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  • Die 6. SSW – das Baby ist so groß wie ein Reiskorn

    Die 6. SSW – das Baby ist so groß wie ein Reiskorn

    Die 6. SSW ist für das Baby von entscheidender Bedeutung. Zum ersten Mal wird das Kind jetzt über die Plazenta und auch über die Nabelschnur mit allen Nährstoffen und vor allem auch mit Sauerstoff versorgt. Der Dottersack, der diese Funktion bis zur 6. SSW übernommen hat, wird auch weiterhin für einige Wochen für den Stoffwechsel zuständig sein, später wird seine Aufgabe aber die Leber übernehmen. Die Schwangerschaft in der 6. Woche ist aber nicht nur für das ungeborene Kind eine spannende Phase, auch die Mutter hat in der 6. SSW erste Beschwerden.

    Wie sieht das Baby in der 6. SSW aus?

    Vier Millimeter groß, also ungefähr so groß wie ein Reiskorn ist das Baby in der 6. SSW, aber es hat schon einen Kopf und auch einen Hals, sowie die Anlagen für die Ohren, die Augen und für das Gehirn. Da das Baby immer von oben nach unten wächst, sieht der Kopf in diesem Stadium der Schwangerschaft im Vergleich zum Körper sehr groß aus. In der sechsten Schwangerschaftswoche bildet sich der Rückenstrang, der Vorläufer der Wirbelsäule. Dieser Rückenstrang reicht vom Nacken bis zu den Anlagen der Beine, die jetzt noch ein flügelähnliches Aussehen haben. Noch endet der Rückenstrang mit einer Art Schwanz, ein letztes Überbleibsel aus der Evolution, aber dieser Schwanz wird in den nächsten Wochen vollständig verschwinden.

    In der 6. SSW entwickeln sich aus dem sogenannten mittleren Keimblatt die ersten Knospen, aus denen später das Skelett entsteht. In dieser Schwangerschaftswoche zeichnen sich schon die zwölf Brustwirbel und die Rippen ab, praktisch der gesamte Brustkorb des Kindes. Dort wo später die Arme und die Beine wachsen werden, sind in der 6. SSW nur kleine Knospen zu sehen, die Füße und die Hände haben noch das Aussehen von kleinen Paddeln mit Schwimmhäuten.

    Der Hormoncocktail in der 6. SSW

    Der Körper wird in dieser Schwangerschaftswoche mit Hormonen förmlich überflutet. Diese Hormone arbeiten so zusammen, dass sie eine perfekte Versorgung für die Mutter und das Kind sicher stellen. Der HCG-Wert ist in der 6. SSW von großer Bedeutung, denn dieses spezielle Hormon verhindert, dass es zu einem weiteren Eisprung kommt und unterdrückt zudem, dass die werdende Mutter weiter ihre Periode bekommt. Ein anderes Hormon, das Östrogen, bereitet in der 6. SSW die Brüste darauf vor, dass sie später Muttermilch produzieren werden.

    Eine wichtige Rolle spielt auch das Gelbkörperhormon Progesteron, denn dieses Hormon entspannt die Muskeln des Uterus und sorgt auf diese Weise dafür, dass das Baby in den kommenden Wochen und Monaten ohne Probleme wachsen kann. Relaxin ist für die Vorbereitung auf die Geburt zuständig, denn dieses Hormon macht das Gewebe im Beckenboden und auch den Muttermund elastisch, damit das Baby bei der Geburt gut durch den Geburtskanal rutschen kann.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 6. SSW?

    Wenn eine Frau in der 6. Woche schwanger ist, dann lassen die Symptome nicht lange auf sich warten. Es ist die Überflutung mit Hormonen, die bei der werdenden Mutter für einige Beschwerden sorgen, dazu gehört neben der morgendlichen Übelkeit auch das Gefühl von großer Müdigkeit. Viele Frauen leiden zudem unter Appetitlosigkeit und vieles, was sie früher vielleicht gerne gegessen haben, sorgt jetzt für einen unangenehmen Brechreiz.

    Dem Körper der Mutter wird in der 6. SSW sehr viel zugemutet, sie sollte sich daher viel Zeit nehmen, um sich auf die Veränderungen einzustellen. Wichtig ist es, immer wieder kleine Pausen in den Alltag einzubauen und sich ruhige Momente zu gönnen, um durchatmen zu können. Rein äußerlich ist die Schwangerschaft noch nicht zu sehen, denn in der 6. SSW ist der Bauch noch flach, aber die Brüste beginnen sich langsam zu verändern.

