Autor: Silvia Goeritz

  • Abnahme des Geruchssinns mit zunehmendem Alter

    Abnahme des Geruchssinns mit zunehmendem Alter

    Vielen ist kaum bekannt, dass neben dem Sehvermögen auch der Geruchssinn mit zunehmendem Alter abnimmt. Laut Meinung von Dr. Uso Walter vom HNOnet NRW liegt dies darin begründet, dass dieser Vorgang von der Mehrheit der Betroffenen nicht bewusst wahrnehmbar ist. Denn dieser Prozess der Abnahme des Geruchssinns verläuft eher schleichend über eine längere Zeitspanne hinweg.

    Nahezu zeitgleich zum reduzierten Geruchssinn verringert sich oftmals auch der Geschmackssinn. Denn die vorhandenen Aromen in unseren Mahlzeiten können wir nicht unmittelbar mit der Zunge wahrnehmen. Dies geschieht hauptsächlich über die Geruchsrezeptoren, die sich in unserer Nase befinden.

     

    Auslöser für die Abnahme des Geruchssinns mit zunehmendem Alter

    Als mögliche Ursache für die Verminderung der Riechfähigkeit im Alter kommen Polypen in der Nase, eine verbogene Nasenscheidewand sowie verschiedene Tumore in Frage. Aber auch eine langsam beginnende Demenz kann sich entsprechend ankündigen. Personen, die bei sich dieses Phänomen bemerken, sollten unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen.

    Abhängig von der Ursache kann der HNO-Arzt vorhandene Tumore oder Polypen problemlos mithilfe eines kleinen operativen Eingriffs entfernen. Anschließend können Sie damit rechnen, dass sich Ihr Riechvermögen wieder wesentlich verbessert. Sofern ein Verdacht auf eine beginnende Demenz vorliegt, muss mittels einer Kernspin-Tomographie derselbe abgeklärt werden.

     

    Ist eine Rückkehr des Geruchssinns möglich?

    Wenn der nahende Verlust des Geruchssinns rechtzeitig erkannt und behandelt wird, bestehen gute Chancen der Rückkehr des Riechvermögens. Dazu muss ein regelmäßiges Training erfolgen. Die besten Erfolge lassen sich erzielen, indem die betroffene Person jeweils morgens wie abends für eine Dauer von fünf bis zehn Sekunden an bestimmten Düften riecht.

    Hier eignen sich besonders gut Düfte, wie beispielsweise Eukalyptus, Gewürznelke, Rose und Zitrone. Denn diese Düfte sind besonders aromatisch und intensiv. Bedingt durch diese stark duftenden Substanzen bestehen sehr gute Möglichkeiten, den bereits verloren geglaubten Geruchssinn zu fördern. Ferner fördern sie die Wahrnehmung von Gerüchen. Und bewirken zusätzlich im Gehirn, dass eine Neuverknüpfung der Nervenzellen stattfindet.

  • Bellender Husten – Kinder mit Pseudokrupp brauchen frische Luft

    Bellender Husten – Kinder mit Pseudokrupp brauchen frische Luft

    Bellender Husten und Atemnot, und dies oftmals nachts. Damit wacht so manches Kind auf. Während des Einatmens lässt sich ein pfeifendes Geräusch hören. Es klingt, als würde das Kind ersticken. Hinter dieser Symptomatik kann sich ein Pseudokrupp-Anfall verbergen.

     

    Wenn Ihr Kind nachts ein bellender Husten quält

    Heftige Atemnot, bellender Husten sowie pfeifende Geräusche beim Einatmen. All dies gehört zum Pseudokrupp. Dabei handelt es sich um eine der am häufigsten auftretenden Erkrankungen bei Kleinkindern. Zum überwiegenden Teil tritt der Pseudokrupp bei Kindern ab einem Alter von einem halben Jahr bis zu drei Jahren auf. Unter Pseudokrupp verstehen wir eine Schleimhautentzündung im Bereich der Stimmbänder sowie des Kehlkopfes. Ursache hierfür sind oftmals Viren. Erkennen können Sie den Pseudokrupp an stark geschwollenen Schleimhäuten im Bereich von Stimmbändern und Kehlkopf. Hierdurch sind die Atemwege nahezu komplett verschlossen, so dass sich das pfeifende Geräusch während des Atmens bemerkbar macht.

