Autor: Ulrike Dietz

  • Sind Querschnittlähmungen bald heilbar?

    Sind Querschnittlähmungen bald heilbar?

    Die Diagnose Querschnittslähmung ist immer ein Schock, da Lähmungen dieser Art in den meisten Fällen nicht heilbar sind. 30 Jahre dauert die Forschung bereits, jetzt hat ein Neurologe ein neues Medikament getestet, das die Nervenfasern im Rückenmark nachwachsen lässt. Ist das der ersehnte Durchbruch, auf den so viele Menschen, die im Rollstuhl sitzen, so lange gewartet haben?

    Eine große Hoffnung

    Martin Schwab ist Neurologe mit einer Professur für Hirnforschung in Zürich und er ist der Mann, der für alle Menschen mit einer Querschnittslähmung als sehr große Hoffnung gilt. Schwab hat nach jahrelanger Forschung einen Wirkstoff entwickelt, der die durch einen Unfall zerstörten Nervenfasern nachwachsen lässt. Mit der Einnahme dieses Medikamentes sollen Unfallopfer die Beine wieder spüren und auch wieder gehen können.

    Sofort nach dem Unfall

    Damit das Mittel seine gewünschte Wirkung erzielen kann, muss es so schnell wie möglich nach einem Unfall verabreicht werden, denn wenn es wirken soll, dann sind die ersten Wochen entscheidend. Menschen, die schon lange im Rollstuhl sitzen, wird das Mittel nicht mehr helfen können, aber es ist für diejenigen eine Hoffnung, die in Zukunft schwer verunglücken. Jedes Jahr gibt es in Deutschland 1800 neue Fälle von Querschnittslähmung. Bei dieser Diagnose sind die Nervenverbindungen zwischen dem Körper und dem Gehirn so schwer geschädigt, dass die Betroffenen vom Bauchnabel abwärts gelähmt sind.

    Erfolgreiche Versuche

    Das von Martin Schwab entwickelte Medikament ist eine sogenannte Antikörper-Substanz, die sich „Anti-Nogo-A“ nennt und die schon an Ratten, Mäusen und Makaken erfolgreich getestet wurde. Im kommenden Herbst soll die zweite Phase der Studie beginnen und es werden schon Vorbereitungen getroffen, um das Mittel an sieben Krankenhäusern in fünf Ländern an Patienten zu testen. Experten sehen in Martin Schwab einen Pionier auf dem Gebiet der Querschnittslähmung und auch Neurologen in Deutschland sind jetzt schon sehr gespannt, wie die Tests ausgehen werden.

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  • Pflanzenmargarine oder Butter – was ist gesünder?

    Pflanzenmargarine oder Butter – was ist gesünder?

    Die Butter hat ihr gutes Renommee verloren, denn Butter ist Gift fürs Herz. Pflanzenmargarine und Pflanzenöl sind dagegen viel gesünder, denn sie sind viel besser für die Gesundheit und greifen das Herz nicht an. Millionen Menschen glauben diese These und haben die Butter aus ihrem Kühlschrank verbannt und sie durch pflanzliche Fette ersetzt. Eine neue Studie aus den USA ging jetzt der Frage nach, ob Butter tatsächlich so schlecht ist wie ihr Ruf.

    Ein ernüchterndes Ergebnis

    Wer Butter gegen Pflanzenmargarine austauscht, der kann das Risiko von Herzkrankheiten nicht lindern – das sagt die aktuelle Studie der University of North Carolina. Das Ergebnis der Studie deckt sich mit den Erkenntnissen einer älteren Studie aus Minnesota, die schon vor Jahren darauf hinwies, dass Pflanzenfette, die reich an Linolsäuren sind, zwar den Cholesterinspiegel senken können, aber die Gefahr von Herzkrankheiten nicht sonderlich verringern. Die Forscher in North Carolina fanden zudem heraus, dass pflanzliche Fette keinen Einfluss auf die Herzgesundheit haben.