    Da die vielen unterschiedlichen Hormone das Immunsystem schwächen, sind die werdenden Mütter anfälliger für Infektionen, die negative Auswirkungen auf das Kind haben können. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist jetzt sehr wichtig, deshalb sollte die Mutter in der 6. SSW damit beginnen, Folsäure zu sich zu nehmen. Ärzte empfehlen als Tagesration 0,8 Milligramm während der ersten Schwangerschaftswochen, erst ab dem vierten Monat hat die Folsäure keinen Einfluss mehr auf die gesunde Entwicklung des Kindes.

    Die ersten Untersuchungen in der 6. SSW

    Viele Frauen wissen in der 6. SSW nicht, dass sie schwanger sind, aber spätestens wenn die ersten typischen Beschwerden auftreten, wie die Übelkeit am Morgen, dann wird klar, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Der Frauenarzt wird in der 6. SSW einen Ultraschall machen um festzustellen, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen, es wird ein Urintest gemacht und die Ergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen. Eine Schwangerschaft liegt übrigens immer dann vor, wenn auch das Schwangerschaftshormon HCG (Human-Choriongonadotropin) nachgewiesen werden kann.

    Neben dem Ultraschall wird der Arzt auch eine Tastuntersuchung machen, denn in der 6. SSW ist der Hals der Gebärmutter bereits sehr fest und unbeweglich. Durch die Schwangerschaft werden die Schleimhäute besser durchblutet und das kann in der 6. SSW für Ausfluss sorgen. Dieser Ausfluss ist weißlich bis hellgelb und sollte nicht riechen. Handelt es sich um grünlichen Ausfluss, der unangenehm riecht, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Mutter eine Infektion hat. In diesem Fall sollte die werdende Mutter sofort zu ihrem Arzt gehen.

    Wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt in der 6. SSW?

    Einer Fehlgeburt in der 6. SSW liegt in den meisten Fällen ein genetischer Defekt zugrunde. Der Körper erkennt, dass die befruchtete Eizelle nicht lebensfähig ist, und stößt sie daher wieder ab. Untersuchungen gehen davon aus, dass das bei 50 % aller Eizellen der Fall ist, aber nicht immer wird eine Abstoßung auch als Fehlgeburt erkannt. Viele Frauen, die in der 6. SSW nicht wissen, dass sie schwanger sind, halten die Fehlgeburt nicht selten für eine starke Monatsblutung.

    Ist die Schwangerschaft schon festgestellt worden, dann ist nach einer Fehlgeburt in der 6. Schwangerschaftswoche nur selten eine anschließende Ausschabung notwendig, der Körper wird mit einem Abort in dieser Phase der Schwangerschaft alleine fertig. Nach der 6. SSW sinkt das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, um rund zwölf Prozent, am Ende der 12. SSW sind es dann nur noch ganze vier Prozent.

    Bild: © Depositphotos.com / Kostia777

  • Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Am 3. Dezember 2015 treffen sich in Mainz Mediziner und Schlafforscher, um darüber zu diskutieren, wo die Ursachen für schlechten Schlaf liegen und warum in Deutschland immer mehr Menschen unter Schlafmangel leiden. Die Experten diskutieren aber auch darüber, wie sich mangelnder und schlechter Schlaf auf das private und berufliche Leben auswirken kann und sie wollen herausfinden, in welcher Form das digitale Zeitalter auf den Schlaf Einfluss nimmt. Viele Fragen stehen auf der Tagesordnung, aber einige dieser Fragen lassen sich schon jetzt beantworten.

    Wie viele Menschen leiden unter Schlafmangel?

    Offiziell leiden in Deutschland rund sechs Prozent der Bevölkerung entweder unter Schlafmangel oder unter massiven Schlafstörungen. Diese sechs Prozent können nicht richtig durchschlafen, sie haben Probleme beim Einschlafen oder sie schlafen einfach zu wenig. Alle diese Menschen müssten sich eigentlich behandeln lassen, aber nicht jeder geht mit seinen Schlafschwierigkeiten auch zu einem Arzt, viele versuchen den gestörten Schlafrhythmus selbst in den Griff zu bekommen, was die Probleme nicht selten noch vergrößert. Diejenigen, die unter Schlafmangel leiden, gehen noch seltener zu einem Arzt, die Mehrzahl nimmt sich vor, den Schlafmangel zu beheben, was allerdings nur sehr selten gelingt.