     

    Wie Sie Ihrem Kind helfen können

    Erleidet Ihr Kind in der Nacht einen Pseudokrupp-Anfall, können Sie ihm hilfreich zur Seite stehen, indem Sie es beruhigen und an die frische Luft bringen. Weiterhin müssen Sie umgehend handeln und einen Notarzt rufen. Laut dem Robert Koch-Institut sind Jungen doppelt so oft wie Mädchen betroffen. Überwiegend husten betroffene Kinder abends sehr stark. Wenn bellender Husten immer mehr an Stärke zunimmt, kann es zum Anfall kommen. Obwohl diese Hustengeräusche oftmals Angst verursachen, nimmt ein Pseudokrupp-Anfall im Normalfall einen guten Verlauf. Schon am anderen Morgen kann dieser vorüber sein.

     

    Allerdings steigern sich einige Kinder auch in einen das Leben bedrohenden Zustand hinein. Dann sollten Sie ruhig bleiben und Ihr Kind in den Arm nehmen. Lenken Sie dabei Ihr Kind vom Husten ab. Hierfür lagern Sie bestenfalls dessen Oberkörper hoch. Durch die Zufuhr frischer Nachtluft können Sie Ihrem Kind das Atmen erleichtern. Nach Besserung des Hustens helfen kühle Getränke beim Abschwellen und mindern die Beschwerden.

     

    Bei schwerer Atemnot umgehend einen Arzt informieren

    Liegt akute Luftnot vor, sollten Sie auf jeden Fall einen Notarzt rufen. Wenn sich Nägel oder Lippen blau färben, liegt ein lebensbedrohlicher Notfall vor. Aber auch dann, wenn Sie als Elternteil in Panik geraten, sollten Sie Kontakt mit einem Notarzt aufnehmen.

  • Hirnschädigung auf Grund Herzinfarkt möglich

    Hirnschädigung auf Grund Herzinfarkt möglich

    Aktuellen Forschungen zufolge kann ein Herzinfarkt auch eine Hirnschädigung hervorrufen. Denn nicht ausschließlich der Herzmuskel erfährt dadurch eine Entzündungsreaktion.

     

    Keine isolierte Herzinfarktbetrachtung

    In jedem Jahr aufs Neue trifft rund 300.000 Menschen ein Herzinfarkt. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die sich auf den gesamten Körper auswirkt. Demzufolge sind auch Organe, wie die Milz und Leber, betroffen. Zu diesem Resultat kamen Wissenschaftler aus Österreich. Aber auch Forscher von der Medizinischen Hochschule in Hannover kamen zu dem gleichen Ergebnis. Demnach muss unbedingt ein Umdenken stattfinden. Denn ein Herzinfarkt kann zu einer Hirnschädigung führen. Veröffentlicht finden Sie die Resultate im „Journal of the American College of Cardiology“.

     

    Weitere Organe offenbar durch Herzinfarkt nicht betroffen

    Die nach einem Herzinfarkt stattfindende Herzmuskelentzündung ruft bei überschießender Reaktion eine weitere Verschlimmerung der Funktionalität des Herzens hervor. Fälschlicherweise reduzierten sich bislang Erkenntnisse dahingehend, dass nach einem Herzinfarkt ausschließlich das Herz von Beeinträchtigungen betroffen sei. Mithilfe aktueller Forschungen konnte dies revidiert werden. Auch das Hirn erfährt Schädigungen. Denn Gehirn und Herz sind unmittelbar miteinander verbunden. Hier vermittelt unser Immunsystem zwischen beiden Organen.

     

    So können sich Herzerkrankungen auf unser Gehirn auswirken

    Entzündungen im Bereich des Gehirns können unter anderem eine Demenzentwicklung begünstigen. Ferner lassen sich Gedächtnisstörungen als Folge eines Herzinfarkts ansehen. Aus diesem Grund macht sich eine weitere gründliche Forschung weiterer Auswirkungen vorliegender Herzerkrankungen auf das menschliche Gehirn erforderlich. Diese ist auch dienlich bei der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden.

     

    Die Professoren Dr. Kai Wollert und Dr. Johann Bauersachs der MHH-Klinik für Angiologie und Kardiologie trugen maßgeblich zur Projektunterstützung bei. Denn beide Professoren gehen davon aus, dass in naher Zukunft neben der Heilung eines Herzinfarkts auch eine günstige Beeinflussung von Hirnschädigungen machbar ist.

     

    Zeitgleiche Analyse von Entzündungen im gesamten Organismus

    Mithilfe nicht-invasiver molekularer Bildgebung war die Studiendurchführung seitens der MHH-Klinik erst machbar. Dank der modernen Technik kann eine zeitgleiche Analyse vorliegenden Entzündungsherde im ganzen Organismus durchgeführt werden. Weiterhin lassen sich Hirn- und Herztätigkeit genauestens messen und überprüfen.