    Vielfach überschätzt

    Pflanzenöle aus Sonnenblumen, Disteln oder Soja werden vielfach überschätzt und können den hohen Anspruch, der an sie gestellt wird, nicht erfüllen. Zwar sind diese Öle für die Gesundheit nicht schädlich, aber sehr viel gesünder kann man damit auch nicht leben. Warum pflanzliche Fette wie die beliebte Pflanzenmargarine das Cholesterin senken, aber einen Herzinfarkt nicht verhindern können, das ist noch nicht restlos geklärt. Es gibt Studien, die vermuten, dass Pflanzenöle unter bestimmten Umständen eine Entzündung hervorrufen können, die dann als Risikofaktor für das Herz werden.

    Wer gerne Butter isst, der sollte sich nicht allzu viele Sorgen machen, denn das tierische Fett hat zu Unrecht einen so schlechten Ruf. Die viel gepriesene Pflanzenmargarine hingegen schützt die Gesundheit nicht unbedingt, wer aber auf die schlanke Linie achten will, der ist nach wie vor besser beraten, die Butter auf Brot und Brötchen durch Margarine zu ersetzen.

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  • Hyposensibilisierung gegen Allergie – effektive Immuntherapie?

    Hyposensibilisierung gegen Allergie – effektive Immuntherapie?

    Wenn die Temperaturen wieder ansteigen, dann fliegen auch wieder die Pollen durch die Luft. Für Millionen Menschen bedeutet das, sie können den Frühling und den Sommer nur eingeschränkt genießen, weil ihnen eine Allergie das Leben schwer macht. Tränende Augen, eine stets laufende Nase und das ständige Gefühl von Müdigkeit sind nicht eben das, was man sich unter Frühlingsgefühlen vorstellt. Um diesem Dilemma zu entgehen, entscheiden sich immer mehr Betroffene für eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie. Aber wie sinnvoll und effektiv ist diese „Impfung“ gegen Allergien und kommt sie für jeden Allergiker infrage?

    Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie?

    Eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie ist eine Immuntherapie gegen Allergien, die durch Antikörper der Klasse E hervorgerufen werden. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um eine klassische Impfung, denn anders als bei einer Impfung wird nicht sofort ein Schutz aufgebaut, die Immuntherapie dauert länger. In der Regel spritzt der Arzt für die Dauer von drei Jahren jeden Monat ein sogenanntes Allergenextrakt in das Fettgewebe unter die Haut des Oberarms. Zu Beginn der Therapie wird die Dosis des Allergens jede Woche erhöht, denn nur auf diese Weise kann sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnen. In der Folge lassen die Reaktionen beim Kontakt mit dem jeweiligen Allergen nach und die Entstehung von Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Asthma, werden vermieden.

    Für wenn kommt eine Hyposensibilisierung infrage?

    Eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie wird vor allem bei einer Unverträglichkeit gegen Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und auch gegen eine Allergie gegen Insektengifte eingesetzt. Diese Hyposensibilisierung gegen die Allergie ist immer dann sinnvoll, wenn sich der Auslöser der Allergie nicht vermeiden lässt, wie das bei Hausstaubmilben der Fall ist. Auch dann, wenn die Betroffenen besonders schwer unter den allergischen Reaktionen leiden und wenn der Nutzen einer Therapie größer ist als das Risiko, dann kommt eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie infrage. Sinnvoll ist eine Immuntherapie ebenfalls, wenn sich die Allergie mit Medikamenten nur sehr schwer oder gar nicht mehr behandeln lässt.

