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  • Kaktusfeigenöl – eine Wohltat für die Haut

    Kaktusfeigenöl – eine Wohltat für die Haut

    Die Haut ist das größte Organ des Menschen, aber sie ist auch eine Art Spiegelbild, an dem sich unter anderem das Alter ablesen lässt. Die Haut ist empfindlich, sie reagiert auf Hitze ebenso verstimmt wie auch auf Kälte oder auf Umweltverschmutzung. Wird die Haut nicht gut gepflegt, dann wirft sie unschöne Falten, ist gereizt und das Hautbild lässt zu wünschen übrig. Es gibt viele Mittel, um die Haut so zu pflegen, dass sie gesund bleibt, aber nicht alle Pflegeprodukte halten, was sie vollmundig versprechen. Anders sieht es beim Kaktusfeigenöl aus, denn diese Pflege ist perfekt für die Haut und hält sie lange elastisch, geschmeidig und gesund.

    Die Kaktusfeige – eine seltene Pflanze

    Die Kaktusfeige ist eine seltene Pflanze, die ganz bestimmte Klimaverhältnisse braucht, um wachsen zu können. Die Pflanzen sind unter anderem in Mexiko und in den USA, aber auch in der Karibik und vor allem in Nordafrika zu finden. In Mexiko erfreut sich die Kaktusfeige großer Beliebtheit, denn die noch jungen Blätter und die Früchte werden in der landestypischen Küche für schmackhafte Eintöpfe und als pikante Zutat für Salate verwendet. Die Kaktusfeige wächst zunächst als Strauch, wird aber mit zunehmendem Alter immer mehr zu einem Baum, der bis zu sechs Meter hoch werden kann. Für das hautpflegende Öl werden die orange bis rötlich gefärbten eiförmigen Früchte verwendet.

    Wie wird Kaktusfeigenöl hergestellt?

    Nach der Ernte werden die Früchte zunächst von ihren Kernen befreit, anschließend gewaschen und dann zum Trocknen in die Sonne gelegt. Nach dem Trockenvorgang werden die Kerne in einem kühlen Raum gelagert, um zu verhindern, dass sie verderben, im letzten Schritt werden sie dann kalt zu Öl gepresst. Da für einen einzigen Liter Kaktusfeigenöl 450 Kilogramm Früchte benötigt werden, erklärt sich der relativ hohe Preis für dieses Hautpflegemittel. Qualitativ hochwertiges Öl wird immer kalt gepresst, günstige Öle werden hingegen durch eine chemische Extraktion produziert, bei der die Kerne pulverisiert und dann mit Hexan versetzt werden.

    Was macht das Öl so wertvoll?

    Kaktusfeigenöl enthält essenzielle Fettsäuren, von denen mehr als 85 % ungesättigt und somit sehr wertvoll für den Körper sind. Besonders wertvoll ist Linolsäure, denn sie wird nicht nur in der Medizin, sondern auch für die Körperpflege verwendet. Entzündete Haut wie auch trockene Haut kann daher mit Kaktusfeigenöl behandelt werden und bei Hautverletzungen, wie Beispiel bei Abschürfungen, wirkt das Öl zudem auch schmerzlindernd und entzündungshemmend. Die Linolsäure im Kaktusfeigenöl hat aber noch eine sehr positive Eigenschaft, denn sie regt die Produktion von sogenannten Prostaglandinen an. Dieses Gewebehormon unterstützt den Organismus bei der Blutgerinnung, es beugt entzündlichen Prozessen vor und beeinflusst das Schmerzempfinden.

    Innerlich und äußerlich

    Das kostbare Kaktusfeigenöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Wird es beispielsweise auf die Haut aufgetragen und sanft einmassiert, dann wirkt es sich auf die Erneuerung der Hautschichten aus. Es schützt die Haut vor dem Austrocknen, und wer unter schuppiger Haut leidet, sollte die betroffenen Stellen mit Kaktusfeigenöl einreiben. In der Kosmetik wird Kaktusfeigenöl auch als Anti-Aging Mittel eingesetzt, denn durch seine Inhaltsstoffe kann es die freien Radikalen daran hindern, die Haut zu schnell altern zu lassen. Das natürliche Wachstum der Zellen wird gefördert, aber auch Augenschatten oder unschöne Augenringe verschwinden wieder, wenn die empfindliche und dünne Haut rund um die Augen regelmäßig mit Kaktusfeigenöl behandelt wird.

