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  • 5 gesunde Alternativen zum Zucker

    5 gesunde Alternativen zum Zucker

    Es ist ein angeborenes Verhaltensmuster: Was süß ist, schmeckt uns. Grund hierfür: Süße Nahrungsmittel sind in der Regel nicht giftig und können bedenkenlos verzehrt werden. Es ist also evolutionär bedingt, dass wir süße Speisen bevorzugen, da sie uns suggerieren, ungefährlich und gesund zu sein. Auf viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte, trifft dies auch zu. Süß bedeutet jedoch nicht in jedem Fall gesund. Ein Beispiel hierfür ist Einfachzucker, den wir vorrangig als weißen Haushaltszucker zu uns nehmen. Er ist Bestandteil unzähliger Lebensmittel und verursacht unter anderem Diabetes, Übergewicht und Karies. Glücklicherweise gibt es verschiedene Alternativen zum ungesunden Zucker. Fünf davon sollen hier vorgestellt werden.

    #1: Honig – Das Produkt der Bienen

    Denkt man an Alternativen zum Zucker, fällt den meisten Menschen als erstes Honig ein. Das Naturprodukt schmeckt herrlich süß und ist in der Tat auch sehr gesund. Es wirkt antibakteriell und wird deswegen gern als Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Doch auch gesunde Menschen profitieren vom Honig-Konsum. Antioxidantien und Nährstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen und Magnesium liefern dem Körper alles, was er braucht.

    Honig wird besonders gern zum Süßen von Tee, Kuchen und Desserts verwendet. Doch Vorsicht: Die gesunde Alternative zum Zucker enthält ebenfalls viele Kalorien und steigert leider auch den Blutzuckerspiegel. Daher sollte Honig immer in Maßen verzehrt werden.

    #2: Ahornsirup – Die Leckerei aus Nordamerika

    Weniger kalorienhaltig, dafür genauso süß wie Honig ist Ahornsirup. Aus diesem Grund gilt auch er als eine Alternative zum Zucker. Das wohl traditionellste Einsatzgebiet des dickflüssigen Sirups, der aus Nordamerika stammt: Die Verfeinerung von Pfannkuchen. Doch auch andere Speisen vom Herd und aus dem Backofen lassen sich mit der Zucker-Alternative Ahornsirup verfeinern. Einen weiteren Pluspunkt erhält Ahornsirup, weil er sehr mineralstoffreich ist und damit sogar Honig übertrifft.

    Dennoch gilt auch hier: Ahornsirup ist nicht frei von Zucker und sollte daher nie in übermäßigen Mengen gegessen werden.

    #3: Xylit – Der Birkenzucker

    Xylit ist vielen Menschen noch kein Begriff. Daher soll diese Alternative zum Zucker hier etwas genauer beschrieben werden. Es handelt sich bei dem Stoff um ein natürliches Süßungsmittel, das aus Birkenholz und Maiskolben gewonnen wird. Da die Herstellung des „Birkenzuckers“ sehr aufwendig ist, ist dieses Süßungsmittel etwa zehnmal teurer als herkömmlicher Haushaltszucker. Außerdem ist Xylit nur in Apotheken und Online-Shops erhältlich.

    Dem gegenüber stehen jedoch auch einige Vorteile. So verursacht die Zuckeralternative beispielsweise kein Karies und besitzt rund 40 % weniger Kalorien als raffinierter Haushaltszucker.

    #4: Stevia – Unschädlich für die Zähne

    Auch Stevia ist noch recht neu auf dem Speiseplan vieler Deutscher. Das Süßungsmittel, das eigentlich eine Pflanze aus Paraguay ist, ist bereits in vielen fertigen Produkten enthalten und ersetzt dort den Einfach-Zucker. Außerdem kann Stevia auch rein gekauft und zum Backen und Kochen verwendet werden.