    Wo liegen die Gründe für Schlafstörungen und Schlafmangel?

    Die größte Gefahr für ein gestörtes Verhältnis zum Schlaf sehen die Experten in der heutigen Gesellschaft. Viele leben ohne Pause rund um die Uhr, sie sind zu jeder Zeit erreichbar und stehen im stetigen Kontakt zu ihrem Arbeitsplatz oder zu anderen Menschen. Aber auch Schichtarbeit führt zu Schlafmangel und Schlafstörungen, ebenso wie organische Erkrankungen und psychische Beschwerden. Die permanente Anspannung, die viele Menschen durch den Alltag begleitet, ist aber der größte Feind des gesunden und erholsamen Schlafes. Immer mehr Menschen liegen nachts mit Sorgen im Bett, die sie nicht einschlafen lassen, oder sie gehen viel zu spät ins Bett und leiden dann letztendlich unter Schlafmangel.

    Welche Folgen kann Schlafmangel haben?

    Schlafmangel kann ernste Folgen haben und das nicht nur für den Körper, auch die Psyche leidet darunter. So wird das Herz-Kreislaufsystem bei ständigem Schlafmangel stark belastet, denn Studien zeigen, dass Menschen, die zu wenig schlafen oder im Schichtdienst arbeiten, deutlich anfälliger sind, wenn es um Schlaganfälle und Herzinfarkte geht. Schlafmangel führt aber auch zu einem gefährlichen Optimismus, der schnell realitätsfremd wird und auch die Risikobereitschaft steigt in diesem Zusammenhang deutlich an, wie Studien beweisen. Das erklärt nach Meinung von Schlafforschern auch die oft nicht nachvollziehbaren Reaktionen und Taten einiger ranghoher Politiker und Manager, die permanent unter einem eklatanten Mangel an Schlaf leiden.

    Schläft man in der Partnerschaft besser?

    Menschen, die ohne einen Partner leben, leben in der Regel ungesünder und sie leiden auch öfter an Schlafmangel. Aber ist eine feste Partnerschaft ein Garant für einen erholsamen Schlaf? Nur bedingt, sagen die Forscher, denn während Männer im gemeinsamen Schlafzimmer tiefer und auch länger schlafen, leiden viele Frauen im Ehebett unter Schlafstörungen und damit auch unter Schlafmangel. Das gemeinsame Bett ist ein Ort der Sicherheit und es gibt ein Gefühl von Geborgenheit, dass Frauen trotzdem schlechter schlafen, kann evolutionsbiologisch bedingt sein. Frauen sind durch ihre Gene so programmiert, dass sie sich auch in der Nacht für das Wohl ihrer Familie zuständig fühlen. Frauen schlafen auch zu Hause praktisch immer an ihrem Arbeitsplatz. Bei Jugendlichen spielt das Smartphone eine wichtige Rolle in Bezug auf Schlafstörungen und Schlafmangel. Die überwiegende Mehrheit der 15- bis 25-jährigen beschäftigt sich vor dem Einschlafen noch intensiv mit ihrem Handy, sie können auf diese Weise nur sehr schwer abschalten und es fällt ihnen dann entsprechend schwer, in den Schlaf zu finden. Am nächsten Morgen macht sich der Schlafmangel bemerkbar, denn die Jugendlichen sind unkonzentriert, sie fühlen sich erschöpft und sind komplett übermüdet.

    Bild: © Depositphotos.com / MichalLudwiczak

  • Der Kaiserschnitt – Notlösung oder Trend?

    Der Kaiserschnitt – Notlösung oder Trend?

    Wenn es nach der Weltgesundheitsorganisation WHO geht, dann sollten nicht mehr als zehn von 100 Kindern mit einem Kaiserschnitt geboren werden. Das ist freilich Wunschdenken, denn die Realität sieht etwas anders aus. Eine neue Studie zeigt, dass alleine in Deutschland jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt, obwohl dieser operative Eingriff aus medizinischer Sicht überhaupt nicht notwendig ist. Ein Kaiserschnitt ist praktisch der Plan B und sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn eine natürliche Geburt nicht möglich ist, oder wenn entweder das Leben der Mutter oder das Leben des Kindes in Gefahr sind.