    Kaktusfeigenöl ist ein natürliches Produkt, das durch seine positiven Eigenschaften für alle empfehlenswert ist, die nicht nur auf die Schönheit ihrer Haut, sondern auch auf Nachhaltigkeit achten. Wenn es um die Schönheit geht, dann kann das wertvolle Öl kurzfristig zum Einsatz kommen, wenn die Haut aber gesund bleiben soll, dann ist eine langfristige Behandlung notwendig. Das kostbare Öl kann unter anderem hier gekauft werden.

    Bild: © Depositphotos.com / iquazu

  • Fußpilz Erkrankung: Was Sie dagegen tun können?

    Fußpilz Erkrankung: Was Sie dagegen tun können?

    Gerade in den Sommermonaten juckt es unter der Sohle, zwischen den Zehen und auf dem Schaft. Teilweise schuppige Haut und kleine Bläschen weisen auf eine der unangenehmsten Hauterkrankungen: Fußpilz. Der Hautarzt Dr. Andreas Degenhardt aus Bremen geht mittlerweile davon aus, dass bereits jeder vierte Deutsche schon einmal unter einer Pilzerkrankung gelitten hat. Die Gründe dafür sind vielfältig. In dem folgenden Beitrag geben wird Tipps und Hinweise, was Sie gegen eine Fußpilz Erkrankung tun können.

    Die häufigsten Symptome der Fußpilz Erkrankung

    Insbesondere das warme und feuchte Milieu im Bereich der Füße ist ideal für Bakterien. So leiden insbesondere Sportler, die den überwiegenden Teil des Tages in geschlossenen Turnschuhen verbringen, unter dieser Hautkrankheit. Es sind die Dermatophyten, die für die Fußpilz Erkrankung verantwortlich sind. So kann diese Krankheit schnell an einen anderen in öffentlichen Duschen, in der Badeanstalt oder in der Sauna weitergegeben werden. Ein Grund mehr, niemals auf die eigenen Badelatschen oder Badeschuhe zu verzichten. Auch im Hotelzimmer besteht eine Gefahr, sich mit der Fußpilz Erkrankung zu infizieren. Die mikroskopisch kleinen Hautschuppen und Bakterien können Sie mit bloßem Auge nicht entdecken. Mittlerweile sind die gefährlichen Viren auch gegen Putzmittel resistent und warten geduldig auf das nächste Opfer.

    Fußpilz Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium

    Die ersten Anzeichen machen sich zwischen den Zehen auf, denn hier bietet sich für die Fußpilzerkrankung ein ideales Klima. Erkennen Sie bereits Rötung oder kleinere Risse auf der Haut, befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Die Fußpilz Erkrankung kann auf die gesamte Fußsohle übergreifen und sich auch die Fußnägel vornehmen. Wenn sich die vergeblich verfärben und zu Verdickungen neigen, sollten Sie unbedingt einen Hautarzt aufsuchen, um sich helfen zu lassen. Die schwierigste Herausforderung: vermeiden Sie es, bei starkem Jucken zu kratzen. So setzen sich die Bakterien und die gelösten Hautschuppen unter die Finger und können sich ungestört verbreiten.

    Erfolgreiche Hausmittel und natürliche Hilfsmittel gegen die Fußpilz Erkrankung

    Im Prinzip ist es sinnvoll, direkt beim ersten Auftreten von Jucken und Katzen am Fuß zu handeln:

    1. Oftmals ist Apfelessig zu empfehlen, nachdem Sie den Fuß gründlich gewaschen haben.
    2. Auch aufgeschnittener Knoblauch – zwischen die Zehen gesteckt – verschafft Erleichterung.
    3. Direkt nach der Behandlung ist es ratsam, die Füße in Baumwolle zu packen.
    4. Ein weiteres probates Mittel gegen die Fußpilz Erkrankung sind Fußbäder, mit zum Beispiel schwarzem Tee. So kann der Juckreiz direkt gemildert werden. Wir verdanken dem Tannin im schwarzen Tee seine heilsame Kraft gegen die Pilzerkrankung. Geben Sie in 1 l Wasser bis zu sechs Teebeutel und betupfen die befallenen Stellen mehrere Male mit einem feuchten Teebeutel.
    5. Eines der Allheilmittel im Haushalt bleibt Natron. So soll Backsoda in einigen Fällen wahre Wunder bewirkt haben.
    6. Darüber hinaus raten Therapeuten dazu, mit Johanniskrautöl die betroffenen Stellen zu behandeln oder aber auf medizinischen Honig zurückzugreifen, der die Keime der Fußpilzerkrankung abtötet und den Juckreiz dauerhaft vermeidet.