    Die erste Phase der Behandlung

    Bevor der Arzt mit einer Hyposensibilisierung gegen die Allergie beginnt, wird er einen Allergietest machen, um zu erfahren, auf welche Stoffe der Patient besonders heftig reagiert. Handelt es sich um ein Allergen, dem der Betroffene ständig ausgesetzt ist, dann wird die Hyposensibilisierung gegen die Allergie gestartet. Reagiert der Patient jedoch auf ein Allergen, das sich vermeiden lässt, wie beispielsweise Hunde- oder Katzenhaare, dann kommt eine Hyposensibilisierung nicht infrage. Das gilt auch für Patienten, die gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel allergisch sind. Eine Hyposensibilisierung wird in zwei Phasen eingeteilt. Sie beginnt mit der Anfangsbehandlung oder Steigerungsphase, bei der der Arzt einmal in der Woche ein Allergenextrakt subkutan, also unter die Haut spritzt. Die Dosis wird von Woche zu Woche bis zur maximalen Dosis gesteigert. Wenn der Patient die Therapie ohne Nebenwirkungen verträgt, dann folgt die zweite Phase der Behandlung.

    Die zweite Phase

    Während der zweiten Phase, der sogenannten Erhaltungstherapie, spritzt der Arzt nur noch einmal im Monat das Allergenextrakt unter die Haut oberhalb des Ellenbogens, um das Immunsystem an den Stoff zu gewöhnen und um das Allergen zu stabilisieren. Die Erhaltungsphase dauert drei Jahre lang, dann sollte der Patient beschwerdefrei sein. Neben der klassischen Immuntherapie gibt es noch die sogenannte präsaisonale Therapie oder Kurzzeittherapie, in der die Patienten nur einige Spritzen bekommen, zum Beispiel während der Pollenflugsaison. Diese Form der Sensibilisierung wird einmal im Jahr über einen Zeitraum von drei Jahren angewandt. Noch relativ neu ist die sublinguale Immuntherapie, kurz SLIT genannt. Bei dieser Therapie muss der Patient selbst jeden Tag Tropfen oder eine Tablette auf der Zunge platzieren, ein paar Minuten warten und sie dann schlucken.

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  • Wie viel Gift steckt im Burger?

    Wie viel Gift steckt im Burger?

    „Essen mit Spaß“ oder „der Geschmack ist King“ – so oder ähnlich lauten die Werbeslogans der bekannten Fast Food Restaurants. Wer herzhaft in einen Big Mac oder in einen Whopper beißt, der denkt an Genuss und Spaß, aber bestimmt nicht an Gift oder an Phthalate, die in den sogenannten Weichmachern zu finden sind. Eine aktuelle Studie sorgt jetzt für Aufregung, denn genau diese Weichmacher wurden im Fast Food oder genauer gesagt im Blut derjenigen gefunden, die viel Fast Food konsumieren.

    Von allem zu viel

    Burger schmecken gut, aber sie sind für die Gesundheit nicht vorteilhaft, da sie von allem etwas zu viel haben. Zu viel Salz, zu viel Fett und viel zu viele einfache Kohlehydrate – Burger sind das genaue Gegenteil von dem, was man eine ausgewogene Ernährung nennt. Forscher haben jetzt noch mehr Argumente gefunden, die gegen das schnelle Essen sprechen: Fast Food Fans haben stark erhöhte Phthalat-Werte, jene Weichmacher, die giftig sind.

    Die Verpackung ist schuld

    Damit es keine Missverständnisse gibt, der Burger selbst enthält kein Weichmacher, es ist vielmehr die Verpackung, die das beliebte Essen giftig macht. Offensichtlich kontaminieren die Schachteln, in den die Burger bis zum Verzehr ihren Platz finden, den Inhalt. Das zeigen die Forschungen der George Washington University, die sowohl im Fast Food, als auch in den Konsumenten Weichmacher gefunden haben. So hatten Studienteilnehmer, die viel und gerne Burger essen, einen erhöhten Wert an Phthalaten von 40 %.

    Welche Auswirkungen haben die Weichmacher?