    Wann ist ein Kaiserschnitt erforderlich?

    Ein Kaiserschnitt ist eine Notentbindung, die immer dann erforderlich ist, wenn es zu schwerwiegenden Komplikationen kommt. Zu diesen Problemen, die eine natürliche Geburt sehr kompliziert oder auch unmöglich machen, gehören:

    • Das Kind liegt in einer Quer- oder Steißlage
    • Es handelt sich um eine Mehrlingsgeburt mit mehr als zwei Kindern
    • Die Mutter leidet unter einer Herpesinfektion im Genitalbereich
    • Die Herztöne des Kindes werden auffällig oder unregelmäßig
    • Die Plazenta löst sich vorzeitig ab
    • Das Kind rutscht nicht in den Geburtskanal
    • Die Plazenta ist zu tief in der Gebärmutter (Plazenta praevia)
    • Der Muttermund wird nicht weit genug gedehnt
    • Die Nabelschnur liegt vor dem Baby im Geburtskanal (Nabelschnurvorfall)

    Viele unnötige Kaiserschnitte

    Die WHO plädiert für die natürliche Geburt und warnt gleichzeitig davor, dass zu viele Kaiserschnitte gemacht werden. Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation werden rein statistisch gesehen, weder mehr Kinder noch mehr Mütter durch einen Kaiserschnitt gerettet, aber eine aktuelle Studie stellt die Meinung der WHO infrage. Die Wissenschaftler der Harvard- und Stanford-Universität haben für ihre Studie die Geburtsdaten aus 194 Staaten analysiert und ausgewertet und kamen zu dem Ergebnis, dass 19 von 100 Kindern mithilfe eines Kaiserschnitts zur Welt kamen. Diese Rate von 19 % halten die Forscher für ideal und auch die Untersuchungen in den 76 reichsten Staaten der Welt sind aus wissenschaftlicher Sicht keine besonders große Abweichung von der Norm.

    Kritik an der Kaiserschnitt-Studie

    Für einige Wissenschaftler ist die neue Studie der renommierten US-Universität nicht relevant, denn ein Kaiserschnitt kann nicht pauschalisiert werden. Es sind immer Einzelfälle, in denen die Ärzte individuell entscheiden müssen, ob ein Kaiserschnitt notwendig ist oder nicht. Zudem, so die Kritiker, besteht ein riesiger Unterschied, ob ein Kind in einer modernen, technisch bestens ausgestatteten Klinik in Europa oder in den USA zur Welt kommt, oder in einem der armen Entwicklungs- oder Schwellenländer. In einem Land, das eine weniger gut entwickelte medizinische Infrastruktur hat, kann ein Kaiserschnitt sogar gefährlich werden, wenn zum Beispiel die Ärzte nicht ausreichend ausgebildet sind oder wenn keine Sterilität des Operationssaals gewährleistet werden kann.

    Immer noch umstritten – der geplante Kaiserschnitt

    Vor allem in den reichen Industrienationen nimmt die Zahl der geplanten Kaiserschnitte immer mehr zu. Die Gründe für einen terminierten Kaiserschnitt sind unterschiedlich, viele Frauen haben Angst vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt, andere Frauen wollen ihre Figur behalten oder fürchten sich davor, später Probleme mit dem Beckenboden zu bekommen. Die Ängste dieser Frauen müssen ernst genommen werden, meint Wolfgang Henrich, der Direktor der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité in Berlin. Henrich argumentiert, dass man keine Frau zu einer natürlichen Geburt zwingen kann, alles, was den Ärzten bleibt, ist die Frauen darüber aufzuklären, dass ein Kaiserschnitt nicht nur Vorteile hat.

    Aus Sicht der deutschen Gynäkologen ist ein Kaiserschnitt für Mutter und Kind nicht mehr und nicht weniger gefährlich als eine vaginale Geburt. In Deutschland gilt nach wie vor, wenn ein Kind natürlich geboren werden kann, dann wird dieser Form der Geburt immer der Vorzug vor einem Kaiserschnitt gegeben. Der Kaiserschnitt ist und bleibt eine Notlösung, wenn Mutter oder Kind in Gefahr sind.

