Autor: Ulrike Dietz

  • Wird Akupunktur als Schmerzmittel überschätzt?

    Wird Akupunktur als Schmerzmittel überschätzt?

    Viele Frauen vertrauen bei Schwangerschaft und Geburt der alternativen Medizin mehr als der modernen Medizin. Vor allem die Akupunktur steht dabei im Fokus, denn mithilfe von Akupunkturnadeln soll nicht nur die Geburt beschleunigt werden, auch als Schmerzmittel für die Wehen ist Akupunktur ein beliebtes Mittel. Eine neue Studie stellt die Wirksamkeit dieser Methode allerdings in Zweifel, denn einen nachweisbaren Effekt gibt es nicht.

    Ist die Geburt entspannter?

    Die Schmerzen während der Geburt werden verringert und der Geburtsvorgang wird schneller – so argumentieren Heilpraktiker, wenn es um den Einsatz von Akupunktur während der Entbindung geht. Ob diese Behauptung stimmt, lässt sich nicht nachweisen, denn jede Frau empfindet Schmerzen anders und jede Geburt verläuft individuell. Gesundheitsexperten des Portals „IGeL-Monitor“, das zum medizinischen Dienst der Krankenversicherungen gehört, wollte es jetzt ganz genau wissen und hat Akupunktur als Geburtsbeschleuniger und Schmerzmittel einmal genauer unter die Lupe genommen.

    Ein ernüchterndes Ergebnis

    Die Studie kommt zu einem ernüchternden Ergebnis, denn Akupunktur während der Geburt schadet zwar nicht, sie hilft aber auch kaum. Die Effekte sind sehr gering und der Nutzen dieser alternativen Heilmethode ist zumindest in der Schwangerschaft und bei der Geburt unklar. In diese Studie sind andere relevante Studien mit eingeflossen, die es zu diesem Thema gibt. In diesen Studien und Übersichtsarbeiten wurde die Wirksamkeit der klassischen Akupunktur mit denen der sogenannten Schein-Akupunktur verglichen, bei der die Nadeln an Stellen angebracht wurden, die nicht der ursprünglichen Lehre entsprechen. Die positiven Effekte waren sehr gering.

    Jede dritte Schwangere

    In vielen Hebammenpraxen, aber auch von den meisten Heilpraktikern wird Akupunktur als sinnvolles Mittel in der Schwangerschaft und während der Geburt angeboten, und mittlerweile nehmen zwei Drittel aller schwangeren Frauen das Angebot gerne an. Das ergab eine Studie der Bertelsmann-Stiftung im vergangenen Jahr. Zunehmend setzen Schwangere neben der Akupunktur heute aber auch auf HypnoBirthing, eine Geburt unter Hypnose.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen

    Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen

    Die WHO ist besorgt, denn die Zahl der Menschen, die unter Depressionen leiden, steigt stetig an. Weltweit sind heute rund zehn Prozent von Angstzuständen und Depressionen betroffen, das sind 615 Millionen Menschen. Die Zahlen steigen aber weiter, denn die Welt befindet sich aktuell in Krisenzeiten und das macht immer mehr Menschen zu schaffen.

    Schwere wirtschaftliche Schäden

    Die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank treffen sich in dieser Woche in der amerikanischen Hauptstadt Washington zu einer Konferenz, bei der es unter anderem auch um die wirtschaftlichen Schäden geht, die die steigende Zahl an Depressionen verursacht. Experten vermuten Schäden in Höhe von 1000 Milliarden US-Dollar, die jedes Jahr durch Fehlzeiten im Beruf, durch Produktionsausfälle und auch durch Unfälle der Mitarbeiter verursacht werden. Die WHO fordert, dass Menschen mit Depressionen medizinisch besser behandelt werden und effektive Behandlungsmethoden für alle Betroffenen.

