Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Kopfschmerzen – die lange vernachlässigte Volkskrankheit

    Kopfschmerzen – die lange vernachlässigte Volkskrankheit

    Keine andere Krankheit ist so weit verbreitet und kommt in so vielen verschiedenen Formen vor, wie Kopfschmerzen. Es gibt 367 Arten von Schmerzen, die den Kopf betreffen und lange Zeit wurde das Leiden, das so viele Menschen quält, sowohl von den Ärzten als auch von den Wissenschaftlern vernachlässigt. Erst jetzt gibt es eine Vielzahl von Therapieansätzen und neue Behandlungsmethoden, die eine Besserung versprechen, aber nicht immer wird das Angebot von denjenigen auch wirklich angenommen, die unter ständigen Schmerzen im Kopf klagen.

    Therapieplätze und Ambulanzen gegen Kopfschmerzen

    Immer mehr Kliniken nehmen heute die Patienten ernst, die über Kopfschmerzen klagen und richten entsprechende Ambulanzen und Therapiezentren ein. So zum Beispiel auch die Charité in Berlin, in der es eine Kopfschmerzambulanz gibt, in der einen Psychologen und Schmerztherapeuten als Ansprechpartner für Patienten mit starken Schmerzen gibt. Das Zentrum in der Berliner Charité bietet neben einer Ambulanz auch eine fünftägige Therapie mit Entspannungsübungen, zudem können Kopfschmerzpatienten dort auch den richtigen Umgang mit Medikamenten lernen. Aufgenommen werden allerdings nur acht Patienten im Monat und nur eine Krankenkasse, die AOK, bezahlt die Therapie. Alle anderen Kassen sehen keine Veranlassung, die Kosten zu übernehmen, denn es handelt sich schließlich „nur“ um Kopfschmerzen.

    Die Krankheit, die verharmlost wird

    Im Zusammenhang mit Kopfschmerzen ist immer das Wörtchen nur zu hören, denn auch wenn die Schmerzen stark sind und die Betroffenen sehr darunter leiden, werden sie selten ernst genommen. Dabei leiden 70 % der Deutschen (54 Millionen) unter nervenden Kopfschmerzen. Die Hälfte der Betroffenen klagt dabei über Spannungsschmerzen, nur in acht Prozent aller Fälle stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter. Alarmierend ist die Zahl von 44 % der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17, die davon betroffen sind, und diese Zahl steigt noch kontinuierlich an. Heute werden schon kleine Kinder behandelt, weil sie regelmäßig über Schmerzen im Kopf klagen. Trotzdem bekommen diese Kinder von den Eltern, aber auch von den Lehrern, Erziehern und Ärzten viel zu oft den Satz, zu hören: Stell dich nicht so an, es sind nur Kopfschmerzen.

    Migräne – die ganz besonderen Kopfschmerzen

    Eine besondere schmerzhafte Form von Kopfschmerz ist die Migräne. Rund 100.000 Menschen in Deutschland werden tagtäglich von einer so heftigen Migräne attackiert, dass sie nicht zur Arbeit gehen können. Neben den hämmernden, bohrenden und ziehenden Schmerzen im Kopf gesellen sich bei einer Migräne noch Erbrechen, Schwindelanfälle, Übelkeit und Sehstörungen dazu, was die Qualen um ein Vielfaches verstärkt. 22 % der Männer und 32 % der Frauen sind von Migräne betroffen, besonders heftig treten die Attacken an den Wochenenden auf. In den Apotheken klingeln die Kassen, denn pro Jahr nehmen die Deutschen mehr als drei Milliarden Tabletten gegen ihre Migräne oder den Kopfschmerz. Rund 85 % nehmen nach eigenen Angaben sogar täglich ein Medikament ein, um die Schmerzen zu lindern.

