Autor: Ulrike Dietz

  • Grüner Tee – nicht alle Sorten sind gesund

    Grüner Tee – nicht alle Sorten sind gesund

    Seit feststeht, dass sich grüner Tee positiv auf die Gesundheit auswirken kann, wird diese besondere Form des Tees immer beliebter und ist längst mehr als nur ein Modegetränk. Diese Beliebtheit war der Grund für die Stiftung Warentest, 25 grüne Tees von verschiedenen Anbietern einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis war alles andere als gut, wobei besonders die Biosorten sehr schlecht abgeschnitten haben.

    Warum ist grüner Tee gesund?

    Grüner Tee ist ohne Zweifel gesund, denn er schützt vor Herzinfarkten und Schlaganfällen, zudem werden die Cholesterinwerte verbessert und auch der Fettstoffwechsel wird günstig beeinflusst. Im grünen Tee sind sogenannte Polyphenole enthalten, die zu den Antioxidantien gehören, die wiederum als sehr gutes Anti-Aging Mittel gelten. Grüner Tee sorgt aber auch für eine gesunde Haut und ist ein effektiver Schutz gegen Arthritis, da die Inhaltsstoffe das empfindliche Gewebe schützen, das den Knorpel umspannt. Grüner Tee kann aber auch dabei behilflich sein, wenn es darum geht, Pfunde zu verlieren. Besonders wegen dieser Eigenschaft wird er sehr geschätzt. Der grüne Tee kann seine guten Eigenschaften jedoch immer nur dann entfalten, wenn auch die Inhaltsstoffe stimmen. Das war leider nicht bei allen Teesorten der Fall, die von der Stiftung Warentest getestet wurden.

    Schädliche Inhaltsstoffe

    Es waren die Biosorten, aber auch die Tees von namhaften Herstellern, die der Stiftung Warentest besonders negativ aufgefallen sind. So wurde in neun von 25 Sorten unter anderem Pyrrolizidinalkaloid gefunden, ein Alkaloid, das im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Aber auch Schadstoffe wie Mineralöle, Pestizide und Nikotin fanden die Tester in einigen Sorten.

    Die Testergebnisse

    25 Sorten grünen Tee hat die Stiftung Warentest untersucht und sieben Sorten schnitten mit einem glatten „Mangelhaft“ ab. Sieben weitere Sorten bekamen nur ein „Ausreichend“, aber nur vier der fünf mit „Gut“ getesteten Biosorten hatte auch wirklich Bio-Qualität. Die anderen grünen Tees, die mit rein biologischen Inhaltsstoffen werben, enthielten Schadstoffe. Die Stiftung Warentest hat die Hersteller, die schlecht und sehr schlecht abgeschnitten haben, bereits informiert. Einige wenige Hersteller haben reagiert und wollen den Tee aus dem Handel nehmen, andere arbeiten angeblich nach eigenen Aussagen an einem Konzept, um die schädlichen Stoffe wenigstens zu minimieren.

    In Maßen genießen

    Ernährungsexperten raten dazu keinen grünen Tee zu kaufen, der direkt aus China importiert wurde, denn diese Tees sind nicht gesund, sie sind vielmehr das pure Gift. Grüner Tee sollte grundsätzlich nur in kleinen Portionen getrunken werden, selbst dann, wenn der Tee als unbedenklich getestet wurde. Ohne Zucker getrunken ist grüner Tee ein sehr guter Durstlöscher, der auch während einer Diät erlaubt ist. Schwangere Frauen, Menschen mit einem schwachen Immunsystem und auch kleine Kinder sollten nach Möglichkeit gar keinen grünen Tee trinken, denn Inhaltsstoffe wie Catechine, Flavonoide und auch Gerbstoffe können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

    Bild: © Depositphotos.com / gdolgikh

  • Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Kaum eine andere Heilmethode ist so alt wie die Akupunktur. In China haben Heiler Menschen schon vor 3000 Jahren mit Nadeln behandelt, aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam die traditionelle Akupunktur auch nach Europa. Heute findet diese sanfte Form der Schmerzbehandlung immer mehr Anhänger und wird immer öfter ergänzend zur Schulmedizin angewandt. Allerdings ist Akupunktur keine ganzheitliche Lösung für alle medizinischen Probleme, aber besonders in der Schmerztherapie werden mit den Nadeln beachtliche Erfolge erzielt.