    Zu wenig Geld

    Durchschnittlich werden in den Ländern rund drei Prozent des Gesundheitsbudgets für die Behandlung von Depressionen ausgegeben, in ärmeren Staaten und in den meisten Entwicklungsländern liegt die Zahl sogar nur bei rund einem Prozent. Das große Problem, was die WHO jetzt auf viele Länder weltweit zukommen sieht, ist, dass die Zahl der depressiven Patienten, bedingt durch die diversen Krisen, drastisch ansteigen wird.

    Zu viele Krisen

    Der Bürgerkrieg in Syrien, die steigende Zahl der Flüchtlinge, die vermehrte Kriminalität in den Großstädten – das alles sind Sorgen, die Menschen in eine Depression treiben können. Aber auch die Menschen, die aus den Kriegs- und Krisengebieten fliehen, leiden zunehmend unter Angststörungen und unter Depressionen, die behandelt werden müssen. Sorgen macht der WHO die große Zahl von Kindern und Jugendlichen, die traumatisiert sind und dringend behandelt werden müssen. Geschätzt wird, dass rund 20 % der Flüchtlinge, die aus Syrien nach Europa kommen, ein Problem mit Depressionen oder Angst haben, und diesen Menschen muss daher schnell geholfen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / cokacoka

  • Nervenzellen – ohne sie geht gar nichts

    Nervenzellen – ohne sie geht gar nichts

    Viele glauben, dass das Herz im menschlichen Körper die Hauptrolle spielt, die eigentlichen Hauptdarsteller sind aber die Neuronen, die Nervenzellen, die es möglich machen, dass wir denken, fühlen, sprechen und handeln können. Jeder Mensch hat 86 Milliarden dieser Zellen, die ohne Pause rund um die Uhr miteinander kommunizieren und innerhalb von Millisekunden äußerst komplexe elektrische und chemische Prozesse bewältigen können. Die Nervenzellen sind perfekt aufeinander eingespielt und so wird es möglich, dass wir ohne Probleme leben können.

    Nichts ist unmöglich

    Stellen wir uns vor, wir würden an einer Konferenz teilnehmen und müssten alle Teilnehmer dieser Konferenz zu einem gemeinschaftlichen Verhalten bewegen, das auch noch sinnvoll ist. Das klingt nicht allzu schwer, aber wenn diese Konferenz mehrere Milliarden Teilnehmer hat und uns nur Bruchteile von Sekunden für unser Vorhaben bleiben, dann ist das völlig unmöglich. Oder doch nicht? Für die Nervenzellen ist das vollkommen normal, denn so funktionieren sie und sind dabei auch noch sehr erfolgreich.

    Nervenzellen – die Schnellläufer unter den Zellen

    Die Haare kämmen, ein Stück Kuchen essen oder Fußball spielen – das alles ist für uns selbstverständlich und keiner denkt darüber nach, wer die Arbeit im Hintergrund übernimmt. Im Körper gibt es jedoch so etwas wie eine stille Post aus verschiedenen Nervenzellen, die miteinander kommunizieren und diese Tätigkeiten erst möglich machen. Im zentralen Nervensystem, der Schaltzentrale, werden mit der Hilfe der Neuronen, die für die motorischen Tätigkeiten zuständig sind, alle zuständigen Zellen aktiviert, um Hände oder Füße in Gang zu setzen. Synchron dazu liefern die sensorischen Zellen ständig Informationen an das Gehirn, um Hände und Füße in die richtige Position zu bringen. Die sogenannten Motoneuronen führen dann den Auftrag exakt durch.

