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  • Experten warnen vor neuer gefährlicher Hirnhautentzündung

    Experten warnen vor neuer gefährlicher Hirnhautentzündung

    Großbritannien meldet, dass immer mehr Menschen auf der Insel an einer neuen Form der Hirnhautentzündung erkranken und dass es sich bei dieser Hirnhautentzündung um eine neue, sehr gefährliche Form handelt. Ausgelöst wird diese neue Hirnhautentzündung von einer speziellen Art von Meningokokken, und Experten empfehlen deshalb allen, die eine Reise nach England, Schottland oder Wales planen, sich vor Antritt der Reise impfen zu lassen. Auch wenn Hirnhautentzündungen in Deutschland seit 2009 rückläufig sind, bereitet diese neue Welle Medizinern in Europa große Sorgen.

    Gehirnhautentzündung – Eine seltene Erkrankung

    Hirnhautentzündungen sind eher selten, in Deutschland erkranken jedes Jahr zwischen 270 und 400 Menschen daran. Jetzt gibt es aber in Großbritannien einen sprunghaften Anstieg an Infektionen, die von Meningokokken ausgelöst werden, die einer ganz bestimmten Serogruppe zugerechnet werden. Alleine zwischen Juli 2013 und Juli 2014 sind 98 Menschen mit diesem neuen Stamm der Meningokokken infiziert worden und seit Beginn des Jahres 2015 sind es bereits 184 Fälle. Die sogenannten MenW Bakterien werden als sehr gefährlich eingestuft und in Großbritannien sind bereits mehrere Menschen an dieser Infektion gestorben. In England hat man jetzt damit begonnen, vor allem Jugendliche, Kinder und junge Erwachsene im Rahmen eines neuen Programms zu impfen, um einen Schutz gegen den gefährlichen Erreger aufzubauen.

    Was macht die Infektionen so gefährlich?

    Was die neue Form der Hirnhautentzündung so gefährlich macht, das ist die Vielzahl der verschiedenen Serogruppen. Es gibt 13 unterschiedliche Gruppen, aber besonders häufig treten die Gruppen A, B und C auf. In Großbritannien sind es aber Meningokokken der sonst sehr selten auftretenden Gruppe W, in Deutschland sind diese Erreger bislang nur für vier Prozent der Hirnhautentzündungen verantwortlich. Eine Gruppenverschiebung, wie sie jetzt in England zu beobachten ist, kommt immer wieder mal vor, so wurde im Westen Afrikas im Sommer 2014 eine Verschiebung der Gruppe C registriert. Dass es jetzt wieder zu Verschiebungen kommt, hat auch etwas mit dem großen Strom von Migranten zu tun, die in Europa unterwegs sind.

    Wie wird eine Gehirnhautentzündung übertragen?

    Eine Infektion mit Meningokokken passiert nur bei direktem Körperkontakt oder durch Tröpfchen, wie sie beim Niesen oder Husten entstehen. Vor allem die Enge in den Flüchtlingslagern, wo Tausende von Menschen zusammenleben müssen, sorgt dafür, dass sich Infektionen wie eine Hirnhautentzündung sehr schnell verbreiten können. In Deutschland rät das Robert-Koch-Institut, sich gegen die Meningokokken der Serogruppen A, B, C, W und Y impfen zu lassen. Zwei Altersgruppen sind dabei besonders gefährdet, und das sind Kinder in den ersten beiden Lebensjahren sowie junge Erwachsene zwischen 15 und 19 Jahren. In diesen Gruppen tritt die Gehirnhautentzündung aktuell besonders häufig auf.

    Welche Therapien gibt es?

