Schlagwort: Darm

  • E-Pillen – die kleinen Helfer der Zukunft

    E-Pillen – die kleinen Helfer der Zukunft

    „Die Reise ins Ich“ lief unter der Rubrik Science-Fiction-Film, aber das, was vor knapp 30 Jahren noch Zukunftsmusik war, wird jetzt Realität. Mithilfe von sogenannten E-Pillen sollten Krankheiten direkt vor Ort im Körper behandelt und geheilt werden. Die digitalen Pillen sollen die Medizin revolutionieren und wenn es nach dem Willen der Wissenschaftler geht, auch kleine Wunder vollbringen.

    Ein Blick ins Innere

    Sie heißen Smart Pills, sie sind mit einer Minikamera ausgestattet und senden über diese Kamera gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers auf die Bildschirme im OP-Saal. In den USA sind diese Pillen schon seit einiger Zeit im Einsatz und macht es leichter, Darmkrebs früher zu erkennen. Aber die neuen E-Pillen können noch viel mehr. Das niederländische Unternehmen Medimetrics hat zusammen mit dem Elektronikkonzern Philips eine sogenannte Intellicap entwickelt, die die Größe einer Vitaminkapsel hat und in der Lage ist, flüssige Wirkstoffe direkt zum erkrankten Organ zu transportieren.

    Gesteuert durch Sensoren

    E-Pillen werden durch Sensoren gesteuert und diese Sensoren sind es auch, die einen bestimmten Wirkstoff freisetzen. Kontrolliert wird das Ganze entweder vom Computer oder vom Smartphone aus, denn die Pillen haben eine Miniaturantenne, die die Daten überträgt. Ebenfalls an Bord ist eine winzige Pumpe, die den Wirkstoff immer präzise freigibt. Die Kapsel wird einfach geschluckt und sie sendet alle Informationen in Echtzeit. Auf diese Weise werden Nebenwirkungen verhindert, wie sie vor allem bei der Behandlung von Magen- und Darmkrankheiten immer wieder auftreten.

    Für viele Krankheiten

    Noch werden die intelligenten Pillen fast ausschließlich für die Früherkennung von Darmkrebs eingesetzt, aber die Wissenschaft ist sich sicher, dass die E-Pillen sehr bald auch gegen andere Krankheiten wie Hepatitis oder Parkinson zum Einsatz kommen können. Selbst eine Behandlung mit Chemotherapeutika ist möglich, denn die Pillen können direkt das befallene Gewebe gezielt behandeln, ohne umliegende Bereiche zu zerstören.

    Bild: © Depositphotos.com / Giovanni_Cancemi

  • Jojobaöl – Wertvolles aus der Natur

    Jojobaöl – Wertvolles aus der Natur

    Simmondsia chinensis – so lautet der botanische Name des Jojobastrauches, ein immergrüner Strauch, der vor allem in den heißen Klimazonen der Erde zu Hause ist. Der Strauch mit den nussähnlichen Samen und den nelkenähnlichen Blüten wächst in Australien, aber auch in Mexiko, in der Wüste von Arizona und in Israel sowie im sonnigen Kalifornien und in Argentinien. Streng genommen ist das Öl, das aus den Samen gepresst wird, gar kein Öl, es ist vielmehr ein flüssiges Wachs, das sehr viele Vitamine enthält. Diese wertvollen Inhaltsstoffe sind besonders gut für die Haut, denn sie schützen die Haut unter anderem vor dem Austrocknen.