    Was ist Akupunktur?

    Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache, acus bedeutet Nadel und punctio so viel wie stechen. Akupunktur basiert auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Mensch von einer bestimmten Lebensenergie mit Namen Qi durchflossen wird. Diese Energie fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane und ist an 700 Punkten unter der Hautoberfläche erreichbar. 400 dieser Punkte können mit Akupunkturnadeln erreicht werden. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nur dann wirklich gesund, wenn die Energieströme harmonisch fließen, aber wenn das Qi gestört ist, was bei Hitze, Kälte, bei falscher Ernährung oder auch bei seelischem Stress der Fall ist, dann kommt es zu Schmerzen und auch zu Krankheiten. Mithilfe von Akupunktur sollen die Blockaden im Fluss des Qi aufgehoben werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Organe keine festen anatomischen Einheiten, sie sind vielmehr eine Art Funktionskreise, die Zusammenhänge beschreiben. Ein Beispiel ist das Immunsystem, das keinem Organ zugeordnet werden kann.

    Was passiert bei einer Akupunkturbehandlung?

    Was genau im Körper passiert, wenn er mit Akupunkturnadeln behandelt wird, das konnte die Schulmedizin bis heute noch nicht feststellen. Aber es gibt einige interessante Studie, die herausgefunden hat, dass es beim Stich mit einer Akupunkturnadel im Gehirn zu einer größeren Ausschüttung von Substanzen kommt, die zum einen Schmerzen stillen und zum anderen die Stimmung aufhellen. Zu diesen als Glückshormone bekannten Substanzen gehören auch Serotonine und Endorphine.

    Die Behandlung mit Akupunktur

    Bei einer Behandlung mit Akupunkturnadeln werden dem Patienten je nach Bereich, kleine, sterile Einmal-Nadeln in die Haut gestochen. Diese Nadeln sind speziell geschliffen, damit der Patient keine Schmerzen verspürt. Möglich ist aber ein leichter Einstichschmerz, der aber schwächer ist als zum Beispiel der Einstich einer Spritze. Nach einer gewissen Zeit verspürt der Patient dann ein dumpfes Wärme- oder auch Schwergefühl rund um die Einstichstelle. Jede Nadel verbleibt in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten in der Haut, und wenn es darum geht, bestimmte Reaktionen zu erzielen, dann werden besondere Techniken der Stimulierung vorgenommen. So können die Nadeln vor der Behandlung erwärmt werden, aber auch eine unterschwellige Stimulanz mit Reizstrom ist im Rahmen einer Akupunkturbehandlung möglich. Es gibt zudem auch erweiterte Verfahren wie die Akupressur, bei der die Akupunkturstellen mit den Fingern massiert werden. Bei der Laser-Akupunktur wird ein bestimmter Punkt nicht mit einer Nadel, sondern mit einem Laserimpuls behandelt.

    Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur?

    Laut der sogenannten Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation WHO kann Akupunktur nicht nur bei chronischen Schmerzen hilfreich sein, sondern auch bei Allergien, bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und bei Erkrankungen der Atemwege. In den letzten Wochen der Schwangerschaft können Akupunkturnadeln dafür sorgen, dass der Geburtsvorgang verkürzt wird und selbst bei Operationen sind die Nadeln schon als eine Art Betäubungsmittel zum Einsatz gekommen. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel in den ersten Monaten einer Schwangerschaft hilft, und auch bei Arthrose in den Knie- und Ellbogengelenken hat sich Akupunktur bewährt. Kopf- und Rückenschmerzen können durch Akupunktur gelindert werden und auch bei Heuschnupfen sind die kleinen Nadeln eine große Hilfe. Allergisches Asthma, Tennisarm oder auch Menstruationsschmerzen – für alle diese Beschwerden ist Akupunktur eine sehr gute Alternative zur klassischen Schul- und Schmerzmedizin.

