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  • Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Er stammt ursprünglich aus dem Norden Indiens, gehört zu den Bennussgewächsen und gilt als die nährstoffreichste Pflanze der Welt – der Moringabaum. Moringabäume wachsen heute vor allem in Lateinamerika, in Asien und in Afrika, die frischen, aber auch die getrockneten Blätter des Baumes werden dort in vielfältiger Art und Weise zubereitet und gelten als Problemlöser für die weitverbreitete Unterernährung. In den westlichen Industrienationen gilt Moringa oleifera, so der botanische Name des Baums, als neues Superfood.

    Was macht den Moringabaum zum Wunderbaum?

    Der Moringabaum stammt ursprünglich aus der Himalajaregion Indiens und bekam seinen Beinamen Meerrettichbaum von den englischen Kolonialherren. Der Baum enthält Senfölglykosiden, daher riechen die Wurzeln stark nach Meerrettich und die Blätter haben einen scharfen Beigeschmack. Die Engländer nutzen die Blätter und die Wurzeln als Meerrettichsalz und würzten damit ihre Speisen. Heute gehören die Blätter des Moringabaumes in vielen Ländern zu den wichtigsten Nahrungsquellen, aber sie werden auch als Medizin verwendet. In Indien wird der Moringabaum als Wunderbaum bezeichnet, weil er angeblich in der Lage ist, mehr als 300 Krankheiten zu heilen. Der Moringa trägt aber auch den Ehrentitel Baum der Unsterblichkeit, da er auch unter widrigen Umständen wächst und resistent gegen Dürre ist.

    Die besonderen Fähigkeiten des Moringabaumes

    Der Moringabaum hat nicht nur viele Fähigkeiten, er ist auch äußerlich anders als andere Bäume. Sein Stamm ist kurz und wirkt immer ein wenig angeschwollen, seine Früchte erinnern an Bohnen und hängen tief von den Ästen herab, was ihnen das Aussehen von Trommelstöcken verleiht. Was den Baum aber so besonders macht, ist sein rasantes Wachstum, denn er wächst pro Monat um 30 cm und erreicht schon nach einem Jahr die imposante Höhe von acht Metern. Für dieses schnelle Wachstum sorgt ein Hormon, und zwar das Antioxidans Zeatin, was der Baum in großen Mengen speichert. Wenn Menschen dieses Hormon zu sich nehmen, dann regt es die Regeneration der Haut an und der natürliche Alterungsprozess der Haut verlangsamt sich.

    Was macht Moringa zum Superfood?

    In Europa haben die Blätter des Moringa oleifera den Ruf, ein Superfood zu sein, denn alleine in den Blättern finden sich mehr als 90 Nährstoffe sowie Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Proteine. So soll der Moringabaum 17 mal mehr Kalzium enthalten als Milch und 15 mal mehr Kalium als Bananen. Der Gehalt an Eisen ist 25 mal größer als das bei Spinat der Fall ist und auch beim Beta-Carotin hat Moringa die Nase vorn, denn die Blätter enthalten 4 mal mehr davon als Karotten. Moringa ist eine wirksame Waffe im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung und es reichen schon zwei Teelöffel des Pulvers aus, um den täglichen Mangel an Nährstoffen aufzufüllen. Bei Versuchen mit Moringapulver im Senegal stellten die Ärzte fest, dass die Einnahme des Pulvers gewichtssteigernde Effekte hatte und dass Frauen, die ein Kind zur Welt brachten, sich schneller von der Geburt erholten. Zudem hatten die Kinder ein höheres Gewicht bei der Geburt und die Milchproduktion der Frauen wurde deutlich gesteigert.

    Ist Moringa wirklich ein Superfood?

    Die Blätter des Moringabaumes sind unbestritten sehr gesund, aber Ernährungsexperten bezweifeln, ob der Moringa tatsächlich DAS Superfood schlechthin ist. Sie kritisieren, dass sich die Nährstoffangaben nur auf die Pulverform beziehen, aber nicht auf die frischen Blätter des Baumes. Um realistische Angaben zu bekommen, müsste man auch die Karotten, die Bananen und den Spinat pulverisieren, denn dann wäre der Vergleich fair. Bei Tierversuchen wurde aber deutlich, dass Moringa den Blutzuckerspiegel senken kann und sich zudem positiv auf dem Cholesterinspiegel auswirkt. Das Pulver der Moringablätter hat außerdem eine krebshemmende Wirkung, denn die in den Blättern enthaltenen Senfölglykoside eliminieren Krebszellen, schonen dabei aber die gesunden Zellen.