    Die neue Volkskrankheit

    Es gibt eine Reihe von Volkskrankheiten, aber keine trifft so viele Menschen und kommt so häufig vor wie Kopfschmerzen. Trotzdem spielen die 367 verschiedenen Kopfschmerzarten nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. Wie unbedeutend die Schmerzen im Kopf aus der Sicht der Wissenschaft sind, das beweist auch der Bericht zur „Gesundheit der Deutschen“, den das Robert-Koch-Institut jedes Jahr der Bundesregierung vorlegt. In diesem 500 Seiten umfassenden Bericht kommen die Migräne und der Kopfschmerz im Allgemeinen überhaupt nicht vor. Schuld daran ist die Tatsache, dass Schmerzen im Kopf in all ihrer Vielfalt nicht als eine eigenständige Krankheit anerkannt werden, denn wenn sie das wären, dann würde zumindest der Versuch unternommen, sie in den Griff zu bekommen. Jedoch sind auch Fortschritte erzielt worden, denn es gibt heute eine Vielfalt von unterschiedlichen Therapien und auch immer mehr Schmerzzentren, in denen sich die Betroffenen behandeln lassen können.

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  • Neue Studien zeigen, wie der Herpesvirus funktioniert

    Neue Studien zeigen, wie der Herpesvirus funktioniert

    Sie sind für die Betroffenen nicht nur schmerzhaft, sondern auch peinlich – Herpesbläschen, die sich wie aus dem Nichts auf der Oberlippe bilden. Bislang wurde die Entstehung dieser Bläschen mit einer Störung im Immunsystem in Zusammenhang gebracht, jetzt konnten Wissenschaftler aus den USA den Herpesvirus entschlüsseln und zum ersten Mal erklären, welcher Mechanismus sich dahinter verbirgt. Das macht es einfacher, ein effektives Medikament zu finden, was den Herpesvirus auf Dauer ausschalten kann.

    Der Herpesvirus und sein rätselhaftes Auftreten

    In Deutschland leiden mehr als 80 % der Erwachsenen unter Herpesbläschen. Sie sind mit dem Herpesvirus infiziert, aber nicht bei allen bilden sich die juckenden unangenehmen kleinen Blasen am Mund. Wer aber anfällig ist, der muss immer wieder mit Schüben leben, die besonders dann auftreten, wenn der Alltag mal wieder hektisch und stressig wird. Der Herpesvirus nistet sich an den feinen Enden der Nerven unter der Haut an und ist dort latent zu finden. Wenn die T-Zellen, die ein Teil des Immunsystems sind, den Herpesvirus in Schach halten, dann haben die Bläschen keine Chancen, aber wenn es zu Stress kommt, dann wird der Virus aufgeweckt, er beginnt sich zu vermehren und schon entstehen die unschönen kleinen Blasen auf der Lippe. Warum das Immunsystem plötzlich unaufmerksam wird, das war lange Zeit ein Rätsel, jetzt aber sind die Forscher der University of North Carolina dem Geheimnis auf die Spur gekommen.

    Warum das Herpesvirus sich bei Stress vermehrt

    Die Wissenschaftler der Uni in North Carolina konnten an Tests mit Mäusen nachweisen, dass Stresshormone den Herpesvirus „aufwecken“ und ihn zur Vermehrung anregen. Für das Immunsystem passiert das offenbar so überraschend, dass es keine Möglichkeit mehr hat, sich dagegen zu wehren. Die Mäuse wurden vor den Versuchsreihen mit Stresshormonen behandelt und dann massiv unter Stress gesetzt. Alle behandelten Tiere reagierten gleich, das Virus wurde geweckt und die Tiere bekamen die typischen Herpesbläschen. Die Studie konnte erstmals zeigen, was genau sich während einer Stressphase in einer Nervenzelle abspielt. Die Wissenschaftler haben das Geschehen mit dem Umlegen eines Schalters verglichen, denn wenn der Schalter durch die Stresshormone umgelegt wird, dann ist das ein Signal für den Virus, sich explosionsartig zu vermehren.

    Gibt es bald ein wirksames Medikament?