    Einfach und doch hoch kompliziert

    Auch wenn die Zusammenarbeit der Neuronen sehr einfach klingt, dahinter verbirgt sich ein sehr kompliziertes System, in das mehrere Millionen von Nervenzellen eingebunden sind. Es sind diese Zellen, die jeden chemischen oder elektrischen Prozess blitzschnell analysieren und die ganz nach Belieben eine Funktion verstärken, beschleunigen, verstärken oder auch hemmen können. Um zu verstehen, was Neuronen tun, muss man sich den Aufbau einer Nervenzelle genauer ansehen. Eine Zelle besteht aus einem Zellkörper, aus dem mehrere Verästelungen wachsen. Diese Verästelungen stehen dauernd mit anderen Zellen in Kontakt, sie können Informationen senden und auch empfangen. Wird gesendet, dann passiert das über ein Axon, ein Auswuchs, der bis zu einem Meter lang werden kann. Wird eine Information empfangen, dann übernehmen das die Dendriten, Zellen, die bis zu 200.000 Fasern haben können.

    Wenn die Neutronen feuern

    Wenn die ankommenden Signale, die von anderen Nervenzellen kommen, stark genug sind, dann wird ein bestimmter Wert überschritten und die Nervenzelle feuert elektrische Impulse in Richtung der Synapsen. Wie schnell dieses sogenannte Aktionspotenzial ist, das kommt auf die jeweilige Nervenzelle an, wenn es richtig schnell geht, dann erreicht dieser Feuerstoß eine Geschwindigkeit von 120 Metern in der Sekunde. Auch das Axon bestimmt das Tempo, und zwar durch seine Beschaffenheit. Ist ein Axon dick, dann geht es recht flott, ist es dünn, dann dauert es etwas länger. Das Ziel der Neutronen ist immer ein synaptisches Endknöpfchen, eine Art Kontaktpunkt zu einer anderen Nervenzelle. Die Synapsen sind im Gehirn zu finden und Bestandteil der Neutronen. Jede einzelne Zelle hat bis zu 10.000 Synapsen, einige bringen es sogar auf 100.000. Die Endungen der Synapsen und die Senderzelle berühren sich nicht, zwischen ihnen gibt es eine kleine Lücke von 20 Nanometern. Da diese Lücke aber geschlossen werden muss, setzt der Körper andere Zellen ein, die Botenstoffe, die ständig zwischen den Neutronen Hin und Her pendeln.

    Neutronen sind wahre Meister der Kommunikation, sie sind Alleskönner und ohne diese einzigartigen Zellen kann kein Lebewesen funktionieren.

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  • Wie Pharmaunternehmen aus gesunden Menschen Kranke machen

    Wie Pharmaunternehmen aus gesunden Menschen Kranke machen

    In den letzten Jahren wurden die Grenzwerte für den Blutdruck immer weiter gesenkt und damit wurden immer mehr Menschen plötzlich zu Bluthochdruck Patienten. Natürlich gibt es für einen zu hohen Blutdruck das passende Medikament und so profitiert einmal mehr die Pharmaindustrie. Der Blutdruck ist aber nur ein Beispiel dafür, wie die Pharmaunternehmen die Menschen mit Zahlen manipulieren, auch beim Blutzucker funktioniert diese Strategie hervorragend.

    Die Grenzen verschieben sich

    Die Pharmaunternehmen leben sehr gut von den Medikamenten, die sie gegen Bluthochdruck entwickeln, aber dieses millionenschwere Geschäft beruht alleine auf der Basis von Statistiken, die zudem mehr als fragwürdig sind. Immer tiefer sind die Werte gesunken und so wurden immer mehr Menschen zu Risikopatienten, alles zum Vorteil der Pharmaunternehmen. Die Unternehmen verschieben die Grenze zwischen gesund und krank, ganz so wie es ihnen beliebt, dabei haben sie aber nicht das Wohlbefinden der Patienten im Auge, sondern nur den eigenen Profit.

    Tricks beim Blutzucker

    Ein anderes Beispiel dafür, wie die Pharmaindustrie arbeitet, ist Diabetes Typ 2. Noch vor nicht allzu langer Zeit lag der Grenzwert bei 140 mg/dl, jetzt wurde er auf 126 mg/dl gesenkt. Ärzte sprechen von einer Übertreibung und vermuten, dass hinter dieser Senkung des Grenzwertes das Interesse der Pharmahersteller steht, die Krankheit in den Vordergrund zu rücken, um noch mehr Fördergelder für neue Studien und viel Unterstützung von Seiten der Politik zu bekommen.