    Bild: © Depositphotos.com / bdspn74

  • Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    420.000 – so hoch ist die Zahl der Toten, die weltweit und jedes Jahr an Lebensmittelvergiftungen sterben. Das Erschreckende ist aber nicht die hohe Zahl der Opfer, es ist vielmehr die Tatsache, dass es überwiegend Kinder sind, die an Lebensmittelvergiftungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die die neuen Zahlen vorgelegt hat, fordert jetzt eine größere Sicherheit für Lebensmittel, denn in der heutigen Zeit ist es laut WHO eine Schande, dass bis zu 600 Millionen Menschen krank werden, nur weil ihre Lebensmittel entweder durch Chemikalien, durch Pestizide oder durch Bakterien verseucht sind.

    Lebensmittelvergiftungen – vor allem in der Dritten Welt

    125.000 Kinder sind nach einer neuen Langzeitstudie der WHO von Lebensmittelvergiftungen betroffen, und ein Drittel der Kinder, die an kontaminierten Lebensmitteln sterben, sind unter fünf Jahre alt. Besonders häufig treten Lebensmittelvergiftungen in den Ländern der Dritten Welt auf, wie in Afrika und in Südostasien. Alleine in Afrika erkranken pro Jahr 91 Millionen Menschen an Lebensmittelvergiftungen und für 137.000 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. In Südostasien sind es 150 Millionen Kranke und 175.000 Todesfälle jedes Jahr. Vor allem Pestizide und Insektizide sorgen in diesen Regionen der Welt dafür, dass die Menschen durch das, was sie täglich essen, so schwer krank werden, dass sie entweder daran sterben oder langfristige gesundheitliche Schäden befürchten müssen.

    Lebensmittelvergiftungen in Europa

    Nicht nur in den Ländern der Dritten Welt stellen verseuchte und verunreinigte Lebensmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar, auch in Europa gibt es jedes Jahr rund 5000 Tote durch Lebensmittelvergiftungen. 23 Millionen Krankheitsfälle wurde alleine in diesem Jahr gemeldet, das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass 53 Menschen an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind. 200.000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen wurden den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, aber anders als in Afrika und Südostasien sind in Deutschland keine Pestizide und Insektizide schuld, in erster Linie sind Salmonellen die Verursacher.

    Welche Symptome hat eine Lebensmittelvergiftung?

    Eine Lebensmittelvergiftung hat typische Symptome, zu denen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Krampfanfälle und Fieber gehören. Kommt es zu einer Vergiftung durch Fisch oder Pilze, dann können zudem auch Halluzinationen dazukommen. Nach Ansicht der WHO ist es nicht immer die Vergiftung selbst, die bei den Betroffenen zum Tod führt, es sind vielmehr die Symptome wie schwere Durchfälle, die einen gefährlichen Flüssigkeitsmangel zur Folge haben und letztendlich zum Tod führen. 550.000 Menschen erkranken weltweit an Durchfall infolge von Lebensmittelvergiftungen und 230.000 Menschen sterben laut der Langzeitstudie der WHO daran.

    Welche Lebensmittel können gefährlich werden?

    Es gibt einige Lebensmittel, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial haben, wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht. Dazu gehören Fleisch, Eier, viele Milchprodukte und auch Gemüse sowie Salate und Obst. Hauptsächlich kommt es zu Lebensmittelvergiftungen, wenn die Speisen wie zum Beispiel Fleisch, entweder roh oder nur unzureichend gegart werden. Im Prinzip kann ein Brötchen mit Mett dafür sorgen, dass es zu einer gefährlichen Vergiftung kommt. Eier bergen die Gefahr von Salmonellen, Gemüse ist laut der Gesundheitsämter nicht selten mit Kolibakterien verseucht und in der Milch sowie in Milchprodukten lauern Noroviren oder Campylobacter-Bakterien. Auch Fisch, der fertig verpackt im Kühlregal der Supermärkte liegt, kann eine potenzielle Gefahr darstellen. Im vergangenen Jahr wurde stichprobenartig abgepackter Lachs in verschiedenen Supermärkten und Discountern auf Kolibakterien getestet und jede zweite Probe war belastet. In den Drittweltländern sind viele Lebensmittel mit Hepatitis A, Typhus, Bandwürmern und Schimmelpilzen verseucht, und die WHO ruft aus diesem Grund die Staaten, in denen besonders viele Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben, zu mehr Sicherheit auf. Die WHO will jetzt mit zielgerichteten Aktionen auf die oftmals verkannte Gefahr durch vergiftete Lebensmittel aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die WHO hofft auf diese Weise mehr Menschen retten zu können und die tägliche Nahrung sicherer und gesünder zu machen.