    Bild: © Depositphotos.com / mary_smn

  • Parfüms – giftige Geschenke unterm Tannenbaum

    Parfüms – giftige Geschenke unterm Tannenbaum

    Rund ein Viertel der Deutschen wird auch in diesem Jahr wieder Parfüm verschenken, denn neben Büchern und Haushaltswaren sind Parfüms der Renner vor allem für diejenigen, die noch in letzter Minute Geschenke kaufen. Parfüms sehen edel aus, sie sind aufwendig verpackt und sie duften verführerisch. Leider haben Parfüms aber nicht nur gute Eigenschaften, einige Parfüms sind alles andere als ein tolles Geschenk, sie sind giftig.

    Parfüms auf dem Prüfstand

    Jedes Jahr stehen Parfüms ganz weit oben auf den Wunschlisten und den Einkaufszetteln, auch in diesem Jahr wird es wieder so sein. Das war für Öko-Test der Grund, sich einmal näher mit den beliebtesten und bekanntesten Parfüms zu befassen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist ernüchternd, denn nur drei von 25 getesteten Parfüms bekamen ein „sehr gut“, mehr als die Hälfte wurde entweder mit einem „mangelhaft“ oder sogar mit einem „ungenügend“ bewertet. Auffallend ist, dass das Parfüm, das am wenigsten kostet, die beste Note bekam, während der Duft, der richtig viel Geld kostet, besonders schlecht abgeschnitten hat. In fast allen Parfüms fand Öko-Test Inhaltsstoffe, die nicht nur schwere Allergien auslösen, sondern auch die Leber schädigen können.

    Parfüms im Test – prominent, teuer, giftig

    Mit knapp 70,- Euro war das Parfüm „Velvet Orchid“ des Designers Tom Ford der teuerste Duft, den Öko-Test untersucht hat und dieses Parfüm schnitt in der Bewertung auch am schlechtesten ab. Aber auch „Lady Million“ von Paco Rabanne, das knapp 50,- Euro kostet, ist nicht viel besser. Auf der Negativliste der Parfüms, die besonders bedenkliche Inhaltsstoffe haben, finden sich auch „That´s me“, eine Kreation der Sängerin Helene Fischer (knapp 24,- Euro), „Absolute Woman“ von Bruno Banani (knapp 18,- Euro) und „007 For Women“ für knapp 16,- Euro. Günstig, aber dennoch schlecht bewertet wurde auch der Duft „Sun“ von Jil Sander für knapp zehn Euro. In allen diesen Parfüms fanden die Tester Lyral, ein hochpotentes Allergen, das bei empfindlichen Menschen heftige Allergieschübe auslösen kann.

    Was macht Parfüms so ungesund?

    Es sind vor allem Inhaltsstoffe, die für die gesundheitlichen Risiken sorgen. Diese Stoffe kommen zwar in der Natur vor, aber um die Parfüms erschwinglich zu machen, werden sie künstlich hergestellt. Künstliches Moschusaroma gehört ebenso dazu wie auch Cashmeran. Beide Stoffe können sich im menschlichen Fettgewebe anreichern und damit die Leber schädigen. Sechs der von Öko-Test untersuchten Parfüms enthielten zudem Lilial, einen Stoff, der nachweisbar die Fruchtbarkeit negativ beeinträchtigen kann. Vor allem der Duft von Tom Ford, der besonders teuer ist, enthält alle diese Stoffe und ist damit nicht zu empfehlen. Es ist nicht nur die Leber, die unter den giftigen Inhaltsstoffen in Parfüms leidet, auch wer noch keine Allergien hat, aber empfindlich auf einen der Stoffe reagiert, der muss damit rechnen, dass der Duft eventuell eine allergische Reaktion auslösen kann.

    Günstig, aber gut

    Nur drei Parfüms konnten bei der strengen Prüfung durch Öko-Test punkten. Mit einem „sehr gut“ schnitten „Melvida“ von L’Or Bio für 20,- Euro, „MYTAO® drei“ von Mein Bioparfüm für 27,- Euro und „Natural Fresh“ von Speick für knapp vier Euro ab. Der Test zeigt, dass ein gutes Parfüm kein Vermögen kosten muss, auch günstige Düfte riechen gut und sie sind vor allem giftfrei und können selbst vom Menschen, die unter einer Allergie leiden, ohne Bedenken benutzt werden. Wer zu Weihnachten ein Parfüm verschenken möchte, der sollte sich auf der Verpackung über die Inhaltsstoffe informieren oder einen Fachverkäufer fragen, ob er diese Parfüms vorbehaltlos empfehlen würde.

