Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Die Haut – ein ganz besonderes Organ

    Die Haut – ein ganz besonderes Organ

    Sie ist Sinnesorgan, Schutzschild und Stimmungsbarometer, sie regelt die Temperatur und die Feuchtigkeit, sie kann samtweich, aber auch rau, glatt oder faltig sein – unsere Haut. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers, zwei Millionen Hautzellen schützen uns vor Krankheitserregern, vor gefährlichen UV-Strahlen, vor Hitze und Kälte. Die Haut ermöglicht zudem einen feinen Tastsinn, sie macht es möglich, dass wir Schmerzen und Temperaturen empfinden, und Hautgefäße sowie die Drüsen sind immer aktiv, um die Körperwärme im Gleichgewicht zu halten.

    Funktion und Aufbau der Haut

    Die menschliche Haut besteht aus drei Schichten, von denen jede eine eigene Aufgabe hat. Da gibt es die Oberhaut, die Epidermis, dann die Lederhaut, die Dermis und die Unterhaut, die Subkutis. Die Oberhaut ist die schützenden äußere Hülle, eine Hornschicht, die ständig damit beschäftigt ist, Krankheitserreger abzuwehren. Alle vier Wochen erlebt die Oberhaut, die mit nur 0,1 Millimeter so dünn wie ein Blatt Papier ist, eine Art Metamorphose, denn sie erneuert sich komplett. Deutlich dicker ist da schon die zweite Schicht, die Lederhaut. Sie ist viel robuster als die dünne Oberhaut und in ihr verbergen sich Lymph- und Blutgefäße, durch die es uns möglich wird, Schmerzen, Druck, Berührungen und Temperatur zu fühlen. Die Unterhaut besteht hauptsächlich aus Fettgewebe, das dem Körper als Energiespeicher und als Schutz gegen Kälte dient. In der unteren Hautschicht finden sich auch Talgdrüsen, die dafür zuständig sind, einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche herzustellen. Dazu kommen die Schweißdrüsen, die den Wärmeaustausch regeln und auch bei der Abwehr von Schädlingen aller Art helfen.

    Was sich auf der Haut alles ablesen lässt

    Die Haut ist ein sehr sensibles Sinnesorgan und über sie lässt sich zum Beispiel das Alter eines Menschen, aber auch sein Lebensstil und seine momentane Gefühlslage deutlich ablesen. „Das geht mir unter die Haut“, so heißt es, wenn es zu einer emotionalen Reaktion kommt und auch die berühmte „Gänsehaut“ ist eine Reaktion auf etwas, was die Oberhaut im ersten Moment nicht verarbeiten kann. Eine durchfeierte Nacht lässt sich an der Haut ebenso schnell ablesen, wie auch ein Sonnenbad, das viel zu lange gedauert hat. Raucher haben ein schlechtes Hautbild und auch Alkohol hinterlässt unübersehbare Spuren. Das falsche Essen sorgt für Pickel und Mitesser, aber auch zu viel Schokolade und wenig Schlaf zeichnen ein schlechtes Hautbild.

    Die richtige Pflege

    Was lange halten und für lange Zeit gut aussehen soll, das muss auch entsprechend gepflegt werden. Wer also auch noch im Alter gut aussehen möchte, der muss seine Haut pflegen, um sich in ihr wohlfühlen zu können. Ist sie zu trocken, dann braucht sie besonders viel Feuchtigkeit, ist sie zu fettig, dann sollte die Hautpflege ebenfalls angepasst werden. Was alle Hauttypen gemeinsam haben, das ist das Bedürfnis nach Feuchtigkeit, denn schädliche Umwelteinflüsse, Heizungsluft, feiner Staub, Sonne und Stress sorgen dafür, dass die Oberhaut ständig leidet. Ihr wird wichtige Feuchtigkeit entzogen, und zwar so schnell, dass die obere Hautschicht nicht mehr die Zeit hat, sich zu regenerieren. Daher sollte täglich eine milde Reinigungsmilch oder ein reinigendes Gesichtswasser aufgetragen werden, um die feinen Poren von Schmutz und Staub zu befreien. Wer zu Mitessern oder zu anderen Hautunreinheiten neigt, der sollte antibakterielle Pflegemittel verwenden und damit die Gesichtshaut nicht spannt oder juckt, sind reichhaltige Cremes und Lotionen aus Mandel- oder Pflaumenkernöl eine gute Pflege.

