Schlagwort: Impfung

  • Wie gefährlich ist die Kinderkrankheit Röteln?

    Wie gefährlich ist die Kinderkrankheit Röteln?

    Röteln oder Rubella, wie die Viruserkrankung korrekt heißt, ist eine der bekanntesten und auch der gefährlichsten Kinderkrankheiten. Allerdings sind Röteln für Kinder keine so große Gefahr, riskant wird die Kinderkrankheit Röteln für schwangere Frauen und für Erwachsene. Schwangere, die sich mit Rubella infizieren, bringen unter Umständen ein behindertes Kind zur Welt, Erwachsene können durch die Infektion schwer krank werden. Die gute Nachricht aber ist, dass es gegen die Kinderkrankheit Röteln eine effektive Impfung gibt, die den Ausbruch der Krankheit verhindern kann.

    Ein starker Rückgang

    Die Kinderkrankheit Röteln ist weltweit zu finden und tritt dort, wo die Menschen nicht geimpft sind, überwiegend bei kleinen Kindern auf. In Deutschland sind die Röteln seit Ende März 2013 meldepflichtig, das heißt, Ärzte müssen die Infektion dem jeweiligen Gesundheitsamt melden, nachdem die Diagnose feststeht. Die Zahl Erkrankungen mit Röteln ist in den letzten Jahren in Deutschland stark zurückgegangen, vor allem deshalb, weil es seit 1980 in den alten Bundesländern und seit 1990 auch in den neuen Bundesländern eine kombinierte Impfung gegen Röteln, Masern und Mumps gibt. Obwohl die Infektionskrankheit in Deutschland deutlich zurückgegangen ist, stellt die Kinderkrankheit Röteln für nicht geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter nach wie vor eine große Gefahr dar. Geschätzt sind in Deutschland zwischen sieben und zwölf Prozent der Frauen nicht gegen Röteln immun, das heißt, sie sind weder geimpft, noch sind sie jemals an Röteln erkrankt.

    Welche Symptome hat die Kinderkrankheit Röteln?

    Anders als die Masern oder die Windpocken, gibt es bei der Kinderkrankheit Röteln vergleichsweise milde Symptome. Ein erstes Anzeichen sind die vergrößerten Lymphknoten, aber auch entzündete Schleimhäute und Fieber können Symptome für Röteln sein. Bricht die Krankheit aus, dann kommt es zu den sichtbaren Symptomen, einem typischen Ausschlag auf der Haut, der zuerst hinter den Ohren zu sehen ist und sich dann im Gesicht und am Hals ausbreitet. Zeitgleich mit dem Ausschlag schwellen die Lymphdrüsen weiter an und schmerzen, besonders im Nacken und hinter den Ohren. Kopfschmerzen sind ebenfalls möglich, sowie eine leicht vergrößerte Milz und Schmerzen in den Gelenken, auch eine Bindehautentzündung kann zu den Symptomen einer Infektion mit Röteln sein.

    Wie gefährlich sind die Röteln für Erwachsene?

    Während sich Kinder mit Röteln und der Regel noch relativ fit fühlen, kann die Infektionskrankheit erwachsenen Menschen stark zusetzen. Mit zunehmendem Alter steigen auch die Risiken, die die Kinderkrankheit Röteln mit sich bringt. Eine schmerzhafte Ohrenentzündung gehört nicht selten zum Krankheitsbild, ebenso eine Bronchitis oder eine Gelenkentzündung. Weitaus gefährlicher sind eine Gehirnhautentzündung, eine Entzündung des Herzbeutels oder eine Herzmuskelentzündung, die bei Erwachsenen im Rahmen der Röteln auftreten können.

    Wie werden Röteln therapiert?

    Normalerweise nimmt die Kinderkrankheit Röteln einen unscheinbaren Verlauf. Gegen das Fieber können fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zum Einsatz kommen, zeigt sich eine Gelenkentzündung, dann helfen die entsprechenden entzündungshemmenden Mittel. Die Betroffenen sollten das Bett hüten und möglichst von anderen den Familienmitgliedern isoliert werden, die nicht geimpft sind. Ansteckend sind die Röteln, so lange noch der Ausschlag zu sehen ist. Wer einmal gegen die Röteln geimpft wurde, der wird sie sehr wahrscheinlich nie wieder bekommen, aber es gibt auch Ausnahmen. Wenn die Impfung schon sehr viele Jahre zurückliegt, dann kann es passieren, dass die Röteln noch einmal auftreten, aber eine solche sogenannte Reinfektion ist ausgesprochen selten. Kommt es trotzdem zu einer erneuten Infektion, dann merken die Betroffenen oftmals gar nichts von der Krankheit, oder die Beschwerden sind nur sehr schwach ausprägt. Nach einer Reinfektion ist der Körper dann aber endgültig gegen eine weitere Infektion immun.

