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  • Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Die als ungesunden Dickmacher bezeichneten Fette erfüllen in unserem Körper wichtige Funktionen. Fett ist Energielieferant. Neun Kilokalorien entsprechen einem Gramm Fett. Somit liefert diese Menge doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Verbrennt der Körper nicht das gesamte Fett, legt er es in Depots an und bildet somit Energiereserven.

    Fette enthalten lebenswichtige Fettsäuren für den Körper. Diese sind für Stoffwechselvorgänge wichtig. Außerdem gelten sie als Wärmeschutz, Geschmacksträger und Träger für Vitamine A, D, E und K. Der Mensch sollte täglich 30 % der Kalorien aufnehmen, die aus Fett bestehen. Hierbei sollte allerdings auf die Art der Fette geachtet werden, denn wichtig sind Omega 3 und Omega 6.
    Hierbei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper im richtigen Verhältnis zu einander benötigt. In Sonnenblumenöl und Maiskeimöl sind beispielsweise zu viel Omega 6 Fettsäuren enthalten. Dies fördert unter anderem Entzündungen. Alternativ sollte man auf Rapsöl zurückgreifen, denn hier ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren ausgeglichen. Besonders gut ist kaltgepresstes Öl, da es viele Inhaltstoffe hat, die wertvoll sind.

    Wer es richtig machen möchte, mischt die ungesättigten und die gesättigten Fettsäuren. Wer also ein Fleischgericht mit einem Salt kombiniert, der mit Rapsöl-Dressing angemacht ist, macht alles richtig. Vorsichtig sollte man aber mit Frittierfett oder fettigen Backwaren sein. Diese Fette können sich negativ auf den Kreislauf und auf das Herz auswirken.

    Wichtig ist nicht, wieviel Fett man ist, sondern wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Verbrennt man weniger Kalorien, als man aufgenommen hat, dann nimmt man zu. Wer fettreich ist, ist schneller gesättigt. Treibt man dazu noch Sport regt man die Fettverbrennung zu dem noch an. Denn wer versucht Fett zu sparen greift automatisch zu Kohlenhydraten, diese steigern den Blutzucker.

    Kohlenhydrate steigern den Blutzuckergehalt und die Insulinproduktion

    Insulin – ein Hormon – wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Ist diese erkrankt, leiden Betroffene unter Diabetes mellitus, landläufig auch Zuckerkrankheit genannt. Zucker gehört zu den Kohlenhydraten, aber auch ballaststoffreiche Nahrung enthält Zucker und viele Produkte, bei denen man es nicht erwartet, wie z. B. Müsli, Joghurt oder Ketchup.
    Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Im Zuge der Verdauung werden sie zu Zucker umgewandelt und erhöhen damit den Blutzuckerspiegel. Mithilfe (körpereigenen) Insulins wird der Zucker dann als Energieträger in die Körperzellen transportiert. Das Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen den Zucker überhaupt aufnehmen können.

    Unsere moderne Kohlenhydrat reiche Ernährung erzwingt eine sehr hohe Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse. Das Stück Brot oder Schokolade, ein Powerriegel oder ein Stück Obst, das Glas Saft und der kleine Snack zwischendurch, führt zu einem ständig leicht erhöhten konstanten Zuckerspiegel. Auch ein Ernährungsplan mit 5 kleinen Mahlzeiten am Tag (anstatt nur 3) führt zu diesem Ergebnis.

    Verschiedene Lebensmittel bei gleicher Menge an Kohlenhydraten verursachen eine durchaus sehr unterschiedliche Steigerung des Blutzuckerspiegels mit Blick auf die Geschwindigkeit bzw. Steigerungsrate. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als Blutzuckerwirksamkeit eines Nahrungsmittels, wofür extra der glykämische Index eingeführt wurde.
    Ein hoher Indexwert steht für ein Lebensmittel, das den Blutzuckerspiegel sehr schnell in die Höhe treibt. Als Beispiele seien hierzu der Industriezucker und alle mit ihm gesüßten Lebensmittel sowie Getränke genannt, aber auch Weißbrot oder weißer Reis gehören dazu. Lebensmittel mit geringerem glykämischen Index sind z. B. Vollkorn-Produkte, Obst und Gemüse, Salate oder Hülsenfrüchte. Grundsätzlich gilt, dass Ballaststoffe die Zuckeraufnahme verlangsamen.

    Sport ist die beste Lösung, wenn man abnehmen möchte. Ausdauersport regt die Fettverbrennung an. Die Fettzellen schmelzen, verschwinden aber nicht. Sie werden kleiner. Wer also die Fettzellen loswerden möchte, muss sich das Fett absaugen lassen. Hierbei läuft man aber Gefahr, dass die Fettzellen sich später an einer anderen Stelle neu ansiedeln.
    Fett lässt sich nicht gezielt verbrennen. Doch das richtige Sportprogramm führt zum gewünschten Erfolg. Muskelaufbau-Trainings sind hier sinnvoll, denn diese Kraftwerke sind für die Fettverbrennung unerlässlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Spectral

  • Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Unter chronischer Nebenhöhlenentzündung, im Fachjargon chronische Sinusitis genannt, fallen je nach genauem Entzündungsort die Stirnhöhlen- oder Kiefernhöhlenentzündung. Bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, die oft einige Monate anhalten kann, treten meist Symptome wie Fieber und Druckgefühl, sowie Kopf-, Gesichts- und Zahnschmerzen auf.

    In allen Fällen – ob Stirn- oder Kieferhöhlen – handelt es sich stets um Hohlräume im Knochen des Gesichtes, die den an sich kompakten Schädelknochen leichter machen. Sie liegen über der Nase oberhalb der Augenbrauen, zwischen Nase und innerem Augenwinkel (Siebbeinhöhlen) und zu beiden Seiten der Nase. Alle sind mit Schleimhäuten ausgekleidet, deren Absonderungen und Sekrete im Normalfall dafür sorgen, dass sich die Nebenhöhlen in einem gesunden Zustand befinden. Wird der Sekret-Abfluss jedoch – etwa bei einem Schnupfen – gestört, weil etwa die Nasenschleimhäute angeschwollen sind, so können sich in dem sonst gut ‚belüfteten‘ System Bakterien ansiedeln, die die empfindlichen Flimmerzellen der Schleimhäute angreifen. Es kommt zu schmerzhaften Entzündungen.

    Ursachen und Symptome der Sinusitis

    Die Ursachen dafür können unterschiedlichster Art sein, meist gehen der chronischen mehrere akute, nicht ausreichend ausgeheilte Nebenhöhlenentzündung voraus. Die Auslöser sind zumeist andere Atemwegsinfekte wie Allergien (Heuschnupfen) oder eine Erkältung mit verstopfter Nase. Auch körperliche, bis zur chronischen Sinusitis meist unentdeckte Dysfunktionen können Nebenhöhlenentzündungen begünstigen. Dazu zählen etwa eine verkrümmte Nasenscheidewand oder die so genannten Rachenmandeln (Polypen). Auch von Natur aus verengte Ausgänge der Nebenhöhlen können das empfindliche Gleichgewicht der dortigen Schleimhäute beeinträchtigen. Es soll auch vorkommen, dass entzündete Zahnwurzeln Auslöser der Sinusitis sind.

    Eine chronische Sinusitis ist gegeben, wenn die Symptome bei Erwachsenen länger als acht, bei Kindern über zwölf Wochen beobachtet werden können. Dazu zählen im akuten Krankheitsverlauf zunächst eine verstopfte Nase und daraus resultierende Atemprobleme. Es kommt zu vermehrten Ausfluss von Nasensekret, anfangs meist wässrig, mit fortschreitender Entzündung immer dickflüssiger. Im hochinfektiösen Zustand ist das Sekret gelbgrün. Der Geruchssinn leidet, auch der Geschmackssinn ist oft eingeschränkt. Zudem kann Fieber auftreten, das das Krankheitsgefühl und die Abgeschlagenheit noch verstärkt.

