gefahr, dass krankmachende Bakterien in den Körper gelangen. Manche davon können sogar die Lebensqualität einschränken, davor schützt nicht einmal eine Impfung. Auch stellt sich die Frage, wann der Gang zum Arzt zur Pflicht wird.

    Absuchen und Entfernen

    Einen 100%igen Schutz vor Zecken gibt es nicht. Deshalb sollten sich Waldgänger jeden Abend absuchen. Wurde eine gefunden, dann muss diese entfernt werden. Dafür kann man entweder eine Pinzette oder eine Zeckenkarte aus der Apotheke verwenden. Wichtig ist, dass die Zecke ohne Drehen herausgezogen wird. War dieser Schritt erfolgreich, dann empfiehlt sich eine Desinfizierung mit Alkohol oder Jod. Solange man das Tier komplett und ohne Folgen rausziehen konnte, ist kein Arztbesuch notwendig. Die übertragenden Krankheiten sind übrigens Babesiose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. Folgen davon können unter anderem Depressionen, eine Hirnhautentzündung oder hohes Fieber sein.

    Dann sollte ein Arzt hinzugezogen werden

    Nicht selten kommt es zu Komplikationen. Beispielsweise ist der Kopf noch drinnen, oder es bildet sich ein runder, roter Fleck um die Bissstelle. Sollte einer der beiden Fälle auftreten, dann muss man unverzüglich den Hausarzt verständigen. Vor allem der rote Fleck ist eine Gefahr, da es eine Frühphase von Borreliose ist. Und je früher behandelt wird, umso höher sind die Erfolgschancen. Leider gibt es bislang keinen Impfstoff gegen diese Krankheit, man muss daher die Augen offen halten und schnell handeln. Es schadet übrigens nicht, wenn man die Zecke für spätere Untersuchungen aufhebt. Das kommt der Diagnoseerstellung zugute.

    Unterm Strich gilt: Konnte man das Tier nicht vollständig entfernen oder treten irgendwelche Symptome auf, dann ist der Gang zum Arzt Pflicht.

     

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  • Ausschlafen am Wochenende ist ungesund

    Ausschlafen am Wochenende ist ungesund

    Nach einer anstrengenden Arbeitswoche freuen sich viele auf das Wochenende. Es kann nicht nur Zeit mit der Familie verbracht werden, sondern man muss auch nicht so früh aufstehen. Für unseren Körper kann es doch nur gut sein, wenn er mal nach Herzenslust ausruhen kann. Die Vermutung klingt einleuchtend, entspricht aber nicht der Wahrheit. Studien von US-amerikanischen Schlafforschern (University of Arizona) beweisen das Gegenteil, es wird sogar von einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten gesprochen. Es untermauert außerdem frühere Untersuchungen (Universität Pittsburgh in den USA), die ebenfalls zu diesem Ergebnis gekommen sind.

    Sozialer Jet-Lag

    Wenn sich die Schlafenszeiten unter der Woche im Vergleich zum Wochenende deutlich unterscheiden, dann sprechen Experten vom Jet-Lag. Der Begriff findet auch bei Schichtarbeitern und im Zuge der Zeitumstellung seinen Einsatz. Interessant ist, dass nicht nur zu wenig Schlaf negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, auch zu viel davon ist nicht gut. Das Ganze bezieht sich natürlich auf eine dauerhafte Phase, sodass sich niemand bei einem Ausrutscher Sorgen machen muss. Hauptsächlich geht es um den unregelmäßigen Schlaf, der diverse Risiken (Herzkrankheiten und Diabetes) ansteigen lässt. Viele bleiben am Wochenende auch mal bis zur Mittagszeit im Bett, und genau das sollte vermieden werden. Schließlich heißt es am nächsten Arbeitstag wieder früh aus den Federn zu steigen.

    Rund 1.000 Menschen nahmen teil

    Die SHADES-Studie (Sleep and Healthy Activity, Diet, Environment, and Socialization) erfolgte mit Daten von etwa 1.000 Erwachsenen. Sie waren zwischen 22 und 60 Jahre alt und stimmten einer Analyse zu. Im Abschlussbericht ist auch zu lesen, dass ein Jet-Lag zu einer schlechteren Stimmung und zu einer erhöhten Müdigkeit führt. Eine Überraschung war die Tatsache, dass alle Effekte nichts mit Schlafstörungen oder mit der Schlafdauer zu tun hatten. Somit konnte man beweisen, dass nicht nur die Dauer, sondern auch die Regelmäßigkeit einen Einfluss auf die Gesundheit hat.

