Schlagwort: Auge

  • Das gesundheitliche Risiko von Schimmel

    Das gesundheitliche Risiko von Schimmel

    Immer wieder klagen Immobilienbesitzer und Bewohner über Schimmelbefall an den Wänden. Konkret versteht man darunter eine Ausbreitun von Pilzen, die sich bei starkem Wachstum als weiße, aber auch bläulich oder grünlich gefärbte Beläge sichtbar machen. Grundsätzlich kommen Schimmelpilze als Mikroorganismen in der Umwelt ganz natürlich vor. Durch eine Übertragung der Sporen durch die Luft gelangen sie in Wohnungen und können sich dort fast überall niederlassen und einnisten.

    Ursachen sind klar definiert

    Wer Schimmel in der Wohnung hat, hat immer irgendwo einen überhöhten Feuchtigkeitsanteil an den betreffenden Oberflächen. Dies können normale Wasserschäden wie bei einem Rohrbruch im Keller oder eine undichte Wasserleitung in der Küche sein. Manchmal sind es aber auch ungünstige Lüftungs- und Heizungsbedingungen, die Schimmelbefall auslösen können. Vor allem während der warmen Jahreszeit kann es im Kellerbereich sowie während des Winters rund um die Fensterbereiche und an den Außenwänden kann es dazu kommen, dass sich Kondensfeuchte bildet. Deshalb ist ausreichendes Heizen bzw. regelmäßiges Lüften enorm wichtig, um die Ausbreitung der Sporen zu unterbinden und dem Schimmelpilz keine guten Lebensbedingungen zu bescheren. Immer wieder kommt es aber auch vor, dass baubedingte Mängel Schuld für Schimmelbefall. Die sogenannten Wärmebrücken, die sich aufgrund von fehlender oder schlechter Isolierung an den Außenwänden bilden kann, ist Ursache für den Pilz.

    Die gesundheitlichen Risiken bei Schimmel sind enorm

    Die harmloseste Form der Beeinträchtigung bei Schimmelbefall ist eine Geruchsbelästigung in den entsprechenden Räumen. Ist die Konzentration des Pilzes jedoch um einiges höher, kommt die giftige Wirkung zur Entfaltung. Diese löst vor allem allergische Reaktionen aus, die sich durchaus erheblich auf die Gesundheit auswirken können. Beginnend bei verstopfter Nase oder Schnupfen, kann es auch zu entzündeten Augen und zu Husten kommen. Wird der Ursache nicht auf den Grund gegangen und bleibt der Schimmel bestehen, kann Asthma eine Folgeerkrankung sein. Auch Probleme mit der Haut wie Neurodermitis oder Ekzeme werden durch den giftigen Pilzbefall ausgelöst. Ebenso wie starke Kopfschmerzen oder Migräne.

    Richtige Schimmelentfernung ist wichtig

    Eines soll hier gleich klargestellt werden: Schimmelbefall in den Wohnräumen ist ein lösbares Problem, vor allem wenn man sich professionelle Hilfe holt. Aber auch auf Onlineseiten wie www.schimmel-entfernen.org finden sich wertvolle Tipps zur Selbsthilfe, denn das richtige Vorgehen ist entscheidend. Entscheidend dafür, welche Maßnahmen zur Entfernung sinnvoll sind, ist unter anderem die Größe der befallenen Fläche sowie die Stärke und Tiefe des Befalls. Auch ob und wie die entsprechenden Räume genutzt werden, spielt beim Kampf gegen den Schimmel eine Rolle.

    Im Wesentlichen geht es um drei Schritte, die befolgt werden müssen:
    1. Schimmel abtöten
    2. Schimmel entfernen
    3. Ursachen bekämpfen

    Beim Abtöten des Schimmels geht es darum, dass die richtigen Mittel zum Einsatz kommen. Es gibt dabei unterschiedliche Substanzen, die jedoch keinesfalls Chlor-Derivate enthalten sollen. Diese können nämlich die Atemwege reizen. Wer nur kleine Flächen behandeln muss, kann dazu ohne weiteres 70 – 80 %ige Reinigungsalkohol verwenden. Wichtig ist auch, dass in den betroffenen Räumen eine gründliche Staubreinigung mit einem geeigneten Feinstaubfilter vorgenommen wird. Damit soll die Raumluft von der Sporenmenge des Schimmelpilzes gereinigt werden.

