Autor: Ulrike Dietz

  • Warum treten Depressionen in Schüben auf?

    Warum treten Depressionen in Schüben auf?

    Eine Depression ist eine chronische Krankheit, aber die Betroffenen leiden nicht ständig, denn Depressionen kommen und gehen. Es gibt Zeiten, in denen fühlen sich die depressiven Menschen wohl und sie sehen ihr Leben positiv, aber dann kommt wieder ein negativer Schub und die Depression ist mit aller Macht zurück. Winston Churchill nannte seine Depressionen einen schwarzen Hund, der gerne seinen Auslauf hat, aber der immer wieder zu ihm zurückfindet. Warum eine Depression in Schüben verläuft, das war der Wissenschaft lange Zeit ein Rätsel, jetzt ist den Forschern ein Durchbruch gelungen, denn sie sind sicher, dass Nervenzellen an diesem Krankheitsverlauf schuld sind.

    Depressionen und Nervenzellen

    Phasen von Niedergeschlagenheit und Traurigkeit wechseln sich mit „normalen“ Phasen ab – Menschen, die unter Depressionen leiden, kennen diese Schübe, die ihnen das Leben schwer machen. Die Forscher der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums in Freiburg sind dem Geheimnis der depressiven Schübe auf die Spur gekommen. Sie nennen diese Depressionsschübe synaptische Plastizität und beschreiben damit einen Vorgang, bei dem die Nervenzellen miteinander kommunizieren. Die Nervenzellen im Gehirn sind bestens vernetzt und stehen in ständiger Verbindung, denn nur so können sie sich immer wieder einer veränderten Umwelt anpassen. Wird die Kommunikation aber gestört oder auch nur verlangsamt, dann treten Probleme auf und genau das sorgt dafür, dass es depressive Schübe gibt.

    Eine zu langsame Vernetzung

    Die Wissenschaftler der Universität Freiburg verglichen für ihre Studie 27 gesunde Studienteilnehmer mit 27 Teilnehmern, die unter einem akuten depressiven Schub litten. Mit der Hilfe einer Spule aus Metall, die die Probanden auf dem Kopf trugen, wurde ein für die Motorik relevantes Areal im Gehirn gereizt, um so die Steuerung des Daumenmuskels zu aktivieren. Im Anschluss wurde gemessen, wie stark der Muskel auf den Reiz reagiert hat. Dann wurde abermals durch eine Reizung ein Nerv im Arm aktiviert, denn die Forscher wollen wissen, ob sich diese beiden Reize miteinander verknüpfen. In der Gruppe der nicht depressiven Studienteilnehmer klappte die Verbindung ohne Probleme, in der Gruppe der depressiven Probanden kam es zwar auch zu einer Vernetzung der beiden Reize, aber die Verbindung war deutlich langsamer. Einige Wochen später, als die Depressionen wieder abgeklungen waren, wurden die Studienteilnehmer erneut vermessen und die Verbindung zwischen den Nervenzellen im Daumen und im Arm war wieder einwandfrei.

    Depressionen durch eine verzögerte Reaktion

    Die Ergebnisse der Freiburger Studie sind schlüssig, denn die Nervenzellen im Arm und im Daumen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie alle anderen Nervenzellen im menschlichen Körper. Die Zellen kommunizieren ständig miteinander und gewährleisten auf diese Weise, dass der Mensch alle Eindrücke aufnehmen und verarbeiten kann. Bei den Menschen, die unter Depressionen leiden, funktionieren die Nervenzellen zwar genauso gut, nur eben deutlich langsamer. Kommt es zu einem depressiven Schub, dann ist die Kommunikation gestört, klingt die Phase wieder ab, dann verständigen sich die Nervenzellen wieder normal.

    Was kann bei depressiven Schüben helfen?