    Hautkrankheiten vermeiden

    Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Warzen sind nicht nur unschön, sie können auch für den Körper gefährlich werden. Experten sind sich heute sicher, dass viele Hautkrankheiten durch Stress entstehen. Wer gesund bleiben will, der sollte auch seinen Lebensstil überdenken. Wenn es zu einem veränderten Hautbild kommt, dann ist es immer eine gute Entscheidung einen Dermatologen, einen Hautarzt aufzusuchen.

    Bild: © Depositphotos.com / megija

  • Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank zu sein ist nicht angenehm, aber über die Feiertage krank zu werden, das kann unter Umständen sogar richtig gefährlich werden. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind denkbar ungünstig für alle, die sich verletzen oder krank werden, denn die ärztliche Versorgung an den Feiertagen lässt bundesweit sehr zu wünschen übrig. Wenn es sich irgendwie verhindern lässt, dann sollte man mit einem verdorbenen Magen oder einem anderen Unwohlsein nicht ins Krankenhaus gehen, denn das kann sehr gefährlich werden.

    Überfüllte Notaufnahmen

    Die Notaufnahmen der deutschen Krankenhäuser sind ohnehin chronisch überlastet, aber über die Feiertage ist dort die Hölle los. Stundenlange Wartezeiten sind keine Seltenheit und auch die Gefahr der fehlerhaften Behandlungen steigt über die Feiertage drastisch an. Nicht umsonst sterben zwischen Weihnachten und Neujahr überdurchschnittlich viele Menschen, die Ursache liegt vor allem an der unzureichenden medizinischen Versorgung. In Deutschland fehlen erfahrene Ärzte, deshalb sind in den Notaufnahmen der Kliniken in der Regel junge Assistenzärzte zu finden, die frisch von der Universität kommen. Diesen Ärzten fehlt es nicht nur an Erfahrung, sie sind auch hilflos und vollkommen überlastet, angesichts der vielen Patienten, die über die Feiertage in den Notaufnahmen sitzen. Ober- und Chefärzte sind zwischen Weihnachten und Neujahr nur selten in der Notfallambulanz zu finden, sie schicken stattdessen die jungen Kollegen an die Front, die noch keine Familien haben.

    30 % mehr Patienten über die Feiertage

    Zwischen Weihnachten und Neujahr sind in den Notaufnahmen der Krankenhäuser rund 30 % mehr Patienten zu finden, als das an normalen Tagen der Fall ist. Eltern mit ihren Kindern sind dort ebenso zu finden wie auch Menschen, die zu Weihnachten einfach nur zu viel gegessen und getrunken haben. Gallenschmerzen und Magendrücken gehören zu den am häufigsten behandelten Krankheiten über die Feiertage, aber auch schwer kranke Menschen finden sich in den Notaufnahmen ein. Es sind meist Krebskranke, die Weihnachten gerne zu Hause bei der Familie verbringen möchten, aber deren Zustand sich dann so sehr verschlechtert hat, dass sie wieder ins Krankenhaus müssen. Es ist diese Mischung aus leichten und schweren Fällen, die die Situation in den Notaufnahmen noch verschärft, denn Assistenzärzten fehlt die nötige Erfahrung, die ernsten Erkrankungen von den harmlosen gesundheitlichen Problemen zu unterscheiden und entsprechend zu behandeln.