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  • Infektionen mit dem Helicobacter Virus immer behandeln lassen

    Infektionen mit dem Helicobacter Virus immer behandeln lassen

    Jeder hat schon einmal Magenschmerzen gehabt, die dann nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Falsches oder verdorbenes Essen kann ebenso auf den Magen schlagen wie auch Stress, Sorgen, Ärger und Kummer. Wenn die Magenprobleme aber nicht nach wenigen Tagen wieder verschwinden, sondern über Wochen andauern, dann ist eine Infektion mit dem Helicobacter Virus nicht auszuschließen, und wenn das der Fall ist, dann sollte etwas gegen dieses Virus unternommen werden. Selbst wenn das Helicobacter Virus an sich harmlos ist, unbehandelt kann es zu einer großen Gefahr werden.

    Helicobacter Virus – Eine Fliege ist der Übeltäter

    Magenschleimhautentzündung und Zwölffingerdarmgeschwüre, Sodbrennen und Magenkrebs – für alle diese Erkrankungen kann das Helicobacter Virus verantwortlich sein. Der Magenkeim wird unter anderem durch harmlose Stubenfliegen oder genauer gesagt durch deren Kot übertragen. Setzt sich die Fliege zum Beispiel auf ein Stück Kuchen und macht dort ihr Geschäft, das mit dem Helicobacter Virus infiziert ist, dann wandert der Virus mit dem Kuchen in den Magen des Menschen und greift dort die Schleimhaut an. Was den Helicobacter Virus so tückisch macht, ist die Tatsache, dass sich eine harmlose Infektion nur sehr schwer von einer gefährlichen Infektion unterscheiden lässt. Wer den Keim in sich trägt und ihn nicht behandeln lässt, der läuft Gefahr, schwer zu erkranken und damit auch andere Menschen anzustecken.

    Jede Infektion muss behandelt werden

    Nach neusten Erkenntnissen waren Ärzte davor, den Magenkeim nicht behandeln zu lassen, aber leider ist eine effektive Behandlung nicht immer ganz so einfach. Es gibt zwar eine sogenannte Triple-Therapie, die aus einem Magensäurehemmer und unterschiedlichen Antibiotika besteht, aber diese Methode wirkt nicht bei jedem Patienten. Neue Studien, die jetzt auf dem Kongress der Viszeralmedizin vorgestellt wurden, zeigen, dass eine Vierfachtherapie effektiver ist als die Triple-Therapie mit den bisher bekannten Mitteln wie Clarithromycin, Amoxicillin und Metronidazol. Mit einer Vierfachtherapie kann der Helicobacter Virus in bis zu 90 % der Fälle erfolgreich behandelt werden. Noch in diesem Jahr wird zudem von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen eine neue Leitlinie zum Thema Helicobacter pylori herausgegeben, an der sich Ärzte über die neuen Therapien informieren können. Dort werden auch die neuen Behandlungsmethoden vorgestellt und zusammengefasst.

    Sofort untersuchen lassen

    Wenn die Magenschmerzen nicht vom falschen Essen kommen und auch wenn mit der Seele alles in Ordnung ist, dann sollte bei länger anhaltenden Schmerzen der Arzt aufgesucht werden. Mithilfe einer Magenspiegelung kann der Arzt das Helicobacter Virus schnell und einfach nachweisen und dann die richtige Therapie sofort einleiten. Bei den meisten Patienten, die unter dem Virus gelitten haben, kommt es zu keiner erneuten Infektion, denn offenbar ist der Körper nach einer erfolgreichen Behandlung immun gegen den Virus. Wird das Virus nicht behandelt, dann kann es im schlimmsten Fall sogar zu Magenkrebs kommen.

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  • Blutdrucksenker können das Diabetes-Risiko senken

    Blutdrucksenker können das Diabetes-Risiko senken

    Wie hoch oder wie niedrig der gesunde Blutdruck sein sollte, darüber streiten sich Experten nicht erst seit gestern. Es ist aber eine Tatsache, dass ein zu hoher Blutdruck gefährliche Folgen haben kann, und dass immer mehr Menschen unter einem zu hohen Blutdruck leiden. Mit den entsprechenden Medikamenten kann der Blutdruck auf ein gesundes Niveau gesenkt werden, und wenn die Medikamente statt am Morgen am Abend eingenommen werden, dann schützen sie sogar vor Diabetes. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine viel beachtete Studie aus Spanien.

