Autor: Ulrike Dietz

  • Agoraphobie – eine neue Therapie verspricht Hilfe

    Agoraphobie – eine neue Therapie verspricht Hilfe

    Das Wort Agora bedeutet aus dem Altgriechischen übersetzt so viel wie Markt oder Platz, das Wort Phobie kommt aus der lateinischen Sprache und heißt übersetzt Angst. Nimmt man diese beiden Worte zusammen, dann entsteht Agoraphobie oder übersetzt Platzangst, eine Krankheit, an der in der heutigen Zeit immer mehr Menschen erkranken. Menschen, die unter Agoraphobie leiden, sind nicht in der Lage, mit der U-Bahn oder mit dem Aufzug zu fahren, sie können keine großen Menschenansammlungen ertragen und geschlossene Räume sind für sie tabu. Jetzt gibt es eine neue Therapie, die allen, die unter Platzangst leiden, Heilung verspricht.

    Agoraphobie – die Angst ausgeliefert zu sein

    Menschen, die unter Agoraphobie leiden, haben panische Angst davor, einer Situation ausgesetzt zu sein, die sie nicht mehr kontrollieren können. Der zentrale Punkt der Platzangst ist, dass die Betroffenen sich zunehmend unsicher fühlen, sie sehen keinen Weg mehr flüchten zu können, und das verstärkt ihre Panik noch. Diese Panik macht sich immer dann besonders stark bemerkbar, wenn die Betroffenen nicht mehr ins Geschehen eingreifen können, etwa wenn sich eine U-Bahn oder ein Aufzug in Bewegung setzen, dann wird eine Flucht unmöglich und die Angst erreicht ihren Höhepunkt. Menschen, die unter einer Agoraphobie leiden, verlassen in einem späten Stadium der Krankheit das Haus nicht mehr, sie brechen soziale Kontakte ab und vereinsamen immer mehr.

    Die körperlichen Symptome einer Agoraphobie

    Wer unter Agoraphobie leidet, der lebt mit einem immer größer werdenden psychischen Druck, zu dem sich dann auch körperliche Symptome gesellen. Das Herz rast, die Betroffenen spüren nicht selten heftige Schmerzen in der Brust, sie geraten in Atemnot und müssen mit einem Schwindelgefühl kämpfen. Diese Symptome werden als lebensbedrohlich wahrgenommen, vor allem die Schmerzen in der Brust steigern die Angst vor einem plötzlichen Herzinfarkt bis zu einer echten Panikattacke. In der Folge haben die Betroffenen keine eigentliche Agoraphobie mehr, sie haben vielmehr große Angst, wieder eine körperlich spürbar Angstattacke zu erleiden, sie haben, wie es Sigmund Freud einmal so treffend ausgedrückt hat, Angst vor der Angst. Diese Angst lähmt und wer unter Agoraphobie leidet, der wird auch in den Erholungsphasen keine Ruhe mehr finden, denn es bleibt immer die große Angst, dass wieder eine ähnliche Situation auftreten könnte.

    Ist die kognitive Therapie hilfreich?

    Außenstehende können sich die Probleme und die Ängste nicht vorstellen und sie auch nicht nachvollziehen. Das treibt die Betroffenen letztendlich in eine immer größer werdende Isolation, denn sie finden niemanden, der sie und ihre Krankheit auch nur annähernd verstehen kann. Alle, die erste Symptome einer Agoraphobie erkennen, sollten daher nicht lange zögern, sondern sich möglichst schnell an einen Psychotherapeuten wenden und sich behandeln lassen. Die größten Erfolge verspricht eine sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, denn diese Form der Therapie setzt darauf, dem Betroffenen das Vertrauen in sich selbst zurückzugeben. Die Angstpatienten lernen, dass der Kopf dem Körper wieder vertrauen kann, ein wichtiger Baustein der Therapie ist aber auch die Fähigkeit, die Panik zu beherrschen. Mehr Selbstbewusstsein bedeutet mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und mehr Selbstvertrauen, sich auch kritischen Situationen zu stellen.