    Der Bereitschaftsdienst – nicht viel besser

    Wer über die Feiertage krank wird, der hat neben den Notaufnahmen noch eine andere Möglichkeit, medizinische Hilfe zu finden. Es gibt den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte, aber der ist über Weihnachten und Neujahr nicht sonderlich gut besetzt. So gibt es zum Beispiel in der Millionenstadt Berlin nur eine einzige allgemeinmedizinische Praxis, die in diesen Tagen Bereitschaft hat. Allerdings schließt diese Praxis am Wochenende um 22:00 Uhr, wer danach krank wird, der hat Pech und muss in eine der überfüllten Notaufnahmen gehen. Zwar gibt es die bundesweit gültige Rufnummer 116 117, unter der jeder erfragen kann, wo es einen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt, aber man muss Glück haben, eine offene Praxis in der näheren Umgebung zu finden. Wer auf dem Land wohnt, der muss lange Anfahrtswege in die nächst größere Stadt in Kauf nehmen.

    Unterfinanzierte Rettungsstellen

    Die deutschen Rettungsstellen wie die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind permanent in Finanznot. Sie haben kein eigenes Budget und müssen von den anderen Abteilungen der Kliniken mitfinanziert werden. Die innere oder auch die chirurgische Abteilung benötigen naturgemäß ein großes Budget und das wirkt sich nachteilig auf die Notaufnahmen aus. In der Folge muss nicht nur bei der Ausstattung kräftig gespart werden, auch bei den Kosten für das medizinische Personal sieht es schlecht aus.

    Wer über die Festtage gesund bleiben will, der sollte nicht zu fett essen, nicht zu viel trinken und seinem Magen öfter mal eine Pause gönnen.

    Bild: © Depositphotos.com / Feverpitch

  • Noroviren – effektiv und gefährlich

    Noroviren – effektiv und gefährlich

    Jeden Winter füllen sich die Wartezimmer und die Notaufnahmen mit Menschen, denen es gar nicht gut geht. Sie leiden unter Durchfall und schwallartigem Erbrechen, sie fühlen sich krank und wissen nicht, um welche Krankheit es sich handelt. Ein Blick auf das Blutbild sorgt allerdings sehr schnell für Gewissheit – die Krankheit oder besser gesagt, die Ursache für die Erkrankung heißt Noroviren. Die Viren, die besonders in der kalten Jahreszeit sehr umtriebig sind, befallen jedes Jahr Tausende von Menschen und da das Virus hochansteckend ist, breitet es sich in rasanter Geschwindigkeit aus.

    Noroviren – die perfekten Krankheitserreger

    Das Norovirus bringt alles mit, was ein lästiger Krankheitserreger haben sollte: Es ist ansteckend, es ist sehr widerstandsfähig, es hält sich sehr lange und wenn es einen in der Familie erwischt, dann legt es sehr bald auch alle anderen Familienmitglieder flach. Noroviren sind überall zu finden, sie halten sich auf Spielzeug, auf Türklinken oder auf den Griffen von Einkaufswagen mehrere Tage lang. Selbst wenn sie einfroren werden, dann sind sie nach dem Auftauen wieder munter, und auch Hitze von bis zu 60° Grad Celsius macht dem Norovirus nichts aus. Selbst zwei Wochen nach dem Ausbruch der Krankheit werden die Viren noch über den Stuhlgang ausgeschieden und wenn 100 Virenpartikel im Umlauf sind, dann braucht es nur zehn davon, um krank zu werden. Normalerweise müssen es schon mehr als eine Million Partikel eines Virus sein, um überhaupt eine Krankheit auszulösen, dass Norovirus bildet eine einzigartige Ausnahme, was es besonders gefährlich macht.