    Damit es erst gar nicht zu einer Ansteckung mit Röteln kommt, sollten Kinder zwischen dem elften und dem 14 Lebensmonat geimpft werden. Eine zweite Impfung erfolgt dann am Ende des zweiten Lebensjahrs.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Die Infektionskrankheit Tetanus und ihre Gefahren

    Die Infektionskrankheit Tetanus und ihre Gefahren

    Etwa eine Million Menschen weltweit infiziert sich jedes Jahr mit Tetanus, einer Krankheit, die viele unter ihrem deutschen Namen Wundstarrkrampf kennen. Die Infektionskrankheit Tetanus tritt in Deutschland allerdings relativ selten auf, denn viele Deutsche sind geimpft und auch die hygienischen Verhältnisse sind hierzulande so gut, dass der Erreger kaum eine Chance hat. Clostridium tetani – so heißt der Erreger, der die Infektionskrankheit Tetanus auslöst und wenn dieser Erreger in die Muskeln des Körpers eindringt, dann verkrampft sich die Muskelmasse dermaßen, dass es zu Lähmungserscheinungen kommt.

    Welche Ursachen hat die Infektionskrankheit Tetanus?

    Der Name Wundstarrkrampf verrät es bereits, die Ursachen für Tetanus sind in den offenen Wunden zu finden, durch der Erreger in den Körper eindringen kann. Das Bakterium hat die Form eines Stäbchens und kann sich nur dann vermehren, wenn die Umgebung arm an Sauerstoff ist, was bei offenen Wunden besonders dann zutrifft, wenn sie stark ausgefranste Ränder haben. Einmal in die Wunde eingedrungen, bilden die Bakterien Sporen und damit eine dauerhafte Form des Erregers, und wenn die Bedingungen besonders ungünstig sind, dann können sie sehr lange überleben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Erreger zum einen widerstandsfähig gegen Hitze, Austrocknung und Desinfektionsmittel ist und zum anderen in der Umwelt praktisch überall vorkommt. Die meisten Tetanus-Erreger finden sich im Erdreich, in tierischen Ausscheidungen, aber auch auf der Haut von Tieren und in ihrer Darmflora.

    Der Tetanus Infektionsweg

    Es ist nicht der Erreger selbst, der in die Wunde gelangt, es sind vielmehr die Sporen, die auch ohne Sauerstoff leben können. Meist reicht schon eine kleine Verletzung, die verschmutzt wird und schon wandern die Sporen in den menschlichen Körper. Das kann zum Beispiel bei der Gartenarbeit passieren, aber auch bei Verkehrsunfällen und Unfällen in der Landwirtschaft ist die Infektionskrankheit Tetanus präsent. Ist der Erreger einmal in der Wunde, dann vermehrt er sich dort und gibt das Gift Tetanustoxin in die Blutbahn ab. Der Giftstoff gerät dann über den Blutkreislauf in das zentrale Nervensystem ins Gehirn und auch ins Rückenmark. Dort angekommen, werden bestimmte Nervenzellen deaktiviert und alle Nervenimpulse, die normalerweise die Muskeln entspannen sollen, können nicht mehr weitergeleitet werden, was schließlich zu den für Tetanus typischen Verkrampfungen führt.

    Die Tetanus Symptome

    Für die Infektionskrankheit Tetanus gibt es klassische Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schmerzen in den Muskeln, eine allgemeine Mattigkeit und auch starke Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf kann eine sogenannte Kieferklemme dazu kommen, die Betroffenen haben einen grinsenden Gesichtsausdruck, da sich die Zungen- und Gesichtsmuskulatur verkrampft, auch die Beine, die Arme, der Nacken und die Bauchmuskulatur werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Muskelkrämpfe sind schmerzhaft und dauern bis zu zwei Minuten an, sie werden noch verstärkt durch optische Reize wie helles Licht, akustische Reize, laute Geräusche und mechanische Reize, wie leichte Berührungen. Die Infektionskrankheit Tetanus führt auch zu einem erhöhten Stoffwechsel, was hohes Fieber auslösen kann und wenn sich die Kehlkopfmuskulatur verkrampft, dann kommt es zu Atemnot, die Betroffenen drohen zu ersticken.