    Hinzu kommt, dass je nach Lokalisierung der Nebenhöhlenentzündung ein schmerzhaftes Druckgefühl über den Augen oder an den Wangenknochen auftritt. Es verstärkt sich bei Bewegung, besonders, wenn der Kopf vorgebeugt wird. Im Akutfall spielt sich dies innerhalb von etwa drei Tagen ab. Hat die Sinusitis jedoch chronische Züge angenommen, heilen die Schwellungen nicht richtig ab. Die Betroffenen haben ständig mit zähem Schnupfen zu tun, neigen zu verstopfter Nase.

    Der Druck im Gesicht ist latent gegenwärtig. So setzt sich der Kreislauf der Nebenhöhlenentzündung fort, da der Schleim ein dauerhafter Nährboden für neue Bakterienangriffe (meist Pneumokokken oder Streptokokken) ist. Das kann im schlimmsten Fall sogar zu weiteren Komplikationen führen, z. B. Augenentzündungen.

    Diagnostik und Therapie

    Eine Untersuchung des Nasengangs bietet meist erste Erkenntnisse, auch können Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen den Umfang der Sinusitis gut darstellen – und Veränderungen im Laufe der Therapie aufzeigen.

    Während bei schweren akuten Fällen die Einnahme von Antibiotika oft unumgänglich ist, um die bakterielle Entzündung einzudämmen, sind bei einer chronifizierten Nebenhöhlenentzündung meist andere Ansätze sinnvoll. Hier wie dort sind abschwellende Nasentropfen nützlich, doch nur begrenzt einsetzbar. Zur Langzeittherapie empfehlen sich Meersalzsprays und Inhalationen mit Salzwasser.

    Auch regelmäßige Nasenduschen mit Kochsalzlösungen sind praktikabel. Kräutertees können chronischen Sinusitis-Patienten ebenfalls Linderung verschaffen, zumal, wenn deren warme Dämpfe eingeatmet werden. Ganz wichtig – die richtige Nasenputztechnik: Immer nur einseitig Schnauben.

    Man selbst kann neben der Einnahme von Medikamenten und den anderen beschriebenen Maßnahmen allerdings auch einiges tun, um die chronische Sinusitis zu behandeln oder ihr sogar vorzubeugen:

    • Viel Wasser und ungesüßten Kräutertee trinken. Dies hilft dabei, den Schleim abzulösen, der bei der Entzündung der Schleimhäute entsteht.
    • Auch Inhalieren mit ätherischen Ölen in ruhigen und langsamen Atemzügen wirkt beruhigend und befreiend auf die Nasennebenhöhlen.
    • Ein weiteres viel eingesetztes Hilfsmittel ist die Nasenspülung, bzw. Nasendusche. Diese kann man täglich und auch vorbeugend anwenden, damit die Entzündung gar nicht erst entstehen kann.
    • Zur Vorbeugung gilt es, dem Körper regelmäßig frische Luft zu gönnen und ihn mit Sport fit zu halten.

    Lediglich in Ausnahmefällen ist übrigens eine Operation die Lösung; etwa, wenn eine krumme Nasenscheidewand die Nebenhöhlenausgänge dauerhaft behindert. Dauert die chronische Nasennebenhöhlenentzündung bereits viele Monate an, ist eine Operation der Nasennebenhöhlen in einigen Fällen unumgänglich. Hierbei wird die Nasenscheidewand begradigt und der Schleim kann besser abfließen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Bildschirmarbeit mit Kontaktlinsen – worauf ist zu achten?

    Bildschirmarbeit mit Kontaktlinsen – worauf ist zu achten?

    Bildschirmarbeit macht in vielen Berufen inzwischen einen Großteil der Arbeitszeit aus und auch privat in unserer Freizeit verbringen wir viele Stunden vor dem Bildschirm. Auf unsere Gesundheit kann sich diese Bildschirmarbeit in vielerlei Hinsicht auswirken. Gerade Träger von Kontaktlinsen bemerken unter Umständen, dass die Arbeit am Computer die Augen stark belastet. Rötungen, brennende Augen, Juckreiz und das Gefühl von trockenen Augen können die Folge sein. Wie diese unangenehmen Begleiterscheinungen sich verhindern lassen, und ob Kontaktlinsen überhaupt für die langfristige Arbeit am Bildschirm geeignet sind, kann in diesem Artikel nachgelesen werden

    Bildschirmarbeit und Kontaktlinsen: Passt das zusammen?

    Die grundsätzliche Frage, ob Kontaktlinsen sich für die Arbeit am Bildschirm überhaupt eignen, lässt sich ganz klar mit Ja beantworten. Allerdings sollten dazu einige Voraussetzungen erfüllt sein. Kontaktlinsen bieten gegenüber einer Brille sogar gewisse Vorteile. Sie machen ein rahmenloses Sehen möglich. Eine Brille schränkt das Blickfeld durch den Rahmen der Brille immer ein. Das ist bei Kontaktlinsen nicht der Fall. Außerdem bieten Kontaktlinsen deutlich mehr Freiheit in der Bewegung. Es gibt also nichts, was grundsätzlich gegen den Einsatz von Kontaktlinsen am Arbeitsplatz spricht. Trotzdem klagen Menschen, die Kontaktlinsen tragen, immer wieder über trockene, gereizte und empfindliche Augen nach mehreren Stunden Arbeit am Computer. Grund hierfür ist vor allem, dass die Augen zu stark austrocknen. Dieser Vorgang kann mit den richtigen Maßnahmen jedoch deutlich reduziert werden.

    Die Raumbedingungen optimieren

    Einfluss haben Träger von Kontaktlinsen zum Beispiel auf die Raumbedingungen, in denen sie arbeiten. Die Luft sollte nicht zu trocken sein. Gerade im Winter bei laufender Heizung oder im Sommer bei eingeschalteter Klimaanlage ist Stoßlüften unverzichtbar, laut IKK gesund plus. Die frische Luft von draußen hat eine höhere Luftfeuchtigkeit und genau die kommt den ausgetrockneten Augen zu Gute. Wenn es in einem Raum nicht regelmäßig möglich ist zu lüften, dann können Luftbefeuchter oder die klassische Schüssel mit Wasser auf der Heizung dabei helfen, die Feuchtigkeit in der Luft zu erhöhen. Auch Pflanzen tragen zu einem besseren Raumklima bei. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn wenn Allergien gegenüber Pollen bestehen, dann haben Pflanzen am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Zu grelles Licht sollte ebenso vermieden werden, wie Zugluft. Beides fördert das Austrocknen der Augen noch zusätzlich.

    So werden die Raumbedingungen optimiert:

    Raumbedingungen_-_Kontaktlinsen

    Die eigene Arbeitsweise anpassen

    Auch mit der eigenen Arbeitsweise können Träger von Kontaktlinsen zum Schutz ihrer Augen beitragen. Eine Ursache, warum die Augen bei Arbeiten am Bildschirm schneller austrocknen, ist das seltenere Blinzeln. Normalerweise blinzelt der Mensch etwa alle drei bis fünf Sekunden, ohne es überhaupt zu bemerken. Das Starren auf den Bildschirm verlängert die Intervalle jedoch. Daher ist es ratsam, immer wieder vom Bildschirm aufzusehen und den Blick schweifen zu lassen. Auch die Wahl der Kontaktlinsen kann das Austrocknen der Augen verhindern. Harte Linsen neigen weniger dazu die Augen auszutrocknen, wie weiche Linsen, so Augenarzt Dr. Gerald Böhme in der Pharmazeutischen Zeitung. Daher sind Tageslinsen, die in der Regel weich sind, weniger geeignet. Monatslinsen mit einer größeren Härte passen besser zur Bildschirmarbeit.