    Wie objektiv sind die Studien?

    Es war eine Kommission, die die neusten Studien zum Thema Blutzucker ausgewertet und die neuen Grenzwerte festgelegt hat. Ob diese Studien aber wirklich objektiv sind, darf bezweifelt werden, denn der Leiter der Kommission ist auch Berater der Pharmaindustrie und in dieser Tätigkeit äußerst aktiv. Studien, die sich mit neuen Grenzwerten beschäftigen, sind nur sehr selten neutral, die überwiegende Mehrzahl wird von Wissenschaftlern und Autoren verfasst, die mit der Arzneimittelbranche zu tun haben.

    Bild: © Depositphotos.com / kalinovsky

  • Zuzahlungen für Medikamente steigen weiter an

    Zuzahlungen für Medikamente steigen weiter an

    Immer tiefer müssen die Versicherten für Medikamente in die Tasche greifen, alleine im vergangenen Jahr waren es 2,1 Milliarden Euro. Das sind fast 300 Millionen Euro mehr als noch vor vier Jahren und der Trend geht weiter nach oben. Gleichzeitig sank die Zahl der Medikamente, die zuzahlungsfrei in der Apotheke erhältlich sind, von 7116 auf 3889. Die Grünen fordern jetzt die Krankenkassen auf, nicht mehr länger auf Kosten der Ärmsten zu sparen.

    Wie setzen sich die Zuzahlungen für Medikamente zusammen?

    Wer Medikamente vom Arzt verschrieben bekommt, der muss in der Apotheke mindestens fünf und höchstens zehn Euro zuzahlen. Diese Zuzahlungen für Tabletten, Salben oder Dragees belaufen sich auf zwei Prozent des eigentlichen Preises und wenn ein Medikament weniger als fünf Euro kostet, dann muss der Patient die Kosten selbst tragen. Allerdings gibt es Belastungsgrenzen, wenn es um die Zuzahlungen geht. Diese Grenzen liegen bei zwei Prozent des Bruttoeinkommens, für Menschen mit chronischen Krankheiten, die ständig auf Medikamente angewiesen sind, liegt die Grenze bei nur einem Prozent. Ein Teil der Medikamente ist gänzlich von Zuzahlungen befreit.

    Das plant der Gesundheitsminister

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe plant, die Krankenkassen und vor allem auch die Beitragszahler bei der Markteinführung von neuen Medikamenten besser zu schützen. So soll unter anderem der Umsatz begrenzt werden, den die Hersteller in einem Jahr mit einem neuen Medikament verdienen. Aktuell können die Pharmaunternehmen bei der Einführung neuer Arzneimittel jeden Preis verlangen, und erst nach einem Jahr greift dann der mit den Krankenkassen verhandelte Erstattungsbetrag.

    Darüber klagen die Kassen

    Nach Ansicht der Krankenkassen verlangen die Hersteller „Mondpreise“, wenn es um neue Mittel geht und sie fordern den Gesundheitsminister auf, einen sogenannten Schwellwert in das Arzneimittelrecht aufzunehmen. Immer wenn dieser Wert erreicht wird, dann würden die Krankenkassen nur den verhandelten und damit den niedrigen Preis erstatten. So sollen horrende Preise verhindert werden.

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  • Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Eine Infektion mit Chlamydien ist die häufigste Form der Geschlechtskrankheiten. Betroffen sind vor allem die Geschlechtsorgane, aber auch die Atemwege und die Augen können von dieser Krankheit befallen sein, die von Bakterien ausgelöst wird. Chlamydien sind, wenn sie rechtzeitig und richtig behandelt werden, heilbar, aber es kann auch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Daher sollte eine Chlamydien-Infektion auf jeden Fall von einem Arzt behandelt werden.

