Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Wie gefährlich ist Tollwut für Menschen?

    Wie gefährlich ist Tollwut für Menschen?

    In Norddeutschland sind Fälle von Tollwut bei Fledermäusen aufgetreten, im Kreis Stade wurde der Tollwutvirus nachgewiesen. Die Besitzer von Katzen, die viel draußen sind, aber auch die Hundebesitzer sind jetzt zu Recht besorgt, denn das Virus kann sich von der Fledermaus auf den Hund oder die Katze und von dort aus auch auf den Menschen übertragen. Wie gefährlich ist Tollwut, wenn sich ein Mensch damit infiziert und welche Therapiemöglichkeiten gibt es für den Ernstfall?

    Was genau ist Tollwut eigentlich?

    Bei Tollwut handelt es sich um eine Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem zerstören kann. Übertragen wird Rabies, so der medizinische Name der Tollwut, ausschließlich durch direkten Körperkontakt, wenn ein Mensch von einem infizierten Tier gebissen wird oder wenn Speichel eines infizierten Tieres mit einer offenen Wunde in Berührung kommt. Die Tollwut befällt nur Säugetiere und sie ist fast überall auf der Welt zu finden. Die meisten Fälle von Tollwut gibt es in China, Afrika, Indien und auch in Südostasien. Weltweit sterben jedes Jahr ca. 55.000 Menschen an Tollwut, überwiegend sind es Kinder, die in ländlichen Regionen leben. In Europa sind es vor allem Füchse, die die Tollwut übertragen können, jetzt vermehrt sind jetzt auch Tollwutfälle mit Fledermäusen aufgetreten.

    Die Symptome der Tollwut

    Die Inkubationszeit bei Tollwut dauert zwischen 20 und 90 Tagen. Bricht die Krankheit aus, gibt es zwei verschiedene Formen, die enzephalitische wilde Tollwut und die paralytische stille Tollwut. 80 % der mit Tollwut infizierten erkranken an der klassischen wilden Tollwut. Diese Form ist leicht an sehr hohem Fieber, einer panischen Angst vor Wasser und Luftzügen, sowie durch eine Hyperaktivität der Betroffenen zu erkennen. 20 % erkranken an der stillen Tollwut, in deren Verlauf es zu Lähmungserscheinungen der Arme und Beine sowie des Schließmuskels im Magen- und Darmtrakt und der Harnwege kommt. Zudem haben die Infizierten leichtes Fieber, eher selten sind Nervenschmerzen, Krampfanfälle und Zuckungen in den Gliedmaßen, in die gebissen wurde.

    Wie kann Tollwut behandelt werden?

    Bei der Behandlung von Tollwut muss es sehr schnell gehen, denn das Einzige, was helfen kann, ist eine aktive und eine passive Impfung. Der Betroffene muss diese Impfung unmittelbar nach dem Biss oder der Berührung mit einem infizierten Tier bekommen, es zählt buchstäblich jede Sekunde. Bricht die Tollwut aus, dann kommt jede Hilfe zu spät. Es gab zwar zahlreiche Versuche, die Infektionen unter anderem mit einem künstlichen Koma und auch mit Virostatika zu behandeln, aber bislang blieben diese Versuche ohne Erfolg. Bisher ist weltweit nur ein Fall bekannt, bei dem ein Mensch eine bereits manifeste Tollwuterkrankung überlebt hat, normalerweise führt die Tollwut innerhalb von wenigen Tagen zum Tod, wenn sie ausgebrochen ist.