    Eine Gehirnhautentzündung, die durch eine der Serogruppen der Meningokokken ausgelöst wird, äußerst sich zuerst durch starke Kopfschmerzen, dazu kommen dann Schmerzen im Bereich des Nackens und hohes Fieber. Im weiteren Verlauf wird der Nacken steif und das Fieber kann die 40° Grad Grenze übersteigen. Die Symptome einer Hirnhautentzündung treten sehr plötzlich auf, und die Bakterien verursachen in den meisten Fällen eine Blutvergiftung. Schnelle Hilfe bietet dann nur sehr hoch dosiertes Penicillin, allerdings muss diese Hilfe sehr schnell erfolgen, denn je weiter die Infektion voranschreitet, umso schwerer wird es, sie in den Griff zu bekommen. Wer sich müde und abgeschlagen fühlt und vielleicht schon über Tage hinweg Kopfschmerzen hat, der sollte auf jeden Fall sofort einen Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses aufsuchen und sein Blut untersuchen lassen. Nur wenn eine Gehirnhautentzündung in einem sehr frühen Stadium erkannt wird, dann kann sie auch effektiv bekämpft werden. Bei einer Gehirnhautentzündung zählt buchstäblich jede Minute, denn wenn das Penicillin nicht rechtzeitig gespritzt wird, dann endet eine Gehirnhautentzündung in jedem Fall tödlich oder es entstehen bleibende Schäden für die Betroffenen.

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  • Die Pest existiert schon 5000 Jahre

    Die Pest existiert schon 5000 Jahre

    Die Pest ist älter als bislang gedacht und zwar fanden Forscher heraus, dass der Erreger schon 5000 Jahre lang die Menschheit mit Pandemien heimsucht. Der erste Pestausbruch fand dem Ergebnis der Studie der Universität Kopenhagen um das Forscherteam von Eske Willerslev zufolge schon in der Bronzezeit statt. In der Zeitschrift Cell wurden die Entdeckung veröffentlicht.

    Tödliche Pest

    Das Bakterium Yersinia ist für die Auslösung der Pest verantwortlich und kann sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Die Übertragung erfolgt durch Flöhe, die über Nagetiere wie Ratten mit dem Erreger infiziert wurden. Im Jahr 1000 vor Christus entwickelte der Erreger die Eigenschaft sich Flöhe als Zwischenwirt nutzbar zu machen und dies führte zu der tödlichen Beulenpest. Ausgelöst werden kann neben der Beulenpest auch die Pestsepsis.

    Die Pestsepsis entsteht indem die Bakterien in die Blutbahn gelangen. Die Lungenpest gilt als besonders heimtückisch, da das Bakterium leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

    Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit untersuchte das Team um Willerslev die Zähne von 101 Menschen aus der Bronzezeit auf Spuren des Bakteriums Yersinia. Die Zähne erhielt das Forscherteam von Museen oder Ausgrabungen. Bei sieben Bronzemenschen fanden sie tatsächlich genetische Hinweise für einen Pestbefall. Die Pestkranken lebten in der Zeit von 2794 bis 951 Jahre vor Christi Geburt.

    Die weltweit erste geschichtlich belegte Pest war die Justianische Pest im Jahr 541 nach Christi Geburt im Land der Pharaonen. Die Wissenschaftler analysierten 55 Gene intensiver, welche hauptverantwortlich für die Krankheitswirkung des Bakteriums sind. Das Bakterium verfügte in der Frühzeit nicht über das ymt-Gen und konnte sich deshalb nicht mittels Flöhen übertragen. Das Gen konnte erst in Pest-Bakterien aus dem Jahr 951 vor Christus nachgewiesen werden.

    Das weiterentwickelte Bakterium führte zu seiner schnelleren Verbreitung und löste die Beulenpest aus. Bekannt wurde die Pest als Schwarzer Tod, der im 14.Jahrhundert der WHO zufolge weltweit 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Der Pestarzt und Seher Michel de Nostredame (Nostradamus) besiegte im Jahr 1544 einen Pestausbrauch im französischen Marseille.

    Der gefährliche Keim ist bis heute nicht besiegt, auch wenn die Pest mit Antibiotika behandelt werden kann. Im Jahr 2013 gab es weltweit 783 Pestkranke von denen 126 Personen ihr Leben verloren. Die Pest wütet heute noch besonders stark im Kongo, auf Madagaskar und Peru.