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    Die Pflanze wird aus verschiedenen Gründen als Alternative zum Zucker gefeiert: Sie ist günstiger als Xylit, süßer als einfacher Zucker und obendrauf auch noch frei von Kalorien. Darüber hinaus ist Stevia unschädlich für die Zähne und hat auch keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Einzig der Geschmack, der ein wenig bitter ist, stört manche Konsumenten. Trotzdem ist Stevia eine echte Zuckeralternative.

    #5: Agavensirup – Vorsicht bei Diabetes

    Die Agave ist eine Pflanze, die den meisten aufgrund ihrer stacheligen Blätterenden bekannt ist. Die Pflanze stammt aus Mexiko. Dort haben die Einwohner den Sirup beziehungsweise Saft der Pflanze als Süßungs- und auch Heilmittel genutzt. Agavensirup lässt sich gut einsetzen, um damit Joghurt, Müslis, Marmeladen und Getränke zu süßen.

    Da dieses Süßungsmittel sehr viel Fruchtzucker enthält, sollten Diabetiker eher sparsam damit umgehen. Ein regelmäßiger Konsum führt zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

    Letztendlich gilt für alle gesunden Alternativen zum Zucker: Immer in Maßen und nicht in Massen konsumieren – denn Zucker bleibt nun mal Zucker. Auch wenn Stevia, Honig und Co. gesünder als reiner Haushaltszucker sind, bringen Sie keinesfalls nur Vorzüge mit sich.

    Bild: © Depositphotos.com / jianghongyan

  • Dreimonatskolik – Was sie auslöst und was dagegen hilft

    Dreimonatskolik – Was sie auslöst und was dagegen hilft

    Vielen Eltern sind Dreimonatskoliken ein schreckhafter Begriff. Wenn das Baby unkontrolliert und ohne erkennbaren Grund schreit und sich nicht beruhigen lässt, kann man sich relativ sicher sein, dass es unter den Beschwerden einer Dreimonatskolik leidet. Was der Auslöser für die starken Schmerzen sind und wie Sie Ihrem Baby helfen können, verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

    Was ist eine Dreimonatskolik?

    Mediziner sprechen von einer Dreimonatskolik, wenn der Säugling, der ansonsten kerngesund ist, ohne Grund anfängt zu schreien. Diese Attacken treten meist nach Mahlzeiten und in den Abendstunden ein. Während die Schreianfälle für das Kind total unbedenklich sind, verzweifeln viele Eltern beinahe, wenn ihr Kind an einer Kolik leidet.

    Neben dem Schreien ist auch Unruhe ein Symptom einer Dreimonatskolik. Die betroffenen Kinder haben oft einen aufgeblähten Bauch und leiden unter Schmerzen im Magen-Darm-Bereich.

    Meistens entstehen Dreimonatskoliken während der zweiten Lebenswoche. Bis zum Ende des dritten Lebensmonats lassen sie in der Regel wieder nach. In Einzelfällen kann eine Dreimonatskolik aber auch das komplette erste Lebensjahr andauern.

    Wie entsteht eine Dreimonatskolik?

    Ob es sich bei der Dreimonatskolik tatsächlich um eine Krankheit handelt, darüber sind sich Experten immer noch nicht sicher. Viel häufig werden die Koliken, die die Säuglinge vor allem in den ersten drei Monaten ihres Lebens heimsuchen, als Allgemeinzustand beschrieben. Ärzte sehen inzwischen verschiedene Faktoren als Ursachen für eine Dreimonatskolik an. Zu diesen gehören unter anderem:

    • Schlucken von zu viel Luft beim Trinken
    • Unausgereifte Darmflora
    • Störung der magen-Darm-Motorik
    • Psycho-soziale Schwierigkeiten zwischen Kind und Eltern

    Viele Kinderärzte gehen davon aus, dass nicht ein Faktor allein, sondern das Zusammenspiel vieler für die Dreimonatskoliken verantwortlich ist.

    Was können Eltern gegen Dreimonatskoliken tun?

    Wer seinem Baby helfen will, die schmerzhaften Krämpfe und Blähungen zu überstehen, kann dies auf verschiedenen Wegen tun.