    Nur eine Impfung kann helfen

    Wer von einem Tier gebissen wurde, das mit Tollwut infiziert ist, der muss sofort in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses, wo die Wunde gründlich ausgespült und gereinigt wird. Auf diese Weise kann schon ein Teil der Tollwutviren entfernt werden. So schnell wie möglich muss dann die aktive Impfung durch unschädlich gemachte Tollwutviren erfolgen, die das Immunsystem aktivieren sollen, die Krankheit selbst aber nicht mehr auslösen können. Nur so baut das Immunsystem einen wirksamen Schutz auf, denn es kann die unschädlichen von den schädlichen Viren nicht unterscheiden. Wer nicht sofort aktiv geimpft werden kann, der muss eine passive Impfung bekommen. In diesen Fall werden den Betroffenen Antikörper, also fertige Abwehrstoffe gespritzt. Besonders wirksam ist die Impfung mit dem sogenannten Rabies Immunoglobulin, wenn entweder direkt oder aber in unmittelbarer Nähe der Bisswunde geimpft wird. Eine aktive Immunisierung muss nach drei, sieben, 14 und noch einmal nach 28 Tagen wiederholt werden. Die passive Impfung darf hingegen nur bis zum siebten Tag nach einer Infektion gegeben werden.

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  • Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Am 3. Dezember 2015 treffen sich in Mainz Mediziner und Schlafforscher, um darüber zu diskutieren, wo die Ursachen für schlechten Schlaf liegen und warum in Deutschland immer mehr Menschen unter Schlafmangel leiden. Die Experten diskutieren aber auch darüber, wie sich mangelnder und schlechter Schlaf auf das private und berufliche Leben auswirken kann und sie wollen herausfinden, in welcher Form das digitale Zeitalter auf den Schlaf Einfluss nimmt. Viele Fragen stehen auf der Tagesordnung, aber einige dieser Fragen lassen sich schon jetzt beantworten.

    Wie viele Menschen leiden unter Schlafmangel?

    Offiziell leiden in Deutschland rund sechs Prozent der Bevölkerung entweder unter Schlafmangel oder unter massiven Schlafstörungen. Diese sechs Prozent können nicht richtig durchschlafen, sie haben Probleme beim Einschlafen oder sie schlafen einfach zu wenig. Alle diese Menschen müssten sich eigentlich behandeln lassen, aber nicht jeder geht mit seinen Schlafschwierigkeiten auch zu einem Arzt, viele versuchen den gestörten Schlafrhythmus selbst in den Griff zu bekommen, was die Probleme nicht selten noch vergrößert. Diejenigen, die unter Schlafmangel leiden, gehen noch seltener zu einem Arzt, die Mehrzahl nimmt sich vor, den Schlafmangel zu beheben, was allerdings nur sehr selten gelingt.

    Wo liegen die Gründe für Schlafstörungen und Schlafmangel?

    Die größte Gefahr für ein gestörtes Verhältnis zum Schlaf sehen die Experten in der heutigen Gesellschaft. Viele leben ohne Pause rund um die Uhr, sie sind zu jeder Zeit erreichbar und stehen im stetigen Kontakt zu ihrem Arbeitsplatz oder zu anderen Menschen. Aber auch Schichtarbeit führt zu Schlafmangel und Schlafstörungen, ebenso wie organische Erkrankungen und psychische Beschwerden. Die permanente Anspannung, die viele Menschen durch den Alltag begleitet, ist aber der größte Feind des gesunden und erholsamen Schlafes. Immer mehr Menschen liegen nachts mit Sorgen im Bett, die sie nicht einschlafen lassen, oder sie gehen viel zu spät ins Bett und leiden dann letztendlich unter Schlafmangel.

    Welche Folgen kann Schlafmangel haben?

    Schlafmangel kann ernste Folgen haben und das nicht nur für den Körper, auch die Psyche leidet darunter. So wird das Herz-Kreislaufsystem bei ständigem Schlafmangel stark belastet, denn Studien zeigen, dass Menschen, die zu wenig schlafen oder im Schichtdienst arbeiten, deutlich anfälliger sind, wenn es um Schlaganfälle und Herzinfarkte geht. Schlafmangel führt aber auch zu einem gefährlichen Optimismus, der schnell realitätsfremd wird und auch die Risikobereitschaft steigt in diesem Zusammenhang deutlich an, wie Studien beweisen. Das erklärt nach Meinung von Schlafforschern auch die oft nicht nachvollziehbaren Reaktionen und Taten einiger ranghoher Politiker und Manager, die permanent unter einem eklatanten Mangel an Schlaf leiden.