    Jedes Jahr kommen rund 200 neue Parfüms auf dem Markt und die Hersteller lassen sich immer aufwendigere Werbespots einfallen, um die Kunden von ihrem neuen Duft zu überzeugen. Nicht nur Öko-Test ist der Meinung, dass weniger vielleicht mehr wäre, wenn dafür dann die Inhaltsstoffe stimmen.

    Bild: © Depositphotos.com / ebromm

  • Die 9. SSW – das Baby macht einen Entwicklungsschub

    Die 9. SSW – das Baby macht einen Entwicklungsschub

    In der 9. SSW Woche sind Mutter und Kind im dritten Monat und das Baby hat seine Zeit als Embryo hinter sich gelassen, jetzt beginnt die sogenannte Fetalphase. Diese Phase zeichnet sich durch ein intensives Wachstum, die Weiterentwicklung der Organe, der Reflexe und weiterer wichtiger Körperfunktionen aus. In der 9. SSW beginnt für das Baby eine sehr sensible Phase, denn das Gehirn und auch die Nervenstränge werden in dieser Woche weiter ausgebaut. Die meisten werdenden Mütter können in der 9. SSW zum ersten Mal wieder vorsichtig durchatmen, denn einige Beschwerden, die die ersten Wochen der Schwangerschaft bestimmt haben, klingen jetzt langsam, aber sich ab.

    Das Baby in der 9. SSW

    In der 9. SSW – wie groß ist der Embryo eigentlich? Das Baby misst in dieser Woche etwas über zwei Zentimeter und es wiegt ungefähr zwei Gramm. Allmählich werden die ersten Konturen sichtbar und der Arzt kann mit dem Ultraschallgerät auch die Herztöne hören. Messen lassen sich diese Herztöne aber noch nicht, das ist erst in den kommenden Wochen möglich. Die Handgelenke sind in der 9. SSW zwischen den Armen und Händen erstmals sichtbar und was in den vergangenen Wochen noch Schwimmhäute waren, entwickelt sich jetzt zu Zehen und Fingern. Der Schwanz, ein Überbleibsel aus der Evolution, hat sich mittlerweile komplett zurückgebildet und die inneren Organe wie auch die Nervenzellen beginnen ihre Arbeit.

    Die Krankenkassen zahlt in der Schwangerschaft drei Untersuchungen mit Ultraschall und wenn eine dieser Untersuchungen in der 9. SSW gemacht wird, dann sind die Bewegungen des Kindes zum ersten Mal wahrnehmbar. Im Vordergrund dieser Schwangerschaftsphase steht aber eindeutig die Weiterentwicklung des Gehirns und des Nervensystems. Die einzelnen Bereiche des Gehirns sind nun bereit und auch in der Lage, ihre Funktionen zu erfüllen. Für das Baby heißt das, es lernt jetzt seine Bewegungen zu koordinieren, es hat bereits viele Reflexe und auch die sensuellen Fähigkeiten werden immer besser. Abgeschlossen wird die Entwicklung des Gehirns aber erst, wenn aus dem Kind ein Jugendlicher geworden ist.

    Die Organe in der 9. SSW

    Bis jetzt war das Gehirn des Kindes nicht geschützt, in der 9. SSW bilden sich nun die Schädelknochen. Das Skelett ist in dieser Phase noch sehr weich, elastisch und besteht zum überwiegenden Teil aus einer knorpeligen Masse. Der Kopf des Kindes muss später in den Geburtskanal passen und sein Gehirn muss bis dahin noch sehr stark wachsen. Bis in der 9. SSW die Schädeldecke das Gehirn schützt, sind die Gehirnhälften durch die sogenannten Fontanellen verbunden, die sich erst zum Ende des zweiten Lebensjahres vollständig schließen werden.

    Die Nervenzellen sind in der 9. SSW bereits vorhanden, jetzt wachsen dort schon kleine Fortsätze, die Axiome, die umgehend Kontakt zu den anderen Zellen in den Nerven und Muskeln aufnehmen. Die Zellen für die Muskulatur des Herzens entwickeln sich ebenfalls weiter und die Leber beginnt in dieser Schwangerschaftswoche damit, erstmals Blut zu produzieren. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Blutinseln im Dottersack diese wichtige Aufgabe erfüllt. Noch ohne Beschäftigung sind in der 9. SSW das Rückenmark, die Thymusdrüse und die Milz, die später die Blutversorgung gemeinsam übernehmen werden.