    Ursachen des Schimmelbefalls beseitigen

    Ausgehend davon, dass Schimmel überall dort auftritt, wo es eine überhöhte Feuchtigkeit gibt, sollte zur Bekämpfung natürlich auch die Ursache behoben werden. Liegt diese in einem Wasserschaden oder sind sie baulich bedingt, so sollte man sich an entsprechende Fachkräfte wenden. Bei Kondensfeuchte ist zu prüfen, ob die entsprechenden Flächen belüftet werden können. Das bedeutet, dass Möbel oder Einrichtungsgegenstände mindestens 10 Zentimeter davon entfernt aufgestellt werden sollten. Wichtig ist, dass in den Wohnräumen eine optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 70% und 80% gegeben ist. Überprüfen lässt sich dies mit einem Hygrometer, das günstig in der Anschaffung ist und dennoch gerade zur Vorbeugung in Sachen Schimmelbefall eine wichtige Hilfestellung bieten kann.

    Bild: © Depositphotos.com / timbrk

  • Grauer Star – wenn das Sehen immer schlechter wird

    Grauer Star – wenn das Sehen immer schlechter wird

    Rund 40 % der Menschen weltweit leiden unter einem Grauen Star, einer Trübung der Linse, die zur völligen Erblindung führt, wenn sie nicht behandelt wird. Für die meisten ist der Graue Star eine Krankheit, die überwiegend alte Menschen trifft, aber das ist ein Irrtum, denn auch junge Menschen, Kinder und sogar Säuglinge können einen Grauen Star bekommen. In der Regel tritt die Augenkrankheit aber bei Menschen über 60 auf und sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die das Sehvermögen betreffen. Da sich der Graue Star heute aber dank effektiver operativer Eingriffe sehr einfach behandeln lässt, hat der Graue Star seinen Schrecken verloren.

    Eine Trübung der Linse

    Der Graue Star betrifft die Linse des Auges, die mit zunehmendem Alter ihre Spannkraft verliert. In der Folge verhärtet sie sich und das führt zu einer chronischen Trübung, die das Sehvermögen nachhaltig beeinflusst. Um einen Grauen Star diagnostizieren zu können, muss der Arzt mit einer sogenannten Spaltlampe die Bindehaut, die Hornhaut, die Lederhaut und die Regenbogenhaut, vor allem aber die Linse näher betrachten. Wenn das Sehen beeinträchtigt ist, dann muss nicht zwingend ein Grauer Star vorliegen, es kann sich auch um eine unregelmäßige Krümmung der Hornhaut handeln.

    Um eine sichere Diagnose stellen zu können, muss der Augenarzt aber noch weitere spezielle Untersuchungen machen, zu denen unter anderem auch ein computergestütztes Bild der Hornhaut gehört, um feststellen zu können, wie dick sie ist. Auch der hintere Augenabschnitt wird sehr gründlich untersucht und der Arzt überprüft bei dieser Untersuchung den Sehnerv, die einzelnen Gefäße und auch die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens. Damit die Untersuchung auch den gewünschten Erfolg bringt, bekommt der Patient vorher Tropfen ins Auge, die die Pupillen erweitern.

    Welche Symptome hat der Graue Star?