    Das Konfrontationstraining

    Eine andere Form der Therapie ist das Konfrontationstraining, bei dem sich die Betroffenen ganz bewusst einer angstauslösenden Situation stellen müssen. Viele Therapeuten setzen auf diese Therapie und fahren mit ihren Patienten zum Beispiel U-Bahn oder Fahrstuhl. Wenn sich die Betroffenen der Angst stellen müssen, dann lernen sie, mit der vermeintlichen Gefahr umzugehen. Bei vielen Patienten schlägt diese Therapieform gut an, denn sie erleben, dass die Situationen nicht wirklich bedrohlich werden, auch wenn sie nicht kontrollierbar sind. In der Folge klingen die Symptome ab, die Betroffenen können wieder durchatmen und erleben zum ersten Mal dass das, wovor sie große Angst hatten, auf einmal harmlos ist.

    Bild: © Depositphotos.com / jukai5

  • Die 2. SSW – eine spannende Reise beginnt

    Die 2. SSW – eine spannende Reise beginnt

    Schwanger in der 2. Woche – das ist aus rein biologischer Sicht nicht möglich, denn in der 2. Woche ist der Körper erst einmal damit beschäftigt, die Vorbereitung für eine mögliche Schwangerschaft zu schaffen. Der Körper beginnt mit dem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und bereitet zudem den Eisprung, die sogenannte Ovulation vor. Der Eisprung und die Schleimhaut der Gebärmutter spielen im weiblichen Zyklus die Hauptrollen, wenn ein neues Leben entstehen soll. Ungefähr zur Mitte des Zyklus platzt ein reifes Eizellbläschen, das Follikel und katapultiert dann mit großer Geschwindigkeit eine bereits reife Eizelle in den Trichter des Eileiters.

    Die 2. SSW – eine aufregende Woche

    Wenn die Eizelle ihren Weg in den Eileitertrichter gefunden hat, dann bekommt sie tatkräftige Unterstützung durch eine Vielzahl von feinen Flimmerhärchen. Sie sorgen dafür, dass die Eizelle ohne Schwierigkeiten durch den Eileiter zum Uterus wandern kann. Diese „Transporthilfe“ muss reibungslos funktionieren, denn die Eizelle hat es eilig, da die Zelle nach dem Eisprung nur zwölf bis 24 Stunden lebensfähig ist.

    Jetzt heißt es für die Eizelle, sie muss warten und sich in Geduld üben, denn entweder wird befruchtet oder nicht. Bleibt die Befruchtung aus, dann kommt es zur monatlichen Blutung, kommt aber eine Samenzelle vorbei und befruchtet die Eizelle, dann entsteht neues Leben. Schwanger wird eine Frau zwei Wochen nach der Befruchtung, erst dann beginnt die Zellteilung und damit auch das Leben eines neuen Menschen.

    Die Rolle der Samenzellen in der 2. SSW

    Nachdem der Mann zum Orgasmus gekommen ist, beginnen rund 500 Millionen Samenzellen eine Art Wettrennen, bei dem es am Ende wie bei jedem anderen Wettrennen auch, nur einen einzigen Sieger geben kann. Nur ein Spermium wird siegen, aber der Weg zum Sieg ist sehr beschwerlich. Um die Eizelle befruchten zu können, muss die Samenzelle in den Eileiter gelangen, aber da sind die schon erwähnten Flimmerhärchen, die es der Samenzelle schwer machen. Die Zelle muss nämlich gegen die Bewegungen der Flimmerhärchen schwimmen und das kostet richtig Kraft.

    Unter den Samenzellen gibt es gute und weniger gute Schwimmer. Rekordverdächtig sind die Samenzellen, die eine Distanz von 15 bis 18 cm in einer halben Stunden schaffen. Andere Zellen sind weniger gute Schwimmer, sie brauchen für den gleichen Weg einige Tage, einige Zellen machen auf halbem Weg schlapp und kommen gar nicht ans Ziel.

    Kurz vor der Ziellinie wartet dann die äußere Eihülle, die von den Samenzellen durchbohrt werden muss. Zwar schaffen es mehrere Zellen, dieses Hindernis zu überwinden, aber am Ende ist es nur eine Samenzelle, die tatsächlich auch in die innere Membran der Eizelle vordringen kann. Welche der Samenzellen der Sieger ist, der es bis hierher geschafft hat, das entscheidet allein die Eizelle, die biochemische Signale aussendet. Kommt die Samenzelle endlich an ihr ersehntes Ziel, also in das Innere der Eizelle, dann verändert die Eizelle ihre Struktur. Die elektrische Spannung der Zellmembran ändert sich und damit fällt bildlich gesprochen eine Tür zu und bleibt für alle anderen Samenzellen, die vielleicht noch hineinwollen, für immer verschlossen.