    Schläft man in der Partnerschaft besser?

    Menschen, die ohne einen Partner leben, leben in der Regel ungesünder und sie leiden auch öfter an Schlafmangel. Aber ist eine feste Partnerschaft ein Garant für einen erholsamen Schlaf? Nur bedingt, sagen die Forscher, denn während Männer im gemeinsamen Schlafzimmer tiefer und auch länger schlafen, leiden viele Frauen im Ehebett unter Schlafstörungen und damit auch unter Schlafmangel. Das gemeinsame Bett ist ein Ort der Sicherheit und es gibt ein Gefühl von Geborgenheit, dass Frauen trotzdem schlechter schlafen, kann evolutionsbiologisch bedingt sein. Frauen sind durch ihre Gene so programmiert, dass sie sich auch in der Nacht für das Wohl ihrer Familie zuständig fühlen. Frauen schlafen auch zu Hause praktisch immer an ihrem Arbeitsplatz. Bei Jugendlichen spielt das Smartphone eine wichtige Rolle in Bezug auf Schlafstörungen und Schlafmangel. Die überwiegende Mehrheit der 15- bis 25-jährigen beschäftigt sich vor dem Einschlafen noch intensiv mit ihrem Handy, sie können auf diese Weise nur sehr schwer abschalten und es fällt ihnen dann entsprechend schwer, in den Schlaf zu finden. Am nächsten Morgen macht sich der Schlafmangel bemerkbar, denn die Jugendlichen sind unkonzentriert, sie fühlen sich erschöpft und sind komplett übermüdet.

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  • Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Kalte Luft und eisiger Wind sorgen bei vielen Menschen in den Wintermonaten für unangenehme Ohrenschmerzen. Immer wenn in den Ohren ein ziehender oder stechender Schmerz zu spüren ist, dann sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern einen Ohrenarzt aufsuchen. Hinter diesen Schmerzen kann sich eine Mittelohrentzündung verbergen, die im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Hörvermögens führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

    Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?

    Am Anfang einer Mittelohrentzündung steht in der Regel eine Erkältung oder ein grippaler Infekt. Selbst wenn die Erkältung harmlos ist, kann sich nach ein paar Tagen ein stechender oder ziehender Schmerz bemerkbar machen, oftmals hören die Betroffenen auch nicht mehr so gut wie gewohnt. Ausgelöst wird eine Mittelohrentzündung durch Viren oder Bakterien, die sich eigentlich im Nasen-Rachen-Raum angesiedelt haben und von dort aus ins Mittelohr wandern. Handelt es sich um einen starken Schnupfen, dann kann es auch passieren, dass das Ohr von einer zur anderen Minute plötzlich zu ist. Der Nasen-Rachen-Raum werden durch die sogenannte Eustachischen Röhre und die Ohrtrompete miteinander verbunden. Hat man eine Erkältung, dann schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an und das Mittelohr wird nicht mehr ausreichend belüftet, in der Folge kommt es zu einer Mittelohrentzündung.

    Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?

    Wenn die Schmerzen im Ohr immer schlimmer werden und wenn das Hörvermögen immer mehr nachlässt, dann wird es höchste Zeit zu einem HNO-Arzt zu gehen, denn eine Mittelohrentzündung muss auf jeden Fall behandelt werden. Wie jede andere Infektion, so lässt sich auch eine Mittelohrentzündung mit Schmerzmitteln und mit Medikamenten, die die Entzündung hemmen, gut behandeln, vorausgesetzt die Betroffenen gehen auch rechtzeitig zum Arzt. Wenn eine Infektion durch Bakterien nachgewiesen wird, dann wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Das ist auch immer dann der Fall, wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht komplett abklingen. Selbst wenn Antibiotika in der Kritik sind, bei einer bakteriellen Infektion können auf diese Weise schwere Komplikationen verhindert werden.

    Welche Folgen kann eine unbehandelte Mittelohrentzündung haben?

