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  • Alzheimer – das langsame Vergessen

    Alzheimer – das langsame Vergessen

    Alzheimer – kaum eine andere Krankheit löst so viel Schrecken aus wie diese besondere Form der Demenz. Weltweit leiden 35 Millionen Menschen unter Alzheimer, alleine 1,5 Millionen davon in Deutschland. Experten haben ausgerechnet, dass die Zahl der Alzheimer-Kranken in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, was damit zusammenhängt, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. Morbus Alzheimer, wie die Demenz mit medizinischem Namen heißt, ist keine Krankheit, die nur ältere Menschen betrifft, zunehmend erkranken daran auch immer mehr jüngere Menschen. Die Diagnose Alzheimer wird aber erst dann zu einem klassischen Krankheitsbild, wenn die Orientierungsprobleme und die Gedächtnisstörungen länger als sechs Monate beobachtet werden.

    Die Arbeit des Doktor Alzheimer

    Ihren Namen verdankt die Krankheit ihrem Entdecker, dem bayrischen Nervenarzt Alois Alzheimer, der Anfang des 20. Jahrhunderts Patienten behandelte, die ihm durch ihr Verhalten und durch die stetige Abnahme ihrer geistigen Fähigkeiten aufgefallen waren. Alzheimer behandelte nicht nur diese Patienten, er untersuchte und studierte auch die Gehirne der Verstorbenen. 1906 veröffentlichte der Arzt seine für die damalige Zeit bahnbrechenden Erkenntnisse und es gelang ihm, ein völlig neuartiges Krankheitsbild zu beschreiben. Bis heute orientieren sich Ärzte an der Arbeit von Alois Alzheimer, wenn es um die Diagnose Alzheimer geht.

    An welchen Symptomen lässt sich Alzheimer erkennen?

    Auch wenn die Symptome vielseitig sind, durch ein genaues Beobachten lassen sich die klassischen Anzeichen doch sehr genau bestimmen. Die Betroffenen sind vergesslich, zuerst lässt das Kurzzeitgedächtnis nach, später auch das Langzeitgedächtnis. Es gibt Schwierigkeiten, alltägliche Dinge zu erledigen, erfahrene Hausfrauen wissen plötzlich nicht mehr, wie man eine Waschmaschine bedient oder wie man ein bestimmtes Essen zubereitet. Die Patienten verlieren mehr und mehr die Fähigkeiten zu kommunizieren, ihnen fallen viele Worte nicht mehr ein oder sie verwenden vermehrt Ersatzwörter. Zudem geht die Orientierung für Ort, Zeit und Raum verloren, die Patienten wissen nicht mehr, wann ihr Geburtstag ist, sie finden sich in ihrer vertrauten Umgebung nicht mehr zurecht und laufen weg.

    Das Urteilsvermögen lässt nach, es gibt Probleme mit der Konzentration und auch abstraktes Denken ist nicht mehr möglich. Gegenstände und Gegebenheiten werden falsch zugeordnet, beispielsweise wird das Handy in den Kühlschrank gelegt und die Betroffenen wollen im Schlafanzug einkaufen gehen. Viele Alzheimer-Patienten werden auch plötzlich misstrauisch oder sie leiden unter starken Stimmungsschwankungen, und Menschen, die früher ausgeglichen waren, sind auf einmal aggressiv oder sie zeigen Angstzustände. Alzheimer kann aber auch antriebslos machen, die Patienten verlieren das Interesse an ihrem Hobby und sie ziehen sich immer mehr aus ihrer Umwelt zurück.

    Die drei Stadien

    Einen exakten Verlauf der Krankheit gibt es nicht, denn jede Erkrankung ist individuell. Aber Alzheimer ist ein chronisch verlaufender Prozess, der zwar durch die Gabe von Medikamenten verzögert werden kann, aufhalten lässt sich Alzheimer aber bis heute nicht.

    In einem frühen Stadium verlieren die Betroffenen ihr Gedächtnis und ihre Merkfähigkeit, sie leiden unter Stimmungsschwankungen und können sich nicht mehr präzise ausdrücken. Ihre Leistungsfähigkeit lässt nach und sie reduzieren ihre sozialen Kontakte.

    Im mittleren Stadium verändern sich die Psyche und auch die Persönlichkeit. Die Patienten können zwar in bestimmten Bereichen noch ein autonomes Leben führen, brauchen aber bei vielen Dingen Hilfe und Unterstützung.

    Im späten Stadium sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, ihren Alltag ohne fremde Hilfe zu bewältigen, sie achten nicht mehr auf ihre Kleidung und auf ihre Körperhygiene, ihr Kurzzeitgedächtnis ist vollkommen erloschen. Es kann zu Krampfanfällen kommen und durch den Verlust der Körperhaltung kommt es vermehrt zu Stürzen. Die Patienten können in diesem letzten Stadium nicht mehr schlucken und müssen nicht selten künstlich ernährt werden. Auch die Kontrolle über die Blase und den Darm gehen verloren. Der Tod kommt in der Regel dann durch eine Infektion.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Sie gehören zur Familie der Spinnen, sie werden zwischen 0,1 und 0,5 Millimeter groß, sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20° und 30° Grad besonders wohl, sie schätzen eine Luftfeuchtigkeit von 70 % und sie ernähren sich für ihr Leben gerne von Hautschuppen – die Hausstaubmilben. Jeder zehnte Deutsche reagiert mittlerweile auf die kleinen lästigen Tiere allergisch, vielen wissen es aber nicht, erst dann, wenn sich zu einer Allergie auch Asthma gesellt, dann wird schnell klar, die Hausstaubmilbe ist daran schuld. Was können Betroffene tun, um die Milben und damit auch die Allergie wieder loszuwerden?

    Was löst eine Hausstaubmilben Allergie aus?

    Es ist nicht der Staub, der die Allergie auslöst, es sind die Milben, die in diesem Staub leben. Die kleinen Insekten an sich sind völlig harmlos, denn sie beißen und stechen nicht und sie übertragen auch keine Krankheiten, wie das bei anderen Insekten der Fall sein kann. Was die Hausstaubmilbe aber gefährlich macht, das sind ihre Ausscheidungen. Der Kot der Hausstaubmilbe enthält bestimmte Eiweißstoffe und das sind die eigentlichen Übeltäter, die eine Allergie auslösen können. Die Allergene sind recht schwer und können daher auch nicht in der Luft schweben, sie sinken vielmehr nach unten. Das ist auch der Grund, warum sie auf Teppichen, auf Polstermöbeln und vor allem aber auch auf Matratzen zu finden sind. In Betten halten sich die Staubmilben besonders gerne auf, denn nur dort finden sie hervorragende Lebensbedingungen und ihr Hauptnahrungsmittel, die menschlichen Hautschuppen.

    Welche Anzeichen gibt es?

    Wie viele andere Allergien, so beginnt auch eine Allergie gegen Hausstaubmilben mit einem leichten Jucken der Nase oder der Augen. Diese anfänglichen Beschwerden werden von den meisten Menschen kaum oder gar nicht wahrgenommen und nicht selten vergehen Jahre, bis die Betroffenen sich endlich entschließen, zu einem Arzt zu gehen. Dabei haben Allergien in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen und es ist zu befürchten, dass in der Zukunft immer mehr Menschen auf alle möglichen Stoffe allergisch reagieren. Auch die Zahl der Hausstaubmilben Allergiker wird nach Einschätzung von Experten zunehmen. Warum aber immer noch so wenig Betroffene frühzeitig zum Arzt gehen, liegt daran, dass sich keiner so recht vorstellen kann oder will, dass der Auslöser der Allergie in unmittelbarer Nähe, nämlich im eigenen Haus befindet.