    Einer davon ist, die Koliken gar nicht erst entstehen zu lassen. Da sich Mediziner jedoch wie bereits erwähnt noch immer nicht sicher sind, was genau die Schmerzen bei den Säuglingen auslöst, ist dies leider leichter gesagt als getan. Vor allem Kinder, die mit der Flasche ernährt werden, schlucken beim Trinken viel Luft. Um dies zu vermeiden, sollten Sie daher darauf achten, dass die Blasen, die bei der Zubereitung der Milch entstehen, verschwinden, ehe Sie Ihr Kind füttern. Auch eine entspannte Stimmung, die das Kind nicht animiert, hektisch zu trinken, hilft, um die Aufnahme der Luft zu minimieren.

    Wenn Sie Ihrem Kind nicht die Flasche geben, sondern es stillen, kann es von Vorteil sein, wenn Sie während dieser Zeit auf den Verzehr von blähenden Lebensmitteln verzichten. Hierzu gehören vor allem Kohlarten und Hülsenfrüchte.

    Darüber helfen oftmals auch leichte Massagen. Dazu streichen Sie sanft im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel Ihres Kindes herum. Unterstützt wird die Wirkung durch Wärme. Sorgen Sie also unbedingt dafür, dass Ihre Hände während der Massage angenehm warm sind. Allgemein ist Wärme (in Form eines Körnerkissens oder einer Wärmflasche) immer hilfreich, da sie den Prozess der Verdauung anregt und unterstützt.

    Ein wahres Hausmittel gegen Dreimonatskoliken ist Kümmel- und Fencheltee. Dieser kann entweder zur Flaschenmahlzeit hinzugegeben oder einzeln verabreicht werden.

    Kümmel ist auch in verschiedenen Salben enthalten, die Sie in der Apotheke kaufen können. Eine davon ist die Windsalbe, die sich bereits seit Generationen als Mittel gegen Dreimonatskoliken bewährt. Die Salbe, die stark nach Kümmel riecht, wird sanft auf den Bauch aufgetragen und kann auch mit einer Massage kombiniert werden.

    Methoden und Mittel gegen Dreimonatskoliken

    • Fläschchen vor der Mahlzeit ruhen lassen, damit die Luftblasen verschwinden
    • Eine entspannte Grundstimmung während der Mahlzeit, um hektisches Trinken zu vermeiden
    • Verzicht auf blähende Lebensmittel während der Stillzeit
    • Massagen
    • Wärme
    • Kümmel- und Fencheltee
    • Windsalbe
    • Fliegergriff

    Oftmals hilft es auch einfach, wenn Sie sich als Betreuungsperson ablösen lassen. Säuglinge haben ein sehr sensibles Gespür für Stress und merken, wenn Ihre Nerven blank liegen. Ein neuer Aufpasser, der wesentlich entspannter ist, schafft es häufig viel besser, das Kind wieder zu beruhigen.

    Bild: © Depositphotos.com / halfpoint

  • Nagelpilz: Die Gefahr der falschen Diagnose

    Nagelpilz: Die Gefahr der falschen Diagnose

    Nagelpilz, also eine Infektion der Haut unterhalb der Fuß- oder Fingernägel, ist zwar eine unangenehme Angelegenheit, aber in den wenigsten Fällen gefährlich. Verschiedene Tinkturen und Tabletten können dabei helfen, den Infekt zu beseitigen. Das wahre Problem von Nagelpilz ist eher, dass er oft falsch diagnostiziert wird. Häufig wird Hautkrebs unter dem Nagel für eine Pilzinfektion gehalten. Wird dieser nicht richtig behandelt, kann es im schlimmsten Fall zum Tod des Patienten führen.