    Bild: © Depositphotos.com / GeorgeRudy

  • Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Zweimal am Tag die Zähne gründlich putzen, regelmäßig Zahnseide benutzen und alle halbe Jahre zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt – reicht das alles wirklich aus, um vor Karies und Zahnfleischentzündungen geschützt zu sein? Der Zahnarzt wird Nein antworten und umgehend eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Aber eine Zahnreinigung wird von der Krankenkasse nicht bezahlt und viele fragen sich daher, ob sie das Geld ausgeben sollen oder lieber doch weiterhin auf Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseite vertrauen sollen. Lohnt sie sich, die professionelle Zahnreinigung oder will der Zahnarzt damit nur Geld verdienen?

    Normale Zahnreinigung reicht nicht aus

    Wer zum Zahnarzt geht, um sich professionell die Zähne reinigen zu lassen, der wird mit ziemlicher Sicherheit von seinem Arzt hören, dass die Zähne nicht ausreichend gepflegt sind. Bei einigen Menschen scheint es mit der Mundhygiene nicht so zu klappen, wie es eigentlich sein sollte und es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Ursachen, warum die normale Zahnpflege nicht immer ausreicht. Die Zähne können zum Beispiel falsch im Kiefer stehen, die Putztechnik ist nicht richtig, die Zahnbürste passt nicht oder der Konsum von zu vielen Süßigkeiten sorgt dafür, dass Karies entstehen kann. So entstehen sehr hartnäckige Zahnbeläge, die mit normalem Putzen einfach nicht zu entfernen sind. Auf dem Zahnarztstuhl schlägt dann die Stunde der Wahrheit, denn dem Zahnarzt entgeht nichts, und um all diese Probleme zu beseitigen, müssen die Zähne vom Fachmann gründlich gereinigt werden.

    Was passiert bei einer professionellen Zahnreinigung?

    Wenn die Zähne nicht gründlich gereinigt werden, dann kann das unangenehme Folgen haben. Auf den Zahnbelägen leben Bakterien aller Art, die dafür sorgen, dass Plaque, Karies und Zahnstein entstehen können. Auch Mundgeruch und eine Entzündung des Zahnbettes können die Folge einer falschen Zahnreinigung sein. Eine Zahnreinigung beim Zahnarzt kann diesen möglichen Probleme gegensteuern, denn bei einer professionellen Zahnreinigung passiert mehr als einfach nur gründliches Zähneputzen. Der Dentalhygieniker analysiert zunächst die Zähne und entfernt dann mit einer spezielle Bürste die oberflächlichen Beläge. Mit Zahnseide, Zahnschleifpapier oder einem hakenähnlichen Instrument werden anschließend die Zahnzwischenräume gereinigt und die dunklen Verfärbungen mit einem Wasser-Pulver-Strahlgerät entfernt.

    Die Zahnreinigung als Profilaxe

    Sind die Zähne von den gröbsten Verunreinigungen befreit, dann kommen rotierende Bürsten zum Einsatz, die die Zähne mit einer fluoridreichen Zahnpaste polieren. Die fluoridhaltige Paste oder ein spezielles Gel bilden auf den Zähnen eine Art Schutzschicht, und auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich neue Bakterien ansiedeln können. Nach dieser Profilaxe bekommt der Patient einige Tipps und Tricks mit auf den Weg, um die Zahnreinigung zu Hause effektiver und gründlicher zu machen. So verrät der Dentalhygieniker, wie man die richtige Zahnbürste findet, wie man Zahnseide korrekt benutzt und welche Ernährung für gesunde Zähne besonders wichtig ist. Eine professionelle Zahnreinigung kann nur kurz- bis mittelfristig gegen Karies und Zahnfleischentzündungen helfen, wer langfristig gesunde Zähne möchte, der muss auch zu Hause auf eine gute Mundhygiene achten.