    Schlafforscher empfehlen Erwachsenen einen Schlaf von mindestens sieben Stunden. Laut norwegischen Wissenschaftlern wird es aber schon bei mehr als acht Stunden ungesund. Will man sich an den Rat der Experten halten, dann ist eine Schlafdauer zwischen sieben und acht Stunden ideal. Und das jeden Tag inklusive Wochenende.

     

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  • Mehr Atemaussetzer bei Rückenlage

    Mehr Atemaussetzer bei Rückenlage

    Ohne Schlaf geht nichts. Der Körper ist auf die Erholungsphase in der Nacht angewiesen, um am nächsten Tag wieder voll fit zu sein. Je nach Typ gibt es Unterschiede, sodass zum Beispiel viele nur ein paar Stunden brauchen. Solange man schlafen kann, ist alles in bester Ordnung. Ist es jedoch nicht so, dann kann es unter Umständen auch schon mal gefährlich werden. Schnarchen ist dabei das kleinste Problem, wirklich problematisch wird es aber bei Atemaussetzern. Für den Körper sind sie purer Stress. Logisch, da in diesen Phasen zu wenig Sauerstoff ankommt.

    Das Risiko steigt

    Allgemein müssen Betroffene mit einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt, für Herzrhythmusstörungen, für einen Schlaganfall und für Bluthochdruck rechnen. Das größte Problem ist jedoch, dass man die Aussetzer selbst nicht mitbekommt. In vielen Fällen wissen viele gar nicht, dass sie mit Atemaussetzern zu kämpfen haben. Schnarchen kommt meist auch noch dazu, sodass der danebenliegende Partner aufgeweckt wird. Richtige Symptome gibt es ebenfalls nicht, lediglich Anzeichen in Form eines trockenen Rachens, von Kopfschmerzen oder von Tagesschläfrigkeit am nächsten Morgen können darauf hindeuten. Sollte jemand diese Auswirkungen feststellen, dann ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen. Andernfalls ist das Eintreten eines oben genannten Risikos wahrscheinlicher als sonst.

    Weste als Hilfe

    Schlafmediziner fanden heraus, dass eine Rückenlage beim Schlafen die Aussetzer begünstigt. Wer also bereits davon weiß, der sollte diese Position meiden. Leider ist es in der Praxis nur bedingt machbar, denn viele drehen sich auch mitten in der Nacht. Es kann also passieren, dass man unbewusst am Rücken liegt. Abhilfe gibt es aber trotzdem, spezielle Westen verhindern genau diesen Effekt. Bei Bedarf helfen auch angepasste Atemmasken, die jedoch durchgehend in der Nacht getragen werden müssen. Ihre Aufgabe ist es Unterdruck zu erzeugen und Umgebungsluft in die Atemwege zu pumpen.

    Es gibt also unterm Strich Hilfe für alle Betroffenen, man muss sich nur medizinische Hilfe holen. Das ist auch ratsam, denn mit der Gesundheit sollte niemand spielen.

     

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  • Fördert Kiffen die Sexualität?

    Fördert Kiffen die Sexualität?

    Drogen zu konsumieren ist keine kluge Entscheidung. In der Regel wirkt sich das negativ auf unseren Körper aus, sodass im schlimmsten Fall das ganze Leben zerstört wird. Außerdem sind Cannabis und Co. meist illegal. Betroffen sind vor allem Heranwachsende, da bei ihnen die Folgen noch extremer ausfallen. Trotzdem stellt man sich die Frage, ob Kiffen das Sexleben verbessert. Klingt merkwürdig, laut einigen Studien ist es aber tatsächlich so. Die Forschung benötigt zwar aufgrund fehlender Beweise noch mehr Zeit, die bereits getätigten Untersuchungen lassen aber zumindest die Richtung erahnen. Eine Empfehlung für Drogen ist das selbstverständlich nicht, die negativen Aspekte überwiegen nämlich deutlich. Außerdem ist der Besitz grundsätzlich strafbar.