    Wie wird Tetanus behandelt?

    Gegen die Infektionskrankheit Tetanus gibt es kein direktes Gegenmittel, alles, was die Ärzte in einem akuten Fall tun können, ist die Symptome zu lindern und die Vermehrung des Krankheitserregers zu vermindern. Zunächst muss die Wunde gründlich gereinigt und dann breit geöffnet werden. Durch die offene Wundbehandlung kommt Sauerstoff in den Wundbereich und das ist hilfreich, damit sich die Bakterien nicht weiter vermehren. Zusätzlich werden Antibiotika gegeben, die das Tetanustoxin vor allem im Gehirn und im Rückenmark neutralisieren sollen. Der effektivste Schutz gegen die gefährliche Infektionskrankheit Tetanus ist aber eine Impfung, denn sie setzt eine aktive Immunisierung in Gang, der Körper ist in der Lage, Antikörper zu bilden und sich so vor dem Erreger dauerhaft zu schützen.

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  • Sollten Kinder gegen Meningokokken geimpft werden?

    Sollten Kinder gegen Meningokokken geimpft werden?

    Es beginnt wie eine harmlose Erkältung und ist in Wirklichkeit eine Krankheit, die für kleine Kinder lebensgefährlich sein kann, wenn sie nicht rechtzeitig richtig behandelt wird – Meningitis, auch bekannt als Hirnhautentzündung. In Großbritannien ist jetzt ein heftiger Streit um eine Impfung gegen die Auslöser der Krankheit, die sogenannten Meningokokken entbrannt, der auch nach Deutschland schwappen kann.

    Das Parlament berät

    Eltern, die ihr Kind verlieren, wollen ihren unendlichen Schmerz selten mit fremden Menschen teilen, in Großbritannien ist das seit einigen Wochen anders. Verzweifelte Eltern veröffentlichen in den sozialen Netzwerken erschreckende Bilder ihrer schwer kranken und sterbenden Kinder. Sie wollen so auf eine Krankheit aufmerksam machen und sie haben damit Erfolg, denn das englische Parlament berät jetzt darüber, ob eine Meningokokken-Impfung für alle Kinder bis elf Jahre eine Pflichtimpfung werden soll. Zudem gibt es eine landesweite Petition, die bis jetzt 800.000 Menschen unterzeichnet haben.

    Eine Standard-Impfung

    Einen zuverlässigen Impfstoff gegen Meningokokken gibt es erst seit rund drei Jahren. Wenn das Parlament der Petition folgt und eine Pflichtimpfung einführt, dann wird England das einzige Land weltweit sein, was Babys und Kleinkindern kostenlos eine Standardimpfung anbietet. Die Kinder bekommen die erste Spritze, wenn sie zwei Monate alt sind und genau das ist es, was unter den Eltern zu einer heftigen Diskussion führt. Bei älteren Kindern wird die Impfung nicht mehr kostenlos angeboten und die Eltern müssen diese Impfung dann aus eigener Tasche bezahlen.

    Die Lage in Deutschland

    Deutschland ist von einer Pflichtimpfung gegen Meningokokken noch sehr weit entfernt, denn bisher rät die Ständige Impfkommission (STIKO) nur dann zu einer Impfung, wenn es ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung gibt. Das gilt zum Beispiel bei Menschen, die mit einer Immunschwäche auf die Welt gekommen sind, aber auch für alle, die mit Menschen Kontakt haben, die bereits an einer Meningitis erkrankt sind.

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  • Impfen gefährlich? Die gefährlichen Argumente der Impfgegner

    Impfen gefährlich? Die gefährlichen Argumente der Impfgegner

    Es versteht sich von selbst, dass der Gründer von Facebook in seinem eigenen sozialen Netzwerk aktiv ist. Dass Mark Zuckerberg aber einen Shitstorm auslösen würde, damit hat er wahrscheinlich nicht gerechnet. Alles begann ganz harmlos mit einem Post von Zuckerberg, in dem er die Facebook Gemeinde über Neuigkeiten seiner kleinen Tochter Max informieren wollte. Mark Zuckerberg schrieb über einen Besuch beim Arzt und dass seine Tochter die ersten Impfungen bekommen hat. Der Facebook Gründer bekam für seinen Eintrag eine Menge Likes, aber auch eine Menge Kritik von Impfgegnern, die Zuckerberg sogar beschimpften, denn für sie ist Impfen gefährlich.