    Zu diesem Zeitpunkt sind vor allem die Nerven, die Organe und das Gehirn sehr empfindlich gegen Schädigungen von außen. Im Klartext heißt das, wenn die Mutter in der 9. SSW Alkohol trinkt, dann wirkt der Alkohol wie Nervengift und das kann für das Baby bedeuten: Es wird in seinen motorischen Fähigkeiten eingeschränkt sein und auch massive Störungen in der weiteren Entwicklung sind möglich.

    Wie geht es der Mutter in der 9. SSW?

    Noch ist der Bauch in der 9. SSW nicht zu sehen, aber die Mutter spürt die hormonellen Veränderungen jetzt sehr deutlich. Die Hormone sorgen dafür, dass die werdende Mutter schnell müde wird, sie fühlt sich erschöpft und bei vielen Frauen ist der Geruchssinn sehr empfindlich, was nicht selten zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Viele Schwangere machen die Entdeckung, dass sie Speisen und Getränke, die sie sonst sehr mögen, auf einmal nicht mehr riechen können, ohne dass ihnen übel wird. Auf der anderen Seite steigt bei den meisten Frauen die Lust auf extravagante Lebensmittelkombinationen, zum Beispiel schmecken Heringe mit Schlagsahne plötzlich wunderbar.

    Die eine Hälfte der Frauen blüht in der 9. SSW richtig auf. Die Haare sind voll und weich, der Teint nimmt einen rosigen Schimmer an und die Haut ist glatt. Die andere Hälfte beklagt sich über Haarausfall und Hautunreinheiten wie Pickel und Akne. Diese negativen hormonellen Einflüsse verschwinden jedoch in den kommenden Wochen wieder. Wichtig ist jetzt eine gesunde vollwertige Ernährung mit vielen Spurenelementen und Vitaminen. Für eine gesunde Entwicklung des kindlichen Gehirns sind Folsäure sowie die Vitamine B9 und B11 erforderlich. Aber auch das Vitamin C, Jod und Kalzium muss die Mutter jetzt in ausreichender Dosis zu sich nehmen, denn sie fördern die gesunde Entwicklung der kindlichen Organe.

    Welche Beschwerden gibt es in der 9. SSW?

    Der Bauch ist in der 9. Schwangerschaftswoche noch flach, trotzdem fühlen sich viele Frauen wie aufgebläht. Schuld daran sind Probleme mit dem Verdauungssystem, wie Verstopfungen und auch Blähungen. Probleme mit dem Kreislauf sind in der 9. SSW ebenfalls keine Seltenheit und auch Schmerzen im Rücken können die werdende Mutter plagen. Deutlich sichtbar wird die Schwangerschaft aber vor allem am Busen, denn die Brüste werden in der 9. SSW fester, schwerer und auch deutlich empfindlicher. Ein gut sitzender und stabiler BH kann für Abhilfe sorgen.

    Was zeigt die Vorsorgeuntersuchung in der 9. SSW?

    Paare, in deren Familien schon Zwillinge geboren wurden, sollten beim ersten Ultraschall sehr genau hinsehen. In der 9. SSW sind Zwillinge auf dem Bildschirm schon sichtbar und je eher die künftigen Eltern wissen, was auf sie zukommt, umso länger wird die Zeit, um sich auf zwei Kinder einzustellen und auch entsprechend einzukaufen zu gehen.

    Rund 15 % aller Geburten enden mit einer Fehlgeburt, besonders in den frühen Stadien der Schwangerschaft ist die Gefahr einer Fehlgeburt groß. In der 9. SSW liegt das Risiko einer Fehlgeburt bei rund 18 %, und wenn es zu einer Fehlgeburt in der 9. SSW kommt, dann geht der Fötus nicht selten ab, ohne dass die Mutter es bemerkt.

    Bild: © Depositphotos.com / melis82

  • Gesundes Wohnen – worauf sollten Mieter achten?

    Gesundes Wohnen – worauf sollten Mieter achten?

    Wenn sich die Familie vergrößert, dann wird die Wohnung zu klein und es muss nach etwas Neuem gesucht werden. Wer auf die Suche nach einer neuen Wohnung geht, der sollte bei einem Besichtigungstermin aber nicht nur den Grundriss genau studieren und sich nach der Höhe der Miete erkundigen, sondern den Vermieter noch einige andere, sehr wichtige Dinge fragen. Gesundes Wohnen heißt das Stichwort, denn auch wenn die Wohnung vielleicht genau den Wünschen und Vorstellungen entspricht, heißt das leider noch lange nicht, dass man dort auch gesund wohnen kann.