    Wird eine Mittelohrentzündung nicht rechtzeitig und mit den richtigen Mitteln behandelt, dann kann das schwerwiegende Folgen haben. So ist es zum Beispiel möglich, dass die Mittelohrentzündung den Gleichgewichtssinn in einem erheblichen Maß beeinträchtigt, und auch ein Gesichtsnerv kann beschädigt werden. Eine Mittelohrentzündung kann zu einem Abszess mit einem Warzenfortsatz, einer sogenannten Mastoiditis führen, und wenn das der Fall ist, dann muss das betroffene Ohr auf jeden Fall operiert werden. Breitet sich die Entzündung des Mittelohrs bis ins Innenohr aus, dann führt das im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Verlust des Hörvermögens. Noch schlimmer ist es, wenn die Entzündung bis ins Gehirn durchbricht, denn das kann lebensgefährlich werden.

    Keine Hausmittel verwenden

    Bekanntlich ist in der Natur gegen jede Krankheit das passende Kraut gewachsen, bei einer akuten Mittelohrentzündung raten Ärzte jedoch dringend davon ab, zu alten Hausmitteln wie etwa einem Säckchen zu greifen, das mit Zwiebeln gefüllt ist. Der Betroffene hat zwar starke Schmerzen, aber er weiß nicht, warum ihm das Ohr solche Schmerzen bereitet. Wenn es bei einer Mittelohrentzündung zu einem typischen Krankheitsbild wie zum Beispiel einem vorgewölbten und geröteten Trommelfell kommt und wenn ein eitriges Sekret auf eine bakterielle Ursache schließen lässt, dann kann das nur der Arzt im Rahmen einer gründlichen Untersuchung sehen. Besonders unangenehm ist eine Mittelohrentzündung bei Kindern, die den Schmerz noch nicht lokalisieren können. Eine Mittelohrentzündung macht sich bei kleinen Kindern fast immer durch hohes Fieber und starke Schmerzen bemerkbar. In diesem Fall sollten Eltern sofort einen HNO-Arzt oder einen Kinderarzt aufsuchen, der das Trommelfell untersucht. Kinder unter zwölf Jahren werden aber selten mit Antibiotika behandelt, eine Ausnahme machen nur Säuglinge, denn für sie kann eine Mittelohrentzündung gefährlich werden.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • HIV ist in Europa wieder auf dem Vormarsch

    HIV ist in Europa wieder auf dem Vormarsch

    Lange Zeit sah es so aus, als hätten HIV und Aids ihren Schrecken verloren, die neusten Zahlen, die jetzt von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlicht wurden, sagen aber leider etwas anderes. HIV ist noch lange nicht unter Kontrolle, vor allem im Osten von Europa gibt es erschreckend viele neue Fälle, und das vergangene Jahr war sogar ein Rekordjahr mit über 142.000 Neuansteckungen. Im Vergleich dazu wurden 2013 nur knapp 137.000 neue HIV Fälle gemeldet.

    HIV in Osteuropa

    Die WHO hat sich in ihrem aktuellen Bericht vor allem mit der Situation in Europa befasst. Wie sieht die Zahl der HIV-Erstdiagnosen in Europa aus? Die Antwort ist ernüchternd, besonders in Hinblick auf den Osten des Kontinents. Zu wenig Vorbeugemaßnahmen und ein zu kleines Therapieangebot lassen vor allem in Russland und Kasachstan die Fälle von HIV rasant in die Höhe schnellen. Ungefähr die Hälfte der HIV-Erkrankungen wird nicht erkannt, die Menschen merken erst Jahre später, dass sie mit HIV infiziert sind und in diesen Jahren stecken sie unbewusst viele andere Menschen an. Wer mit HIV infiziert ist, der kann bis zum Ausbruch von Aids ganz normal leben, und das gibt der Epidemie viel Zeit und Raum, sich immer weiter auszubreiten. In Russland wurden über 85.000 neue HIV Fälle gemeldet und auch in Ungarn, Bulgarien, der Slowakei und Tschechien hat sich die Zahl der HIV-Infizierten seit 2005 mehr als verdoppelt.