    Überall im Einsatz

    Warum sich das Norovirus den Winter für seinen Auftritt ausgesucht hat, das gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Das Virus ist zwar das ganze Jahr über da, aber zu bestimmten Zeiten steigt die Zahl der Infektionen deutlich an. Kleine Kinder unter fünf Jahren sind besonders häufig betroffen, denn die Kleinsten nehmen gerne alles in den Mund, und da ist gelegentlich auch mal ein Norovirus dabei. Ältere Menschen gehören zur zweiten bevorzugten Gruppe der Viren, denn ihr Immunsystem ist nicht mehr so stark und sie leben in Gemeinschaftsunterkünften wie Seniorenheimen oder auf Pflegestationen. Generell gilt, wo Menschen eng beieinander leben, haben die Noroviren leichtes Spiel. 2012 sorgte ein chinesischer Lebensmittelhersteller für einen massiven Ausbruch von Noroviren in Ostdeutschland, als er Erdbeeren mit dem resistenten Erreger verschickte und 11.000 Schulkinder krank wurden. Das Virus ließ sich anstandslos verpacken, verschiffen, dann lagern und der Caterer, der die Schule mit Essen versorgte, konnte nicht ahnen, was er da an viele Schulen geliefert hat.

    Eine hohe Dunkelziffer

    Jedes Jahr werden umfangreiche Untersuchungen zum Thema Norovirus gemacht und dabei zeigt sich, dass die Menschen in den neuen Bundesländern deutlich häufiger infiziert werden, als die Bürger in den alten Bundesländern. Der Grund für dieses Ost-Westgefälle liegt darin, dass im Westen mehr Laboruntersuchungen gemacht werden und die Dunkelziffer im Osten sehr viel höher ist. Kinder leiden öfter mal unter Erbrechen und Durchfall, aber nicht immer gehen die Eltern mit ihrem Nachwuchs auch zu einem Arzt, um die Ursache zu erfahren.

    Gibt es eine Impfung gegen Noroviren?

    Anders als bei den ebenfalls unangenehmen Rotaviren, gibt es gegen Noroviren keine Impfung. Es wird zwar nach einem passenden Impfstoff gesucht und die Entwicklung ist auch schon relativ weit gediehen, aber bis eine marktreife Impfung auf den Markt kommt, werden noch einige Jahre vergehen. Ähnlich wie beim Grippevirus, ändern auch die Noroviren von Zeit zu Zeit ihre Gestalt und das bedeutet, dass keine Immunität aufgebaut werden kann. Einen Trost gibt es jedoch, denn wer sich im Winter mit dem Norovirus infiziert, der ist für die Dauer von mehreren Jahren vor dem Virus oder ähnlichen Virustypen geschützt. Für das kommende Jahr ist bis jetzt keine ungewöhnliche Virenvariante bekannt.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Nach dem Brustkrebs ist der Eierstockkrebs die am meisten gefürchtete Krebsart bei Frauen. Anders als beim Brustkrebs, der auch in einem frühen Stadium erkannt wird, ist der Krebs der Eierstöcke tückisch, denn es gibt lange Zeit keine sichtbaren und spürbaren Symptome. In 90 % aller Eierstockkrebsdiagnosen handelt es sich um ein sogenanntes Ovarialkarzinom, das über einen langen Zeitraum keine Symptome auslöst. Der Tumor wird deshalb oftmals zu spät erkannt, was den Eierstockkrebs zu einer der gefährlichsten Krebsarten macht. Wie erfolgreich eine Behandlung ist, hängt immer davon ab, wie zeitig der Krebs entdeckt wird.

    Eierstockkrebs – die Symptome

    Immer dann, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich die ersten Symptome. Die betroffenen Frauen bluten außerhalb der monatlichen Regel oder es treten Blutungen auch noch nach den Wechseljahren auf. Starke Blähungen und eine Gewichtsabnahme, für die es keine logische Erklärung gibt, kann ebenfalls ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Frauen, die sich ohne einen ersichtlichen Grund über einen längeren Zeitraum erschöpft, schlecht und krank fühlen, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Vor allem für Frauen, die bereits in der Menopause sind und im Rahmen der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie machen, sollten sich regelmäßig auf diesen speziellen Krebs untersuchen lassen, das Gleiche gilt für Frauen mit starkem Übergewicht. Auch wenn es eine genetische Veranlagung und bereits Fälle von Eierstockkrebs in der Familie gibt, dann ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Pflicht.

    Die Diagnose

    Vielfach wird ein Tumor an den Eierstöcken durch Zufall entdeckt, und wenn der Verdacht besteht, dann wird der Arzt eine gründliche, weitergehende Untersuchung machen. So reicht zum Beispiel eine vaginale Ultraschalluntersuchung nicht immer aus, um einen bösartigen Tumor zu erkennen, eine Kernspintomografie ist hier die bessere Wahl. Ein CT, also eine Computertomografie, hat sich bei der Diagnosefindung ebenfalls bewährt, denn sowohl mit dem CT als auch mit einem MRT kann erkannt werden, ob der Krebs bereits in die Beckenregion gestreut hat. Eine Untersuchung des Blutes gibt darüber Auskunft, ob sich im Blut sogenannte Tumormarker befinden. Gibt es einen Nachweis über das Protein CA 125, kann das ein sicheres Anzeichen für ein Ovarialkarzinom sein.

    Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

    Die Therapie bei Eierstockkrebs richtet sich immer danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In den meisten Fällen ist aber eine Operation notwendig, bei der der Tumor und auch die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt werden. Ist der Krebs weit fortgeschritten, dann entfernt der Chirurg auch die Lymphknoten im gesamten Becken- und Bauchbereich. Handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, dann wird der Arzt auch befallenes Gewebe aus dem Bauchraum und eventuell auch Darmabschnitte entfernen. An die Operation schließt sich eine Chemotherapie und wenn notwendig auch eine Strahlentherapie an.

    Wie gut sind die Prognosen?

    Krebs an den Eierstöcken wird in vier verschiedene Stadien unterteilt:

    • Stadium I: An beiden Eierstöcken haben sich Tumore gebildet.
    • Stadium II: Der Krebs hat sich im Beckenraum ausgebreitet.
    • Stadium III: Die Krebszellen sind bereits außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle und in den Lymphknoten zu finden.
    • Stadium IV: Die Krebszellen haben sich in anderen Regionen auch außerhalb der Bauchhöhle angesiedelt, es gibt sogenannte Fernmetastasen.

    Wird der Krebs in den ersten beiden Stadien erkannt und rechtzeitig behandelt, dann sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Hat der Krebs aber bereits das dritte und vierte Stadium erreicht, dann sind die Prognosen leider nicht mehr so günstig. Wenn der Krebs der Eierstöcke so weit fortgeschritten ist, dass keine Chancen auf Heilung bestehen, dann ist eine palliative Therapie die beste Wahl, denn sie steigert die Lebensqualität. Diese Therapie kommt immer dann zur Anwendung, wenn der Tumor massiv in die Bauchregion gestreut hat und weder eine Operation oder eine Chemotherapie helfen können.

    Bild: © Depositphotos.com / blueringmedia

  • Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Der Umweltgipfel in Paris ist gerade zu Ende gegangen, da meldet China Smogalarm und empfiehlt seinen Bürgern, doch besser zu Hause zu bleiben. Umweltverbände sprechen von der schlechtesten Luftqualität, die es jemals in China gegeben hat, denn in Großstädten wie Peking oder Shenyang wurden bis zu 1400 Mikrogramm des besonders gefährlichen Feinstaubs PM2.5 gemessen, dass 50-fache dessen, was die WHO als Obergrenze angibt. Aber viele Chinesen wissen sich zu helfen, sie kaufen frische Luft in Flaschen, die aus dem sauberen Kanada importiert wird.

    Smog als Todesursache

    Umweltverschmutzung und der daraus resultierende Smog macht den Chinesen gesundheitlich immer mehr zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die an Krebs, an einem Herzinfarkt oder an einem Schlaganfall sterben, steigt stetig an, aber die Regierung ignoriert dieses große Problem. Zwar versuchen die jeweiligen Bezirksregierungen der schlechten Luft Herr zu werden, aber sie stehen auf verlorenem Posten. In den Wintermonaten werden die Heizungssysteme in den Millionenstädten hochgefahren und das sorgt für Smog, der es den Bewohnern unmöglich macht, weiter als 100 m zu sehen oder tief durchzuatmen. Die Augen brennen, der Rachen schmerzt und viele kaufen deshalb eine Atemmaske, um wenigstens das Gefühl zu haben, sich gegen die buchstäblich dicke Luft schützen zu können. Die Bezirksregierungen rufen die Anwohner auf, die Autos stehen zu lassen und stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, und sie schließen die Schulen, damit wenigstens die Kinder nicht die lebensgefährliche Luft einatmen müssen.

    Mit importierter Luft gegen den Smog

    Auch wenn es wie eine aberwitzige Idee klingt, aber die Chinesen kaufen frische Luft, die in Kanada abgefüllt wurde und meinen, so dem Smog, der sie tagtäglich umgibt, entkommen zu können. Vor allem in der Hauptstadt Peking, das zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer dichten, ungesunden Suppe aus Smog versinkt, steigt die Nachfrage nach frischer Luft in Flaschen sprunghaft an. Auf die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, kam ein Kanadier mit Namen Moses Lam. Seit gut zwei Monaten verkauft er seine Sprühflaschen randvoll mit sauberer kanadischer Luft an die Volksrepublik, und hat seitdem eine mehr als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt. Umgerechnet 22 Euro kostet eine Flasche mit 7,7 Litern garantiert sauberer Luft aus den Rocky Mountains, und 4000 dieser Frischluftflaschen hat Moses Lam bereits nach Fernost versandt. Eigentlich war die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, eine Schnapsidee, aber als die ersten 500 Flaschen, die Lam bei eBay anbot, in nur wenigen Tagen vergriffen waren, wurde daraus eine Geschäftsidee.

    Frische Luft – der Luxus gegen Smog

    Während die überwiegende Mehrheit der Chinesen weiter im Smog leben und die schlechte Luft ungefiltert einatmen muss, kann sich die chinesische Oberklasse den Luxus leisten, kanadische Luft in Flaschen zu atmen. Es sind vor allem Frauen, die es sich leisten können, Frischluftflaschen zu kaufen, die 50-mal so viel kosten wie eine Flasche Mineralwasser. Sie verwenden die Luft aus Kanada bei sich zu Hause oder verschenken sie an Freunde. Aktuell ist es im Trend, bei einer Party eine Flasche frische Luft dabei zu haben, um seine Freunde damit zu besprühen.

    Ein Problem und keine Lösung

    Braunkohle ist der Klimakiller Nummer eins weltweit, aber Länder wie China sind auf diese ungesunde Art der Energieversorgung angewiesen. Zum Heizen, aber vor allem auch für die Gewinnung von Strom setzt China nach wie vor auf Braunkohle und das führt besonders in der kalten Jahreszeit zu starkem Smog. Die einzige Hoffnung für die leidgeplagten Chinesen in den großen Städten ist das Wetter, denn wenn der Wind dreht und dann aus einer günstigen Richtung weht, dann können die Menschen in den Millionenstädten vorsichtig durchatmen. Leider sieht es im Moment nicht nach einer Wetterveränderung aus.

    Bild: © Depositphotos.com / tomwang

  • Reizdarm – die Betroffenen müssen ihr Leben ändern

    Reizdarm – die Betroffenen müssen ihr Leben ändern

    Reizdarm – was ist das eigentlich? Eine Krankheit, ein Symptom oder einfach nur ein eingebildetes Leiden? In Deutschland leiden rund 30 % der Bevölkerung unter einem Reizdarm, dauerhafte Hilfe in Form von Medikamenten finden sie aber nicht. Nur eine ganz besondere Diät kann hilfreich sein, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um ein Reizdarmsyndrom handelt. Alle, die sich nicht länger mit einem gereizten Darm herumplagen wollen, müssen nach neusten Untersuchungen ihr Leben grundlegend ändern.

    Symptome für einen Reizdarm

    Für das Reizdarmsyndrom gibt es kein Schema und auch keine logische Erklärung. Die Betroffenen bekommen Bauchschmerzen, sie leiden unter Blähungen, der Bauch fühlt sich geschwollen an und es kommt zu Verstopfung und Durchfall. Wenn diese Symptome auftauchen, dann nehmen die meisten ein rezeptfreies Medikament aus der Apotheke, aber sie sollten lieber zu einem Arzt gehen, der eine ernsthafte Erkrankung wie eine Infektion oder Darmkrebs ausschließen kann. Wenn nichts gefunden wird, dann lautet die Diagnose Reizdarm, und damit hat der Patient eine Krankheit, die nach wie vor viele Rätsel aufgibt. Ansteckend ist diese Krankheit nicht, ebenso wenig wie gefährlich, aber für die Betroffenen ist sie sehr belastend, denn sie schränkt das alltägliche Leben stark ein.

    Frauen sind öfter betroffen

    Frauen leiden deutlich öfter unter einem Reizdarmsyndrom als Männer, aber warum das so ist, weiß bis jetzt keiner. Anhaltspunkte, dass die Psyche in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen könnte, konnten bisher weder bestätigt noch widerlegt werden. Was dafür spricht ist, dass der Darm von einem Geflecht aus Nerven durchzogen wird, die wiederum in einem sehr engen Kontakt zum Gehirn stehen. Kommt es zu Ärger, Stress oder Trauer, dann macht sich das im Verdauungssystem durch die typischen Reizdarmsymptome bemerkbar, auch die Ernährung kann nach Ansicht von Experten eine Rolle spielen. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Reizdarm handelt, ist es hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen.

    Dem Reizdarm auf der Spur

    In einem Ernährungstagebuch wird akribisch festgehalten, was gegessen wurde und ob nach einer bestimmten Speise Probleme mit dem Darm auftreten. Kommt es bei einem bestimmten Lebensmittel zu wiederholten Beschwerden, dann kann man davon ausgehen, dass diese Lebensmittel die Probleme mit dem Darm auslösen. Bei einigen Betroffenen sind es bestimmte Gewürze, bei anderen Zwiebeln und wieder andere können keine Milchprodukte vertragen. Wenn eine Laktoseintoleranz ausgeschlossen werden kann, dann handelt es sich meist um ein Reizdarmsyndrom. Werden diese Lebensmittel weggelassen, dann verschwinden in der Regel auch die Probleme. Ist das aber nicht der Fall, dann kann eine ganz besondere Diät hilfreich sein.

    Die FODMAP-Diät

    Die FODMAP-Diät ist nach neusten Erkenntnissen eine wirkungsvolle Diät, um die Darmprobleme verschwinden zu lassen. Im Rahmen dieser Diät müssen die Patienten auf fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie auf Polyole, also auf Zuckeralkohole verzichten. Das klingt auf den ersten Blick ein wenig verwirrend, ist es aber im Grunde nicht, denn die Betroffenen müssen auf Steinobst wie Kirschen oder Pfirsiche, auf Kohlgemüse, Hülsenfrüchte und auch Milchprodukte verzichten oder diese Lebensmittel zumindest zeitweise von ihrer Speisekarte streichen. Mit der FODMAP-Diät wurden bisher große Erfolge erzielt, denn bei vielen Patienten reichte ein Verzicht von zwei Monaten aus, und die Symptome eines Reizdarms waren komplett verschwunden. Nach der Diät beginnt dann eine Versuchsphase, bei der der Arzt feststellen will, welche der Lebensmittel, die weggelassen wurden, von den Patienten doch und in welchen Mengen vertragen werden. Auf dieser Basis wird schließlich ein immer individueller Ernährungsplan zusammengestellt, mit dem die Betroffenen beschwerdefrei leben können. Wer unter einem Reizdarm leidet und die neue Diät ausprobieren möchte, der sollte das nur unter ärztlicher Anleitung tun. Einen Selbstversuch zu starten, ergibt wenig Sinn, denn die FODMAP-Diät fordert den kompletten Verzicht und das kann zu schweren Mangelerscheinungen führen.

    Bild: © Depositphotos.com / Farina6000