    Gegen Herpes ist bislang noch kein Kraut gewachsen. Es gibt zwar Salben und Cremes, die dabei helfen die Bläschen auszutrocknen, aller leider immer noch kein Mittel, um die Entstehung der Bläschen zu verhindern. Die US-Forscher haben bei ihren Versuchsreihen einen Hemmstoff erarbeitet, denn sie auf die Nervenfasern gegeben haben. Das Ergebnis war erstaunlich, denn als Stresshormone dazugegeben wurden, konnten sich die Herpesviren nicht mehr vermehren und sie fielen wieder in ihre Ruhephase. Auch wenn die Mäuse anschließend wieder unter Stress gesetzt wurden, kam es zu keinem Ausbruch des Virus. Das ist für die Wissenschaftler der Beweis, dass es eine Möglichkeit gibt, die Viren dauerhaft in Schach zu halten. Die weitere Forschung muss nun zeigen, ob sich die Erfolge nur auf Mäuse beschränken, oder ob sich beim Menschen der gleiche positive Effekt auslösen lässt. Bis es allerdings ein wirksames Medikament gibt, werden wohl noch einige Jahre vergehen.

    Nicht nur für Menschen gefährlich

    Der römische Kaiser Tiberius hatte es nicht gerne, wenn bei offiziellen Zeremonien oder anderen Anlässe geküsst wurde, denn er wollte Herpesbläschen auf jeden Fall vermeiden. Die Bläschen sind zwar relativ harmlos, aber wer sie einmal hat, der wird sie sein Leben lang nicht mehr los. Gefährlich ist der Herpesvirus hingegen für ungeborene und neugeborene Kinder sowie für einige Tierarten. So ist das Virus zum Beispiel für die europäische Auster eine Gefahr, und französische Austernzüchter mussten in den vergangenen Jahren um ihren Bestand fürchten, weil viele der Muscheln mit dem Virus infiziert waren.

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  • Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

    Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

    Syphilis – gibt es diese Krankheit überhaupt noch? Der Dichter Heinrich Heine, der Philosoph Friedrich Nietzsche oder auch der Komponist Franz Schubert starb an der Krankheit, die man früher die französische Krankheit nannte. Erst 1905 gelang es zwei Berliner Ärzten, der Lustseuche auf die Spur zu kommen, denn sie entdeckten den Erreger der Geschlechtskrankheit, die für die Dauer von fünf Jahrhunderten Europa fest im Griff hatte. Ihren Namen bekam die Syphilis allerdings schon 1530, als ein Arzt aus Italien ein Gedicht schrieb, in dem er von einem Hirten mit Namen Syphilus erzählte, der ein lasterhaftes Leben führte und dafür mit einer schrecklichen Krankheit bestraft wurde.

    Die Syphilis ist wieder da

    Lange Jahre war es ruhig um die Geschlechtskrankheit, die im Mittelalter den Charakter einer Seuche hatte. In den 1980er und 1990er Jahren bestimmte mit Aids eine andere Geschlechtskrankheit die Schlagzeilen und die Syphilis geriet ein wenig Vergessenheit. Jetzt ist sie wieder da, denn alleine im vergangenen Jahr zählte das Robert-Koch-Institut 5722 Neuerkrankungen. Seit fünf Jahren steigen die Zahlen kontinuierlich an und es sind vor allem Männer aus der Schwulenszene, die sich anstecken. In 85 % der registrierten Fälle ist der sexuelle Kontakt zwischen Männern der Auslöser für eine Infektion. Vor allem in den großen Städten wie zum Beispiel Berlin, stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 31 auf 100.000 Einwohner. Nach Berlin ist Hamburg eine neue Hochburg der Syphilis, denn dort gibt es seit 2014 knapp 20 neue Erkrankungen auf 100.000 Einwohner.