    Die HIV-Übertragungswege ändern sich

    In den vergangenen Jahren wurde HIV in Osteuropa in der Regel durch die gemeinsame Nutzung von verunreinigten Spritzen übertragen. Jetzt geht das Virus aber mehr und mehr von Drogensüchtigen auf ihre Sexualpartner über, und die Zahl der heterosexuellen Übertragungen steigt immer weiter an. Nur die wenigsten, die eine Infektion mit HIV fürchten, gehen zu einem Arzt und lassen sich testen. Aber selbst wenn die Betroffenen einen Arzt aufsuchen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch die erforderlichen Therapien bekommen, denn auch was die medikamentöse Therapie angeht, sind die meisten osteuropäischen Länder auf dem Stand von Entwicklungsländern.

    HIV-Prävention findet nicht statt

    Ein weiteres sehr großes Problem im Zusammenhang mit HIV in Osteuropa sind homosexuelle Männer. Die rigide Politik des russischen Präsidenten Putin sorgt für eine Tabuisierung und Stigmatisierung homosexueller Männer, und es ist daher keine Überraschung, dass die Zahl der mit HIV infizierten schwulen Männer immer weiter ansteigt. In Russland ist es verboten über Homosexualität auch nur zu sprechen, und das macht eine Prävention natürlich unmöglich. Schwule Männer, die befürchten, dass sie sich mit dem HIV-Virus angesteckt haben, haben Angst einen Arzt aufzusuchen, weil sie mit offenen Anfeindungen oder sogar Denunziation rechnen müssen. Vor allem in Russland wird daher das Virus von Mann zu Mann weitergegeben. Waren es im Jahr 2003 noch 30 % der HIV-Infektionen, so stieg die Zahl 2014 auf 42 % an.

    Wie sieht die Lage in Deutschland aus?

    Auch in Deutschland steigt die Zahl der HIV-Infizierten weiter an. 2014 wurde laut WHO bei 3525 Menschen das Virus festgestellt, und das sind sieben Prozent mehr als noch im Jahr 2013. Allerdings nennt die Deutsche Aids-Hilfe die Lage stabil, denn jedes Jahr werden rund 3200 neue HIV-Fälle gemeldet. Ganz anders sieht die Lage hingegen in Estland, Frankreich, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden aus, denn in diesen Ländern ging die Zahl der Infizierten seit zehn Jahren um 25 % zurück. In diesen Staaten funktioniert nach Angabe der WHO die Prävention sehr gut und es wird viel Geld in Therapien investiert. Weltweit haben sich 2014 zwei Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, aber die Zahlen gehen zurück. Trotzdem tragen immer noch knapp 37 Millionen Menschen das todbringende Virus in sich und 1,2 Millionen sind 2014 daran gestorben.

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  • Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wir verbringen zwölf Jahre unseres Lebens vor dem Fernseher, spielen neun Monate mit unseren Kindern und wir verschlafen ganze 24 Jahre. Diese 24 Jahre die wir schlafen und träumen, sollten so angenehm wie möglich sein, denn gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Seele. Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Psyche versucht, die komplexen Zusammenhänge des vergangenen Tages aufzuarbeiten. Damit wir gesund und tief schlafen können, brauchen wir die richtige Matratze, frische Luft und ein angenehmes Raumklima. Dieses Raumklima kann allerdings empfindlich gestört werden, wenn zum Beispiel Elektrosmog ins Spiel kommt.

    Was ist eigentlich Elektrosmog?

    Thomas Edison hätte es sich 1879 wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass seine Erfindung die ganze Welt für immer verändern würde. Als er die Glühbirne erfand, erstrahlte alles in einem neuen, hellen Licht und ein modernes Zeitalter war angebrochen. Heute können wir uns nicht mehr vorstellen, wie die Welt ohne diese saubere Energiequelle aussehen würde, aber das Elektrizität krankmachen kann, das können sich nur die wenigsten vorstellen. Handysendemasten, Stromleitungen, Kabel und vor allem elektrische Geräte wie Fernseher und Smartphones erzeugen unsichtbare, magnetische Kraftfelder – die Sie sich bewusst auch mitten ins Schlafzimmer, oft ausgehend von der kuscheligen Matratze, aufbauen. So sorgen Sie allein für den Elektrosmog. Wie stark diese besondere Art von Smog ist, das wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass die elektromagnetische Strahlung heute bis zu 200 Millionen Mal intensiver ist als noch vor 100 Jahren.