    In der Nacht deutlich niedriger Blutdruck

    Für die Studie, die von spanischen Wissenschaftlern und Ärzten durchgeführt wurde, nahmen die Probanden ihre blutdrucksenkenden Mittel vor dem Schlafengehen ein. Im Vergleich zu den Studienteilnehmern, die ihre Mittel am Morgen einnahmen, war der Blutdruck in der Nacht deutlich besser gesunken. In der Gruppe, die ihr Blutdruckmittel am Abend eingenommen hatte, stellte sich der sogenannte „Non-Dipping“ Effekt ein, bei dem sich der Blutdruck über Nacht um zehn Prozent mehr absinkt als das am Tag der Fall ist. Während der Studie machten die Forscher der University of Vigo aber noch eine weitere Entdeckung.

    Effektiv im Kampf gegen Diabetes

    Nicht nur der Blutdruck sank besser, wenn die Studienteilnehmer ihr Medikament am Abend eingenommen hatten, auch das Risiko an Diabetes zu erkranken, konnte um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Der Effekt konnte sowohl mit einem ACE-Hemmer als auch mit einem Beta-Blocker nachgewiesen werden. Der Grund für diesen Effekt liegt in der Wirkung der Medikamente in Verbindung mit einem bestimmten Hormon. Die blutdrucksenkenden Mittel blockieren dieses Hormon, das normalerweise daran schuld ist, dass sich die Gefäße verengen. Das wiederum führt zu einem erhöhten Blutdruck und es kommt zu einer verstärkten Freisetzung von Glukose aus der Leber. Damit wird das Insulin weniger empfindlich und der Blutzuckerspiegel steigt an. Alle, die ihre Medikamente zur Blutdrucksenkung am Abend einnehmen, setzen sich also keiner Gefahr aus, das Diabetesrisiko zu steigern.

    Vorher mit dem Arzt sprechen

    Wer schon seit längerer Zeit ein Mittel zur Senkung des Blutdrucks immer nach dem Frühstück einnimmt, der sollte mit seinem Arzt darüber sprechen, ob es sinnvoll ist, die Einnahme auf den Abend zu verlegen. Das gilt besonders für die Patienten, die einen ständig erhöhten Blutdruck haben und die am Tag arbeiten müssen. In diesem Fall ist es nicht immer zu empfehlen, die Einnahmezeit zu verändern. Alle, die ein erhöhtes Risiko haben, an Diabetes zu erkranken, weil es vielleicht in der Familie schon Fälle von Zucker gab, sie sind hingegen gut beraten, das blutdrucksenkende Mittel am Abend statt am Morgen zu nehmen. So lässt sich die Gefahr minimieren, an Diabetes zu erkranken. Wenn Beta-Blocker oder ACE-Hemmer hoch dosiert sind, dann kann auch eine Einnahme am Morgen und am Abend in Erwägung gezogen werden.

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  • Wie gefährlich ist eine Verletzung am Trommelfell?

    Wie gefährlich ist eine Verletzung am Trommelfell?

    Eine Verletzung am Trommelfell kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine heftige Ohrfeige kann das empfindliche Trommelfell ebenso verletzten wie auch ein lauter Knall und eine Druckschwankung, sogar ein Wattestäbchen kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einer Verletzung am Trommelfell kommt. Taucher kennen das Problem, aber auch wer viel fliegt, der muss sich nicht wundern, wenn es zu einer Verletzung am Trommelfell kommt. Meist ist es ein Riss oder eine Ruptur, die das Trommelfell im Ohr beschädigen, zu den schweren Verletzungen gehört aber auch ein Loch, eine sogenannte Perforation des Trommelfells.

    Welche Aufgabe hat das Trommelfell?

    Das Trommelfell hat im Hörprozess eine Schlüsselfunktion, denn immer dann, wenn Schallwellen durch den Gehörgang zum Trommelfell gelangen, dann fängt die dünn straff gespannte Membran, die die Grenze zwischen dem Mittel- und dem Außenohr darstellt, an zu schwingen. Diese Schwingungen lösen elektrische Impulse aus, die dann über die drei Gehörknöchelchen Amboss, Hammer und Steigbügel an den Hörnerv und schließlich an das Gehirn weitergegeben werden.