    Das Chamäleon unter den Geschlechtskrankheiten

    In der Medizin gilt die Syphilis als Chamäleon unter den Geschlechtskrankheiten, denn die typischen Symptome sind lange Zeit weder spürbar noch sichtbar. Da die Krankheit keinerlei Schmerzen verursacht, merken die Infizierten über einen sehr langen Zeitraum überhaupt nicht, dass sie schwer krank sind. Die Syphilis weiß sich geschickt zu tarnen, und genau das macht sie so gefährlich. Wenn sich die ersten Symptome zeigen, dann kann es für eine Behandlung schon zu spät sein. In nur etwa einem Drittel aller Fälle wird die Krankheit in einem frühen Stadium festgestellt und kann dann erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. Das Robert-Koch-Institut rät daher allen Personen, die gefährdet sind, einmal im Jahr zu einer Routineuntersuchung zu gehen, aber diese Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen nicht bezahlt, die Kassen bezahlen immer erst dann, wenn sich die ersten Symptome zeigen.

    Warum HIV-Infizierte besonders gefährdet sind

    Neue Studien zeigen, dass viele Infizierte auch unter HIV leiden und das hat seine Gründe. Viele homosexuelle Männer, die von ihrer Infektion mit Aids wissen, haben häufig ungeschützten Sex mit anderen Männern, die ebenfalls HIV-positiv sind. An eine Infektion mit Lues denken die wenigsten und wenn doch, dann wird die Syphilis als das „kleinere Übel“ betrachtet. Das ist ein großer Fehler, denn die Franzosenkrankheit ist wie gesagt, sehr tückisch und verläuft in Schüben. Drei bis fünf Jahre kann es dauern, bis die Krankheit ausbricht und dieser Zeit beginnt der Erreger damit, die Knochen, die Gelenke und schließlich auch lebenswichtigen Organe anzugreifen.

    Wie verläuft die Syphilis?

    Die ersten Anzeichen, dass es zu einer Ansteckung gekommen ist, sind eher harmlos. Im Genitalbereich sind kleine unscheinbare Geschwüre zu sehen, die nicht schmerzen und daher auch wenig beachtet werden. Im zweiten Schub, der bei vielen Infizierten neun bis zehn Wochen nach der Ansteckung erfolgt, zeigen sich dann rote Flecken, die sich auf dem ganzen Körper verteilen. Diese Flecken verschwinden aber wieder, und dann vergehen Jahre, bevor die Krankheit sich wieder bemerkbar macht. Im letzten Stadium kommt es dann zu Lähmungen und das Bakterium dringt bis ins Gehirn vor. Während die Kranken im 19. Jahrhundert mit hochgiftigem Quecksilber behandelt wurden, setzt die Medizin heute auf Antibiotika, um die Krankheit zu bekämpfen.

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  • Eine Stammzellenspende kann Leben retten

    Eine Stammzellenspende kann Leben retten

    Viele haben schon davon gehört, aber kaum jemand weiß, um was es sich dabei eigentlich handelt, erst die schwere Erkrankung eines Politikers hat die Stammzellenspende in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Der frühere Außenminister Guido Westerwelle erkrankte 2014 an Blutkrebs und er konnte die schwere Erkrankung nur überwinden, als er eine Knochenmarkspende bekam. Jetzt spricht der FDP-Politiker offen über seine Krankheit. Das motiviert immer mehr Menschen, ihr Knochenmark zu testen, um sich dann für eine Stammzellenspende zu registrieren. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) berichtet von einem starken Anstieg an Menschen, die ihr Knochenmark spenden möchten.

    Was genau ist eine Stammzellenspende?

    Eine Knochenmarkspende ist im Grunde nichts anderes als eine Transplantation, bei der aber kein Organ, sondern Gewebe aus dem Knochenmark vom Spender zum Empfänger verpflanzt wird. Stammzellen sind ein ganz besonderes Gewebe im menschlichen Körper, die sich durch zwei Merkmale auszeichnen. Zum einen können sich diese Zellen erneuern, also regenerieren und zum anderen sind sie in der Lage, sich zu anderen Zellen zu entwickeln. Die Besonderheiten dieser Stammzellen sind bis heute noch nicht komplett erforscht, denn über die Stammzellenspende hinaus gibt es bislang nur experimentelle Studien über eine andere Verwendungsform der Zellen. Die bekannteste Form der Stammzellenspende ist die Spende mit hämatopoetischen Stammzellen. Diese Zellen sind in unterschiedlichen Knochen zu finden, wie zum Beispiel in den langen Röhrenknochen, dem Beckenknochen und auch im Brustbein.