    Besonders bei Kindern sehen die Wissenschaftler eine reale Gefahr, wenn sie mittels Fast Food Giftstoffe zu sich nehmen, aber auch bei erwachsenen Konsumenten können die Chemikalien ernsthafte Folgen haben. Diverse Untersuchungen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Weichmacher einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Noch gibt es allerdings keine gesicherten Daten, inwiefern sich der Konsum von Fast Food auf die Fortpflanzungsorgane auswirken kann.

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  • Zahl der Crystal Meth Babys steigt drastisch an

    Zahl der Crystal Meth Babys steigt drastisch an

    In Sachsen ist die Zahl der Kinder, die von der Modedroge Crystal Meth geschädigt sind, in den letzten Monaten drastisch angestiegen. Immer mehr Babys werden als Süchtige geboren, meldet die Uniklinik in Dresden, aber auch die Zahl der Konsumenten hat stark zugenommen. Das Methamphetamin kommt vor allem aus dem benachbarten Tschechien.

    Nur wenige machen einen Entzug

    Es sind beunruhigende Zahlen, die aus Sachsen kommen. Seit 2007 steigt die Zahl der Föten und Neugeborenen, die durch die synthetische Droge geschädigt wurden, sehr stark an. Alleine im Regierungsbezirk Chemnitz liegt der Anstieg bei mehr als 400 %, im Regierungsbezirk Leipzig sind es 800 % und im Regierungsbezirk Dresden sogar 1000 %. Alleine in den letzten drei Jahren kamen auf 35.000 Geburten pro Jahr zwischen 160 und 180 Crystal Meth Babys, das sind allerdings nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher sein.

    Das Leid der Kinder

    Die meisten abhängigen schwangeren Frauen geben ihre Sucht nicht an, wenn sie zur Entbindung in die Klinik kommen, wie stark die Sucht ist, wird vielfach erst im Kreißsaal deutlich. Die Frauen sind nicht in der Lage, bei der Geburt mitzuarbeiten, die Kinder müssen vielfach durch einen Kaiserschnitt geholt werden und sind nach der Geburt auffallend unruhig oder leiden unter Krampfanfällen. Frauen, die unter dem Einfluss von Crystal Meth entbinden, haben ein eher geringes Schmerzempfinden, sie sind aber vielfach sehr aggressiv und müssen nicht selten ruhig gestellt werden.

    Zu klein und zu leicht

    Nicht alle Kinder, die von einer süchtigen Mutter zur Welt gebracht werden, leiden unter neurologischen Schäden, aber die meisten der Crystal Meth Babys sind deutlich zu leicht, sie sind klein und haben vielfach einen viel zu kleinen Kopf. Mediziner vermuten, dass die Kinder, die bereits süchtig geboren werden, im späteren Leben einer großen Gefahr ausgesetzt sind, selbst süchtig zu werden.

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  • Das Rückenmark – die Verbindung zwischen Körper und Geist

    Das Rückenmark – die Verbindung zwischen Körper und Geist

    Körper und Gehirn stehen in ständiger Verbindung, aber wie können Körper und Geist überhaupt miteinander kommunizieren? Wie kommen die Anweisungen, die das Gehirn gibt, im Körper an und auf welchen Wegen werden Informationen übertragen, die Arme und Beine zu steuern? Es sind die Nervenbahnen, die für den Austausch zuständig sind und ihre Schaltzentrale ist das Rückenmark, das als eine Art Brücke zwischen dem Gehirn und dem Körper fungiert. Neben dem Gehirn ist das Rückenmark der zentrale Punkt im menschlichen Körper.

    Ein fingerdicker Strang

    Das Rückenmark ist ein etwa fingerdicker Strang, der in der Hauptsache aus Nervenzellen und Faserbündeln besteht. Der Strang verläuft in einem Wirbelkanal vom Hals bis hinunter zum Steißbein und passiert auf seinem Weg die verschiedenen Wirbel der Wirbelsäule. Bei neugeborenen Kindern reicht der Strang noch vom unteren Bereich des Gehirns bis hin zu den unteren Wurzeln der Nerven, die den Wirbelkanal in Höhe des Kreuzbeins verlassen. Bei einem erwachsenen Menschen endet er aber wieder auf der Höhe des zweiten Lendenwirbels. Dieser Unterschied erklärt sich im Wachstum, denn die Wirbelsäule wächst einige Zentimeter mehr als das Rückenmark. Der wichtige Strang ist sehr empfindlich und wird durch die Rückenmarkhäute und den Wirbelkanal geschützt. Einen zusätzlichen Schutz bildet der Liquor, eine Flüssigkeit, in der das Gehirn und auch der Nervenstrang schwimmen.

    Welche Funktionen hat das Rückenmark?

    Vereinfacht gesagt ist der Nervenstrang so etwas wie ein Bahnhof, an dem die unterschiedlichen Nervenbahnen eintreffen und wieder „wegfahren“. Diese Nervenbahnen sorgen mit ihren Signalen für einen sehr regen Austausch an Informationen zwischen dem Gehirn und der Muskulatur des Skeletts, sowie den inneren Organen und den Sinnesorganen.

    Die Rückenmarkzellen, die sogenannten Spinalnerven, haben eine vordere und eine hintere Wurzel. In der vorderen Wurzel verlassen die Nervenbahnen das Rückenmark und in der hinteren Wurzel gelangen sie ins Gehirn. Auch wenn die Wirbelsäule und der Nervenstrang nicht gleich lang sind, die Wurzelfäden der Rückenmarkzellen treten immer zwischen zwei Wirbeln im Zwischenwirbelloch aus dem Wirbelkanal entweder aus oder ein. Es gibt 31 dieser spinalen Nervenpaare:

    • Acht Paare aus dem Halsmark
    • Zwölf Paare aus dem Brustmark
    • Fünf Paare aus dem Lendenmark
    • Fünf Paare aus dem Kreuzbeinmark
    • Ein Paar aus dem Steißbeinmark

    Mögliche Verletzungen des Rückenmarks

    Das Gewebe des Rückenmarks ist zusammen mit dem Gewebe des Gehirns der empfindlichste und sensibelste Teil des menschlichen Körpers. Es sind die vielen Nervenbahnen, die unter anderem die Organe und die Muskeln steuern, die eine Verletzung des Rückenmarks so schwerwiegend machen. Eine dieser Verletzungen ist eine schlaffe Lähmung, die immer dann eintritt, wenn ein peripherer Nerv durchtrennt wird, der zu einem Muskel führt. Aber auch wenn die Zellkörper zerstört werden, wie das unter anderem bei Kinderlähmung der Fall ist, dann kann diese spezifische Lähmung auftreten. Kommt es zu einem Verkehrsunfall oder zu einem schweren Sturz, beispielsweise im Sport, dann können nicht nur die Knochen brechen und die Wirbelkörper sich verschieben, auch der Wirbelkanal des Rückenmarks und die darin enthaltenen Nervenbahnen können dabei schwer zu Schaden kommen. In der Folge kann es zu neurologischen Schäden wie Sensibilitätsstörungen in den Gliedmaßen kommen. Nimmt die Verletzung einen besonders schweren Verlauf, dann droht sogar eine Querschnittslähmung. Wie gravierend eine Querschnittslähmung ist, das hängt immer davon ab, wo und wie stark der wichtige Nervenstrang geschädigt wurde. Je höher die Verletzung auftritt, desto mehr Funktionen des Körpers werden von der Nervenversorgung getrennt und desto mehr Bereiche des Körpers sind gelähmt.

    Ohne die Hilfe des Rückenmarks könnten wir uns nicht bewegen, wir hätten keine Reflexe und unsere inneren Organe würden nicht funktionieren. Der lebenswichtige Nervenstrang wird zwar durch den Wirbelkanal, durch Flüssigkeit und durch die Rückenmarkhäute geschützt, trotzdem ist es keine schlechte Idee, besonders auf den Rücken gut aufzupassen.

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