    Vorsorge ist besser als Nachsorge

    Die Vermutung, man könne unter den Nägeln keinen Hautkrebs bekommen, ist ein Trugschluss. Tatsächlich können auch diese Hautpartien von Krebszellen befallen werden. Wird der Krebs nicht rechtzeitig entdeckt oder fälschlicherweise als Nagelpilz diagnostiziert, kann dies schwerwiegende Folgen für den Patienten haben. Immer wieder erreichen Meldungen die Öffentlichkeit, dass Krebspatienten aufgrund der Fehldiagnose verstorben sind.

    Wichtig ist daher, dass Sie Veränderungen Ihrer Haut stets von einem Arzt untersuchen lassen. Auch wenn es nach einem harmlosen Nagelpilz aussieht, ist eine medizinische Beratung immer ratsam.

    Woran erkennt man einen Nagelpilz?

    Ein Nagelpilz ist die Infektion der Haut unterhalb der Fuß- und Fingernägel. Meistens sind Fadenpilze für die Erkrankung verantwortlich. Nagelpilz äußert sich durch verschiedene Symptome. Diese sind:

    • Verfärbungen (weißlich bis gelblich-braun)
    • Brüchigkeit der Nägel und Verformungen
    • Entzündung des Nagelbetts
    • Verdickung der Nagelplatte

    Da sich der Erreger der Infektion am wohlsten fühlt, wenn es warm und feucht ist, tritt Nagelpilz mehr an den Füßen als an den Händen auf.

    Der Befall äußert sich meist zunächst am vorderen Rand des Nagels und breitet sich dann über die gesamte Fläche aus. Dabei zerstören die Sporen des Pilzes die Nagelsubstanz Keratin. Das wiederum führt dazu, dass sich die Struktur des Nagels sichtbar verändert. Bei vielen Patienten spalten sich die einzelnen Nagelschichten auf. Fast immer kommt es zu einer Verfärbung und Verdickung der Nagelplatte. Manchmal lockert sich die Platte sogar vom Nagelbett.

    Die Behandlung von Nagelpilz

    Wer von einem Nagelpilz-Befall betroffen ist, hat verschiedene Möglichkeiten, diese zu behandeln. Ein Mittel, das Pilze gezielt abtötet, ist das Antimykotikum. Ist der Nagel nur oberflächlich befallen, reicht es, wenn Sie spezielle Tinkturen und Nagellacke mit diesem Inhaltsstoff anwenden. Die Behandlung erfordert Geduld, da Pilzsporen in den Zwischenräumen der einzelnen Nagelschichten oft Monate und sogar Jahre überleben können.

    Sitzt die Infektion im Nagelbett – was häufig der Fall ist – sind diese Mittel aus der Apotheke wirkungslos. Der gesunde Nagel wird dann immer wieder von den Pilzsporen angegriffen. In diesem Fall ist eine im wahrsten Sinne des Wortes tiefgreifende Behandlung nötig. Beliebt sind in diesem Fall besonders Tabletten und Kapseln mit dem Wirkstoff Antimykotikum. Die Einnahme ermöglicht es, dass der Stoff in das Blut gelangt und somit den Fußpilz effektiv bekämpfen kann.

    Darüber hinaus kann man Nagelpilz auch mit Laser behandeln (Quelle: nagelwohl.de). Diese Methode ist noch sehr neu, dafür aber sehr effektiv. Das Geheimnis der Therapie ist, dass der Nagel mit 60° warmen  Laserstrahlen behandelt wird. Diese wiederum töten die Pilze ab und heilen damit den befallenen Nagel. Vorteile dieser Behandlungsform sind, dass sie sehr schnell vorbei ist und Frauen sich direkt danach wieder die Nägel lackieren können. Die Lasertherapie, die überraschend günstig ist, wird alle zwei bis vier Wochen wiederholt, bis der Pilz-Befall vollkommen beseitigt ist. Meist ist das nach drei bis vier Sitzungen der Fall.