    Wie wichtig sind Stammzellen?

    Für den Körper sind Stammzellen wichtig, weil sie drei Zelltypen bilden können, die für den Organismus von größter Bedeutung sind. Diese Zellen kommen im menschlichen Blut vor:

    • Die Blutplättchen, die Thrombozyten, die die Blutgerinnung steuern.
    • Die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, die den Sauerstoff durch den Körper transportieren.
    • Die Leukozyten, die Zellen, die für das Immunsystem zuständig sind.

    Diese drei Zelltypen werden im Knochenmark gebildet und dann in die Blutbahn geschwemmt. Menschen, die unter Leukämie, also unter Blutkrebs leiden, haben einen Mangel an diesen drei Zelltypen und sie müssen die Zellen von einem Spender bekommen, um überleben zu können.

    Was passiert bei einer Knochenmarkspende?

    Kommt es zu einer Stammzellenspende, dann werden dem Spender Stammzellen entweder aus dem Knochenmark im Rücken oder aus dem Brustbein entnommen. Das passiert durch eine Punktion, der Arzt saugt praktisch die Flüssigkeit mit den Stammzellen aus dem Knochenmark. Der Spender bekommt vor dem Eingriff eine lokale Anästhesie und hat keine Schmerzen. Anschließend erhält der Spender das konzentrierte Knochenmark mittels einer Infusion. Wenn alles wie geplant funktioniert, dann helfen die gespendeten Stammzellen dabei, das Immunsystem des Kranken wieder aufzubauen und neues, gesundes Blut zu produzieren. Die Stammzellenspende hat aber einen großen Nachteil, es ist nämlich sehr schwer, einen geeigneten Spender zu finden. Wer Stammzellen aus seinem Knochenmark spenden will, der muss sich typisieren lassen, denn Spender und Empfänger müssen möglichst identische HLA-Merkmale (Human Leukocyte Antigen) haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann es passieren, dass der Organismus des Empfängers die ihm fremden Zellen wieder abstößt. Die besten Chancen bestehen, wenn Spender und Empfänger enge Blutsverwandte sind, wie das bei Guido Westerwelle der Fall war, denn er bekam die Stammzellen seines Bruders. Für den Spender besteht bei einer Stammzellenspende keinerlei Gefahr, er kann nach der Spende ganz normal und ohne Einschränkungen leben.

    Der Verlauf einer Stammzellenspende

    Bevor der Empfänger die Stammzellen bekommen kann, müssen die Krebszellen mittels einer aggressiven Chemotherapie zerstört werden, was zwischen zwei und zehn Tagen dauern kann. Zwei Tage später werden dem Empfänger dann die neuen Stammzellen transplantiert, was nicht länger als zwei Stunden dauert. Dann dauert es noch einmal zehn Tage, bis sich aus der Stammzellenspende neue Blutzellen bilden. Dieser Zeit muss der Patient auf jeden Fall vor Infektionen geschützt werden, denn die könnten für ihn lebensgefährlich werden.

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  • Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Eine echte Herzensangelegenheit

    Arteriosklerose beziehungsweise die Verkalkung der Arterien birgt nicht nur ein hohes Risiko für Herzkrankheiten, sondern bleibt in den meisten Fällen auch lange unerkannt. Genau das ist das Tückische. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Arterienverkalkung durch schwerwiegende Folgeerkrankungen erkannt wird. Man spricht hier auch von „der stillen Gefahr“, denn wer zu spät handelt, läuft Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Betroffene sind lange vollkommen beschwerdefrei. Vorsichtsmassnahmen zu treffen sollte eine echte Herzensangelegenheit sein.

    Auslöser für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten

    Das Herz des Menschen ist ein regelrechtes Hochleistungsorgan. Pro Jahr befördert es im Schnitt 2,6 Millionen Liter Blut durch den Körper und kümmert sich darum, dass alle Zellen und Organe ausreichend versorgt werden.