    Warum im Alter die Zahnhygiene nachlässt

    Eine neue Studie hat herausgefunden, warum besonders ältere Menschen zunehmend Probleme mit den Zähnen haben. Im Alter lässt unter anderem auch die Feinmotorik immer mehr nach, das Zahnfleisch wird schlaffer und weicher, dazu kommen unterschiedliche Krankheiten und auch Medikamente tragen dazu bei, dass die Mundhygiene zu wünschen übrig lässt. Zahnärzte empfehlen ihren älteren Patienten, öfter in die Praxis zu kommen und zuhause eine elektrische Zahnbürste zu benutzen, um die Zähne gesund zu erhalten. Wer viel raucht, Tee, Kaffee und Rotwein trinkt, muss auch mit dunklen Verfärbungen auf den Zähnen rechnen, die durch gründliches Zähneputzen allein nicht mehr verschwinden. Wer raucht, setzt sich zudem der Gefahr von Zahnfleischentzündungen aus, denn das Nikotin und auch die schädlichen Zusatzstoffe in Zigaretten setzen den Zähnen und vor allem dem Zahnfleisch auf Dauer sehr zu.

    Bild: © Depositphotos.com / MilanMarkovic

  • Die 4. SSW – die Eizelle nistet sich ein

    Die 4. SSW – die Eizelle nistet sich ein

    In der SSW4 ist die Schwangerschaft ein rein biologischer Vorgang, und alles läuft praktisch nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip ab. Eine Woche nach der Befruchtung, zum Anfang der 4. SSW, findet die Eizelle ihren Platz in der Gebärmutter. Dann entscheidet sich, ob es zu einer Schwangerschaft kommt oder nicht, denn unmittelbar, nachdem sich die Eizelle eingenistet hat, kann es passieren, dass der Embryo von außen beschädigt wird. Zwar wird der Organismus der Mutter versuchen, diese Schädigung irgendwie zu kompensieren, aber wenn das nicht gelingt, dann stoppt der Körper die Entwicklung und die Keimblase wird bei der nächsten Monatsblutung einfach ausgespült.

    In der 4. SSW „schlüpft“ das Baby

    Kurz bevor es zur Einnistung der Eizelle kommt, „schlüpft“ der Embryo aus der Hülle, die ihn umgibt und bohrt sich dann energisch in die Schleimhaut des Uterus ein, bis er komplett von dieser schützenden Hülle überzogen ist. Im nächsten Schritt bildet sich zwischen dem Embryoblasten und dem Trophoblasten nicht nur die sogenannte Fruchthöhle, sondern auch der Dottersack, der in den nächsten Wochen die Versorgung des Embryos mit allen nötigen Nährstoffen übernimmt. Rund um das Ei entsteht die Plazenta.

    Der Embryo ist in der 4. SSW ungefähr einen halben Millimeter groß, und wenn in der 4. SSW ein Ultraschallbild gemacht wird, dann ist lediglich ein winziger schwarzer Punkt zu sehen. In den nächsten 36 Wochen wird aus dem winzigen schwarzen Punkt ein kleiner Mensch, der bei seiner Geburt durchschnittlich 52 cm groß und 3.200 Gramm schwer sein wird.

    Die Rolle der Keimblätter in der 4. SSW

    In den ersten drei Wochen der Schwangerschaft sind die Eizellen pluripotent, das heißt, aus jeder der Zellen kann sich ein beliebiges Organ entwickeln, erst in der SSW 4+1 kommt es zur sogenannten zellulären Spezialisierung. Aus dem Embryoblasten entsteht jetzt die Keimscheibe, aus der sich wiederum zunächst zwei und dann schließlich drei Keimblätter entwickeln werden. Aus jedem dieser drei Keimblätter bilden sich dann die einzelnen Organe aus.

    Die meisten Organe wie die Lunge, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Harnröhre, die Harnblase und auch der Verdauungstrakt entstehen aus dem inneren Keimblatt, dem Entoderm. Das Herz, die Blutgefäße, das Bindegewebe, das Skelett sowie die Muskulatur der Organe, die Milz, das Lymphsystem, die Nieren, die Keimdrüsen, die Blutkörperchen und auch die Geschlechtsorgane werden aus dem mittleren Keimblatt, dem Mesoderm gebildet.

    Das äußere Keimblatt, dass Ektoderm, ist schließlich für die Haut, die Sinnesorgane und für das komplette Nervensystem zuständig.

    Die ersten Anzeichen der Schwangerschaft in der 4. SSW

    Gibt es schon Schwangerschaftssymptome in der 4. Woche? Die gibt es, vor allem Frauen, die bereits ein Kind zur Welt gebracht haben, fühlen in der 4. SSW typische Symptome. Wenn sich der Embryo in der Gebärmutter eingenistet hat, dann kann es zu sogenannten Nidationsblutungen, zu Einnistungsblutungen kommen. Die Schwangerschaftsanzeichen in der 4. SSW sind leichte, harmlose Schmierblutungen, die viele Frauen mit einer Periodenblutung verwechseln, und dann oft enttäuscht sind, dass es mit einer erwünschten Schwangerschaft doch nicht geklappt hat.

    Wenn es aber in der 4. SSW zu einem Ziehen im Unterleib kommt, sich die Haut der Brustwarzenhöfe dunkel färbt oder die Brüste unangenehm spannen, dann wird es Zeit, einen Frauenarzt aufzusuchen. Der Arzt wird dann einen Urintest machen, um einen HCG-Wert in der 4. SSW zu bekommen. Wenn das der Fall ist, dann steht die Schwangerschaft definitiv fest.

    Neben dem HCG-Wert wird ab der 4. SSW auch das Schwangerschaftshormon Progesteron produziert, was die Aufgabe hat, alle Vorgänge im Körper zu verlangsamen. Die werdende Mutter ist durch diese Verlangsamung ständig müde und sie fühlt sich schnell erschöpft. Viele haben in dieser frühen Phase der Schwangerschaft auch mit Verstopfung zu kämpfen und auch andere Beschwerden stellen sich jetzt langsam ein. Frauen erleben in der 4. SSW eine emotionale Berg-und-Talfahrt, sie sind in der einen Minute himmelhochjauchzend und in der nächsten Minute buchstäblich zu Tode betrübt, auch die morgendliche Übelkeit gehört dazu, sowie ein vermehrter Speichelfluss.

    Ist Sport in der 4. SSW erlaubt?

    Wenn sich die ersten Anzeichen der Schwangerschaft in der 4. SSW zeigen, dann starten viele Frauen ein Sport- und Fitnessprogramm, um sich von den Beschwerden abzulenken. Ärzte befürworten dieses Fitnessprogramm, denn das erste Trimester der Schwangerschaft ist hervorragend für sportliche Aktivitäten geeignet. Der Sport hilft dabei, Muskeln aufzubauen, die Ausdauer zu steigern und Kraft für die nächsten anstrengenden Monate zu sammeln. Sport macht es einfacher, das zusätzliche Gewicht zu kompensieren und verhindert, dass die Waage allzu steil nach oben zeigt.

    Auch Sport und regelmäßige Bewegung bereiten die Mutter optimal auf die bevorstehende Geburt vor. Frauen, die schon zu Beginn der Schwangerschaft Sport treiben, haben nach der Entbindung weniger Probleme damit, die zusätzlichen Kilos wieder loszuwerden. Zu anstrengend sollte die Sportart aber nicht sein, denn das Risiko einer Fehlgeburt ist besonders zwischen der vierten und der siebten Schwangerschaftswoche relativ hoch. Wenn jedoch der Arzt nichts dagegen hat und wenn die werdende Mutter sich gesund und wohlfühlt, dann steht den sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege.

    Welche Sportarten sind besonders geeignet?

    Nordic Walking und Schwimmen – diese beiden Sportarten machen nicht nur viel Spaß, sie sind auch ideal für schwangere Frauen in der 4. SSW. Wer es ruhiger mag, der sollte einen Yogakurs besuchen, denn einfache Yogaübungen sind perfekt für die Fitness der Mutter. Wichtig ist aber, dass der Yogalehrer spezielle Kurse für Schwangere anbietet. Yoga hilft dabei, gelenkig zu bleiben und ist besonders für den Beckenboden eine tolle Sache. Übungen, die sich ganz gezielt mit dem Beckenboden beschäftigen, können so verhindern, dass es zu einer Inkontinenz während der Schwangerschaft kommt.

    Zudem können Frauen mit Yoga auch für die Geburt trainieren und die richtige Atemtechnik lernen, die vor allem wichtig ist, wenn es in die Presswehen geht. Wer Sport treiben will, der sollte an die richtige Bekleidung denken. Shirts und Hosen sollten weit und damit bequem geschnitten sein und ein Sport-BH ist sehr angenehm, wenn die Brüste in der 4. SSW schon spannen sollten.

    Körperlich anstrengende Sportarten, wie zum Beispiel Tennis spielen, lange Radtouren und auch Reiten, sind in der 4. SSW keine geeigneten Sportarten, denn sie können im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt auslösen.

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  • Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    War früher nicht alles besser? Der Gesundheitsbericht 2015, den das Robert-Koch-Institut jetzt herausgegeben hat, sagt eindeutig ja. Die Menschen in Deutschland fühlen sich heute besser und gesünder als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Drei Viertel der Deutschen gab für den Gesundheitsbericht 2015 an, sie fühlen sich gut oder sogar sehr gut und das hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist. Aber das ist nicht die einzige positive Nachricht aus dem Gesundheitsbericht 2015, auch die Zahl der Neuerkrankungen an Krebs ist weniger geworden.

    Gesundheitsbericht 2015 – die häufigste Todesursache

    Auch im Gesundheitsbericht 2015 stehen Herzinfarkte und Schlaganfälle an erster Stelle, wenn es um die Todesursachen geht. Rund 40 % der Deutschen sterben an einer Herzerkrankung oder an einem Schlaganfall, seit 1998 hat sich die Zahl jedoch erheblich reduziert. Eine bessere Früherkennung und moderne Möglichkeiten der Therapie sorgen dafür, so der Gesundheitsbericht 2015, dass immer mehr Menschen einen Infarkt oder einen Schlaganfall überleben.

    Der Kampf gegen den Krebs

    Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Krebsneuerkrankungen ist in einem Zeitraum von 20 Jahren immer weiter zurückgegangen. Die schlechte Nachricht: Da die Gesellschaft immer älter wird, ist die Zahl derjenigen, die unter Krebs leiden, weiter gestiegen. Im Jahr 2011 war eine halbe Million Menschen in Deutschland an Krebs erkrankt, 65.000 mehr als noch zur Jahrtausendwende. Sehr deutlich zugenommen hat die Zahl der Brustkrebserkrankungen, in nur zehn Jahren wurden neun Prozent mehr Erkrankungen diagnostiziert. Beim Lungenkrebs sind die Zahlen vor allem bei den Frauen nicht rückläufig, hier gab es einen Anstieg von 38 %. Die Männer liegen beim Lungenkrebs zwar leicht vorn, aber die Erkrankungsrate sank um 15 %. Der Grund ist einfach, denn in Deutschland rauchen mehr Frauen als Männer. Die Zahl der Kinder, die an Krebs erkranken, lag laut Gesundheitsbericht 2015 bei 1.800 Fällen, aber die Sterblichkeit hat in den letzten 30 Jahren stark abgenommen.

    Diabetes – laut Gesundheitsbericht 2015 die neue Volkskrankheit

    Der Gesundheitsbericht 2015 schlägt beim Thema Diabetes Alarm, denn in Deutschland leben mittlerweile 4,6 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit. Das sind 7,2 % der erwachsenen Menschen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Was Diabetes aber zunehmend zu einer großen Gefahr macht, ist die Tatsache, dass die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr weiter ansteigt. Schuld daran ist unter anderem auch der demografische Wandel. Bei 30 % der Erkrankten ist eine falsche Ernährung schuld an Diabetes, denn ein Viertel der Deutschen ist zu dick, bei Kindern liegt die Quote schon bei sechs Prozent. Vor allem bei Menschen mit einem schlechten sozialen Hintergrund ist Übergewicht ein immer größer werdendes Problem.

    Die sozialen Unterschiede

    Der Gesundheitsbericht 2015 hat sich auch mit den sozialen Unterschieden in Deutschland in Hinsicht auf Gesundheit und Krankheit in Deutschland beschäftigt. Menschen, die einen schlechten sozialen Stand haben, werden häufiger krank und haben zudem eine niedrigere Lebenserwartung. Frauen sterben nach dem Gesundheitsbericht acht Jahre und Männer sogar elf Jahre früher als diejenigen, die einen hohen sozialen Standard haben. Die Ursache führt der Gesundheitsbericht vor allem auf mangelnde Bildung zurück. Menschen, die nur eine geringe Bildung haben, interessieren sich weniger für präventive medizinische Maßnahmen und sie haben deutliche Defizite bei der gesundheitlichen Aufklärung. Auch die finanzielle Lage spielt in diesen Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Immer mehr Menschen können sich Untersuchungen nicht mehr leisten, deren Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen werden. So wird zum Beispiel die lokale Narkose bei der Zahnbehandlung von Kindern, wenn die älter als zwölf Jahre sind, nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Viele Familien schicken ihre Kinder deswegen nicht mehr zum Zahnarzt, als Folge werden die Zähne krank und das kann sich auf Dauer auf die Gesundheit auswirken.

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  • Die 5. SSW – das Herz beginnt zu schlagen

    Die 5. SSW – das Herz beginnt zu schlagen

    Die 5. Schwangerschaftswoche ist sowohl für die Mutter als auch für das Kind eine sehr spannende Woche. Viele Frauen spüren in der 5. SSW die ersten Anzeichen der Schwangerschaft und machen einen Test um festzustellen, ob sie schwanger sind oder nicht. Es passiert nicht selten, dass in der 5. SSW der Test negativ ist und wenn das der Fall ist, dann heißt das aber noch lange nicht, dass keine Schwangerschaft vorliegt. Die Schwangerschaftstests, die in der Apotheke oder in der Drogerie verkauft werden, sind nicht zu 100 % sicher, erst ein Blut- und Urintest beim Arzt bringt endgültig Gewissheit.

    Wie sieht das Baby in der 5. SSW aus?

    In der 5. SSW macht das Baby einen gewaltigen Sprung in seiner Entwicklung. War das Baby in der vergangenen Woche noch ein Zell-Cluster, so ist es jetzt klar als Embryo zu erkennen. Die Anlagen für die wichtigen Organe bilden sich in der 5. SSW aus und zum ersten Mal sind die Gesichtszüge erkennbar. Am Anfang der 5. SSW war das Kind ein kleiner rundlicher Zell-Cluster, der aus einer Eizelle mit drei zellulär verschiedenen Keimblättern gewachsen ist. In der 5. SSW verändert das Baby seine Form und aus dem rundlichen Kern wird ein länglicher Embryo, der jetzt zwei Millimeter misst.

    Wenn der Arzt in der 5. SSW einen Ultraschall macht, dann kann die Mutter zum ersten Mal den Herzschlag ihres Kindes hören. Die ersten Herzschläge des neuen Lebens sind doppelt so schnell wie die der Mutter, und da der Körper noch sehr klein ist, wirkt das Herz unverhältnismäßig groß. Wenn die Eltern in der 5. SSW Bilder des Embryos sehen, dann wirkt es auf dem Ultraschall so, als würde das riesige Herz außerhalb des kleinen Körpers schlagen. Auf dem Ultraschall kann der Arzt in der 5. SSW sehen, ob es Zwillinge werden, denn wenn zwei schwarze Punkte rhythmisch pulsieren, dann ist klar, dass in der Gebärmutter mehr als ein Kind ein Zuhause auf Zeit gefunden hat.

    Die Leber und die Nieren bilden sich in der 5. SSW aus, ebenso wie das Neuralrohr, aus dem sich später das Rückenmark und das Gehirn entwickeln werden. Auch die Fruchtblase bildet sich in der 5. SSW aus und wird drei Wochen später fertig sein. Der Embryo schwimmt bereits im Fruchtwasser und diese klare und wasserartige Flüssigkeit schützt das Kind vor Lärm, Druck und Stößen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 5. SSW?

    Frauen, die in der 5. SSW ein Ziehen im Unterleib verspüren, denken zunächst, dass sie ihre Periode bekommen, so wie jeden Monat. Die meisten Frauen fühlen sich zudem schlapp und müde, auch die Brüste spannen unangenehm. Das alles hat aber nichts mit den typischen Problemen zu tun, unter denen viele Frauen kurz vor der Monatsblutung leiden, es sind vielmehr die ersten Beschwerden in der 5. SSW. Das Ziehen im Unterleib wird durch die Lockerung des Bindegewebes verursacht, denn die Mutterbänder beginnen sich zu dehnen. Bleibt zu diesem Zeitpunkt die Periode aus, dann ist das ein erstes relativ sicheres Zeichen dafür, dass ein Baby unterwegs ist.

    Die 5. SSW ist für das Baby eine sehr empfindliche Phase, denn wenn es jetzt negativen Einflüssen ausgesetzt wird, dann kann das weitreichende Folgen für seine Entwicklung haben. Frauen, die sich ein Baby wünschen und davon ausgehen müssen, dass sie schwanger sind, sollten bei den ersten Anzeichen auf Alkohol und Nikotin verzichten. Auch Medikamente dürfen nur noch nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Besonders Nikotin und jede Art von Alkohol kann beim Baby zu schweren Schäden an den Organen führen. Ausfluss ist in dieser frühen Phase der Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches, aber wenn in der 5. SSW gelber Ausfluss zu sehen ist, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn dann kann es sein, dass die Mutter eine Infektion hat.

    Worauf muss die Mutter in der 5. SSW achten?

    Wenn bei der ersten Untersuchung das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen wird, dann ist es amtlich: Ein Baby ist auf dem Weg. Besonders jetzt, im ersten Trimester der Schwangerschaft, ist eine gesunde Lebensweise sehr wichtig. Das Baby braucht in dieser Entwicklungsphase vor allem Nährstoffe und eine ausgewogene vollwertige Ernährung, entsprechend sollte der Speiseplan der Mutter aussehen. Frauen, die in diesem Stadium der Schwangerschaft unter Verstopfung leiden, sollten statt drei großer Mahlzeiten am Tag, fünf kleine Mahlzeiten essen und viel trinken. Ideal sind Mineralwasser, Fruchtschorlen oder auch Tees mit Kamille und Fenchel.

    Wie hoch ist die Gefahr einer Fehlgeburt in der 5. SSW?

    Für die Mutter ist es auch wichtig, sich möglichst viel zu bewegen. Spezielle Yogakurse für Schwangere sind nun eine gute Idee, auch schwimmen stärkt die Muskulatur und macht zudem noch viel Spaß. Körperlich anstrengende Sportarten sind aber nicht zu empfehlen, denn besonders zwischen der vierten und der fünften Schwangerschaftswoche ist das Risiko groß, eine Fehlgeburt zu erleiden. Rund 50 % der Schwangerschaften enden ungewollt in der 5. SSW und Frauen, die noch nicht wissen, dass sie anderen Umständen sind, verlieren ihr Kind ohne es zu bemerken, sie gehen von einer starken Monatsblutung aus.

    Für den Körper ist eine Fehlgeburt in der 5. SSW so etwas wie ein Schutz, denn in der Regel ist das Kind nicht lebensfähig. Auch das Alter der Mutter spielt eine nicht unwichtige Rolle, denn Frauen, die älter als 45 Jahre sind, verlieren ihr Kind in dieser frühen Phase der Schwangerschaft zu 80 %. Frauen, die in der Vergangenheit bereits eine oder auch mehrere Fehlgeburten hatten, müssen ebenfalls mit einem frühen natürlichen Abbruch rechnen. Bei Frauen, die nur eine Fehlgeburt hatten, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 21 %, bei Frauen, die schon zweimal ein Kind verloren haben, liegt das Risiko bei 29 % und bei drei Fehlgeburten sind es 33 %.

    Die häufigste Ursache für eine Fehlgeburt in der 5. SSW ist eine Anomalie bei der Anzahl der Chromosomen, aber auch wenn die Struktur der Chromosomen nicht stimmt, dann kommt es zu einem natürlichen Abbruch der Schwangerschaft. Ab der sechsten Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko einer Fehlgeburt auf 18 %, und ab der 17 % liegt die Gefahr nur noch bei drei Prozent, dass es zu einer Fehlgeburt kommt.

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