    Eizelle und Samenzelle sind jetzt allein und können in aller Ruhe miteinander verschmelzen. Mit dieser Verschmelzung machen sie den ersten Schritt und bereiten so den Weg zu einem neuen Leben.

    Wenn es mit dem Baby nicht klappen will

    Paare, die sich sehnlichst ein Baby wünschen, warten in der 2. Schwangerschaftswoche auf die ersten Anzeichen. Aber selbst Frauen, die eine 2. Schwangerschaft erleben, können zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, ob es mit der Befruchtung geklappt hat oder nicht. Schwanger zu werden, das ist eigentlich ganz einfach, denn die biologischen Abläufe sind nicht allzu kompliziert, trotzdem warten viele Paare vergeblich auf den Nachwuchs. Eine ungewollte Kinderlosigkeit hat jedoch verschiedene Ursachen.

    Kinderlosigkeit kann medizinische Gründe, aber auch seelische Ursachen haben. Defekte oder Veränderungen der Eierstöcke, des Gebärmutterhalses und auch der Eileiter können eine Schwangerschaft verhindern. Aber auch frühere Eileiterschwangerschaften, Operationen oder Entzündungen gehören zu den Ursachen, die verhindern, dass es zu einer Befruchtung kommt.

    Unfruchtbarkeit bei Männern ist meist auf die Spermien zurückzuführen. Die Samenzellen sind entweder nicht beweglich, sie sind nicht schnell genug oder es gibt zu wenig davon. Wie gut die Qualität der Samenzellen ist, das hängt zum einen mit der Lebensweise zusammen, aber auch Schadstoffe und Krankheiten können die Qualität der Spermien negativ beeinflussen.

    In 10 bis 15 % aller Fälle von Unfruchtbarkeit ist die Seele schuld, wenn es mit dem Baby nicht wie gewünscht klappt. Erschöpfung, Stress, seelische Belastungen oder auch Nervosität verhindern, dass es zu einer erfolgreichen Befruchtung kommt. Nikotin und Alkohol verringern ebenfalls die Chance auf ein Baby, vor allem Nikotin ist gefährlich, denn es verhindert, dass die Geschlechtsorgane ausreichend durchblutet werden.

    Die künstliche Befruchtung

    Wenn es auf natürlichem Weg mit dem Wunschkind nicht so recht klappen will, dann bleibt als Alternative noch die künstliche Befruchtung. Der Prozess der Befruchtung bleibt streng genommen der Gleiche, wenn auch in einem etwas anderen Rahmen. Die Eizelle und die Samenzellen treffen sich bei der künstlichen Befruchtung in einer sogenannten Petrischale und um die Erfolgsaussichten zu erhöhen, werden meist mehrere Eizellen befruchtet. Die Zellen werden der Frau dann eingesetzt, und mit der Hilfe von Hormonen sollen die befruchteten Zellen dann zum Reifen animiert werden.

    Nicht alle eingesetzten Embryonen überleben, aber nicht selten kommt es bei einer künstlichen Befruchtung auch zu einer Mehrlingsschwangerschaft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn es um die künstliche Befruchtung geht, besonders erfolgreich ist aber die In-Vitro-Fertilisation, kurz IVF genannt. Bei dieser Methode muss die Frau zunächst Hormone einnehmen, um möglichst viele Eizellen zum Reifen zu bringen. Die Zellen werden anschließend abgesaugt und mit den männlichen Spermien zusammengeführt. Wenn alles klappt, dann findet eine Befruchtung statt, und wenn sich die Zellen wie geplant teilen, dann steht fest, dass sich ein Embryo gebildet hat. Auch bei der IVF gilt, es gibt in der 2. SSW keine Anzeichen, aber die Eltern erfahren früher als andere Eltern, dass ein Baby unterwegs ist, denn die werdende Mutter wird früher auf eine mögliche Schwangerschaft getestet.

    Die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernimmt bei maximal drei Versuchen zur Hälfte die Krankenkasse, ab dem vierten Versuch müssen die Paare die Befruchtung in der Petrischale aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Er stammt ursprünglich aus dem Norden Indiens, gehört zu den Bennussgewächsen und gilt als die nährstoffreichste Pflanze der Welt – der Moringabaum. Moringabäume wachsen heute vor allem in Lateinamerika, in Asien und in Afrika, die frischen, aber auch die getrockneten Blätter des Baumes werden dort in vielfältiger Art und Weise zubereitet und gelten als Problemlöser für die weitverbreitete Unterernährung. In den westlichen Industrienationen gilt Moringa oleifera, so der botanische Name des Baums, als neues Superfood.