    Was verschreiben Ärzte gegen die Fußpilz Erkrankung?

    Es ist nicht davon auszugehen, dass im fortgeschrittenen Stadium einfache Hausmittel auf lange Sicht Erfolg versprechen. Aus diesem Grund ist es notwendig, den Hautarzt aufzusuchen. Dieser verfügt über Medikamente, die der Fußpilz Erkrankung nicht nur den Kampf ansagen, sondern in wenigen Tagen komplett verschwinden lassen. Selbstverständlich ist es möglich, sich von Anfang an in der Apotheke zum Thema der Fußpilz Erkrankung beraten zu lassen. Hier bieten sich Sprays und Cremes an, die jeden Tag auf die betroffene Stelle gegeben werden. Es ist wichtig, die Behandlung bis zum Ende und bis zum vollständigen Verschwinden der Fußpilz Erkrankung durchzuführen und nicht nur dann symptomatisch, wenn es zu starkem Jucken kommt. Nur so bleibt die Chance, auf Dauer dem Fußpilz den Rücken zu kehren.

    Bild: © Depositphotos.com / paisan191

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  • Fentanyl – ein Medikament, das töten kann

    Fentanyl – ein Medikament, das töten kann

    Als am 21. April der Rockstar Prince tot auf seinem Anwesen in Minnesota gefunden wurde, rätselten seine Fans, was den Star umgebracht haben könnte. Jetzt haben die Pathologen die Todesursache veröffentlicht: Prince starb an der Überdosis eines Medikaments, das hochwirksam, aber zugleich auch hochgefährlich ist – Fentanyl.

    Gefährlicher als Heroin

    Fentanyl hat sich als starkes Schmerzmittel einen Namen gemacht. Es gehört zur Gruppe der synthetischen Opiate und die Wirkung von Fentanyl ist 50-mal stärker als bei Heroin. Wie Oxycodon und Buprenorphin ist auch Fentanyl ein Verwandter von Morphium, allerdings mit dem Unterschied, dass Fentanyl sehr viel stärker wirkt. Was das Mittel aber so gefährlich macht, ist die Gefahr der Überdosierung, denn es reicht schon eine sehr kleine Menge aus und Fentanyl wirkt tödlich.

    Narkose und Sterbehilfe

    Das hochgefährliche Medikament wird vor allem bei Narkosen verwendet und soll Krebskranken helfen, die starken Tumorschmerzen zu ertragen. Fentanyl wird hauptsächlich bei Todkranken eingesetzt, die es in Form von Schmerzpflastern bekommen, in der Schweiz verwenden es die Ärzte aber auch in der Sterbehilfe. Für gesunde Menschen kann schon eine kleine Menge gefährlich werden, denn die Wirkstoffe in Fentanyl lähmen die Atemwege, die Atmung wird immer flacher und langsamer. Je nach Dosierung kann der Tod sehr schnell oder aber erst nach einigen Stunden eintreten.

    Der Gegenspieler: Adrenalin

    Nicht nur für Schmerzpatienten, auch für Drogenabhängige ist Fentanyl interessant, aber anders als Menschen, die unter unerträglichen Schmerzen leiden, können Drogenabhängige das Mittel auch in höheren Dosen vertragen. Der Grund für diese Besonderheit ist das Stresshormon Adrenalin, das im Körper praktisch wie ein Gegenspieler zu den Opioiden auftritt. Trotzdem bleibt die Dosis, bei der es kritisch wird, immer individuell. Einige können nur zehn Milligramm am Tag vertragen, anderen brauchen 1000 Milligramm, um eine Wirkung zu erzielen. Menschen, die Fentanyl bekommen, müssen daher immer unter genauer ärztlicher Beobachtung stehen.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

    Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

    Kaum ein anderer Arzt ist so unbeliebt wie der Zahnarzt, schon der Gedanke an den Bohrer verursacht bei den meisten Menschen ein mehr als unbehagliches Gefühl. Wer eine regelrechte Dentalphobie hat, für den wird es besonders schlimm, wenn ein Zahn schmerzt. Meist bleibt es dann bei nur einem Termin, die Folgetermine werden überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Wie gut oder weniger gut ein Besuch beim Zahnarzt in Erinnerung bleibt, das hängt auch vom jeweiligen Zahnarzt ab, denn ein erfahrener und umsichtiger Zahnarzt kann seinen Patienten viel von ihrer Angst abnehmen.

    Eine schwierige Suche

    Zahnärzte gibt es viele und das macht es nicht einfach, den persönlich passenden Arzt zu finden. Das Internet spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige, aber zuweilen auch eine etwas verwirrende Rolle, denn die meisten Zahnärzte haben heute eine eigene Homepage und stellen sich mit all ihren Vorzügen bei den Patienten vor. Oft hält die Behandlung leider nicht, was die Hochglanzseite im Netz verspricht, manche Zahnärzte sind schlicht und einfach Blender und Aufschneider, aber sie sind für den Laien schwer als solche auszumachen. Eine moderne Praxis sollte nicht alles sein, was der Zahnarzt zu bieten hat, es gibt noch andere Faktoren, die bei der Wahl des Zahnarztes sehr wichtig sind.

    Worauf sollten Patienten achten?

    Woran erkennt man einen wirklich guten und seriösen Zahnarzt?

    • Die Praxis ist sauber, aufgeräumt und gepflegt
    • Der Arzt legt viel Wert auf vorbeugende und zahnerhaltende Behandlungen
    • Transparente Kostenpläne sind eine Selbstverständlichkeit
    • Der Arzt lässt seinen Patienten Zeit, um die geplante Therapie zu überdenken
    • Es gibt auch die Möglichkeit, eine preiswerte Behandlung zu wählen
    • Riskante Eingriffe werden ausführlich besprochen

    Hier finden Sie noch weitere Tipps.

    Vorsicht vor zu vielen Titeln

    In vielen Zahnarztpraxen sind die Wände mit Urkunden und Titeln geschmückt, was aber hinter diesen Auszeichnungen steckt, das wissen nur die wenigsten Patienten. Natürlich können sich Zahnärzte fortbilden, jedoch der Grad, ob es sich bei dieser Fortbildung um eine tatsächliche Qualifikation oder nur um Angeberei handelt, ist sehr schmal. Wenn der Arzt beispielsweise einen Tätigkeitsschwerpunkt angibt, dann muss er auch Nachweise über die Anzahl der Fortbildungsstunden und genaue Fallzahlen nennen können. Hat er an einem sogenannten Curriculum teilgenommen, dann sagt das nichts über eine genaue Qualifikation aus, denn die Auswahl reicht von einem Wochenendseminar über Umweltmedizin bis zu einer Fortbildung, die mehrere Monate gedauert hat und bei der sich der Zahnarzt über die Möglichkeiten der Hypnose in der Zahnmedizin informiert hat.

    Doktor oder doch nicht?

    Die meisten Menschen sprechen einen Arzt automatisch mit einem Doktortitel an, aber in der heutigen Zeit ist dieser wohlklingende Titel auch bei Zahnärzten keine Pflicht mehr. Manche Zahnärzte haben auf dem Praxisschild die seltsame Abkürzung M. Sc. stehen und sie stellen ihre Patienten damit vor ein Rätsel. Die Abkürzung steht für „Master of Science“ und besagt nichts anderes, als dass der Arzt an einer Fortbildung an der Universität teilgenommen hat. Ein Zeichen für ein langjähriges Studium mit anschließender Habilitation ist der „Meister der Wissenschaft“ allerdings nicht. Auch der Zusatz Spezialist, zum Beispiel für Implantate, gibt keine sichere Auskunft, denn Begriffe wie Implantologe sind nicht gesetzlich geschützt, jeder Zahnarzt darf sich so nennen.