    Behandlungsmaßnahmen gegen Nagelpilz sind:

    • Tinkturen
    • Nagellacke
    • Tabletten
    • Kapseln
    • Laser-Therapie

    Nagelpilz ist eine unangenehme Angelegenheit, die in der Regel gut behandelt werden kann. Verschiedene Therapie-Maßnahmen wie Tinkturen, Tabletten oder Laser-Behandlungen sorgen dafür, dass der Nagel nach einer Weile wieder gesund ist. Wichtig ist, dass Sie eine mögliche Pilz-Infektion der Nägel immer von einem Arzt untersuchen lassen. Dieser kann feststellen, ob es sich bei der Erkrankung tatsächlich um Nagelpilz oder vielleicht Hautkrebs handelt.

    Bild: © Depositphotos.com / danr13

  • „Deformierte Ideale der Ärzte“ / Die radikale Kritik eines Medizinethikers an der Ökonomisierung des Gesundheitswesens

    Baierbrunn (ots) – Eine düstere Bilanz des heutigen Medizinbetriebes zieht der Mediziner und Philosoph Professor Giovanni Maio, Leiter des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Freiburg, in der „Apotheken Umschau“: „Die wirtschaftliche Überformung der Medizin deformiert die Ideale der Ärzte“, sagt er und beklagt die Ausrichtung der medizinischen Praxis an wirtschaftlichen Kriterien. Einen entscheidenden Sündenfall sieht er in der Einführung der Fallpauschalen in den 90er Jahren: „Seitdem wird jede Diagnose plus dazugehörige Therapie genau definiert und mit einem ebenso exakt festgesetzten Betrag vergütet.“ Das Medizinsystem sei aber kein industrielles Unternehmen, sondern eine soziale Errungenschaft. Um wieder dorthin zu kommen, müsse auch der Patient seine Einstellung ändern. Giovanni Maio: „Eine Tablette löst selten komplexe Probleme. Und dort, wo er nur durchgeschleust wird, sollte er nicht mehr hingehen.“

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3105881
  • Hallux valgus – Wenn der Ballenzeh Schmerzen verursacht

    Hallux valgus – Wenn der Ballenzeh Schmerzen verursacht

    Als Hallux valgus wird eine Fehlstellung des großen Zehs bezeichnet. In zahlreichen Fällen geht dem Hallux valgus eine Fußfehlstellung – Spreizfuß – voraus. Sofern diese Fehlstellung starke Schmerzen bereitet, muss gegebenenfalls operiert werden.

    Die Ursachen des Hallux valgus

    Von einem Hallux valgus wird immer dann gesprochen, wenn der große Zeh (Hallux) zur Körperaußenseite (valgus) von der Richtung der anderen Zehen abweicht und diese Fehlstellung auf Dauer erhalten bleibt. Beim Hallux valgus handelt es sich um die am häufigsten anzutreffende Deformation im Bereich des Vorfußes.

    Als Ursachen kommen sehr oft

    • familiäre Veranlagungen
    • dauerhafte Fehlbelastungen des Vorfußes

    in Betracht. Fehlbelastungen entstehen unter anderem durch das Tragen von Schuhwerk, welches über hohe Absätze und einen einengenden Vorfußbereich verfügt.

    Nicht selten gehen im Zusammenhang mit dem Hallux valgus weitere Fehlstellungen am Fuß einher. Dies kann zum Beispiel der so genannte Spreizfuß sein. Der Spreizfuß macht sich durch ein abgeflachtes Quergewölbe des Fußes bemerkbar. Dadurch bedingt erfährt der Bereich des Vorfußes eine übermäßige Belastung. In einigen Familien kommt der Hallux valgus öfters vor als in anderen Familien. Aus diesem Grunde kann eine genetische Veranlagung hierfür nicht immer ausgeschlossen werden.

    Behandlungsformen des Hallux valgus

    Wie der Hallux valgus letztlich behandelt wird, hängt immer von dem fortgeschrittenen Stadium der Deformierung ab. Kann der große Zeh noch aktiv oder auch passiv in seine Normalposition zurück gebracht werden, besteht die Möglichkeit mithilfe von nicht-operativen, konservativen Verfahren eine Linderung der Schmerzen zu erzielen. Sofern der große Zeh jedoch nicht mehr in die ursprüngliche Position zurück gebracht werden kann, macht sich in aller Regel ein operativer Eingriff erforderlich.