    Was macht den Moringabaum zum Wunderbaum?

    Der Moringabaum stammt ursprünglich aus der Himalajaregion Indiens und bekam seinen Beinamen Meerrettichbaum von den englischen Kolonialherren. Der Baum enthält Senfölglykosiden, daher riechen die Wurzeln stark nach Meerrettich und die Blätter haben einen scharfen Beigeschmack. Die Engländer nutzen die Blätter und die Wurzeln als Meerrettichsalz und würzten damit ihre Speisen. Heute gehören die Blätter des Moringabaumes in vielen Ländern zu den wichtigsten Nahrungsquellen, aber sie werden auch als Medizin verwendet. In Indien wird der Moringabaum als Wunderbaum bezeichnet, weil er angeblich in der Lage ist, mehr als 300 Krankheiten zu heilen. Der Moringa trägt aber auch den Ehrentitel Baum der Unsterblichkeit, da er auch unter widrigen Umständen wächst und resistent gegen Dürre ist.

    Die besonderen Fähigkeiten des Moringabaumes

    Der Moringabaum hat nicht nur viele Fähigkeiten, er ist auch äußerlich anders als andere Bäume. Sein Stamm ist kurz und wirkt immer ein wenig angeschwollen, seine Früchte erinnern an Bohnen und hängen tief von den Ästen herab, was ihnen das Aussehen von Trommelstöcken verleiht. Was den Baum aber so besonders macht, ist sein rasantes Wachstum, denn er wächst pro Monat um 30 cm und erreicht schon nach einem Jahr die imposante Höhe von acht Metern. Für dieses schnelle Wachstum sorgt ein Hormon, und zwar das Antioxidans Zeatin, was der Baum in großen Mengen speichert. Wenn Menschen dieses Hormon zu sich nehmen, dann regt es die Regeneration der Haut an und der natürliche Alterungsprozess der Haut verlangsamt sich.

    Was macht Moringa zum Superfood?

    In Europa haben die Blätter des Moringa oleifera den Ruf, ein Superfood zu sein, denn alleine in den Blättern finden sich mehr als 90 Nährstoffe sowie Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Proteine. So soll der Moringabaum 17 mal mehr Kalzium enthalten als Milch und 15 mal mehr Kalium als Bananen. Der Gehalt an Eisen ist 25 mal größer als das bei Spinat der Fall ist und auch beim Beta-Carotin hat Moringa die Nase vorn, denn die Blätter enthalten 4 mal mehr davon als Karotten. Moringa ist eine wirksame Waffe im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung und es reichen schon zwei Teelöffel des Pulvers aus, um den täglichen Mangel an Nährstoffen aufzufüllen. Bei Versuchen mit Moringapulver im Senegal stellten die Ärzte fest, dass die Einnahme des Pulvers gewichtssteigernde Effekte hatte und dass Frauen, die ein Kind zur Welt brachten, sich schneller von der Geburt erholten. Zudem hatten die Kinder ein höheres Gewicht bei der Geburt und die Milchproduktion der Frauen wurde deutlich gesteigert.

    Ist Moringa wirklich ein Superfood?

    Die Blätter des Moringabaumes sind unbestritten sehr gesund, aber Ernährungsexperten bezweifeln, ob der Moringa tatsächlich DAS Superfood schlechthin ist. Sie kritisieren, dass sich die Nährstoffangaben nur auf die Pulverform beziehen, aber nicht auf die frischen Blätter des Baumes. Um realistische Angaben zu bekommen, müsste man auch die Karotten, die Bananen und den Spinat pulverisieren, denn dann wäre der Vergleich fair. Bei Tierversuchen wurde aber deutlich, dass Moringa den Blutzuckerspiegel senken kann und sich zudem positiv auf dem Cholesterinspiegel auswirkt. Das Pulver der Moringablätter hat außerdem eine krebshemmende Wirkung, denn die in den Blättern enthaltenen Senfölglykoside eliminieren Krebszellen, schonen dabei aber die gesunden Zellen.

    Bild: © Depositphotos.com / bdspn74

  • Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    420.000 – so hoch ist die Zahl der Toten, die weltweit und jedes Jahr an Lebensmittelvergiftungen sterben. Das Erschreckende ist aber nicht die hohe Zahl der Opfer, es ist vielmehr die Tatsache, dass es überwiegend Kinder sind, die an Lebensmittelvergiftungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die die neuen Zahlen vorgelegt hat, fordert jetzt eine größere Sicherheit für Lebensmittel, denn in der heutigen Zeit ist es laut WHO eine Schande, dass bis zu 600 Millionen Menschen krank werden, nur weil ihre Lebensmittel entweder durch Chemikalien, durch Pestizide oder durch Bakterien verseucht sind.

    Lebensmittelvergiftungen – vor allem in der Dritten Welt

    125.000 Kinder sind nach einer neuen Langzeitstudie der WHO von Lebensmittelvergiftungen betroffen, und ein Drittel der Kinder, die an kontaminierten Lebensmitteln sterben, sind unter fünf Jahre alt. Besonders häufig treten Lebensmittelvergiftungen in den Ländern der Dritten Welt auf, wie in Afrika und in Südostasien. Alleine in Afrika erkranken pro Jahr 91 Millionen Menschen an Lebensmittelvergiftungen und für 137.000 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. In Südostasien sind es 150 Millionen Kranke und 175.000 Todesfälle jedes Jahr. Vor allem Pestizide und Insektizide sorgen in diesen Regionen der Welt dafür, dass die Menschen durch das, was sie täglich essen, so schwer krank werden, dass sie entweder daran sterben oder langfristige gesundheitliche Schäden befürchten müssen.

    Lebensmittelvergiftungen in Europa

    Nicht nur in den Ländern der Dritten Welt stellen verseuchte und verunreinigte Lebensmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar, auch in Europa gibt es jedes Jahr rund 5000 Tote durch Lebensmittelvergiftungen. 23 Millionen Krankheitsfälle wurde alleine in diesem Jahr gemeldet, das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass 53 Menschen an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind. 200.000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen wurden den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, aber anders als in Afrika und Südostasien sind in Deutschland keine Pestizide und Insektizide schuld, in erster Linie sind Salmonellen die Verursacher.

    Welche Symptome hat eine Lebensmittelvergiftung?

    Eine Lebensmittelvergiftung hat typische Symptome, zu denen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Krampfanfälle und Fieber gehören. Kommt es zu einer Vergiftung durch Fisch oder Pilze, dann können zudem auch Halluzinationen dazukommen. Nach Ansicht der WHO ist es nicht immer die Vergiftung selbst, die bei den Betroffenen zum Tod führt, es sind vielmehr die Symptome wie schwere Durchfälle, die einen gefährlichen Flüssigkeitsmangel zur Folge haben und letztendlich zum Tod führen. 550.000 Menschen erkranken weltweit an Durchfall infolge von Lebensmittelvergiftungen und 230.000 Menschen sterben laut der Langzeitstudie der WHO daran.

    Welche Lebensmittel können gefährlich werden?

    Es gibt einige Lebensmittel, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial haben, wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht. Dazu gehören Fleisch, Eier, viele Milchprodukte und auch Gemüse sowie Salate und Obst. Hauptsächlich kommt es zu Lebensmittelvergiftungen, wenn die Speisen wie zum Beispiel Fleisch, entweder roh oder nur unzureichend gegart werden. Im Prinzip kann ein Brötchen mit Mett dafür sorgen, dass es zu einer gefährlichen Vergiftung kommt. Eier bergen die Gefahr von Salmonellen, Gemüse ist laut der Gesundheitsämter nicht selten mit Kolibakterien verseucht und in der Milch sowie in Milchprodukten lauern Noroviren oder Campylobacter-Bakterien. Auch Fisch, der fertig verpackt im Kühlregal der Supermärkte liegt, kann eine potenzielle Gefahr darstellen. Im vergangenen Jahr wurde stichprobenartig abgepackter Lachs in verschiedenen Supermärkten und Discountern auf Kolibakterien getestet und jede zweite Probe war belastet. In den Drittweltländern sind viele Lebensmittel mit Hepatitis A, Typhus, Bandwürmern und Schimmelpilzen verseucht, und die WHO ruft aus diesem Grund die Staaten, in denen besonders viele Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben, zu mehr Sicherheit auf. Die WHO will jetzt mit zielgerichteten Aktionen auf die oftmals verkannte Gefahr durch vergiftete Lebensmittel aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die WHO hofft auf diese Weise mehr Menschen retten zu können und die tägliche Nahrung sicherer und gesünder zu machen.