    Die Symptome des Grauen Stars sind immer individuell, denn sie sind sowohl von der jeweiligen Form als auch vom Schweregrad der Erkrankung abhängig. Zu den häufigsten Symptomen gehören aber das Sehen von Doppelbildern und eine verschleierte Wahrnehmung der Umwelt, auch das Sehen in der Dämmerung oder bei Dunkelheit ist deutlich schwerer. Die Welt wird an Farben ärmer – so schildern viele Betroffene den Grauen Star, es gibt nur noch eine geringe Anpassung zwischen Hell und Dunkel und auch das Gefühl geblendet zu werden, nimmt mehr und mehr zu. Außerdem können die Betroffenen nicht mehr ohne Probleme lesen und auch klar in die Ferne zu sehen, macht Probleme. Das alles sind Anzeichen dafür, dass es sich um einen Grauen Star handeln könnte.

    Eine Erkrankung des Grauen Stars wird in drei unterschiedliche Stadien eingeteilt. Im ersten Stadium der beginnenden Linsentrübung haben die Betroffenen kaum Beschwerden, sie sehen noch relativ gut und eine Operation ist nicht notwendig. Schreitet die Linsentrübung fort, dann ist die Linse total getrübt und der Graue Star muss operativ behandelt werden. Im dritten Stadium, wenn der Graue Star „überreif“ ist, dann ist die Linse aufgequollen und vergrößert sich durch die Verflüssigung ständig weiter. In diesem Fall muss unverzüglich operiert werden, denn sonst ist das Augenlicht gefährdet.

    Welche Therapien gibt es?

    Die beste Therapie gegen den Grauen Star lässt sich kurz und knapp auf den Punkt bringen: Die getrübte Linse muss durch eine künstliche Linse entweder aus Silikon oder aus Acryl ersetzt werden. Für diesen operativen Eingriff ist meist nur eine örtliche Betäubung notwendig und der Patient kann schon nach wenigen Stunden wieder nach Hause gehen. Der Eingriff wird weltweit rund 700.000 mal durchgeführt und steht damit an erster Stelle der operativen Eingriffe. 90 % bis 95 % derjenigen, die eine künstliche Linse bekommen haben, können nach dem Eingriff wieder ohne Probleme sehen und haben dann nie wieder Beschwerden, vorausgesetzt es liegt kein anderes Augenleiden vor.

    Bild: © Depositphotos.com / Barabasa

  • Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Wenn sich auf der Mundschleimhaut kleine runde oder ovale Flecken und Pickelchen bilden, die bei jeder Mundbewegung schmerzen, dann steht die Diagnose relativ schnell fest, es handelt sich um Aphten. Aphten gehören zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten im Mundbereich, sie sind störend, sie schmerzen, aber sie sind harmlos. Was Aphten so unangenehm macht, das ist die Tatsache, dass sie immer wieder auftreten können. Warum es Aphten gibt, ist bis heute unklar und auch wenn sie nicht gesundheitsschädlich sind, so können sie das Wohlbefinden doch sehr beeinträchtigen.

    Wie sehen Aphten aus?

    In der Regel haben Aphten die Größe einer Linse und sind entweder leicht rötlich oder weiß-gelblich. Rund 20 % der Deutschen ist mindestens einmal in ihrem Leben an Aphten erkrankt, bei einigen treten die kleinen Geschwüre im Mundraum und am Gaumen allerdings immer wieder auf. Frauen leider deutlich öfter unter Aphten als Männer, und wenn es in der Familie schon Fälle gab, dann besteht das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken.

    Welche Ursachen haben Aphten?

    Es gibt viele Ursachen, die Aphten auslösen können, aber in den meisten Fällen bleibt die Ursache unklar. Bei Säuglingen kann es beim Saugen an der Flasche zu kleinen Verletzungen kommen, die sich dann in Aphten verwandeln. Wenn die Aphten immer wiederkehren, dann ist die Ursache meist unbekannt, aber viele Ärzte vermuten, dass es sich hierbei um eine Reaktion des Immunsystems handelt. Eisenmangel oder der Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Zink werden als Ursachen für Aphten diskutiert und auch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel könnte der Auslöser sein. Wer auf Tomaten, Nüsse oder auch auf Zitrusfrüchte und Alkohol allergisch reagiert, der läuft Gefahr, auch Aphten zu bekommen.