    Depressionen können sehr schnell zur Qual werden und nicht selten tragen sich die Betroffenen sogar mit Suizidgedanken. Wird die Depression erkannt, dann kann sie auch effektiv behandelt werden, dass es aber auch weiterhin zu starken depressiven Schüben kommt, das wird sich nie ganz vermeiden lassen. Je nachdem, wie stark der jeweilige Schub ist, sollten Betroffene ihren Arzt aufsuchen und mit ihm besprechen, wie man dem Schub begegnen kann. Oftmals kann es hilfreich sein, die Medikamente anders einzustellen, um die Wucht eines depressiven Schubes aufzufangen und zu mildern. Nach Ansicht von Experten kann es ebenfalls hilfreich sein, sich intensiv mit der Krankheit auseinanderzusetzen, denn wer den Grund für seine Depression kennt, kann besser mit ihr umgehen. Antidepressiva können zudem eine Art Krücke sein, an denen der Depressive leichter gehen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / deposit123

  • Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Die Diagnose schwarzer und weißer Hautkrebs galt lange Zeit als Todesurteil, und für die Betroffenen gab es noch vor wenigen Jahren kaum eine Hoffnung auf Heilung. Heute sieht es anders aus, denn beide Hautkrebsarten können nicht nur besser und effektiver behandelt werden, die Patienten haben mittlerweile auch eine höhere Lebenserwartung, die je nach Hautkrebsart bis zu fünf Jahre betragen kann. Vor allem die weiße Krebsvariante ist sehr gut therapierbar, und beim schwarzen Hautkrebs haben sich die Therapiemöglichkeiten sogar verbessert, selbst wenn der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist.

    Wie gefährlich ist Hautkrebs?

    In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen unter Hautkrebs, und in den meisten Fällen ist die Sonne an der tückischen Krebserkrankung schuld. Die UV-Strahlung der Sonne beschädigt die Hautzellen und schließlich bilden sich bösartige Wucherungen. Dieser Prozess kann viele Jahre dauern, besonders Menschen mit einem hellen Teint und blonden Haaren sind gefährdet. Unterschieden wird der Krebs in eine weiße und eine schwarze Form, beide sind gefährlich, weil sie zunächst keine Beschwerden verursachen. Der weiße Krebs zeigt sich zunächst nur mit leichten Rötungen der Haut, erst später wird die Haut schuppig oder es bilden sich verhornte Stellen. Die schwarze Form macht durch dunkle Pigmentflecken auf sich aufmerksam, die an ein Muttermal erinnern, und auch wenn ein bereits bestehendes Muttermal größer oder dunkler wird, dann kann das ein Zeichen für schwarzen Hautkrebs sein.

    Früh erkannt ist Hautkrebs heilbar

    Jedes Jahr bekommen in Deutschland rund 230.000 Menschen die Diagnose Hautkrebs. 80 % der Wucherungen und Karzinome treten im Gesicht auf, nicht selten gleich an mehreren Stellen. Die gute Nachricht ist, dass vor allem die weiße Variante sehr selten streut und damit die Gefahr für andere Organe gering ist. In der Regel reicht ein kleiner operativer Eingriff aus, um die bösartigen Tumore zu entfernen. Wird der Krebs erst später erkannt und ist bereits tief in die Haut eingewachsen, dann ist eine größere Operation notwendig. Gehen die Betroffenen in einem frühen Stadium zu einem Hautarzt, dann können oftmals schon spezielle Cremes oder auch eine Lichttherapie verhindern, dass der Krebs fortschreitet.

    Der schwarze Hautkrebs

    Zwar lässt sich der schwarze Hautkrebs besser erkennen, dafür ist er um einiges aggressiver als die weiße Krebsvariante. In Deutschland erkranken jedes Jahr 22.000 Menschen an einem Melanom und bei rund 3.000 Patienten bilden sich sehr schnell gefährliche Metastasen. Wenn sich bereits Tochtergeschwüre gebildet haben, dann ist der Krebs nur noch sehr schwer heilbar. Auch hier spielt es eine wichtige Rolle, wie tief der Krebs bereits in die Haut eingedrungen ist. In Deutschland wird der Krebs in 70 % aller Fälle meist dann entdeckt, wenn er schon mehr als einen Millimeter tief in der Haut ist. In diesem Fall ist das Risiko, dass sich Metastasen bilden, sehr gering, es reicht oft schon aus, wenn die Haut rund um den Krebsherd großräumig entfernt wird. Der Arzt vermisst anschließend das Melanom unter dem Mikroskop und an der Größe orientiert sich dann die weitere Therapie.

    Große Fortschritte

    Immer wenn ein Melanom gestreut hat, zum Beispiel in das Lymphsystem, dann galt noch vor einigen Jahren, dass für den Patienten keine Hoffnung auf Heilung besteht. Noch vor fünf Jahren hatten Patienten eine Lebenserwartung von zehn Monaten, heute gibt es neue Immuntherapien, die die Lebenserwartungen deutlich erhöhen. Schon 2012 wurde ein neues Medikament auf den Markt gebracht, zwei weitere Präparate sollen noch in diesem Jahr folgen. Neue Forschungen, die sich mit der Funktionalität der Krebszellen befassen, machen heute eine verbesserte und zielgerichtete Therapie möglich, die unter anderem das bislang unkontrollierte Wachstum der Krebszellen stoppen können. Auf dem Gebiet der Gene wird ebenfalls an neuen Therapien gearbeitet, denn vielfach ist der Krebs auch vererbbar.

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  • Holunder (Holler) – der Allrounder unter den Heilpflanzen

    Holunder (Holler) – der Allrounder unter den Heilpflanzen

    Im Mittelalter sagten die Leute: „Wenn du an einem Holunderstrauch vorbeigehst, dann zieh deinen Hut.“ Sambucus nigra – so heißt der Holunder (umgangssprachlich Holler) mit botanischem Namen, hat diese Ehrerbietung verdient, denn kaum eine andere Heilpflanze ist so vielseitig und gesund wie der Holunder. Vor allem bei Erkältungskrankheiten hat sich der Holunder einen guten Namen gemacht, denn er kann effektiv das Fieber senken, den Husten lindern und das Immunsystem stärken. Der Holunder ist aber nicht nur eine hervorragende Hilfe bei Erkältungen, er ist auch ergiebig, denn sowohl die Blüten als auch die Beeren können verwendet werden.

    Holunder – eine Heilpflanze mit Geschichte

    Schon die Germanen wussten, wie gesund der Holunder ist, aber er hatte auch eine mystische Bedeutung. Die Germanen glaubten, dass im Holunderstrauch eine Schutzgöttin mit Namen Holda wohnt, und diese Göttin sollte das Haus, den Stall und die Scheune vor Hexen und Zauberern schützen. Vor diese Gebäude wurde deshalb ein Holunderstrauch gepflanzt, der zudem auch vor Blitzeinschlägen schützen sollte. Die Gebrüder Grimm setzten dem Holler ebenfalls ein Denkmal, und zwar in Gestalt der bekannten Frau Holle. Wie gesund die Holunderbeeren sind, das wusste auch Hippokrates, der als Arzt im antiken Griechenland tätig war und seinen Patienten den Holler als wassertreibendes Medikament verordnete. Im 18. Jahrhundert wurde der Holunder dann richtig populär, er wurde als Heilmittel bei Infektionen der Atemwege eingesetzt, wie auch als Mittel, um hohes Fieber zu senken.

    Holler wächst überall

    Holunder ist eine genügsame Pflanze, die praktisch auf jedem Boden gedeiht, der Strauch wächst sehr schnell und kann eine beachtliche Höhe von sieben Metern erreichen. Ist der Stamm noch jung, dann hat er eine leicht bräunliche Farbe, später wechselt die Farbe von Braun zu Dunkelgrau. Wenn der Frühling kommt, dann zeigen sich kleine weiß-gelbliche Blüten in Doldenform, die einen betörenden Duft verströmen. Im Spätsommer und Herbst trägt der Strauch dann kleine Beeren, die dunkelviolett oder schwarz sind. Der Holunder gehört zur Familie der Geißblattgewächse und er kommt fast überall in Europa, aber auch in Kleinasien vorwiegend in lichten Auwäldern und in Gebüschen vor.

    Bei welchen Beschwerden kann der Holler helfen?

    Wer einen grippalen Infekt hat, muss nicht sofort zu Antibiotika greifen, eine Tasse mit Holunderblütentee kann auf ganz natürliche Art und Weise für Linderung der Beschwerden sorgen. Die Nasennebenhöhlen werden geöffnet, was das Atmen leichter macht, auch festsitzender Schleim in den Bronchien wird durch den Tee gelöst und das mildert den typischen Erkältungshusten. Holler ist zudem reich an Vitamin C und daher bestens geeignet, um das Immunsystem zu stärken. Auch wer unter einer Infektion der Harnwege leidet, sollte auf die kleinen Beeren in Form von Saft oder Tee vertrauen, denn Holler ist harntreibend, und so können die Keime den Körper schneller wieder verlassen.

    Eine Köstlichkeit an kalten Tagen

    Es muss nicht immer ein Glühwein oder ein Grog sein, um an kalten Tagen von innen warm zu werden, auch Holundersaft ist eine gute Alternative, um sich aufzuwärmen. Wie wäre es mit einem köstlichen Holunder-Kirsch-Punsch, ganz ohne Alkohol? Folgende Zutaten werden für diesen leckeren Punsch benötigt:

    • Ein Liter Kirschtee (gibt es im praktischen Aufgussbeutel)
    • 200 ml Holundersaft
    • Der Saft einer Zitrone
    • Kandiszucker oder wahlweise auch Süßstoff

    Der Kirschtee wird mit dem Holundersaft in einem Topf auf dem Herd erhitzt, die Mischung darf aber nicht kochen. Dann werden der Zitronensaft, der Kandiszucker oder der Süßstoff dazugegeben und das Ganze dann in Tassen oder hitzebeständige Gläser verteilt. Der Punsch wärmt nicht nur hervorragend, er ist auch vitaminreich und mit nur 14 kcal auch sehr kalorienarm. Kleiner Tipp, statt Kirschtee kann auch Traubensaft oder Hagebuttentee verwendet werden, und alle, die einen würzigen Punsch mögen, sollten ein paar Rosmarinzweige oder ein kleines Stück Ingwer dazugeben.

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  • DeepWork – mehr Power für mehr Fitness

    DeepWork – mehr Power für mehr Fitness

    Die Fitnessidee ist nicht neu, aber immer noch aktuell. Alle, die ihrem Körper, abgesehen von gelegentlichen sportlichen Aktivitäten, etwas Gutes tun möchten, die können mit den richtigen Fitnessübungen viel für sich tun. In den 1970er Jahren war es der Trimm-dich-Pfad, der die Nation sportlich auf Trab bringen sollte, Aerobic gehörte in den 1980er Jahren zu den heißesten Fitnesstrends, später kamen Powerwalking und viele andere Fitnessformen dazu. Mit deepWork gibt es jetzt eine Art Fitness, die vor allem diejenigen ansprechen wird, die nach einem stressigen Tag im Büro ein Work-out machen möchten.

    Was genau ist deepWork?

    DeepWork ist ein brandneues, funktionelles Konzept aus ganz unterschiedlichen Übungen, die auch für Anfänger im Fitnessbereich schnell erlernbar sind. Alle deepWork Übungen basieren auf den fünf Elementen, Feuer, Wasser, Holz und Metall, die jedes für sich, für eine besondere Form der Energie steht. Wer sich mit den Übungen von deepWork fit hält, der spricht sowohl seine Psyche als auch seinen Körper an, denn das Ziel der Übungen besteht darin, Körper und Seele auf eine Wellenlänge zu bringen. Was die Übungen so besonders macht, dann sind die Kontraste, denn deepWork setzt immer im Wechsel auf Anspannung und dann wieder auf Entspannung. Komplettiert werden die einzelnen Elemente des Trainings durch gezielte Atemübungen.

    Alle Muskeln werden gefordert

    Fitness sollte nicht nur für ein besseres Körpergefühl sorgen, sondern auch Muskeln aufbauen. In der Regel sind es die äußeren Muskeln, die aufgebaut werden, denn muskulöse Oberarme und auch ein gut trainierter „Waschbrettbauch“ sehen immer besonders gut aus. Ein gutes Fitnesstraining sollte sich aber nicht nur auf einzelne Muskelpartien beschränken, sondern die Muskeln im ganzen Körper ansprechen. Das geschieht mit deepWork, denn dieses neue Trainingskonzept kümmert sich auch um die Muskeln, die tiefer liegen und es kurbelt auf diese Weise auch die Fettverbrennung an. Wer von einem „Waschbrettbauch“ träumt, der kann mit deepWork diesem Traum nicht nur näher kommen, sondern ihn eines Tages auch verwirklichen.

    Welche Vorteile bietet deepWork?

    Muskelaufbau, die Verbrennung von unnötigem Körperfett und Übungen, die Körper und Seele in Einklang bringen – das sind nur drei Vorteile, die deepWork zu bieten hat. Da die ganze Muskulatur des Körpers angesprochen wird, kurbelt das Training auch das Herz-Kreislaufsystem an. Wer nach einem anstrengenden Tag im Büro ausspannen und relaxen möchte, kann das ebenfalls mit deepWork, denn die vielseitigen und schnell zu erlernenden Übungen bauen Stress optimal ab. Auch wer bisher mit Fitness nicht viel zu tun hatte, kann die Übungen des neuen Trainingskonzepts schnell erlernen. Da das „learning by doing“ Prinzip auch für die Fitness gilt, ist es keine schlechte Idee, einen der deepWork Kurse München zu buchen und sich das neue, mitreißende Trainingsprogramm einmal aus der Nähe anzusehen.

    DeepWork – ein Gesamtkonzept

    Jeder, der schon einmal ein Fitnesstraining gemacht hat, der weiß, dass dabei immer nur einzelne Muskelpartien beansprucht werden. Das sorgt natürlich für einen Muskelkater, den vor allem Ungeübte schmerzhaft zu spüren bekommen. DeepWork ist ein ganzheitliches Fitnessprogramm, das jeden Muskel des Körpers beansprucht, aber nie über Gebühr. Das bedeutet: Der unangenehme Muskelkater gehört der Vergangenheit an. DeepWork hat viel Power, es ist ein athletisches Training, das auch eine Herausforderung ist und mit dem es gelingt, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Alle, die abschalten und den Kopf wieder freibekommen möchten, sollten deepWork versuchen und so einen stressigen Tag ausklingen lassen.

    Wer einen anstrengenden Job hat und sich nach Feierabend ein wenig Fitness gönnen möchten, aber vielleicht nicht so genau weiß, welches Konzept infrage kommt, der sollte es mit deepWork versuchen. Dieses Fitnesskonzept steht für Abwechslung und ein immer wieder kontrastreiches Training mit vielen neuen Ideen.

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  • Alzheimer – ein neues Molekül soll Ablagerungen beseitigen

    Alzheimer – ein neues Molekül soll Ablagerungen beseitigen

    1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Demenz und der überwiegende Teil dieser Menschen hat Alzheimer. Bedingt durch den demografischen Wandel schätzt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, dass sich die Zahl der Alzheimer-Patienten bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Jetzt haben Forscher aus Südkorea ein Molekül gefunden, das allen, die unter Alzheimer leiden, neue Hoffnung macht. Dieses Molekül sorgt dafür, dass sich keine neuen Ablagerungen im Gehirn mehr bilden können, außerdem kann das Molekül bereits bestehende Ablagerungen beseitigen.

    Wie funktioniert das neue Alzheimer Molekül?

    Menschen, die unter Alzheimer leiden, haben Ablagerungen im Gehirn, die sogenannten Plaques. Plaques bestehen aus Eiweißfragmenten, die mit fortschreitender Krankheit die Übertragung der Reize im Gehirn stören oder komplett verhindern, mit der Zeit werden die Zellen im Gehirn dann funktionsunfähig und sterben ab. Den Wissenschaftlern in Südkorea ist es bei Versuchen mit Mäusen nun gelungen, mit dem Molekül EPPS die Gedächtnisleistungen deutlich zu verbessern. Vor allem wenn sich Alzheimer noch in einem frühen Stadium befindet, dann gibt es viele Ablagerungen und die Forschung konzentriert sich jetzt darauf, die Entstehungen dieser Ablagerungen zu verhindern.

    Können die Ablagerungen beseitigt werden?

    Ein Teil der Forschung der südkoreanischen Wissenschaftler beschäftigt sich damit, die bereits bestehenden Ablagerungen aus den Gehirnzellen zu entfernen. Ein weiterer Teil der Arbeit widmet sich jetzt der Aufgabe, mithilfe des Moleküls EPPS zu verhindern, dass sich Plaques überhaupt bilden kann. Die Forscher testeten das Molekül zunächst nur in einem Reagenzglas. Dabei entdeckten sie Erstaunliches, denn das Molekül ist offenbar in der Lage, die Substanz der Plaques zu einem großen Teil komplett aufzulösen. Nach diesem Test begannen die Versuche mit Mäusen, deren Gehirne Ablagerungen aufwiesen, wie sie für Alzheimer typisch sind. Auch hier übertraf das Ergebnis die Erwartungen der Forscher, denn das EPPS verhinderte erfolgreich, dass sich neue Ablagerungen bilden konnten. Zudem beseitigte das Molekül die bereits bestehenden Ablagerungen und auch die geistige Leistungsfähigkeit der kleinen Nagetiere verbesserte sich zusehends.

    Kritik an den Forschungsergebnissen

    Der Neurobiologe Armin Giese, der an der Universität in München forscht, sieht in der Arbeit seiner Kollegen aus Südkorea aber einen Schwachpunkt. Er kritisiert, dass bei den Versuchen, die im Reagenzglas gemacht wurden, die Konzentration des Moleküls EPPS um einiges höher war, als die Menge des Moleküls, die später in den Gehirnen der Mäuse gemessen wurde. Giese stellt daher die Frage, ob sich die von den Forschern vermutete Wirkung aus der Testreihe im Labor und den Versuchen mit Mäusen, später auch auf menschliche Alzheimer-Patienten übertragen lässt.

    Gibt es bald ein effektives Medikament gegen Alzheimer?

    Nach einem wirkungsvollen Medikament gegen Alzheimer wird nicht erst seit gestern geforscht, weltweit sind Wissenschaftler und Forscher auf der Suche nach einem geeigneten Wirkstoff, der die Krankheit besiegen kann. Erschwert wird die Suche nach einem Medikament durch das Fehlen von sogenannten Biomarkern. Bei diesen Biomarkern handelt es sich um Substanzen, die über den Erfolg oder den Misserfolg einer Therapie von entscheidender Bedeutung sind. Cholesterin ist ein solcher Biomarker, er entscheidet darüber, wie hoch die Gefahr einer Herzerkrankung oder eines Schlaganfalls ist. Forscher überall auf der Welt suchen seit vielen Jahren nach einem Biomarker und damit nach der geeigneten Substanz, die die Plaques im Gehirn vernichten kann, aber bisher ist es nur gelungen den Verlauf der Krankheit abzumildern, den Krankheitsverlauf zu stoppen, ist leider noch nicht gelungen. Die Pharmaindustrie ist sehr an einer erfolgreichen Suche nach einem Biomarker interessiert, denn wenn sich dann ein Mittel herstellen lässt, kann mit diesem Medikament ein Vermögen verdient werden. Aber selbst wenn morgen ein Biomarker gefunden werden sollte, bis das neue Medikament auf den Markt kommen kann, vergehen noch viele Jahre. Bislang sahen nur wenige Laborversuche vielversprechend aus, vielleicht ändert sich das mit dem Molekül EPPS.

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  • Demenz bei Kindern – wenn aus Zehnjährigen Pflegefälle werden

    Demenz bei Kindern – wenn aus Zehnjährigen Pflegefälle werden

    Demenz ist eine Krankheit, die nur ältere Menschen betrifft – das ist die landläufige Meinung, die aber so leider nicht stimmt. In Deutschland leiden 400 Kinder unter Demenz, sie leben ohne Hoffnung auf Genesung und mit einem Todesurteil. Therapien gibt es nicht, den verzweifelten Eltern stehen lediglich Selbsthilfegruppen bis zum Tod der Kinder zur Seite. Neuronale Ceroid Lipofuszinose, kurz NCL heißt die Krankheit, die Kinder oft schon noch vor dem zehnten Geburtstag befällt. NCL ist eine vererbte Form der Demenz, deren Erforschung erst ganz am Anfang steht und die unheilbar ist.

    Ganz normale Kinder

    Die 400 Kinder, die zurzeit in Deutschland an dieser seltenen Form der Demenz leiden, kommen als gesunde und unauffällige Kinder zur Welt. Die Kinder entwickeln sich altersgemäß, sie lernen wie andere Kinder auch, mit rund einem Jahr zu laufen, sie lernen zu sprechen, selbstständig zu essen und alles das, was auch gesunde Kinder können. Dann ändert sich von einem auf den anderen Tag alles. Die betroffenen Kinder lernen plötzlich keine neuen Wörter mehr, sie vergessen schon gelernte Begriffe und Tätigkeiten und haben auch Probleme damit, scharf zu sehen. Die Entwicklung kommt schließlich komplett zum Stillstand, und dann beginnen die Kinder sich praktisch rückwärts zu entwickeln. Die betroffenen Kinder können nicht mehr ohne Hilfe gehen, sie fallen mehr und mehr hin, sie schreien stundenlang ohne Grund und es kommt nicht selten sogar zu epileptischen Anfällen.

    Demenz bei Kindern – die Medizin ist ratlos

    Für die Eltern beginnt mit den Rückschritten ihres Kindes ein schrecklicher Weg durch alle medizinischen Instanzen. Der Kinderarzt kann das Krankheitsbild nicht richtig zuordnen und auch in den meisten Kinderkliniken wissen die Ärzte nicht, was sie tun sollen. Der Weg führt die Eltern schließlich zu einem Neurologen. In der ganzen Zeit leben sie praktisch in einem Zustand zwischen vielen Fehldiagnosen und einer Unkenntnis der Lage. Es wird Hoffnung gemacht, die dann sehr schnell einer tiefen Enttäuschung folgt. Für viele betroffene Eltern wird das Virchow-Klinikum in Berlin zur letzten Anlaufstelle, denn dort wurde in den meisten Fällen die richtige Diagnose gestellt: Kindliche Demenz.

    Die Stoffwechselstörung, die zur Demenz führt

    Seit Jahren werden im Berliner Virchow-Klinikum Kinder behandelt, die unter Demenz leiden. Die Krankheit wird vererbt, sie zerstört langsam aber sicher das Gehirn und sie führt immer zum Tod. Die Ärzte in der Berliner Klinik sehen bei den Kindern, die unter NCL leiden, immer wieder die für diese Krankheit typischen Symptome wie Sehstörungen und zunehmend auch immer wieder motorische Ausfälle. Alles, was die Mediziner tun können, ist die Familien an Selbsthilfegruppen zu verweisen, denn es gibt weder Medikamente, die NCL abmildern oder sogar stoppen können, noch Therapien, mit denen der Verlauf der Krankheit beeinflusst werden könnte.

    Wie Selbsthilfegruppen helfen können

    Die betroffenen Eltern stehen nach der Diagnose Demenz vollkommen alleine da. Weder die Medizin noch die Krankenkassen können den Eltern helfen, die einzige Adresse, an die sich Eltern wenden können, sind die Selbsthilfegruppen, die es mittlerweile gibt. Auch die NCL-Stiftung, die 2002 in Hamburg gegründet wurde, ist eine Adresse, an die sich Eltern wenden können, wenn sie Fragen haben oder sich mit anderen betroffenen Familien austauschen möchten. Die Stiftung wurde von Frank Husemann gegründet, dessen Sohn Tim seit sechs Jahren an NCL leidet. Husemann wollte nicht länger tatenlos dabei zusehen, wie der gesundheitliche Zustand seines Sohnes immer schlechter wurde, und begann damit, Forscher und Ärzte an einen Tisch zu bringen. Noch ist kein Durchbruch vonseiten der Forschung in Sicht, aber dank engagierter Mitarbeiter der Stiftung werden jetzt Schritte unternommen, die den Eltern erkrankter Kinder Hoffnung machen. Ob und wann es ein Medikament oder eine Therapie geben wird, das kann zum jetzigen Zeitpunkt aber keiner sagen.

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