    Bild: © Depositphotos.com / GeorgeRudy

  • Die 3. SSW – jetzt beginnt die Schwangerschaft

    Die 3. SSW – jetzt beginnt die Schwangerschaft

    Aus medizinischer Sicht beginnt in der 3. SSW die eigentliche Schwangerschaft, und der Anfang dieses neuen Lebens ist alles andere als romantisch. Erste Anzeichen einer Befruchtung sind nur unter einem Elektronenmikroskop zu sehen, das Kind besteht zu diesem Zeitpunkt nur aus Zellen, erst wenn sich die ersten Ansätze der inneren Organe ausbilden, dann heißt der Zell-Cluster offiziell Embryo. Auch Übelkeit, eine der typischen Schwangerschaftsbeschwerden, ist in der 3. SSW noch kein Thema. Die meisten Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht, dass sie in anderen Umständen sind, die biologischen Vorgänge nehmen jedoch in der 3. SSW unaufhaltsam ihren Lauf.

    In der 3. SSW teilen sich die Zellen

    Wenn es zu einer Befruchtung gekommen ist, dann sind im Inneren des Eis zwei Zellkerne zu finden. Im Kern der weiblichen Eizelle befinden sich alle Erbanlagen der Mutter, im Kopf der männlichen Zelle sind alle Erbinformationen des Vaters zu finden. Diese beiden Zellen verschmelzen in der 3. SSW miteinander, und auf diese Weise entsteht ein einmaliger genetischer Code und damit ein neuer einzigartiger Mensch.

    Es dauert jetzt nicht mehr allzu lange, dann wird sich die Urzelle, die sogenannte Zygote, zum ersten Mal teilen und damit fällt sozusagen der Startschuss für Milliarden neuer Zellen. Aber bleiben wir bei der Befruchtung. Zwei Tage nachdem es zur Befruchtung gekommen ist, gibt es schon vier Zellen, wieder einen Tag später sind es bereits acht Zellen.

    In der 3. SSW hat der neue Mensch das Aussehen einer Maulbeere, und da in der lateinischen Sprache die Maulbeere Morula heißt, sprechen Mediziner vom Morula-Stadium, wenn sie die Zeit bis zur Entwicklung des Embryos meinen. Spannend wird es am dritten Tag der 3. SSW, denn an diesem Tag bildet sich innen im Zell-Cluster ein Hohlraum. In diesen Hohlraum zieht die Morula ein und sie wird sich dort zu einer Keimblase der Blastozyste entwickeln, die dann aus zwei unterschiedlichen Zelltypen besteht.

    So entsteht der Embryo in der 3. SSW

    Eine der Zellen nennt sich Embryoblast, aus dieser Zelle wird sich im Verlauf der Schwangerschaft der Embryo entwickeln. Das Kind trägt bis zum Ende des ersten Drittels der Schwangerschaft den Namen Embryo, erst wenn die wichtigen Organe wie das Herz, die Nieren und die Lungen ausgebildet sind, dann wird aus dem Embryo ein Fötus.

    Die zweite Zelle trägt den Namen Trophoblast und diese Zelle ist dafür zuständig, dass sich die Plazenta, also der Mutterkuchen entwickeln kann. Später wird der Mutterkuchen mit der Nabelschnur verbunden, die während der gesamten Schwangerschaft die Aufgabe hat, das Baby mit allen notwendigen Nährstoffen und auch mit Sauerstoff zu versorgen. Über die Nabelschnur wird auch der „Abfall“ entsorgt, der später durch den kindlichen Stoffwechsel entsteht.

    In der 3. SSW ist der Embryo pausenlos auf Wanderschaft. Zunächst wandert er aus dem Eileiter der Mutter bis zum Uterus, den er zu Beginn der nächsten Schwangerschaftswoche erreichen wird. Kommt der Embryo dort an, dann besteht er aus 70 bis 100 Zellen, und jede dieser Zellen wird eine ganz bestimmte Aufgabe übernehmen.