    Der monatliche Zyklus kann der Auslöser sein, aber auch Stress und schwere psychische Belastungen können dafür sorgen, dass sich Aphten im Mund bilden. Viele klagen auch nach einem Besuch beim Zahnarzt über Aphten, denn es kann während der Behandlung zu kleinen Verletzungen kommen, die dann zu Aphten werden. Ob Viren oder bestimmte Bakterien die Mundkrankheit auslösen, konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Menschen, die mit HIV infiziert sind, leiden häufig unter Aphten, aber hier liegen die Ursachen bei den Medikamenten, die eingenommen werden.

    Welche Therapien gibt es?

    In den meisten Fällen müssen Aphten nicht behandelt werden, denn so lästig und auch schmerzhaft sie auch sind, sie verschwinden in der Regel ganz von alleine wieder. Eine Therapie kommt immer nur dann infrage, wenn die Schmerzen stark sind, und auch bei Kindern ist eine Therapie zu empfehlen, denn sie leiden darunter besonders oft. Um die Schmerzen zu lindern, hilft meist ein lokales Betäubungsmittel, das mittels einer Lösung aufgetragen wird. Ratsam ist auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Zitrusfrüchte und Obstsäfte sowie auf scharfe Gewürze und alkoholische Getränke, damit die Schleimhaut nicht unnötig gereizt wird.

    Mundspülungen mit Kamille helfen dabei, die Schmerzen zu lindern und die Aphten schneller abheilen zu lassen. Der Zahnarzt kann ebenfalls dabei helfen, dass die lästigen Geschwüre im Mund wieder verschwinden, denn eine Bestrahlung mit einem speziellen Rotlicht sorgt dafür, dass die Aphten schnell wieder weg sind.

    Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

    Leider kann Aphten nur sehr begrenzt vorgebeugt werden, da die Ursachen noch nicht restlos geklärt sind. Wer schon einmal Aphten hatte, der sollte Stress abbauen, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden, besonders auf seine Mundhygiene achten und von Zeit zu Zeit eine medizinische Mundspülung verwenden. Empfehlenswert sind Mundspülungen mit den Wirkstoffen Betamethason, Chlorhexidin und auch Hexetidin. Um die Schmerzen zu lindern, ist eine Lösung die Lidocain enthält, die beste Wahl, denn das Lidocain betäubt den Schmerz für mehrere Stunden.

    Wenn die Aphten in einem relativ kurzen Zeitraum immer wieder kommen oder wenn sie besonders groß sind, dann sollte der Arzt eine Blutuntersuchung machen.

    Bild: © Depositphotos.com / panxunbin

  • Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Sie gehören zur Familie der Spinnen, sie werden zwischen 0,1 und 0,5 Millimeter groß, sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20° und 30° Grad besonders wohl, sie schätzen eine Luftfeuchtigkeit von 70 % und sie ernähren sich für ihr Leben gerne von Hautschuppen – die Hausstaubmilben. Jeder zehnte Deutsche reagiert mittlerweile auf die kleinen lästigen Tiere allergisch, vielen wissen es aber nicht, erst dann, wenn sich zu einer Allergie auch Asthma gesellt, dann wird schnell klar, die Hausstaubmilbe ist daran schuld. Was können Betroffene tun, um die Milben und damit auch die Allergie wieder loszuwerden?

    Was löst eine Hausstaubmilben Allergie aus?

    Es ist nicht der Staub, der die Allergie auslöst, es sind die Milben, die in diesem Staub leben. Die kleinen Insekten an sich sind völlig harmlos, denn sie beißen und stechen nicht und sie übertragen auch keine Krankheiten, wie das bei anderen Insekten der Fall sein kann. Was die Hausstaubmilbe aber gefährlich macht, das sind ihre Ausscheidungen. Der Kot der Hausstaubmilbe enthält bestimmte Eiweißstoffe und das sind die eigentlichen Übeltäter, die eine Allergie auslösen können. Die Allergene sind recht schwer und können daher auch nicht in der Luft schweben, sie sinken vielmehr nach unten. Das ist auch der Grund, warum sie auf Teppichen, auf Polstermöbeln und vor allem aber auch auf Matratzen zu finden sind. In Betten halten sich die Staubmilben besonders gerne auf, denn nur dort finden sie hervorragende Lebensbedingungen und ihr Hauptnahrungsmittel, die menschlichen Hautschuppen.