    Was kann eine Verletzung am Trommelfell verursachen?

    Wer sich die Ohren mit einem Wattestäbchen reinigt, der riskiert dabei eine Verletzung am Trommelfell und auch wenn bei einem Autounfall der Airbag ausgelöst wird, dann kann das Trommelfell geschädigt werden. Eine direkte Gewalteinwirkung, wie eben eine Ohrfeige, kann für einen Riss oder sogar für ein Loch im Trommelfell sorgen. Eine Verletzung am Trommelfell kann jedoch auch indirekt ausgelöst werden, zum Beispiel, wenn das Trommelfell starkem Druck ausgesetzt wird. Hinter dem Trommelfell im Mittelohr ist ein Hohlraum, der mit Luft gefüllt ist, die sogenannte Paukenhöhle und wenn in diesem Bereich der Luftdruck ansteigt oder auch plötzlich fällt, dann kann es passieren, dass die dünne Membran, also das Trommelfell, zu Schaden kommt. Taucher, die entweder zu schnell und zu tief tauchen oder nach einem Tauchgang zu schnell wieder an die Wasseroberfläche kommen, müssen damit rechnen, dass der Druck im Mittelohr zu groß wird, und dass in der Folge das Trommelfell beschädigt wird.

    Wie macht sich eine Trommelfellverletzung bemerkbar?

    In den meisten Fällen wird eine akute Verletzung am Trommelfell von einem kurzen, aber heftigen stechenden Schmerz begleitet, eine Trommelfellverletzung kann sich aber auch durch Blut im Gehörgang und ein vermindertes Hörvermögen bemerkbar machen. Nicht selten sind auch ein leichtes Schwindelgefühl oder Übelkeit ein Zeichen dafür, dass das Trommelfell verletzt wurde. Diese Symptome deuten immer darauf hin, dass das Innenohr verletzt wurde, und wenn Schwindel und Übelkeit anhalten, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Im schlimmsten Fall kann eine Verletzung am Trommelfell eine Gesichtslähmung auslösen, zu einer dauerhaften Schädigung des Gehirns und auch zu Taubheit führen. Handelt es sich um eine sehr ausgedehnte Verletzung am Trommelfell, dann ist auch eine schmerzhafte Mittelohrentzündung möglich.

    Wie wird eine Trommelfellverletzung behandelt?

    Der HNO-Arzt stellt eine Verletzung am Trommelfell durch einen Ohrenspiegel, ein sogenanntes Otoskop fest und kann mit einem speziellen Ohrmikroskop sehen, wie stark das Trommelfell verletzt ist. Durch eine Hörprüfung wird dann festgestellt, inwiefern das Hörvermögen des Patienten gelitten hat und ob es zu einer Schädigung des Gehörknöchelchens gekommen ist. Behandelt werden muss eine Verletzung am Trommelfell nur selten, denn die dünne Membran hat ein ganz erstaunliches Selbstheilungsvermögen. Kleine Risse heilen schnell von selbst wieder zu, wenn es sich aber um ausgedehnte Perforationen handelt, dann wird das Trommelfell mit einer Folie geschient, damit die beiden Enden wieder zusammenwachsen können. Wenn auch diese Maßnahme nicht hilft, dann bleibt nur noch die Myringoplastik, ein Verfahren, bei dem das Trommelfell mit körpereigenem Gewebe rekonstruiert wird.

    Wer schon einmal eine Verletzung am Trommelfell hatte, der lebt mit der Gefahr, dass es wieder zu einer Schädigung kommen kann, denn wenn das Trommelfell einmal verletzt wurde, dann bleibt es instabil.

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  • Ghee Butter – ein ganz besonderes Elixier

    Ghee Butter – ein ganz besonderes Elixier

    Wer sich schon einmal näher mit dem Thema Ayurveda beschäftigt hat, dem wird auch der Begriff Ghee Butter bekannt sein. In der ayurvedischen Kultur spielt Ghee Butter schon sehr lange eine wichtige Rolle und wird in alten Schriften sogar als goldenes Elixier bezeichnet. Ghee Butter kann sowohl äußerlich als auch innerlich eingesetzt werden, und wird als Lebensmittel ebenso verwendet wie auch als Heilmittel. Ghee Butter eilt der Ruf voraus, dass sie den Körper entgiften und den Cholesterinspiegel senken kann, und auch bei Arteriosklerose hilft. Aber das ist noch lange nicht alles, was Ghee Butter kann, denn die magische Butter kann noch auf anderen Gebieten zum Einsatz kommen.