    Auf der sicheren Seite

    Wer bei der Auswahl des Zahnarztes auf Nummer sicher gehen will, der sollte auf die geschützten Titel achten. Dazu gehört der DGParo-Spezialist für Parodontologie oder auch der Spezialist für Endodontologie der DGET. Ein Beispiel für eine seriöse Zahnarztpraxis im Raum Oldenburg ist die Praxis in Metjendorf. Die Praxis unweit von Oldenburg bietet moderne Technologien, ein professionelles, freundliches Team, aber vor allen Dingen ein breit gefächertes Spektrum an Leistungen in der Zahnmedizin. Kinder werden sich in der Praxis ebenso wohlfühlen wie auch Patienten, die Implantate möchten oder Patienten, die nicht so gerne zum Zahnarzt gehen.

    Bild: © Depositphotos.com / pikselstock

  • iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    Arbeit kann – unter Umständen – krank machen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine neue Erkenntnis, die nun für große Überraschung sorgt. Doch auch wenn dieser Fakt bekannt ist, ist es wichtig, sich immer wieder mit den verschiedenen Auslösern der Erkrankungen auseinanderzusetzen. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) geht da mit gutem Beispiel voraus. Die Organisation, die aus gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen besteht, hat vor kurzem einen neuen Report veröffentlicht. In diesem geht es konkret um das Thema „psychische Belastung am Arbeitsplatz“.

    Psychische Belastung ist nicht gleich psychische Erkrankung

    Hiltraut Paridon, die Hauptautorin vom iga.Report 32 stellt gleich zu Beginn des Schriftstückes klar, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz differenziert betrachtet werden müssen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich ein Fehler in die Denkweise vieler Menschen eingeschlichen. Die psychischen Belastungen werden mit psychischen Erkrankungen gleichgesetzt oder als deren Vorstufe verstanden. Natürlich kann das eine das andere bedingen, doch ist es schlichtweg falsch, psychische Erkrankungen als einzige Folge einer psychischen Belastung zu sehen.

    Laut Paridon handelt es sich bei psychischen Belastungen in der Arbeitswelt um „die Anforderungen, die sich aus einer Arbeitssituation ergeben“. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich Experten inzwischen darauf geeinigt haben, die psychische Belastung in vier Kategorien einzuteilen:

    1. die Arbeitsaufgabe bzw. den Arbeitsinhalt
    2. die Arbeitsorganisation bzw. den Arbeitsablauf
    3. die Arbeitsumgebung und die Arbeitsmittel
    4. die sozialen Beziehungen

    Demgegenüber steht die Definition von psychischen Erkrankungen, die von Hiltraut Paridon folgendermaßen erklärt werden: „Psychische Erkrankungen sind krankhafte Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen.“

    Umfassende Literaturrecherche zum Thema

    Beim iga.Report 32 handelt es sich nicht um eine eigenständige Studie, in der neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Peridon und ihrer Kollegin Mühlberg war mehr daran gelegen, einen umfassenden Überblick über die bisher bestehende Literatur und Forschung zu verschaffen. Um das zu realisieren, wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, bei der im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2014 761 Arbeiten zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gefunden werden konnten. Um eine qualitative Analyse durchzuführen, wurde die Zahl der Studien mehrfach dezimiert, bis schlussendlich 164 übrig blieben.

    Diese 164 Arbeiten wurden schließlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die die Vielseitigkeit der psychischen Belastung am Arbeitsplatz unterstrichen, und eingehender analysiert. Dabei erlangten die beiden Diplom-Psychologinnen Peridon und Mühlberg zahlreiche Erkenntnisse.

    Tipp: Hier können Sie den iga.Report 32 kostenfrei herunterladen und alle Ergebnisse nachlesen.

    Die verschiedenen Facetten der psychischen Belastung am Arbeitsplatz

    Körperliche Erkrankungen und Beschwerden z.B. Bluthochdruck, Schlaganfälle, Diabetes, Frühgeburten und geschwächtes Immunsystem
    Psychische Erkrankungen und Beschwerden z.B. Burnout, Depression, Suizid und Angststörungen
    Motivation und Affekt z.B. Arbeits(un)zufriedenheit, Kündigungsintentionen, Wohlbefinden und Motivation
    Gesundheitsverhalten z.B. Essverhalten, Sport, Raucherverhalten und Schlafqualität
    Berufliche Performanz z.B. Leistung am Arbeitsplatz, Kreativität und Gruppenleistung
    Familie und Freizeit z.B. Konflikte in der Familie, Möglichkeit abzuschalten und Erziehung
    Arbeitsausfall z.B. Abwesenheitszeiten, Frühberentung und Kündigung
    Sicherheit am Arbeitsplatz z.B. Sicherheitsverhalten
    Soziales Verhalten am Arbeitsplatz z.B. Konflikte, Aggressionspotential und Gruppenzusammenhalt

    Die Übersicht zeigt sehr gut, wie vielseitig der Einfluss der psychischen Belastung in der Arbeitswelt auf die einzelne Person ist. Sie macht außerdem klar, wie wichtig es ist, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um mögliche Folgen zu vermeiden. Eine präventive Vorgehensweise ist hierbei das A und O und sollte insbesondere auch von Arbeitgebern ernstgenommen werden.

    Diese Faktoren machen das Arbeiten ungesund

    Im iga.Report 32 wird immer wieder auf Fehlbelastung im Beruf hingewiesen, welche für verschiedene gesundheitliche Schäden verantwortlich ist. Abschließend soll nun noch geklärt werden, welche psychischen Belastungen die Gesundheit besonders stark beeinflussen.

    • hohe Arbeitsintensität
    • geringer Handlungsspielraum
    • Kombination von hoher Arbeitsintensität und geringem Handlungsspielraum („job stain“)
    • Kombination von hohem job strain und geringer sozialer Unterstützung
    • geringe soziale Unterstützung
    • Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung
    • Überstunden
    • Schichtarbeit
    • Rollenstress
    • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz
    • Arbeitsplatzunsicherheit

    Es gibt viele Variablen, die die Gesundheit eines Menschen beeinträchtigen können. Wenn Sie nicht wollen, dass Sie durch Ihre Arbeit krank werden, sollten Sie die oben stehenden Punkte vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / kieferpix

  • Junger Mann stirbt nach Zahn-OP – das war der Grund

    Junger Mann stirbt nach Zahn-OP – das war der Grund

    Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt, viele haben Angst und einige sogar eine regelrechte Panik, wenn sie nur daran denken, auf dem Stuhl Platz nehmen zu müssen. So erging es wohl auch einem jungen Mann, der einen Besuch beim Zahnarzt vor sich hatte und der die Operation bei einem Zahnarzt nicht überlebt hat.

    Lieber Schmerzen als Behandlung

    Die panische Angst vor dem Zahnarztbesuch hat bei den meisten Angsthasen dann ein Ende, wenn die Schmerzen in den Zähnen unerträglich werden. Für eine Weile sind Schmerzmittel eine Lösung, aber auf Dauer lassen sich die Schmerzen nicht betäuben, denn der Körper gewöhnt sich daran und die erhoffte Wirkung lässt mehr und mehr nach. Der junge Mann, der jetzt beim Zahnarzt starb, hat nach den Angaben seiner Mutter so große Panik gehabt, dass er täglich zu verschiedenen Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol gegriffen hat.

    Tod durch Herzversagen

    Laut der Obduktion der Leiche starb der Patient an einem Herzversagen, und nach Ansicht der Pathologen kann dieser plötzliche Herzstillstand durch die tägliche Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten herbeigeführt worden sein. Studien, die sich mit diesem Thema befasst haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass sowohl der Wirkstoff Ibuprofen als auch Diclofenac und Coxiben als Risikofaktoren gelten, wenn es um die Bekämpfung von Schmerzen im Zusammenhang mit operativen Eingriffen geht. Bis zu fünf Tabletten soll der junge Mann Tag für Tag heimlich genommen haben, nur um nicht zum Zahnarzt gehen zu müssen.

    Offene Fragen

    Die Diagnose Herzversagen steht fest, trotzdem gibt es bei der Zahnbehandlung mit tödlichem Ausgang noch viele offene Fragen. Nach den Aussagen der Mutter wurde der hohe Tablettenkonsum ihres Sohnes im Fragebogen, der vor der OP ausgefüllt werden musste, zwar erwähnt, jedoch wurden die Angaben nicht überprüft. Gegen den Zahnarzt wurde jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um festzustellen, ob er seinen Pflichten nachgekommen ist.

    Bild: © Depositphotos.com / pressmaster