    Welche Anzeichen gibt es?

    Wie viele andere Allergien, so beginnt auch eine Allergie gegen Hausstaubmilben mit einem leichten Jucken der Nase oder der Augen. Diese anfänglichen Beschwerden werden von den meisten Menschen kaum oder gar nicht wahrgenommen und nicht selten vergehen Jahre, bis die Betroffenen sich endlich entschließen, zu einem Arzt zu gehen. Dabei haben Allergien in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen und es ist zu befürchten, dass in der Zukunft immer mehr Menschen auf alle möglichen Stoffe allergisch reagieren. Auch die Zahl der Hausstaubmilben Allergiker wird nach Einschätzung von Experten zunehmen. Warum aber immer noch so wenig Betroffene frühzeitig zum Arzt gehen, liegt daran, dass sich keiner so recht vorstellen kann oder will, dass der Auslöser der Allergie in unmittelbarer Nähe, nämlich im eigenen Haus befindet.

    Wenn die Beschwerden wie eine immer juckende Nase und tränende Augen besonders in der Nacht oder am Morgen auftreten, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine Allergie gegen Hausstaubmilben handelt. Ein Blut- und Hauttest gibt aber dann die Gewissheit, denn wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern befindet, dann wurde das wichtigste Indiz für die Form der Allergie gefunden. Beweisen lässt sich die Allergie gegen Milben aber auch durch den sogenannten Provokationstest, bei dem der Patient die Allergene der Milben direkt einatmen muss. Nur so lässt sich eine andere Allergie ausschließen.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Wer nachweislich unter einer Hausstaubmilben Allergie leidet, der hat Pech, denn bei dieser Diagnose ist es wichtig, dass die komplette Wohnumgebung saniert wird. Alle Staubfänger müssen entfernt werden, die Matratze und das Bettzeug werden ausgewechselt und stattdessen kommt eine Matratze speziell für Allergiker ins Bett. Viele müssen sich sogar von ihren Teppichen trennen und PVC Böden oder Laminat verlegen. Wenn die Symptome dann immer noch auftreten, dann kann der Arzt durch die Gabe eines Sprays mit Cortison das Leben des betroffenen Patienten ein wenig erträglicher machen. Antihistaminika, wie sie normalerweise bei Allergien gegeben werden, sind bei einer Allergie gegen Milben leider nutzlos. Neu auf dem Markt ist eine Lösung, die auf Polstermöbel und Matratzen gesprüht wird, denn der pflanzliche Wirkstoff des Sprays verdirbt den Milben den Appetit und sie verhungern.

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  • Hühneraugen und Warzen – wie wird man sie wieder los?

    Hühneraugen und Warzen – wie wird man sie wieder los?

    Wenn der Sommer kommt, dann kommt auch die Zeit der luftigen Sandalen und schicken Sandaletten. Viele tragen aber auch bei der größten Sommerhitze geschlossen Schuhe, denn sie haben ein Problem, das allgemein unter dem Begriff Hühnerauge bekannt ist. Während Hühneraugen nur an den Füßen auftreten, sind Warzen praktisch überall zu finden. Besonders gern entstehen Warzen auf dem Handrücken oder an den Fingern, aber auch im Gesicht sind Warzen keine Seltenheit. Selbst wenn Hühneraugen und Warzen harmlos sind, so möchten die Betroffenen diesen Makel gerne wieder loswerden.

    Was genau ist ein Hühnerauge?