    Symptome des Hallux valgus

    Der Hallux valgus kann mit bloßem Auge durch die zur Körperaußenseite abgewinkelte Form des großen Zehs erkannt werden. Im Normalfall bilden der Mittelfußknochen und das Grundglied eine gerade Linie. Beim Hallux valgus hingegen winkelt sich das Grundglied des großen Zehs zur Körperaußenseite ab, wohingegen der Mittelfußknochen zur Mitte des Körpers ausgerichtet ist.

    Das hauptsächliche Symptom des Hallux valgus sind Schmerzen. Normale Schuhe sind im Vorderfußbereich nicht breit genug. Dadurch drückt der Kopf des herausgetretenen Mittelfußknochens gegen den Schuh. Hieraus resultieren

    • Schwellung und
    • Rötung der Haut

    an dieser Stelle. Je stärker dieser Druck einwirkt, umso mehr werden

    • das Grundgelenk des großen Zehs
    • der Schleimbeutel am Gelenk
    • die Haut

    geschädigt. Daraus entstehen dann die Schmerzen im Bereich der Mittelfußknochen und des Grundgelenks.

    In zahlreichen Fällen kann der Hallux valgus erst einmal als ein kosmetisches Problem betrachtet werden. Allerdings kann es, bedingt durch eine stetige Druckbelastung und den dadurch auftretenden chronischen Hautentzündungen zu verstärkt auftretenden Schmerzen kommen. Nach einigen Jahren kann es unter Umständen zu einer enormen Schädigung des Grundgelenks des großen Zehs und zur Arthrose kommen.

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    Die Behandlung des Hallux valgus

    Abhängig von der Ausprägung der Fehlstellung des großen Zehs kommen verschiedene Behandlungsformen in Betracht. Sofern sich der große Zeh noch in seine Normalstellung bringen lässt, können Hallux valgus

    • Einlagen
    • Polsterungen
    • Schienen

    als sehr wirksam erweisen. Auch spezielle Fuß- und Zehengymnastik kann positive Wirkungen zeigen. Ist dies nicht mehr möglich, hilft in den meisten Fällen nur noch eine Operation bei der Beseitigung von Schmerzen.

    Neben einer entsprechenden ärztlichen Behandlung des Hallux valgus können betroffene Personen auch selbst aktiv etwas tun. So empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen eine Zehengymnastik durchzuführen. Die passenden Übungen lassen sich leicht im Internet finden, teilweise sogar mit Anleitungen per Video. Dank einer regelmäßigen Zehengymnastik kommt es zu einer Stärkung der Sehnen und der Muskulatur im Zeh. Dies ist auch eine gute vorbeugende Übung oder auch dann von Erfolg gekrönt, wenn der Hallux valgus schwach ausgeprägt ist. Eine weitere effektive Hallux valgus Therapie besteht darin, des Öftern barfuß zu laufen.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

  • Andere Eltern bei Windpocken informieren / Erkrankungsfälle sind durch Impfung aber stark zurück gegangen

    Baierbrunn (ots) – Sind bei einem Kita- oder Kindergartenkind Windpocken festgestellt worden, sollten davon umgehend alle Eltern der Kinder erfahren, mit denen es zuvor Kontakt hatte. „Windpocken sind extrem ansteckend. Die Viren sind in der Atemluft bis zu fünf Minuten überlebensfähig.“, erklärt Dr. med. Burkhard Lawrenz aus Arnsberg im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Infizierte Kinder können schon ein bis zwei Tage vor Ausbruch des Ausschlags die Krankheit übertragen. Seit 2004 die Windpocken-Impfung im 1. und 2. Lebensjahr möglich ist, sind die Erkrankungsfälle allerdings stark zurückgegangen.

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 8/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3104881