     

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  • ICD-11 – Sucht nach Videospielen eine Krankheit?

    ICD-11 – Sucht nach Videospielen eine Krankheit?

    Die Sucht nach Videospielen soll laut WHO als Krankheit eingestuft werden. In der aktuellen Auflage der ICD-11 ist eine neue Kategorie geplant. Und zwar mit der Bezeichnung Gaming Disorder.

     

    Neue ICD-11 nimmt Sucht nach Videospielen als Krankheit auf

    Einige Videospiele können durchaus zur Förderung kognitiver Fähigkeiten beitragen. Wenn aber bestimmte Symptome einer Sucht vorliegen, kann in naher Zukunft nach ICD-11 eine Krankheit diagnostiziert werden. Und zwar eine so genannte Gaming Disorder.

    Bislang gilt die ICD-10 als bedeutsamstes System zur Klassifizierung von Krankheiten. Dieses ist auf der gesamten Welt anerkannt. Dabei geht es nicht einfach nur um ein Auflisten von gesundheitlichen Schwierigkeiten oder Krankheiten. Sondern um die Katalogisierung verschiedener medizinischer Diagnosen. Im Mai 2018 erscheint eine Neuauflage derselben, die ICD-11.

     

    Aktuell gültig – ICD-10

    Im Jahre 2016 gab die WHO die aktuell gültige ICD-10 heraus. Bereits im Vorfeld haben Sie die Möglichkeit, einen Blick in die ab Mai 2018 gültige ICD-11 zu werfen. Und zwar finden Sie neben der derzeit noch gültigen Klassifizierung auf der offiziellen Website der WHO eine Beta-Version vor. Darunter befindet sich auch eine Kategorie 06. Diese Kategorie enthält neben neurologischen Entwicklungsstörungen auch auf das Verhalten wie auf die Psyche bezogene Störungen. Demzufolge können Sie in der Beta-Version auch die neue Diagnose Gaming Disorder finden.

     

    Definition der Sucht nach Videospielen

    In den ICD-11 erfolgt eine weitere Unterteilung der Kategorien. Somit existieren beispielsweise Unterkategorien wie Störungen, die auf Suchtverhalten zurückzuführen sind. Diese wiederum untergliedern sich in Süchten nach Video- oder Computerspielen und Glücksspielen.

    Demzufolge handelt es sich bei dieser speziellen Spielsucht um ein stets wiederkehrendes und länger andauerndes Spielverhalten. Dabei erfolgt ein Spielen entweder offline oder online. Laut der Weltgesundheitsorganisation kann Gaming Disorder chronisch oder in Schüben auftreten. Bis zur Stellung einer endgültigen Diagnose kann ein Jahr vergehen. Sofern sämtliche Symptome in einer speziellen Schwere zum Tragen kommen, kann die Diagnostik auch binnen kürzerer Zeit möglich sein.

     

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  • Schmerzen müssen nicht immer eine organisch bedingte Ursache haben

    Schmerzen müssen nicht immer eine organisch bedingte Ursache haben

    Nicht selten verbergen sich hinter Kopf-, Magen- und Rückenschmerzen oder anderen Schmerzen des menschlichen Körpers keine organisch bedingten Ursachen. Sondern eher seelische Ursachen. Und zwar ist rund ein Drittel der Erwachsenen von diesem Phänomen betroffen. Aber auch Hautausschläge oder Schwindelgefühle lassen sich unter Umständen auf seelische Ursachen zurückführen.

     

    Zahlreiche Schmerzen und körperliche Beschwerden psychisch bedingt

    Eine Vielzahl an körperlichen Beschwerden, beispielsweise Schmerzen, können seelischer Natur sein. Viele körperliche Beschwerden sind psychisch bedingt – oder zumindest spielen seelische Faktoren eine große Rolle bei der Entstehung. Ärzte gehen davon aus, dass ein Drittel aller Deutschen davon betroffen sind – Tendenz steigend. Als Ursache vermuten Experten unter anderem zunehmenden Stress sowie hohen Anpassungs- und Leistungsdruck in unserer schnelllebigen Zeit.

     

    Beispielsweise können Stress und Ängste dafür verantwortlich sein, dass wir im Brustbereich ein Brennen oder Schmerzen empfinden. Nicht selten hat die betroffene Person einen langen Leidensweg hinter sich gebracht, ehe sie bei einem entsprechenden Experten endlich Hilfe erfährt. Dabei kann es sich um Fachärzte für psychosomatische Medizin oder Psychiatrie, aber auch um Psychotherapeuten handeln. Da jedoch zuerst organische Ursachen vermutet werden, erfolgt das Aufsuchen des falschen Arztes. Jener kann nicht helfen. Viele Menschen scheuen den Gang zu einem Facharzt.