    Ist Impfen gefährlich? Das sagen die Impfgegner

    Die Zahl der Impfgegner wird immer größer und absurder werden die Argumente, die gegen das Impfen ins Feld geführt werden. Es sind die Impfgegner, die Masernpartys veranstalten, obwohl sie wissen sollten, dass Masern weltweit immer noch nicht ausgerottet sind. Sie bezeichnen Impfen als eine „widerwärtige Wissenschaft“, die Kinder mit Krankheiten infiziert, die jedes Jahr Millionen von Menschen krank machen. Impfgegner verleugnen einfach die Wahrheit über das Impfen und sorgen auf diese Weise dafür, dass vermeintlich harmlose Kinderkrankheiten wie die Masern nicht aussterben. Haben die Impfgegner recht und ist Impfen gefährlich? Zwei Krankheiten spielen bei den Gegnern des Impfens eine große Rolle und anhand dieser Krankheiten lässt sich sehr schnell wissenschaftlich belegen, wie falsch die Argumente der Impfgegner sind.

    Impfen kann Kinder autistisch machen

    Schon in den 1990er Jahren war die Aussage populär, dass Impfen gefährlich ist, und es war ausgerechnet ein Arzt, der diese These vertreten hat. Nach Ansicht von Andrew Wakefield begünstigt die kombinierte Standard-Impfung für Masern, Mumps und Röteln die Entwicklung von Autismus. Die Studie von Andrew Wakefield zu diesem Thema wurde zwar in der britischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht, aber inzwischen wieder zurückgezogen, da sie falsch ist. Die Studie beruht auf einer Untersuchung von nur zwölf Kindern und ist damit zu klein, um wirklich relevant zu sein.

    Mittlerweile gibt es größere Studien, die übereinstimmend zu dem Ergebnis kommen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Autismus und der Kombiimpfung nicht existiert. Zu diesem Ergebnis kamen unter anderem das Robert-Koch-Institut und auch das Paul-Ehrlich-Institut. Als sich dann auch noch herausstellte, dass Wakefield Geld bekommen hat, um nach einer Verbindung zwischen Impfung und Autismus zu suchen, verlor der Arzt 2010 wegen unethischen Verhaltens seine Zulassung.

    Impfungen können Multiple Sklerose auslösen

    Dass Impfen gefährlich ist, machen Impfgegner auch gerne an der These fest, dass eine Impfung gegen Masern Multiple Sklerose auslösen kann. Ihr Argument ist, dass Menschen, die in ihrem Blut die Antikörper der Masern haben, aber selbst nicht daran erkranken, zu einem späteren Zeitpunkt eine Autoimmunerkrankung wie eben Multiple Sklerose bekommen. Ebenso wenig wie es einen Zusammenhang zwischen Impfen und Autismus gibt, so wenig gibt es auch einen Zusammenhang zwischen einer Impfung und Multipler Sklerose.

    Die Krankheit ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig

    Impfen ist gefährlich, die Krankheit aber ist für den Reifeprozess eines Kindes wichtig – auch dieser Satz stammt von Impfgegnern. Es sind Anthroposophische Ärzte, die nicht nur meinen, dass Impfen gefährlich ist, sie sind auch der Ansicht, dass Masern für die seelische Reifung eines Kindes eine wichtige Rolle spielen. So kann das Kind unter anderem durch das hohe Fieber im Rahmen einer Masernerkrankung den Organismus individualisieren. Auf diese Weise reift das Immunsystem und reguliert sich zudem auch noch. Die Wahrheit ist jedoch: Masern sind keine harmlose Krankheit, die das Immunsystem ohne Hilfe bekämpfen kann. Wer die Ansicht vertritt, das Impfen gefährlich ist, der muss auch die Komplikationen wie eine Meningitis oder eine postinfektiöse Enzephalitis in Kauf nehmen und riskieren, dass sein Kind durch die Masern bleibende und damit lebenslange Schäden davonträgt.

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  • HPV-Impfung – ein sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?

    HPV-Impfung – ein sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?

    Normalerweise ist eine Impfung ein sicherer Schutz vor bestimmten Krankheiten, bei der HPV-Impfung sieht das ein wenig anders aus. Die humanen Papillomviren können Gebärmutterhalskrebs auslösen und die Impfung kann die Gefahr an Krebs zu erkranken, lediglich verringern, verhindern kann sie es aber nicht. Wie effektiv ist diese Impfung und wann ist ihr Nutzen besonders groß? Wer sollte sich impfen lassen und wer trägt die Kosten für eine vorbeugende HPV-Impfung?

    Mit einer HPV-Impfung das Risiko verringern

    Kann man gegen Krebs impfen? Bisher leider noch nicht, aber man kann mit einer entsprechenden Impfung das Risiko verringern, an Krebs zu erkranken, und genau das passiert mit einer HPV-Impfung. Die Impfung gibt es seit 2006 und sie bietet einen Schutz vor den humanen Papillomviren, die den tückischen Krebs am Gebärmutterhals auslösen können. Mädchen, die sich gegen die Viren impfen lassen, senken das Risiko, an einer Infektion durch die HP Viren von Typ 16 und 18 zu erkranken, die in 70 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs die Krankheit auslösen. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 4.700 Frauen an dieser Krebsart und rund 1.500 sterben daran. Nach Ansicht von führenden Frauenärzten könnte sich durch HPV-Impfung die Zahl der Neuerkrankungen und damit auch die Zahl der Todesfälle stark verringern.

    Vor allem für junge Frauen wichtig

    Es wird geschätzt, dass rund 80 % der Frauen, die sexuell aktiv sind, sich mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV infizieren. In der Gruppe der jungen Frauen bis 25 Jahre ist die Infektionsgefahr besonders hoch, denn diese Gruppe ist erfahrungsgemäß in sexueller Hinsicht sehr aktiv. Je älter eine Frau wird, umso mehr sinkt das Risiko einer Infektion, bei Frauen, die über 26 Jahre alt sind, besteht nur ein Risiko von 23 %, und in der Gruppe der Frauen zwischen 30 und 39 Jahren sinkt die Gefahr der Infektion auf nur noch 6,2 %. Junge Frauen, die sich nicht gegen HPV impfen lassen, können sich immer wieder neu infizieren, und auch Kondome sind kein wirksamer Schutz vor einer Infektion mit den humanen Papillomviren.

    Wie gefährlich ist eine Infektion?

    Auch wenn eine Infektion mit HPV Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, in den meisten Fällen erkennt das Immunsystem die Gefahr frühzeitig und bekämpft sie mit Erfolg. Aber in rund 20 % der Infektionen kommt es zu einem langwierigen Verlauf, die dann zu einer Vorstufe zum Krebs und zur Krebserkrankung selbst führen können. Die Übertragung der Viren geschieht in der Regel durch Sexualkontakte, allerdings ist eine Schmierinfektion im Genitalbereich nicht ganz auszuschließen. Frauen, die häufig wechselnde Sexualpartner haben, sind hier besonders gefährdet.

    Ab wann sollte geimpft werden?

    Die ständige Impfkommission rät zu dieser Impfung bei Mädchen zwischen neun und 14 Jahren, spätestens sollte die Impfung aber bis zum 18. Lebensjahr erfolgen. Wichtig ist es, dass die HPV-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegeben wird, denn nur dann kann sie als Präventivmaßnahme ihre Wirkung entfalten. In Deutschland stehen für die HPV-Impfung zwei verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Mädchen zwischen neun und 14 Jahren werden entweder mit dem Impfstoff Gardasil oder mit Cervarix geimpft. Eine HPV-Impfung erfolgt im Abstand von sechs Monaten. Wird die Zeit zwischen der ersten und zweiten Dosis unterschritten, aber auch für den Fall, dass Mädchen nachgeimpft werden müssen, die älter als 13 Jahre sind, wird eine dritte Dosis empfohlen. Durchgeführt wird die Impfung von Frauenärzten oder dem Hausarzt, aber auch von einem Kinderarzt. Ein sicherer Schutz kann jedoch immer nur dann aufgebaut werden, wenn alle Einzeldosen geimpft wurden.

    Wer bezahlt die Impfung?

    Bei Mädchen, die zwischen dem neunten und 17. Lebensjahr gegen die Viren geimpft werden, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Einige Kassen übernehmen die Kosten sogar noch, wenn die Frau 26 Jahre alt ist.

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  • Meningitis – Wie gefährlich ist eine Hirnhautentzündung?

    Meningitis – Wie gefährlich ist eine Hirnhautentzündung?

    Die Meningitis, besser bekannt unter dem Namen Hirnhautentzündung, gehört auch heute noch zu den lebensgefährlichen Erkrankungen. Zwar ist eine Meningitis heute besser behandelbar, aber deshalb hat sie noch nicht ihr Potenzial verloren. Betroffen sind die Hirnhäute, wie der Name es schon verrät, aber auch die Rückenmarkshäute, die sogenannten Meningen können sich im Verlauf der Krankheit entzünden. Unterschieden wird eine Hirnhautentzündung in zwei Formen, zum einen gibt es die virale Meningitis durch Viren und zum anderen die bakterielle Meningitis, die durch spezielle Bakterien ausgelöst wird.

    Welche Form der Hirnhautentzündung ist gefährlicher?

    In den meisten Fällen wird eine Hirnhautentzündung durch Viren ausgelöst, seltener, aber umso gefährlicher ist die bakterielle Form der Meningitis. Hier sind in der Regel entweder Meningokokken oder aber Pneumokokken im Spiel, es kann aber auch sein, dass Pilze die gefährliche Entzündung der Hirnhäute auslösen. Wenn die Krankheit auf das Gehirn übergeht, dann sprechen Ärzte von einer Meningoenzephalitis.

    Die Symptome einer Meningitis

    Die ersten Symptome lassen noch nicht auf eine Entzündung der Gehirnhäute schließen, denn sie ähneln denen einer normalen Grippe. Die Betroffenen klagen über starke Kopfschmerzen und bekommen sehr hohes Fieber. Wenn eine plötzliche Versteifung des Nackens dazu kommt und sich die Haut dunkel verfärbt, dann muss man davon ausgehen, dass es sich um eine Hirnhautentzündung handelt. Schwieriger ist es, eine virale Meningitis zu diagnostizieren, denn hier sind die Anzeichen nicht so deutlich, aber der Verlauf der Krankheit ist bedeutend milder als bei der bakteriellen Infektion. Weisen die Symptome eindeutig auf eine bakterielle Meningitis hin, dann ist Eile geboten, denn die Betroffenen müssen sofort in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

    Wie wird Meningitis behandelt?

    Für eine erfolgreiche Behandlung bei einer Meningitis, die durch Bakterien ausgelöst wird, spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Es gilt, je eher mit einer gezielten Behandlung begonnen wird, umso besser sind auch die Chancen einer vollständigen Genesung. Wird die Meningitis durch Viren ausgelöst, dann heilt sie in den meisten Fällen von ganz alleine wieder ab. Wenn die Symptome auf eine bakterielle Variante hinweisen, wird der Arzt zuerst ein Antibiotikum verabreichen, das kann Penicillin, aber auch ein Breitbandantibiotikum sein. Das hat den Vorteil, dass es gegen verschiedene Viren eingesetzt werden kann, außerdem wird in den meisten Fällen zusätzlich Kortison gegeben. Gibt es Komplikationen, wie zum Beispiel eine Blutvergiftung oder einen Schock, dann muss der Patient auf jeden Fall auf einer Intensivstation behandelt und überwacht werden.

    Ist eine Hirnhautentzündung ansteckend?

    Eine bakterielle Hirnhautentzündung ist hochansteckend und Personen, die mit den Erkrankten in Kontakt gekommen sind, bekommen eine Chemoprophylaxe, ein Antibiotikum, was vor den Erregern der Erkrankung schützt. Wer unter einer viralen Meningitis leidet, der muss lediglich das Bett hüten, eventuell ein fiebersenkendes Mittel oder ein schmerzstillendes Medikament einnehmen, und nach zwei Wochen ist alles überstanden.

    Kann gegen Meningitis geimpft werden?

    Wer sich vor den beiden Typen der Hirnhautentzündung schützen möchte, der sollte sich impfen lassen. Gegen alle drei möglichen Erreger der bakteriellen Meningitis gibt es einen Impfstoff. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Eltern, ihre Kinder schon im ersten Lebensjahr entsprechend impfen zu lassen. Wenn das Kind zwei Jahre alt ist, dann sollte eine weitere Impfung gegen Meningokokken gegeben werden, um das Kind gegen dieses gefährliche Bakterium zu immunisieren. Viren, die für die Kinderkrankheit Mumps verantwortlich sind, können auch eine virale Hirnhautentzündung auslösen und daher ist eine Kombiimpfung gegen Mumps, Röteln und Masern sehr zu empfehlen. Auch hier sollten Kinder im Alter von zwei Jahren die Impfung bekommen.

    In den modernen Industrienationen kommt die bakterielle Hirnhautentzündung nur noch sehr selten vor, aktuell kommen auf eine Einwohnerzahl von 100.000 nur 0,5 Fälle. Häufiger ist die virale Infektion, die besonders häufig junge Menschen zwischen 15 und 19 Jahren trifft.

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