    Die USA sind im Jahr 2015 ebenfalls von dem Erreger heimgesucht worden und zwar steckten sich zwei Touristen mit der Pest an und mussten in ärztliche Behandlung. Bei den Infizierten handelte es sich um ein Kind und einen Mann. Die Erkrankten wurden offenbar von Flöhen gebissen, die das Pest-Bakterium in sich trugen. Nach einer antibiotischen Behandlung konnten sie das Krankenhaus wieder gesund verlassen. Im Yosemite Nationalpark kämpfen die Parkmitarbeiter und Gesundheitsbehörde schon seit Jahren gegen die Infektionskrankheit. Vor allem Ratten, Eichhörnchen und Streifenhörnchen können mit dem Pestbakterium infiziert sein. Der Park hat den Besuchern ein Futterverbot für Nagetiere erteilt.

    Auf Empfehlung der Parkbetreiber sollte nicht neben Nagetierbauten gecampt und auch kein Picknick gemacht werden. Zum Schutz sollen lange Hosen getragen und diese in die Socken gesteckt werden, damit Flöhe nicht zubeissen können. Zusätzlich wurde Insektenschutz gegen Flöhe empfohlen. Erste Anzeichen einer Pest-Infektion sind hohes Fieber, Schwäche, Schwindelgefühl und geschwollene Lymphknoten. Bei Auftauchen dieser Symptome sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. In europäischen Ländern sind seit Jahrzehnten keine Pestfälle mehr aufgetaucht. Wissenschaftler warnen jedoch davor, dass es jederzeit wieder zu einer Pest-Pandemie kommen könnte und deshalb Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden sollten.

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  • Krank im Urlaub? Mit dem Ambulanzflug wieder nach Hause

    Krank im Urlaub? Mit dem Ambulanzflug wieder nach Hause

    Die Ferien sind bekanntlich die schönste Zeit des Jahres, aber auch der schönste Traumurlaub kann sehr schnell zu einem Albtraum werden. Wer in den Ferien krank wird oder einen Unfall hat, der steht vielfach vor einem großen Problem, vor allem dann, wenn das Urlaubsziel ein Land ist, in dem es nur eine mangelhafte medizinische Versorgung gibt. In vielen Teilen der Welt ist die medizinische Infrastruktur kaum oder gar nicht vorhanden, es gibt kaum Krankenhäuser und die wenigen Krankenhäuser stehen in keinem Vergleich zu den hochmodernen Kliniken in Deutschland. Was tun, wenn in den Ferien kompetente ärztliche Versorgung dringend gebraucht wird? In diesen Fällen gibt es nur einen Weg, und zwar einen Ambulanzflug nach Hause.

    Ambulanzflug – Rettung aus der Luft

    Krank im Ausland – das ist nicht nur ärgerlich, es kann auch lebensgefährlich werden, wenn es keine adäquate medizinische Versorgung gibt. Kommt es zum Beispiel in Folge eines Unfalls zu einer Fraktur am Arm oder am Bein, dann wird es kaum ein Problem sein, den Bruch fachgerecht zu versorgen. Was ist aber, wenn es sich um eine komplizierte Fraktur handelt, die im Rahmen einer aufwendigen Operation mit Platten und Schrauben fixiert werden muss? Für diesen Fall gibt es den Ambulanzflug, der Patienten auch aus dem Ausland, wieder sicher nach Hause fliegt. AMBUTRANS aus dem westfälischen Borken fliegt national und auch international Patienten wieder in ihre Heimat und sorgt so für einen sicheren Transport per Flugzeug oder per Hubschrauber für alle, die im Ausland krank werden oder einen Unfall haben.

    Wie funktioniert AMBUTRANS?

    Krank im Ausland und keine moderne medizinische Versorgung in der unmittelbaren Nähe, das ist ein Albtraum für viele, die gerne reisen. Tritt der Notfall ein, dann kann AMBUTRANS 24 Stunden rund um die Uhr kontaktiert werden. Unbürokratisch und vor allen Dingen immer sehr schnell wird der Rücktransport des Patienten geplant, damit er die bestmögliche ärztliche Versorgung bekommt. Vor Ort sprechen die Mitarbeiter von AMBUTRANS mit den Ärzten, sie kümmern sich um den Transport bis zum Flughafen und verfügen an Bord des Flugzeugs über eine moderne intensivmedizinische Versorgung. Aber AMBUTRANS bietet noch mehr, denn AMBUTRANS kümmert sich auf Wunsch auch um die notwendigen Kontakte mit Versicherungen und sorgen so dafür, dass sich der Patient um nichts mehr Sorgen machen muss. Mit dem Ambulanzflug geht es dann nach Hause und ins Krankenhaus, wo die weitere Versorgung stattfindet.

    Eine umfassende Hilfe

    AMBUTRANS ist aber nicht nur im Ausland eine große Hilfe, auch wenn es um Inland zu einem Unfall oder zu einer akuten Erkrankung kommt, dann ist der 24 Stunden Notdienst im Einsatz. Nicht immer ist eine Spezialklinik in der Nähe, wenn beispielsweise ein Kind Wochen vor dem errechneten Geburtstermin das Licht der Welt erblickt, oder wenn es zu Schwierigkeiten bei der Geburt kommt. AMBUTRANS fliegt Patienten entweder mit dem Flugzeug oder mit dem Hubschrauber in die Klinik, die für solche Fälle bestens ausgestattet ist. So geht keine wertvolle Zeit verloren. Jeder Transport wird von einem Arzt oder einem ausgebildeten Rettungsassistenten begleitet, das gilt auch für den Transport mit einem der Krankenwagen von AMBUTRANS, der intensivmedizinisch ausgestattet ist. So wird jeder Patient, der krank im Ausland oder im Inland Hilfe braucht, immer perfekt betreut.

    Ambulanzflug – Welche Kosten können entstehen?

    Wie hoch die Kosten für einen Ambulanzflug sind, das ist immer von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Wie wird der Patient transportiert und wie lange dauert der Transport? Welche Art von medizinischen Maßnahmen sind an Bord des Flugzeugs oder des Helikopters erforderlich, muss der Patient eventuell beatmet werden oder braucht er bestimmte Medikamente? Alle diese Faktoren sind für die Kosten relevant.

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  • Babyblues – immer mehr Frauen sind betroffen

    Babyblues – immer mehr Frauen sind betroffen

    Endlich ist das Kind geboren, aber die Mutter kann sich nicht so richtig darüber freuen. Schlimmer noch, sie hat Wut auf das Kind und auf sich selbst, sie wird depressiv und trägt sich schließlich mit Selbstmordgedanken. Der Grund für diese Beschwerden wird salopp Babyblues genannt, bekannt auch unter dem Namen Wochenbettdepressionen. Geschätzt jede zehnte Frau leidet unter dem Babyblues, gesprochen wird über diese Krankheit aber eher selten. Die meisten Frauen, die vom Babyblues betroffen sind, schämen sich und fühlen sich wie Versagerinnen.

    Babyblues – Hormonelle Ursachen

    Wie in den Wechseljahren, so ist auch beim Babyblues eine Umstellung der Hormone schuld. Nach der Schwangerschaft dauert es einige Wochen, bis der Körper wieder zu einem normalen Zyklus zurückfindet und in dieser Zeit sind viele Frauen besonders anfällig für Stimmungsschwankungen und Depressionen. Bei den meisten Frauen beginnen die Beschwerden eine Woche nach der Geburt, oftmals aber auch schon im Krankenhaus. Viele Hebammen und auch viele Ärzte nehmen den Babyblues bis heute nicht ernst und sprechen mit einer gewissen Verachtung von den „Heultagen“, die genauso schnell wieder vergehen, wie sie gekommen sind. Die Symptome verschwinden jedoch nicht bei jeder Frau wieder von selbst, immer häufiger brauchen Frauen die Hilfe von geschulten Psychologen, um sich helfen lassen. Schlimm ist nach wie vor, dass junge Mütter die Schuld in erster Linie bei sich selbst suchen und sich einreden, dass sie schlechte Mütter sind.

    Sozialer Rückhalt

    Es ist ein Ammenmärchen, dass nur Frauen den Babyblues bekommen, die eine langwierige, schmerzhafte oder schwierige Geburt hatten. Der Babyblues trifft auch Frauen, deren Kinder schnell und einfach das Licht der Welt erblickt haben. Nach neusten Forschungen sind jedoch vor allen Dingen die Frauen gefährdet, die schon einmal mit Depressionen zu kämpfen hatten. Auch Frauen, die in der Schwangerschaft übertrieben ängstlich waren, neigen eher zum Babyblues als diejenigen, die die Schwangerschaft als eine natürliche Sache betrachten und sich keine Sorgen machen. Wenn es zum Babyblues kommt, dann ist es besonders wichtig, dass die betroffenen Frauen sich auf ihre Familie verlassen können und einen großen sozialen Rückhalt haben. Ist das nicht oder nur unzureichend der Fall, dann können die klassischen postpartalen Depressionen sogar sehr gefährlich werden, denn wenn sich eine Frau im Stich gelassen fühlt, dann steigt die Suizidgefahr bedrohlich an.

    Auch beim zweiten Kind

    Der Babyblues beschränkt sich nicht nur auf das erste Kind. Obwohl erfahrene Psychologen nach wie vor der Meinung sind, dass das Phänomen nur einmal auftritt, wiederholt sich der Babyblues bei 40 % der betroffenen Frauen auch beim zweiten Kind. Immer wenn das der Fall ist, dann hat die betroffene Frau jedoch einen großen Vorteil, denn sie kann mit den Beschwerden umgehen, und weiß, dass der Babyblues eine vorübergehende Erscheinung ist, die meist nach wenigen Wochen wieder verschwindet.

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  • Ist eine Babytrage empfehlenswert?

    Ist eine Babytrage empfehlenswert?

    Menschen sind von Natur aus „Tragelinge“, denn schon zu allen Zeiten haben Mütter und auch Väter ihre Kinder nah bei sich auf dem Rücken oder vor dem Bauch getragen. Kinderwagen gab es noch nicht und um arbeiten zu können, mussten die Eltern ihre Hände frei haben, und deshalb wurde der Nachwuchs nah beim Körper getragen, meist in einem Tuch. In der modernen Zeit war es lange Zeit verpönt, die Kinder in einer Babytrage zu tragen, vor allem, weil viele Kinderärzte nicht müde wurden, zu prophezeien, dass die Kinder auf diese Weise einen irreparablen Rückenschaden bekommen. Heute denkt man anders darüber und die Babytrage ist wieder im Trend.

    Ab wann können Kinder in der Babytrage getragen werden?

    Viele Mütter, die ihre Kinder gerne in einer Babytrage eng bei sich tragen wollen, fragen sich, ab wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um das Kind in eine Babytrage zu legen. Die Antwort auf diese Frage lautet: Je eher, desto besser, denn ein kleines Kind liebt es, nah bei der Mutter zu sein, ihre Wärme und ihren Herzschlag zu spüren. Theoretisch können Mütter ihre Babys schon auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause in einer Babytrage tragen. Ärzte raten allerdings dazu, dass der Säugling ein Gewicht von mindestens 3.500 Gramm haben sollte.

    Wie gesund sind Babytragen?

    Lange Zeit hatten Babytragen einen denkbar schlechten Ruf. Der Kopf des Kindes wird nicht richtig gestützt, hieß es und es war auch eine weitverbreitete Meinung, dass die Babytrage für den kindlichen Rücken nicht optimal ist. Sicher gibt es auch heute noch Babytragen, die für den Rücken eines Babys nicht gesund sind und auch Hüftschäden sind keine Seltenheit, wenn die Wahl auf die falsche Babytrage fällt. Viele Kinder fühlen sich in einer Babytrage auch nicht sonderlich wohl, wenn sie entgegen ihrer natürlichen Beinstellung in eine ungewohnte Haltung gezwungen werden. Wenn die Eltern merken, dass sich ihr Baby in einer Babytrage nicht wohlfühlt, dann sollten sie ihr Kind besser in einem Kinderwagen transportieren.

    Welche Babytragen sind zu empfehlen?

    Wie können Eltern eine gute von einer wenigen guten Babytrage unterscheiden? Das funktioniert am besten über einen Vergleich des Materials und der Inhaltsstoffe. Empfehlenswert sind grundsätzlich natürliche Materialien in Bio-Qualität, wobei reine Baumwolle immer eine gute Wahl ist, denn Baumwolle ist robust, strapazierfähig und lässt sich auch bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine waschen. Damit sich das Baby in seiner Babytrage wohlfühlt, ist es wichtig, auf den richtigen Komfort zu achten. So sollten die Schultergurte einer Babytrage ausreichend breit und immer gut gepolstert sein. Ist das Baby neun Monate alt, dann sollte die Babytrage eine zusätzliche Tragefunktion an der Hüfte haben, denn sonst wird es für die Eltern unter Umständen sehr anstrengend, das Baby zu tragen. Qualitativ hochwertige Babytragen haben immer eine Hüfttragefunktion, die es je nach Material und Hersteller möglich macht, Kinder bis zum fünften Lebensjahr in einer Babytrage zu tragen.

    Wie wird das Baby optimal getragen?

    Eine Babytrage sollte immer die natürliche Körperhaltung des Kindes unterstützen und eine Anhock-Spreiz-Stellung möglich machen. Diese sogenannte M-Stellung wird immer dann erreicht, wenn an der Beinstellung des Babys ein M erkennbar ist. Das heißt, die Füßchen und der Po sind unten und die Knie zeigen nach oben. Um die perfekte Babytrage zu finden, sollten Eltern das Kind mit zum Einkauf nehmen und im Geschäft die unterschiedlichen Babytragen ausprobieren. Ist eine gesunde M-Stellung möglich, dann ist die Babytrage perfekt.

    Welche Vorteile bietet eine Babytrage?

    Eine Babytrage hat im Vergleich zum klassischen Kinderwagen viele Vorteile. Die Mutter oder der Vater haben immer die Hände frei und wenn es ums Treppensteigen oder um eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel geht, dann sind die Eltern nicht auf fremde Hilfe angewiesen.

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  • Plazentainsuffizienz – eine Gefahr für das Kind

    Plazentainsuffizienz – eine Gefahr für das Kind

    Bei zwei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften kommt es zu einer sogenannten Plazentainsuffizienz, einer Leistungsschwäche der Gebärmutter, die für das ungeborene Kind sehr gefährlich werden kann. Vereinfacht ausgedrückt sorgt eine Plazentainsuffizienz für eine Mangelversorgung des Kindes, denn der Stoffaustausch zwischen der Mutter und dem Embryo ist gestört. In den meisten Fällen sind Frauen gefährdet, eine Plazentainsuffizienz zu bekommen, die entweder Übergewicht oder Bluthochdruck haben oder unter Diabetes mellitus während der Schwangerschaft leiden. Unterschieden wird bei der Erkrankung zwischen einer akuten und einer chronischen Form.

    Ursachen und Gründe für eine Plazentainsuffizienz

    Neben den bereits genannten Gründen, Diabetes, Übergewicht und zu hoher Blutdruck, gibt es für eine Plazentainsuffizienz noch andere Ursachen. Eine vorzeitige Ablösung der Plazenta kann eine der Ursachen für eine Plazentainsuffizienz sein und auch wenn es zu Plazentablutungen kommt, kann eine Plazentainsuffizienz schuld sein. Nicht selten kommt es zu diesem Problem mit der Plazenta, wenn der Termin für die Geburt weit überschritten ist, möglich ist auch eine Komplikation mit der Nabelschnur während der Geburt. Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen oder Alkohol trinken, laufen Gefahr, dass es zu einer Plazentainsuffizienz kommt, eine Präeklampsie ist eine mögliche Ursache.

    Welche Symptome gibt es?

    In einer akuten Form tritt die Plazentainsuffizienz meist unmittelbar vor oder auch während einer Geburt auf. Es kommt zu einer schweren Unterversorgung des ungeborenen Kindes mit Sauerstoff und das verlangsamt den kindlichen Herzschlag. Je nachdem, welche Ursache zugrunde liegt, kann es bei der werdenden Mutter zu Blutungen oder auch zu Krämpfen kommen. Handelt es sich um eine chronische Form der Plazentainsuffizienz, dann verlangsamt der Mangel an Nährstoffen das Wachstum des Kindes stetig und auch die Menge des Fruchtwassers wird immer weniger.

    Wie wird eine Plazentainsuffizienz diagnostiziert?

    Neben den äußerlichen Begleiterscheinungen wie Krämpfen und Blutungen, kann der Arzt auch während einer Ultraschalluntersuchung eine Plazentainsuffizienz sicher feststellen. Auch wenn es bei der Geburt zu Einschnürungen durch die Nabelschnur kommt, dann besteht die Gefahr, dass es zu einer Plazentainsuffizienz kommt. Sollte die Mutter unter Diabetes oder unter Präeklampsie leiden, dann kann der Arzt durch eine sogenannte Doppelsonografie das Wachstum des Kindes beobachten. Eine Messung der Blutströmungsgeschwindigkeit gibt ebenfalls Aufklärung darüber, ob es sich vielleicht um die chronische Form der Plazentainsuffizienz handelt.

    Gibt es eine Therapie?

    Wenn es sich um eine akute Plazentainsuffizienz handelt, dann ist eine schnelle Geburt die beste Möglichkeit, um das Kind zu retten. Nicht selten muss dann ein Kaiserschnitt gemacht werden oder das Kind muss mit der Saugglocke oder mit der Zange geholt werden. Handelt es sich aber um eine chronische Plazentainsuffizienz, dann wird der Arzt der werdenden Mutter strenge Bettruhe verordnen, und das Kind muss in regelmäßigen Abständen mit dem Ultraschallgerät untersucht werden. Wenn es eine schwere Form der Plazentainsuffizienz ist, dann muss die Mutter ins Krankenhaus und wird neben Ultraschalluntersuchungen auch über ein CTG, eine Kardiotokographie, permanent überwacht. Direkt kann die Unterversorgung der Plazenta nicht behandelt werden, aber es ist notwendig, dass die Ursachen wie der Zucker, das Übergewicht und auch der hohe Blutdruck behandelt werden.

    Welche Komplikationen gibt es?

    Eine akute Form der Plazentainsuffizienz kann zum Tod des ungeborenen Kindes führen, wenn es über einen zu langen Zeitraum zu wenig Sauerstoff bekommt. Kommt es während der Geburt zu einer Plazentainsuffizienz, dann haben die Ärzte die Möglichkeit, das Kind so schnell wie möglich auf die Welt zu holen. Auch dann, wenn sich die Plazenta frühzeitig ablösen sollte, muss das Kind schnell geboren werden, um einen weiteren gesundheitlichen Schaden zu verhindern. Die chronische Form ist ebenso gefährlich, denn durch den ständigen Mangel an Sauerstoff kann das Kind Schäden davontragen, und wenn die Gefahr jedoch zu groß wird, dann holen die Ärzte auch Kinder weit vor dem errechneten Geburtstermin.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters