Schlagwort: Forscher

  • Zuckersenker fürs Gehirn?

    Diabetes-Tabletten senken womöglich das Demenzrisiko

    Baierbrunn (ots) – Diabetes erhöht das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Umso interessanter ist eine Entdeckung, über die das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ berichtet: Bonner Forscher fanden heraus, dass blutzuckersenkende Tabletten, die die Wirkstoffe Pioglitazon oder Metformin enthalten, das Demenzrisiko offenbar sogar unter das von Nicht-Diabetikern senken können. Die Forscher vermuten als Ursache eine direkte Wirkung der Zuckersenker im Gehirn.

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.diabetes-ratgeber.net

    Quelle: www.presseportal.de/pm/52279/3115129
  • Allergien – warum Stadtkinder gefährdeter sind als Landkinder

    Allergien – warum Stadtkinder gefährdeter sind als Landkinder

    Immer mehr Menschen leiden unter Allergien und auch vor Kindern macht eine Allergie nicht halt. Während sich die meisten Erwachsenen mit ihrer Allergie engagieren, macht ein Heuschnupfen oder eine Lebensmittelallergie Kindern oft schwer zu schaffen. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass Kinder, die auf dem Land aufwachsen, seltener unter Allergien leiden als ihre Altersgenossen, die in der Stadt zu Hause sind. Wissenschaftler vermuten, dass die Landkinder ein besser trainiertes Immunsystem haben, aber für die Immunität der Landkinder können auch bestimmte Bakterien und ein Enzym verantwortlich sein.

    Landleben ist gesund

    Kinder, die in ländlichen Regionen oder auf einem Bauernhof aufwachsen, haben nicht nur eine unbeschwerte Kindheit, sie bekommen auch deutlich seltener Allergien. Forscher haben diese Tatsache jetzt einmal näher betrachtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass die sogenannten Endotoxine dabei eine wichtige Rolle spielen. Bei Endotoxinen handelt es sich um von Bakterien freigesetzte Verbindungen, die vom Menschen immer über die Schleimhäute, zum Beispiel im Mund, aufgenommen werden. Es wurden zahlreiche Versuche mit Mäusen gemacht und diese Versuche haben gezeigt, dass wenn die entsprechenden Substanzen täglich aufgenommen werden, sie weniger auf allergieauslösende Stoffe reagieren. Zuständig für den schützenden Effekt ist das Enzym A20, das unter anderem auch die Entzündungsreaktionen im Körper maßgeblich beeinflusst. Kinder, die auf dem Land mit Tieren leben, atmen automatisch über den Staub im Stall oder auf dem Hof viel mehr Bakterien- und Pilzpartikel ein, die allergiemindernd sind. Das trifft besonders auf die Mikroben zu, die Kühe ausatmen.

    Wie eine Impfung

    Aber nicht nur Staubpartikel in der Landluft machen Kinder immun gegen Allergien, auch andere Endotoxine helfen aktiv dabei, die Auslöser einer Allergie abzuwehren. Versuche mit Mäusen haben gezeigt, dass schon kleine Dosen ausreichen, um das Immunsystem auf Trab zu bringen und allergieauslösende Eindringlinge erfolgreich zu bekämpfen. Die Landluft wirkt praktisch wie eine Impfung für den Körper, denn Studien haben jetzt gezeigt, dass die Wirkung der Enzyme auch dann noch anhält, wenn aus den Kindern erwachsene Menschen geworden sind.

    Ein ausgeglichenes Immunsystem

    Nur ein wirklich ausgeglichenes Immunsystem ist ein Garant dafür, dass es nicht zu Allergien kommt. Kinder, die in einer Großstadt wohnen, leben damit, dass ihr Immunsystem ständig auf Hochtouren läuft. Es gibt Unmengen von schädlichen Stoffen in der Luft, mit denen das Immunsystem immer wieder aufs Neue fertig werden muss. Das führt früher oder später dazu, dass das Immunsystem kapituliert und es zu einer Allergie kommt, also zu einer Erkrankung, mit der der Körper nicht mehr fertig wird und gegen die er nicht mehr ankämpfen kann. Kinder, die auf dem Land leben, sind weitaus weniger schädlichen Stoffen in der Luft ausgesetzt, die Luftqualität ist deutlich besser und das wirkt sich auch auf das Immunsystem aus. Es kann sich auf Dauer stabilisieren, wird ausgeglichen und die Gefahr, an Allergien zu erkranken, nimmt immer weiter ab. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die unter einer Allergie leiden und dann einen Urlaub auf dem Land machen, mit weniger heftigen Allergieattacken zu kämpfen haben. Auch wenn die Allergie nicht ganz verschwindet, auf dem Land können Kinder damit besser leben.

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  • Noroviren – hochansteckend, hartnäckig und gefährlich

    Noroviren – hochansteckend, hartnäckig und gefährlich

    Viren sind immer unangenehm, aber Noroviren sind eine ganz spezielle Sorte. Sie sind nicht nur extrem ansteckend, sie sind auch extrem zäh: Noroviren lassen sich nicht von Kälte bis zu minus 20° Grad oder Hitze bis zu plus 60° Grad aufhalten. Wenn die Viren einmal da sind, dann lassen sie sich nicht so schnell wieder vertreiben, sie haften an Möbeln, an Tiefkühlkost, an der Kleidung und sogar an Kinderspielzeug und das monatelang. Was Noroviren vertreiben kann? Nur wirklich starke, chemische Desinfektionsmittel oder aber einfache Zitronensäure, denn die können Noroviren nicht leiden.

    Noroviren zwingen alle in die Knie

    Kitas werden geschlossen, die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen in Quarantäne, in Krankenhäusern und Altenheimen wird der Notstand ausgerufen – schuld sind Noroviren. Die kleinen unscheinbaren Viren verlieren keine Zeit, sie überfallen Menschen ohne Vorwarnung und von einer Minute zur anderen. Übelkeit, Bauchschmerzen, gefolgt von Erbrechen und Durchfall sind Anzeichen einer Magen- und Darmgrippe, die durch Noroviren ausgelöst wird. In der Folge verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit und Salz, es kann zu massiven Kreislaufproblemen bis hin zum Schock mit Kreislaufversagen führen. Vor allem Kinder, ältere Menschen und alle, die ein schwaches Immunsystem haben, sind gefährdet, wenn sie mit Noroviren infiziert werden. Anstecken kann sich jeder, denn es reicht schon ein Händedruck, und da sich die Viren auch über die Luft übertragen, sind sie besonders gefährlich. Weil Noroviren auch vor Tiefkühlkost nicht halt machen, kann man sich sogar an Tiefkühlgemüse anstecken, das schon länger im Gefrierfach des Kühlschranks lag.

    Wie lange dauern die Beschwerden an?

    Noroviren sind zwar hochansteckend, aber sie bleiben nicht allzu lange. Meist ist nach drei bis fünf Tagen das Schlimmste überstanden, nur bei kleinen Kindern und älteren Menschen kann die Infektion auch mal länger als eine Woche dauern. Kommt es zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, dann kann auch ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig werden. Die Betroffenen fühlen sich oftmals noch Tage nach der akuten Phase krank und schwach. Wichtig ist es viel zu trinken, um den Verlust an Flüssigkeit wieder auszugleichen. Ideal sind Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, ungesüßte Tees und auch dünne Suppen mit wenig Fett. Hilfreich kann auch Elektrolytpulver sein, das es in der Apotheke zu kaufen gibt. Besonders bei Kindern ist dieses Pulver eine gute Wahl, denn es hilft ihnen schneller wieder gesund zu werden.

    Noroviren aktiv vorbeugen

    Gänzlich lässt sich eine mögliche Infektion mit Noroviren leider nicht vermeiden, es gibt aber einige wirksame Mittel, um die Viren abzuschrecken. So haben Forscher zum Beispiel herausgefunden, dass Zitronensäure die Viren vertreiben kann. Die Säure, die in Zitronen zu finden ist, das sogenannte Citrat, setzt sich genau an den Stellen fest, an denen die Noroviren sind, es legt sie praktisch lahm und verhindert so effektiv eine Ansteckung. Röntgenuntersuchungen haben diesen Vorgang sichtbar gemacht und bewiesen, dass das Händewaschen mit Zitronensäure dabei helfen kann, Noroviren in Schach zu halten. Leider gibt es kein wirksames Medikament, um die Noroviren aufzuhalten und es ist bislang auch nicht gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln, der gegen die Viren immun macht.

    Noroviren sind meldepflichtig

    Das Norovirus trat 1968 zum ersten Mal in der amerikanischen Stadt Norwalk auf und wird deshalb in den USA auch noch bis heute Norwalk-Virus genannt. Die Viren nahmen sehr schnell den Weg über den Atlantischen Ozean nach Europa und sind heute weltweit verbreitet. Da Noroviren hochansteckend sind und ein einziger Mensch viele andere in einem relativ kurzen Zeitraum anstecken kann, ist jede Infektion immer meldepflichtig. Gibt es einen Krankheitsfall, dann müssen die zuständigen Gesundheitsämter informiert werden. Kommt es in Altenheimen, in Schulen, in Kindergärten oder auch in Krankenhäusern zu einer Infektion mit Noroviren, dann werden die Patienten, aber auch die Räumlichkeiten unter Quarantäne gestellt.

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  • Fit trotz schlechter Luft

    Auch wenn man in der Stadt joggt, profitiert die Gesundheit

    Baierbrunn (ots) – In der Stadt joggen oder radeln, vielleicht sogar im Berufsverkehr – ob das so gut ist für die Gesundheit? Ja, sagen Forscher der Universität Kopenhagen, die eine Studie mit mehr als 50 000 Teilnehmern durchführten. Zwar hatten die Probanden anschließend schlechtere Lungenwerte, fasst die „Apotheken Umschau“ die Ergebnisse zusammen. Bewegung im Freien auch in stark verkehrsbelasteten Gegenden senke trotzdem das Risiko für Lungenerkrankungen deutlich.

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    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3114818
  • Komm näher, Mama!

    Babys erkennen Gesichter anfangs nur ganz aus der Nähe

    Baierbrunn (ots) – Dreißig Zentimeter weit können Neugeborene scharf sehen. Das fanden norwegische Forscher laut einer Meldung des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ in einem Experiment heraus. Bei einem Abstand von 60 Zentimetern können die Säuglinge Gesichtszüge nicht mehr erkennen, dann sehen sie alles verschwommen.

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    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3114819
  • Ein neues Pflaster kann Blutung sofort stoppen

    Ein neues Pflaster kann Blutung sofort stoppen

    Wer sich verletzt, der klebt ein Pflaster auf die Wunde und wartet, bis alles wieder verheilt ist. Das funktioniert aber leider nur bei kleinen Wunden, ist die Wunde größer, dann kann vor allem der Blutfluss für Probleme sorgen, denn wenn sich die Blutung nicht stoppen lässt, dann hilft auch kein Pflaster mehr. Jetzt hat ein junger Mann aus den USA ein neues Pflaster erfunden, das die Blutung innerhalb von wenigen Sekunden zum Stillstand bringen kann, und dieses neue Pflaster könnte eine kleine Revolution in der Medizin darstellen.

    Ein kleines biologisches Wunder das neue Pflaster

    Was macht das neue Pflaster so besonders und was kann dieses Pflaster, was herkömmliche Pflaster nicht können? Immer wieder müssen Ärzte und Notfallhelfer bei schweren Blutungen kapitulieren und verlieren ihre Patienten innerhalb von wenigen Minuten, schon der Verlust von einem Liter Blut kann gefährlich werden. Das neue Pflaster hat Eigenschaften, die es möglich machen, eine Blutung so schnell zu stillen, dass es erst gar nicht zu einem größeren Blutverlust kommt. „Vetigel“, so heißt das neue Pflaster und es basiert auf den Substanzen, die in der Meeresalge vorkommen. Das neue Pflaster kann das, was die natürliche Wundheilung auch kann, und wenn es auf die Wunde gesprüht wird, dann bildet sich vom Rand der Wunde aus ein dichtes Netz aus Gel, das die Blutung augenblicklich stoppt.

    Ein Gerüst aus Fasern

    Erfunden wurde das neue Pflaster von einem jungen Mann aus New York, der gerade einmal 17 Jahre alt ist. Er fand heraus, dass die Substanzen der Meeresalge dem natürlichen zellulären Gewebe ähneln, und dass sie ein Netz über die Wunde spannen können. Das stoppt zum einen die Blutung und zum anderen verschließt die Wunde dann auch auf Dauer. Der klare Vorteil von „Vetigel“ ist die Geschwindigkeit, denn das neue Pflaster ist um einiges schneller, als die bisher bekannten Blutstiller. Schon im Jahre 2000 gelang es den Forschern der Universität von Cleveland, Blutplättchen aus Kunststoff herzustellen, die die Fähigkeit hatten, eine Blutung zu stillen. Zwar sind Chirurgen heute in der Lage, mithilfe von Strom eine Blutung zu stillen, aber gegenüber dem neuartigen Wunderpflaster sind diese Möglichkeiten sehr langsam.

    Schnelle Hilfe überall

    Das Blut mit Strom oder mit künstlichen Blutplättchen zu stillen, funktioniert in der Praxis wunderbar, aber leider können diese beiden Methoden nicht weiter helfen, wenn es zum Beispiel zu einem Unfall auf der Straße gekommen ist. Genau dort sieht der junge Erfinder das Haupteinsatzgebiet seines neuen Pflasters, denn wenn es nicht mehr ausreicht, eine Blutung durch einen Druckverband zu unterbinden, dann muss das neue Pflaster nur aufgesprüht werden und in nur wenigen Sekunden kommt der Blutfluss zum Stillstand und die Wunde schließt sich. Was das neue Pflaster ebenfalls auszeichnet, ist, dass die Wunde nicht mehr aufwendig gekühlt werden muss. Beim Einsatz in Kriegs- oder Krisenregionen kann das Pflaster des jungen Amerikaners effektiv dabei helfen, Menschenleben zu retten.

    Wann es das neue Pflaster auch in Deutschland zu kaufen gibt, das steht leider noch nicht fest, denn in den USA ist es zunächst einmal nur in der Tiermedizin im Einsatz.

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