    Eine Wohltat für die gestresste Haut

    Die Haut, das größte Organ des menschlichen Körpers, muss viel aushalten. Sonne im Sommer, Kälte im Winter, trockene Heizungsluft und nicht zu vergessen, diverse Umweltgifte, die der Haut schwer zu schaffen machen. Umso wichtiger ist es, die Haut gut zu pflegen. Für diese Pflege ist Jojobaöl immer eine sehr gute Wahl. Das besondere Öl wird von der Haut sehr gut aufgenommen, es zieht schnell auch in die unteren Hautschichten ein, und auf der Oberhaut bildet sich kein unangenehmer fettiger Film. Neben den Vitaminen A, B und E sind im Jojobaöl Ölsäure, Erucasäure, Gadoleinsäure sowie Mineralstoffe zu finden, die zusammen die Fähigkeit haben, den Zellwachstum zu stimulieren und auch zu regulieren. Das macht Jojobaöl zu einem wirksamen Anti-Aging-Produkt.

    Eine große Hilfe bei vielen Beschwerden

    Da Jojobaöl auch Vitamin B enthält, wirkt es sich positiv auf das Nervensystem aus und kann auch bei Magen-Darmproblemen zum Einsatz kommen, zudem wird die Verdauung durch das wertvolle Öl angeregt und auch als Schlankmacher wird Jojobaöl angeboten. Da Jojobaöl nicht oral eingenommen werden sollte, müssen die betroffenen Körperregionen mit dem Öl eingerieben werden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Wer auf handelsübliche Shampoos verzichten will, der sollte das Öl in die Spitzen und die Kopfhaut einmassieren, denn das stärkt die Haarstruktur und verleiht den Haaren einen besonders schönen Glanz. Alle, die auf unschöne Falten verzichten möchten, sollten Gesichtsmasken ausprobieren, die auf Jojobaöl basieren, denn das entspannt die Haut und glättet Stirnfalten ebenso wie Krähenfüße.

    Jojobaöl in der Medizin

    Zur heilenden Wirkung von Jojobaöl gibt es viele Studien. So hat sich zum Beispiel die Universität von Michigan dafür interessiert, welche Wirkung das Öl auf Pilze und Bakterien hat. Das Ergebnis ist verblüffend, denn sobald die Bakterien und die Pilze mit Jojobaöl in Kontakt kommen, dann sterben sie ab und das macht das Öl des Jojobastrauches für die Behandlung von Staphylokokken interessant. Eine Studie der Universität von Kairo kam ebenfalls zu diesem Ergebnis und dort wurde außerdem festgestellt, dass Jojobaöl auch bei resistenten Keimen und Bakterien wirkt. Eine Studie des Immanuel Krankenhauses in Berlin stellte zudem fest, dass Jojobaöl auch eine Hilfe für Menschen sein kann, die unter starker Akne leiden. Über einen Zeitraum von sechs Wochen wurden 192 Probanden mit einer Mischung aus Ton und Jojobaöl behandelt, und bei 54 % der Studienteilnehmer wurde das Hautbild deutlich verbessert.

    Worauf sollte man beim Kauf achten?

    Jojobaöl ist ein natürliches Produkt und es lohnt sich, auf eine hochwertige Qualität zu achten. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass es sich um kalt gepresstes Öl handelt, denn dieses Öl ist zum einen gehaltvoller und zum anderen hält es sehr lange und wird nicht schnell ranzig, wie beispielsweise Olivenöl. Kalt gepresstes Jojobaöl kann man sehr gut an seiner goldgelben Farbe erkennen. Wenn das Öl sehr hell oder dunkelgelb ist, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass es nach dem Pressen weiterverarbeitet wurde. Gutes Jojobaöl hat einen angenehm dezenten Duft und eignet sich daher perfekt als Hautpflege. Mehr zum Thema Jojobaöl gibt es hier: http://www.jojobaoel.info/.

    Bild: © Depositphotos.com / ifong

  • Manuka – der Honig und das Öl der Maori

    Manuka – der Honig und das Öl der Maori

    Honig ist bekanntlich sehr gesund, er stärkt das Immunsystem, schützt vor Infektionen, hat eine beruhigende Wirkung und ist auch noch gut für die Haut. Ein ganz besonderer Honig kommt aus Neuseeland und diesem Honig werden sehr viele gute Eigenschaften zugeschrieben – die Rede ist vom Manuka-Honig, dem Honig der Maori. Die Ureinwohner Neuseelands haben dem Honig seinen Namen gegeben und aus Neuseeland hat der Manuka-Honig mittlerweile seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Aber was macht Manuka-Honig oder auch Manukaöl so besonders?