    Was ist Ghee Butter?

    Streng genommen ist Ghee Butter nichts anderes als geschmolzene und geklärte Butter, die in Europa auch als Butterschmalz bekannt ist. Im Gegensatz zur normalen klassischen Butter enthält Ghee Butter kein Eiweiß, keinen Milchzucker und auch kaum Wasser. Ghee Butter ist Fett pur, während die herkömmliche Butter nur zu 80 % aus Fett besteht. Um Ghee Butter herzustellen, müssen alle anderen Inhaltsstoffe, die normalerweise in der Butter zu finden sind, entfernt werden.

    Welche Vorteile hat Ghee Butter gegenüber normaler Butter?

    Es gibt drei Argumente, die für Ghee Butter im Vergleich zu normaler Butter sprechen. Ghee Butter lässt sich sehr hoch erhitzen und wird deshalb in der Küche gerne zum Anbraten und auch zum Frittieren genutzt. Wer schon einmal klassische Butter in der Pfanne zu hoch erhitzt hat, der weiß, wie unangenehm es sein kann, wenn die Butter spritzt und dann braun wird. Ghee Butter bleibt aber bis zu einer Temperatur von 190° Grad stabil, denn die im Fett enthaltenen Säuren oxidieren nicht und es werden auch keine gefährlichen freien Radikalen freigesetzt.

    Ghee Butter lässt sich im Vergleich zu Butter sehr einfach lagern und sie ist sehr lange haltbar. Es macht der Ghee Butter nichts aus, wenn sie über Wochen ungekühlt gelagert wird, denn sie enthält kein Wasser und damit kann es auch zu keiner Belastung durch Bakterien kommen. Butter muss relativ schnell verbraucht und ständig gekühlt werden, denn sonst wird sie schnell ranzig.

    In Ghee Butter ist keine Laktose und sie ist daher auch für diejenigen geeignet, die unter einer Laktoseunverträglichkeit leiden.

    Die gesunden Inhaltsstoffe

    Ghee Butter hat eine Menge sehr gesunde Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel die Vitamine A, D und E. Wer täglich Ghee Butter isst, der deckt seinen Bedarf an Vitaminen optimal, so decken schon 20 Gramm Ghee Butter alleine 20 % des täglich benötigten Bedarfs an Vitamin A. Was aber vielleicht noch wichtiger ist, Ghee Butter besteht zu 60 % aus gesättigten Fettsäuren, nur 30 % der Fettsäuren sind ungesättigt und 3 % der in der Ghee Butter enthaltenen Fettsäuren sind mehrfach gesättigt. Viele werden jetzt vielleicht fragen: Wie kann diese besondere Butter gesund sein, wenn sie einen so hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren hat? Sind es nicht genau diese Fettsäuren, die als Verursacher für Herz- und Kreislauferkrankungen gelten? Neue Studien sind jetzt zu einem anderen Ergebnis gekommen, es ist ein Irrtum anzunehmen, dass gesättigte Fettsäuren grundsätzlich schädlich sind, ganz im Gegenteil, Ghee Butter hat die Fähigkeit, den Cholesterinspiegel nicht nur zu senken, sondern ihn auch zu regulieren.

    Noch mehr gute Eigenschaften

    Butter ist bekanntlich schwer verdaulich, Ghee Butter liegt nie schwer im Magen und ist deutlich leichter verdaulich als alle anderen Fette. Ghee Butter wirkt auch entzündungshemmend und kann die Wunderheilung fördern. Wird Ghee Butter auf Wunden oder Blasen aufgetragen, dann wird die Heilung beschleunigt und es bilden sich keine markanten Narben. Auch in der Kosmetik ist Ghee Butter sehr beliebt, denn sie verjüngt die Haut und hilft ihr gleichzeitig sich zu regenerieren, zum Beispiel nach dem Abschminken.

    Bild: © Depositphotos.com / Haribol_108