    Die Ergebnisse überraschen

    Einer der Studien ist in der „US National Library of Medicine“ erschienen. Sie analysierte die beiden Punkte Endocannabinoiden und Sexualverhalten. Die Auswertung ergab eine Steigerung der Libido durch Marihuana und einen intensiveren Akt. Als Grundlage für die Untersuchung mussten Testergebnisse herhalten, die aus den 70er und 80er stammen. Ein Unterschied zu heute ist freilich die Verbreitung von Drogen, früher waren diese bei Weitem nicht so potent.

    Bei einer weiteren Untersuchung haben die Hälfte aller Probanden 50 Joints innerhalb eines halben Jahres geraucht. Ihren Angaben zufolge stieg so ihre Lust auf Sex. 70 Prozent sagten auch, dass sich das Sexleben an sich verbessert hat.

    1983 gab es eine Studie, die bei 70 Prozent eine aphrodisierende Wirkung gezeigt hat. 81 Prozent wiederum hatten besseren Sex, wenn sie high waren. Überraschenderweise gibt es aber zwischen den Geschlechtern keine Unterschiede.

    Geringe Dosis mit positiven Effekt

    Wer regelmäßig konsumiert, der greift bewusst vor dem Sex zu einem Joint. Der positive Effekt durch Cannabis ist nämlich tatsächlich vorhanden, das wird auch von Wissenschaftlern aufgrund der Untersuchungen vermutet. Hintergrund könnten die Cannabiniod-Rezeptoren sein, die auf das sexuelle Lustempfinden zugreifen.

    Übrigens wäre dies auch eine logische Erklärung, warum sich die meisten Pornostars mit Marihuana in den sozialen Netzwerken zeigen.

     

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  • Beim Krafttraining nicht übertreiben

    Beim Krafttraining nicht übertreiben

    Wer etwas für seine Figur und für seine Gesundheit tun möchte, der geht in der Regel ins Fitnessstudio. Dieser Trend steigt seit vielen Jahren, sodass nicht mehr nur Bodybuilder Gewichte heben. Heute kann jeder in den Kraftraum gehen, um seinem Körper etwas Gutes zu tun. Vielen geht es auch gar nicht um das optische Resultat, ihnen ist eine fittere und gesündere Lebensweise wichtiger. Ein Problem ist aber oft, dass manche ungeduldig sind und deshalb gleich zu größeren Gewichten greifen. Aus medizinischer Sicht ist es ganz klar ein No-Go, denn im schlimmsten Fall drohen gesundheitliche Konsequenzen. Vor allem Neueinsteiger begehen oft diesen Fehler.

    Verletzungen am Bewegungsapparat

    Die falsche Gewichtswahl kann zum Beispiel für eine Leistungsstagnation oder für Verletzungen am Bewegungsapparat verantwortlich sein. Je höher das Gewicht, umso mehr werden Knochen, Muskeln und Bänder belastet. Bis zu einem bestimmte Grad ist es gesund, doch irgendwann sind die Anstrengungen zu groß. Es gibt auch keine Formel für die idealen Gewichte, denn in diese Entscheidung fallen mehrere Faktoren hinein. Das fängt bei der Übungsauswahl an, geht über das Trainingsziel und hört beim vorhandenen Leistungsniveau auf. Es sollte also niemand nach Gefühl trainieren, ein Gespräch mit einem Experten ist entscheidend für gesunde Stunden im Fitnessstudio. Der Spruch „viel bringt viel“ zählt hier also nicht.

    Hilft auch beim Abnehmen

    Krafttraining dient in erster Linie dem Muskelaufbau. Ein weiterer Effekt ist jedoch der positive Einfluss auf das Körpergewicht, sodass eine Diät damit optimal erweitert werden kann. Des Weiteren senkt man das Risiko für viele Zivilisationskrankheiten, die unter anderem aus Bluthochdruck, Diabetes oder auch aus Herz-Kreislauferkrankungen bestehen. Schenkt man australischen Wissenschaftlern Glauben, dann verbessert das Training mit den Gewichten zusätzlich die kognitiven Fähigkeiten.

    Niedrigere Gewichte haben übrigens auch den Vorteil, dass die Leistungssteigerung unterstützt wird. Das liegt unter anderem an den vielen Wiederholungen, die aufgrund dessen möglich sind. Ideal wären Modelle, mit denen man etwa 15 – 30 Wiederholungen schafft. Letztendlich müssen die Gewichte also nicht besonders groß oder schwer sein, sie müssen die Gegebenheiten des Trainierenden berücksichtigen.