    Der Honig der Myrte

    Die Bienen sammeln den Nektar für den Manuka honig in den Blüten der Südseemyrte, die wie der Teebaum im Nachbarland Australien, zur Familie der Myrtengewächse gehört. Die Südseemyrte ist fast überall in Neuseeland zu finden, denn sie wächst an Flussufern ebenso üppig wie auch an Waldrändern, in Gebüschen oder an Hängen. Die Myrte gilt als sehr robust, sie gedeiht auch auf Böden, die nicht so reich an Nährstoffen sind, aber sie braucht sehr viel Feuchtigkeit. Besonders auf der Nordinsel Neuseelands ist die Südseemyrte zu finden und in einigen Region wächst sie sogar wild. Die Myrte, die als Baum oder als Strauch vorkommt, kann bis zu vier Meter groß werden.

    Eine Pflanze mit Geschichte

    Wie lange die Maori den Honig der Südseemyrte schon verwenden, kann heute nicht mehr genau festgestellt werden. Der erste Europäer, der mit der Myrte und dem Manuka-Honig Bekanntschaft machte, war der englische Botaniker Joseph Banks, der im 18. Jahrhundert mit Kapitän James Cook, dem Entdecker Australiens reiste. Banks beobachtete, wie die Maori die verschiedenen Teile der Myrte für die Behandlung von Krankheiten benutzen, wie sie Manuka Honig und Manukaöl gewannen, daraus einen Pflanzensud kochten und Magen-Darm-Beschwerden, Hautkrankheiten, aber auch offene Wunden behandelten.

    Wie wird Manuka-Honig gemacht?

    Wenn die immer fleißigen Bienen den Nektar aus der Südseemyrte gesammelt haben, dann stellen die Imker im sogenannten Kaltschleuder-Verfahren daraus den berühmten Manuka-Honig her. Wird der Honig kalt geschleudert, dann bleiben alle Inhaltsstoffe, die hitzeempfindlich sind, erhalten. Um den Blütennektar noch gehaltvoller zu machen, wird er mit Enzymen angereichert, und auf diese Weise entstehen im Manuka-Honig kleine Mengen an Wasserstoffperoxid, die dem Honig eine desinfizierende Wirkung verleiht. Der wohl wichtigste Inhaltsstoff des Maori Honigs ist aber das sogenannte Methylglyoxal, das immer dann entsteht, wenn Zucker abgebaut wird. Da der Nektar diesen Wirkstoff nicht enthält, entsteht er erst in den Bienenstöcken.

    Heilsamer Honig für die Haut

    Manuka-Honig ist ein Alleskönner und wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus. So können mit dem Honig aus Neuseeland Wunden wie Schnittverletzungen und Schürfwunden, aber auch Brandwunden und chronische Wunden behandelt werden, wie sie zum Beispiel bei Diabetes Patienten zu finden sind. Auch für die Haut ist Manuka-Honig eine wahre Wohltat, er kann für die Behandlung von Schuppenflechte ebenso verwendet werden wie auch für Akne, Neurodermitis und Hautpilzen. Wenn die Haut im Winter bedingt durch die Kälte draußen und die Heizungsluft in den Räumen rissig und trocken wird, dann kann der Honig auf die Haut aufgetragen, Wunder wirken. Insekten sind im Sommer oft eine Plage und wenn eine Mücke oder eine Wespe zugestochen hat, dann hilft Manuka-Honig, den Stich zu kühlen und die Haut wieder abschwellen zu lassen.

    Manuka-Honig für die innere Anwendung

    Erkältungen und grippale Infekte sind immer unangenehm, aber mit Manuka-Honig lassen sich Beschwerden wie Rachenentzündungen, Bronchitis, festsitzender Husten, Schnupfen sowie Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen deutlich lindern. Sodbrennen, eine Magenverstimmung nach einem üppigen Essen oder eine schmerzhafte Magenschleimhautentzündung können mit dem Honig der Maori gelindert werden, und auch bei Durchfall und beim Reizdarm-Syndrom ist der Honig eine große Hilfe.

    Bild: © Depositphotos.com / TunedIn61

  • Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Allergien im Kindesalter sind keine Seltenheit. Zu den häufigsten Formen gehören Allergien gegen Hühnereier und Erdnüsse oder gegen das Eiweiß in der Kuhmilch. Eine Kuhmilcheiweißallergie kann schon neugeborene Säuglinge treffen, jedoch nehmen die Kinder bei 80 % aller Fälle diese Allergie nicht mit ins Erwachsenenleben. Wenn die Allergie nicht schon in der Klinik festgestellt wird, dann trifft sie die Eltern zu Hause völlig unvorbereitet und löst Panik aus. Das Kind schreit, es lässt sich nicht mehr beruhigen, und auf den ersten Blick ist keine Ursache zu erkennen. Die Bandbreite der Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie ist groß, und ob es sich wirklich um diese Form der kindlichen Allergie handelt, kann nur ein Arzt feststellen.

    Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie auf der Haut

    Es gibt wie schon erwähnt, viele unterschiedliche Symptome für diese Allergie, sehr häufig ist die allergische Reaktion aber an der Haut des Kindes sichtbar. Es kommt zu einer Urtikaria, einer Nesselsucht, die am Körper und im Gesicht zu sehen ist. Je nach Ausprägung der Nesselsucht kann zum Beispiel das Gesicht anschwellen, es ist aber auch ein Hautausschlag mit kleinen rötlichen Blasen möglich. Zudem schwellen die Lippen und die Augenlider deutlich an, die Haut wird schuppig, sehr trocken und juckt, auch eine Neurodermitis ist bei einer Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch keine Seltenheit.

    Probleme im Magen-Darm-Trakt

    In 50 % bis 60 % aller Fälle von kindlicher Kuhmilcheiweißallergie haben die kleinen Allergiepatienten Probleme mit dem Magen- und Darmbereich. Sie erbrechen sich häufig, haben ein auffallendes und auch schmerzhaftes Aufstoßen sowie Sodbrennen, was kleinen Kindern große Schmerzen verursacht. Dazu kommen Koliken und Durchfall, der auch blutig sein kann, sowie Verstopfung und Bauchkrämpfe, ebenfalls gehören Schwierigkeiten beim Schlucken zu den Symptomen bei kleinen Kindern, die unter einer Kuhmilcheiweißallergie leiden.

    Wie erkennen Eltern eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß?

    Es sind nicht nur die deutlich sichtbaren Symptome wie eine Nesselsucht oder Magen-Darm-Probleme, die auf eine Kuhmilcheiweißallergie hindeuten, es treten auch andere, allgemeine Symptome auf, die darauf hinweisen. So sind die betroffenen Kinder schnell müde, sie wirken abgeschlagen, sie sind sehr unruhig und leiden nicht selten auch unter Schlafstörungen. Angst kann ein weiteres Symptom sein, und auch anhaltendes Schreien deutet darauf hin, dass es zu einer allergischen Reaktion gekommen ist. Bei einigen Kindern schlägt die Allergie außerdem auf die Atemwege. Die Nase läuft ständig, es kann zu einem anhaltenden quälenden Husten und auch zu einer schweren, pfeifenden Atmung kommen.

    Eine schwierige Diagnose

    Die Diagnose Milcheiweißallergie zu stellen, kann schwierig sein, denn viele der Symptome deuten auch auf andere Krankheiten hin. Falls die Kinder sich erbrechen müssen und Durchfall haben, dann denken die meisten Eltern spontan an einen Infekt. Wenn die Symptome, die für eine Milcheiweißallergie typisch sind, jedoch in Kombination auftreten, dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn es bei den Kindern, nachdem sie die Flasche bekommen oder einen Milchbrei gegessen haben, zu Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall kommt, dann liegt immer der Verdacht nahe, dass eine Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch die Ursache ist.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Handelt es sich tatsächlich um eine Milcheiweißallergie, dann dürfen die Kinder keine Kuhmilch mehr bekommen. Die speziellen Produkte von Nestlé sind hier eine sehr gute Alternative, denn auf diese Weise bekommen die Kinder alle wichtigen Nährstoffe, die sie benötigen, um gesund zu bleiben. Da auch Muttermilch keine Allergien auslöst, sollten die Kinder, die allergisch auf Kuhmilcheiweiß reagieren, so lange wie möglich gestillt werden. Auch wenn es um Nachfolgeprodukte wie zum Beispiel Brei in vielen Geschmacksrichtungen geht, dann bietet Nestlé hierzu ein großes Angebot. Nicht zu empfehlen sind hingegen Schaf- oder Ziegenmilch, da das Milcheiweiß mit dem der Kuhmilch zu 90 % übereinstimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / Juan_G_Aunion

  • Optimal Fieber messen

    Wie sich die Körpertemperatur von Kindern am besten bestimmen lässt

    Baierbrunn (ots) – Im Ohr oder im Mund, an der Stirn oder in der Achselhöhle – trotz der vielfältigen Möglichkeiten raten Experten, das Fieber von Babys und kleinen Kindern im After zu messen. „Bei Kindern bis etwa fünf Jahre empfehlen wir die rektale Messung, also das Einführen eines Stabthermometers in den Enddarm“, erläutert Dr. Norbert Lorenz, Oberarzt an der Kinderklinik des Städtischen Klinikums Dresden-Neustadt, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Diese Variante bringe die besten Ergebnisse. Eine Messung im Ohr eigne sich für Babys unter drei Monaten nicht. „Deren Ohren sind für die Geräte schlicht noch zu winzig“, so Lorenz. „Bei Kindern ab dem Schulalter ist das aber eine gute Methode.“ Oft wenden Eltern das Ohrthermometer jedoch nicht korrekt an, sodass falsche Werte gemessen werden. Der Einsatz von Stirnthermometern ist unkompliziert, sie gelten aber als ungenau. Die Messung unter der Zunge im Mund ist zuverlässig, aber eher für größere Kinder und Erwachsene geeignet. Sie sollten in der letzten halben Stunde vor der Messung weder Heißes noch Kaltes zu sich nehmen. Das könnte das Ergebnis verfälschen. Von sogenannten Schnullerthermometern für Säuglinge rät der Kinderarzt ab: „Sie funktionieren meist nur theoretisch gut.“ Ähnlich ungenau ist die Messung in der Achselhöhle. Sie misst nur die Temperatur der Haut, die Schwankungen können zum Teil groß sein. Bei Messungen in der Achselhöhle und im Mund sollte man ein halbes Grad hinzurechnen. Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 4/2016 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3308098
  • Problemzone Patellasehne – wie können sich Sportler schützen?

    Problemzone Patellasehne – wie können sich Sportler schützen?

    Sport ist gesund, aber wenn der Körper durch zu viel Sport überanstrengt wird, dann meldet er sich, und zwar mit Schmerzen. Läufer klagen besonders häufig über Schmerzen im Knie und wenn diese Schmerzen auftreten, dann ist in sehr vielen Fällen die Patellasehne daran schuld. Die Problemzone Patellasehne macht vor allem Läufern zu schaffen, aber auch bei Radfahrern, Wanderern und Bergsteigern ist die Sehne ein Problem, aber es gibt Vorbeugungsmaßnahmen, die die Sehne schützen und ein schmerzfreies Laufen möglich machen.

    Welche Aufgabe hat die Patellasehne?

    Sie ist zwischen fünf und sechs Millimeter dick und eine Verlängerung des Oberschenkelmuskels. Von dort aus verläuft die Patellasehne zum unteren Ende der Kniescheibe bis zu einer kleinen Wölbung am Schienbein, der Tuberositas Tibiae heißt. Dort wo die Sehne endet, kann sie unterhalb der Kniescheibe sehr gut mit den Fingern ertastet werden, denn sie liegt direkt unter der Haut. Die Patellasehne hat die wichtige Aufgabe, die Übertragung von Bewegung und Kraft vom Oberschenkel in den Unterschenkel zu bringen. Die Problemzone Patellasehne macht sich vor allem bei schnellen Wechseln zwischen Stopps und Starts schmerzhaft bemerkbar. Aber auch Weitspringer haben mit der Problemzone Patellasehne zu kämpfen, denn hier schmerzt sie bei der Landung.

    Die Symptome der Problemzone Patellasehne

    Laufen, springen und andere ständige starke Belastungen führen zur entzündenden Patellasehne und damit auch zu Schmerzen. In der Regel entzündet sich das untere Ende der Sehne und die Schmerzen treten nur einseitig auf. In 20 % aller Fälle, die die Problemzone Patellasehne betreffen, schmerzen jedoch beide Seite der Kniescheibe. Wird die Entzündung nicht behandelt, dann führt das zunächst zu Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten, dann fällt das normale Gehen schwer und schließlich lässt sich das betroffene Knie nicht mehr ohne Hilfe strecken. Der Arzt wird durch die Ausübung von Druck auf das untere Ende der Kniescheibe schnell feststellen, dass die Patellasehne entzündet ist. Auch wenn das Strecken des Knies gegen die Hand schmerzt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass mit der Sehne etwas nicht in Ordnung ist.

    Wie wird die Entzündung behandelt?

    Wie die Problemzone Patellasehne behandelt wird, das richtet sich immer nach dem Schweregrad der Entzündung. Ist die Sehne nur gereizt, dann reicht es meist schon aus, das Lauftraining zu reduzieren. Wichtig ist es zudem eine Laufstrecke zu wählen, die wenig anspruchsvoll ist, die keine Anstiege hat und möglichst eben ist. Auf diese Weise kann die Belastung der Sehne in Grenzen gehalten werden. Ist die Entzündung schon weiter fortgeschritten, dann kann ein Physiotherapeut helfen, aber auch Kältebehandlungen und spezielle Übungen helfen dabei, den Verlauf der Entzündung positiv zu beeinflussen. Ein Trainingsplan, der viele Abwechslungen bietet, ist ebenfalls ein gutes Mittel, um die Sehne zu schonen. Medikamente sollten nur im Notfall eingenommen werden, denn wer Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum nimmt, der muss mit starken Nebenwirkungen zum Beispiel im Magen- und Darmbereich rechnen. Eine Operation an der Patellasehne ist nur in schweren Fällen notwendig. Ob eine OP nötig ist, kann eine MRT Aufnahme abklären.

    Richtig vorbeugen

    Damit es erst gar nicht zur Problemzone Patellasehne kommt, ist es wichtig, vorzubeugen. So sollten einseitige Belastungen der Sehne vermieden werden, und wenn es wiederholt zu Schmerzen am Knie kommt, dann ist es eine gute Idee, zu einer weniger belastenden Sportart, wie beispielsweise Schwimmen zu wechseln. Dehnübungen vor dem Laufen und Stretch-Übungen sind gute Präventivmaßnahmen, um die Patellasehne nicht übermäßig zu reizen. Die Übungen sollten sich jedoch nicht nur auf den Kniebereich beschränken, auch die Muskeln der Wade, der Hüfte und des Oberschenkels sollten vor dem Laufen gedehnt und erwärmt werden. Manchmal kann es auch schon helfen, den Laufstil zu ändern, damit die Sehne im Knie nicht zur Problemsehne wird.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu