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  • Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Es gibt zwei unterschiedliche Formen, wenn es um den Herzinfarkt geht. Zum einen ist das der sogenannte laute Infarkt mit den bekannten Symptomen, die keiner übersehen kann, und zum anderen ist da der stumme Herzinfarkt, bei dem Betroffenen keine Schmerzen verspüren und den die Ärzte nicht selten sogar übersehen. Es ist der stumme Herzinfarkt, der besonders tückisch ist und der sehr gefährlich werden kann, wenn der Betroffene nicht sofort richtig behandelt wird.

    Der stumme Herzinfarkt – ein Infarkt ohne Drama

    Normalerweise sorgt ein Herzinfarkt für eine dramatische Situation. Die Betroffenen haben starke Schmerzen, sie leiden unter schrecklicher Atemnot und haben das Gefühl, dass ihr Brustkorb in einem Schraubstock steckt, der immer wieder angezogen wird. Aber diese Form des Herzinfarkts kommt seltener vor, als viele vielleicht denken, deutlich häufiger kommt der stumme Herzinfarkt vor. 80 % der Herzinfarkte sind stumme Infarkte, zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue US-Studie. Stumme Herzinfarkte sind aber nicht nur so gefährlich, weil sie keine Schmerzen verursachen, stumme Herzinfarkte sind auch auf dem EKG selten sichtbar. Aber was macht einen solchen Herzinfarkt dann so gefährlich?

    Warum ist der stumme Herzinfarkt so gefährlich?

    Der stumme Herzinfarkt kann ebenso wie der schmerzhafte Infarkt zum Tod führen und schuld daran ist nicht selten altes Narbengewebe. Diese Vernarbungen schwächen das Muskelgewebe des Herzens und das kann zum Herztod führen. Bei jedem Herzinfarkt kommt es immer zu einer akuten Durchblutungsstörung im Herzmuskelgewebe. Schuld ist meist ein Blutgerinnsel, das mehrere oder auch nur ein einziges Blutgefäß entweder nur verengt oder verstopft. Auf diese Weise werden die Muskelzellen des Herzens nicht mehr mit dem notwendigen Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt, sie sterben schließlich ab und der Herzmuskel wird auf Dauer beschädigt. Nach einem Herzinfarkt entsteht Narbengewebe, das sich nicht mehr ausdehnen kann und das gilt als das größte Risiko für einen stummen Herzinfarkt.

    Viele bemerken den Infarkt gar nicht

    Der stumme Herzinfarkt wird nach Schätzungen von US-Medizinern von 78 % der Betroffenen nicht wahrgenommen. Sie haben keine Symptome wie plötzlich auftretende Schmerzen in der linken Brustseite und im linken Arm, und auch die starken Schweißausbrüche und die Übelkeit, die Herzinfarkte oftmals begleiten, sind bei einem stummen Infarkt nicht vorhanden. Die Betroffenen verspüren zwar einen leicht ziehenden Schmerz in der Herzgegend, aber der Allgemeinzustand ist gut und kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass es sich eventuell um einen Herzinfarkt handeln könnte.

    Gewissheit erst nach dem Tod

    Nur die wenigsten Menschen, die diese leichten Symptome erleiden, gehen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Wer aber hingeht, der wird nicht selten falsch behandelt, da die Ärzte den stummen Herzinfarkt nicht feststellen konnten. Meist wird nur ein EKG gemacht, eine weiterführende Untersuchung im Herzkatheterlabor, die einen Herzinfarkt deutlich macht, wird selten angeordnet, weil die Verdachtsmomente nicht ausreichend sind. Wenn der stumme Herzinfarkt aber zum Tod führt, dann wird erst in der Pathologie deutlich, was wirklich geschehen ist. Bei einer Autopsie wird klar, dass es am Herz Vernarbungen gibt und dass diese alten Narben für einen nicht erkannten Herzinfarkt verantwortlich sind. So kann es immer wieder passieren, dass es zu einem stummen Herzinfarkt kommt und der Betroffene nicht behandelt wird. Passiert das mehr als einmal, dann steigt durch immer wieder neue Vernarbungen das Risiko, dass der nächste stumme Herzinfarkt der finale Infarkt sein kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die Übergewicht haben oder die viel rauchen, denn hier ist das Herz meist schon vorbelastet, wenn es tatsächlich zu einem stummen Infarkt kommt.

    Alle, die immer wieder einen ziehenden Schmerz in der linken Brustseite verspüren, sollten unbedingt einen Kardiologen aufsuchen, der die möglichen Ursachen gründlich untersucht, um einen Herzinfarkt ausschließen zu können.

    Bild: © Depositphotos.com / stevanovicigor

  • 34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    In der 34. SSW sind es nur noch sechs Wochen bis zur Geburt, wenn alles nach Plan läuft und das Kind zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Für die Mutter beginnt jetzt eine ganz besondere Phase, denn sie kann in den Mutterschutz gehen, wenn sie möchte und die verbleibenden sechs Wochen dazu nutzen, Kraft für die bevorstehende Geburt zu tanken. Sie hat Zeit für sich, kann das Kinderzimmer fertig einrichten und alles das kaufen, was das Baby noch benötigt. Auch für das Baby ist die 34. SSW eine entscheidende Woche, denn es bereitet sich auf seine Art vor, das Licht der Welt zu erblicken.

    Das Baby in der 34. SSW

    45 cm groß und etwa 2.250 Gramm schwer ist das Baby in der 34. SSW. Es wird nur noch in den kommenden zwei Wochen weiter wachsen und an Gewicht zulegen, danach ist das Wachstum abgeschlossen. Wie die Mutter, so sammelt auch das Kind in der 34. SSW Kraft und Energie für die Geburt. Das Baby hat in der 34. SSW alle wichtigen Phasen seiner Entwicklung bereits durchlaufen, die es braucht, um auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zurechtzukommen. Seine Lungen haben sich weitgehend entfaltet und sind ausgereift, auch das Gehör ist jetzt feiner. Das Baby lauscht der Mutter, die ihm etwas vorliest, es mag Musik und auch die Babygespräche, die die meisten Mütter mit ihrem ungeborenen Kind führen, werden jetzt deutlicher wahrgenommen. Das Baby hört aber nicht nur besser, Studien haben nachgewiesen, dass das Kind auch auf bestimmte akustische Reize reagiert.

    In der 34. SSW werden noch einige Feinarbeiten vorgenommen und die Entwicklung des Gehirns ist fast abgeschlossen. Der Bedarf an Kalzium ist in der 34. SSW besonders hoch und das Kind nimmt davon so viel wie eben möglich, aus dem Blut der Mutter auf. Es ist wichtig, dass sich die Mutter in der 34. SSW besonders kalziumreich ernährt, denn das ist für den Aufbau des kindlichen Skeletts unabdingbar. Optimal ist es, wenn in der 34. SSW der Gehalt an Kalzium beim Baby höher ist als bei der Mutter.

    In der 34. SSW wird es eng

    Langsam wird der Platz für das Baby in der Gebärmutter eng. In der 34. SSW kann es sich nur noch nach links oder rechts drehen, Purzelbäume sind nicht mehr möglich. Aber es kann noch seine Dehnübungen machen und die nehmen die endgültige Beckenendlage 34. SSW ein. Zum ersten Mal kann das Kind in der 34. SSW die Wände der Gebärmutter direkt berühren und die Mutter kann deutlich sehen, ob gerade ein Fuß, der Po oder eine Hand oben oder unten ist. In der 34. SSW sind Kinder zum Leidwesen der werdenden Mutter besonders in der Nacht aktiv und verschlafen gerne den Tag.

    Ist das ungeborene Kind ein kleiner Junge, dann befinden sich in der 34. SSW die Hoden bereits im Hodensack und auf den Ultraschallbildern, die in der 34. SSW gemacht werden, erscheinen die Hoden überproportional groß. Das Bild täuscht allerdings, denn es handelt sich dabei lediglich um eine Ansammlung von Flüssigkeit, die von selbst wieder verschwindet.

    Die körperlichen Veränderungen in der 34. SSW

    Nicht nur das Baby verändert sich in der 34. SSW, auch die Mutter spürt viele körperliche Veränderungen. Ist in der 34. SSW Druck nach unten zu spüren, ist es vollkommen normal und besonders zierlich gebaute Frauen merken in der 34. SSW Größe und Gewicht des Babys sehr deutlich. Auch der obere Rand der Gebärmutter macht der Mutter in der 34. SSW zu schaffen, denn er erreicht seinen höchsten Stand und drückt unangenehm gegen die Rippen, den Magen und auf das Zwerchfell. Viele Frauen haben in dieser Phase der Schwangerschaft nur noch wenig Appetit und sollten auf kleine leckere Mahlzeiten und gesunde Snacks umsteigen. Nicht selten spannt sich in der 34. SSW der Bauch so sehr, dass der Nabel sich nach außen wölbt oder abflacht, und in der Mitte des Bauchs zeigt sich eine dunkle Linie, die sogenannte Linea Negra. Immer wenn in der 34. SSW das Gewicht des Baby auf den Beckennerv drückt, dann ist auch ein taubes Gefühl oder ein leichtes Kribbeln in der Beckenregion keine Seltenheit.

    Wenn die Belastung für die Mutter zu groß wird, dann können lauwarme Bäder, Massagen oder auch eine sanfte Form des Yoga für Erleichterung sorgen. In der 34. SSW wird es langsam aber sicher Zeit, nach einem geeigneten Krankenhaus oder Geburtshaus zu suchen. Frauen, die zu Hause entbinden wollen, sollten mit der Hebamme alle wichtigen und relevanten Dinge besprechen. Selbst wenn es bis zur Geburt noch sechs Wochen sind, kann es nicht schaden, die Tasche für die Klinik schon mal zu packen, denn es gibt Babys, die halten sich nicht an vereinbarte Termine.

    Welche Vorbereitungen kann die Mutter noch treffen?

    Um zu verhindern, dass der Damm während der Geburt geschnitten werden muss oder reißt, sollte in der 34. Schwangerschaftswoche mit der Massage des Damms begonnen werden, um ihn elastisch zu machen. Möglich sind eine äußere oder eine innere vaginale Massage, deren Wirkung sich mit einem milden, naturbelassenen Öl noch verstärken lässt. Täglich fünf bis maximal zehn Minuten Dammmassage reichen aus, um die Durchblutung anzuregen. Vor der 34. SSW sollte mit der Massage des Damms allerdings nicht begonnen werden, dann das kann im schlimmsten Fall Wehen auslösen.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 34. Schwangerschaftswoche?

    Sind in der 34. SSW Senkwehen zu spüren, dann ist das kein Grund zur Panik, denn wenn das Kind bereits in der Beckenendlage liegt, dann drückt das Köpfchen nach unten. Eine Frühgeburt in der 34. SSW ist keine Seltenheit, aber wenn das Kind die durchschnittlichen Werte beim Gewicht und der Größe mitbringt, dann gilt es zwar offiziell als 34. SSW Frühchen, aber es hat alle Chancen, gesund auf die Welt zu kommen. Nicht selten kommen Zwillinge in der 34. SSW auf die Welt und da in diesem Fall beide Kinder meist recht leicht sind, müssen sie für einige Zeit in den Brutkasten.

    Die körperliche Entwicklung des Kindes ist in der 34. Schwangerschaftswoche beinahe abgeschlossen und da die Lungen bereits gut entwickelt sind, überlebt der überwiegende Teil der Kinder die frühe Geburt.

    Bild: © Depositphotos.com / andresr

  • 39. SSW – Die 39. Schwangerschaftswoche

    39. SSW – Die 39. Schwangerschaftswoche

    In der 39. SSW, am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats, läuft salopp gesagt, für Mutter und Kind der Countdown. Die Geburt steht in der 39. SSW unmittelbar bevor, und wenn es in der 39. SSW Anzeichen Geburt gibt, dann steht einer Entbindung nichts mehr im Wege. Nur 5 % der Kinder kommen tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt, die meisten Babys lassen sich entweder noch Zeit oder erblicken eben in der 39. SSW das Licht der Welt. In der 39. SSW können Mutter und Kind nichts anderes tun als zu warten, bis es endlich losgeht.

    Wie geht es dem Baby in der 39. SSW?

    Zwischen 50 und 51 cm groß ist das Baby in der 39. SSW und es wiegt im Schnitt 3.250 Gramm. In den vergangenen Wochen hat sich sein Wachstum immer mehr verlangsamt, denn bei den meisten Babys ist das Wachstum schon in der 36. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Kinder, die klein und eher zart sind, bringen in der 39. SSW nur 3.000 Gramm auf die Waage, aber es gibt auch kleine Schwergewichte, die in der 39. SSW schon vier Kilogramm wiegen. Wenn die Mutter in der 39. SSW Rückenschmerzen plagen, dann kann das durchaus ein Zeichen für ein schweres Baby sein.

    In der 39. SSW ist die Lunge des Babys voll ausgereift und hat bereits damit begonnen, Kortison zu produzieren. Das Kortison sorgt nach der Geburt dafür, dass sich die Lunge entfalten kann und dass der Rhythmus der Atmung stabil bleibt. Wenn sich das Baby in der 39. SSW Woche noch Zeit lässt, dann wird diese Zeit genutzt, um Fettreserven anzusammeln. Die Mutter spürt ihr Kind in der 39. SSW kaum noch, denn in der Gebärmutter wird es langsam aber sicher eng. Das Baby schläft jetzt viel, wohl auch um Kraft für die anstehende Geburt zu tanken. Die sogenannte Lanugo-Behaarung ist in der 39. SSW kaum noch vorhanden, bei einigen Babys ist lediglich ein zarter Flaum zu sehen, der aber in den ersten beiden Lebenswochen vollständig verschwindet.

    Im Zahnfleisch des ungeborenen Kindes zeichnen sich in der 39. SSW Furchen ab, sie sind die Anlagen für die Milchzähne, deren erste Konturen sich bereits abzeichnen, aber erst im sechsten Lebensmonat werden die Zähne durch den Kiefer brechen. In der 39. SSW ist das Fruchtwasser nicht mehr klar, sondern hat eine weiße, leicht milchige Farbe angenommen. Dafür ist die Käseschmiere verantwortlich, die sich im Fruchtwasser löst. Auch die Haut des Babys verändert sich in diesem Stadium der Schwangerschaft, die obere Schicht schält sich ab und wird durch eine neue Hautschicht ersetzt. Als Vorbereitung für die Geburt produziert das Kind in der 39. SSW viele Hormone, denn das endokrine System wird während der Geburt mehr Stresshormone ausschütten. Diese Hormone helfen dem Kind dabei, seine Körperfunktionen außerhalb der Gebärmutter in Gang zu bringen.

    Die Mutter in der 39. SSW – das Nest bauen und warten

    Putzen, alles in Ordnung bringen, das Kinderzimmer fertig einrichten und dekorieren – Frauen, die in der 39. SSW sind, haben den Nestbautrieb. Im Grunde ist der Drang alles perfekt zu gestalten, damit das Baby in ein schönes Zuhause kommt, nichts anders als die Überbrückung der Wartezeit bis zur Geburt. Bei 15 % aller Frauen kommt es in dieser Zeit zum Blasensprung, was in der 39. SSW Wehen auslösen kann. Es bleibt aber immer noch ausreichend Zeit, die Hebamme zu verständigen und ins Krankenhaus zu fahren, denn bis zur Geburt vergehen meist noch mehrere Stunden.

    98 % der Kinder, die in Deutschland geboren werden, erblicken in einem Krankenhaus das Licht der Welt, die restlichen zwei Prozent kommen in einer Arztpraxis, zu Hause oder in einem Geburtshaus zur Welt.

    Wie lange kann eine Geburt dauern?

    Wie lange die Entbindung tatsächlich dauert, das ist immer sehr individuell und es gibt lediglich Durchschnittswerte. Früher hieß es, wenn in der 39. SSW Schleim vermehrt abgeht, dann ist das ein Zeichen für eine schnelle Geburt, aber diese Weisheit gilt heute nicht mehr. Das Gleiche gilt auch für den 39. SSW Schleimpfropf, denn wenn sich dieser löst, dann ist das nur ein Zeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht, aber es deutet nicht an, wie lange die Geburt dauern wird. Wenn der 39. SSW Ausfluss allerdings zäh fließend und leicht gelblich ist, dann ist das ein Zeichen, dass das Kind wahrscheinlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Im Durchschnitt dauert die Geburt des ersten Kindes zwischen 13 und 20 Stunden, Frauen, die schon einmal geboren haben, müssen hingegen mit durchschnittlich acht Stunden rechnen.

    Schon die ersten Vorwehen können sehr schmerzhaft sein, bei vielen Frauen fallen diese Wehen jedoch aus, sie haben direkt Eröffnungswehen. Hat die werdende Mutter vor der Geburt große Angst, dann ist in der 39. SSW starke Übelkeit möglich, manche Frauen übergeben sich sogar noch im Kreißsaal. Ein in der 39. SSW harter Bauch ist nichts Ungewöhnliches, es wird aber von den meisten Frauen als unangenehm wahrgenommen. Ein Bad im lauwarmen Wasser kann für Entspannung sorgen. Wenn dieses Gefühl hingegen anhält, dann ist es sicherer ins Krankenhaus zu fahren, denn dann kann es sein, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lässt.

    Müssen in der 39. SSW Wehen stimuliert werden?

    Geburten in der 39. SSW sind keine Seltenheit und auch nicht gefährlich, aber wenn sich die Herztöne des Kindes verändern, dann werden die Wehen auch zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft stimuliert. Auch wenn die Eröffnungswehen in der 39. SSW zu schwach sind oder wenn zu wenig Prostaglandine, die sogenannten Eröffnungshormone freigesetzt werden, dann werden die Wehen stimuliert, um die Geburt voranzutreiben. Das Gleiche gilt auch dann, wenn es zwar schon Wehentätigkeit gibt, aber die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist. In diesem Fall werden Arzt oder Hebamme die Fruchtblase manuell öffnen, damit die Wehen stärker werden.
    Weitere Möglichkeiten, um die Wehen in der 39. SSW zu forcieren, sind Vaginalzäpfchen oder ein Gel, das am Muttermund aufgetragen wird. Wenn das alles nicht hilft, dann wird die Gebärende in den meisten Fällen an den Wehentropf gehängt. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Wehen danach sehr plötzlich, in sehr kurzen Abständen und auch sehr schmerzhaft einsetzen.

    Bild: © Depositphotos.com / Astroid

  • Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Es ist immer die Dosis, die das Gift macht, aber wenn es um Vergiftungen geht, dann ist es immer wichtig zu wissen, welche Maßnahmen richtig sind. Was Vergiftungen so gefährlich macht, ist zum einen, dass es sehr viele verschiedenen Möglichkeiten einer Vergiftung gibt und zum anderen, dass jedes Gift anders wirkt. Für Laien ist es daher besonders schwer, immer richtig zu reagieren, denn sie können nicht einschätzen, wie gefährlich die Situation ist. Es gibt jedoch einige Grundregeln, wie man mit Vergiftungen umgehen muss und was zu beachten ist, damit es nicht noch schlimmer wird.

    Viele verschiedene Gifte

    Wir sind von Giften der unterschiedlichsten Art umgeben. Wer die falschen Pilze isst, der spielt mit seinem Leben und auch Medikamente können, wenn sie nicht richtig dosiert werden, schnell sehr giftig sein. Haushaltsreiniger können zu Vergiftungen führen, Hygieneartikel ebenso und selbst einige Lebensmittel können giftig sein, wenn sie falsch zubereitet werden. Wenn der Frühling mit seiner Blütenpracht kommt, auch dann wird es giftig, denn Goldregen, Seidelbast oder die herrlichen duftenden Maiglöckchen lösen schwere Vergiftungen aus, wenn die Blüten oder die Samen gegessen werden. Kommt es zu einer Vergiftung, dann ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Nerven zu bewahren.

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Besteht der Verdacht, dass es zu einer Vergiftung gekommen ist, dann muss unverzüglich der Notarzt gerufen werden. Neben dem Notruf 112 gibt es in Deutschland noch die sogenannten Giftnotrufe, die im Internet einzusehen sind. Auch die Leitstelle der Feuerwehr weiß, welches Krankenhaus eine Giftnotrufzentrale hat. Wer dort anruft, der muss folgende Fragen beantworten können:

    • Ist ein Kind oder ein erwachsener Mensch betroffen?
    • Wie alt ist der Betroffene?
    • Wie viel der giftigen Substanz wurde eingenommen?
    • Wann wurde das Gift genommen?
    • Welches Gewicht hat der Betroffene ungefähr?
    • Was genau wurde eingenommen?
    • In welchem Zustand befindet sich der Betroffene?

    Wer dazu aufgefordert wird ins Krankenhaus zu kommen, der sollte das Gift mitnehmen, beispielsweise die Blüten der Pflanze, die Tablettenschachtel oder auch die Flasche mit dem Haushaltsreiniger. Kommt der Notarzt ins Haus, dann muss der Auslöser der Vergiftung bereit liegen, damit der Arzt sofort weiß, welche Therapie er einleiten muss.

    Wie sollte man bei Vergiftungen reagieren?

    Bis der Arzt kommt, können einige Minuten vergehen. Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat, dann muss er in eine stabile Seitenlage gebracht werden und auch die Atmung muss kontrolliert werden. Wenn die Atmung aussetzt, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung gemacht werden, solange bis der Notarzt eintrifft. Wer in Erster Hilfe geübt ist, sollte im Wechsel mit der Herzdruckmassage auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung vornehmen.

    Worauf muss geachtet werden?

    Es gibt einige Dinge, die müssen bei der Ersten Hilfe bei Vergiftungen unbedingt beachtet werden. So darf der Betroffene auf keinen Fall zum Erbrechen gebracht werden. Sollten sich ätzende Substanzen im Magen befinden, wie das bei Vergiftungen mit Haushaltsreinigern und auch Hygieneartikeln vielfach der Fall ist, kann es beim Erbrechen zu Verätzungen der Speiseröhre kommen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Erbrochene in die Lunge oder in die Luftröhre gelangt und das kann zu lebensgefährlichen Erstickungen führen. Auch Kohletabletten sollten nie eigenmächtig, sondern nur nach Absprache mit einem Arzt gegeben werden. Vielfach ist bei Vergiftungen eine endoskopische Untersuchung notwendig, wenn der Betroffene aber zuvor ein Kohlepräparat eingenommen hat, dann ist eine solche wichtige Untersuchung nur noch schwer möglich.

    Effektiv vorbeugen

    Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, sollten giftige Substanzen wie Reiniger oder Kosmetika stets sicher aufbewahrt werden. Medikamente sollten immer weggeschlossen werden und das gilt besonders dann, wenn kleine Kinder im Haus sind. Wer gerne Pilze sammelt, der ist gut beraten, die gesammelten Pilze dem örtlichen Förster zu zeigen, in vielen Orten gibt es auch sachkundig geführte Pilzwanderungen, denen man sich anschließen sollte.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • 38. SSW – Die 38. Schwangerschaftswoche

    38. SSW – Die 38. Schwangerschaftswoche

    Ab der 38. SSW macht sich die bevorstehende Geburt körperlich bei der werdenden Mutter bemerkbar. Das Baby wird dann nicht mehr viel wachsen, wohl aber zwischen 20 und 30 Gramm pro Tag an Gewicht gewinnen. Der Bauch und der Kopf haben in der 38. SSW den gleichen Umfang. In den vergangenen Monaten hat die Plazenta das Kind mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schon bald wird diese aber nicht mehr benötigt. Nach und nach verringert sie die Nährstoffzufuhr. In der 38. SSW sammelt sich im Darm des Babys der erste Stuhl (auch als Mekonium bezeichnet), den es kurz vor oder unmittelbar nach der Geburt ausscheidet. Einige Babys haben in der 38. SSW bereits eine richtige Haarpracht auf ihren Köpfen. Generell wird die Käseschmiere in dieser Zeit weniger.

    Brustveränderung durch Hormone in der 38. SSW

    In der 38. SSW wächst jedoch nicht nur der Bauch der Mutter noch einmal kräftig an. Auch bei den Brüsten ist in den letzten Wochen der Schwangerschaft eine Veränderung zu bemerken, weil diese sich auf das Stillen vorbereiten. In einigen Fällen treten in der 38. SSW aus den Brustwarzen bereits einzelne Tropfen der Vormilch aus. In dieser gelblichen Flüssigkeit sind alle Nährstoffe enthalten, die das Neugeborene in den ersten Tagen und Wochen benötigt. Hormone sind für die Umstellung der Brüste verantwortlich. Bei neugeborenen Mädchen sind durch dieselben Hormone die Brustwarzen nach der Geburt häufig etwas angeschwollen. Bei Jungen sind es die Hoden, die zum restlichen Körper dann recht groß ausfallen. Derartige Erscheinungen sind normal und bilden sich alsbald zurück.

    Erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt

    Die ersten Anzeichen machen sich in der 38. SSW durch leichten Durchfall, innere Unruhe sowie Senkwehen bemerkbar. Die Unruhe gehört zu einem natürlichen Prozess; die Mutter entwickelt in der 38. SSW eine Art Nestbau-Trieb. Plötzlich sind noch unzählige Dinge zu erledigen. Schwangere sollten sich in dieser Zeit aber möglichst nicht überanstrengen und spätestens ab der 38. SSW den Kindesvater, Freunde und Familienmitglieder um Hilfe bei Alltagsarbeiten wie Einkaufen und Putzen bitten.

    Regelmäßige Kontrollen durch den Arzt

    Der Arzt wird nun verstärkt darauf achten, ob noch immer eine optimale Versorgung des Kindes über den Mutterkuchen stattfindet. Er prüft außerdem, ob das vorhandene Fruchtwasser in der 38. SSW ausreicht. Bei Auffälligkeiten wird die werdende Mutter häufiger von ihrem Frauenarzt/ihrer Frauenärztin untersucht. In einigen Fällen ist es sinnvoll, die Geburt vor dem errechneten Termin einzuleiten, damit es später nicht zu Komplikationen für das Baby und die Mutter kommt. Geplante Kaiserschnitte erfolgen in der Regel in der 38. SSW, damit das Kind dann nicht doch allein den Startschuss für die Geburt gibt. Denn die meisten Babys kommen zirka zehn Tage vor bis zehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt.

    Das Baby gibt das Startsignal

    Die Hauptperson während der gesamten Schwangerschaft ist das Baby. Besonders deutlich wird dies, wenn die Geburt bevorsteht. Ab der 38. SSW heißt es warten, und zwar so lange, bis das Kleine sich dazu entschließt, auf die Welt zu kommen. Wie der Startschuss, den das Kind gibt, aussieht, konnte bis heute nicht gänzlich geklärt werden. Klar ist jedoch, dass Hormone an diesem Prozess beteiligt sind. Sie lösen ungefähr in der 38. SSW die Kontraktionen der Gebärmutter aus.

    In der 38. SSW ist das Baby bereits gut vorbereitet. Kommt es jetzt zur Welt, muss sich die angehende Mutter keine Sorgen machen. Die Schädelplatten sind bei Babys noch nicht verwachsen, damit der Kopf bei der Geburt durch den engen Geburtskanal passt. Beim Durchtritt durch den Kanal werden sie zusammengeschoben und können sich sogar etwas übereinander schieben. Die Schädelnähte verknöchern im Laufe des ersten Lebensjahres.

    Darüber hinaus gibt es die sogenannten Fontanellen. Dabei handelt es sich um bindegewebig überbrückte Knochenspalten, die sich im Kinderschädel zwischen den Schädelknochen und den schon verknöcherten „Ossa plana“ (abgeflachte, platte Knochen) befinden. Üblicherweise befinden sie sich dort, wo mehrere Knochenplatten aneinander stoßen. Es existieren sechs Fontanellen: Fonticulus posterior, Fonticulus anterior sowie jeweils beidseitig Fonticuli sphenoidales und Fonticuli mastoidei. Die größte Fontanelle, die mit zirka 1,5 Jahren geschlossen ist, befindet sich auf dem Schädel.

    38. SSW – Der Weg in die Klinik

    In der 38. SSW, wenn die Geburt des Kindes vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lässt, denken die angehenden Eltern darüber nach, wann sie am besten in die Klinik fahren sollten. Wer einen Geburtsvorbereitungskurs besucht, erfährt in der Regel, dass eine werdende Mutter ins Krankenhaus gebracht werden muss, wenn die Wehen in einem Abstand von fünf Minuten auftreten.

    Allerdings stimmt diese Angabe bei Erstgeburten nicht immer. Gerade Erstgebärenden und jungen Müttern fällt es schwer, körperliche Signale während der Schwangerschaft und auch die Wehen richtig einzuordnen. Denn obwohl Schwangere ausreichend darüber beraten werden, wie eine Schwangerschaft und die anschließende Geburt verlaufen werden, handelt es sich doch um ganz individuelle Erfahrungen.

    Jede angehende Mutter entwickelt einen eigenen Rhythmus. Bei auftretenden Fragen oder Problemen gilt daher grundsätzlich: Bei dem behandelnden Arzt, der Hebamme oder in der Klinik anrufen und die Angelegenheit schildern. Selbst wenn kein wirkliches Problem vorliegt, so wirken vorsorgliche Untersuchungen durch die Ärzte und Hebammen doch beruhigend. Nicht selten werden die angehenden Mütter in der 38. SSW noch einmal nach Hause geschickt, wenn sie tatsächlich zu früh in die Klinik gekommen sind. Das ist aber völlig normal und passiert vielen Schwangeren.

    Babys Erstausstattung

    Für die werdende Mutter ist es nun sinnvoll, sich mit der Erstausstattung ihres Babys zu beschäftigen. Im Krankenhaus wird in der Regel erste Babykleidung für das Kind zur Verfügung gestellt. Wenn die Eltern ihr Kleines endlich zu Hause haben, wollen sie ihm gewiss eigene Babywäsche anziehen.

    Für die ersten Tage sollte daher folgende Wäsche vorhanden sein:

    • zwei Langarmhemden
    • zwei Wickelbodys
    • zwei Strampelhosen
    • ein bis zwei Mützen
    • eine Jacke
    • ein bis zwei Paar Söckchen
    • genügend Mullwindeln
    • mehrere Windelhöschen
    • Frotteehöschen
    • eine Baumwolldecke

    Die tatsächliche Menge richtet sich nach den eigenen Erfahrungen und Wünschen. Neben der Zusammenstellung der ersten Babyausstattung ist es ratsam, auch die Schlafumgebung und das Babybett in der 38. SSW herzurichten. Ein geeigneter Schlafsack ist wichtig, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu minimieren. Bei einer Decke besteht die Gefahr, dass das Baby diese über den Kopf zieht oder unter der es überwärmt wird. Kinderärzte empfehlen übrigens, Kinder in ihren ersten beiden Lebensjahren mit den Eltern oder den Geschwistern gemeinsam im Zimmer schlafen zu lassen. Die Nähe und die Schlafgeräusche wirken schlaffördernd. Das Kind kann dabei ruhig im eigenen Kinderbett schlafen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • 37. SSW – Die 37. Schwangerschaftswoche

    37. SSW – Die 37. Schwangerschaftswoche

    In der 37. SSW neigt sich die Zeit, in der sich Mutter und Kind besonders nahe sind, langsam aber sicher dem Ende entgegen, denn es sind nur noch wenige Wochen bis zur Geburt. Vielen Frauen wird diese Zeit sehr lang, denn der Bauch ist in der 37. SSW schon kugelrund, das Schlafen auf dem Bauch ist unmöglich geworden und viele haben unter den typischen Symptomen im letzten Drittel der Schwangerschaft zu leiden. Sodbrennen gehört ebenso dazu wie auch Wassereinlagerungen in den Beinen, die ein langes Stehen und Gehen zur Qual machen. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, fangen in der 37. SSW an die Tage zu zählen, sie packen die Tasche für die Klinik und warten gespannt darauf, wann die Wehen einsetzen werden.

    Bereit zur Geburt in der 37. SSW

    In der 37. SSW verlagert das Baby seine Lage ins Becken und es beginnt, sich ebenfalls auf die Geburt vorzubereiten. Theoretisch könnte das Baby am Ende der 37. SSW schon zur Welt kommen, denn ab diesem Zeitpunkt spricht man nicht mehr von einer Frühgeburt. In der 37. SSW haben zwar viele Babys, wenn sie geboren werden, noch Schwierigkeiten mit der Körpertemperatur und mit dem Blutzucker, aber mit jedem Tag, den das Baby im Mutterleib verbringt, werden diese Probleme kleiner. Wenn sich die Geburt in der 37. SSW ankündigt, dann besteht kein Grund zur Panik.

    Das Baby kann in der 37. SSW schon richtig kräftig zugreifen und auch das Nervensystem ist bereits voll ausgebildet. Die Atmung funktioniert schon selbstständig und neuste Studien beweisen, dass sich der Fötus schon nach einem hellen Licht orientieren kann. Der Blutkreislauf unterscheidet sich allerdings noch von dem Blutkreislauf nach der Geburt. Da das sauerstoffreiche Blut noch über die Nabelschnur fließt, die Mutter und Kind miteinander verbindet, nimmt es ein paar Abkürzungen, die aber nach der Geburt verschlossen werden.

    Kleine Veränderungen

    So befindet sich im Herzen des ungeborenen Kindes noch ein kleines ovales Loch, durch das das Blut vom rechten direkt in den linken Herzvorhof fließen kann. Nach der Geburt entfaltet sich mit dem ersten Schrei die Lunge, und der Druck auf den linken Herzvorhof steigt an. Auf diese Weise wird das kleine ovale Loch im Herzen für immer verschlossen. Zudem wird durch den sogenannten Ductus venosus das sauerstoffreiche Blut von der Nabelvene in die untere Hohlvene transportiert, die sich unter dem Herzen befindet und dabei wird die Leber umgangen.

    Durch den Ductus arteriosus Botalli fließt Blut, das keinen so guten Sauerstoffgehalt hat, von der Stammarterie der Lunge bis zur Hauptschlagader. Der Ductus Botalli aber mündet erst nach einer Abzweigung der Arm- und Kopfgefäße in die Aorta und daher bekommt die untere Hälfte des Körpers Blut, das weniger Sauerstoff enthält als die obere Hälfte. Ist das Kind geboren, dann bilden sich diese beiden Verbindungen vollständig zurück und beide Körperhälften werden wieder mit dem gleichen sauerstoffreichen Blut versorgt.

    Wie geht es der Mutter?

    Nicht nur das Baby bereitet sich langsam auf die Niederkunft vor, auch die Mutter spürt jetzt deutlich, dass es bald so weit ist. Bei vielen Frauen macht sich in der 37. SSW ein leichtes Ziehen in den Leisten oder im Rücken bemerkbar. Dabei kann es sich um die ersten Senkwehen handeln. Es ist aber wahrscheinlicher, dass das Baby mit dem Kopf voran immer tiefer ins Becken rutscht. Kinder, die ein hohes Geburtsgewicht haben, machen es sich jetzt im Becken der Mutter bequem und das Ziehen ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Niederkunft nicht mehr allzu weit entfernt ist. Wenn das Kind immer tiefer ins Becken rutscht, dann hat das für die Mutter einen sehr angenehmen Nebeneffekt, denn die Lunge hat wieder mehr Platz und die angehende Mutter kann endlich mal wieder tief durchatmen.

    Auch das lästige Sodbrennen lässt nach, da das Kind nicht mehr so viel Platz einnimmt. Typisch wird in der 37. SSW aber der berühmte „Pinguin-Gang“, der die meisten Frauen watscheln lässt. Viele Dinge wie zum Beispiel das Zubinden der Schuhe, fällt so kurz vor der Geburt schwer und viele Frauen können aufgrund des Bauchumfangs nur noch seitlich zum Tisch sitzen.

    37. SSW – Die Planung für den Tag der Geburt

    Die Tasche für die Klinik sollte in der 37. SSW schon fertig gepackt sein, aber steht auch schon fest, wie lange die Fahrt von Zuhause bis zur Klinik dauern wird? Es gibt einige Dinge, die jetzt überlegt sein wollen, denn die letzten Wochen vergehen wie im Flug und wenn das Baby da ist, dann sollte alles perfekt vorbereitet sein.

    Wer schon Kinder hat, der sollte am Ende der 37. SSW einen Babysitter organisieren. Optimal sind die Großeltern, denn an die sind die Kinder schon gewöhnt und die Trennung von der Mutter fällt vor allem kleinen Kindern dann nicht allzu schwer.

    Alle wichtigen Telefonnummern wie die Nummer der Klinik, der Hebamme und die Rufnummer eines Taxiunternehmens sollten gut sichtbar neben dem Telefon platziert werden. Wenn die Klinik weiter entfernt ist, dann sollte man den Weg einmal abfahren, um abschätzen zu können, wie lange man unterwegs ist. Gibt es eventuell Staus auf der Fahrstrecke? Wie sind die Ampeln geschaltet, und auch ist von Interesse, ob es einen sogenannten „Starenkasten“ gibt, denn werdende Väter neigen gerne dazu, ein wenig fester aufs Gaspedal zu treten.

    Wer mehr über die Klinik wissen will, der sollte eine Führung durch die Entbindungsstation machen und sich zeigen lassen, welche Möglichkeiten für die Geburt geboten werden. Kann man auch unter Wasser das Kind zur Welt bringen und kann der Partner die ganze Zeit dabei bleiben? Die Hebammen und Ärzte stehen bei einer solchen Besichtigung Rede und Antwort. Wichtig ist es auch sich danach zu erkundigen, welcher Eingang der Klinik Tag und Nacht geöffnet ist.

    Sollte es in der 37. SSW zu Blutungen oder aber zu einem Sprung der Fruchtblase kommen, dann darf keine Zeit verloren werden und die Mutter muss unverzüglich ins nächste Krankenhaus gebracht werden. Wer in dieser Situation allein zu Hause ist, der sollte nicht zögern, sondern sofort den Notruf 112 wählen und um einen Krankenwagen bitten, der die Mutter und das ungeborene Kind ohne Umwege in die Klinik bringt.

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