    Die werdende Mutter in der 3. SSW

    Da die Dritte SSW für die werdende Mutter ohne Probleme bleibt, wissen die meisten Frauen nicht, dass sie schwanger sind. Frauen, die schon Kinder haben, spüren eher, dass sich etwas tut und gehen bei den ersten Anzeichen zu einem Gynäkologen. Der Arzt wird zunächst versuchen, den sogenannten HCG-Wert zu ermitteln, denn nur wenn das Schwangerschaftshormon eindeutig nachgewiesen werden kann, dann ist es tatsächlich auch zu einer Schwangerschaft gekommen. Oft ist in der SSW 3+5 der HCG-Wert noch recht niedrig und der Arzt kann noch nicht zu 100 % sagen, ob es zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Meist wird die Messung eine Woche später noch einmal wiederholt und wenn der HCG-Wert dann deutlich gestiegen ist, dann steht es eindeutig fest, dass ein Kind unterwegs ist.

    Frauen, die in der 3. SSW selbst einen Schwangerschaftstest machen und ein negatives Ergebnis bekommen, sollten nicht verzweifeln, denn auch hier kann der HCG-Wert noch so niedrig sein, dass eine Schwangerschaft nicht angezeigt wird. Auch hier gilt, den Test einfach eine Woche später zu wiederholen und wenn der positiv ist, dann wird es Zeit zum Arzt zu gehen, der die ersten Untersuchungen machen wird.

    In der 3. SSW sollte der HCG-Wert zwischen 50 und 500 liegen, aber er verdoppelt sich alle zwei bis drei Tage und das bedeutet, dass sich spätestens in der vierten Schwangerschaftswoche eine Schwangerschaft ohne einen Zweifel nachweisen lässt.

    Welche Beschwerden gibt es in der 3. SSW?

    Kommt es zur Befruchtung, dann beginnt der Körper umgehend damit, Hormone zu produzieren. Die Hormone haben in der 3. SSW ganz unterschiedliche Aufgaben. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Schwangerschaft zu erhalten und die weitere Entwicklung des Embryos voranzutreiben. So hat zum Beispiel das Eizellbläschen direkt nach dem Eisprung eine völlig neue Aufgabe übernommen, denn jetzt ist es dafür zuständig, das Gelbkörperhormon Progesteron zu produzieren. Dieses spezielle Hormon regt den Aufbau der Schleimhaut in der Gebärmutter an, und das Hormon ist auch dafür zuständig, dass sich die Einzelle buchstäblich ins gemachte Nest setzen kann.

    In der 3. SSW spürt die Mutter die Veränderungen in ihrem Körper kaum, alles spielt sich im wahrsten Sinne des Wortes unter der Oberfläche ab. Einige Frauen verspürten in der 3. SSW leichte Unterleibsschmerzen, wie sie für den Beginn der monatlichen Blutung normal sind. Bleibt die Periode aus, dann besteht der berechtigte Verdacht, dass es zu einer Einnistung gekommen ist. Setzt die Monatsblutung aber ganz normal ein, dann hat es zumindest in diesem Monat mit dem Familienzuwachs leider nicht geklappt.

    Wann kommt das Baby zur Welt?

    Die meisten Frauen gehen zu ihrem Arzt, wenn die Monatsblutung ausbleibt. Der Arzt wird eine Blutuntersuchung machen, um die Schwangerschaft nachweisen zu können. Auch eine Untersuchung mittels Ultraschall kann in der 3. SSW schon Auskunft darüber geben, ob sich eine Zelle fest eingenistet hat. Anhand der gesammelten Daten bestimmt der Arzt dann den genauen Geburtstermin. Errechnet wird der wahrscheinliche Entbindungstermin immer ab dem ersten Tag der letzten Periode. Wenn also die werdende Mutter in der 3. SSW zur Untersuchung kommt, dann haben sie und der Embryo noch 37 gemeinsame Wochen vor sich.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Zweimal am Tag die Zähne gründlich putzen, regelmäßig Zahnseide benutzen und alle halbe Jahre zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt – reicht das alles wirklich aus, um vor Karies und Zahnfleischentzündungen geschützt zu sein? Der Zahnarzt wird Nein antworten und umgehend eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Aber eine Zahnreinigung wird von der Krankenkasse nicht bezahlt und viele fragen sich daher, ob sie das Geld ausgeben sollen oder lieber doch weiterhin auf Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseite vertrauen sollen. Lohnt sie sich, die professionelle Zahnreinigung oder will der Zahnarzt damit nur Geld verdienen?