    Im Laufe der Jahre verlieren die Blutgefässe jedoch an Elastizität. Vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr sind besonders anfällig. Kommen Übergewicht, eine schlechte Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil mit Zigarettenrauch und hohem Alkoholkonsum hinzu, verschlechtert sich der Zustand der Arterien massgeblich schneller. Ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und natürlich auch eine genetische Veranlagung können ebenfalls enorm zur Verkalkung selbiger beitragen. Es kommt zu einer Verengung der Blutgefässe und chronisch entzündlichen Prozessen, der sogenannten Arteriosklerose. Dabei können die Zellen nicht mehr optimal versorgt werden – weder mit Sauerstoff noch mit den benötigten Nährstoffen. Die Folgen sind Taubheitsgefühle und Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK), Bluthochdruck und im schlimmsten Fall – durch die Ablagerung von Kalk an den Wänden der Blutgefässe – Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch junge Menschen sind davor nicht gefeit.

    Symptome bei einer Arteriosklerose können sein:

    • Einschlafen / Kribbeln in Händen, Beinen und Füssen
    • Engegefühl / Beklemmung in der Brust (Angina pectoris)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzschmerzen
    • Schwindel
    • Temporäres Verlieren des Bewusstseins

    Methoden, um eine Arteriosklerose rechtzeitig zu erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung an der Halsschlagader
    • Pulswellendiagnostik
    • regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterin (LDL-Cholesterin-Werte)

    Arteriosklerose vorbeugen als echte Herzensangelegenheit

    Präventionsmassnahmen zum Vorbeugen einer Arteriosklerose gibt es viele. Sie sind weitaus leichter umzusetzen und in den Alltag zu integrieren als dauerhafte Rehabilitationsmassnahmen nach einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer auf Rauchen und einen häufigen Alkoholkonsum verzichtet, der hat schon viel getan. Eine gesunde, Omega-3-Fettsäuren-reiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft gelten ohnehin als Eckpfeiler für einen gesunden Körper im Gleichgewicht. Wassertreten ist besonders hilfreich, um Venen und Arterien gesund zu halten.

    Auch das Vermeiden von Stress ist ein wichtiger Faktor um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Pflanzliche Präparate – zum Beispiel aus der Tibetischen Medizin – können ebenfalls eine wirksame Unterstützung bei Durchblutungsstörungen bieten. Entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antioxidative Eigenschaften der Ingredienzien aus der Tibetischen Medizin wirken sanft im Körper und sind meist gut verträglich.

    Noch ein Tipp: In Cranberrys befindet sich sogenanntes Vitamin P. Dieses soll eine Art Schutzfilm auf die Gefässwände legen können, um diese vor Verkalkung zu schützen.

    Fazit: Ob pflanzliche Arzneimittel, eine gesunde Ernährung oder regelmässige Checks beim Arzt: Das Vorbeugen von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose sollte in jedem Fall eine echte Herzensangelegenheit für all diejenigen sein, die noch lange fit und gesund bleiben möchten.

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  • Hypochonder – wie gesund sind die eingebildeten Kranken?

    Hypochonder – wie gesund sind die eingebildeten Kranken?

    Was ist der Unterschied zwischen einem Simulanten und einem Hypochonder? Während der Simulant eine Krankheit nur vortäuscht, ist der Hypochonder felsenfest davon überzeugt, tatsächlich krank zu sein. Wer unter Hypochondrie leidet, der lebt mit der ständigen Angst, todkrank zu sein, selbst dann, wenn der behandelnde Arzt dem Patienten versichert, dass er vollkommen gesund ist. Einen Hypochonder als einen Spinner und einen eingebildeten Kranken zu bezeichnen, wäre falsch, denn Hypochonder sind wirklich krank, wenn auch nicht körperlich.