    Elektrosmog – gefährlich oder unbedenklich?

    Unsere Welt wird zunehmend technisiert und diese Entwicklung macht auch vor den Schlafzimmertüren nicht halt. Während früher nur eine Lampe auf dem Nachttisch zu finden war, haben dort heute das Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop ihren Platz. Auch ein moderner Fernseher hat längst seinen Weg in viele deutsche Schlafzimmer gefunden und er sorgt wie alle anderen Geräte auch, für Elektrosmog. Es gibt eine Reihe von Studien zum Thema Elektrosmog, aber ob er wirklich zellschädigend ist, das konnten die Studien nicht einwandfrei nachweisen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Krebserkrankungen im näheren Umfeld von Funkmasten. Ob es aber tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Elektrosmog gibt, das wird aus wissenschaftlicher Sicht nach wie vor kontrovers diskutiert.

    Ausschalten ist besser

    Da der Zusammenhang zwischen einer erhöhten Krebsgefahr und Elektrosmog umstritten ist, raten Experten dazu, lieber auf Nummer sicher zu gehen und elektrische Geräte besonders im Schlafzimmer entweder auszuschalten oder gleich ganz zu verbannen. Die Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung kurz IGEF, hat eine Art Leitfaden veröffentlicht, wie Elektrosmog im Schlafzimmer vermieden werden kann. So sollte man zum Beispiel nicht über das öffentliche W-Lan ins Internet gehen, sondern Geräte nutzen, die an ein Kabel gebunden sind und Smartphones wie auch Tablets und Laptops nicht in der Reichweite des Bettes platzieren. Aber auch eine Leselampe, die ein Netzteil hat, eine elektrische Heizdecke oder auch ein Radiowecker und ein vermeintlich harmloses Babyfone sorgen für Elektrosmog und damit für eine hohe Strahlenbelastung, wenn sie die ganze Nacht eingeschaltet sind. Was Sie noch alles tun können, um Elektrosmog auf einem möglichst geringen Niveau zu halten, finden Sie zum Beispiel auf dem Blog von matrazzo.

    Auf eine gute Qualität achten

    Wenn es um den gesunden Schlaf geht, dann lohnt es sich, in jeder Hinsicht auf eine gute Qualität zu achten. Das fängt bei der Matratze an und hört beim Fernseher, der im Schlafzimmer stehen soll, wieder auf. Die passende Matratze zu finden, ist bei dem heutigen sehr großen Angebot nicht allzu schwer und wer sich eine neue Matratze zulegen will, der findet besonders im Internet eine große Auswahl. Wurde die richtige Matratze gefunden, dann muss das Schlafzimmer nur noch gut belüftet sein und der Fernseher sollte nicht die ganze Nacht im Stand-by-Modus verbringen. Beim Kauf von Elektrogeräten lohnt es sich besonders in Hinsicht auf den Smog, auf Gütesiegel wie das Prüfsiegel der IGEF oder „Blauer Engel“ zu achten.

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  • Die Terrorangst und ihre Folgen

    Die Terrorangst und ihre Folgen

    Die Bilder aus Paris sind noch frisch im Gedächtnis und immer mehr Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn sie an den Bummel über den Weihnachtsmarkt, den Besuch eines Konzerts oder an den Samstag im Fußballstadion denken. Terrorangst macht sich mehr und mehr breit, aber wie sollte man dieser Angst begegnen? Ist es der richtige Weg, die Angst vor möglichen Terroranschlägen einfach auszublenden oder sollte man in diesen Tagen Vorsicht walten lassen und lieber zu Hause bleiben?

    Der Terrorangst sachlich begegnen

    Angst ist so etwas wie ein Schutzmechanismus, der uns vor möglichen Gefahren warnt. Angst ist aber auch wichtig, denn sie schützt uns vor einem allzu riskanten Verhalten. Wenn die Angst aber zu einer dauerhaften Belastung für die Psyche wird, dann raten Ärzte, etwas dagegen zu unternehmen. Viele Menschen trauen sich nach den Anschlägen in der französischen Hauptstadt nicht mehr auf die Straße, sie haben massive Terrorangst und malen sich aus, was alles passieren kann. Diese Angst ist zwar nicht unbegründet, aber ist sie auch realistisch? Sachlichkeit kann in diesem Fall helfen, die Terrorangst zu besiegen. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist relativ gering und nach Meinung von Experten ist es deutlich wahrscheinlicher, Opfer eines Verkehrsunfalls oder eines häusliches Unfalls zu werden.

    Sich der Terrorangst stellen

    Sich seiner Angst zu stellen, ist ein bewährtes Mittel, um die Angst zu besiegen. Das ist bei Terrorangst nicht anders, denn nur wer mit einer vermeintlich gefährlichen Situation konfrontiert wird, der wird sehr schnell feststellen, dass die Angst unbegründet ist. Wer unsicher ist, der sollte immer versuchen, sein Sicherheitsgefühl zu erhöhen. So kann es zum Beispiel helfen, sich vor einem Besuch eines Konzerts oder im Kino über die Fluchtwege zu erkundigen und einen Sitzplatz zu wählen, der in der Nähe des Notausgangs ist. Das gibt ein sicheres Gefühl und hilft dabei, die Kontrolle über die Terrorangst zu bekommen. Wer auf den Weihnachtsmarkt gehen möchte, der sollte das zusammen mit Freunden tun, denn die vertraute Gemeinschaft sorgt ebenfalls für ein sicheres Gefühl und die Angst vor dem Terror schwindet.

    Die Terrorangst ausblenden

    Zugegeben, es ist in diesen Tagen nicht so einfach, die Terrorangst einfach auszublenden. Die Nachrichten haben rund um die Uhr nur ein Thema und viele Experten verbreiten viele unterschiedliche Meinungen. Auch die Politiker machen es mit ihren oftmals diffusen Äußerungen nicht eben einfacher, mit der Terrorangst vernünftig umzugehen. Mal heißt es, die Bürger müssen sich keine Sorgen machen, mal wird dazu aufgerufen, jetzt besonders aufmerksam zu sein und zum Beispiel große Menschenansammlungen zu meiden. Um die Terrorangst auszublenden, kann es hilfreich sein, den Fernseher auszulassen, denn je höher die Flut der Nachrichten steigt, umso mehr Menschen fühlen eine unbestimmte Angst. Zwar kann man den Terror nicht ausblenden, aber bei der widersprüchlichen Berichterstattung in den Medien sollte man einfach abzuschalten.

    Was tun, wenn sich die Terrorangst nicht kontrollieren lässt?

    Die meisten Menschen kehren heute wieder zur Normalität zurück und leben ihr Leben wie immer. Aber es gibt auch Menschen, die bekommen ihre Terrorangst nicht in den Griff und ihre Angst lässt sich nicht mehr kontrollieren. Immer dann, wenn die Angst allgegenwärtig ist und wenn sie das Leben nachhaltig einschränkt, dann wird es Zeit, einen Facharzt oder einen Therapeuten aufzusuchen. Nach Meinung von Psychologen haben diejenigen, die heute Terrorangst haben, auch früher schon mit Angstzuständen zu kämpfen gehabt. Jeder empfindet Angst anders und daher ist auch jede Therapie immer wieder individuell und auf den Patienten zugeschnitten. Wer sein Leben trotz Terrorgefahr wieder normal leben und genießen will, der ist gut beraten, sich Hilfe zu holen. Zusammen mit einem Therapeuten oder mit einem Arzt wird eine Strategie entwickelt, die dabei hilft, die Terrorangst zu besiegen.

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