    Normale Zahnreinigung reicht nicht aus

    Wer zum Zahnarzt geht, um sich professionell die Zähne reinigen zu lassen, der wird mit ziemlicher Sicherheit von seinem Arzt hören, dass die Zähne nicht ausreichend gepflegt sind. Bei einigen Menschen scheint es mit der Mundhygiene nicht so zu klappen, wie es eigentlich sein sollte und es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Ursachen, warum die normale Zahnpflege nicht immer ausreicht. Die Zähne können zum Beispiel falsch im Kiefer stehen, die Putztechnik ist nicht richtig, die Zahnbürste passt nicht oder der Konsum von zu vielen Süßigkeiten sorgt dafür, dass Karies entstehen kann. So entstehen sehr hartnäckige Zahnbeläge, die mit normalem Putzen einfach nicht zu entfernen sind. Auf dem Zahnarztstuhl schlägt dann die Stunde der Wahrheit, denn dem Zahnarzt entgeht nichts, und um all diese Probleme zu beseitigen, müssen die Zähne vom Fachmann gründlich gereinigt werden.

    Was passiert bei einer professionellen Zahnreinigung?

    Wenn die Zähne nicht gründlich gereinigt werden, dann kann das unangenehme Folgen haben. Auf den Zahnbelägen leben Bakterien aller Art, die dafür sorgen, dass Plaque, Karies und Zahnstein entstehen können. Auch Mundgeruch und eine Entzündung des Zahnbettes können die Folge einer falschen Zahnreinigung sein. Eine Zahnreinigung beim Zahnarzt kann diesen möglichen Probleme gegensteuern, denn bei einer professionellen Zahnreinigung passiert mehr als einfach nur gründliches Zähneputzen. Der Dentalhygieniker analysiert zunächst die Zähne und entfernt dann mit einer spezielle Bürste die oberflächlichen Beläge. Mit Zahnseide, Zahnschleifpapier oder einem hakenähnlichen Instrument werden anschließend die Zahnzwischenräume gereinigt und die dunklen Verfärbungen mit einem Wasser-Pulver-Strahlgerät entfernt.

    Die Zahnreinigung als Profilaxe

    Sind die Zähne von den gröbsten Verunreinigungen befreit, dann kommen rotierende Bürsten zum Einsatz, die die Zähne mit einer fluoridreichen Zahnpaste polieren. Die fluoridhaltige Paste oder ein spezielles Gel bilden auf den Zähnen eine Art Schutzschicht, und auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich neue Bakterien ansiedeln können. Nach dieser Profilaxe bekommt der Patient einige Tipps und Tricks mit auf den Weg, um die Zahnreinigung zu Hause effektiver und gründlicher zu machen. So verrät der Dentalhygieniker, wie man die richtige Zahnbürste findet, wie man Zahnseide korrekt benutzt und welche Ernährung für gesunde Zähne besonders wichtig ist. Eine professionelle Zahnreinigung kann nur kurz- bis mittelfristig gegen Karies und Zahnfleischentzündungen helfen, wer langfristig gesunde Zähne möchte, der muss auch zu Hause auf eine gute Mundhygiene achten.

    Warum im Alter die Zahnhygiene nachlässt

    Eine neue Studie hat herausgefunden, warum besonders ältere Menschen zunehmend Probleme mit den Zähnen haben. Im Alter lässt unter anderem auch die Feinmotorik immer mehr nach, das Zahnfleisch wird schlaffer und weicher, dazu kommen unterschiedliche Krankheiten und auch Medikamente tragen dazu bei, dass die Mundhygiene zu wünschen übrig lässt. Zahnärzte empfehlen ihren älteren Patienten, öfter in die Praxis zu kommen und zuhause eine elektrische Zahnbürste zu benutzen, um die Zähne gesund zu erhalten. Wer viel raucht, Tee, Kaffee und Rotwein trinkt, muss auch mit dunklen Verfärbungen auf den Zähnen rechnen, die durch gründliches Zähneputzen allein nicht mehr verschwinden. Wer raucht, setzt sich zudem der Gefahr von Zahnfleischentzündungen aus, denn das Nikotin und auch die schädlichen Zusatzstoffe in Zigaretten setzen den Zähnen und vor allem dem Zahnfleisch auf Dauer sehr zu.

    Bild: © Depositphotos.com / MilanMarkovic