    Asbest – eine große Gefahr im Altbau

    Altbauwohnungen haben einen ganz besonderen Charme, vor allem wenn sie hohe stuckverzierte Decken und angenehm knarrende Parkettböden haben. Gesundes Wohnen im Altbau ist aber nicht immer selbstverständlich, denn in vielen Altbauwohnungen lauern unsichtbare Gefahren, die auf Dauer der Gesundheit und dem Wohlbefinden schaden können. So ist zum Beispiel Asbest in vielen alten Häusern immer noch ein Thema. In den 1970er Jahren wurde gerne und viel Asbest verbaut, vor allem als Dämmmaterial und für den Feuerschutz. Besonders gefährlich wird Asbest, wenn es nur schwach gebunden ist und damit die Möglichkeit hat, in die Raumluft zu entweichen. Asbest ist lungengängig, das heißt, es kann sich in den Lungen festsetzen und dann für Lungenkrebs sorgen. Wer ein gesundes Wohnen anstrebt, der sollte sich auf jeden Fall beim Vermieter kundig machen, ob Asbest verbaut worden ist oder ob das Haus, das schon Jahrzehnte alt ist, bereits entsprechend renoviert wurde. Mehr Informationen zum Thema Asbest gibt es bei immowelt.de.

    Blei – eine andere Gefahr für gesundes Wohnen

    Neben dem krebserregenden Asbest stellt Blei in alten Rohrleitungen eine weitere Gefahr für gesundes Wohnen dar. Blei ist ein Schwermetall und damit auch ein Nervengift, das starke gesundheitliche Gefahren birgt. So wird Blei zum Beispiel für eine verminderte Intelligenz bei Kindern und für mangelnde Konzentrationsfähigkeit verantwortlich gemacht. Vor allem im Norden und im Osten von Deutschland sind Bleirohre keine Seltenheit, und wer sich eine Altbauwohnung ansieht, der sollte besonders in diesen Regionen einen Blick auf die Wasserrohre werfen. Ob Blei verbaut wurde, lässt sich relativ leicht an den geschweißten Schnittstellen und an den markanten Kratzern auf den Rohren feststellen. Wenn die Wohnung trotzdem infrage kommt, dann können Mieter vom Eigentümer des Hauses einen Nachweis über die Unbedenklichkeit der Wasserqualität verlangen. Außerdem geben schon sehr einfache Wassertests Auskunft darüber, ob Blei im Spiel ist oder nicht.

    Gesundes Wohnen – Vorsicht vor aktuellen Schadstoffen

    Eine Wohnung in einem Neubau ist leider kein Garant für gesundes Wohnen, denn es gibt auch viele Schadstoffe, die in Neubauwohnungen verbaut wurden. Eine der größten Gefahren geht von VOCs, von flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen aus. Diese Giftstoffe befinden sich vor allem in Farben und Lösungsmitteln, aber auch in einigen Klebern sowie in elektrischen Geräten. Handelt es sich um schwere flüchtige Kohlenwasserstoffe, dann werden diese für Flammschutzmittel oder auch für Weichmacher eingesetzt. Die Rückstände finden sich im Hausstaub, und wer diesen Schadstoffen über einige Jahre hinweg ausgesetzt ist, der muss mit gesundheitlichen Schäden rechnen. Gesundes Wohnen wird auch nicht mehr möglich sein, wenn Biozide im Haus oder in der Wohnung zu finden sind. Biozide befinden sich unter anderem im Silikon, das zum Verfugen der Fliesen im Bad und in der Küche verwendet wird. Auch in einigen Teppichböden können sich Biozide finden, sie werden dort als Schutz vor Motten benutzt.

    Falsches Lüften, aber auch sogenannte Kältebrücken können für den größten Feind im Haus, den Schimmel verantwortlich sein. Vor allem in Neubauten ist Schimmel keine Seltenheit, denn oft haben die Wände nicht ausreichend Zeit zum Trocknen gehabt. Da Schimmel nur dort wachsen kann, wo es feucht ist, muss die Feuchtigkeit verschwinden, damit wieder ein gesundes Wohnen möglich ist.

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