    So wird die eigene Arbeitsweise optimiert:

    Arbeitsweise_optimieren

    Passende Kontaktlinsen für die Bildschirmarbeit finden

    Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind Kontaktlinsen der optimale Begleiter für den Büroalltag. Allerdings muss dazu auch ein zuverlässiger und fachkundiger Händler für solche Linsen gefunden werden. Hier bietet vor allem das Internet eine große Auswahl und attraktive Preise. Es lohnt sich also, ein bisschen nach einem guten Anbieter zu recherchieren. Er wird später schließlich über viele Jahre der Lieferant für die neuen Kontaktlinsen sein. Im Onlineshop für Kontaktlinsen auf der Seite http://www.kontaktlinsen.de/monatslinsen.html sind zum Beispiel Monatslinsen erhältlich. Sie können ganz bequem online in der eigenen Stärke bestellt werden und werden anschließend direkt nach Hause geliefert

    Bildquelle: © ryanking999 – Fotolia.com

  • Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Es ist Frühling und alles in uns schreit danach die Sonne und nicht zuletzt die frisch erwachte Natur zu genießen. Wenn der Schnee endgültig verschwindet, Schlitten und Ski ihr Sommerquartier in Garagen und Kellern einnehmen und wärmere Temperaturen zum Genießen der frischen Frühjahrsluft einladen, beginnt für eine nicht unwesentliche Gruppe Menschen auch die Zeit der triefenden Nasen, zugeschwollen Augen und der entzündeten Bindehäute. Die Beschwerden sind so facettenreich wie die Farbenpracht der Natur: Bis hin zu starken asthmatischen Problemen leiden Heuschnupfengeplagte mitunter an Symptomen, die den Alltag zur Qual machen können.

    Doch nicht nur mit dem Frühling und der ersten Blüten- und Gräserpracht des Jahres gehen die typischen Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis einher. Auch im Herbst quälen so manchen die Pollen der Saisongräser und –blüten.

    Die saisonale allergische Rhinitis – wenn die Blütenpracht zum Albtraum wird

    Die Medizin fasst unter der Bezeichnung Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis) die überempfindliche Reaktion des Immunsystems zusammen, die durch die Eiweiße in verschiedenen Pflanzenpollen ausgelöst werden.

    Das empfindliche und komplexe System aus Zellen und Eiweißen des menschlichen Körpers ist in diesen Fällen gestört. Anstatt seiner eigentlichen Aufgabe, dem Bekämpfen schädlicher Krankheitserreger, nachzukommen, geht das Immunsystem bei Heuschnupfenpatienten auch gegen die Eiweiße der Blüten- und Gräserpollen vor. Diese sind zwar keineswegs als schädlich für den menschlichen Organismus einzustufen, doch durch eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrsystems werden auch diese Eiweiße fälschlicherweise als gefährlich deklariert und dementsprechend bekämpft. Die Folge sind erkältungs- oder grippeartige Symptome.

    Einer von fünf Deutschen leidet unter einer derartigen Überempfindlichkeit. Damit zählt Heuschnupfen zu den statistisch gesehen häufigsten Allergien.

    Das Ausmaß der auftretenden Symptome ist dabei jedoch überaus unterschiedlich. Während mancher mit tränenden Augen und einer entzündeten Nasenschleimhaut zu kämpfen hat, müssen andere mit Medikamenten gegen asthmatische Anfälle vorgehen. Eine genauere Diagnose ist vor allem dann erforderlich, wenn der vermeintliche Heuschnupfen über das gesamte Jahr hinweg auftritt. Dann könnte statt der Allergie gegen Pollen beziehungsweise deren Eiweiße, auch eine allgemeinere Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Milben, die Ursache sein.

    Heuschnupfen – banales „Wehwehchen“ oder ernst zu nehmende Erkrankung?

    Der Heuschnupfen gehört zu den wohl am ehesten unterschätzten Erkrankungen unserer Zeit. Die Symptome jedoch können Betroffenen stark zusetzen, den Alltag enorm einschränken und sogar Depressionen auslösen. Hinzu kommt die wachsende Gefahr eines, wie er von Medizinern genannt wird, „Etagenwechsels“. Dabei klingen die typischen Symptome in den Nasennebenhöhlen und Schleimhäute meist ab – allerdings entwickelt sich in diesen Fällen häufig ein allergisches Asthma. Die Beschwerden verschwinden demnach nicht, sondern wechseln lediglich den Wirkungskreis, bis sie im schlimmsten Fall die Atemwege beeinträchtigen.

    Ursachen des Heuschnupfens – vererbt oder provoziert?

    Klare Fakten zur Ursache einer Heuschnupfenerkrankung gibt es bislang nicht. Allerdings werden anhand von Statistiken und medizinischen Beobachtungen Vermutungen angestellt.

    1. Theorie Vererbung:
    • Leidet kein Familienmitglied unter Heuschnupfen, wird eine 10 bis 15-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben, dass Kinder unter einer Pollen-Allergie leiden.
    • Sollte ein Elternteil oder eines der Geschwister unter Beschwerden leiden, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 25 bis 30 Prozent.
    • Sind beide Eltern allergisch, steht die 40 bis 60-prozentige Wahrscheinlichkeit im Raum, dass auch das Kind allergisch reagiert.

     

    1. Theorie Hygienewahn als Auslöser:

    Bereits längere Zeit ist in Fachkreisen der ausgeprägte Hang zur übermäßigen Hygiene bei Säuglingen und Kleinkindern ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere bezüglich allergischer Reaktionen wird hier vermutet, dass die fehlende Forderung des Immunsystems in jungen Jahren die Wahrscheinlichkeit später Allergien zu entwickeln fördert. Fehlende Abwehrkräfte oder auch die falsche Konditionierung des Immunsystems kann, so die Expertenmeinungen, Allergien begünstigen.

    In welchen Fällen einer dieser beiden Auslöser in Frage kommt, ist schwer zu sagen. Die Forschung arbeitet jedoch daran herauszufinden, welche Auslöser Allergien im Allgemeinen auslösen, um auf diesem Wege eine noch effektivere Behandlung finden zu können. Die Pharmazie sowie die Naturheilkunde bieten bereits eine Palette wirkungsvoller Mittel zur Bekämpfung der typischen Symptome, so dass auch Heuschnupfengeplagte dem Frühling mehr oder weniger entspannt entgegentreten können.

  • Wetterempfindlichkeit – Kältestress für die Gelenke

    Wetterempfindlichkeit – Kältestress für die Gelenke

    Der Winter macht vielen Arthrose-Patienten schwer zu schaffen. Am Frost können sie zwar nichts ändern – aber lernen, besser mit ihm umzugehen.

    Kaltlufteinbrüche im Winter sind in unseren Breitengraden nicht selten. Immer wieder kommt es in den Wintermonaten vor, dass eisige Festlandluft aus Osteuropa nach Deutschland strömt – die Temperaturen stürzen binnen weniger Stunden um mehr als 15 Grad. Derart heftige Kälteeinbrüche machen vor allem Patienten mit Gelenkproblemen Sorgen.

    Viele Millionen Menschen leiden unter Arthrose, einem schmerzhaften, fortschreitenden Gelenkverschleiß. Nach Meinung von Experten reagieren davon zwischen 60 und 90 Prozent empfindlich auf das Wetter. Kaltfeuchte Witterung quält die Gelenke am meisten. Viele Patienten sehen dem Winter deshalb immer mit Bangen entgegen.

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  • Wenn Liebeskummer krank macht

    Wenn Liebeskummer krank macht

    Jeder hat irgendwann in seinem Leben schon einmal Liebeskummer gehabt und weiß, wie schmerzhaft diese Erfahrung ist. Wenn eine Beziehung zerbricht, dann sorgt das für eine tiefe Traurigkeit, für Verlassenheit, für verletzte Gefühle, für Wut und auch für körperliche Symptome, denn Liebeskummer kann krank machen. Wie kann man Liebeskummer überwinden und wieder Freude am Leben finden?

    Wenn das Herz bricht

    Liebeskummer kann jeden treffen, das Ehepaar, das sich nach vielen gemeinsamen Jahren scheiden lässt, ebenso wie das junge Pärchen, das sich nach einer kurzen stürmischen Beziehung trennt. Alle Zukunftspläne, die zusammen geschmiedet wurden, haben keinen Wert mehr, es gibt keine Gemeinsamkeiten mehr, keine Nähe, keine Geborgenheit und keine Liebe. Alles, was wichtig war, löst sich plötzlich in Luft auf. Diejenigen, die sich lange vor der eigentlichen Trennung schon innerlich von ihrem Partner oder der Partnerin getrennt haben, können dem Ende der Beziehung gelassen entgegen sehen, wer noch Liebe verspürt, der wird Liebeskummer haben. Und versuchen die Ex zurück zu gewinnen.

    Wer liebeskrank ist, der weint sich wahrscheinlich die Augen aus dem Kopf, er hat Herzrasen, Magenschmerzen, fühlt sich unendlich einsam und im Stich gelassen. Jeder der Liebeskummer hat, sieht sich in der Opferrolle und ist felsenfest davon überzeugt, dass es niemals wieder gut wird. Psychologen vergleichen Liebeskummer mit Trauer, denn wie ein Trauernder, so fühlt auch derjenige, der Liebeskummer hat, einen enormen Verlust und leidet unter der Erkenntnis, dass nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Es ist ein falscher Weg, in dieser Situation zu Alkohol zu greifen, denn Sorgen und Kummer ertrinken nicht im Alkohol, sie schwimmen nur darin. Zum handfesten Kater am nächsten Morgen kommt dann auch noch die Erkenntnis, dass der Liebeskummer immer noch da ist und auch so schnell nicht wieder verschwinden wird.

    Zeit für die Trauer

    Was zuletzt stirbt, das ist bekanntlich die Hoffnung und so hoffen auch Liebeskranke, dass alles wieder gut wird, auch wenn sie ganz genau wissen, dass das nicht der Fall sein wird. Daher sollte man dem Liebeskummer wie der Trauer auch, Zeit geben um zu registrieren, dass eine Beziehung unwiderruflich beendet ist. Es braucht viel Zeit, die Abhängigkeit vom Partner abzubauen und wieder auf den eigenen Beinen zu stehen und das Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Auch wenn es sehr schwerfällt, man sollte in der akuten Phase des Liebeskummers keine Orte aufsuchen, die an eine glückliche Zeit erinnern, sondern bewusst eine Grenze ziehen.

    Wer ständig und überall von der zerbrochenen Beziehung redet, der wühlt immer tiefer im Leid und hat sehr wahrscheinlich irgendwann auch keine Freunde und Bekannten mehr. Besser ist es seine Gefühle aufzuschreiben, zum Beispiel in Form eines Tagebuchs oder einer fiktiven Geschichte. Man kann auch Briefe an den Partner schreiben, um seinem Herzen Luft zu machen, nur abschicken sollte man diese Briefe nach Möglichkeit nicht.

    Die Trennung optisch vollziehen

    Es dauert eine Weile, bis eine zerbrochene Liebe emotional verarbeitet wird, die optische Trennung kann allerdings schon früher vollzogen werden. Alles, was im Haus an den Partner oder die Partnerin erinnert, wird in eine große Kiste oder einen Karton gepackt. Diese werden dann fest verschlossen und in den Keller oder auf den Speicher gestellt. Es bringt nichts, ein Hemd oder einen Pullover aufzubewahren und mit diesem Pulli im Arm von vergangenen Zeiten zu träumen, wenn der Pullover in den Karton wandert, dann ist das ein Zeichen, dass es ein für alle mal vorbei ist.

    Wer seinen Liebeskummer überwinden will, der sollte sich selbst verändern und zum Beispiel zum Friseur gehen und sich die Haare abschneiden lassen. Auch neue Garderobe kann hier Wunder bewirken, denn ein neues Outfit ist immer ein optisches Signal für einen neuen Lebensabschnitt.