     

    Psychosomatische Beschwerden sind keine eingebildeten Krankheiten

    Selbst wenn sich keine Ursache organischer Natur feststellen lässt, sind psychosomatische Beschwerden nicht als eingebildete Krankheiten einzuordnen. Demzufolge sind Betroffene keine Simulanten. Obwohl sich derartige Beschwerden als gleichwertig belastend erweisen, gehen sie auf ein Wechselspiel zwischen Körper und Seele zurück. Dabei kommen größtenteils Methoden wie tiefenpsychologische und Verhaltenstherapie infrage. Während in einigen Fällen eine ambulante Psychotherapie genügt, kann in anderen Fällen die Gabe eines Antidepressivums Sinn machen.

     

    Was tun bei stark ausgeprägten Schmerzen ohne körperliche Ursache?

    Sofern die Beschwerden sehr stark ausgeprägt sind und die ambulante Therapie sich als wenig hilfreich erweist, kann sich eine Therapie in einer Fachklinik erforderlich machen. Gleiches gilt bei einer derart heftigen Symptomatik, die eine Bewältigung des Alltagsgeschehens nahezu unmöglich macht. Dabei erfolgt eine aus unterschiedlichen Bausteinen bestehende Behandlung. Diese umfasst neben Psychotherapie zusätzlich Bewegungs-, Ergo-, Kunst-, Musik- sowie Physiotherapie. Aber auch verschiedene Entspannungstechniken finden ihren Einsatz.

  • Schwangerschaftsdemenz – gibt es diese Diagnose?

    Schwangerschaftsdemenz – gibt es diese Diagnose?

    Die Diagnose einer Schwangerschaftsdemenz lässt sich mit der eines Männerschnupfens gleichsetzen. Trotzdem konnten Forscher nachlassende kognitive Fähigkeiten bei werdenden Müttern feststellen. Allerdings kann dies durchaus daran liegen, dass Schwangere mit ihren Gedanken beim Wesentlichen sind.

     

    Daran erkennen Sie die so genannte Schwangerschaftsdemenz

    Schwangere streicheln sich ihren Bauch und erscheinen dadurch ein wenig der Welt entrückt. Zudem sind sie kaum bei der Sache, vergessen mehr als bisher. Im Englischen ist von Baby Brain die Rede. Zu Deutsch ist oftmals die Rede von Schwangerendemenz. Doch in der Tat lassen die kognitiven Fähigkeiten schwangerer Frauen in ihrem Zustand nach. Australische Wissenschaftler weisen im Fachmagazin „Medical Journal of Australia“ eine messbare Beeinträchtigung der Hirnleistung Schwangerer nach.

     

    Resultate der Forscher nicht überschätzen

    Da Schwangere jedoch nach wie vor alltagstauglich bleiben, warnen die Forscher vor einer Überschätzung ihrer Resultate. Obwohl die merklichen Beeinträchtigungen nicht ausschließlich statistischer Natur sind. Dennoch leidet das Leben in der Realität hierunter kaum. Unter Umständen lässt sich davon ausgehen, dass sich des Öfteren kleinere Vergesslichkeiten einstellen können. Beispielsweise kann ein Termin vergessen werden zu vereinbaren oder denselben wahrzunehmen. Am größten seien die Auswirkungen im dritten Schwangerschaftsdrittel zu beobachten. Rund 28 Prozent der Gedächtnisleistung können eingeschränkt sein.

     

    Gedanken der Schwangeren drehen sich weniger um den Beruf

    Auf keinen Fall sollten sich Schwangere einreden lassen, während der Schwangerschaft an Problemen in den Bereichen Konzentration und Gedächtnis zu leiden. So manche kleinere Unaufmerksamkeit kann durchaus auf die Umstellung des Organismus im Zusammenspiel mit der Erschöpfung und einem möglichen Schlafmangel zurückgeführt werden.

     

    Darüber hinaus sollten eventuelle Veränderungen kognitiver Art nicht ausschließlich als Defizit angesehen werden. Dahingegen gibt es zahlreiche Hinweise, dass sich die Frauen während der Schwangerschaft öfters auf ihre Schwangerschaft, die Vorbereitung der Geburt und die Zeit mit dem Baby konzentrieren. Somit kann das geringere Denken an den Partner oder den Beruf damit zusammenhängen, dass sich die Frauen auf das Wesentliche konzentrieren. Von einer beginnenden Demenz muss deshalb nicht sofort ausgegangen werden.