    Eine Infektion und drei Erreger

    Für eine Infektion mit Chlamydien gibt es drei verschiedene Verursacher: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci. Diese drei Erreger teilen sich dann noch einmal in verschiedene Untergruppen. So kann Chlamydia pneumoniae Infektionen der Atemwege auslösen, während Chlamydia trachomatis in erster Linie die Geschlechtsorgane, aber auch die Augen betreffen kann. Die drei Erreger und ihre zahlreichen Untergruppen haben nur eines gemeinsam, die Inkubationszeit, also die Zeit, in der die Chlamydien-Erreger ansteckend sind, in der Regel sind das ein bis vier Wochen.

    Eine unterschätzte Gefahr

    Die meisten Menschen haben nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Angst, sich mit dem HIV-Erreger oder mit Syphilis infiziert zu haben, nur die wenigsten denken dabei an eine Infektion mit Chlamydien. Wie hoch die Zahl der Infektionen ist, lässt sich leider nur sehr schwer schätzen, denn in Deutschland müssen diese Infektionen nicht dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Eine Ausnahme bildet aber das Land Sachsen, denn dort werden die Fälle seit 2001 ohne die Nennung des Patientennamens gemeldet. Eine Infektion mit Chlamydien ist eine unterschätzte Gefahr, denn in Deutschland stecken sich jedes Jahr rund sechs Prozent Frauen und Männer mit Chlamydien an. Vor allem junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren sind betroffen, bei den männlichen Patienten ist es die Gruppe zwischen 20 und 24 Jahren, weltweit schätzt die WHO die Zahl der Infizierten auf über 100 Millionen Menschen.

    Welche Symptome hat eine Infektion mit Chlamydien?

    Welche Symptome bei einer Infektion mit Chlamydien auftreten können, das richtet sich immer nach der jeweiligen Körperregion, die von der Infektion betroffen ist. In 80 % aller Fälle, in denen Frauen infiziert wurden, spüren die Betroffenen gar keine Symptome, bei den Männern sind es rund 50 %. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schmierblutungen, die darauf hindeuten, dass die Gebärmutter von der Infektion betroffen ist. Im weiteren Verlauf können Schmerzen im Becken und Unterbauch dazukommen, aber auch Fieber und eine Schwellung des Unterbauches sind möglich. Krämpfe, Juckreiz und auch ein blutiger Stuhl sind Symptome, die im Rahmen einer Infektion mit Chlamydien auftreten können. Wenn die Erreger das Auge befallen, dann sind Bindehautentzündungen die Folge, zudem sind die Augen stark gerötet und es kommt zu eitrig-schleimigen Absonderungen.

    Welche Folgen kann eine Infektion haben?

    Eine Infektion mit Chlamydien kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Eine Lungenentzündung kann die Folge einer Chlamydien-Infektion sein, wobei auch die Nasennebenhöhlen und die Bronchien in Mittelleidenschaft gezogen werden. Gefährlich ist auch eine sogenannte Ornithose, bei der die Patienten plötzlich sehr hohes Fieber, starke Kopf- und Muskelschmerzen und Schüttelfrost bekommen, nicht selten zeigt sich auch ein Ausschlag auf der Haut und es kommt zu einem anhaltenden Reizhusten. Betrifft die Infektion mit Chlamydien die Augen, dann kann das im schlimmsten Fall zur völligen Erblindung führen. Bei schwangeren Frauen kann es zu einer Fehlgeburt kommen, auch die Gefahr, dass das Kind krank oder behindert zur Welt kommt, ist bei einer Chlamydien-Infektion sehr groß.

    Wie wird die Infektion behandelt?

    Wenn der Verdacht auf eine Infektion mit Chlamydien besteht, dann muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Frauen wenden sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen. Um die Erreger nachweisen zu können, muss eine Blutuntersuchung gemacht werden. Zur Behandlung der Infektion werden Antibiotika eingesetzt, wobei der Sexualpartner ebenfalls behandelt werden muss, um weiteren Infektionen effektiv vorzubeugen.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak