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  • Folsäure kann das Leben von Babys retten

    Folsäure kann das Leben von Babys retten

    Viele werdende Mütter wissen nicht, wie wichtig Folsäure für ihr ungeborenes Kind ist. Dieser Mangel an Wissen führt in Deutschland noch immer zu rund 1.000 Kindern, die mit einem sogenannten Neuralrohrdefekt geboren werden und meist nur wenige Stunden zu leben haben. Diesen Kindern kann ein Teil des Kopfes oder des Gehirns fehlen und auch Babys, die mit einem offenen Rücken geboren werden, sind nicht lebensfähig. Diese schrecklichen Diagnosen sind leider keine Seltenheit, aber die Schädigungen lassen sich auf eine ganz einfache Art vermeiden, nämlich durch Folsäure.

    Das Risiko sinkt um die Hälfte

    Seit mehr als vier Jahrzehnten weiß die Medizin um die Verbindung zwischen Folsäure und der Vermeidung von Neuralrohrdefekten. Mehr als die Hälfte dieser Fehlbildungen lässt sich vermeiden, wenn die werdenden Mütter Folat, ein Präparat aus Folsäure zu sich nehmen. Auch wenn das bekannt ist, die Zahl der Kinder, die mit Fehlbildungen wie einer Lippen-Kieferspaltung oder einem Herzfehler zur Welt kommen, steigt in Europa und auch in Deutschland immer wieder leicht an. Anders sieht es in den USA aus, denn dort werden weitaus weniger Kinder mit schweren Missbildungen geboren, weil die Mütter Nahrungsmittelergänzungen zu sich nehmen, die mit Folsäure angereichert werden.

    Folsäure in der Nahrung

    Auch wenn die Zahlen für sich sprechen und die Erfolge in den USA wissenschaftlich durch Studien belegt werden können, deutsche Ernährungswissenschaftler wollen von Folsäure im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln nichts hören. Eine etwas seltsame und vor allem auch eine gefährliche Haltung, wenn man bedenkt, wie einfach die Vorsorge für das Kind sein kann. Folat gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist an der Zellteilung im menschlichen Körper beteiligt. Unterschieden werden die Folat-Präparate in diejenigen, die mit der Nahrung aufgenommen werden oder die künstlich hergestellte Folsäure. Schwangere Frauen sollten nach Ansicht von amerikanischen Medizinern 500 Mikrogramm Folat zu sich nehmen. Das kann zum Beispiel mit zwei Portionen Obst, drei Portionen Gemüse und Vollkornprodukten am Tag erreicht werden. Wenn diese Vorgaben nicht erreicht werden können, dann ist Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln empfehlenswert.

    So wichtig ist Folsäure in der Schwangerschaft

    Zwischen dem 22. und der 28. Schwangerschaftstag schließt sich beim ungeborenen Kind die sogenannte Neuralplatte und wird zum Neuralrohr. Wenn das aber nicht nach Plan funktioniert, dann wird es für das Gehirn und das Rückenmark unmöglich, sich normal zu entwickeln. Das große Problem liegt darin, dass viele Frauen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen, dass sie in anderen Umständen sind. Daher plädieren die Ärzte in den USA dafür, dass alle Frauen, die im gebärfähigen Alter und fruchtbar sind, Folsäure einnehmen sollten.
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    In Deutschland nehmen gerade einmal fünf Prozent der Frauen vor und auch nach der Befruchtung Folsäure. Deutsche Ärzte möchten, dass die Frauen wie in den USA, über die große Bedeutung der Folsäure im Zusammenhang mit der Gesundheit des ungeborenen Kindes aufgeklärt werden. In Amerika gibt es bereits seit 1996 viele Nahrungsmittel wie zum Beispiel Mehl oder auch Salz, die mit Folsäure angereichert werden und seitdem ist die Zahl der Kinder, die mit einem Defekt geboren werden, sehr stark zurückgegangen.

    In Europa gescheitert?

    Europa ist, was die Prophylaxe mit Folsäure angeht, gescheitert. Das ist die Aussage von französischen Forschern, die Daten aus 19 europäischen Staaten gesammelt haben. Sie begründen ihre Aussage mit fragwürdigen Studien, wonach zwischen 1991 und 2011 die Zahl der nicht genetisch bedingten Neuraldefekte nicht sonderlich gestiegen ist. Bei deutschen Wissenschaftlern steht Folsäure immer noch unter Verdacht, das Risiko an Darmkrebs zu erkranken zu erhöhen, obwohl diese These schon lange durch Studien aus den USA und aus Norwegen widerlegt wurden. In den USA gibt es sogar noch einen positiven Effekt, denn dort ist die Zahl der Schlaganfälle zurückgegangen, seitdem die Nahrung mit Folsäure angereichert wurde.

    Bild: © Depositphotos.com / photography33

  • Welche Kalorienbomben lauern auf dem Weihnachtsmarkt?

    Welche Kalorienbomben lauern auf dem Weihnachtsmarkt?

    Zur vorweihnachtlichen Zeit gehört für viele auch ein Bummel über den Weihnachtsmarkt. Auf dem Weihnachtsmarkt finden sich aber nicht nur schöne Geschenkideen, sondern auch jede Menge Kalorienbomben und es fällt nicht immer leicht, Nein zu sagen, wenn die gebrannten Mandeln und der Glühwein verführerisch duften. Wer beim Besuch des Weihnachtsmarkts den Versuchungen widerstehen will, ohne auf Köstlichkeiten zu verzichten, der sollte zu schlanken Alternativen greifen, denn auch diese werden auf dem Weihnachtsmarkt angeboten.

    Niemals hungrig auf den Weihnachtsmarkt gehen

    Wer abnehmen will oder schlank bleiben möchte, der sollte nicht den Fehler machen und mit leerem Magen auf den Weihnachtsmarkt gehen, denn das kann fatale Folgen haben. Wer Hunger hat, der greift schneller zur fettigen Bratwurst und nimmt eine Portion Pommes frites gerne noch dazu. Zum Dessert darf es dann eine Schokobanane sein und weil alles so gut geschmeckt hat, gönnt man sich zum Abschluss noch einen heißen Kakao mit Sahne oder einem leckeren Eierpunsch. Wer zu Hause isst, der ist satt und die kulinarischen Verlockungen verlieren ihren Reiz, und wenn überhaupt, wird nur eine Kleinigkeit gegessen.

    Tipps und Tricks für den Weihnachtsmarkt

    Um den Verführungen durch Kalorienbomben auf dem Weihnachtsmarkt widerstehen zu können, gibt es ein paar sehr effektive Tricks:

    • Das Essen auf dem Weihnachtsmarkt als vollwertige Mahlzeit und nicht als Snack betrachten
    • Sich zu zweit eine Portion teilen, das spart nicht nur Geld, sondern auch Kalorien
    • Viel Wasser zum Essen trinken
    • Möglichst lange Pausen zwischen der Bratwurst und dem Nachtisch machen
    • Die Tüte gebrannte Mandeln nicht auf dem Weihnachtsmarkt, sondern erst zu Hause in kleinen Portionen naschen

    Kalorienbomben und ihre leckeren Alternativen

    Lebkuchen, Glühwein, Bratwurst und Pommes – das alles schmeckt lecker, aber es hat Unmengen von Kalorien. Wer statt der Bratwurst einen Fleischspieß isst, wird genauso satt, hat aber deutlich weniger Kalorien zu sich genommen. Auch wenn das Brötchen mit Backfisch und Remoulade gegen ein Brötchen mit Matjes getauscht wird, dann hilft auch das dabei, Kalorien zu sparen. Alle, die auf ihre schlanke Linie achten möchten, sollten auf Süßigkeiten wie Zuckerwatte verzichten und zu kandiertem Obst greifen, denn das hat deutlich weniger Kalorien. Gebrannte Mandeln sind der Klassiker auf dem Weihnachtsmarkt schlechthin, aber sie sind wahre Kalorienbomben. Besser ist es, gebrannte Maronen zu essen, denn die Esskastanien sind fettarm und sie haben reichlich Ballaststoffe, gesunde Fettsäuren und viel Eiweiß. Flammkuchen ist eine prima Alternative zum fetttriefenden Reibekuchen, und der Crêpe mit Zucker und Zimt schmeckt ebenso gut wie die Variante mit Nutella.

    Geht es auch ohne Glühwein?

    Wenn es draußen richtig knackig kalt ist und die Schneeflocken vom Himmel fallen, dann schlägt die große Stunde des Glühweins. Eine heiße Tasse des aromatischen Weins wärmt wohlig von innen, aber leider hat der Wein, der auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen darf, auch viele Kalorien. 200 Milliliter Glühwein schlagen mit 220 Kalorien zu Buche und auch die anderen verlockenden Heißgetränke wie die Feuerzangenbowle (250 kcal/200 ml) und der süße Eierpunsch (370 kcal/200 ml), sind ebenfalls wahre Kalorienbomben. Nicht ganz so schlimm ist der Grog mit 160 Kalorien pro 200 Milliliter oder der Irish Coffee mit 110 Kalorien auf 200 Millilitern. Eine kalorienarme Alternative wären heißer Apfelwein oder ein Punsch ohne Alkohol, mit jeweils 100 Kalorien auf 200 Millilitern. Punsch und Apfelwein schmecken köstlich, der Punsch steigt noch nicht mal zu Kopf und beide wärmen ebenso gut wie der beliebte Glühwein.

    Alle, die den zahlreichen Verlockungen und Versuchungen auf dem Weihnachtsmarkt einfach nicht widerstehen konnten, die sollten nach dem Besuch auf dem weihnachtlichen Markt einen langen Spaziergang machen. Wenn Schnee liegt, dann ist eine Schneeballschlacht eine sehr gute Idee, denn dabei werden Kalorien verbrannt und die frische Luft regt bekanntlich auch die Verdauung an.

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  • Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    In der 12. SSW endet der dritte Schwangerschaftsmonat und damit liegt das erste Drittel der Schwangerschaft schon hinter der Mutter. Die Umstellung der Hormone, die vielen Frauen besonders am Anfang dieses ersten Drittels zu schaffen gemacht hat, gehört ab jetzt der Vergangenheit an und die werdenden Mütter fühlen sich sowohl körperlich als auch mental sehr wohl. Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, sehen besonders in der 12. SSW, wie der Bauch wächst. Das Kind ist in dieser Phase der Schwangerschaft recht aktiv, was jedes Ultraschallbild in der 12. SSW eindrucksvoll beweist. Was die 12. SSW so entspannt macht, ist auch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt auf ein Minimum zurückgeht.

    So entwickelt sich das Baby in der 12. SSW

    Fünf bis sechs Zentimeter ist das Baby in der 12. SSW groß und es wiegt ca. 16 Gramm. Organe wie die Leber, die Nieren und auch der Magen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und da sich gleichzeitig auch das Gehirn weiter entwickelt, ist es dem Kind möglich, seine Bewegungen immer besser zu koordinieren. Wenn der Arzt in der 12. SSW einen Ultraschall macht, dann können die Eltern schon sehen, wie aktiv ihr Baby ist, denn es ist permanent in Bewegung und macht die ersten Purzelbäume. Eltern, die in der 12. SSW Bilder sehen, können auch entdecken, wie das Baby seine Reflexe trainiert, es kann nämlich schon am Daumen lutschen und Fruchtwasser trinken. Sollte der Arzt in der 12. SSW ein Video machen, dann ist ebenfalls zu sehen, wie das Kind die Augenlider bewegt und den Mund auf und zu macht.

    In der 12. SSW stellt der Embryo seine Ernährung um. Hat er sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft fast ausschließlich vom Dottersack der Eizelle ernährt und damit praktisch von seinen eigenen Vorräten gelebt, kann er sich jetzt von der bereits voll entwickelten Plazenta ernähren, die bis zur Geburt alles bietet, was das Baby für ein gesundes Wachstum braucht. Über die Blase wird in der 12. SSW schon der erste Urin ausgeschieden und mit der Fähigkeit zu trinken bekommt das Baby jetzt auch schon mal den ersten Schluckauf. Da die Blase entleert wird, muss das Fruchtwasser ab der 12. SSW ständig ausgetauscht werden, und für die Mutter heißt das, sie muss viel trinken, damit es nicht zu „Engpässen“ bei der Menge des Fruchtwassers kommt.

    Die 12. SSW – eine Erholungspause für die Mutter

    In der 12. SSW werden die meisten Frauen merken, dass ihre normale Kleidung langsam, aber sicher anfängt zu spannen und deshalb müssen sie schon die ersten Umstandshosen kaufen. Übelkeit, Erbrechen und andere Beschwerden, die viele Frauen durch die ersten Schwangerschaftswochen begleitet haben, sind verschwunden, und die werdenden Mütter freuen sich, dass sie endlich wieder richtig Appetit haben. Da nicht nur das Kind, sondern auch die Gebärmutter stetig wächst, nimmt der Druck auf die Organe immer mehr zu und das kann zu leichtem Sodbrennen führen. In diesem Fall hilft es, die Ernährung entsprechend umzustellen und nur wenig, dafür aber öfter mal eine Kleinigkeit zu essen. Da sich das Sodbrennen vor allem in der Nacht bemerkbar macht, ist ein zweites Kissen eine gute Idee. Die höhere Lage im Bett verhindert, dass die Magensäure durch die Speiseröhre nach oben steigen kann.

    Der Bedarf an Nährstoffen steigt ab der 12. SSW kontinuierlich an und für das Baby ist es sehr wichtig, dass die Mutter viel jodreiche Nahrung zu sich nimmt. Frauen, die gerne Fisch und Meeresfrüchte essen, werden die 12. SSW besonders genießen, denn das Spurenelement Jod ist vor allem in Fisch und Meeresfrüchten zu finden und für die Mutter ist Schlemmen angesagt. Wer in der 12. SSW ein Ziehen im Unterleib verspürt, sollte sich keine Sorgen machen, denn mit dem stetigen Wachstum von Gebärmutter und Kind werden die sogenannten Mutterbänder immer mehr belastet, was ein leichtes Ziehen zur Folge hat.

    Viele Frauen bekommen in der 12. SSW Komplimente für ihr gutes Aussehen und das nicht ohne Grund. Die Haare werden voller und glänzender, und da die Haut immer besser durchblutet wird, sorgt das für einen rosigen gesunden Teint. Allerdings beginnt in der 12. SSW auch eine Veränderung der Hautpigmentierung. Sommersprossen sind jetzt deutlicher sichtbar, es können sich hellbraune Flecken auf der Haut bilden und die Brustwarzen wie auch die Warzenhöfe färben sich dunkler.

    Welche Vorsorgeuntersuchung ist in der 12. SSW wichtig?

    In der 12. SSW steht die Erste der großen Vorsorgeuntersuchungen auf dem Programm. Der Arzt schaut auf dem Ultraschall, wie es dem Kind geht und es wird ein großes Blutbild gemacht. Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, dann wird der Arzt über die normalen Vorsorgeuntersuchungen hinaus noch andere Diagnostikverfahren anwenden. Eines dieser Verfahren ist die Vermessung der Nackenfalte.

    Zwischen der 11. und der 14. SSW bildet sich im Nackenbereich des Babys eine natürliche Ansammlung von Flüssigkeit. Ärzte nennen das eine Nackentransparenz und wie diese Ansammlung von Flüssigkeit beschaffen ist, gibt dem Arzt Auskunft darüber, ob sich das Kind normal entwickelt oder nicht. Wenn in der 12. SSW bei der Nackenmessung Bilder gemacht werden, dann kann der Arzt sehen, ob das Kind vielleicht Fehlbildungen hat. Wenn die Messwerte zwischen einem und zweieinhalb Millimeter liegen, dann ist alles in Ordnung, ab drei Millimeter sprechen die Ärzte von einer deutlichen und ab sechs Millimeter von einer starken Veränderung.

    Bei deutlichen oder sogar starken Abweichungen von der Norm kann unter anderem eine Fehlbildung von Lunge, Herz oder Skelett vorliegen, aber auch das Turner-Syndrom oder das Down-Syndrom sind dann möglich. Eine größere Nackentransparenz kann aber auch der Auslöser für einen Bruch des Zwerchfells oder des Nabels sein.

    Wenn sich durch die Nackenmessung eine Abweichung der Norm zeigen sollte, dann ist das allein kein Grund, um die Schwangerschaft abzubrechen. Die Vermessung der Nackentransparenz dient lediglich als eine Art Softmarker in der pränatalen Diagnostik und sollte nie die alleinige Grundlage für eine so schwerwiegende Entscheidung wie ein Abbruch sein. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann sollten die Eltern mit dem Arzt über weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Fruchtwasserpunktion sprechen, und sich beraten lassen, welche Untersuchung ein endgültiges Ergebnis bringt.

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  • HIV ist in Europa wieder auf dem Vormarsch

    HIV ist in Europa wieder auf dem Vormarsch

    Lange Zeit sah es so aus, als hätten HIV und Aids ihren Schrecken verloren, die neusten Zahlen, die jetzt von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlicht wurden, sagen aber leider etwas anderes. HIV ist noch lange nicht unter Kontrolle, vor allem im Osten von Europa gibt es erschreckend viele neue Fälle, und das vergangene Jahr war sogar ein Rekordjahr mit über 142.000 Neuansteckungen. Im Vergleich dazu wurden 2013 nur knapp 137.000 neue HIV Fälle gemeldet.

    HIV in Osteuropa

    Die WHO hat sich in ihrem aktuellen Bericht vor allem mit der Situation in Europa befasst. Wie sieht die Zahl der HIV-Erstdiagnosen in Europa aus? Die Antwort ist ernüchternd, besonders in Hinblick auf den Osten des Kontinents. Zu wenig Vorbeugemaßnahmen und ein zu kleines Therapieangebot lassen vor allem in Russland und Kasachstan die Fälle von HIV rasant in die Höhe schnellen. Ungefähr die Hälfte der HIV-Erkrankungen wird nicht erkannt, die Menschen merken erst Jahre später, dass sie mit HIV infiziert sind und in diesen Jahren stecken sie unbewusst viele andere Menschen an. Wer mit HIV infiziert ist, der kann bis zum Ausbruch von Aids ganz normal leben, und das gibt der Epidemie viel Zeit und Raum, sich immer weiter auszubreiten. In Russland wurden über 85.000 neue HIV Fälle gemeldet und auch in Ungarn, Bulgarien, der Slowakei und Tschechien hat sich die Zahl der HIV-Infizierten seit 2005 mehr als verdoppelt.

    Die HIV-Übertragungswege ändern sich

    In den vergangenen Jahren wurde HIV in Osteuropa in der Regel durch die gemeinsame Nutzung von verunreinigten Spritzen übertragen. Jetzt geht das Virus aber mehr und mehr von Drogensüchtigen auf ihre Sexualpartner über, und die Zahl der heterosexuellen Übertragungen steigt immer weiter an. Nur die wenigsten, die eine Infektion mit HIV fürchten, gehen zu einem Arzt und lassen sich testen. Aber selbst wenn die Betroffenen einen Arzt aufsuchen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch die erforderlichen Therapien bekommen, denn auch was die medikamentöse Therapie angeht, sind die meisten osteuropäischen Länder auf dem Stand von Entwicklungsländern.

    HIV-Prävention findet nicht statt

    Ein weiteres sehr großes Problem im Zusammenhang mit HIV in Osteuropa sind homosexuelle Männer. Die rigide Politik des russischen Präsidenten Putin sorgt für eine Tabuisierung und Stigmatisierung homosexueller Männer, und es ist daher keine Überraschung, dass die Zahl der mit HIV infizierten schwulen Männer immer weiter ansteigt. In Russland ist es verboten über Homosexualität auch nur zu sprechen, und das macht eine Prävention natürlich unmöglich. Schwule Männer, die befürchten, dass sie sich mit dem HIV-Virus angesteckt haben, haben Angst einen Arzt aufzusuchen, weil sie mit offenen Anfeindungen oder sogar Denunziation rechnen müssen. Vor allem in Russland wird daher das Virus von Mann zu Mann weitergegeben. Waren es im Jahr 2003 noch 30 % der HIV-Infektionen, so stieg die Zahl 2014 auf 42 % an.

    Wie sieht die Lage in Deutschland aus?

    Auch in Deutschland steigt die Zahl der HIV-Infizierten weiter an. 2014 wurde laut WHO bei 3525 Menschen das Virus festgestellt, und das sind sieben Prozent mehr als noch im Jahr 2013. Allerdings nennt die Deutsche Aids-Hilfe die Lage stabil, denn jedes Jahr werden rund 3200 neue HIV-Fälle gemeldet. Ganz anders sieht die Lage hingegen in Estland, Frankreich, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden aus, denn in diesen Ländern ging die Zahl der Infizierten seit zehn Jahren um 25 % zurück. In diesen Staaten funktioniert nach Angabe der WHO die Prävention sehr gut und es wird viel Geld in Therapien investiert. Weltweit haben sich 2014 zwei Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, aber die Zahlen gehen zurück. Trotzdem tragen immer noch knapp 37 Millionen Menschen das todbringende Virus in sich und 1,2 Millionen sind 2014 daran gestorben.

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  • Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    In der 13. SSW beginnt der vierte Schwangerschaftsmonat und für die Mutter damit eine ruhige Phase der Schwangerschaft. Das Kind ist jetzt elf Wochen alt und es ist in der 13. SSW überwiegend mit Wachsen beschäftigt, aber auch die inneren Organe entwickeln sich nach und nach. Die meisten Mütter genießen die Schwangerschaft zu dieser Zeit, denn in der SSW 13 gehören Beschwerden wie ständige Müdigkeit, morgendliches Erbrechen, starker Harndruck und Übelkeit der Vergangenheit an. In der 13. Schwangerschaftswoche ist der Bauch als Bäuchlein erkennbar und deshalb nutzen viele Frauen diese Phase der Schwangerschaft, um noch einmal einen Strandurlaub zu genießen.

    Was macht das Baby in der 13. SSW?

    In der 13. SSW liegt die Größe des Babys zwischen sechs und sieben Zentimetern und es wiegt zwischen 18 und 23 Gramm. Was macht das Baby in der 13. SSW? Die Antwort ist einfach und lautet wachsen, wachsen und noch einmal wachsen. Aber auch das Skelett, die Muskeln und die Organe reifen und das Kind bekommt zum ersten Mal so etwas wie Proportionen. Die Ultraschallbilder in der 13. SSW zeigen ganz deutlich, dass sich der Körper und der Kopf immer mehr angleichen und Eltern, die eine Video Entwicklung in der 13. SSW sehen, können schon einen kleinen Menschen erkennen.

    Der Darm des Babys nimmt in der 13. SSW seine Arbeit auf und das Kind hat zum ersten Mal Stuhlgang. Auch die Bauchspeicheldrüse hat ihre Tätigkeit schon aufgenommen und produziert Insulin. In der 13. SSW verwandeln sich die Skelett-Knorpel langsam in Knochen, aber die eigentliche Verknöcherung des kompletten Skeletts wird erst weit nach der Geburt des Kindes im Teenageralter abgeschlossen sein. Vor allem bei den langen Röhrenknochen der unteren und der oberen Extremitäten beginnt das Wachstum in der Mitte des Knochens und setzt sich dann zu den Knochenenden fort. Erst wenn dieser so wichtige Prozess beendet ist, dann ist das Längenwachstum eines Menschen vollständig abgeschlossen.

    Der Schädelknochen ist in der 13. SSW zwar schon vorhanden, zusammenwachsen wird dieser Knochen aber erst im ersten Lebensjahr. Einer der Gründe liegt im Gehirn, das jetzt noch sehr viel Platz zum Wachsen braucht, ein anderer Grund ist, dass eine natürliche Geburt überhaupt nicht möglich wäre, wenn die Struktur des Schädels nicht flexibel ist. In der 13. SSW verknöchern aber bereits die empfindlichen Gehörknöchelchen des Kindes und das macht es möglich, dass das Baby zum ersten Mal Geräusche wahrnehmen kann. Selbst wenn die Augen jetzt noch geschlossen sind und sich erst in der 26. Schwangerschaftswoche öffnen, kann das Baby schon hell von dunkel unterscheiden. Die Helligkeit nimmt das Kind allerdings nur gedämpft und wie durch einen roten Schleier wahr.

    Wie sieht das Baby in der 13. SSW aus?

    Viele Eltern wollen möglichst früh wissen, ob es ein Sohn oder eine Tochter wird. Ist in der 13. SSW ein Junge oder ein Mädchen unterwegs? Mit ein bisschen Glück ist auf dem Ultraschall ein Mädchen in der 13. SSW zu erkennen. Wenn das Baby gerade in diesem Moment richtig liegt, dann ist entweder eine Klitoris oder aber ein Penis sichtbar. Bei einem Mädchen sind in der 13. SSW schon zwei Millionen Eizellen in den Eierstöcken zu finden, wenn das kleine Mädchen auf die Welt kommt, dann wird sich diese Zahl aber halbiert haben. Ist das Mädchen 17 Jahre alt, dann wird sie nur noch 200.000 Eizellen haben. In der 13. SSW entwickeln sich die Stimmbänder und über der Oberlippe und den Augenbrauen wachsen kleine feine Härchen.

    Noch bedeckt die sogenannte Lanugobehaarung den ganzen Körper des Kindes und in den Talgdrüsen wird die Käseschmiere produziert, die die Haut des Kindes davor schützt, im Fruchtwasser aufzuweichen. Unmittelbar nach der Geburt stößt der Körper die Behaarung wie auch die Augenbrauen und die Kopfbehaarung vollständig ab, bei einigen Kindern bleibt aber meist auf dem Rücken ein weicher Flaum zurück, der in den ersten Lebenstagen jedoch wieder verschwindet.

    Das Baby hat in der 13. SSW schon Rillen in den Fingerkuppen, es kann jetzt schon gähnen, die Stirn runzeln und auch am Finger saugen. Auf einen sanften Stupser reagiert es mit dem sogenannten Root-Reflex, den es später noch einmal benutzen wird, um nach der Brust der Mutter und damit nach der Nahrungsquelle zu suchen.

    Wie fühlt sich die werdende Mutter in der 13. SSW?

    Bei schlanken Frauen macht sich die Schwangerschaft in der 13. Woche auch äußerlich bemerkbar, denn die Gebärmutter wächst zu diesem Zeitpunkt aus dem Becken in den Bauch. Diese Entwicklung hat auch einen positiven Effekt, denn der ständige Harndrang lässt etwas nach. Nicht selten diagnostiziert der Arzt in der 13. SSW eine tief liegende Plazenta, das ist allerdings kein Grund zur Sorge, denn bei einigen Frauen bewegt sich die Plazenta erst während es vierten Monats in die perfekte Lage.

    Die Brüste beginnen in der 13. SSW die Vormilch, das Kolostrum zu produzieren, die nach der Entbindung die erste Nahrung darstellt, bevor die eigentliche Muttermilch einschießt. Am Bauch und an den Beinen können sich jetzt auch die ersten Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen zeigen und in der 13. SSW ist auch die Linea Negra, eine dünne Linie zwischen dem Nabel und dem Schambein bei vielen Frauen schon sichtbar. Dehnungsstreifen lassen sich leider nicht vermeiden, aber mit Zupfmassage und milden Massageölen bleibt die Haut elastisch und die Streifen sind nicht allzu stark.

    Die Gewichtszunahme hält sich in der 13. SSW in Grenzen, die meisten Frauen nehmen nur zwischen anderthalb und zwei Kilo in dieser Woche zu. Der Kalorienbedarf liegt in der 13. SSW bei rund 2.200 Kalorien, er wird aber zum Ende der Schwangerschaft auf 2.500 Kalorien täglich anwachsen. Viel Obst sollte jetzt auf dem Speiseplan stehen, aber auch frisches Gemüse, Fisch und knackige Salate bekommen dem Baby sehr gut. Wenn der Heißhunger kommt, dann darf die werdende Mutter auch mal nachgeben und Schokolade, Kuchen oder ein Eis mit Sahne essen.

    Für die gesunde Entwicklung des Babys ist Folsäure sehr wichtig und eine ausgewogene Ernährung versorgt das Baby auch mit der ausreichenden Menge. Sollte die Menge aber nicht ausreichen, dann wird der Arzt ein Folsäurepräparat verordnen, das die Mutter in Form von Nahrungsergänzungsmittel einnehmen kann.

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  • Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wir verbringen zwölf Jahre unseres Lebens vor dem Fernseher, spielen neun Monate mit unseren Kindern und wir verschlafen ganze 24 Jahre. Diese 24 Jahre die wir schlafen und träumen, sollten so angenehm wie möglich sein, denn gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Seele. Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Psyche versucht, die komplexen Zusammenhänge des vergangenen Tages aufzuarbeiten. Damit wir gesund und tief schlafen können, brauchen wir die richtige Matratze, frische Luft und ein angenehmes Raumklima. Dieses Raumklima kann allerdings empfindlich gestört werden, wenn zum Beispiel Elektrosmog ins Spiel kommt.

    Was ist eigentlich Elektrosmog?

    Thomas Edison hätte es sich 1879 wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass seine Erfindung die ganze Welt für immer verändern würde. Als er die Glühbirne erfand, erstrahlte alles in einem neuen, hellen Licht und ein modernes Zeitalter war angebrochen. Heute können wir uns nicht mehr vorstellen, wie die Welt ohne diese saubere Energiequelle aussehen würde, aber das Elektrizität krankmachen kann, das können sich nur die wenigsten vorstellen. Handysendemasten, Stromleitungen, Kabel und vor allem elektrische Geräte wie Fernseher und Smartphones erzeugen unsichtbare, magnetische Kraftfelder – die Sie sich bewusst auch mitten ins Schlafzimmer, oft ausgehend von der kuscheligen Matratze, aufbauen. So sorgen Sie allein für den Elektrosmog. Wie stark diese besondere Art von Smog ist, das wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass die elektromagnetische Strahlung heute bis zu 200 Millionen Mal intensiver ist als noch vor 100 Jahren.

    Elektrosmog – gefährlich oder unbedenklich?

    Unsere Welt wird zunehmend technisiert und diese Entwicklung macht auch vor den Schlafzimmertüren nicht halt. Während früher nur eine Lampe auf dem Nachttisch zu finden war, haben dort heute das Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop ihren Platz. Auch ein moderner Fernseher hat längst seinen Weg in viele deutsche Schlafzimmer gefunden und er sorgt wie alle anderen Geräte auch, für Elektrosmog. Es gibt eine Reihe von Studien zum Thema Elektrosmog, aber ob er wirklich zellschädigend ist, das konnten die Studien nicht einwandfrei nachweisen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Krebserkrankungen im näheren Umfeld von Funkmasten. Ob es aber tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Elektrosmog gibt, das wird aus wissenschaftlicher Sicht nach wie vor kontrovers diskutiert.

    Ausschalten ist besser

    Da der Zusammenhang zwischen einer erhöhten Krebsgefahr und Elektrosmog umstritten ist, raten Experten dazu, lieber auf Nummer sicher zu gehen und elektrische Geräte besonders im Schlafzimmer entweder auszuschalten oder gleich ganz zu verbannen. Die Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung kurz IGEF, hat eine Art Leitfaden veröffentlicht, wie Elektrosmog im Schlafzimmer vermieden werden kann. So sollte man zum Beispiel nicht über das öffentliche W-Lan ins Internet gehen, sondern Geräte nutzen, die an ein Kabel gebunden sind und Smartphones wie auch Tablets und Laptops nicht in der Reichweite des Bettes platzieren. Aber auch eine Leselampe, die ein Netzteil hat, eine elektrische Heizdecke oder auch ein Radiowecker und ein vermeintlich harmloses Babyfone sorgen für Elektrosmog und damit für eine hohe Strahlenbelastung, wenn sie die ganze Nacht eingeschaltet sind. Was Sie noch alles tun können, um Elektrosmog auf einem möglichst geringen Niveau zu halten, finden Sie zum Beispiel auf dem Blog von matrazzo.

    Auf eine gute Qualität achten

    Wenn es um den gesunden Schlaf geht, dann lohnt es sich, in jeder Hinsicht auf eine gute Qualität zu achten. Das fängt bei der Matratze an und hört beim Fernseher, der im Schlafzimmer stehen soll, wieder auf. Die passende Matratze zu finden, ist bei dem heutigen sehr großen Angebot nicht allzu schwer und wer sich eine neue Matratze zulegen will, der findet besonders im Internet eine große Auswahl. Wurde die richtige Matratze gefunden, dann muss das Schlafzimmer nur noch gut belüftet sein und der Fernseher sollte nicht die ganze Nacht im Stand-by-Modus verbringen. Beim Kauf von Elektrogeräten lohnt es sich besonders in Hinsicht auf den Smog, auf Gütesiegel wie das Prüfsiegel der IGEF oder „Blauer Engel“ zu achten.

    Bild: © Depositphotos.com / Becker777