    Die Angst vor der Krankheit

    In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit Hypochondrie. Diese Menschen leben in einem permanenten Angstzustand und 80 % sind sich sicher, an Krebs zu leiden. Besonders häufig glauben Hypochonder, dass sie einen Gehirntumor, Haut- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs haben. Die restlichen 20 % sind davon überzeugt, ein neurologisches Leiden wie zum Beispiel ALS zu haben. Herzinfarkte oder Schlaganfälle sind auf der Skala der eingebildeten Krankheiten erst sehr weit unten zu finden. Die Gedanken derjenigen, die an Hypochondrie leiden, kreisen Tag und Nacht um die Krankheit. Alles, was nicht „normal“ aussieht oder sich anders als sonst anfühlt, wird sofort als Symptom für eine schwere oder sogar tödliche Krankheit bewertet, es muss beobachtet und schließlich von einem Arzt abgeklärt werden.

    Hypochonder ticken anders

    Jeder Mensch kennt das Gefühl, dass körperlich irgendetwas nicht stimmt, man wacht am Morgen auf und der Hals oder der Kopf schmerzen ohne ersichtlichen Grund. Die meisten Menschen gehen mit diesen Schmerzen rational um, sie überlegen, ob eine Erkältung vielleicht der Grund sein kann und nehmen ein Mittel ein, wenn die Schmerzen unangenehm sind. Im Laufe des Tages verschwinden die Beschwerden entweder komplett oder es zeigt sich, dass tatsächlich eine Erkältung der Grund war. Die Erkältung wird dann entsprechend behandelt und nach einer Woche ist alles vergessen. Bei einem Hypochonder sieht das alles ein wenig anders aus, denn sein erster Gedanke ist nicht etwa eine harmlose Erkältung, er geht davon aus, dass Krebs an seinen Schmerzen schuld ist. Die belegte Zunge deutet auf Krebs in der Mundhöhle hin und hinter den Halsschmerzen steckt ein bösartiger Tumor im Kehlkopf. Kopfschmerzen werden mit Hirntumoren in Zusammenhang gebracht und ein Erkältungshusten ist für einen Menschen, der unter Hypochondrie leidet, ein Anzeichen für Lungenkrebs.

    Die Ursachen für Hypochondrie

    Wie werden Menschen zu Hypochondern? Die meisten Menschen, die an Hypochondrie leiden, hatten schon in der Kindheit diffuse Ängste vor Krankheiten. Häufig sind diese einbildenden Kranken in ihrem Elternhaus überbehütet und auch der Tod eines geliebten Menschen kann die Krankheit auslösen. Ausgelöst wird Hypochondrie dann in späteren Jahren durch einen sogenannten Trigger, wie zum Beispiel einen zu hohen Stresspegel. Bei einigen kann auch eine Routineuntersuchung beim Arzt die Krankheit Hypochondrie auslösen. Wenn der Arzt beispielsweise geschwollene Lymphdrüsen diagnostiziert, dann kann das ein Zeichen für Krebs sein, sich aber ebenso gut als vollkommen harmlos erweisen. Menschen, die unter Hypochondrie leiden, bekommen in dieser Situation Todesangst, denn für sie gibt es keine andere Diagnose als Krebs. Die Angst bleibt, selbst wenn das Untersuchungsergebnis etwas ganz anderes sagt und der Patient nachweislich völlig gesund ist.

    Hypochondrie ist heilbar

    Lange Zeit galten Menschen, die unter Hypochondrie leiden, als nicht behandelbar, heute gibt es die Konfrontationstherapie und die kognitive Verhaltenstherapie, mit denen gute Erfolge erzielt werden. Die meisten eingebildeten Kranken sprechen sehr gut auf diese Therapien an, aber es gibt natürlich auch hier sogenannte Non-Responder, Patienten, die auf die Therapien nicht ansprechen. Vor allem mit der Konfrontationstherapie, bei der sich die Patienten mit ihrer Angst und ihrem irrationalen Verhalten direkt auseinandersetzen müssen, werden große Erfolge erzielt. Sie lernen in der Therapie ihre Risiken besser einzuschätzen und die Signale, die ihr Körper aussendet, besser zu bewerten.

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