    Wenn die Beschwerden wie eine immer juckende Nase und tränende Augen besonders in der Nacht oder am Morgen auftreten, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine Allergie gegen Hausstaubmilben handelt. Ein Blut- und Hauttest gibt aber dann die Gewissheit, denn wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern befindet, dann wurde das wichtigste Indiz für die Form der Allergie gefunden. Beweisen lässt sich die Allergie gegen Milben aber auch durch den sogenannten Provokationstest, bei dem der Patient die Allergene der Milben direkt einatmen muss. Nur so lässt sich eine andere Allergie ausschließen.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Wer nachweislich unter einer Hausstaubmilben Allergie leidet, der hat Pech, denn bei dieser Diagnose ist es wichtig, dass die komplette Wohnumgebung saniert wird. Alle Staubfänger müssen entfernt werden, die Matratze und das Bettzeug werden ausgewechselt und stattdessen kommt eine Matratze speziell für Allergiker ins Bett. Viele müssen sich sogar von ihren Teppichen trennen und PVC Böden oder Laminat verlegen. Wenn die Symptome dann immer noch auftreten, dann kann der Arzt durch die Gabe eines Sprays mit Cortison das Leben des betroffenen Patienten ein wenig erträglicher machen. Antihistaminika, wie sie normalerweise bei Allergien gegeben werden, sind bei einer Allergie gegen Milben leider nutzlos. Neu auf dem Markt ist eine Lösung, die auf Polstermöbel und Matratzen gesprüht wird, denn der pflanzliche Wirkstoff des Sprays verdirbt den Milben den Appetit und sie verhungern.

    Bild: © Depositphotos.com / lantapix

  • Was ist eine Binge-Eating-Störung?

    Was ist eine Binge-Eating-Störung?

    Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen. Dazu gehören unter anderem die Bulimie und auch die Anorexie, weniger bekannt ist hingegen die Binge-Eating-Störung. Bei dieser Form der krankhaften Essstörung erinnert vieles an Bulimie, aber es gibt einen Unterschied, denn die Betroffenen erbrechen sich nach dem Essen nicht zwanghaft, sie nehmen auch keine Abführmittel oder treiben in übermäßiger Form Sport, um an Gewicht zu verlieren. Trotzdem ist die Binge-Eating-Störung eine gefährliche Sache, denn wer unter dieser Störung leidet, der riskiert an krankhafter Fettsucht, der sogenannten Adipositas zu erkranken, was schwere gesundheitliche Folgen sowohl für den Körper als auch für die Seele haben kann.

    Worum handelt es sich bei der Binge-Eating-Störung?

    Menschen, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, haben Heißhungerattacken, die sie nicht mehr kontrollieren oder steuern können. Die Betroffenen können nicht mehr aufhören zu essen, ganz gleich, ob sie Hungergefühle haben oder nicht. Sie verlieren den Einfluss auf ihr Verhalten und essen unglaubliche Mengen und das in einem relativ kurzen Zeitrahmen. Aber nicht nur die gewaltige Menge an Kalorien gehört zu den Symptomen einer Binge-Eating-Störung, auch die Schuldgefühle und der Ekel vor sich selbst sind ein Teil dieser Krankheit. Bei den meisten Betroffenen treten die Heißhungerattacken mindestens einmal pro Woche auf, bei anderen dauert es aber bis zu einem Vierteljahr, bis sich eine neue Attacke ankündigt.

    Welche Ursachen gibt es?

    Bis heute gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was eine Binge-Eating-Störung auslöst. Ärzte sind sich aber sicher, dass es mehrere Faktoren sind, die die krankhafte Störung auslösen können. Bei vielen Betroffenen liegt die Ursache schon in der Kindheit, denn sie waren schon als Kinder übergewichtig und mussten nicht selten mit Hänseleien von anderen Kindern leben. Die Reaktion auf diese Zurückweisung ist nicht selten übermäßiges Essen, und beim Erwachsenen bildet sich dann eine Binge-Eating-Störung. Die meisten Betroffenen leben in einer Art Teufelskreis. Auf der einen Seite leiden sie unter ihren Heißhungerattacken, auf der anderen Seite hilft ihnen das Essen über das fehlende Selbstwertgefühl hinweg zu kommen. Auch Menschen, die als impulsiv gelten, neigen zu unter einer Binge-Eating-Störung, denn sie handelt schnell und ohne lange über die möglichen Konsequenzen nachzudenken, was dem Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung entspricht.

    Die Betroffenen leiden heimlich

    Experten schätzen, dass ca. zwei bis vier Prozent der Deutschen unter einer Binge-Eating-Störung leiden. Frauen sind von dieser speziellen Essstörung deutlich häufiger betroffen als Männer, die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher sein, denn viele Betroffene schämen sich, zu einem Arzt zu gehen. Da die Binge-Eating-Störung erst sehr spät als Krankheit eingestuft worden ist, gibt es bis heute kaum Studien, die über die genauen Ursachen der Störung Auskunft geben können. Der Prozess der Erkrankung ist schleichend und viele, die betroffen sind, können ihre Krankheit lange vor der Familie und den Freunden geheim halten. Anders als Bulimie oder Anorexie gibt es lange Zeit keine gravierenden Veränderungen, was das äußere Erscheinungsbild angeht und das macht es noch schwerer, die Krankheit zu diagnostizieren.

    Wie kann eine Binge-Eating-Störung behandelt werden?

    Kurzfristig lässt sich die krankhafte Essstörung meist sehr gut und problemlos behandeln, allerdings ist die Rückfallquote sehr groß. Gefährlich ist, dass bei jedem Rückfall in alte Verhaltensmuster die Wahrscheinlichkeit wächst, dass die Binge-Eating-Störung einen chronischen Verlauf nimmt. Im Schnitt so schätzen Experten, dauert die Erkrankung 14 Jahre, denn wenn die Betroffenen älter und reifer werden, dann sind sie eher in der Lage, ihre Situation zu hinterfragen und die Konsequenzen zu erkennen, und sie sind bereit, ihr Verhalten zu ändern.

    Wer von einer Binge-Eating-Störung betroffen ist, der sollte sich entweder an eine Selbsthilfegruppe wenden oder an einen Therapeuten und Spezialisten für Essstörungen wenden. Mithilfe einer gezielten Therapie bestehen gute Chancen, die Essstörung endgültig und auch ohne Rückfälle zu besiegen.

    Bild: © Depositphotos.com / gwolters

  • Exotisches Fieber – gefährliches Reiseandenken

    Exotisches Fieber – gefährliches Reiseandenken

    Jeder bringt aus dem Urlaub ein kleines Andenken mit nach Hause, aber auf die Andenken, die immer mehr Urlauber aus tropischen Ländern mit nach Hause bringen, möchte man gerne verzichten. Mückenarten wie die Tigermücke sind immer häufiger an Bord von Flugzeugen zu finden, und mit der Mücke kommen auch gefährliche Infektionskrankheiten nach Europa. Das Dengue-Fieber oder das nicht weniger gefährliche Chikungunya-Fieber sind mehr und mehr rund um den Globus unterwegs. Heute werden mehr als 2,5 Milliarden Menschen weltweit von diesen Viren bedroht und 400 Millionen Menschen in 100 Ländern infizieren sich und viele von ihnen sterben an tropischen Krankheiten, die von Mücken übertragen werden.

    Tropenkrankheit Dengue-Fieber

    Vor allem das Dengue-Fieber ist auf dem Vormarsch. Alleine in Deutschland gab es 2013 mehr als 900 Fälle von Dengue-Fieber, und gegenüber dem Jahr 2001 ist das zehnmal so viel. Weltweit stieg die Zahl in den vergangenen 50 Jahren um das 30-fache und ein Ende ist nicht abzusehen. Dengue-Fieber kommt besonders häufig in Südamerika, Indien, Südostasien und in Zentralafrika vor, aber 2010 erkranken auch in Südfrankreich und Kroatien Menschen am Dengue-Fieber. Allein auf der Insel Madeira infizierten sich 2010 über 1.300 Menschen mit dem Virus.

    Nach Ansicht von Experten wird die Zahl der am Dengue-Fieber erkrankten in den nächsten Jahren noch weiter steigen, denn durch den klimatischen Wandel fühlen sich die Überträger der Krankheit, die Gelbfiebermücke und auch die Tigermücke, auch in Europa sehr wohl. Die Mücken werden mehr und mehr eingeschleppt, sie kommen mit dem Schiff und mit dem Flieger und sie sind blinde Passagiere, die erst bemerkt werden, wenn es schon zu spät ist.

    Die Mücken mögen Deutschland

    Die asiatische Tigermücke hat sich längst weitab von ihrem ursprünglichen Zuhause eine neue Heimat gesucht und lebt mittlerweile gerne in Italien, in Spanien, im Süden von Frankreich und auch in Deutschland. Vor drei Jahren wurden die exotischen Insekten in Bayern und auch in Baden-Württemberg zum ersten Mal gesichtet und seit dem sind sie auf dem Vormarsch. Auch wenn die Angst vor den Mücken groß ist, so gibt es doch eine beruhigende Nachricht, denn bei keiner einzigen der bisher untersuchten Mücken wurde das Dengue-Fieber nachgewiesen.

    Aber die Gefahr besteht trotzdem, denn theoretisch kann jede Mücke dieser Art, die einen Menschen gestochen hat, der bereits mit einer tropischen Krankheit infiziert hat, den Virus beim nächsten Stich weitergeben. Sie gibt das Virus aber auch an ihren Nachwuchs weiter, der infiziert sich und gibt das Virus weiter.

    Wie ein grippaler Infekt

    Nicht jeder, der von einer tropischen Mücke gestochen wird, erkrankt auch zwangsläufig am Dengue-Fieber, die meisten merken überhaupt nichts. In den meisten Fällen verläuft das Dengue-Fieber in einer milden Form. Die Infizierten haben grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Nur in zwei bis vier Prozent aller Erkrankungen kommt es auch zu inneren Blutungen und zu einem Schock, der zum Tode führen kann.

    Es gibt keinen Schutz vor dem Dengue-Fieber, denn bislang konnte noch keine Impfung gegen das Virus gefunden werden. Schützen kann man sich trotzdem, und zwar durch lange Kleidung, auch Mittel, die die Mücken abwehren, helfen effektiv dabei, dass man nicht von einer infizierten Mücke gestochen wird.

    Wie gefährlich ist das Chikungunya-Fieber?

    Neben dem Dengue-Fieber gehört auch das Chikungunya-Fieber zu den unliebsamen Reiseandenken aus den Tropen. Auch hier sind wieder die Tiger- oder die Gelbfiebermücke die Überträger, vor allem in Indien fordert das Fieber immer mehr Opfer. Wie beim Dengue-Fieber, so wurden auch beim Chikungunya-Fieber in Deutschland noch keine infizierten Mücken gefunden, aber das kann sich schnell ändern, denn Reisen in tropische Länder sind nach wie vor im Trend und mit jedem Reisenden steigt die Gefahr, dass immer mehr Mücken nach Deutschland kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Nach einer neuen Studie sind immer mehr Frauen, die die 50 hinter sich gelassen haben, bereit, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie haben erkannt, dass jedes Kilo mehr auf den Hüften das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen kann und dass Zähneputzen die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann. Woher kommt dieser neue Gesundheitstrend? Vielleicht, weil Frauen mit 50 sich heute fühlen wie mit 30, vielleicht aber auch, weil sie im Schnitt rund fünf Jahre länger leben als die Herren der Schöpfung. Frauen achten mehr auf ihre Gesundheit und sie sind auch bereit, in eine gesunde Lebensform zu investieren.

    Die Zahlen steigen

    In Deutschland werden Frauen im Durchschnitt 83 Jahre alt, Männer sterben hingegen schon mit 78 Jahren. Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Frauen, die über 50 Jahre alt sind, immer weiter an. In diesem Alter fangen besonders Frauen an, auf ihren Körper zu hören, denn die Menopause setzt ein und im Bekanntenkreis gibt die eine oder andere Freundin, die schon mit Krebs zu tun hatte. Frauen wird in der Mitte des Lebens bewusst, dass es Zeit wird, sich nicht mehr nur um die Familie und den Mann zu kümmern, sie möchten mehr an sich und ihre Gesundheit denken.

    Können wir 200 Jahre alt werden?

    Nicht nur Frauen können heute sehr alt werden. Forscher sind sich einig, dass es aus medizinischer Sicht kein Problem mehr darstellt, 200 Jahre alt zu werden. In Indonesien soll eine Frau gestorben sein, die angeblich 157 Jahre alt war, und in diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage: Warum ist das Leben immer noch limitiert? Das Leben birgt viele Risiken und das gilt besonders für Frauen um die 50. Sie leiden öfter unter Herz-/Kreislauferkrankungen, sie haben nicht selten Übergewicht und zu wenig Bewegung. Dazu kommen die großen Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol, aber auch Tabletten stellen für Frauen eine größere Suchtgefahr dar als für Männer. Zu wenig Schlaf und eine schlechte Bildung sorgen ebenfalls dafür, dass Frauen zumindest heute noch nicht in der Lage sind, ihren 200. Geburtstag zu feiern.

    Warum lohnt es sich, in die Gesundheit zu investieren?

    Frauen, die mit über 50 Jahren noch gesund, fit und begehrenswert sein wollen, müssen ein wenig investieren, aber die Geldanlage lohnt sich auf jeden Fall. Experten raten Frauen mit 50, sich mehr zu bewegen und mindestens vier Stunden pro Woche vielleicht in einem Fitnessstudio sportlich aktiv zu sein. Wer möchte, der sollte sich ruhig ein wenig Luxus gönnen, zum Beispiel durch einen persönlichen Trainer. Der Body-Mass-Index sollte nach Möglichkeit nicht über die magische Grenze von 25 steigen, denn ist der BMI über 30, dann wird es für die Gesundheit gefährlich.

    Auch die richtige Ernährung ist eine gute Basis, um ein hohes Alter zu erreichen. Besonders für Frauen um die 50 gilt: Sie sollten sich so gesund wie eben möglich ernähren, ideal ist eine Ernährung, die auf der mediterranen Küche basiert. Viel Fisch, wenig Fleisch, viel Gemüse, frisches Obst und nur erstklassiges Olivenöl sollten bei den Damen im mittleren Alter auf der Speisekarte stehen. Auch Geflügel sollte unbedingt ein fester Bestandteil der Ernährung sein, denn Geflügel ist eine hervorragende Quelle, wenn es um natürliches Eiweiß geht. Wöchentlich sollten zudem 30 Gramm Nüsse gegessen werden, denn Nüsse sind mehr als nur ein leckerer Snack, sie sind sehr gesund. Die aktuelle Studie aus Spanien hat ergeben, dass Frauen, die sich gesund ernähren, ihre Lebenserwartung um satte 30 % steigern können. Auch ausreichend Schlaf ist für Frauen, die die 50 überschritten haben, mehr als wichtig, denn neun Stunden Schlaf sind gesund und ein bewährtes Mittel gegen Falten.

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  • Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Alkohol ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Getrunken wird überall und zu jedem erdenklichen Anlass, aber viele haben sich auch daran gewöhnt, am Abend das eine oder andere Glas Wein oder Glas Bier zu trinken. Die Grenzen zwischen dem reinen Genusstrinken und der Sucht nach Alkohol ist fließend, denn es gibt keinen Punkt an dem feststeht, dass jemand zum Alkoholiker geworden ist. Wenn die Sucht nach Alkohol aber die Oberhand gewinnt, dann steht den Betroffenen ein sehr langer Leidensweg bevor, denn vom Alkohol loszukommen ist ein langer schmerzhafter Prozess, der nicht selten mit einem Rückschlag endet. Jetzt gibt es ein Medikament, was das Bedürfnis nach Alkohol vermindern soll und dieses Mittel wurde vor wenigen Tagen im Rahmen eines Vortrags offiziell vorgestellt.

    Neue Hoffnung

    In Deutschland sind geschätzt 1,3 Millionen Menschen vom Alkohol abhängig. Auch wenn jeder Alkoholkranke weiß, dass seine Sucht lebensgefährlich sein kann, die Hürde, ganz auf Alkohol zu verzichten, ist nicht so leicht zu nehmen. Eine neue Hoffnung wurde jetzt an der medizinischen Fakultät der Universität Marburg vorgestellt und diese Hoffnung trägt den Namen Nalmefen. Nalmefen ist ein neues Medikament, das einem Alkoholkranken effektiv dabei helfen kann, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken, um so eine Chance zu bekommen, ganz mit dem Trinken aufzuhören.

    Gedacht ist das Medikament für alle diejenigen, die einen starken Alkoholkonsum haben, denn mit der Einnahme von Nalmefen wird das Bedürfnis Alkohol zu trinken, deutlich gesenkt. Nalmefen hat aber keine berauschende Wirkung und darin sehen Kritiker das größte Problem. Eingenommen werden soll das Mittel immer dann, wenn die Betroffenen das starke Bedürfnis haben zu trinken, idealerweise zwei Stunden vor dem Alkoholkonsum. Wurde bereits getrunken, dann sollte das Mittel so schnell wie möglich eingenommen werden. Allerdings liegt die höchste Dosierung bei nur einer Tablette pro Tag und es ist wichtig, dass ein Arzt die Behandlung begleitet und den Patienten regelmäßig untersucht.

    Erfolgreiche Studien

    Auch wenn die Studien vor der Zulassung von Nalmefen sehr erfolgreich waren, sie haben trotzdem gezeigt, dass es nicht ausreicht, eine Tablette zu nehmen, die Betroffenen müssen auch die entsprechende Motivation mitbringen, ihre Alkoholsucht besiegen zu wollen. Deutlich wurde das vor allem, weil bei der entsprechenden Studie neben dem neuen Medikament auch Placebos verabreicht wurden. Alle diejenigen, die im Rahmen der Studie Placebos bekommen haben, verspürten ebenfalls keine Lust mehr darauf zu trinken, einfach nur, weil sie bereit waren, keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen.

    Eine andere Studie, in der ausschließlich Nalmefen gegeben wurde, zeigte schon deutlich erfolgreichere Ergebnisse. Bei den 2.000 Probanden, die an der Studie teilgenommen haben und die im Durchschnitt jeden Tag bis zu anderthalb Flaschen Wein konsumiert haben, wurde der Alkoholkonsum unter der Einnahme von Nalmefen in sechs Monaten um 60 % gesenkt. Die Probanden haben also nur noch eine halbe Flasche pro Tag getrunken.

    Der Kopf entscheidet

    Wie alle Süchte, so ist auch die Sucht nach Alkohol eine Kopfsache. Wer mental bereit ist, keinen Alkohol mehr zu trinken, der wird seine Sucht schneller besiegen können. Viele, die über einen langen Zeitraum viel Alkohol trinken, wollen nicht von einer zur anderen Minute aufhören, denn sie fürchten sich vor den körperlichen Entzugserscheinungen. Experten empfehlen diesen Patienten, unbedingt unter ärztlicher Aufsicht einen körperlichen Entzug zu machen, bevor eine Therapie mit Nalmefen beginnen kann.

    Ob das neue Medikament schwere Alkoholiker heilen kann, das darf bezweifelt werden, aber es kann auf dem Weg zum trockenen Alkoholiker eine Art Stütze sein, denn mit jeder Tablette sinkt die Lust, Alkohol zu trinken. Alkoholsucht ist eine Krankheit und Nalmefen ein Medikament, das den Kranken Hoffnung gibt und sie in ihrem Vorhaben unterstützt, dem Alkohol eines Tages komplett und für immer zu entsagen.

    Bild: © Depositphotos.com / cwzahner