    Clavus heißt das Hühnerauge in der medizinischen Fachsprache und fast jeder hatte schon einmal mit einem Hühnerauge zu tun. Ein Hühnerauge kann sich auf der Oberfläche der Zehen bilden, aber auch an der Seite der Zehen oder am Fußballen sind Hühneraugen keine Seltenheit. Hühneraugen sind nichts anderes als verhornte oder verdickte Stellen, die immer dann entstehen, wenn die betroffene Stelle am Fuß zu stark belastet wurde oder wenn es zu einer übermäßigen Reibung kommt, zum Beispiel durch schlecht sitzende Schuhe. In der Mitte des Hühnerauges bildet sich eine Art Dorn, der ebenfalls aus verhornter Haut besteht und der sehr tief in die unteren Hautschichten eindringen kann.

    Frauen sind übrigens deutlich häufiger von Hühneraugen betroffen als Männer. Das liegt daran, dass Frauen auch bereit sind, schlecht sitzende oder viel zu enge Schuhe zu tragen, nur um gut auszusehen. Von der einfachen Druckstelle über die schmerzhafte Blase bis hin zum unschönen Hühnerauge ist es da nur ein kurzer Weg. Ein Hühnerauge sollte auf gar keinen Fall mit einem Messer oder mit einer Schere herausgeschnitten werden, denn das kann böse Folgen haben. Der Arzt kann ein Hühnerauge schnell und schonend entfernen, aber auch Fußbäder sind eine gute Idee, um das Hühnerauge zu entfernen.

    Was sind Warzen?

    Warzen gehören zu den am meisten verbreiteten Hautirritationen, und kaum jemand kann von sich behaupten, er habe noch nie eine Warze gehabt. Warzen sind harmlose Hautwucherungen, die aber auch schmerzen können und vor allem unangenehm ins Auge fallen. Warzen können ganz unterschiedliche Formen haben. Es gibt Pinselwarzen, Mosaikwarzen, Dornwarzen und Flachwarzen, die meist im Gesicht zu finden sind und daher besonders stören. Im Genitalbereich treten überwiegend Feigwarzen auf.

    Warzen sind halbkugelartige Erhebungen auf der Haut, die zwischen zwei bis vier Millimeter hervorstehen. Die meisten Warzen sind so groß wie der Kopf einer Stecknadel, aber sie können auch die Größe einer Erbse erreichen. Auf der Warze ist eine Hornschicht, die sich taub und auch ein wenig schuppig anfühlt und in einigen Warzen sind auch schwarze Pünktchen zu sehen. Im Normalfall treten Warzen einzeln auf und werden Mutterwarzen genannt. Es kann aber auch passieren, dass die Mutterwarze um sich herum mehrere Tochterwarzen schart, die sich dann großflächig auf der Haut ausbreiten.

    Sind Warzen ansteckend?

    Im Gegensatz zu Hühneraugen sind Warzen ansteckend und sie verbreiten sich immer durch den direkten Hautkontakt. Aber auch wenn ein Betroffener sein Handtuch, seine Socken oder seine Schuhe mit anderen teilt, dann kann es passieren, dass sich die Warze überträgt. Auch wenn Warzen harmlos, aber ansteckend sind, sollten sie nach Möglichkeit entfernt werden. Kleine Warzen verschwinden, wenn sie vereist werden, denn der flüssige Stickstoff zerstört durch seine Kälte die obersten Schichten der Haut und die Warze lässt sich einfach entfernen. Um eine Warze zu vereisen, muss man nicht unbedingt zu einem Arzt gehen, es gibt auch Vereisungsstifte, die man in der Apotheke kaufen kann.

    Eine Alternative ist eine Behandlung mit einem Salizylsäure-Pflaster oder mit einem Salizylsäure-Gel. Das Pflaster und auch das Gel müssen alle zwei bis drei Tage auf die Warze aufgetragen werden und die Warze löst sich dann von selbst aus der Haut.

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  • Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Mit einem Gürtel und einer Rose hat die Gürtelrose nur sehr entfernt zu tun. Ihren Namen verdankt die Virusinfektion den Anzeichen auf der Haut, und zwar auf der Körperpartie, wo normalerweise der Gürtel sitzt, und weil der Ausschlag mit ein wenig Fantasie an eine Rose erinnert. Eine Gürtelrose wird durch ein Virus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, sie ist sehr schmerzhaft, aber sie lässt sich heute gut behandeln. Es gibt einige Therapien, die dafür sorgen, dass die Beschwerden gelindert werden und die Heilung beschleunigt wird.

    Welche Symptome hat eine Gürtelrose?

    Ärzte nennen die Gürtelrose etwas salopp auch Herpes Zoster. Zu den ersten Symptomen gehört ein Hautausschlag, auf dem sich kleine Bläschen bilden und der sich zunächst streifenförmig in Höhe der Hüfte zeigt. Der Grund für den Ausschlag ist in den Nervenbahnen zu finden, in die sich der Virus einnistet, und nicht selten ist es der gleiche Virus, der auch die Windpocken auslöst. Wer als Kind die Windpocken hatte, der wird die äußeren Symptome schnell wieder los, aber der Virus bleibt im Körper. Im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so sicher und gut funktioniert, dann kann es ein, dass der Virus wieder zum Leben erwacht und dann eine Gürtelrose auslöst.

    Trifft die Gürtelrose einen älteren Menschen, dann löst sie in der Regel starke Schmerzen aus und die Beschwerden können lange andauern. Für die Heilung ist es von entscheidender Bedeutung, wie früh die Gürtelrose erkannt wird. Wird sie früh diagnostiziert, dann kann die entsprechende Behandlung schnell eingeleitet werden und die Krankheit ebenso schnell auch ausheilen.

    Welche Therapien gibt es?

    Treten die typischen Symptome auf, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen bekommen die Patienten dann Medikamente, die die Schmerzen lindern und eine Creme, die verhindert, dass sich die Viren weiter ausbreiten können. Mit der richtigen Therapie verschwinden die Bläschen, die die Schmerzen verursachen, recht schnell wieder und der Ausbruch der Gürtelrose wird abgebremst.

    Wichtig ist aber, dass die Betroffenen spätestens zwei bis maximal drei Tage, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, zu einem Arzt gehen. Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, bekommen in der Regel eine leichte Form der Gürtelrose, die sehr gut mit einer antiviralen Therapie behandelt werden kann. Bei älteren Menschen reicht diese Therapie oftmals nicht aus, und der Arzt wird versuchen, mit Infusionen zu helfen.

    Wie gefährlich ist eine Gürtelrose?

    In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Gürtelrose zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Immer dann, wenn die Nerven im Gehirn betroffen sind, dann kann es passieren, dass das Auge oder das Ohr betroffen sind. Wenn die Regenbogenhaut oder die Hornhaut des Auges betroffen sind, dann kann es zu Sehstörung und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Eine Gürtelrose, die aufs Ohr schlägt, kann eine Gesichtslähmung zur Folge haben.

    Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Immunschwäche leiden, wie das zum Beispiel bei HIV Patienten der Fall ist, betrifft die Gürtelrose nicht nur die Haut, sie kann auch die inneren Organe angreifen und dann wird die Krankheit lebensbedrohlich. Sehr selten kann sich aus einer Gürtelrose auch eine Hirnhautentzündung entwickeln. Eine Gürtelrose tritt meist nur einmalig auf und ist, wenn die Behandlung anschlägt, nach vier Wochen ausgeheilt.

    Kann man vorbeugen?

    Um erst gar nicht an einer Gürtelrose zu erkranken, gibt es einige präventive Maßnahmen. Dazu gehört das Vermeiden von Stress und auch zu viele Sonnenbäder sind schädlich, denn die Wärme auf der Haut kann den Virus aktivieren und die Gürtelrose bricht aus. Wer als Kind gegen die Windpocken geimpft wurde, ist leider nicht immun, aber wenn es zu einer Gürtelrose kommt, dann ist ein Ausbruch seltener und weniger schwer als bei denjenigen, die nicht geimpft wurden.

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